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Pass ein bisschen auf, wenn du die Lampe
montierst.
Lina, ich bin doch Profi.
Ist was passiert?
Mir nicht, Süße.
Der Profi-Heimwerker überprüft natürlich vorab, ob er
alles dabei hat.
Lampe, ausreichende Schutzkleidung und den passenden Bohrer.
Wichtig ist auch eine gute Unfallversicherung.
Axel, soll ich dir lieber die Sicherung rausdrehen?
Nicht mehr nötig, Biene.
Na ja, wenigstens hat Murat Licht, wenn er
alles wieder in Ordnung bringt.
Mann, Murat, schade, dass du kein Chef bist.
Sonst hättest du jetzt auch einen richtig schönen
Mittagsschlaf hinter dir.
Und auch richtig viel Arbeit vor mir.
So, das war's.
Du stehst gerade von der Arbeit, oder was?
Nee, du hast doch letzte Woche gesagt, dass
ich heute früh gehen kann.
Und da hast du eine Woche lang geglaubt.
Ich kann mich da auch gar nicht mehr
dran erinnern.
Heißt, du willst mich nicht dran erinnern, ne?
Brüder, Kräuterschnaps für alle!
Besten Dank, Bläter, mit der Plöre wisch ich
hier höchstens mal den Boden.
Ja, selber schuld, dann trink ich eben alleine.
Hier, vom Finanzamt, Steuerrückzahlung.
Letztes Jahr waren's fast 2000 und dieses Jahr
sind's fast 10.000. Nur leider, dass da
kein Minuszeichen vorsteht.
Ich soll denen 10.000 Euro nachzahlen?
Vielleicht haben die ja so eine Art Zwergensteuer
eingeführt.
Die haben doch wohl einen Arsch auf!
Der sticht doch morgen auf der Matte und
blastet ihnen dermaßen den Arsch, dass die nicht
mehr wissen, was vorne und hinten ist!
Was bei so einem eiförmigen Typen wie dir
ja auch gar nicht so einfach ist.
Was hat der denn?
Auf jeden Fall den falschen Steuerberater.
Und der?
Die Fahne von hier bis Dortmund.
Und, hab ich's, wie immer da drunter rum,
Sorglospaket, Zeitung, Kippenpuddel, Schnaps?
Nee, lass mal erzählen.
Zeitung kenn ich schon, Kippen sind am Mann
und voll bin ich auch schon.
Ja, du warst doch heute noch gar nicht
hier.
Zungen auch.
Krieg doch alles bei Erdogan zum Sonderpreis.
Bei Erdogan?
Da ist ziemlich viel los in letzter Zeit.
Hör mal, ist das nicht irgendwie kacke, dass
der Erdogan jetzt das Gleiche vertickt wie du?
Kacke nicht, aber interessant genug, dass ich mir
das mal ansehe.
Moin.
Selam Aleyküm.
Schön, dich zu sehen.
Immer wieder gerne, Erdogan.
Na, Lust auf nen leckeren Döner?
Gut, dass du den ansprichst.
Da draußen steht der Dönerladen.
Da ist Dönerspieß, du steckst im Dönerkittel.
Worauf willst du hinaus?
Auf die gewahrte These, dass das hier ein
Dönerladen ist.
Auch wenn ein Sortiment dagegen spricht.
Ach, das.
Ich habe mein Warenangebot ein bisschen erweitert.
Wegen der Kundenbindung.
Kundenbindung, der Erdogan.
Vom Hammelklopper zum Wirtschaftsweisen.
Man muss ja was tun, wenn Bad in
jeder Ecke ein Dönerladen aufmacht.
Dann zieh deinen krummen Säbel und vertick Kamelsättel
und Tourbahne.
Warum soll ich nicht das Gleiche verkaufen wie
du?
Ist ein alter Hammel ne Kaschmirziegel?
Darf Schieter mit King Kong spielen?
Keine Ahnung, was du meinst.
Ich will nur Geld verdienen.
Ist ja auch schön, dass du als Kameltreiber
an meinem Wirtschaftswunder teilnimmst.
Aber das ist nicht dein Ding.
Nicht schlecht, Onkel Erdogan.
Du hast letzten Monat 20% meines Umsatzes
gehabt.
Und das ist nicht dein Mitarbeiter.
Atze, das ist jetzt aber...
Was machst du denn hier?
Die Frage wollte ich auch gerade stellen.
Ich helfe meinem Onkel nur ein bisschen bei
der Buchhaltung.
Er ist ein echt schlauer Busche, Atze.
Und er hat viele innovative Ideen.
Ja, vor allem wie man seinen Chef austrickst.
Atze, ich...
Ja, nee, ist klar.
Schönen Resturlaub noch.
Adi-tschüss, Atze.
Atze, kann ich dir irgendwie helfen?
Ich mache gerade Kaffee.
Willst du auch welchen?
Mhm.
Ich würde ja doch zu Not für dich
umrühren.
Na, Pläte, wie war es bei deinen Finanzern?
Oh, ist wohl nicht so gut gelaufen, ne?
Für die schon.
Zehntausend in drei Wochen.
Sonst Kontofendung, Rentefutsch, Gerichtvollzieher.
Am besten ich kaufe mir einen Hut und
geh betteln.
Wenn du dir den überhaupt noch leisten kannst.
Ali, willst du nicht mal ein Haus kaufen?
Gerne, aber ich muss erst mal ein Ferrari
abstottern.
Frag ich eben Viktor.
Ich glaube nicht, dass der Interesse hat.
Dafür hat der eine Knarre.
Mann, Mann, Mann, den Pläte, den haben sie
aber ganz schön an den Eiern da.
Mhm.
Okay, Atze, das ist gestern echt ein bisschen
blöd gelaufen.
Aber mein Onkel gehört noch mal zur Familie.
Was soll ich machen, wenn er mich fragt?
Da kann ich doch nicht Nein sagen.
Außerdem hast du überhaupt keinen Grund, hier eingeschnappt
zu sein.
Was soll ich sein?
Eingeschnappt?
Ja, ich hatte so den Eindruck.
Aber gut, wenn es dir hilft.
Bitte, ich entschuldige mich.
Ich habe dich gerade ganz schlecht verstanden, Murat.
Ich entschuldige mich.
Oh, da will aber wohl einer in die
Erfolgsspur zurück, wa?
Atze.
Was soll's, Kleiner.
Im Prinzip bin ich dir und deinem Onkel
sogar dankbar.
Wie, dankbar?
Ja, weißt du, wenn du jahrelang das Viertel
beherrschst, dann lehnst du dich auch schon mal
zurück.
Aber mit Erdogan als Konkurrenten, da bleibe ich
frisch, wachsam und vor allem genial.
Was ist das denn, eine Art Gutschein, Herr
Mann?
Murat, Gutschein war gestern.
Das ist der Atze-Treueschein.
Für Menschen, die mir treu sind.
Und die wenigstens einen Zehner hier lassen.
Und was haben die von dem Wich?
Alle Möglichkeiten.
Ein Atze ist ein Euro wert und kann
hier bei mir gegen Ware eingetauscht werden.
Klingt nach einem klassischen, soliden Rabatzsystem.
Ja, wollen mal sehen, ob das ein blindes
Huhn auch so sieht.
Na, Theo, was darf's denn heute sein?
Tag, Atze.
Die Steine kippen.
Ja.
Glückwunsch!
Wofür?
Für deinen 40-Euro-Einkauf.
Du kriegst vier Atze-Treuescheine.
Treuescheine?
Was soll denn der Quatsch?
Ein Geschenk für meine besten Kunden.
Jeder Atze-Treueschein ist ein Euro wert.
Dann hab ich ja vier Euro Gewinn gemacht,
schnell und sauber gerechnet, Theo.
Mensch, Atze, mit dir macht man gern Geschäfte.
Rauch nicht so viel, das geht auf die
Augen.
Na, Moral, was sagst du?
Dass du ein ganz großer Geschäftsmann bist, Atze.
Ich bin ein kleiner Geschäftsmann, aber mit großen
Visionen.
Die Zeitung, zwei Tafeln Schokolade, macht 18,50
Euro.
Schade, reicht nicht ganz.
Bitte?
Sie kriegen nur einen Treueschein.
Beim 20-Euro-Einkauf gibst du einen dazu.
Dann nehm ich noch ein Päckchen Traubenzucker.
Und zack, hat sich ihr Gewinn verdoppelt.
Die Böcke hast du aber sauber eingesalbt, Atze.
Vor allen Dingen hab ich ihren Mann glücklich
gemacht.
Wieso das denn?
Weil ich ihr ein gutes Gefühl gegeben hab.
Die geht jetzt zufrieden nach Hause, haut ihren
Liebsten noch ein schönes Steak in die Pfanne
und lässt ihn anschließend noch an sich rumfummeln.
Nur weil sie zwei Treuescheine hat?
Und weil sie natürlich mein Porträt darauf scharf
gemacht hat.
Tja, Gregor, lang nicht gesehen.
Als Schuster ist ja auch ein Arsch voll
Arbeit.
Eine Tüte Gummibärchen, bitte.
Was sind die Atzes her?
Der blinde Theo hat damit eine Tube Schuhcreme
bezahlt.
Und du nimmst die einfach so an?
Na klar, so ein Atze ist ein Euro
wert.
Die Bäckerei nebenan akzeptiert den auch schon.
Hör mal, kannst du mir noch den Hunderter
in Atzes tauschen?
Doch.
Wechselgeld, fragt mich jeder zweite Kunde nach.
Ja nee, ist klar, Gregor.
Und, tschüss.
Passt ja bombig mit deinen Treuescheinen.
Und trotzdem ist seine Zeit schon wieder vorbei.
Bist du bekloppt?
Wieso das denn?
Weil der Atze gerade zu einer eigenen Währung
geworden ist.
Opa Peter, was machst du denn da?
Wonach sah der denn aus?
Als würdest du im Abfall wühlen.
Ich kontrolliere nur den Mülleimer.
Und was ist mit der Banane?
Die gehört da nicht rein, die muss in
die Biotonne.
Dass man sich hier um alles selbst kümmern
muss.
Mann, Atze, was machst du da eigentlich?
Ich räume in aller Ruhe das Rekal aus.
Das ist ja schön für dich.
Im Laden steppt der Bär und sonst gehen
langsam die Atzes aus.
Deshalb mache ich auch Platz, ich habe neue
bestellt.
So, Atze, dein Nachschub.
Tja, da macht der kleine Buchhalter große Augen.
Wie viel ist denn das?
Oh, eine Million.
Boah, dann bist du ja Millionär, Atze.
Kann man so sagen.
Hallo, die sind doch einfach nur kopiert.
Ach, und der Finanzminister mahlt sie alle einzeln,
oder was?
Atze, ich glaube, Opa Peter hat Geldprobleme.
Tja, Biene, wir nicht.
Was?
Das gehört alles uns?
Und das war gar nicht mal so viel
Arbeit.
Wenn wir so viel Geld haben, dann könnte
ich mich ja ein bisschen um Opa Peter
kümmern.
Ist sowieso nicht gut fürs Geschäft, wenn er
dauernd im Kiosk rumhängt.
Tja, dann sind doch alle glücklich und zufrieden.
Nicht ganz, Atze.
Was kann ich denn für dich tun?
Ich will meine Atzes in Euros zurücktauschen.
Warum behältst du deine Atzes denn nicht?
Weil ich dafür keinen Döner kriege.
Onkel Erdogan meint, für dein doofes Geld gibt
es nur Leitungswasser.
So langsam geht mir deine blöde Sippschaft aber
echt auf den Sack.
Wie?
Da kann ich doch nichts für.
Und dein blöder Onkel gehört nicht mehr zur
Familie, oder was?
Doch, aber damit habe ich doch nichts zu
tun.
Mach deinen Scherz doch selber, mein Onkel.
Mache ich auch.
Und du kümmerst dich um die Kleine.
Wie denn?
Da fällt dem schlauen Burschen mit den innovativen
Ideen sicher was ein.
Willst du einen Lolli?
Ja.
Na komm.
Na Atze, du bist aber oft hier in
letzter Zeit.
Du hast ja auch einen schönen Laden.
Und, wie läuft's so hier, du?
Kann nicht klagen.
Und bei dir?
Bestens, bestens.
Wieso nimmst du meine Atzes nicht an?
Was soll das sein?
Dein neues Klopapier?
War ja klar, dass bei euch Musterfahrers alle
innovativen Ideen für den Arsch sind.
Wenn sie von dir kommen, auf jeden Fall.
Die Deutschen im Viertel haben den Atze akzeptiert.
Erdogan, so wird das nichts mit deiner Integration.
Ich bin schon längst integriert.
Schaffst du jetzt Currywurst vom Spieß, oder was?
Nein, ich habe eine bessere Idee.
Meine eigene Währung.
Das macht dann fünf Erdogans.
Erdogans.
Das kann ja noch ein flottes Tänzchen werden.
Atze?
Atze, tschüss.
Murat, ich habe die Schnauze voll.
Du bist gefeuert.
Was ist los?
Das ist einem Kumpel von mir auch passiert.
Heute noch in Arbeit und morgen, zack, weg
vom Fenster.
Ja, super.
Dann können wir doch mit Playtime saufen gehen.
Ruhig, Murat, du hast natürlich noch eine Chance.
Soll ich Onkel Erdogans Dönerbude abfackeln, oder was?
War auch mein erster Gedanke.
Aber es reicht schon, wenn du mir sagst,
auf welcher Seite du stehst.
Murat, jetzt wird eng.
Deswegen bleibe ich auch neutral.
Klar, Nero.
Erst rumzunudeln und dann Rauchmelder verticken.
Meine Fresse, Atze.
Das ist doch Rupe, dass Erdogan eine eigene
Währung hat.
Ja, eben nicht.
Für eine Währung, da gelten ganz strenge Regeln.
Ja.
Du musst die Geldmenge kontrollieren, damit Preisstabilität gewährleistet
ist.
Boah, der Halle drauf.
Und den wolltest du feuern, Atze?
Weil er das Wichtigste vergessen hat.
Einer Währung muss man vertrauen.
So wie ich dir vertraue.
Dann bin ich mal gespannt, ob die dir
auch vertrauen.
Ach du Scheiße, was wollen die denn alle
hier?
Beruhigt werden, Harry.
So, Leute.
Was ist denn los?
Wir trauen deinem Geld nicht mehr.
Das ist los.
Ich kann doch verstehen, dass ihr nervös seid.
Hier zahlt man mit Atzes, woanders mit Erdogans.
Man blickt ja langsam auch gar nicht mehr
durch.
Wir sind stinksauer.
Gib uns unsere Euros zurück.
Da weiß man wenigstens, was man hat.
Kein Problem.
Ihr könnt alle eure Atzes in Euro tauschen.
Das könnte allerdings ein bisschen verfrüht sein.
Wieso?
Wer garantiert uns denn, dass da morgen noch
was wert ist?
Wer garantiert euch das denn beim Euro?
Mit dem kann es ganz schnell zu Ende
sein.
Globalisierung, Ölpreis, Dollarkurs.
Alles Faktoren, die man gar nicht berechnen kann.
Der Atze, der ist sicher.
Ein Atze, eine Zeitung.
Vier Atzes, eine Packung Kippen.
Und das I-Tüpfelchen an meiner Währung ist...
Hier kriegt sogar noch jeder was Schönes aus
dem Krabbelsaal.
Das ist mein Wort.
Damit kommst du nicht weit.
Darüber nimmst du dir auch den Job.
Und ich überlege mir schön was Neues.
Super, der Bankchef macht Pause, wer der Kassierer
schuften darf.
Mann, Mann, Moritz.
Ihr habt mal 5 Sekunden wieder eingestellt und
schon eine Abmahnung.
Richard?
Richard?
Richard, hörst du nicht, dass ich läute?
Sehr wohl, Madam.
Ihr zwei Urtee.
Ist aber schon nach zwei.
Du musst besser werden, wenn du mein Butler
sein willst.
Will ich doch gar nicht, ich brauch die
Kohle.
Tja, das Trinkgeld kannst du jedenfalls abschminken.
Sonst noch was?
Naja, ich weiß nicht.
Gewischt hab ich schon, aufgeräumt auch.
Soll ich vielleicht noch einen Tee kochen?
Nee.
Aber wie wärs, wenn du Atzes Unterwäsche bügelst?
Wie wärs, wenn ihr mich alle mal am
Arsch leckt?
Ich wusste doch, dass ich was gehört hab.
Aber mit dem Pinguin hat ich nicht gerechnet.
Opa Pläte ist mein Butler.
Gewesen, ich mach den Scheiß nicht mehr mit.
Der Job ist eh nicht das richtige für
dich.
Kannst du ihn für eine Weile beschäftigen?
Vielleicht hätte ich wirklich was für dich.
Ich kann aber nicht schleppen.
Das reicht schon, wenn du was helfst.
Guten Tag, willkommen in Atzes Kaufparadies.
Im Prinzip nicht schlecht, Peter.
Aber dann geht's sicher noch etwas freundlicher.
Nee, Schröder, ich krieg den Leuten doch nicht
in den Arsch.
Wer schon am Arsch ist, muss auch rein.
Na, Moritz, was meinst du?
Ich weiß nicht, ist vielleicht ein bisschen dick
aufgetragen, oder?
Oh, das völlig zu Recht.
Beim weltweit einzigen Kiosk mit Empfangschef.
Ich glaub, mein Onkel zittert bestimmt schon.
Wie alle, die sich mit den Großen anlegen.
Das mussten schon die Türken vor Wien erfahren.
Aber, was sag ich, Erdogan hat ja eh
keine Ahnung von Geschichte.
Dafür hat er Ahnung vom guten Werbefeldzug.
Auch ziemlich dick aufgetragen.
Aber nicht schlecht.
Tja, ich hätte wissen müssen, dass dein Onkel
gute Kontakte zur Kamelindustrie hat.
Kaufparadies.
Willkommen in Atzes Kaufparadies.
Willkommen in Atzes Kaufparadies.
Wiedersehen.
Ja, Moritz, hier brummt der Bär, was?
Weißt du eigentlich, was das heißt?
Ja, dass ich die Überstunden nicht gezahlt bekomme.
Weil ich deinen Onkel besiegt hab.
Ja, herzlichen Glückwunsch, aber du hast ein Problem.
Du hast keine Waren mehr.
Ja, und?
Dann kauf doch neue.
Ja, du hast auch keine Euros mehr.
Schon vergessen?
Der Atze ist anerkanntes Zahlungsmittel.
Ja, nur schade, dass der Großmann nichts davon
weiß.
Jetzt ist dein Onkel echt einen Schritt zu
weit gegangen.
Tach.
Na, Atze?
Bist du auf Ideen geklaut?
Nö, nur mal Lust auf einen Döner.
Mach mir doch mal so einen Teil.
Du bezahlst mit Erdogans?
Ich hab deine Währung akzeptiert.
Was?
Du hast einen Stamm hinter dir.
Das macht eine Währung stark und sicher.
Tu ich dir das wohl an?
Du willst die Kapazität sehen.
Das schade, du Anabe.
Endlich feststehen.
Ich bin froh, dass der Streit vorbei ist,
Atze.
Ich auch, Erdogan.
Da gibt's nur eine Kleinigkeit.
Was denn?
Ja, ich muss zum Großmarkt, und die akzeptieren
leider noch keine Fremdwährung.
Und?
Ja, ich hab Erdogans gesammelt, und die möchte
ich jetzt umtauschen.
Meine Güte.
Wie viel ist denn das?
Ah, nicht der Rede wert.
Circa 10.000. So viel Erdogans hab ich
nicht in der Kasse.
Ich nehm auch einen Scheck.
Wenn er gedeckt ist.
Das kann ich nicht machen, Atze.
Oh, oh, oh.
Willst du damit sagen, dass deine Währung doch
schwach ist?
Ich glaub, das hören deine Jungs nicht so
gern.
Gut, ich stell dir einen Scheck aus.
Na, habt ihr auch noch Erdogans?
Ja, wieso?
Man weiß ja nie, wie lange so eine
Währung sich noch hält.
Hadi, tschüss.
Morgen, Schröder, melde mich zum Dienst.
Gute Nachrichten, Bläte.
Du hast heute frei.
Den ganzen Tag?
Und wieso?
Einfach so, weil ich gute Laune hab.
Und wo ist der Haken?
Da.
Komm, häng deinen Frack dran.
Kiffgehen?
Geht auf mich.
Atze, hast du schon gehört?
Der Erdogan ist platt.
Wie jetzt?
Platt.
Einfach platt.
Kannst du die vielleicht mal etwas genauer ausdrücken?
Erdogan ist Bläte.
Ja, bist du sicher?
Laden ist zu.
Vielleicht hat der Erdogan einfach seinen freien Tag
genommen.
Ja, okay, dafür räum ich aber nicht den
ganzen Laden aus und schweiß die tägliche Transportfolie
ein.
Leute, das muss gefeiert werden.
Der Türke ist im Arsch.
Ja, Bläte, dann kreisen ja schon zwei Pleitegeier
hier im Viertel.
Ich hätte nicht gedacht, dass der Erdogan so
schnell schlapp macht.
Wie kann man denn von heute auf morgen
Pleite gehen?
Vielleicht hat er zu viel bestellt.
Kann sein.
Ja, oder zu wenig.
Kann sein.
Hallo, der ist Türke.
Der hat sich ständig verrechnet.
Kann auch sein.
Wird aber wohl eher an mir gelegen haben.
Wieso denn das?
Super Idee, Schröder.
Das ist doch illegal, oder?
Victor, ist das verboten, Falschgeld zu fälschen?
Das ist eine gute Frage.
Trotzdem ganz schön hart für den Erdogan.
Jeder Geschäftsmann ist selber für seine Fehler verantwortlich.
Mich trifft keine Schuld.
Naja, kann so sehen, kann aber auch so
sehen.
Höre ich da leise Kritik?
Also, ich habe gar nichts gesagt.
Ähm...
Mann, Mann, Mann.
Nichts als Ärger mit diesem alten Datteln-Lutscher.
Erdogan!
Na, noch alle Hammel im Stall?
So ist richtig.
Erstmal schön ein Teechen inhalieren.
Kriege ich auch einen?
Wir sehen dich.
Wie, ist das alles?
Kein Salam, kein Locken-Heini?
Ist eh Feinarbeit.
Da ist was dran.
Du warst allerdings auch der erwartet schwere Gegner.
Und du der erwartet Unfaire.
Mit meinem gefälschten Erdogans habe ich dich wohl
vom Platz geschossen.
Das war mein Untergang.
Abwarten.
Vielleicht gibt es ja noch ein Rückspiel.
Mein Scheck?
Was soll ich damit?
Wie wär's mit behalten?
Hasse.
Du kannst gerne unfair sein, aber nicht respektlos.
Behalt das Geld.
Ich habe längst alle Hammel im Stall.
Der Laden hat über die Jahre eine ganze
Menge abgeworfen.
Was soll das heißen?
Das heißt, dass ich zurück nach Antalya gehe.
Mir gehört drüben ein kleines Hotel mit Surfbrettverleih.
Erdogan, Erdogan.
Du alter Kameldreiber.
Aus dir wird noch mal ein ganz großer.
Ganz sicher.
So lange du mir nicht nach Antalya nachreist.
Murat, du kommst wie immer zu spät.
Dein Onkel will in die Türkei zurück.
Ich weiß.
Seit wann?
Schon länger.
Ich musste mich um meinen Nachfolger für seinen
Laden kümmern.
Du willst den Laden hier übernehmen?
Ja, sicher.
Da bin ich ja zum ersten Mal sprachlos.
Na, endlich.
Obwohl, ich seh das alles schon vor mir.
Schön Getränkelager.
Du hast Platz zum Kistenstapeln.
Und ich muss doch nicht mal Miete zahlen.
Sag mal, Aze, was bin ich eigentlich für
dich?
So eine Art Leibeigner?
Na ja, das Wort ist jetzt ein bisschen
negativ besetzt.
Aber im Prinzip kommt das hin.
Ja.
Und genau so behandelst du mich auch.
Murat, eine Galerie ist nun mal kein Ausschlussdampfer.
Für dich ganz bestimmt.
Aber ich hab die Schnauze voll.
Ruhig, Murat.
Harry kann ja auch die Kisten stapeln.
Hier stapelt niemand irgendwas.
Das ist mein Laden.
Und ich mach hier, was ich will.
Heißt das, du führst meine Dönerbude weiter?
Nee, die blöde Schnibbelei konnte ich noch nie
ausstehen.
Das sind dein Onkel und ich aber jetzt
mal gespannt, was du hier vorhast.
Ich mach hier ein Kiosk auf.
Jetzt wird's aber leicht durcheinander.
Ich hab doch ein Kiosk.
In dem ich sechs Jahre lang gearbeitet hab.
Das ist besser als jeder BWL-Kurs.
Du willst hier ein Kiosk eröffnen, obwohl meiner
zwei Straßen weiter ist?
Konkurrenz belebt das Geschäft.
Ja nee, ist klar, Murat.
Ja nee, ist klar.
Tut mir leid, Schwede, ich bin zu spät.
Und zwar zum letzten Mal.
Hier, deine Kündigung.
Das kannst du doch nicht machen.
Ich brauch die Kohle.
Darum gibt's ja auch eine kleine Abfindung.
Zehntausend Euro?
Für mich?
Nee, fürs Finanzamt.
Ein netter Zug von dir.
Danke.
So nett war noch keiner zu mir.
Wenn ich irgendwas für dich machen kann?
Ich hätte da schon eine Idee.
Sag es, ich mach alles für dich.
Wer wird wieder der knitterige Knitterkopf, der du
warst?
So bist du doch unerträglich.
Alles klar, Schröder.
Ich geb mir Mühe.
Willkommen in Murats Kaufwaren.
Und dir, Kameltreiber, wird dein Lachen schon noch
vorgehen.
Tausend Euro.
Einer lacht.
Der Atze ist anerkanntes Zahlungsmittel.
Ja, nur schade, dass der Großmarkt davon nichts
weiß.
Ein Euro ist ein Euro wert.
Wenn der mich fragt, kann ich doch nicht
Nein sagen.
Ein Euro ist ein Euro wert.
So langsam geht mir deine siebzehnhalb echt auf
den Sack.
Ein Euro ist ein Euro wert.
Meine Fresse, Atze, das ist doch Pupe.
echt auf den Sack.
Can't find what you're looking for?
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