All language subtitles for Alles.Atze.S05E13[de]

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Original subtitles

Okay, Kamerad, das war's.

Weggetreten.

Ey, mach mal ne Pause.

Meine Blase ist voll wie ein Bierkutscher.

Andere Organe haben auch Rechte.

Mann, ich kann doch nicht den ganzen Tag

in der Siegessäule in der Hose rumrennen.

Jetzt denk doch mal an was anderes, verdammt.

Weißt du eigentlich, wie viel Armut es auf

der Welt gibt?

Wie viel Ungerechtigkeit?

Wie viele kaputte Autos?

Grauenhaft schlechte Filme.

Nein, nicht solche Filme.

Jetzt hör mal zu, Kollege.

Alles hat seine Zeit und dein ist für

heute vorbei.

Das gibt's doch nicht.

Axel, beeil dich.

Mutti kommt zum Frühstück.

Gott sei Dank hat die Natur für alles

ein Gegenmittel.

Super!

Ali, tu mal Wasser in die Trinkflasche.

Hey, Plätte.

Ja, da guckste.

Ich fahr bei einem Radklassiker mit, rund um

drei.

Ich hätt' jetzt auf rund um verkalkt getippt.

Sag mal, kannst du nicht einmal deine dummen

Sprüche lassen?

Er schon, aber ich nicht.

Plätte, Ohrn und Zipfelchen dran und du gehst

glatt als Mettwurst durch.

Das war einer zu viel.

Ich hol mein Wasser woanders.

Zur Not kannst du ja deine Beine anzapfen.

Der Kerl ist so ein Lieber.

Mann, Viktor, ich steck nur in eine Gummizelle.

Den Helm hat er ja schon auf.

Nehm' mir auf.

Hab' genug an der Backe.

Tja, die Welt wird eben immer schlechter.

Und immer kleiner.

Jetzt haben wir ja schon die Kroaten hier.

Die sind doch schon lange hier.

Die kriminell Organisierten haben sich am Bahnhof eingenistet.

Ja, und was machen die da?

Fahrkarten klauen?

Schutzgeld erpressen.

Du, Viktor, ich hab' da einen unwahrscheinlich heißen

Tipp für dich.

Wie wär's denn mal mit Verhaften?

Den Jungs kannst du ja nicht nachweisen.

Und die Opfer halten natürlich schon die Klappe.

Der alte Kubillik wollte die anzeigen.

Der von der Bäckerei?

Ja, jetzt liegt der mit zermatschtem Kiefer und

noch paar Knochenbrüchen auf der Inneren.

Na ja, so eine Woche Sonderurlaub im Krankenhaus

hat ja auch was Schönes.

Nicht meine Welt.

Ja, Viktor, jetzt spielst du endlich Champions League.

Jetzt schnapp dir den Pokal.

Ey, das ist mir zu gefährlich.

Da geh' ich nicht bei.

Hatze, wenn du was hörst...

Ist klar, dann ruf' ich dich nicht an.

Hatze, hast du schon mal überlegt, dass die

auch zu uns kommen könnten?

Ja, sicher, Murat.

Und ich hab' auch schon die Lösung.

Und was willst du machen?

Bezahlen?

Nein, ich sag' einfach, dass der Kiosk dir

gehört.

Ja, Frau Westermann, jetzt geht die Sonne sogar

abends auf.

Ich brauch' nur schnell eine Packung Mentholzigaretten, Herr

Schröder.

Die extra starken.

So ist richtig.

Sie sagen den Nichtrauchern den Kampf an.

Na ja, jeder hat so seine Schwächen.

Tja, und Ihre ist bestimmt ein erfolgreicher Jungunternehmer

mit Natursocken.

Hier, handgedreht und mundgerecht angepasst.

Nur für Sie, Frau Westermann.

Vielen Dank.

Murat, halt' doch deinem lieben Frau Westermann bitte

mal die Tür auf.

Du möchtest mich nicht vordrängen?

Hatze, die Kroaten!

Jetzt wird ja auch mal Zeit, dass sie

mir den nötigen Respekt erweisen.

Netter Laden.

Sehr gepflegt.

Wie läuft er denn so?

Tja, bestimmt noch besser, wenn ihr was bestellt.

Von mir aus, da hätte ich gerne einen

Hunderter.

Ich hab's schon gehört.

Die Herren sind außer Schutzgeldbranche, hm?

Ganz recht.

Du zahlst und wir sorgen für deine Sicherheit.

Ja, wie hättet ihr's denn gern?

Monatsweise oder rechnen wir quartalsweise ab?

Was ist los?

Braucht ihr eine Einzugsermächtigung?

Ich kann euch auch einen Verrechnungscheck geben.

Gut, dass du sagst.

Wie braucht ihr denn die Kohle?

Zum Ersten, zum Fünfzehnten oder zum Monatsultimo?

Für so, ich habe keine Ahnung, wovon du

sprichst.

Tja, in dem Fall kommen wir leider nicht

zusammen.

Murat, begleite die Herren Kroaten doch bitte zur

Tür.

Hatze, lass mich doch einfach mal da raus.

Du zahlst also nicht.

Das wird Muka nicht gern hören.

Dann war's besser für dich.

Ich geh' mal weg.

Mann, Mann, Mann.

Kein Wunder, dass die Kroaten bei uns rumlungern.

Die sind ja zu blöd, um Schaf zu

scheren.

Oder zu gefährlich, Hatze.

Du hast gerade einen tierischen Fehler gemacht.

Stimmt.

Ich hätte denen was verkaufen sollen.

Murat, man muss diesen Schutzgeldnutzschein frühzeitig zeigen, wobei

der Ente der Bürsten sitzt.

Die Scheibe jedenfalls sitzt nicht mehr.

Zumindest haben sie ihr Kältchen dagelassen.

Also soll ich die Polizei rufen?

Ich glaube ja kaum, dass sie einen guten

Glas an ihren Reinen haben.

Was willst du jetzt machen?

Mich persönlich um die Völkerverständigung kümmern.

Das sieht aber ziemlich düster aus hier.

Tja, Murat, die Schutzgeldbranche hat auch schon bessere

Tage erlebt.

Möchte man ja was mitleidbezahlen.

Du kannst ja mal in deiner Stammmoschee den

Klingelbeul rumgehen lassen.

Hier.

Guck mal.

Der Kioskreine und sein Sklave.

Kommt von der Jobbeschreibung hin, aber ich nenne

ihn Mitarbeiter.

Hast du Geld mitgebracht?

Ja, klar.

Aber nicht für euch.

Das wird Luca nicht gepahlen.

Mir gefällt das auch nicht.

Hatze, ich denke, du wolltest ihm Geld geben.

Murat, ich will dir doch nur zeigen, wie

man mit solchen Pennern umgeht.

Warum hast du mich nicht eingeweiht?

Weil du sonst nicht mitgekommen wärst.

Ey, wenn ihr nicht bald die Klappe haltet,

kriegt ihr ein Problem, okay?

Dabei ist euer Problem noch viel größer.

Was denn für eins?

Ja, ihr führt euch auf wie die Kinder.

Als ich zwölf war, habe ich auch eine

Scheibe eingeschmissen.

Aber ich wusste damals schon, was das für

eine lächerliche Angelegenheit ist.

Sonst noch etwas?

Nein, nein, er ist fertig.

Falsch, Murat.

Als ihr heute bei mir im Kiosk wart,

da habe ich für eine Sekunde gedacht, ihr

wärt Profis.

Ihr seid einfach nur so ein Haufen von

Stümpern, die in Essenkreien niemals ein Bein auf

die Erde kriegen werden.

Was sollten wir denn deiner Meinung nach tun?

Die Scheibe bezahlen, das wäre schon mal nicht

schlecht.

Sauer, wer ist der Typ?

Ich bin Atze Schröder.

Und du musst Luca sein.

Ich habe schon viel von dir gehört.

Habe ich gerade meinen Namen gesagt?

Allerdings.

Verdammt, ich hätte deinen nennen sollen.

Sauer, was will der Penner?

Dass wir seine Scheibe bezahlen.

Brech dir meinen Arm.

Moment mal, das kann natürlich auch sein, dass

meine Scheibe in euren Strecken gefallen ist.

Brech dir beide Arme.

Luca, gefällt dir mein Kleid?

Toll, süße, toll.

Und der Ausschnitt hinten?

Ganz toll, ich habe hier was zu tun.

Du guckst ja gar nicht richtig.

Wenn ich mich mal einmischen dürfte.

Also irgendwie hat das Kleid die falsche Farbe.

Was fällt dir denn ein?

Brech dir die Beine, die Arme.

Hey, lass mal.

Lass mal.

Was ist denn mit der Farbe?

Na ja, zu ihren wunderschönen blauen Augen, da

passen ja mehr so die gedeckten Farben.

Hellbraun, beige, vielleicht mal ein gewahrtes Lindgrün.

Aha, und der Schnitt?

Im Prinzip nicht schlecht, aber korrespondiert nicht wirklich

mit ihrer schmalen Taille.

Ich würde mal was filigranes probieren.

Gabi, hör nicht auf sein Gequatsche.

Du weißt, wie geil und scharf ich dich

finde.

Geil und scharf?

Was Besseres fällt dir wohl nicht ein, ha?

Denk doch auch mal was filigranes.

Nach ruhig.

Nein, du Pitschkuhmatterin.

Warte, Gabi.

Was für ein Verpauen.

Manchmal denkst du richtig so.

So, Murat, dann wird sich eine Weile beschäftigen.

Vielleicht hast du ja Glück und sie klemmen

sich die Finger ein.

Ja, dann werden sie von den Büchern erschlagen.

Du siehst, ich bin ein unbequemer Gegner.

Weil er mächtig viel Schiss hat.

Ja, dazu dir die Kauleiste nach innen kloppen.

Murat!

Ich hab keinen Bock drauf, dass ihr eure

Religionskriege hier in meinem Kiosk austragt.

Sag mal, haben wir nicht irgendwas vergessen?

Was denn?

Hier, damit es auch noch der Letzte kapiert.

So, jetzt kommen sie wenigstens nicht mehr rein,

ohne Radau zu machen.

Atze!

Du hast Besuch.

Nein, sie kommen einfach durch die Hintertür.

Er sagt, er will dich geschäftlich sprechen.

Gabi, er berät mich, wie ich mein Geld

anlegen soll.

Ach, das ist ja praktisch.

Ich hab deinen alten Bausparvertrag.

Süße, ich kenne mich nur mit den Lebensversicherungen

aus.

Naja, wir wollen ja sowieso nicht bauen.

Genau.

Ja, die Herren Kroaten.

Kann ich was anbieten?

Vielleicht ein Kilo Lammspieß oder so?

Jungs, ich kann doch erst mal einen ausgeben.

Gleich in der T-Stufe?

Luca, hör mal.

So von Chef zu Chef, wollen wir nicht

erst mal in Ruhe verhandeln?

Nicht nötig.

Ich hab hier was für dich.

Warte mal, du, ich hab eine ganz schwere

Allergie gegen blaue Hülsenfrüchte.

Hier, ja nimm schon.

Ach, für die kaputte Schaufensterscheibe, ne?

Nein, für deinen neuen Job.

Ja, aber ich hab doch schon einen Job.

Ab jetzt hast du zwei.

Du wirst mein Berater.

Luca, ich weiß nicht, ob dir das aufgefallen

ist, aber ich bin überhaupt kein Experte für

organisiertes Verbrechen.

Ja, aber für deutsche Frauen.

Das stimmt.

Aber ich hab zurzeit viel um die Ohren.

Falsche Antwort.

Es ist eine Ehre für dich, mein Berater

zu sein.

Nee, ist klar, Don Luca.

Das wollte ich auch gerade sagen.

Und, Luca, auch ein Schnäpski?

Ich trinke nie bei der Arbeit.

Ja, ich auch nicht, aber wenn man bei

5 Millionen Arbeitslosen zwei Jobs hat, dann wird

man sich ja wohl mal freuen dürfen.

Außerdem sind wir hier ja fertig.

Wie fertig?

Wenn du Probleme hast, kommst du einfach irgendwann

vorbei.

Ich bin schon da.

Und ich hab jetzt Probleme.

Ja, was willst du denn wissen über deutsche

Frauen?

Nicht hier.

Gehen wir in die Wohnung.

Tja, ich kann meinen Kiosk leider nicht alleine

lassen.

Pass dir auf den Laden auf.

Danke, Luca.

Also?

Nichts über gutes Personal.

Und, Luca, willst du die Expressberatung?

Sonst setz dich doch.

Ich will wissen, warum meine Freundin immer Zicken

macht.

Setz dich.

Ja, da braucht sie natürlich so ein paar

Hintergrundinformationen.

Wie viel ist der Gabi denn wert?

Naja, in Kroatien würde ich vielleicht vier Ziegen

für sie kriegen.

Versteh mich nicht falsch, aber da fängt das

Problem schon an.

Vier Ziegen, das ist ein guter Preis.

Ja, nee, ist klar, aber deutsche Frauen werden

nicht so gern mit Paarhufern verglichen.

Deutsche Frauen sind sehr kompliziert.

Dann trenn dich doch von Gabi.

Nein, das geht nicht.

Sie weiß zu viel.

Ich müsste sie umbringen.

Umbringen?

Ja, und dabei lebe ich sie so.

Sie hat sich jetzt gerade aber nicht wirklich

so angehört.

Achse!

Ich will nicht lange stören.

Achse, ich hab ein Problem.

Gleich nicht mehr, Süße.

Worum geht's denn?

Ich wollte doch morgen mit Jackie zum Friseur.

Aber jetzt hat sie eine Erkältung und kann

mich nicht abholen.

Kann ich dein Auto haben?

Nee, auf keinen Fall.

Wieso denn nicht?

Biene, deine Frisur sieht klasse aus.

Da gibt's absolut nichts mehr zu verbessern.

Echt?

Ja, sicher.

Ach, Atze.

Du bist so süß.

Du bist gut.

Du bist richtig gut.

Ich weiß.

Sag mal, wie machst du das?

Im Prinzip geht's bei den deutschen Frauen nur

um die richtige Balance zwischen Ja und Nein.

Geht das irgendwie klarer?

Du musst deinen Rhythmus finden.

Wenn du fünfmal Ja gesagt hast, kannst du

ruhig mal Nein einstören.

Also, fünfmal Ja und einmal Nein.

Ist das alles?

So ist es.

Und jetzt musst du mit Gabi nur noch

shoppen gehen.

Und dann bingo.

Shoppen?

Ich hasse Shoppen.

Ja, aber die Frauen lieben's.

Na gut, ich geh mit dir shoppen.

Vielleicht hört sie dann auf zu meckern.

Ja, aber da kann sie eine Schüssel Cevapcici

draufsetzen.

Ja, das will ich hoffen.

Auch für dich.

Sonst?

Papier.

Da geht doch nichts über einen entspannten Arbeitgeber.

Ich kann mir noch nicht glauben, dass du

sein Berater bist.

Tja, Murat, ich hab halt keinen Bock auf

einen verrutschten Kiefer.

Ja, klar, verstanden, Chef.

Ende.

Viktor, alles klar?

Nee, eben nicht.

Kroaten werden doch immer gesucht.

Ja, das kann dir ja egal sein.

Du suchst ja nicht mit.

Ja, ich soll aber, wenn nichts anderes zu

tun ist.

So ein cleverer Streifenpolizist wie du, der findet

doch immer Arbeit.

Na, ist schon erledigt.

Falschparker aufgeschrieben, hab die Farbe auf dem Zebrastreifen

kontrolliert, hab sogar schon Oma Schmidt von der

Fußpflege nach Hause gebracht.

Ja, warum fährst du denn nicht ins Büro

und sortierst alte Akten?

Wenn ich jetzt nach dem Revier fahr, die

schicken mich sofort Kroaten suchen.

Na, Murat, hast du keine Idee?

Setz dich doch auf eine Parkbank und kontrollier

auffällige Jogger.

Nee.

Lieber auffälliger Rentner.

Halt!

Hallo, Viktor.

Was ist los?

Also, meine Verkehrskontrolle.

Willst du damit auf die Straße?

Ja, klar.

Ich mach dabei rund um den Kreis mit.

Du hast kein Rücklicht dran.

Brauch ich nicht bei dem Rennen.

Hier, die Bremsen.

Wie alt sind die?

Keine Ahnung.

Was soll der Scheiß, Viktor?

Das ist mein Job.

Gib mir deinen Fahrradpass her.

Was für ein Ding?

Hast du keinen Fahrradpass?

Du musst doch beweisen können, dass das überhaupt

deins ist.

Sag mal, bist du bekloppt?

Die Kiste gehört mir seit 18 Jahren.

Tut mir leid, das müssen wir jetzt aufnehmen.

Sag mal, willst du mich zum Revier schleppen?

Äh, nee, nicht zum Revier.

Wir gehen ...

in deine Wohnung.

Mann, Viktor, was ist denn hier?

Los, ab!

Hier geht doch nichts über einen fleißigen Polizisten.

Ich glaub, das sehen die Kroaten genauso.

Murat, meinst du nicht, dass das Thema bald

durch ist?

Ich bin mir da nicht so sicher.

Ich glaub, der Luca versteht nicht so viel

Spaß.

Tja, Hauptsache, der versteht die genialen Frauentipps, die

ich ihm gegeben hab.

Du Lockenheini!

Das war ein Scheißtipp!

Türke, mach mal Pause.

Luca, was ist denn passiert?

Was passiert ist, ich war mit Gaby shoppen.

Ja, das ist doch schön.

Ja, und sie wollte fünf Blusen, und ich

hab alle gekauft.

Super, Luca.

Ja, dann wollte sie noch ein paar Schuhe,

und ich hab nein gesagt.

Das war natürlich ein Fehler.

Das war doch dein Scheißtipp!

Fünfmal ja und einmal nein.

Ja, wenn du etwas mehr Geduld hättest, könnte

ich es dir erklären.

Na gut.

Luca, Schuhe sind ein Sonderfall.

Da verstehen Frauen keinen Spaß.

Warum hast du das nicht gleich gesagt?

Ich wollte dich schonen, dich nicht überfordern.

Das ist aber nett von dir.

Gaby ist aber stinksauer auf mich.

Was soll ich jetzt tun?

Du musst mit Gaby nochmal zurück zum Schuhladen.

Was?

Nochmal shoppen?

Es gibt keinen anderen Weg.

Und kauf dir die Schuhe, um jeden Preis.

Na gut.

Hatte, alles im Griff?

Danke, Morat.

Ohne deine Hilfe hätte ich das echt nicht

geschafft.

Mann, ich bin froh, dass der nicht mich

an die Wand genagelt hat.

Hauptsache, ich bin ihn endlich los.

Lass mich raten.

Das ist mal wieder schief gelaufen.

Wir waren Schuhe kaufen.

Wie du gesagt hast.

Ja und?

Nichts und.

Das war dein letzter Tipp.

Dann habe ich aber noch einen letzten Wunsch.

Ja, und der wäre?

Ich möchte diesen Planeten nochmal richtig rumsehen.

Junge, Junge, bist du schlecht gelaunt.

Was ist denn passiert?

Ich habe Gaby zwölf Paar Schuhe gekauft.

Das ist passiert.

Zwölf Paar?

Ja.

An deiner Großzügigkeit gibt es jedenfalls nichts auszusetzen.

Das sieht Gaby aber ganz anders.

Hier.

Die kannst du behalten.

Alle.

Ihr seid beide ziemlich großzügig.

Was soll das?

Du wolltest doch Schuhe kaufen.

Ich wollte, dass du mich berätst.

Das habe ich doch.

Drei Stunden war ich mit dir in dem

Laden und habe sie beraten.

Du hast drei Stunden alles gekauft, was dir

in die Finger kam.

Hier.

Schau dir mal diese grünen Dinge an.

Ziemlich poppig.

Hast du heute das passende Kleid dazu?

Eben nicht.

Das ist ja das Problem.

Warum hast du sie dann anprobiert?

Weil sie wunderschön sind.

Du verstehst echt überhaupt nichts.

Tja.

Hätte in der Spur besser laufen können.

Was hast du jetzt vor?

Wenn ich da mal fragen darf, was dein

Berater sagt.

Wir schießen, weil du ein beschissener Berater bist.

Gut, jetzt weiß ich wenigstens, woran es liegt.

Ich auch.

Weil du keine Ahnung hast.

Ja, Luca, unsere Mission war doch von Anfang

an zu scheitern verurteilt.

Ich meine, was fällt dir an diesem Schuh

aus?

Dass er grün ist.

Und wie viele davon hast du hier schon

gesehen?

So einen Scheiß trägt doch keiner.

Genau, da lag unser Fehler.

Deine Freundin, das ist eine junge, moderne Frau.

Die steht auf flippige Schuhe.

Und dafür ist Essen nun mal die falsche

Stadt.

Warum?

Die Gabi, die braucht eine Stadt, die pulsiert,

die Tag und Nacht in Bewegung ist.

Paris zum Beispiel.

Paris?

Ja, Paris.

Ich meine, die wird dir vor Glück um

den Hals fallen.

Ja, und was soll ich da?

Luca, Paris.

Das ist die Stadt der Liebe, der Kunst.

Da kannst du expandieren.

Da gibt es an jeder Ecke einen Kiosk,

den du ausnehmen kannst.

Ja.

Warum denn nicht?

Du, ich werde sie ja vorschlagen.

Wem könnte sich jetzt die Schneckenlutscher kümmern?

Ist doch immer wieder schön, anderen Leuten bei

der Arbeit zuzugucken, was?

Ich könnte mich da echt dran gewöhnen.

Brauchst du nicht.

Der Boden muss gleich noch gewischt werden.

War Peter heute schon da?

Nee, war bisher ein schöner Tag.

Hier, hab ich ihm ein neues Fahrrad besorgt.

Aus der Asservatenkammer.

Wegen gestern.

Was hast du denn mit ihm gemacht?

Ich hab ihn nur in seiner Wohnung verhört

und hab seine Kiste konfisziert.

Der ist doch froh, wenn überhaupt mal jemand

vorbeikommt.

Aber, Victor, was macht denn die große Kroatenjagd?

Ich hab Glück gehabt.

Ich hab nur gehört, die sind weg und

keiner weiß, wohin.

Ich würde mal am Montmartre anrufen.

Was?

Ist doch egal.

Hauptsache, die sind weg.

Sagste was?

Ich guck mal, ob Peter zu Hause ist.

Tja, Murat, da hat dein genialer Chef ja

wohl mal wieder alles richtig gemacht.

Wieso höre ich eigentlich nicht mal ein Danke

von dir?

Vielleicht, weil du gar nicht so genial bist?

Mitkommen.

Du kommst auch mit, Türke.

Warum denn nicht?

Du weißt zu viel.

Aze, wir verschleppen uns nach Paris!

Murat, sieht so aus, als müssten wir demnächst

im Stiegen kacken.

Es sieht nicht so aus, als ob wir

heute noch nach Paris kommen, Aze.

Ja, Hauptsache nicht nach Schalke.

Der Rest ist mir egal.

Scheiße, scheiße, scheiße.

Aze, ich möchte keine gebrochenen Arme haben.

Ruhig, Murat, ich bring dich hier schon raus.

Du hast uns doch hier reingeritten.

Vor allem bist du mit zwei Gipsarmen völlig

nutzlos für deinen Arbeitgeber.

Hör mal, die Fesseln schneiden so ein bisschen

ins Fleisch.

Könntest du dir etwas lösen?

Keine Angst, Loki-Heini.

Bald spürst du keine Schmerzen mehr.

Murat, ich glaube, mit zwei gebrochenen Armen stehen

wir noch ganz gut da.

Hallo, die Eisenstangen!

Du siehst ja nach einer fröhlichen Grillparty aus.

Aze, Aze, du brichst mir das Herz.

Ich hatte dich ja sicher, Aduka.

Warum jetzt genau?

Gabi will nach Paris.

Super, da hat dein Berater doch mal richtig

einen rausgehauen, was?

Sie will mit dir nach Paris, du Penner.

Die fühlt sich halt immer noch ein bisschen

vernachlässigt.

Schluss mit dem Gequatsche.

Du kommst ihr Leben nicht mehr raus.

Luca, mach ihn sofort los.

Gabi, störe mich jetzt nicht.

Ach, du kannst es wohl nicht ertragen, dass

Aze viel aufmerksamer ist als du, hm?

Ja, sie quatscht schon wieder von dir.

Und ich bin noch lange nicht fertig.

Bist du doch.

Mensch, du halt doch mal die Klappe.

Warum hältst du eigentlich nicht deine?

Weil er mit Gabi so nicht weitergeht.

Warum denn?

Was mache ich denn falsch?

Du hast keinen Respekt vor deinem Freund.

Alles dreht sich immer nur um dich.

Steht mir das Kleid, passt die Bluse dazu

oder soll ich lieber doch die Grüne anziehen?

Aber er kümmert sich doch nur um seine

Geschäfte und überhaupt nicht um mich.

Der war drei Stunden shoppen mit dir, hat

dir zwölf Paar Schuhe gekauft und das bei

seinem 18-Stunden-Tag.

Die will uns doch nur helfen.

Ein Mann will von den Weibern auch mal

in Ruhe gelassen werden.

Luca, darf der so mit mir reden?

Mal weinen, mein Schatz, hm?

Genau, ich bin nämlich noch nicht fertig.

Ja, was denn noch?

Dass du verdammt auch mal nicht immer so

an seine Geschäfte reinquatscht.

Ich habe genug gehört.

Luca?

Mach sie fertig.

Äh, ich habe nichts gesagt.

Aber vermutlich weiß ich zu viel.

Nein.

Nein?

Nein.

Und jetzt schaff endlich deinen Arsch hier raus

und zieh diese Schuhe aus, die passen überhaupt

nicht zum Kleid.

Ich geh ja schon.

Ja, und pack unsere Koffer, sonst kommst du

nicht mit nach Paris.

Ja!

Na gut.

Na, Atze, wie war das, ha?

Zwischendurch auch mal?

Nein.

Klasse, Luca.

Ach, Atze, au repertoire.

Na ja, Hauptsache, er weiß, was Schutzgeld auf

Französisch heißt.

So, Morat, mit dem Thema sind wir hier

durch.

Aber da bin ich mir nicht so sicher,

Atze.

Wir sind immer noch gefesselt.

Ja, warte doch mal ab.

Davor, Josef, Tomislav, komm, haut die Hacken hinterher

und bindet uns hier los.

Wenn's schnell geht, macht nix.

Na, noch Fragen, Morat?

Bruder, wo ist denn dein Ali?

Der hat sich einen Tag frei genommen.

War wohl ein bisschen stressig in letzter Zeit.

Können nichts vertragen, die Türken.

Hier, tu mal Wasser in meine neue 1A

-Trinkflasche.

Ist klar.

Soll ich dir nicht auch noch die Reifen

aufblasen?

Brauchst du nicht, die sind top.

Ja, kannst ja zum Dank deinem Gönner die

Uniformknöpfe polieren.

Kehr, kehr, kehr.

Ist doch eigentlich wahr.

Was soll das heißen?

Muss ich die Kiste wieder abgeben?

Nee, was Ernstes.

Wie, sind die Kroaten wieder im Viertel?

Litauer.

Haben sich auf Fahrräder spezialisiert.

Vor allen Dingen auf tiefen Rentnern.

Eine Sauerei!

Tja, Viktor, sieht so aus, als würde Pläte

sich auch für die Sprintstrecke interessieren.

Wenn ich jetzt nach dem Revier...

Nochmal.

Doch, bist du.

Jetzt halt doch endlich mal die Klappe.

Warum hältst du mich da nicht ein?

Bitte?

Warum du mich da nicht einhälst?

Wenn ich jetzt nach dem Büro gehe, die

schicken mich sofort Kreaten...

Kreolen suchen.

Nochmal.

Davor, Yoshi, Dingsda.

Und ich hab Nein gesagt.

Ja, äh...

Nochmal.

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