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Zulu
Atte!
Endlich ist das Bad mal frei.
Was macht ihr hier eigentlich immer so lange?
Ich komm nicht drauf.
Aber vielleicht doch, wenn ich mich mal so
benehme wie...
Na Kleiner, du hast ja so richtig einen
da.
2,10 Meter!
Ja ne, ist klar.
Du hast heute wieder einen Lauf.
Genießt ihr Spaß?
Hallo?
Hallo?
Kurz!
Tja, es gibt eben nichts Größeres als so
zu sein wie Atte.
Doch, seine Freundin zu sein.
Moin du Pfeife.
Moin Atte, kriegst du Laune?
Jo, und die wird auch so nicht besser.
5 Gummibärchen, 4 Lakritzschnecken, 3 Brausebaums für 50
Cent.
Soll ich da noch mehr rein tun?
Weniger!
Aber dann würden dich doch die kleinen Kinder
total wundern.
Deshalb heißt das ja auch Wundertüte.
Auskippen, Neusortieren, Einräumen.
Na klar, ich sag mal Atte, was ist
denn los?
Was los ist?
Krieg ist!
Auf mein Territorium!
Plaid hat unseren Erwin aus seiner Dachkammer geschmissen.
Das klingt aber mehr nach Plaid das Territorium.
Ja und was ist mit der Zeitung, die
Erwin hier jeden Tag kauft?
Mit der Colaflasche, drei Päckchen kippen, das Salamibrötchen.
Das ist doch woanders.
Und ich soll den Umsatzeinbruch einfach so hinnehmen?
Den sozialen Abstieg, die Flucht in den Alkohol,
die totale Verwahrlosung.
Atte, vielleicht wird der nächste Mieter genauso viel
kaufen.
Also richten wir mal.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Die Frage bleibt nur, ob die Bewerber da
draußen das interessiert.
Deshalb werde ich die jetzt auch auf Herz
und Nieren prüfen.
So, mal herhören.
Ihr seid doch alle an der Dachkammer interessiert,
oder?
Ja, klar.
Oh, ein Musiker.
Da wird er sicher abends gerne mal im
Kiosk einer weggebechert, hm?
Nee, ich bin Antialkoholiker.
Und damit raus aus der Verlosung.
Auf Wiedersehen.
Hör mal, du rufst es ja wie so
ein Travi am Brenner.
Ich hatte die passenden Bombs für dich.
Dafür gibt es doch Apotheke.
Und da gehst du Klugscheißer am besten mal
direkt hin.
Tschüss!
Und ihr lest gerne den neuesten Klatsch, dröhnt
euch mit Chips zu, haut euch literweise Cola
in die Birne?
Nee.
Auch nicht, gar nicht.
Nicht?
Dann mach die Sache einfach.
Auf Wiedersehen.
Schulter, was ist los?
Die wollten sich meine Bude angucken.
Tja, pläte ich jetzt nicht mehr.
Ja, warum nicht?
Da hättest du eh keinen Spaß dran gehabt.
Ich will keinen Spaß, ich brauche Mieter.
Und ich brauche bessere Kunden.
Bekloppt, wer entscheidet denn hier, wer hier einzieht?
Ja, so wie das jetzt aussieht, ich.
Das ist aber nicht dein Haus.
Aber mein Kiosk, warum setzt du den eher
wie noch an der Luft?
Das geht dich in erster Linie einen Scheißdreck
an.
Ja.
Mann, Harry.
Bei Damen muss man eben genau überlegen, Kerl.
Ja, vor allen Dingen, wie man seine Spielschuld
bezahlt.
Hier, ich kriege 16 Millionen von dir.
Kacke.
Kannst du mir was pumpen?
Nein, ich bin gerade ein bisschen klamm.
Noch ein Spielchen?
Nee, lass mal stecken, Atze.
Damen ist nicht mein Ding.
Oh, meinst du schon?
Boah!
Oh, was ein Fahrgestell, du.
Sieht gut in der Kurve.
Und hat mächtig viel PS unter der Haube.
Ja, aber eine Spritztour kostet 50 extra.
Nee, Atze.
Meinst du, das ist eine Professionelle?
Ja, sicher.
Das ist Maria aus Weißrussland.
Die hat bis vor drei Jahren auch hier
in Essen gearbeitet.
Boah, das ist ja Hammer.
Hallo, Atze.
Hallo, Maria.
Na?
Machst du jetzt hier in der Gegend wieder
die Freier verrückt?
Nö, ich besuche nur eine Freundin.
Sag mal, wie laufen die Geschäfte denn so
in Duisburg?
Hm, nicht so gut wie früher.
Da fehlt nur so ein bisschen Mundpropaganda.
Oder ich suche mir mal hier eine Wohnung.
Atze!
Was ist, Langer?
Regnet es rein?
Nein, aber die können doch bei Pläten eine
Dachkammer ziehen.
Ja, sicher können sie das.
Aber die Frage ist, warum?
Ja, weil...
weil...
Ja, das wäre doch super, Viktor, oder?
Ja, das wäre doch viel schöner.
Prostituierte ist sicher ein schöner und ehrbarer Beruf.
Aber die erfahren lernt, das gibt nur Ärger.
Komm, Atze, das ist doch ein Riesenspaß.
Außerdem sucht Pläten wie so jemand.
Wie so einer?
Ja, das muss er nicht unbedingt wissen, oder?
Oh, Mann, ey.
Das ist dann aber Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk
in einem, ja?
So, ich fahre dann zurück.
Äh, Maria, sag mal, ist schon eine ziemliche
Gurkerei, ne?
Ja, stimmt, Atze.
Und dann noch der Berufsverkehr.
Vielleicht wäre es besser, wenn du einfach wieder
nach Essen ziehst.
Das ist für das Geschäft auf jeden Fall.
Aber es ist sicherlich schwer, hier eine Wohnung
zu finden, oder?
Nicht, wenn mein bester Freund zufällig der Vermieter
ist.
Trink mal mit den Jungs noch einen Kaffee.
Ich mach das schon.
Wenn sie mir die Treppe zweimal die Woche
wenigstens machen würde, das wäre sehr nett.
Bitte.
Hast du schon einen neuen Mieter?
Ja, genau, Schröder, die Frau Krause.
Wäre sie pünktlich gewesen, hättest du sie auch
weggeschickt.
Tja, das hätte wohl passieren können.
Sie ist solide, geht kaum aus und verpasst
ihre Rente bestimmt nicht in deinem Kiosk.
Da hast du Pech gehabt, Schröder.
Ja, oder du.
Weil ich hätte da noch jemanden in der
Hinterhalt.
Den du am besten gleich in die Wüste
schickst.
Oh, das wird Maria aber nicht gerne hören.
Maria!
Nee, Schröder, die soll bei mir einziehen?
Du hast dich ja leider schon entschieden.
Hat die denn genug Geld, um zu bezahlen?
Bläte, die ist selbstständig.
Oh, das ist immer gut.
Was macht die denn?
So eine Art Lehrerin, viel Handarbeit und so.
Handarbeitslehrerin, schöner alter Beruf.
Einer der ältesten Bläten.
Danke.
Richard Plattmann, ich bin der Vermieter.
Hallo, und Sie müssen der Freund sein.
Was denn für ein Freund?
Mein Freund Bläte.
Er ist ein bisschen vergesslich.
Und Sie wollen in der Dachkammer auch arbeiten?
Ja, das habe ich vor.
Kann ich mir also das Zimmer anschauen?
Selbstverständlich, wenn Sie mir folgen wollen.
Bläte, hast du nicht was vergessen?
Rufen Sie mich ruhig in zwei Jahren wieder
an.
Du hast voll ein Dat.
Spitzenleistung, muss ich sagen.
Sauber hat es dir, zum Haareentwickeln richtig Spaß.
Und du hast mehr Arbeit.
Warum?
Wenn ich schon ein leichtes Mädchen im Haus
habe, dann will ich auch schwer abkassieren.
Kondome?
Ja, circa 30 Stück.
Na, dann reicht doch für eine Woche.
Wie sieht es mit Shampoos aus?
Na, wir haben erst sechs Flaschen verkauft.
Zu wenig, Murat, das muss besser werden.
Das wird aber schwer bei einem Hunni-Populle.
Im Daumel der Wollos ist das doch wohl
Hupe.
Guten Morgen.
Ich möchte zu einer Maria.
Ja, das wollen Sie alle.
Haben Sie einen Termin?
Ich bin um elf mit ihr verabredet.
Ja, dann sind Sie eine Viertelstunde zu spät.
Ich weiß, ist das ein Problem?
Nein, nicht wenn Sie Maria zur Entschuldigung eine
Flasche Shampoos mitbringen.
Hundert Euro, das ist aber ziemlich happig.
Ja, Maria ist ja auch ganz was Besonderes.
Tür raus, rechts, dritter Stock.
Viel Spaß.
Danke.
Der Hacker, er sah, er zahlte.
Und drin ist der Fisch.
Hallo, Atze.
Will der Mann zu Maria?
Keine Ahnung, wieso?
Na, weil sie ziemlich viel Besuch bekommt, hm?
Ja, die Russen sind ein sehr gastfreundliches Volk.
Das scheint mir aber auch so.
Atze?
Ja, Biene?
Warum kostet der Champagner 100 Euro, wenn der
gleiche da hinten 20 kostet?
Ja, das muss Murat wohl falsch ausgezeichnet haben.
So, das darf dir nach 16 aber nicht
mehr passieren, Murat.
Sag mal, warum muss ich immer deinen Sündenbock
spielen?
Ja, Murat, weil Randgruppen in der Rolle einfach
authentischer kommen.
Schröder, weißt du, was ich gerade gesehen habe?
Einen ziemlich langen Tunnel mit einem hellen Licht
am Ende.
Ein Mann, der aus Marias Wohnung kam und
sich die Hose zugemacht hat.
Ja, Bläte, was weiß ich, wie sich Weißrussen
die Hand geben.
Ach, laber nicht, der Nächste hat schon am
Flur gewartet.
Die lässt sich für Geld flachlegen.
Ist nicht wahr.
Sachen gibt's.
Hör doch auf mit dem Scheiß.
Du hast doch gewusst, dass das eine Nutte
ist.
Bläte, ich glaube, der richtige Terminus ist Prostituierte.
Das ist mir kackegal, wie die sich nennen.
Und Russin ist sie auch noch.
Sie ist Weißrussin.
Auf jeden Fall eine Kommunistin und die fliegt
raus.
Wer fliegt raus?
Na, die Russin aus meiner Dachkammer.
Wieso das denn?
Weil ich so einen Gesocks in meinem Haus
nicht will.
Du bist ja wohl das allerletzte, Bläte.
Ja, Biene, das habe ich ja immer schon
gesagt.
Wie kann man nur so ein Rassist sein?
Was ist los?
Du verlässt sofort den Kiosk, das ist los.
Aber Biene, das ist...
Nichts aber, Biene.
Irgendwann ist Schluss hier.
Ich will dich nicht mehr sehen und das
ist mein letztes Wort.
Tja, Bläte.
Andere Männer in die Buchse gucken ist ja
auch nicht so die feine Art.
Äh, hallo?
Biene ist weg.
Falls du es noch nicht gemerkt hast.
Was war das?
Ja, ein ziemlich starker Auftritt.
Willst du auf den Schock erstmal eine Flasche
Shampoos?
Für dich nur 40 Euro.
Ja, du kriegst doch nichts.
Du hast Hausverbot.
Und du hast Redeverbot.
So mies bin ich noch nie behandelt worden.
Ja, Bläte, dann warst du noch nie bei
einer Darmspiegelung.
Ach, hör doch auf mit deinen blöden Witzen.
Steht doch bei Biene jetzt als Rassist da.
Kein Wunder, wenn du dieses bedauernswerte Geschöpf einfach
auf die Straße setzt.
Geschöpf am Arsch.
Hör zu, Schröder.
Es gibt bestimmt einige, die mich nicht leiden
können.
Aber du hast Ideen, Bläte.
Und dass ihr Clowns dazugehören.
Damit kann ich leben.
Aber nicht Biene.
Ich glaube, das geht ihm richtig nah.
Aber nicht Biene.
Vielleicht sollte ich ihm eine kleine Gratisnummer bei
Maria spendieren.
Bläte, hör mal.
Ich rede mal mit Biene.
Das reicht nicht.
Ich will eine ehrliche Entschuldigung von ihr.
Jetzt verlangst du aber ein bisschen viel.
So Verzweifelte habe ich den Bläte noch nie
gesehen.
Nichts als Ärger.
Aber was tut man nicht alles für einen
sensiblen Vermieter.
Na, Biene?
Alles klar?
Nee, ich bin stinksauer.
Da wäre ich jetzt so gar nicht drauf
gekommen.
Der Bläte benimmt sich unmöglich, oder?
Tja, und das schon seit 10 Jahren.
Das hast du nur noch nicht so gemerkt.
Naja, vor allem nicht, dass er Rassist ist.
Tja, Süße.
Sind wir das nicht alle?
Du meinst ich auch?
Du bist auf jeden Fall auch mit dabei.
Das ist ja wohl ein Knall.
Ich habe doch keine Vorurteile gegen Ausländer.
Denk doch mal an den Spanier von nebenan.
Da glaubst du ja auch, dass er ein
feuriger Tänzer ist.
Das sind sie doch alle, die Spanier.
Ja, aber der bewegt sich wie eine bekiffte
Litfaßsäule.
Oder neben ihr Negerfred, die Bedienung aus dem
fetten Ochsen.
Neger sagt man nicht.
Ja, und hinter dem Gehänge hat, wie ein
Pferd.
Naja, ich dachte halt, weil er ein Schwarzer
ist, dass er...
Aber das ist wohl auch nur ein blödes
Vorurteil, hm?
Das ist gar nicht so einfach, wenn einer
dazu anspringt, was?
Und Pleite, der hat ja auch dran zu
knabbern.
Und wenn ich mal mit ihm rede?
Dann bist du immer noch eine Rassistin.
Aber eine ganz nette.
Ist nicht wahr, Atze?
Wien hat Pleite als Rassist beschimpft?
Ich glaube, der verhört nicht ganz so lustig
wie du.
Kann ich mir denken.
Komm Atze, Wiener will auch mit Pleite reden.
Siehste, gibt doch gar kein Ärger.
Doch, wenn ihr beiden nicht gleich euer Grinsen
abstellt.
Was gibt's denn, Schröder?
Pleite, gute Nachricht.
Wiener will sich bei dir entschuldigen.
Oh, das will ich schwer hoffen.
Opa Pleite, ich muss dir was sagen.
Ja, dann mal los.
Ich hab vorhin mit Atze geredet.
Und?
Na, mir ist klar geworden, dass wir alle
unsere Vorurteile haben.
Was denn für Vorurteile?
Naja, dass nicht jeder Spanier gut tanzen kann,
dass nicht alle Schwarzen...
Naja, du weißt schon.
Nee, keine Ahnung, wovon du quatschst.
Also, ich mach jedenfalls einen Neuanfang.
Ja, schön für dich.
Ist doch keine Entschuldigung, Schröder.
Ja, quatsch doch erst mal ab, Pleite.
Wir sind doch ganz nah dran.
Opa Pleite?
Ja?
Ich will auf keinen Fall so ein Rassist
sein wie du.
Jetzt willst du sicher eine zweite Entschuldigung, hm?
Ich hab ja nicht mal die erste gehört.
Darauf kannst du auch lange warten.
Du hast nämlich immer noch Hausverbot.
Das hast du ja super hingekriegt, Schröder.
Weißt du was?
Du musst jetzt nur noch einen Schritt auf
Biene zu machen.
Ja, wie denn?
Die nennt die nur Maria, weil die ihr
wohnen lässt.
Auf keinen Fall, Schröder.
Die Nute kriegt noch Holoskleidung.
Was?
Maria ist eine Prostituierte?
Ja, Biene.
Sieht ganz so aus.
Das gibt's doch überhaupt nicht.
Ja, das taugt mich jetzt aber auch um,
du.
Und warum hast du mir nichts gesagt?
Na genau, das versteh ich nicht.
Warum hast du nichts gesagt?
Weißt du ja nichts gegen eine Prostituierte.
Nee, aber ich hab was dagegen, dass du
mich anlügst.
Aber er wollte den beiden doch nur einen
Gefallen tun.
Ach, und wenn die beiden sagen, dass du
deinen Kiosk verkaufen sollst, dann machst du das
wohl auch, hm?
Na, wenn der Preis stimmt.
Ich wusste, das gibt Ärger.
Und einen steifen Rücken.
Moin, Atze.
Sag mal, hast du nicht so was im
Kiosk gepennt?
Nee, Harry, ich verkloppe jetzt Schlafsäcke.
Wie jetzt?
Harry, der ist dich am verarschen.
Biene hat den rausgeschmissen.
Und ich weiß auch, wem ich dazu verdanken
darf.
Atze, musst du verstehen, ich konnte Biene gestern
nichts sagen.
Wenn Jackie das mitkriegt, dass die Sache mit
Maria meine Idee war, ist Schicht in die
Buchse.
Ja, ja, schon gut.
Ich krieg das schon wieder hingebogen.
Da werden wir nicht so sicher, Atze.
So ein Brief vom Ordnungsamt.
Ärger, Ärger, Ärger.
Was steht drin?
Dass du mich verhören wolltest.
Nee, nee.
Und wieso?
Wegen Begünstigung der Prostitution.
Männer, die halten mich für einen Zuhälter.
Das ist eine ernste Sache.
Ja, vor allem für den Arsch, der mich
verpfiffen hat.
So, jetzt pass mal auf zu uns.
Pass mal auf, du fieselige Faggot.
Dein Arsch hat gleich Giermiss.
Was ist los, Schröder?
Ja, nee, ist klar.
Erst armlose Bürger anschwärzen und dann noch den
armlosen Trottel spielen.
Warte mal.
Ja, damit ist jetzt Schluss.
Du hast ab sofort lebenslanges Kioskverbot.
Ich hab nichts gemacht.
Deine Verwandten auch nicht, aber für die gilt
das trotzdem.
Ich weiß immer noch nicht, was los ist.
Ja, dafür die vom Ordnungsamt.
Und wer hat die wohl angerufen?
Ja, ich bestimmt nicht.
Klar nicht, Bläthe.
Ehrlich, Schröder, ich schwör.
Und wieso soll ich dir das glauben?
Weil ich auch eine Vorladung vom Ordnungsamt habe.
Das hast du ja mal wieder super hingekriegt,
Bläthe.
Ich?
Du hast doch die Nut ins Haus geholt.
Ja, aber doch nur, weil ich Victor und
Harring gefallen tun wollte.
Tu mir auch einen und halt die Klappe.
Bläthe, so kommen wir hier nicht weiter.
Schließlich steht hier mein Kiosk auf dem Spiegel.
Und meine Mitgliedschaft, die Verein der Hausbesitzer.
Die schmeißen mich doch achtkantig raus.
Da haben sie jetzt wenigstens einen Grund dafür.
Schröder, ich meine es ernst.
Die hauen uns an die Eier.
Das kriegen sie bei dir ja mit zwei
Fingern hin.
Na ja, gut, dass ich wenigstens schon einen
Plan habe.
Herr Schröder und Herr Plattmann nehme ich an.
Wenn Sie bitte mal in Ruhe kommen möchten.
Okay, wie ist der Plan?
Wir müssen als Team zusammenarbeiten.
Alles klar, ein Team.
Und was soll ich machen?
Gar nichts, lass mich einfach hier.
Und ich hab danach eine Klage wegen Prostitution
am Arsch.
Vergiss es, Schröder.
Die Zusammenarbeit scheint ja nicht ganz so einfach
zu werden.
Nehmen Sie Platz.
Herr Schröder, Herr Plattmann.
Sie wissen, warum Sie hier sind?
Das könnte mit dem Brief zusammenhängen, den Sie
uns geschickt haben.
Ich meinte eher den Anlass.
Schon klar, Begünstigung der Prostitution.
Ah, dann geben Sie es also zu.
Ich?
Bläthe.
Vielleicht bleiben wir doch besser bei meinem Plan.
Hier liegt nämlich ein großes Missverständnis vor.
Ach so, aber bei Ihnen wohnt doch eine
Maria Bella auf.
Nee, nee, die wohnt bei ihm.
Aber er hat sie mir vorgestellt.
Wie auch immer, Sie hätten Frau Bella noch
die Wohnung ja nicht vermieten müssen.
Aber ich hab doch nichts davon gewusst, dass
die eine Nutte ist.
Und Sie?
Ich hab mir das gleich gedacht.
Schröder, der ist ein Erdplan.
Dann haben Sie also gewusst, dass Sie der
Dachkammer ein Bordell aufmacht?
Ja, ich hab mir das gedacht.
Aber es hat sich dann herausgestellt, dass ich
damit genauso falsch lag wie Sie jetzt.
Können Sie das vielleicht ein bisschen näher erläutern?
Ja, sicher, wenn Sie auf Ihre Mittagspause verzichten.
Kacke, Kacke, Kacke.
Jetzt stinkt Accessorie-Diene scheiße.
Tja, da ist er ja wohl selbst schuld.
Na ja, vielleicht ist er doch ein bisschen
reingerutscht.
Na und?
Die werden ihm schon nicht den Kopf abreißen.
Oder doch?
Keine Ahnung.
Hoffentlich meinen die den Kiosk nicht suchen.
Wieso ist denn keiner im Kiosk?
Und wieso seid ihr denn alle hier?
Und wieso guckt ihr denn alle so komisch?
Wir machen uns Sorgen um Atze.
Oh Gott, ist er krank?
Nee, hat eine Vorladung beim Ordnungsamt.
Er hat Ärger wegen der neuen Mieterin.
Och, das ist doch halb so wild.
Dein Atze ist doch ein cleveres Kerlchen.
Das stimmt.
Eigentlich fällt ihm immer was ein.
Und so kam es, dass Maria nach Deutschland
musste.
Gut, Ihre acht Kinder wollen ja auch versorgt
sein.
Und wir haben hier spitzenmäßige Ärzte.
Maria will nämlich ihrer armen, kranken Schwester eine
Niere spenden.
Warum?
Ja, weil sie zwei hat.
Und damit sie besser Kontakte knüpfen kann, hat
sie die Idee gehabt, sich als Prostituierte auszugeben.
Und wie Sie sehen, der Plan hat funktioniert.
Maria hat jetzt Kontakte.
Sogar zu Ihrer Behörde.
Sind Sie jetzt fertig?
Ja, so weit schon.
Entschuldigen Sie jetzt, Norbert.
Allerdings.
Sie verkaufen doch minderwilligen Champagner für 100 Euro
die Flasche.
Und im Buff kriegen Sie das auch nicht
billiger.
Ah, jetzt haben Sie zugegeben, dass Sie ein
Bordell betreiben.
Aber ist nur jetzt jetzt auch die Schnauze.
Ja, ich hätte natürlich nur eine andere Erklärung.
Nicht nötig.
Ich denke, wir machen eine Ortsbesichtigung.
Kacke, und was machen wir jetzt?
Dann muss Norbert Bescheid sagen, damit er den
Kiosk ausräumt.
Wer ist der Herr?
Ein Mitarbeiter?
Ja.
Einer meiner besten.
Ali hat wirklich was drauf.
Warum ist das Regal leer?
Ich weiß es nicht.
Herr Schröder, ich bitte Sie.
Hier lagen doch bestimmt die verdächtigen Produkte.
Na, das ist aber eine kühne These.
Der ist bekloppt, ist der.
Na, was haben wir denn da?
Auf jeden Fall kein Durchsuchungsbuffet.
Das scheint ja eine Art Stundenplan zu sein.
Ein Stundenplan für Frau Behler noch.
Dein Ali ist eine Flasche.
Ich denke, wir sollten uns jetzt mal die
Dachkammer ansehen.
Du bist heiß.
Was ist das, bitteschön?
Ja, vielleicht spricht meine Freundin mit der Herdplatte.
Nein, heiß.
Ich glaube eher, dass die Prostitute jetzt in
Ihrer Wohnung arbeitet.
Und ich glaube, ich muss mal ein ernstes
Wörtchen mit ihr reden.
Entschuldigen Sie bitte, aber...
Einen Moment, bitte.
Lassen Sie uns mal kurz die Übung beenden.
Komm, wir gehen in ein Hotel.
Das kostet 100 Euro.
Was soll das denn hier?
Ist das ein Trick oder was?
Nee, Meister, das ist Russisch.
Wie bitte?
Maria Belanoff, ich unterrichte Russisch.
Und wir sind Ihre Schüler.
Also, ich wollte immer schon mal Russisch lernen.
Russisch kann auch wichtig sein bei Pozararbeit.
Man kann seinen Freundin beim Kaffeeklatsch imponieren.
Und man kann die Russen besser verstehen.
Tja, wie es aussieht, hat sich die Sache
nicht so gut angefühlt.
Die Sache ist ja wohl erledigt.
Sprachkurse sind ja schließlich nicht verboten.
Klar nicht, sonst würde ja wohl kaum ein
Polizist dran teilnehmen.
Na denn.
Dank du, dass du in einer Pizzeria bist.
Und was sollte das jetzt heißen?
Ich glaube, da hat jemand kräftig aufs Kies
gefurzt.
Schönen Tag noch.
Maria hat angerufen.
Sie hat in Gelsenkirchen eine Wohnung gefunden.
Wie schön.
Dann boomst du ja ab jetzt in der
ersten Liga.
Morgen.
Ist meine Wohnungsanzeige schon in der Zeitung?
Nee, noch nicht.
Aber ich habe eine Miete für dich, Pläte.
Wenn er von dir kommt, fliegt er gleich
wieder raus, Ali.
Opa Pläte.
Du bist wieder so kurz vorm Kiosk vorbei.
Das war doch nicht so gemeint.
Wer ist es denn?
Hakan Hataybay.
Hakan Hat...
Stöcke?
Opa Pläte.
Man kann ja sich ja mal ansehen.
Er fliegt raus.
Merhaba, Gesellin.
Guten Tag, ich bin der Vermieter.
Ich habe nichts gegen Türken.
Soll das heißen, ich kriege die Dachkammer?
Klar, Sie können morgen einziehen.
Ach, Morat.
Ich weiß gar nicht, was du hast.
Der Mann ist doch ein Süßer.
Dann bis morgen.
Bye, bye.
Hadi, tschüss.
Das ist doch kein Türke.
Das ist ein schwuler Türke.
Tja, Pläte.
Endlich mal ein Mieter, mit dem du schnell
warm wirst.
Und was ist mit der Zeit, um die
Air-Vinyl jeden Tag kaufen?
Ach, wieso?
Die Frage bleibt nur, ob das den Bewerbern
da draußen auch ein Thema ist.
Ich habe den Satz verkackt.
Wir können den nochmal machen.
Die Pläte.
Ja, und was ist mit der Zeit?
Lass laufen, lass laufen.
Besser laufen, besser laufen.
Can't find what you're looking for?
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