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Ja nee, ist klar.
Verdammt!
Das hättest du besser nicht gemacht.
Okay, du bist zwar schnell und du bist
wendig, Aber es wird dir nix nützen.
Axel, ist mein Make-up-Pinselchen da?
Bin, äh, vielleicht im Schlafzimmer.
Ich schau mal nach.
Du bist zwar ein würdiger Giechner, aber nochmal
seifst du mich nicht ein.
Mann, das ist doch ne Riesen-Nummer für
jeden Kindergeburtstag.
Ich versteh gar nicht, warum die sich nicht
verkaufen.
Vielleicht, weil Topfschlagen pädagogisch wertvoller für Kinder ist?
Ja, aber Töpfe geben keine lustigen Widerworte.
Ich lach mich kaputt.
Okay, unentschieden.
Sprachbegabt, aber meiner Urgewalt nicht gewachsen.
Komm, räum weg den Ramsch.
Und, Axel, was soll ich denn nehmen?
Geh ins Lager, der Kühlschrank ist ja schon
zu voll.
Hier ist auch alles voll.
Dann musst du halt Platz schaffen.
Ich lach mich kaputt.
Hast du noch was ausgesucht?
Bist du bekloppt?
Das ist sowieso nur alles billiger Schrott.
Was, Schrott?
Das ist 1A-Ware aus Kalles Plunderparadies.
Jetzt weiß ich auch, warum der Pleite gemacht
hat.
Ich bin weg, Leute.
So, und du räumst den ganzen Krempel in
den Keller.
Axel, Mutti kommt gleich in den Kiosk.
Hast du schon was besorgt?
Was denn, Biene?
Ohrenstöpsel?
Mutter hat doch Geburtstag.
Hast du das etwa vergessen?
Ich?
Nee, natürlich nicht.
Etwa geht doch kein Tag ohne, dass ich
daran denke.
Ehrlich?
Dann hast du dieses Mal bestimmt was ganz
Tolles besorgt.
Ja, sicher, Biene.
Hallo, hier ist das Geburtstagskind.
Hallo, Mutti.
Stell dir vor, Atze hat ein ganz tolles
Geschenk für dich.
Wirklich?
Was denn?
Da ist aber einer neugierig, was?
Sogar zwei, Atze.
Na ja, erst mal wird's richtig gratuliert.
Herzlichen Glückwunsch, Hildegard.
Danke, Atze.
Und wo ist jetzt mein Geschenk?
Da bin ich aber auch gespannt.
Ja, ich hab mir die Entscheidung nicht leicht
gemacht.
Was schenkt man einer Frau wie dir?
Du hast ja schon alles.
Ein gutes Aussehen, eine wunderbare Tochter, einen unglaublichen
Schwiegersohn.
Aber so was hast du bestimmt noch nicht.
Ein Porzellanhund.
Sogar ein kitschiger Porzellanhund.
Also, ich weiß nicht, Atze.
Das soll mein Geschenk sein?
Natürlich nicht.
So was würden andere schenken.
Ich hab natürlich was ganz anderes für dich.
Was denn?
Ja, etwas, das man mit Geld gar nicht
bezahlen kann.
Sag doch endlich, was es ist, Atze.
Es ist Zeit.
Zeit?
Zeit.
Wie Zeit?
Einen Tag mit deinen Lieben.
Mit meinen Lieben?
Ja.
Was heißt denn das?
Dass ich dir den schönsten Tag des Lebens
bereite.
Drei Stunden schon, Morat.
Du tust aber auch alles, um den Eintrag
ins Guinness-Buch der Rekorde zu vermeiden, wa?
Wenn du so scharf auf den Rekord bist,
warum packst du da nicht mit an?
Das geht leider nicht.
Ich muss meine Schwiegermutter verwöhnen.
Du hast ein Problem, Atze.
Wieso?
Ich bring sie zum Baldeneysee, setz sie schön
auf die Parkbank, warte, bis sie eingeratzt ist
und dann mach ich die Biegel.
Und das soll der schönste Tag werden?
Morat, in dem Alter ist jeder schmerzfreie Tag
der schönste.
Atze, ich bin fertig.
Warum bist du denn noch nicht umgezogen?
Bin, weil es hier nicht um mich geht.
Das ist Hildegards Geburtstag.
Du bist so süß, Atze.
Wann kommt denn der Bus?
Welcher Bus?
Für den Ausflug.
Deinen Wagen können wir schlecht nehmen.
Sicher, Biene.
Für Hildegard gebe ich meinen letzten Tropfen Sprit
her.
Nicht deswegen.
Wegen den lieben Pudeln.
Hallo, da sind wir.
Was ist das denn?
Die Mimikern suchen.
Atze, das sind Muttis Kegelschwestern, die lieben Pudeln.
Ja, nee, ist klar.
Und was wollen die hier?
Na, du kannst Fragen stellen.
Du hast mir doch einen Tag mit meinen
Lieben geschenkt und das sind meine Lieben.
Jetzt kann man mal ein bisschen daumen, bis
die alle eingeratzt sind, Atze.
Was ist, Atze?
Können wir jetzt losfahren?
Sofort, Frau Dreher.
Der Atze wartet nur noch auf den Bus.
Wie, der ist noch nicht da?
Ja, und was machen wir jetzt die ganze
Zeit?
Puh, wie wär's denn jetzt erst mal mit
einem Begrüßungstrunk?
Bananenliquid.
So was hat Rudi noch nie getrunken.
Ja, da wird's aber höchste Zeit.
Da nehmen wir noch sechs Kisten davon im
Keller.
Du hast immer Ideen.
Ich bin ja eigentlich auch zu Hause.
Ich dachte, wir unternehmen so was richtig Tolles.
Ja, klar, Hildegard.
Aber vor so einer großen Rundfahrt muss man
sich doch erst mal stärken.
Und wo soll's hingehen?
Wenn ich dir das jetzt schon verraten würde,
wär's ja keine Überraschung mehr.
Lass dich von mir entführen in eine andere,
traumhafte, exotische Welt.
So viel kann ich dir schon mal verraten.
Nach der Fahrt wirst du eine Menge zu
erzählen haben.
Toll, dann mach ich mir schnell noch ein
paar Schnittchen.
Jetzt hast du noch ein richtiges Problem, Atze.
Ich?
Nee, du.
Warum?
Weil du von Onkel Erdogan einen Transporter besorgst.
Okay, Atze.
Beim Rückwärtsgang.
Da musst du ganz wenig Gas geben.
Mein Onkel war deswegen schon zweimal in der
Werkstatt.
Ja.
Okay?
Boah, ich fahr den Wagen, als wär's mein
eigener.
Mann, Atze!
Mein Onkel weiß doch nicht mal, dass du
den Wagen hast.
Deswegen hängt er noch ein halber Hammel hinten
drin, was?
Scheiße, Onkel Erdogans Fleisch, der bringt mich um!
Ja, ist doch nicht schlimm.
Vegetarisches Döner ist eh viel gesünder.
Hey, was machst du da?
So schlecht riecht das vielleicht auch wieder nicht.
Ja, aber manche Senioren.
Oder manche will während der Fahrt einen Kreislaufkollaps
kriegen.
Wenn ihr noch was trinkt, dann seid ihr
hinüber bei dem Wetter.
Das ist ja ganz furchtbar.
Es ist schon zu spät.
Na, jedenfalls seid ihr nicht pünktlich.
Das soll unser Bus sein?
Na, der ist aber nicht gerade sauber.
Und Fenster hat er auch keine.
Natürlich nicht, Hildegard.
Sonst wäre die Rundfahrt doch keine Überraschung.
Hallo, Hildegard!
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
Danke, Richard.
Ich dachte schon, du hättest mich vergessen.
Nee, ich musste noch ein Geschenk besorgen.
Hier.
Eine Fußsalbe.
Wie schön!
Ja, wunderschön!
Nur schade, dass wir eine Rundfahrt machen und
keinen Wanderausflug.
Komm jetzt, hopp, hopp, alle fertig werden.
Ihr macht eine Rundfahrt?
Ja, für dich haben wir aber leider keinen
Platz mehr frei.
Ja, aber für uns auch nicht.
Da sind ja überhaupt keine Sitze drin.
Deswegen nehmen wir ja auch die da mit.
Ach so, Klappstühle.
Ist das denn erlaubt?
Natürlich nicht, Hildegard.
Aber was tue ich nicht alles, um dir
ein unvergessliches Erlebnis zu bereiten.
Aber die Sitze reichen doch gar nicht für
uns.
Natürlich nicht.
Wie wollt ihr denn sonst während der fahrenden
Reise nach Jerusalem spielen?
Herrlich, das habe ich ja ewig nicht gespielt.
Du hast ja wirklich an alles gedacht, Axel.
Ja, ich habe sogar noch was zu knabbern
mitgenommen.
Man weiß ja nie, wie lange so eine
Rundfahrt dauert.
Mund an!
Alte Scheunenbrillen waren riesig.
Dann war noch viel Spaß, Axel.
Dir auch, Moritz.
Klar, ich weiß, was ich zu tun habe.
Du kennst ja auch die Sonderausgaben noch nicht.
Da habe ich immer noch einiges zu tun.
Damit der Tag auch für uns zu einem
unvergesslichen Ereignis wird.
Na, habe ich zu viel versprochen?
Nein, nein, nein, nein, nein, nein.
Ich sehe meine Haare.
Rausspaziert, wir sind nämlich schon da.
Axel, wir sind ja wieder vor deinem Kiosk.
Ja, wenn das mal keine Überraschung ist.
Aber dann sind wir ja die ganze Zeit
im Kreis gefahren.
Darum heißt es ja auch Rundfahrt, Mutti.
Trotzdem mussten wir dann unbedingt nach Hause zurück.
Du machst es mir aber auch wirklich nicht
einfach.
Dabei sagst du doch immer, dass es zu
Hause am schönsten ist.
Aber eine richtige Überraschung ist es nicht.
Dann passt mal auf, was ich euch jetzt
zu bieten habe.
Wie sieht der Atze hier aus?
Wie im schönsten Einkaufsparadies.
Herzlich willkommen in Atze Schröders Bazaar der 1000
Träume.
Was werden wir heute verwöhnt?
Ordentlich geschröpft.
Was soll hier denn toll sein?
Hildegard, einfach alles.
Die hochwertigen Produkte, die heimelige Atmosphäre, die sanfte
Musik.
Toll, dass ich das noch erleben darf.
Die herrliche Musik.
Perfekten Respekt.
Kein Problem, bei 20% Gewinnbeteiligung.
Wie heimlich.
Wer ist schon weg?
Hör endlich mal zu.
Hildegard, ich habe es dir versprochen.
Das wird der schönste Tag in deinem Leben.
Sie haben meinen Heimstoff dabei.
Wenn alle ihren Platz gefunden haben, folgt der
Höhepunkt dieses zauberhaften Tages.
Unser fantastisches Unterhaltungsprogramm.
Gibt es bei diesem fantastischen Unterhaltungsprogramm auch was
zu trinken?
Selbstverständlich, Frau Dreher.
Eierlikör.
Oder was?
Schon wieder Schnaps.
Ich mache uns schnell noch ein paar Schnittchen.
Harri stand doch gar nicht auf meiner Liste.
Was soll der hier?
Die Frauen zum Träumen verführen.
Wer träumt, achtet nicht auf die Preise.
Hubert, ich muss schon sagen.
Du brauchst zwar nur dicke Socken, aber so
langsam trittst du in meine Fußstapfen.
Und wie hast Harri überredet?
Ich habe ihm einfach gesagt, dass er vor
einer Haute Frauen auftreten kann.
Atze, das sind doch alles Rentnerinnen.
Harri, dein Körper begeistert eben jede Generation.
Da ist was dran.
Soll mein Kind ausziehen?
So langsam denkst du mit?
So, Ladies, beginnen wir mit unserem ersten Posten.
Ein Roboter, ideal geeignet für jedes Bücherregal.
Und der Clou ist, er leuchtet sogar im
Dunkeln.
Hier, Harri, schau mal rein.
Was ist das denn für ein Ding?
Geht nicht, ist kaputt.
Und außerdem ist er nur was für Kinder.
Aber das wäre was für Julius.
Wer will sowas schon kaufen?
Wenn Hildegard weiter so nörgelt, kriegen wir nie
was verkauft.
Dann geben wir halt 40%.
40% Rabatt?
Nein, 40% Alkohol.
Hol mal den Ingwer-Schnaps aus dem Keller.
Oh, das ist aber ganz übler Fusenatze.
So schnell brennt Hildegard ein.
Und jetzt haben wir was ganz Besonderes.
Das ist eine original Schwarzwälder Kuckucksuhr aus einer
Behindertenwerkstatt.
Und da wäre sie besser auch geblieben.
Das besondere Riesenschmuckstück, sie ist fußgeschnitzt und mundmarkiert.
Ah, die würde ich ja gern mal anfassen.
Ja, guck mal, Harri, gib Gas.
Abgrapschen aber nicht vereinbart, Murat.
So ein Schrott, da ist ja nie mal
ein Kuckuck drin.
Na, na, na, wir werden doch jetzt hier
nicht behindertenfeindlich?
Na, dann bietet uns doch mal was an,
was wir auch gebrauchen können.
Hildegard, warum hast du nicht gleich gesagt, dass
du eine Heizdecke willst?
Na, eine Heizdecke?
Als ob es hier nicht schon warm genug
wäre.
Atze, der Dreck mit dem Alkohol funktioniert nicht.
Deine Schwieger wurde heute immer schlimmer.
Murat, so weit war ich auch schon.
Atze, ich glaube, Mutti gefällt es hier nicht.
Gut, dass du es sagst, Mäuske.
Und dabei soll es doch ihr schönster Tag
werden.
Und als Veranstalter habe ich ja auch so
eine gewisse Sorgfaltspflicht, hm?
Sag mal, Hildegard, bist du müde?
Nein, nur langweilig.
Und deshalb gehst du jetzt auch mal schön
in die Küche und ruhst dich aus.
Ich leihe dir sogar die Heizdecke.
Quatsch, was soll ich denn alleine in der
Küche?
Was ist denn hier los?
Oh, Plätze.
Brauchen Unterberg.
Und Hildegard braucht Unterhaltung.
Jetzt sag doch mal, warum geht ihr nicht
beide einfach in die Küche und quatscht ein
bisschen miteinander, hm?
Und was ist mit dem Unterberg?
Ja, keiner mehr da.
Aber ich habe noch einen ganz exquisiten Ingwer
-Schnaps im Angebot.
Billig nicht, ist zu süß.
Ja, aber der ist umsonst.
Dann nehme ich ihn.
Na, ich
sehe es in deinen Augen.
Du bist ganz scham auf diese Kuckucks-Uhr.
Das habe ich mir vorhin schon überlegt.
Komm, Marie, ich zeige es dir noch mal.
Komm, komm, komm, komm.
Wollen wir dich wieder anfassen?
Nein, ich fasse nicht an.
Applaus.
Und jetzt ziehen wir den Mädels die Rente
aus dem Stützstrom.
Das ist Qualität, das ist Wertarbeit, das ist
1a-Ware.
So, Harry, mach noch mal das Krokodil.
Ja, keine Angst, keine Angst.
Der will nur spielen, der will nur spielen.
So, und weckt das Krokodil.
Und aufgemerkt, meine Damen.
Jetzt ist es Zeit für Zuckerwatte.
Jedes Los gewinnt, die nächste Wahl ist rückwärts.
Im Angebot eine 1a-Kaffeemühle.
Die kaufe ich.
Der Preis ist gut für die schöne Stunde
heim.
Jetzt will ich aber auch noch mal.
Gut, gut schafft.
Und hier was ganz Exquisites.
Aus den frühen 50er-Jahren.
Zwei ganz wunderschöne 1a-Hanteln.
Das sind meine.
Kommen wir zu unserem nächsten Post.
Achso, wir haben nichts mehr.
Alles Verkauf.
Ja, meine Damen, Sie haben es gehört.
Wir haben leider nichts mehr im Angebot.
Oh, ich wüsste da aber noch was.
Was?
Na, das wird mir jetzt so heiß.
Ich bin weg.
Also, wir rechnen morgen, aber ich bin auch
weg.
So, jetzt hat sich der Tag ja doch
noch gelohnt.
Ja, für dich vielleicht.
Aber was ist mit Mutti?
Ja, Pinne, du glaubst doch nicht im Ernst,
dass ich das Geburtstagskind vergessen habe.
Für Hildegard habe ich was ganz Besonderes.
Diese wunderschöne sprechende Puppe.
Er ist so aufmerksam.
Und am besten ist, du überreichst sie ihr
selber.
Und wir stehen alle schön spaliert.
Komm!
Mutti!
Keine Sorge, Hildegard, die sind alle volljährig.
Tja, so langsam ist es wirklich hier schönster
Tag.
Oh nein, ich glaub, Mutti weint.
Binne, Pläte ist zwar kein Adonis, aber so
schäbig ist er nun auch wieder nicht.
Atze, sie ist völlig runter mit den Nerven.
Mutti!
Mach doch auf!
Ich weiß echt nicht, was ich noch machen
soll.
Kann ich noch irgendetwas tun?
Ja, du könntest dich mal bei Mutti entschuldigen.
Genau, Pläte.
Entschuldigen?
Aber ich weiß doch gar nicht wofür.
Ja, ich doch auch nicht.
Dann entschuldige dich für irgendwas.
Hilde?
Es tut mir leid.
Aber du hast es doch auch gewollt.
Ich geh mal lieber.
Jetzt hör ich gar nichts mehr.
Ja, wahrscheinlich hat sie sich beruhigt.
Nach der Blamage?
Das kann ich mir nicht vorstellen.
Ja, Binne, uns ist doch auch nicht peinlich,
wenn wir poppen.
Ja, wir tun's ja auch nicht vor unseren
besten Freunden.
Was sollen denn die Puhli jetzt von ihr
halten?
Ich kann sie ja mal fragen.
Hör mal Mädels, was ihr da eben in
der Küche gesehen habt.
Ich hab gar nichts gesehen.
Ich auch nicht.
Wir alle nicht.
Binne, Problem gelöst.
Die haben gar nichts gesehen.
Ist doch klar, dass die sowas sagen.
Die ganze Sache ist ihnen doch auch peinlich.
Ja, aber die Frage ist doch, sollte es
ihnen peinlich sein?
Atze, die sind alle über 60.
Ja eben, die haben doch auch schon einiges
gesehen.
Ja, sag mal Mädels, wo ist eigentlich das
Problem?
Muss ich deutlicher werden?
Was hat die Hildegard da eben in der
Küche gemacht?
Keine Ahnung.
Ich helfe euch mal auf die Sprünge.
Die Hildegard, die hat eben gepoppt.
Ach, ach, also.
Ja, jetzt guckt nicht so.
So war es doch.
Und in meiner Welt kann man das auch
gerne mal sagen.
Die Hildegard, die hat gepoppt.
Gefögelt, gerammelt.
Die hat gebohrt, gebummst, gepimpert.
Fällt euch noch was ein?
Liebe gemacht.
Ja, gut.
Für die Romantiker unter uns.
Sie hat Liebe gemacht.
Und jetzt frage ich euch alle, was soll
denn so schlimm daran sein?
Die Hildegard hat einfach nur ein bisschen Spaß
gehabt.
Und verdammt nochmal, sollten wir das nicht alle?
Oder steht irgendwo geschrieben, dass man ab 60
keinen Spaß mehr haben darf?
Nein, nicht wirklich.
Ja klar nicht.
Gut, ihr habt heute eine Menge Spaß gehabt.
Aber die Hildegard, die hat Nägel mit Köpfen
gemacht.
Und darum, ja darum bin ich auch stolz
auf sie.
Ja.
Hildegard.
Und ich finde, du solltest auch stolz auf
dich sein.
Geht es dir jetzt wieder besser, Mutti?
Jetzt schon.
Dann lass uns doch was feiern.
Ja.
Ist ja schließlich mein Geburtstag.
Ja sicher, Hildegard.
Und was noch?
Und der schönste Tag in meinem Leben.
Junge, Junge, fast 300 Euro verdient.
Da war ich mir nicht so sicher.
Also ich habe das genau nachgezählt.
Die Flocken hier sind exakt die 20 Prozent,
die mir gehören.
Ja Morat, und was ist mit Gewerbesteuer?
Standgebühr?
Verdienstausfall hier im Kiosk?
Achso.
Okay.
Was willst du?
Dein blödes Gesicht ist mir genug.
Ist schon in Ordnung.
Tag Schröder.
Du meine Zeitung.
Und eine 10er Packung Kondome mit Geschmack.
Vergiss es.
Du hast recht.
Gib mir die Genocken.
Leider ausverkauft.
Dann gehe ich eben zur Apotheke.
Achso, Schröder, was ich nur sagen wollte.
Ich habe gehört, was du zu Hilde gesagt
hast.
Wirklich ein netter Zug von dir.
Es kommt eben doch darauf an, im Leben
Spaß zu haben.
Egal wie alt man ist.
Tja, für dich könnte der Spaß allerdings bald
vorbei sein.
Wie meinst du das?
Ja komm mal her.
Ja was?
Das du gestern zum letzten Mal in meiner
Bude gevögelt hast.
Und jetzt mach den Abflug, du Lustmolch.
Sonst rufe ich die Sitte an.
Hilde, ich hab weiter zur Nörgel.
Kriegen wir nie was verkauft.
40% Rabatt?
Nein, 40% Alkohol.
Geh mal in den Keller holen.
40% Rabatt?
Wie war 40% Rabatt?
40% Rabatt?
40% Rabatt?
Oh, das ist aber ganz fieser Wusel.
Umso schneller brennt Hilde grad ein.
Umso schneller brennt Hilde grad ein.
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