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Hansi hat mir gestern im Garten geholfen und
den ganzen Dachboden aufgeräumt.
Und die alte Weber habe ich auch gegrüßt,
von ganz allein.
Das heißt aber Frau Weber und ist jetzt,
sonst kommst du zu spät zur Schule.
Weißt du noch, was du mir versprochen hast?
Was?
Wenn ich brav bin, gehen wir auf den
Rummelplatz.
Das halte ich auch.
Ja, aber wenn es dunkel ist und die
Lichter an sind.
Das wäre doch möglich.
Oder bist du heute Abend im Programm?
Heute?
Morgen?
Grüß dich.
Weißt du was, ich gehe auf den Rummelplatz.
Ja, gut, dann gehen wir.
Ich helfe dich.
Vati, gehen wir wirklich?
Ehrenwort?
So wahr ich Meier heiße.
Wie lange hat bei dir heute Nacht das
Licht gebrannt?
Übermorgen ist Examen in Elektrotechnik.
Würdest du das ganze Jahr über büffeln?
Ganz gleichmäßig.
Du teilst den Leerstoff einfach auf in 355
gleiche Teile.
Ach bitte, Vati.
Ja, was muss ich denn alles bewältigen?
Rundfunk, Synchron, Fernsehen, Film, Theater und ich komme
da auch mit allem zurecht.
Was machst du heute, Vati?
Am Vormittag spiele ich in einem Western.
Da werde ich von Banditen erschossen.
Und wo wirst du getroffen?
Ein Volltreffer und...
Komm schon, Hansi!
Aufessen.
Ich esse es unterwegs.
Nach der Schule ist nur straks nach Hause.
Morgen.
Morgen.
Iss.
Ich kann nicht mehr.
Du bist doch meine Freundin.
Also gut.
Vati wird heute erschossen.
Das finde ich prima.
Ach, das kann ich auch.
Erschieß mich.
Um Gottes willen.
Was hat der Junge denn?
Er wurde angeschossen.
Angeschossen?
Sowas.
Unglaublich.
Das Licht bleibt jetzt eine Weile so.
Wir könnten drehen.
Also, meine Herren, es kann losgehen.
Sind alle da?
Ja, bis auf Meier.
So ein blöder Kerl.
Du weißt doch genau, dass der Vogel weg
muss.
Ich kann ihn auch nicht herzaubern.
Da kommt er.
Also, ich werde diesen Meier...
Entschuldigen Sie, als ich gehen wollte, kam ein
Anruf.
Ein Anruf vom Fernsehen.
Wissen Sie, Herr Musil, der Groß hat mir
ein Bombenangebot unterbreitet.
Jeden Tag werde ich auf dem Schirm erschossen.
Da gratuliere ich Ihnen, aber...
Na ja, danke.
...nur noch den Federschmuck.
So.
Wissen Sie, heutzutage wird eine solche Rolle nur
Spitzendarstellern angeboten.
Dann hören Sie mal, Herr Spitzendarsteller, der Regisseur
lässt Ihnen ausrichten.
Wenn Sie nicht sofort am Drehort erscheinen, wird
sie nie wieder engagiert.
Herr Musil, bringen Sie meine Akku in die
Tasche.
Der Vogel zieht die Säcke hier und Sie,
Müller?
Meier.
Meier, Sie verschnaufen hier.
Also, machen wir mal eine Probe.
Ruhe, wir machen eine Probe.
Bitte mal eine Probe.
Achtung.
Los.
Halt, halt, Meier.
Bisschen nach links.
So bin ich aber gut im Bild.
Sie verdenken aber Herrn Vogel.
Das Publikum würde ihn sehen und nicht Sie.
Gut, das genügt.
Achtung.
Wir drehen.
Alles auf Position.
Wir drehen jetzt.
Kamera.
Klappe.
Hey, ein
Glöckchen.
Ja, ganz schön.
Ja, was wünschen Sie, mein Herr?
Wer sind Sie denn?
Was suchen Sie hier?
Stopp!
Was hat denn dieser Kerl hier zu suchen?
Was zum Teufel haben Sie hier zu suchen?
Unglaublich, was sich diese Komparsen heutzutage alles erlauben.
Welcher Idiot hat Ihnen dieses Kostüm gegeben?
Verschwinden Sie!
Sie sollen verschwinden.
Na, haben Sie mich verstanden?
Was soll das wieder bedeuten?
Tja, wir haben ihm gesagt, er soll verschwinden.
Und er ist verschwunden.
So, bitte sehr, groß.
Vielen Dank, Gottlieb.
Ja, und dann?
Er wurde ins Krankenhaus gebracht.
Dann ging die große Raterei los, wer das
Märchen zur guten Nacht machen soll.
Hast du dabei eventuell einen...
Aha, ich habe dich vorgeschlagen.
Zuerst haben sich alle dagegen gesträubt, aber dann
haben sie dir die Rolle doch gegeben.
Also wirklich, Franz, ich danke dir.
Du weißt ja, mein Sohn studiert noch.
Vielen Dank, Franz.
Sind wir Freunde oder nicht?
Du bist ein Freund.
Ach so.
Hier ist das Drehbuch.
Danke.
Sei um fünf im Studio.
Verlass dich drauf.
Bringen Sie uns zwei Cognac.
Haben Sie gehört?
Er ist schwerhörig.
Das wird er wohl hören.
Sie wünschen?
Wir möchten zwei Cognac.
Wie Sie wünschen.
Danke.
Seid ihr heute zu zweit, Gottlieb?
Leider nicht.
Kein Personal.
So.
Wer hat uns dann den Cognac serviert?
Na ja, das ist doch völlig wurscht.
Also, auf dein Wohl.
Andersen.
Peter, hilf uns aufbauen.
Warum ich?
Wenn ich dir helfe, wirst du's nie lernen.
Ja, aber hilf uns doch wenigstens noch einmal.
Peter, bitte.
Peter.
Peter.
Halt es fest.
So, das wär's.
Danke.
Gib her.
Waldi, hier hast du nichts verloren.
Los, spiel irgendwo anders.
Gretchen, was zu essen.
Willst du auch was, Hansi?
Gerade bring ich ihm was.
Hansi, komm, was zu essen.
Ich kann jetzt nicht.
Peter, für dich ist oben etwas zu essen.
Ich komm schon rauf.
Peter, Peter.
Ich muss jetzt lernen.
Wir lassen dich nicht fort.
Halt ihn fest, Gretchen.
Festhalten.
Lasst ihr mich los?
Ihr seid eine Bande.
Jetzt auf ihn, schnell.
Nicht, ich will die Kids nicht.
Du kannst du noch später lernen.
Na, du machst die Prüfung nicht für mich.
Ach, Peter.
Mach's gut.
Halt mal die Plane richtig.
Und bring mir den Pflock da.
Waldi, wie macht man denn sowas?
Schämst du dich nicht?
Hansi, du hast dein Brot also doch gegessen.
Ja, ich hab es gleich gegessen.
Waldi, ein Vielfraß bist du.
Zur Strafe bleibst du hier sitzen und rührst
dich nicht vom Fleck.
Und du, Hansi, lügst mich nicht an.
Es war einmal ein König.
Zwei Töchter hatte er und die eine hieß
Xenia.
Sie war ganz besonders stolz und es ist
schon mal vorgekommen, dass sie, es ist schon
mal vorgekommen, dass sie manchmal stolzierte sie im
Schloss herum, wie ein Fause an den Spiegel.
Verzeihung, ich entschuldige mich.
Die andere Prinzessin Aravella war immer zu scherzen
bereit.
Sie war heiter und die Dienerschaft wäre für
sie durchs Feuer gegangen.
Wen wundert es da, dass unberagter Gehilfe des
Hofzauberers sich in sie verliebte.
Was soll denn das?
Warum fahren Sie mir immer hinten rein?
Haben Sie keine Bremse oder was?
Das ist nicht mit Absicht gemacht.
Ich beobachte Sie schon eine Zeit lang.
So was macht Ihnen Spaß, also machen Sie
es auch mit Absicht.
Das ist überhaupt nicht wahr.
Ich arbeite hier drin und zwar erzähle ich
den Kindern Märchen.
So?
Wo sind dann die Kinder?
Ihr hat gar keine dabei.
Sie lügen also auch.
Ihren Führerschein.
Bitte.
Schneller, du bist ein Antilope, kein Elefant.
Ich kann nicht schneller.
Da siehst du es, weil du zu viel
isst.
Wer gibt mir denn immer sein Brot zum
Essen?
Das hasst du davon, ich spiele nicht mehr
mit dir.
Was habt ihr beide schon wieder?
Er will immer nur Safari spielen.
Und Sie Mama und Papa.
Na und, ist doch nicht schlecht.
Also Hansi, sei ein wenig galant, ja?
Na ja.
Dann sagen wir Sie zueinander, als ob wir
erst verlobt wären.
Ja, aber was machen wir?
Wie können Sie so dumm fragen, mein Herr?
Zuerst richten wir unser Haus ein, oder?
Genügt dir das?
Ich habe keinen großen Hunger.
Ich bin eher hundemüde.
Dann leg dich hin und mach ein Schläfchen.
Du mutest dir auch zu viel zu.
Diese Märchen hättest du nicht annehmen sollen.
Du wirst sehen, die machen dich noch verrückt.
Was du nicht sagst.
So eine Serie von abendlichen Märchen kann unser
ganzes Leben verändern.
Hoffentlich.
Nach dem Essen werde ich das Geschirr spülen
und Sie können sich aufs Sofa legen und
schlafen.
Ja.
Aber wie kriegen wir das Ding runter?
Jetzt wird's aber zu schwer für mich.
Dann komm eben rauf, wir tauschen die Plätze.
Ah!
Franzi!
Oh je.
Warum hast du losgelassen, du doofe Verlobte?
Was soll denn?
Komm mal rein.
Und dafür soll ich mit dir noch auf
den Hummelplatz gehen.
Gestrichen, kommt nicht infrage.
Ein Ehrenwort muss man aber halten.
Jetzt pass mal auf.
Ich habe dir mein Ehrenwort gegeben.
Ich kann nichts dafür, das war Gretchens Idee.
Ich war ihr Verlobter und musste das Haus
einrichten.
Was für ein Haus?
Irgendeins, wir müssen ja immer Eheleute spielen.
Du hast ein schweres Leben, wie ich sehe.
Bitte, hier ist Karl Mayer.
Guten Tag, hier ist Susi.
Kann ich bitte Peter sprechen?
Wenn er da ist.
Peter!
Peter!
Telefon!
Wer ist es?
Eine gewisse Susanne.
Ich bin nicht da.
Es tut mir leid, Fräulein.
Aber er ist nicht zu Hause.
Können Sie ihm bitte etwas ausrichten?
Natürlich, ich hole nur einen Bleistift.
Danke.
Entschuldigen Sie bitte.
Ich wusste nicht, dass Sie in der Badewanne
sind.
Deinetwegen muss ich jetzt schon lügen.
Warum soll ich mit dir reden, wenn ich
nicht weiß, über was?
Hier ist Ihre Telefonnummer.
Ich ruf Sie eben an.
Sie hätte Kinokarten, hat sie gesagt.
Ich denke nicht dran.
Hast du denn nicht irgendwann mal Zeit für
ein Mädchen und fürs Kino?
Musst du dich ständig in deinen Schmöckern vergraben?
Ich stehe vor einem Examen.
Na und?
Und wenn es nicht so wäre?
Ich kenne kein Mädchen, das mich nicht langweilt.
Ich weiß immer schon vorher, was sie quatschen
wird.
Komm, Waldi, komm.
Was macht ihr denn da?
Wir versuchen, ob das Wasser dicht ist.
Ach Ernst, vergiss nicht, Waschpulver zu kaufen.
Ja, gut.
Ja, guten Tag.
Wenn Sie die Stadt wollen, nehme ich Sie
gern mit.
Ja, das wäre sehr nett.
Dann kommen Sie.
Vati, du musst dir das ansehen.
Wir sind schon eingerichtet.
Vati, komm doch auch.
Machen wir den Kindern die Freude.
Na rein.
Na, gemütlich habt ihr es hier.
Sehr hübsch.
Und auch ziemlich stabil.
Na ja, hier ist das Zelt ein bisschen
schlecht gespannt.
Das muss ein bisschen weiter auseinander.
Oh, Entschuldigung.
Seid doch ruhig, Kinder.
Das tut mir aber sehr leid, Hermann.
Das wollte ich wirklich nicht.
Verflixte Zivilisation.
Und ausgerechnet heute, wo wir es eilig haben.
Ich möchte mich nochmal entschuldigen, Hermann.
Ach, Sie konnten ja nichts dafür.
Ach, Herr Hermann.
Bevor ich es vergesse, vielleicht haben Sie in
Ihrem Hotel einen geschickten Installateur.
Unser Boiler macht Schwierigkeiten.
Gut, ich frag mal.
Das wäre nett.
Auf Wiedersehen.
Ach so, und vergessen Sie ja nicht, heute
Abend fernzusehen.
Ich erzähle ein Märchen.
Tatsächlich?
Also danke.
Und auf Wiedersehen.
Heute Abend.
Im Fernsehen.
Meier!
Karl!
Wo steckst du denn?
Was heißt, wo ich stecke?
Ich finde es nicht.
Was habe ich dir denn gesagt?
Studio 5.
Ja, und was steht dort an der Tür?
Schau mal hier.
Nein, nein.
Rein mit dir.
Du.
Ja?
Hier.
Eins, zwei, drei, vier.
Sobald ich dir aus der Regie eine neue
Zahl anzeige, wechselst du das Bild.
Hast du das verstanden?
Jawohl, Herr Regieassistent.
Ja, schon, aber...
freundlich und vertrauensvoll.
Sie müssen das Herz der kleinen Zuschauer erobern.
Ja, ja.
Sie müssen erreichen, dass sie sie richtig lieb
gewinnen.
Wie Ihre Oma zum Beispiel.
Ich bin fertig.
Ja, gut, schon, aber könnten wir nicht sagen,
wie Ihren Opa?
Wenn Ihnen das lieber ist wie Ihren Opa
von mir aus, jedenfalls lächeln, freundlich sein und
so weiter.
Das will ich Ihrer Opa.
Es ist soweit.
Wir sind gleich auf Sendung.
Mami, fängt es gleich an?
Drückt eurem Papa den Daumen.
Liebe Kinder, jetzt hört ihr euer Märchen zur
guten Nacht.
Es war einmal ein König, der lebte hinter
den Bergen, bei den sieben Zwergen und hatte
zwei Töchter.
Die eine hieß Xenia.
Sie war sehr schön, aber auch sehr stolz.
Sie stolzierte wie ein Pfau im Schloss herum
und drehte und wendete sich ständig vor dem
Spiegel.
Niemand hatte die Prinzessin gern.
Das muss doch nicht wahr sein.
Die zweite Prinzessin, Arabella, war von früh bis
spät zu allen Scherzen bereit.
Sie war gut, freundlich und hilfsbereit.
Und die gesamte Dienerschaft wäre für sie durchs
Feuer gegangen.
Arabella war anmutig und schön wie der lichte
Tag.
Ihre Augen waren wie tiefe Brunnen und ihre
Zähne schimmelten wie Feuer.
Meine Damen und Herren, wir bitten die Störung
zu entschuldigen.
Entschuldigen Sie die Störung.
Es liegt nicht an Ihrem Fernsehen.
Wen würde es da noch wundern, dass ein
Junge sich in Sie verliebte?
Stopp!
Was ist?
Sie haben wohl nicht gehört, dass wir die
Sendung gestoppt haben.
Menschenskind Pollaschen!
Was schicken Sie denn da für Bilder über
den Sender?
Den Wolf und die sieben Geistlein genau nach
Programm.
Dann war das Ihre Schuld.
Wieso denn meine?
Hier, bitte, sehen Sie sich das an.
Ich habe gelesen, was man mir gegeben hat.
Prinzessin Arabella.
Pollaschen hat aber den Wolf.
Dann werden Sie das auslöffeln, Groß.
Entschuldigen Sie sich bei Herrn Mayer.
Auf den werden jetzt alle mit dem Finger
zeigen.
So eine Blamage!
Du brauchst dir jetzt keine Vorwürfe zu machen.
Du hast es ja nicht mit Absicht getan.
Stecken Sie sich Ihre Bilder an den Hut
und gehen Sie mir aus den Augen!
Ich hab's dir ja gleich gesagt, Karl.
Du sollst die Märchen nicht annehmen.
Jetzt haben wir die Schande.
Wieso denn?
Ich fand's lustig.
Komm jetzt, Papa.
Ich fand's auch schön.
Na siehst du, Gretchen hat's auch gefallen.
Weißt du was?
Für dich schieße ich auf dem Rummelplatz einen
Teddybären.
Ja?
So wahr ich Mayer heiße.
Also kommt jetzt, Kinder, vorwärts.
Raus mit dir.
Waldi, du bleibst zu Hause.
Bis dann.
Nie im
Leben.
Wollen wir betten?
Was geht an Bette?
Lassen Sie sich die Augen verbinden.
Vielleicht treffen Sie dann besser.
So, das ist es.
Wollen Sie es noch mal wagen?
Da wird Sie der Bär, aber teurer kommen
als im Laden.
So einen möchte ich aber nicht.
Er muss mir einen Bär schießen.
Ich drücke Ihnen die Daumen.
Hört den Herrn nicht.
Schatz, meine Besitzarmee ist leider mein Geld ausgegangen.
Dann sind die nächsten gratis.
Das ist sehr nett.
Übung macht den meisten.
Meine Frau Hermann und ich können hier verrückt
werden und du schießt auf dem Rummelplatz.
Bist du noch normal?
Natürlich bin ich das.
Ich habe Gretchen versprochen, dass ich ihr einen
Teddybär schieße.
Und hast du einen geschossen?
Nein, vorläufig noch nicht.
Aber morgen Abend werde ich weiterschießen.
Morgen früh lerne ich es schnell.
Das darf doch nicht wahr sein.
Doch, ich habe es Ihnen versprochen, also muss
ich es auch einhalten.
Und ich kann es mir nicht leisten, vor
den Kindern wie am Maulheld dazustehen.
Wie du vor mir dastehst, darüber machst du
dir keine Gedanken.
Du bist ja meine Frau.
Du solltest versuchen, mich zu verstehen.
Sieh mal.
Hast du das gefunden?
Ja, heute bei den Dreharbeiten.
Ciao.
Ui.
Ui.
Was wünschen Sie denn, mein Herr?
Äh.
Pfui.
Da sind Sie ja schon wieder.
Was wünschen Sie, mein Herr?
Mein Gott, Karl, wer ist denn das?
Was suchen Sie hier eigentlich?
Und drehen Sie sich um, hier ist eine
Dame.
Aber warum klingeln Sie dann immer?
Es ist mir auch nicht angenehm, so eine
weite Reise auf mich nehmen zu müssen, nur
um Ihren Wunsch zu erfüllen.
Äh.
Von woher sind Sie denn gekommen?
Das geht Sie überhaupt nichts an.
Moment.
Moment.
Sie haben gesagt, Sie wären gekommen, um meinen
Wunsch zu erfüllen.
Was hätte ich sonst hier zu suchen?
Und wenn das nun ein ausgefallener Wunsch wäre,
sagen wir zum Beispiel, mir das Schießen beizubringen.
Halten Sie sich an mir fest.
Was soll das?
Was machen Sie mit mir?
Karl!
Wo...
Wo sind wir hier?
Das spielt keine Rolle.
Aber...
Nehmen Sie das und zielen Sie...
Ja?
Sagen wir mal auf diesen Bären dort.
Ja, genau.
Um einen solchen Bären geht es.
Jetzt weiß ich schon recht gut, wo wir
uns befinden.
Wo gehen die hin?
Na zur Arbeit.
Sie graben nach Schätzen.
Sie graben nach Schätzen.
Wir sind nämlich im Märchen.
Und ich bin ein Fachmann für Märchen.
Wie erzähle ich den Kindern im Fernsehen.
Ich heiße Karl Mayer.
Brumburak.
Ich bin Zauberer zweiter Kategorie.
Ach, das kann doch nicht wahr sein.
Gerade heute habe ich von Ihnen im Fernsehen
erzählt.
Aber was ist das eigentlich?
Dieses Fernsehen.
Und da hat er seinen Mantel über ihn
geworfen.
Ganz plötzlich.
Und beide waren verschwunden.
Beruhige dich und geh jetzt ins Bett.
Ich habe mal geträumt, dass...
Ach Peter, das ist kein Traum gewesen.
Er ist vor meinen Augen verschwunden.
Ich bitte dich Mama, du weißt, ich bin
technisch veranlagt.
Und ich lehne es ab, mir solche Reden
anzuhören.
Was werden wir jetzt tun?
Geh jetzt bitte ins Bett und schlaf.
Also das wäre im Grunde schon alles.
Ach, ich verstehe.
Das bedeutet also, dass Ihre Märchen, sagen wir
mal, eine Million Kinder sehen und hören.
Selbstverständlich.
Na dann ist das ja eine unerhörte Sache,
dieses Fernsehen.
Sogar für unsere Verhältnisse.
Naja, wenn man etwas verkorkst oder wenn einem
ein schwerer Fehler unterläuft, dann ist die Blamage
auch eine Million mal schlimmer.
Und was kann man da zum Beispiel verkorksen?
Naja...
Die hat heute Verspätung.
Hier gibt es wirklich allerhand zu sehen.
Aber wovon haben wir gesprochen?
Was da zu verkorksen ist.
Ich habe zum Beispiel heute Ihr Märchen einfach
verwechselt.
Für alle Kinder ist jetzt Xenia eine alte
Ziege und Arabella ein Wolf.
Da.
Sehen Sie.
Man muss den Wolf nur rufen.
Versuchen Sie ihn zu erlegen.
Der Bär ist weggelaufen.
Wie denn?
Passen Sie auf.
Der Wolf und Ihr Auge.
Dann Kimme und Korn Ihres Gewehrs.
Das ist mein Gewehr?
Natürlich.
Und weiter.
Der Wolf und jetzt Ihr Auge.
Und Kimme und Korn in einer Linie.
Ihr Schafsköpfe!
Was soll denn der Unsinn?
Warum habt Ihr mich erschossen?
Sie haben ja getroffen.
Sie können ja schießen.
Hilfe!
Das tut weh.
Ich bin schwer verwundet.
Ruf doch irgendjemanden.
Schnell!
Das wird einen riesen Stunk geben.
Warum habt Ihr den sprechenden Wolf verlegt?
Habt Ihr den Verstand verloren, Rumbauer?
Wer ist das?
Prinzessin Arabella.
Ah, Fräulein.
Das war mein Fehler.
Ich bitte um Entschuldigung, aber ich kenne einen
Tierarzt.
Das ist Herr Seuker.
Der behandelt auch unseren Waldi.
Und der macht alles, was ich von ihm...
Wenn dieser Wolf aber stirbt, werdet Ihr was
erleben, Rumbaurack.
Und Ihr auch, mein Herr, zusammen mit Ihrem
Tierarzt.
Wer ist da?
Ich bin's, Herr Dr. Meyer.
Was ist denn?
Hat Ihr Waldi wieder was?
Nein, was viel Schlimmeres, Doktor.
Es geht um das Leben eines Wolfes.
Was?
Ich hab Sie wohl falsch verstanden, Herr Meyer.
Ich werde Ihnen alles ganz genau erklären, Herr
Doktor.
Verzeihen Sie, das hier ist Herr Rumbaurack.
Sehr angenehm.
Zauberer zweiter Kategorie.
Wie bitte?
Naja, um es kurz zu machen, ich habe
einen Wolf angeschossen und der liegt im Wald
und jammert.
Sie haben...
was?
Ich habe doch gesagt, ein Wolf, der reden
kann.
Er liegt jetzt am Waldsee, im Märchenreich.
Aber das ist doch eine...
Doktor, Sie brauchen sich nicht aufzuregen.
Was ich Ihnen sage, ist die absolute Wahrheit.
Für Späße dieser Art ist wohl jetzt nicht
die richtige Zeit, meine Herren.
Gute Nacht.
Also, Doktor, Sie entschuldigen schon, aber ich finde,
es wäre Ihre moralische...
Gute Nacht!
Sie werden noch von mir hören!
Wo ist der Wolf?
Gestorben.
Wir haben ihn gerade begraben, Herr Rumbaurack.
Schluss mit meiner Karriere!
Ihretwegen!
Ach was, woher sollte ich denn wissen, dass
ich ihn treffe?
Wenn Sie nicht mit dem Glöckchen geklingelt hätten,
dann...
Ich habe es gefunden und da habe ich
eben geläutet.
Wie sollte ich denn alles ahnen?
Geben Sie es sofort mir!
Sonst können Sie mich morgen wiederrufen.
Also, ich will Ihnen mal ehrlich was sagen,
Herr Rumbaurack.
Ich weiß wirklich nicht, warum Sie sich so
aufregen.
Sie leben doch im Märchen.
Na, ein Märchen gibt es nicht!
Das haben Sie sehr gut gesagt.
Es gibt uns also gar nicht Ihrer Meinung
nach.
Sie werden es ja dann bald erfahren, ob
es Märchen gibt oder nicht.
Karl, Frühstück!
Ja, hier, das ist...
Wieso?
Ich bin ja zuhause.
Hattest du auch so eine verrückte Nacht?
Was für eine Nacht?
Ich habe geträumt, dass man dich in die
Kirche bringt.
Dass man dich entführt hat.
Ja, und was ich erst geträumt habe.
Puh, Teufel!
Was ist denn das?
Was ist das?
Das Ding hat geschossen.
Was ist denn hier los?
Na, bitte, sieh es dir an.
Wo ist es denn?
Hier, es hat geschossen.
Was ist das?
Du hast den Wecker getroffen.
Ach was!
Warum schläfst du mit einem Gewehr im Bett,
wenn ich fragen darf?
Und woher hast du es?
Ja, genau.
Das ist das Gewehr, mit dem ich den
Wolf erschossen habe.
Was für einen Wolf?
Einen Sprechenden.
Einen Sprechenden?
Aha, du hast also einen Wolf erlegt.
Ja.
Und wo hast du ihn?
Na ja, dort, die Zwerge haben ihn begraben.
Karl!
Nimm dich doch zusammen!
Weißt du, Mutti, ich glaube, dass wir die
seltsamsten Dinge erleben werden.
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