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Das hier ist meine Geschichte, ist das klar?
Ich bin Rumburak, der größtbeste Zauberer aller Zeiten.
Die Sache mit dem grünen Apfel von der
Insel Portanella hat tatsächlich geklappt.
Nachdem Arabella ihn nichts ahnend verspeist hat, wacht
sie am nächsten Morgen hochschwanger auf.
Logisch, dass Ehemann Peter total entsetzt ist.
Schließlich sollte die Entbindung erst in acht Monaten
sein.
Entsetzt ist auch der Rest der Familie.
Bei der Nachricht unterbrechen Hans und Margret sogar
ihre Suche nach dem Zauberglöckchen.
Die glauben doch tatsächlich immer noch, dass sie
mit seiner Hilfe ins Märchenreich kommen können.
Aber obwohl ich das stark bezweifle, werden die
beiden mir trotzdem langsam unheimlich.
Margret kommt nämlich der Verdacht, dass die Sache
mit Arabella etwas mit der Insel Portanella zu
tun haben könnte.
Darüber hat sie gerade eine vielbeachtete Semesterarbeit geschrieben.
Aber egal, im Moment ist viel spannender, was
Arabella da wohl zur Welt bringen wird.
Schließlich hängt davon ja wesentlich ab, ob sich
die Prophezeiung erfüllt und ich König im Märchenreich
werde.
Doch da bin ich guter Hoffnung.
Der Assistenzarzt hat so ein herrlich blödes Gesicht
gemacht.
Die beiden reden, Herr Doktor.
Wer?
Na die Zwillinge natürlich, die Frau Meyer heute
Nacht zur Welt gebracht hat.
Die sind ziemlich dreist.
Sie wollen Gulasch und Bier.
Dann geben sie es ihnen doch.
Doktor Horowitz, Geburtsklinik von Professor Telemann.
Oh mein Gott, er ist es wieder.
Was soll ich denn nun sagen?
Einmal muss er es ja erfahren.
Es sind Zwillinge.
Das ist eine Überraschung, damit haben wir überhaupt
nicht gerechnet.
Und meine Frau, alles in Ordnung?
Und ist es ein Pärchen?
Dann Mädchen, also jung.
Wohl eher jung?
Bitte, wie soll ich das verstehen?
Was heißt denn wohl eher jung?
Ein Menschenskind.
Das gefällt mir aber gar nicht.
Die wollen uns wohl in dieser Geburtsklinik hier
verhungern lassen.
Bist du dir überhaupt sicher, dass das eine
Geburtsklinik ist?
Schwester, ist das hier vielleicht ein Altersheim?
Nein, eine Geburtsklinik.
Und würden sie uns dann freundlicherweise erklären?
Ich werde ihnen jetzt gar nichts mehr erklären.
Ich werde sie in ein anderes Zimmer bringen.
Und wann kriegen wir unser Gulasch und Bier?
Ja, genau.
Wie oft sollen wir ihnen denn eigentlich noch
sagen, dass wir schon mindestens eine Stunde fürchterlichen
Hunger und Durst haben?
Ja, Durst!
Herr Brotmann ist ja schon rüber zum Gasthaus
gelaufen.
Hoffentlich.
Sie wissen, Herr Kollege, dass ich Sinn für
Humor habe.
Aber dass Sie mir meine sonntägliche Golfpartie vermasselt
haben, halte ich eher für einen schlechten Scherz.
Das werde ich Ihnen nie vergessen.
Um Gottes Willen, Herr Professor.
Das hat Herr Schefferts persönlich so angeordnet.
Da haben Sie noch mal Glück gehabt, denn
ich kann ungemütlich werden.
Besonders am Sonntag.
Hören Sie, diese Greise, die wurden wirklich geboren.
Und die reden auch schon.
Und wann Bier?
Kusch!
Sie haben wohl vergessen, wen Sie vor sich
haben.
Ich bringe schon 50 Jahre Kinder zur Welt,
Herr Kollege.
Das ist doch der Fall, wo der Frau
der Bauch so schnell gewachsen ist.
Über Nacht.
Dann meinen Sie die Frau Meyer, ja?
Also Frau Marschner, ist das nicht ein toller
Zufall?
Ich habe Jungen und Sie haben Mädchen.
Wissen Sie schon Namen für die beiden?
Mit Zwillingen hatten wir gar nicht gerechnet.
Den einen werden wir Karl nennen und den
anderen Hyazinth.
Nach ihren Großvätern.
Hyazinth?
Ein ungewöhnlicher Name.
Darf man fragen, was Ihr Herr Vater macht?
Wie soll ich Ihnen das erklären, er...
Er ist Regierungsbeamter.
Wir wollen gefüttert werden, Mami.
Und wann bringen Sie mir endlich meine Jungenschwester?
Ich habe sie noch nicht gesehen.
Gedulden Sie sich.
Sie kriegen sie noch früh genug.
Dann müssen Sie mir erzählen, wie Sie so
sind.
Sicher sehr lebhaft, nicht?
Naja, das kann man wohl sagen.
Unter den anderen Kindern finden Sie sie sofort
heraus.
Hast du das gehört, was unsere Schwester vorhin
zu der anderen Schwester gesagt hat?
Was?
Dass heute Sonntag ist.
Sonntag!
Ach ja?
Astrid, dann sind wir ja eigentlich Sonntagskinder.
Das ist ein gutes Zeichen, dann erwartet uns
ein glückliches Leben.
Ein glückliches Leben.
Aber im Moment habe ich einen Riesenhunger und
eiskalte Füße.
Nee, das ist ja mächtig hoch.
Verdammt, gibt es denn hier keine größere Decke?
Warte, ich werde mich mal ein bisschen umsehen.
Vielleicht finde ich auch irgendwo ein paar warme
Pantoffeln.
Keine da.
Also das ist wirklich eine komische Geburtsklinik.
Sag mal, sind wir überhaupt auf Pultanella?
Wenn du dir überlegst, dass sie uns zuerst
zu all den Omas und Opas gelegt haben.
Das ist doch irgendwie komisch, nicht?
Auf Pultanella haben sie in jeder Geburtsklinik Wolldecken,
Pantoffeln und Hörgeräte für die Schwerhöriger.
Unser Gulasch.
Um Gottes Willen, wieso sind sie schon so
groß?
Sind wir etwa Hunde oder Katzenkinder?
Die wachsen langsam.
Wir sind schließlich Menschen.
Ich werde hier noch verrückt.
Was hat die?
Das ist mir egal, ich friere.
Ich frage mich nur, wo wir zur Welt
gekommen sind.
Warte mal, da sind ein paar Decken.
Hier hast du eine.
So, und ich nehme mir auch eine.
Sie sind hier?
Schwester!
Herr Professor, da wartet dieser Meier, der Vater
von den Zwillingen.
Na dann.
Sie sind Herr Meier?
Ja.
Mein Name ist Telemann.
Freut mich sehr, Herr Professor.
Ja, wir haben Zwillinge bekommen.
Bitte kommen Sie mit.
Aber Herr Professor, das geht nicht.
Sie sind schon so groß und laufen.
Sie reden dummes Zeug.
Seit wann können Neugeborene denn laufen?
Na ja.
Aber schön ruhig, ruhig, ruhig, Herr Meier.
Bitte.
Aber ich hab's doch gesehen.
Wir wollen ganz einfach mit jemandem sprechen, der
hier auch was zu sagen hat.
Vorausgesetzt, dass Sie hier sowas haben.
Die Schwester fasierte doch ständig von einem Professor.
Wirklich?
Du bist verkalkt wie ein...
Was?
Hab ich vergessen.
Naja, manche Kinder erwischt es noch schlimmer.
Was wäre, wenn ich die Gischt hätte?
Da, da sind sie drin.
Die Kleinen.
Ihre sind da nicht drin.
Na endlich.
Ah!
Hab keine Angst.
Hab ich auch nicht.
Wer hat die Herren hereingelassen?
Und wer sind sie?
Aber das sind doch die Neugeborenen.
Die Meier-Zwillinge.
Sie sind schon wieder gewachsen.
Was heißt...
Ganz ruhig.
Sie müssen jetzt tapfer sein, Herr Meier.
Die zwei sind wirklich Ihre Söhne.
Eine Verwechslung ist ausgeschlossen.
Bitte, ich zeige es Ihnen.
Na, Meier 1 und Meier 2.
Diese Väter?
Das ist unser Vater.
Schön, dass ich dich endlich gebracht habe.
Und wo ist unsere Mami?
Wie geht's ihr?
Die Mama.
Kann ich bitte was zu trinken haben?
Ja, natürlich.
Hier, bitte.
Ich lehne das ab.
Haben Sie verstanden?
Ich lehne es ganz entschieden ab, dass das
da meine Kinder sein sollen.
Beruhigen Sie sich doch.
Ich werde Ihnen ein Bescherungsmittel geben.
Ein Vater, der seine eigenen Kinder nicht will.
Ich will diese Kinder nicht.
Das ist unglaublich.
Wir sind hier der Älteste.
Sind wir denn überhaupt auf Pultanella?
Auf welchem Pultanella?
Pultanella.
Der Älteste ist der Herr Professor.
Was?
Dieses Bümchen hier?
Der gehört doch in den Kindergarten.
Dann laufen Sie mal hin.
Ich blicke langsam nicht mehr durch.
Alles, was auf Pultanella geht, kannst du hier
total vergessen.
Wir sind hier in einer völlig, völlig unbekannten
Welt.
Vater im Himmel, steh uns bei.
Ich will jetzt auf der Stelle meine Kinder
sehen.
Peter!
Peter!
Na, hast du sie schon gesehen?
Wie sind sie?
Hübsch, ja?
Könnte es sein, dass Sie Frau Meyer sind?
Unsere Mami?
Was ist?
Er sagt es.
Also, das hier sind Ihre Zwillinge.
Na, Herr.
Meine Güte.
Wir müssen uns damit abfinden.
Das überstehe ich nicht.
Abeladon!
Wir werden hier keinen Aufstand machen.
Gehen wir.
Kommen Sie, kommen Sie, kommen Sie.
Arabella.
Mami.
Mami.
Kann mir jemand sagen, wie so etwas möglich
ist?
Und ausgerechnet in meiner Klinik.
Verflixt und zugenäht.
Hast du gehört, wie man hier spricht?
Die sagen verflixt und zugenäht.
Zugenäht.
In der Fachliteratur gibt es dafür keinen Präzedenzfall.
Das will ich hoffen.
Nehmen Sie ab.
Bitte.
Es ist Ihr Bruder.
Oh.
Orvit?
Aber jetzt doch nicht, Bruder Herz.
Bruder Herz.
Bruder Herz.
Was geht uns das an, ob es einen
Ausnahmefall gibt oder nicht?
Die Hölle auf Erden steht uns bevor.
Das ist dein Empfang, was?
Sie mag uns auch nicht.
Also der erste Teil der Prophezeiung wäre damit
erfüllt.
Ich habe nicht daran geglaubt.
Ich hundertprozentig.
Deshalb habe ich auch das hier gekauft.
Sie denken aber auch an alles.
Aus Ihnen wird wirklich eine erstklassige Ministerin.
Unsere Rückkehr ins Märchenreich kommt immer näher.
Was machen wir denn mit Ihnen?
Na komm, wir müssen uns jetzt zusammenreißen.
Das Beste wird wohl sein, wenn Sie sie
ins Altersheim stecken.
Ich staune nur, wo wir hier gelandet sind,
Bruder Herz.
Hören Sie, wie alt waren Sie, als Sie
zur Welt gekommen sind?
Es könnte genetisch bedient sein.
Hey, was sagen Sie da?
Ich war ein normaler Säugling.
Das kann ich mit vielen Fotos beweisen.
Ich bitte Sie, beruhigen Sie sich.
Schwer zu sagen, für wen der Schock größer
ist.
Entschuldigung.
Für den einen Jungen ist alles klar.
Da habe ich hier den Namen Hyazinth.
Was soll ich in die zweite Geburtsurkunde eintragen?
Das ist egal.
Vielleicht Karl nach dem zweiten Großvater.
Der meinetwegen Hyazinth und der andere Karl.
Und das Geburtsdatum?
Na was sollen Sie da schon schreiben?
Das heutige Datum und fertig.
Keine weitere Anmerkung.
Nichts.
Wenn das mit Euch bekannt wird, dann ist
es aus mit meiner Klinik.
Wer käme da noch zu uns?
Redaktion.
Ich bin Arzt.
Hier ist was sensationelles geschehen.
Heute Nacht wurden Zwillinge geboren.
Aber keine normalen.
Sondern zwei Greise.
Was bieten Sie mir, wenn ich Ihnen jetzt
sage, aus welcher Klinik ich anrufe?
Was ist?
Verzeihen Sie aber dann.
Vergessen Sie es.
Warten Sie einen Moment.
Wir werden uns schon einigen.
Was ist denn?
Hier behauptet einer, dass Greise geboren wurden.
Wie bitte?
Hier ist Chefredakteur Becker.
Mit wem spreche ich bitte?
Na gut, keinen Namen.
Aber wem sollen wir dann das Honorar überweisen?
Ich garantiere Ihnen, dass wir Ihren Namen nicht
nennen.
Wunderbar.
Na?
Klinik von Professor Telemann.
Los, wir fahren.
Und nimm auch noch die Videokamera mit.
Ihr verkauft es dem Fernsehen.
Hoffentlich ist es kein Ende.
Nun geh zur Seite, weil dir geht es
schon.
Ob es schon da ist?
Meier hier, bist du es, Peter?
Na, was ist es geworden?
Was ist?
Die Anzüge vom Großvater?
Und wieso zwei?
Und Schuhe, die auch zweipaar?
Also wenn das verdammte Glöckchen nicht unter diesem
blöden Keim steckt, weiß ich auch nichts mehr.
Leo muss jeden Moment mit dem Traktor hier
sein.
Ich gehe das Tor aufmachen.
Guten Tag, wohnt hier Frau Meier?
Ja, ich komme ja schon.
Oh, danke.
Dankeschön.
Wo willst du eigentlich hin?
Na, in die Geburtsklinik.
Weißt du denn schon was?
Sag schon.
Nein, Peter will Anzüge von unserem Opa.
Aber ich weiß nicht wozu.
Na, vielleicht für eine Kleidersammlung.
Ja, das wird es sein.
Und grüß Sarah Bella.
Von mir auch.
Da kommt Leo.
Na, endlich.
Meine Güte, ich habe ja gar keinen Film
drin.
So blöd kannst auch nur du sein.
Halt da vorne am Traubhaus ein.
Jetzt hören Sie doch endlich auf zu weinen,
Frau Meier.
Sie wissen doch wie es heißt.
Wen unser Herrgott liebt, den lässt unser Herrgott
leiden.
Wer redet denn hier von leiden?
Das ist eine Tragödie.
Die sehen doch wie zwei Landstreicher aus.
Eine Jahrhundert-Tragödie.
Wir sind völlig am Ende.
Aber die Menschen sind gut.
Wir werden sie alle unterstützen.
Ich wohne doch ganz in ihrer Nähe.
Mutter hat vergessen Hemden einzupacken.
Aber von Hemden hat Peter nichts gesagt.
Wieso denn nicht?
Ich habe gesagt alles.
Dann muss es eben ohne Hemden gehen, wenn
ihr keine habt.
Na, und wenn wir das einfach so machen,
verzeihen Sie Frau Marschner.
Hier, Bruderherz.
Na, sehen Sie, Frau Meier, wie geschickt er
ist.
Bruderherz, wie auf Brautschau.
Ja, wie kann denn ein Säugling schon was
von diesen Dingen wissen?
Sie sagen, dass das alles angeboren ist.
Die Schuhe, die sind mir zu klein.
Dann drücken Sie eben.
Haben wir noch andere?
Versuchen Sie es doch von der anderen Seite
zu sehen, Frau Meier.
Sagen Sie sich, dass es Sonntagskinder sind, die
in ihrem Leben noch Glück haben werden.
Das können Sie leicht sagen, Frau Marschner.
Ich möchte Sie an unserer Stelle sehen.
So ein Unglück.
Andere Eltern sind völlig außer sich, Frau Freund,
und ihr auch.
Hier sind also die Geburtsurkunden.
Ich bitte Sie, wie es der Professor gesagt
hat, schweigen Sie, schweigen Sie.
Und wieso?
Frau Marschner, für Sie gilt das Gleiche.
Auf mich können Sie sich verlassen, Herr Doktor.
Ich weiß von nichts und ich habe nichts
gesehen.
Ja, aber Herr Doktor, wer würde denn über
sowas reden wollen?
Rede nicht, bei einem Profi ist die Kamera
immer startklar, selbst um Mitternacht.
Na, es ist doch nichts passiert.
Bitte sagen Sie, wo sind hier die alten
Säuglinge?
Wir sind von der Zeitung, man hat uns
angerufen.
Wir wissen nichts davon.
Dann müssen Sie zum Herrn Professor, geradeaus und
dann rechts.
Ja, danke sehr, danke.
Warum?
Ach, meine Küchejournalisten, die haben uns gerade noch
gefilmt.
Schnell, schnell.
Hast du das gehört?
Unser Vater, der lügt wie gedruckt.
Da wurden wir in eine feine Familie hineingebucht.
Warum bleibt ihr denn?
Macht, dass ihr ins Auto kommt.
Ja, ja, wozu denn die Eile?
Können Sie das nochmal wiederholen, Herr Becker?
Nun, vorige Nacht kamen hier Zwillinge zur Welt,
aber das waren eben keine normalen Kinder, sondern
zwei Greise.
Ich kann mich nicht genug wundern, meine Herren.
Sie sehen wie erwachsene Menschen aus.
Die Neugeborenen sind Greise.
Das wäre keine schlechte Story.
Nun, pardon, aber wir wurden...
Sie wollen Journalisten sein und dann fallen Sie
rein auf so eine Ente?
Also dann entschuldigen Sie.
Bitte, bitte.
Danke.
Guten Tag.
Sagt Ihnen der Name Doktor Bartnick etwas?
Nie gehört.
Erzählen Sie mir nochmal was von Profi und
so.
Doktor Bartnick, Sie sind entlassen.
Ja, fristlos.
Fahren Sie immer hinter meinem Mann hier.
Machen Sie sich keine Sorgen, junge Frau.
Da, so ein schöner Park.
Da werde ich mit Karl die Tauben füttern.
Das erlaubst du uns doch, Mami.
Unser Opa, der scherzt gerne.
Manchmal, da nennt er mich sogar Oma.
Das darf nicht wahr sein.
Seid ihr hier alle solche Lügner?
Wie redest du denn da?
So reden keine Kinder.
Sie reden, wie sie es von den Erwachsenen
hören.
Das müsstest du doch auch noch wissen.
Die Erwachsenen machen das, was ihnen ihr Verstand
sagt.
Und was dich betrifft, sagt mein Verstand, dass
du kein Kind bist.
Also nach deiner Meinung bin ich erwachsen.
Ja.
Was machst du denn da?
Das, was mir mein Verstand sagt.
Ich hab die Schuhe rausgeworfen, die mich drücken,
weil ich erwachsen bin.
Verflext.
Wie war's?
Unzugenäht.
Was glotzt du?
Schau lieber, wo du hinfährst.
Du weißt, wie Vater an dem Steingarten hängt.
Den Anblick wird er nicht überleben.
Ich hab gesagt, dass wir das wieder in
Ordnung bringen.
Jetzt!
Ich werd noch wahnsinnig.
Hier sind wir also zu Hause.
Ach Walde, da bist du ja.
Ah!
Ah!
Um Gottes Willen, Herr Leo!
Was machen Sie denn da?
Sie haben das ganze Becken rausgerissen.
Verstehen Sie das Ganze?
Arabella, wieso sind Sie...
Das...
Es wird wohl doch noch eine Weile dauern.
Es war falscher Alarm.
Sie haben mich nach Hause geschickt.
Wissen Sie...
Das...
Das ist Onkel Jacinto und das ist Onkel
Karl.
Sie sind zu Besuch hier.
Sehr erfreut, Herrmann.
Wir kommen gerade vom Bahnhof.
Sie haben sich zu dem Besuch ganz plötzlich
entschlossen.
Sie kommen vom Land.
Aus der Nähe von Neustadt.
Und das hier ist mein Bruder Hans, Onkel.
Hans, die Onkel haben dich zum letzten Mal
gesehen, als du noch so klein warst.
Onkel?
Was heißt denn hier Onkel?
Ich habe nie einen Onkel gehabt.
Hat der Vater denn einen Bruder?
Vielleicht, ja.
Du hast einen Onkel.
Du hast sogar zwei Onkel.
Und es ist peinlich, dass du es nicht
weißt.
Entschuldigen Sie, wir gehen jetzt nach oben.
Sie müssen sich von der Fahrt erholen.
Gehen wir.
Hans, du kommst mit zu uns.
Wir müssen dir was erzählen.
Entschuldigung, ich bin gleich zurück.
Das ist ein seltsamer Besuch.
Denkst du nicht?
Warum haben sie uns nie gesagt, dass sie
Verwandte haben, die so arm sind?
Willst du mir erzählen, dass sie nicht mal
Geld für Schuhe haben?
Da hätte er doch wenigstens Holzpantinen anziehen können.
Es sind also nicht meine Onkel.
Mensch, erklärt es mir doch endlich.
Begreif doch, weil du, weil du ihr Onkel
bist.
Was ist?
Ich soll der Onkel dieser Opa sein, die
sich gerade die Hände waschen?
Und ich bin ihr Vater.
Es sind unsere Kinder.
Begreif das doch endlich.
Vati, bitte, haben wir vielleicht eine Schere zu
Hause?
Ich muss mir hier die Barthaare etwas stützen.
Aber hier sind wir nicht zu Hause.
Hier sind wir bei eurer Oma.
Nach Hause fahren wir später, komm.
Sicher fahren wir nach Hause.
Doch erst, wenn die Gefahr vorbei ist, dass
Journalisten auftauchen.
Irgendwann kommt es sowieso raus.
Das darf auf gar keinen Fall passieren.
Ihr habt ja keine Vorstellung, was sich dann
hier abspielen würde.
Eine Familie, in der sich hundertjährige Säuglinge den
Bart stützen.
Nun, damit du es weißt, diese Opis, das
sind gar nicht unsere Onkel vom Lande.
Hm.
Sondern gerade erst geborene Zwillinge.
Ich bitte dich, bring das möglichst schonend deinen
Leuten bei.
So alte Neugeborene, das ist wie, ganz genauso
wie auf der Insel Pultanella.
Na gut, aber was soll's.
Weißt du, was jetzt losgeht?
Das wird schrecklich.
Arabella und Peter haben sich so auf ihr
erstes Kind gefreut.
Und jetzt das.
Pultanella.
Aber wie wäre das möglich?
Ach, ich weiß doch, was ich gekauft habe.
Übrigens kann Frau Rosenzweig das bestätigen.
Der Apfel war erst gelb und ist dann
grün geworden.
Ja, du hast recht.
Er war grün.
Na, bitte.
Der muss aus Pultanella sein.
Kannst du mir sagen, wie er hierher gekommen
sein soll?
Das frage ich mich ja auch.
Aber nach allem, was ich von Pultanella weiß,
da bräuchten wir nur einen roten Apfel und
dann werden aus den beiden Greisen normale Babys.
Und wie kommen wir zu dieser Insel hin?
Wir haben den ganzen Garten umgegraben und fanden
nichts.
Dann werden wir ihn noch mal umgraben.
Waldi hat doch das Glöckchen nicht verschluckt.
Es wurde Zeit, dass sich jemand um uns
gekümmert hat.
Ich habe vor Hunger schon fast geschielt.
Großmutter ist die Einzige, die uns gegenüber menschlich
ist.
Das ist viel kleiner.
Aber sie ist auch nicht glücklich mit uns.
Das spüre ich.
Wir sind wahrscheinlich nicht niedlich genug oder so.
Auf Pultanella da.
Da freuen sie sich über eine Geburt und
hier flennen sie.
Sie flennen und lügen und stehlen tun sie
auch.
Was?
Verflixt und zugenäht.
Wer hat die Keule geklaut?
Wahrscheinlich Waldi.
Waldi?
Du bist mir aber wirklich ein Hühnerdieb.
Da bist du so alt und hast immer
noch nichts gelernt.
Mein Gott.
Was hast du denn hier?
Peter!
Ich habe das Glöckchen gefunden.
Wieso gefunden?
Aber es klingelt nicht.
Zeig her.
Wo war es?
Na hier, bei Waldis Körbchen.
Ja, es klingelt nicht.
Sicher, weil Erde drin ist.
Und der Klöppel ist eingerostet.
Hm.
Sehen Sie sich das an.
Was ist denn?
Das Schlimmste, was passieren konnte.
Sie haben das Glöckchen.
Nur das nicht, nein.
Sie werden Hilfe aus dem Märchenreich holen und
ich kann einpacken.
Alles ist jetzt in Gefahr.
Verflucht auch das noch.
Was tun Sie denn da?
Mein Zaubermantel ist drin.
Ich muss ins Märchenreich.
Ich muss verhindern, dass man ihnen Hilfe schickt.
Warten Sie.
Nehmen Sie das hier.
Na machen Sie schon.
Das ist ein Wettlauf gegen die Zeit und
ich muss ihn gewinnen.
Untertitel der Amara.org-Community
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