All language subtitles for Alles.Atze.S06E07[de]

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Original subtitles

In einem Meter halb links abbiegen.

Zur Dusche bitte wenden.

Ja nee, ist klar.

Bitte wenden.

Zufrieden?

Bitte wenden.

Zur Dusche geradeaus.

Halt in zwei Metern.

Bitte wenden.

Bitte geradeaus.

Halb links halten.

Ja wo ist sie denn, die Dusche?

Ja wo ist sie denn?

Geradeaus.

Halt in...

Schon verrückt, was diese Dinge alles können.

Weiter links.

Nur, dass ich gar nicht duschen will.

Was sagst du jetzt?

Sie haben ihr Ziel erreicht.

So ist es.

Mäuschen!

Na, wie war's im Kino?

Verkauft der dicke Petsching seinen Popcorn immer noch

in alten Frittentüten?

Keine Ahnung.

Jacky ist doch auf Diät.

Ja, das ist ja wohl jeder, der die

Tüten vom Petsching gesehen hat.

Wir waren in Working Girl.

Ein super Film.

Da ging's um eine Frau, die ihren Weg

sucht und ganz viele Jobs ausprobiert, bis sie

dann endlich weiß, wo sie hingehört.

In die starken Arme ihres Helfs.

Nee, auf dem Bauernhof.

Sie züchtet den Rest ihres Lebens Geflügel.

Verstehe, da hat der Held sich wohl rechtzeitig

vom Acker gemacht.

Die konnte irre gut mit Fasanen umgehen, Atze.

Und was kann ich?

Pina, wir haben leider keine Fasane.

Atze, im Ernst.

Jeder hat doch eine Aufgabe oder sogar eine

Bestimmung.

Ja, aber wozu?

Wenn man das zu einem erfüllten Leben braucht.

Pina, braucht der Fisch einen Job in der

Planktonfabrik?

Nein, der braucht nur Wasser.

Und du?

Wasser haste, Essen haste und alles, wovon andere

Frauen nur träumen.

Ach, Atze.

Es muss ja nicht unbedingt was mit Fasanen

sein, aber selbst die, die im Film keine

Aufgabe hatten, wussten, welche sie gerne hätten.

Süße, ich habe eine ganz wunderbare Aufgabe für

dich.

Weißt du noch der Drogeriechef, der mich gefeuert

hat?

Sie sind talentfrei, Frau Dreher.

Pina, der Typ hatte Mundgeruch, Streusel in den

Haaren.

Der hat die Windel nicht verkauft, sondern selber

getragen.

Das nenne ich talentfrei.

Irgendwie hast du immer recht.

Ja, Pina.

Das ist ja auch mein größtes Talent.

Mann, Mann, Mann.

Ich hab mich mal wieder selbst übertroffen.

Nee, dich selbst wiederholt.

Bei einem Tombow ist echt nichts Neues.

Morat, nur derjenige, der das Rad immer wieder

neu erfindet, hat den Dreh raus.

Wie teuer ist der Schokoriegel?

70 Cent.

Du kannst natürlich auch einen gewinnen, wenn du

dir einen loskaufst.

Was kostet ein Los?

Ein Euro.

Aber hältst du mich für blöd?

Für blöd genug, deinen Wechselgeld zu vergessen.

Und, Fossi, hast du dich schon entschieden?

Nee.

Welches würdest du denn nehmen?

Keins.

Sind eh fast alles Nieten.

Und die Größe hängt gerade das Plakat schief

auf.

Hier.

Nee, mach du auf.

Bin so aufgeregt.

Und?

Glückwunsch, Fossi.

Du hast gewonnen.

Ja!

Ja!

Ja!

Gewonnen!

Gewonnen!

Ja!

Ja!

Und wieder einen Kunden glücklich gemacht.

Es sind nicht alle so leicht zu überzeugen

wie Fossi.

Hauptsache, ich kann Biene davon überzeugen, dass sie

ein schönes Leben hat.

Biene!

Alles klar bei dir?

Na, bestens.

Außer, dass ich kein Talent, keine Bestimmung und

schon gar keine Aufgabe habe.

Süße, jetzt ist aber langsam auch mal gut.

Das Leben steckt voller Aufgaben.

Und die meisten kommen einfach so dahergeflattert.

Ach, die Scheißstufe.

Beziehungsweise dahergerollt.

Du meinst die Behinderten?

Die können sich sicher selber helfen.

Legt die Scheiße hier absichtlich so weit um,

oder was?

Ach, Moment.

Ich helfe Ihnen.

Jungs, Tickets für die Show gibt's bei mir.

So was Nettes fehlt bei uns im Laden,

wa, Ludger?

Wird verdammt gut zu uns passen, das sag

ich dir aber.

Welcher Laden denn?

Die neue Behindertenwerkstatt, die es hier seit zwei

Wochen gibt.

Ja, in der Röbelstraße drüben.

Da kannst du ja mal vorbeikommen, wenn du

magst.

Ah, ja.

Tschüss auch, ne?

Tschüss.

Ach, die Scheißstufe.

Vielleicht wäre es ja wirklich eine Aufgabe, mich

um die Behinderten zu kümmern.

Biene, je mehr ich drüber nachdenke, das ist

es.

Ich meine, dieser Ludger hat doch gesagt, ich

würde gut in die Werkstatt passen.

Wie du den beiden da gerade geholfen hast,

das sah schon verdammt souverän aus.

Glaubst du, ich könnte das schaffen?

Ja, Biene, du hast ein Händchen dafür.

Hm?

Sei einfach so, wie du bist.

Weißt du was?

Ich fühle mich schon viel besser.

Und ich gehe am besten gleich mal vorbei.

Ja.

Was ist das wirklich für eine gute Idee?

Moral, es geht um die Aufgabe.

Es ist doch besser, einen Rausstuhl zu schieben,

als eine ruhige Kugel.

Wir müssen doch nur noch was finden, was

du gut kannst.

Wow, die sind aber schön.

Es ist überhaupt so schön bei euch.

Und ihr habt alle eine Aufgabe.

Aha.

Was machst du denn?

Schrauben verpacken.

Schrauben?

Braucht man ja immer.

Und du?

Hier ist die Kerze da drin.

Wirklich?

Das wollte ich schon immer mal machen.

Na, und was machen wir jetzt?

Ich will Karten spielen, und zwar sofort.

Okay.

Wer hat Lust auf Mau-Mau?

Hey, hey, hey!

Viktor, Hanni.

Moin.

Na, hast du eine Pool-Riechfein gegönnt?

Quatsch.

Jackie und Biene haben die Tüten vertauscht.

Ist Biene da?

Nee, die ist im Mindertenheim.

Ach du Kacke.

Was hast du denn?

Mutter-Theresa-Komplex.

Na, na, na.

Ist da einer neidisch auf Bienes neue Aufgabe?

Ganz sicher nicht.

Umso besser.

Deine Aufgabe ist nämlich immer noch die alte.

Geh, das Schild muss weiter nach links.

Hier ist mir jetzt schön klar.

Eine Acht.

Du musst aussetzen.

Und noch eine Acht.

Also, was die Biene da macht?

Nee, das können die nicht.

Ich würde dich auch bei mir gar nicht

ranlassen, Ari.

Nee, Atze.

Ich meine doch, dass sie sich um die

Behinderten kümmert.

Warum macht die das überhaupt?

Weil sie ein gutes Herz hat.

Und weil sie sich dann besser fühlt.

Ja, wir sind doch schon alle ein bisschen

komisch, ne?

Ja, wir sind auf jeden Fall fast stärkere

Vögel bei.

Das ist ja nicht viel anders als hier,

ne?

Was willst du damit sagen, Murat?

Dass wir alle unsere geistigen Beschränkungen haben, Ari.

Genau.

Das bleibt mir auf der Zunge.

Glück gehabt, Freundchen.

Ich muss da mal wieder.

War gut, wa?

Hör mal, Atze.

Hier wegen den Parfümen.

Wie lange wollte Biene denn bleiben?

Als in Nostradamo?

Wer ist das denn?

Ein Mann, der mehr weiß als du, Harry.

Murat!

Dein Ton gefällt mir nicht in letzter Zeit.

Ich meine, die ist ja schon ziemlich lange

da, ne?

Klartext, Harry.

Klartext.

Äh, Harry meint, dass Biene normalerweise nach einer

Stunde wieder zurück wäre.

Eigentlich ein guter Punkt.

Aber in einer Behinderten-Weltstadt kann man nur

wirklich nichts verkehrt machen.

Und noch mal!

Gewinnt sie etwa gerade?

Kannst du aber glauben, du.

So.

Zack.

Der Sieben aus der Hüfte geschossen, ne?

Ich wünsch mir aber Kreuz!

Erstmal musst du vier fressen.

Schon wieder vier!

Jetzt!

Ist das Spiel vorbei.

Mau, mau!

Gewonnen!

Gewonnen!

Nein!

Gewonnen!

Nein!

Das hätte sie nicht tun dürfen.

Mensch, Biene.

Jeder lässt Frosti gewinnen.

Jeder.

Es war so schrecklich.

Die haben mich alle so böse angeklotzt und

beschimpft.

Ich glaube, ich habe es vermasselt.

Ich habe ein super Mittel, um dich wieder

aufzumuntern.

Nee, Atze, ich mag nicht.

Ich dachte wirklich, ich könnte mal was Sinnvolles

tun.

Frosti hat gesagt, er hasst mich.

Biene, Frosti ist behindert.

Atze.

Und er hat ein Problem mit Verlieren.

Nee.

Ich war einfach unsensibel.

Und ich finde es ganz schrecklich, dass er

mich hasst.

Was soll ich denn nur tun?

Vielleicht hilft dir er entschuldigen.

Meinst du?

Aber wie?

Erstmal hingehen.

Und was soll ich dann sagen?

Ich komme morgen mit.

Hey, Jungs.

Habt ihr noch einen Tuch auf den Reifen?

Ottmar, Ludger.

Wir wollten zu Frosti.

Der ist gerade abgehauen, als er euch gesehen

hat.

Tja.

Da klopft der Specht den Wurm mal auf

dem Loch.

Das macht keinen Sinn.

Der will Biene nicht sehen.

Siehst du, Atze?

Der hasst mich.

Wie soll ich mich denn dann bei ihm

entschuldigen?

Indem ich den Türöffner drücke.

Frosti, du hast gewonnen!

Ja!

Gewonnen!

Gewonnen!

Du, Frosti.

Ich wollte mich bei dir entschuldigen.

Hey, Biene.

Er nimmt deine Entschuldigung an.

Und wieso guckt er dann so traurig?

Weil er eine depressive Phase durchmacht.

Zum Glück hat er seine Laubsägearbeiten, die ihm

helfen, mit seinen Stimmungsschwankungen fertig zu werden.

Das Bild ist aber traurig.

Kein Wunder, dass ihr hier alle so schlecht

draußen seid.

Da gibt sich ja selbst der lila Laune

über die Kugel.

Tolles Bild, Frosti.

Super toll.

Pinze!

Willst du kaufen?

Klar!

So reichen 50 Cent?

PINZE!

Warte, ich hab mehr!

Biene, das sind ja locker 20 Bilder.

Du, die kann ich dir aber nicht alle

abkaufen.

Dann hab ich verloren.

Nein, Frosti.

Du gehst wie immer als Sieger vom Platz.

Wie denn?

Indem du mich zu deinem Galeristen machst.

Das war eine super Idee von dir, Azek.

Frosti hat sich so gefreut.

Und sein Lächeln macht auch meinen Leben reicher,

Biene.

Du bist so edel.

Und die lassen sich bestimmt auch gut verkaufen.

Keine Frage.

Und wenn nicht, können wir sie ja immer

noch verlosen.

Hauptsache, die Behinderten sind nicht mehr böse auf

mich.

Ich geh da auch gleich mal wieder hin.

Mach das, Süße.

Meine Fresse.

Der Scheiß ist so rässlich.

Das kannst du nur mit der Kneifzange anpacken.

Leute, das hat deine Hebamme damals auch gesagt.

Nee, hör mal, also wirklich.

Schön ist anders.

Victor, es geht doch hier nicht um Schönheit.

Es geht um Engagement.

Ach, du Kacke.

Sind das die Bilder von Bienes Behinderten?

Ja.

Echte Meisterwerke.

Und eine gute Geldanlage.

Und dir blutet das Herz, wenn du sie

verkaufen musst.

Mir blutet das Ohr, wenn ich dich quatschen

höre.

Frau Westermann.

Oh.

Die sind aber ungewöhnlich.

Ja, Frau Westermann.

Dass sie was vom Kunstverstehen wusste ich.

Die sind von den Bekloppten aus der Clowns

-Fabrik.

Wir Mehrzeller nennen sie auch Menschen mit außergewöhnlichen

Fähigkeiten.

Ach, die sind aus der Behindertenwerkstatt?

Ja, da sägen die zum Teil eine ganze

Woche dran.

Ja, manchmal sogar zwei, wenn sie nicht so

geschickt mit den Füßen sind.

Mit den Füßen?

Ach Gott.

Deshalb liebe ich die Werke ja auch so.

Sie geben mir so viel Hoffnung.

Dieses Haus zum Beispiel.

Das ist doch eine Blume.

Quatsch, das ist ein Baum.

Ein Scheißdreck.

Ein großer Künstler lässt immer Raum für Interpretationen.

Das sehe ich ganz genauso.

Aber sie verkaufen die viel zu billig.

Zehn Euro ist doch so ein Schmuckstück mindestens

wert.

Frau Westermann.

Und warum haben wir sowas nicht, Harry?

Äh, ja, weil, äh, weil...

Weil Harry noch keinen Zähne auf die Theke

gelegt hat.

Wir nehmen das hier.

Was war das denn jetzt?

Ein Bombengeschäft.

200 Euro, Wahnsinn!

Ach, nach so einem guten Geschäft fühlt man

sich fast wie nach gutem Sex.

Man will direkt noch mal.

Beim Sex werden aber keine Kunden verarscht.

Sagt das mal der Gabi aus der Venus

Bar.

Woran außerdem war das keine Verarsche, das war

Verkaufe.

Als guter Geschäftsmann packt man seine Kunden direkt

bei ihrem Herzen.

Hier.

Was war das?

Als Angestellter muss man natürlich mit anfassen.

Was?

Heißt das, ich soll...

Hier, hier, hier.

Und dann siehst du schön die Böden ausgepisten.

Das ist ein 1A-Ausgangsmaterial für herrliche Laubsägenarbeit.

Also, ich weiß nicht, ob du es schon

bemerkt hast, aber, äh, ich bin nicht behindert.

Ein Grund mehr, dich nicht blöder anzustellen, als

du bist.

Lass einfach deinen linkischen Händen freien Lauf.

Du spinnst wohl, das ist Betrug.

Und wenn ich dich mit 20% beteilige,

dann ist der Betrug nicht ganz so schlimm.

Nein!

Ey, Murat, nicht hier im Hof.

Na, was darf's sein?

Kunstcafé dauert beides nur 5 Minuten.

Es erinnert uns daran, dass wir viel mehr

Talente haben, als wir haben.

Vielleicht Sie haben und grüßen Sie mir den

Künstler schön.

Mach ich, sobald er von der Behinderten-Olympiade

zurück ist.

Murat!

Schöne Grüße von Frau Spönske.

Danke.

Mann, Mann, Mann, das ist echt eine Scheißarbeit.

Ist ja auch scheiß viel Geld.

Und?

Alle verkauft.

Ich wusste gar nicht, dass Kunst so viel

Spaß macht.

Wenn du keine Obstkisten mehr hast, nimmst du

einfach ein Blödes-Fahrrad-Schuppen.

Biene!

Na, alles wieder gut?

Ach, die wollten mich gar nicht mehr gehen

lassen.

Fossi hat sogar mit mir gekickert.

Das war ein schöner Tag.

Und der wird sogar noch schöner.

Alle verkauft?

Fossi sollte dringend eine Nachtschicht einlegen.

Ach, 20 Bilder, das macht er dann 10

Euro für die Werkstatt.

Na, die werden sich freuen.

Vor allen Dingen, wenn ich noch 10 Euro

drauflege.

Du bist so süß, Atze.

Lass' dich nicht stören.

Hallo, Ottmar.

Wieso warst du heute nicht in der Werkstatt?

Ich hab' doch gesagt, ich muss zum Arzt.

Aber jetzt können wir ja spazieren gehen.

Ach, jetzt?

Ah, verstehe.

Du weißt mehr aus.

Deshalb warst du heute auch so schnell weg.

Nein, Ottmar, das stimmt nicht.

Dann gehen wir eben jetzt, ha?

Wo ist denn Fossis Schrott?

Schon verkauft?

Ja, sicher, Ottmar.

Außer dir rollt ja auch der Ruhe.

Hör mal, Atze, vielleicht sind 10 Euro pro

Bild viel zu wenig.

Wenn...

Nehmt ihr 10 Euro pro Bild?

Nein, 10 Euro für alle.

Oder, Atze?

Schöner, der ganze Hof ist voller Sägespäne.

Macht den Scheiß da weg!

Und Fossis Bilder habt ihr auch noch gefälscht?

Ich, ähm, geh' mal Sägespäne fegen.

Ottmar, das klingt jetzt alles ein bisschen verwirrend.

Das hast du dir ja fein ausgedacht mit

deinem Freund.

Mit Bernhardten kann man's ja machen, wie?

Miese Betong-Gürtel.

Franzi, ist das wahr?

Ja, ähm, Biene, nee.

Immerhin habe ich Fossis Marktwert gesteigert.

Du hast wirklich Bilder gefälscht?

Ich?

Ich glaub, Murat war ein bisschen übermotiviert.

Ich glaub dir kein Wort.

Du hast Geld angesteckt, das der Werkstatt gehört.

Aber...

Nichts aber!

Wie kannst du denn sowas machen?

Aber...

Immer noch nichts aber.

Fossi schuft dir den ganzen Tag für ein

paar Pimperlinge.

Und du verdienst dir eine goldene Nase.

Das ist das Letzte.

Ja, aber...

Mann, Mann, Schröder.

So sauer war deine Freundin noch nie.

Aber das wirklich Ärgerliche daran ist, du musst

dir jetzt echt eine verdammt gute Erklärung ausdenken.

Du, äh, Biene, wegen dem Geld, ne?

Ich will gar nichts hören.

Was Geld?

Nee, nix, Mäuschen.

Nix damit, ja nee, ist klar.

So was hätte ich echt nicht von dir

gedacht, Atze.

Das war so mies.

Das war so gemein.

Das war das allerletzte.

Ja, dann muss ich's ja jetzt wohl sagen.

Was?

Dass mich wegen dir jetzt alle hassen?

Dass ich an nichts anderes mehr denken kann,

weil ich mich so schlecht fühle?

Nee, Biene.

Das Geld, das war doch gar nicht für

mich gedacht, sondern für...

Für den ersten behindertengerechten Kiosk in Essengrei.

Nein.

Nein.

Doch.

Ich wollte damit zum Beispiel eine Rampe für

die Rollstuhlfahrer anschaffen.

Echt?

Und die Tische niedriger machen und so?

Ja, genau.

Äh, Atze, die Tische niedriger machen?

Ja, und die Regale auch.

Ehrlich, Atze?

Ja, sicher.

Los, Murat, Säge raus, Beine ab.

Weißt du was, Atze?

Ich bin so süß.

Und so sozial.

Mhm.

Mein Kreuz ist gleich im Arsch.

Das kommt davon, wenn man ständig den Luhig

wücht.

Ja, das kommt von deinen verschissenen Zwergenregalen.

Blöde.

Verschissene Regale für Kleinwüchsige.

Atze, Brause.

Zehn Tüten.

Macht 50 Cent für Sie.

Kriegst du morgen Laubsägebild für, ja?

Ja, nee, ist klar.

Was für ein Leben.

Die Frau ist den ganzen Tag am Rollstühle

schieben und du lässt dir von den Clowns

auf der Nase rumtanzen.

Ich erschliesse hier neue Käufergruppen.

Die nichts kaufen.

Du willst mir doch nicht sagen, dass du

die gerne hier hast.

Dich hab ich nicht gerne hier.

Deine Rente aber umso mehr.

Murat, wie viel Uhr ist es?

Viertel nach zwölf.

Harry und Victor sind spät dran.

Ja, und anscheinend blind.

Ey, Jungs, Blinker raus!

Sag mal, sind dir meine Käsebrötchen nicht mehr

gut genug?

Ja, Quatsch, aber wo soll ich die denn

essen?

Ja genau, da sind doch keine Stehtische, da

sind doch Zwergenhocker.

Da kannst du doch keine Mittagspause dran machen.

Mach gut wohl.

Ich muss mir dringend kleinere Freunde anschaffen.

Oder mit Bienen reden.

Zwecklos, Murat.

Wenn eine Frau auf einem Sozialtrip ist, dann

kann das schnell mal in einem Selbstfindungsseminar auf

Ibiza enden.

So, und jetzt Laufstelzen knicken und Staubflöhe fangen.

Mann, Atze, alles nur, weil du Frust hast.

Murat, ich hab keinen Frust.

Ich versuche, hier eine Frau glücklich zu machen.

Na, was geht?

Wie war's in der Röbelstraße?

Gut.

Murat, das ist Frust.

Ach Atze, ich kann nicht mehr.

Sag mal, wie nah hast du bei denen

eine Robelbank gestemmt?

Du bist ja völlig im Eimer.

Nee, nur den Aufenthaltsraum gewischt, umgeräumt, den Kickertisch

gereinigt.

Dann hat Ottmar mir die Wäschekammer gezeigt.

Da wollte ich ein bisschen bügeln, aber nach

dem fünften Kopf konnte ich einfach nicht mehr.

Andere hätten sich nach dem dritten ins Bügeleisen

gestürzt.

Komm, Arme hoch.

Nackenmuskulatur lockern.

Nee, du, ich kann nicht.

Ich muss noch mal rüber.

Socken stopfen.

Die sind immer noch ganz aufgewühlt, dass wir

Behinderte ausbeuten und so.

Bine, ich hab vielleicht ein, zwei Bilder überteuert

verkauft, aber immerhin verkauft.

Normalerweise würde ich die nicht mal zum Sperrmüll

in den Hof stellen.

So wie diese verdammte Knochenschleuder da.

Was?

Bläte, mach da draußen einen Autoschrottplatz auf.

Das ist meiner.

Bläte hat den Rücksitz aus meinem Auto geklaut.

Nee, den hat Ottmar ausgebaut.

Damit ich ihn und Ludger heute Nacht aus

der Disco abholen kann.

Das ist jetzt langsam mal ein bisschen viel

Engagement.

Ich mein, die Jungs können doch eh nicht

tanzen.

Die können sogar Basketball spielen.

Das wär auch besser, dafür brauchen sie keinen

Chauffeur.

Also, Atze, so kenn ich dich gar nicht.

Bine, irgendwann ist ja auch mal gut.

Ich hab ja nix dagegen, wenn Ottmar dir

ab und zu mal auf den Arsch guckt.

Aber die Wahrheit ist doch, die nutzen dich

nur aus.

Die Wahrheit ist, du bist intolerant.

Intolerant?

Bine, ich hab aus meinem Kiosk eine Manege

für den Lilliputana-Zirkus gemacht.

Ich verkaufe die hässlichsten Bilder seit Malen nach

Zahlen und ich verdiene seit Tagen keinen Cent

mehr.

Ist das intolerant?

Ich sag, Fosse, er kann seine Bilder abholen.

Ludger und Ottmar hatten recht.

Du hast was gegen Behinderte.

Ich hab was gegen Behinderte?

Ich?

So, Sportsfreunde, jetzt ist Schluss mit Qualifying.

Jetzt wird's ernst.

Hör mal, Atze, wir haben uns noch mal

überlegt.

Bestvolle Pause machen wir hier.

Und zwar am Städtisch.

Morat, bock die Dinger mal auf.

Dein Chef hat nämlich was gegen Behinderte.

Nach dem ganzen Aufwand?

Was ist denn los, Atze?

Kann ich dir ganz genau sagen.

Was ist los?

Atze, das gibt eine Anzeige.

Das ist mir ganz egal.

Ich bin's leid.

Schröder, das nenn ich mal ein Bomben-Schild.

Ich hab ja auch eine Bomben-Laune.

Das gibt Ärger.

Und zwar schon jetzt.

Atze, das ist das allerletzte.

Wieso?

Ich bin doch behindertenfeindlich.

Einer muss die Jungs ja warnen.

Ich red kein Wort mehr mit dir und

ich zieh zu Mutti.

Dann nimm deine Belegschaft hier gleich mit.

Komm, habt ihr das Schild nicht gelesen?

Und ob.

Bin gespannt, was die Polizei dazu sagt.

Das möchte ich auch mal wissen.

Polizei hat nichts gesehen.

Ist nur Spaß, ne, Atze?

Spaß?

Wir sind hier anscheinend nicht mehr willkommen, oder,

Biene?

Jetzt pass mal auf, du Sitzcamper.

Du und deine Asphalt-Cowboys.

Ihr demoliert meinen Wagen.

Ihr guckt den ganzen Tag meiner Freundin auf

den Arsch.

Jammert ihr die Ohren voll.

Schmeißt sie nachts aus dem Bett, als wär's

ein Malteser-Taxi.

Aber die letzte Karte vom Behinderten-Bonus ist

ausgespielt, Ottmar.

Das ist Beleidigung von Minderheiten, du.

Ja.

Ich hab einen Dauer-Renitenten-Klugscheißer eingestellt.

Einen Bettnässer als Vermieter.

Bin mit einem Bullen befreundet.

Harry ist auch nicht gerade der Schlauste.

Und mit so einer Frisur geht's sich auch

nicht gerade leicht durchs Leben.

Und ich hab eine Freundin, die sich von

so einer Sitzwurst für die auf der Nase

rumtanzen lässt.

Ich soll was gegen Minderheiten haben?

Du hast das Schild aufgehängt, das ist ganz

klar Behindertenfeindlich.

Eben nicht.

Das ist eine Form aktiver Integration.

Ich nehm dich für voll.

Egal, ob du ein Bein, zwei Beine oder

vier Beine hast.

Ich akzeptiere dich als Arschloch.

Und genauso behandle ich dich auch.

Na, der meint das ernst, Ottmar.

Und du, Süße.

Die Frage ist doch gar nicht, ob du

ein Händchen für Behinderte hast.

Die Frage ist doch, brauchst du so einen

Job?

Nein!

Aber wozu bin ich denn sonst noch gut?

Um mich glücklich zu machen.

So wie ich dich hoffentlich glücklich mache.

Ach, Atze, du bist wenigstens ehrlich.

Ja!

Harry, mach das Schild runter.

Und jetzt, Freibier für alle.

Zwecklos, Morat.

Wenn eine Frau auf einem Sozialtrip ist, dann

kann man schnell mal im dreiwöchigen...

Was machst du da?

Ich fummel an dir rum.

Verkauft der dicke Petting...

Wenn eine Frau auf einem Sozialtrip ist...

Was ist denn?

Dann guck nicht so...

Verkauft der dicke Petting seine...

Und jetzt...

Kackstelzen knicken und Stromflügel fangen.

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