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Früher, es ist Zeit für ein ernstes Wörtchen.
Merk dir eins, alles ist vergänglich.
Aus jedem prallgefüllten Kürbis wird irgendwann Kompott.
Selbst in dieses gottgeformte Tal der Ebenmäßigkeit gräbt
der Fluss der Zeit einen Genien.
Wer heute noch tatenfroh der Sonne entgegen blinzelt,
lässt morgens schon betrübt das Köpfchen hängen.
Herr Schröder, da glaubst du doch selber nicht.
Zwei Stunden, um meinen Wagen aus der Werkstatt
abzuholen.
Sag mal, hast du eine Ehrenrunde gedreht oder
hast du die Karre vertippt?
Nein, der Wagen steht immer noch in der
Werkstatt.
Die wollen eine Vollmacht.
Hoher Sachverstand, der Meister.
Wer überlässt dir schon für Laus einen Puppenfänger?
Was soll denn da genau drinstehen?
Atze, ich muss noch packen.
Du weißt ganz genau, dass ich morgen nach
Antalya fahre.
Morat, ich finde, dass sowas wirklich nicht in
eine Vollmacht gehört.
Sag mal, können wir das Ganze nicht verschieben?
Klar, Morat.
Fährst du erst übermorgen.
Kinder, wie die Zeit vergeht.
Ist denn heute schon Fantastisch?
Nee, Grillsgart.
Bei mir?
Ja, bist dran.
Hier, lecker Grillgut.
Das ganze Zeug für uns drei?
Fleischerei Josef Schäfers.
Hatte ich heute eine Festnahme.
Besoffen gefahren, ne?
Nee, irgendwas mit Hygiene.
Tja, Jungs, ich weiß wirklich nicht, ob das
klappt mit dem Skat bei mir heute Abend.
Morat ist nicht da und ihr seht ja,
was ich zu tun habe.
Du bist dann wieder nur zu faul, für
uns Nudelsalat zu machen, Atze.
Ich?
Zu faul?
Hör mal, wie oft habe ich euch schon
eins an Nudelsalat gezaubert?
Noch nie.
War immer Blühne.
Und was kann ich denn dafür, wenn ihr
so blöd seid, eure Weiber zu fragen?
Ach, was für ein herrlicher Einfahrungsbrunnen.
Nur schade, dass ich meinen neuen Regenschirm nicht
dabei hatte.
Wieso?
Es hat doch gar nicht geregnet.
Ja, aber Bett, dann werden wir jetzt pitsche
-patsche-nass.
Mach gut, Maus.
Gern.
Na, Biene?
Schönen Tag gehabt?
Nee.
Und ich weiß nicht, was es da zu
grinsen gibt.
Sieht so aus, als müsste ich heute meinen
Nudelsalat selber machen.
Süße, was ist denn los?
Ach, Atze.
Irgendwas stimmt mit Mutti nicht.
Das ist mir aber auch schon aufgefallen.
Wir waren doch eben Schuhe kaufen.
Und Mutti wollte unbedingt rote haben.
Ja, und?
Wir waren in über 20 Schuhgeschäften.
Und was kauft sie?
Rote Schuhe?
Schwarze, Atze.
Weißt du, was das heißt?
Ja, vielleicht, dass sie farbenblind ist?
Nee, dass sie einsam ist.
Biene, das habe ich aber auch schon gedacht.
Echt, Atze, ich kenne Mutti.
Ich spüre doch, dass sie traurig ist.
Juhu, ich bin dann oben.
Da kann sie ihre Trauer aber gut verbergen.
Ja, sie ist sehr tapfer.
Atze, wir müssen unbedingt was tun.
Wir könnten sie doch im Sommer mit an
die Nordsee nehmen.
Du willst dafür zu dritt in den Urlaub
fahren?
Weil ich mir echt totale Sorgen mache, Atze.
Biene, weißt du was?
Mit dem Urlaub, das ist vielleicht gar nicht
so eine schlechte Idee.
Aber wir sollten mit deiner Mutter nicht bis
zum nächsten Sommer warten.
Hast du denn einen anderen Vorschlag?
Ja, vielleicht setzen wir uns in den Hof
und quatschen.
Klingt ganz gut.
Vielleicht hole ich sogar noch den Grill aus
dem Keller.
Du meinst einen Grillabend?
Ja Mensch, Biene, das ist es.
Da lade ich noch Viktor und Harry ein.
Je mehr Leute kommen, desto besser für deine
Mutter.
Und wann willst du grillen?
Ja, heute?
Ist das nicht ein bisschen knapp mit der
Vorbereitung?
Ja, das könnte natürlich ein bisschen eng werden.
Also Bier und Fleisch könnte ich ja noch
besorgen.
Vielleicht schaffe ich ja sogar noch den Nullsalat,
wenn im Kiosk nicht so viel los ist.
Atze, den können Mutti und ich doch machen.
Ja Mensch, Biene, daran habe ich ja überhaupt
noch nicht gedacht.
Ich sag ihr gleich Bescheid.
Och Atze, du bist so süß.
Kommt hin.
Aber genial passt besser.
24.
Jo.
27.
Fick.
Jo.
30.
Fick.
Und was gibt's?
In 10 Minuten gibt's Nudelsalat, Würstchen und Stangenbrot.
Grand.
Contraire.
Bock.
Und das soll Skat sein?
Klingt eher nach Tierquartett.
Und jetzt die Hosen runter.
Jetzt wird's aber schlüpfrig.
Oh, vier Bauern ist doch auch ganz nett,
oder?
Vier Jungs?
Tja, dann ist der Rest für dich.
Das gibt's doch nicht.
Ist aber so, Viktor.
Das wird ganz schön teuer.
Für dich?
Du hast alle zu viel getrunken.
Kacke, jetzt brauche ich erstmal einen Pilz.
Sie bleiben sitzen, Herr Harry.
Ich gehe schon.
Biene, das ist doch wohl ein super Abend,
wa?
Ich weiß nicht, Atze.
Ich glaube, Mutti langweilt sich.
Bei dem Hammerspiel gerade?
Das ist es ja gerade.
Könnte nicht mal für eine Stunde aufhören?
Ja, aufhören, noch zwei, drei Runden und Harrys
Auto gehört mir.
Wir könnten doch alle zusammen was spielen.
Kanasta oder so.
Äh, Biene, da weiß ich jetzt gar nicht,
ob ich die Regeln noch so im Kopf
hab.
Also wenn Mutti sich langweilt, dann hat der
ganze Abend nichts gebracht.
Boah, die ist ganz schön sauer.
Sollen wir nicht lieber aufhören?
Aufhören?
Tickst du?
Jetzt, wo ich so einen Lauf hab?
Atze, ich will ja nicht entschuldet sein, wenn
es nachher Ärger gibt.
Ich auch nicht.
Denkt ihr etwa ich?
Dann brauchen wir halt einen Schuldigen.
Und wen?
Ja, was weiß ich.
Jeden so einen totalen Bannemann.
Schweiner!
Die ganze Bude ist voller Qualm!
Hast du echt toll gemacht, Atze.
Hör doch auf, ey.
Stimmt, die Nouvelle hätte nicht jeder gewonnen.
Ich mein, wegen Mutti und Pläte.
Mein Mann hatte ja auch einen sehr gesunden
Appetit.
Naja, das hat ihn früh ins Grab gebracht.
Hat er sich überfressen?
Nee, er ist an der Fischpläte erstickt.
Fisch soll ja auch sehr gesund sein für
die Haut.
Hauptsache es gibt keine Schuppen.
Ketchup?
Hast du gesehen, Atze?
Sie, ja.
Pläte hat mehr Senf auf dem Hemd als
auf der Fuß.
Ich mein, Mutti ist lächelnd, wie Pläte ihr
Ketchup gegeben hat.
Mutti steht auf galante zu vorkommende Männer.
Wie eine galante zu vorkommende Männer.
Wo soll ich die denn jetzt hernehmen?
Atze, ich mein natürlich Pläte.
Ich glaube, Mutti findet ihn nett.
Ja, nee, ist klar.
Pläte nett finden.
Ist was dran.
Was?
Ist was?
Nö, alles in Ordnung.
Nur blöd, dass Pläte nichts merkt, wa?
Dass sein Teller leer ist.
Das merkt er.
So, das Geld und die Zeitung.
Dankeschön.
Tschüss, bis morgen.
Schröder?
Atze, ich hab den Wagen, aber kein Sprit
mehr.
Ja, Kanister ist im Kofferraum.
Der geht nicht auf.
Ja, dann machen wir die Fahrertür zu.
Geht auch nicht.
Ja, das hab ich mir gedacht.
Immer noch nicht repariert.
Ja, scheiße, und wie komm ich da jetzt
wieder rein?
Ja, am besten du suchst dir irgendwo ein
Stück Draht.
Und wo die neuen Mitarbeiter?
Schröder, ich brauch eine Schachtel Pralinen.
Was ist los, Pläte, gehst du zur Sachprobe?
Wieso?
Man kann sich doch mal was Schickes anziehen.
Ist Biene nicht da?
Pläte, du kommst hier im Anzug, willst Pralinen
und fragst nach Biene.
Willst mir die Freundin ausspannen, oder was?
Quatsch.
Dann bleibt ja nur noch die dicke Bärte
aus der Wäscherei, die hässliche Kellnerin aus deiner
Stammkneipe oder Hildegard von oben.
Nee, ne?
Wegen der Quasselstrippe hast du dich so fein
gemacht?
Ja, nicht unbedingt.
Es ist nur, sie kommt um fünf zum
Kaffee.
Ja, nee, ist klar.
Sag mal, und was willst du dann von
Biene?
Ja, ich dachte, die könnte mir ein paar
Tipps geben.
Da hast du Pech gehabt, die ist nicht
da.
Ist ja egal, wird schon irgendwie klappen.
Ich kaufe ein bisschen süßes Zeug.
Und bin einfach höflich und zuvorkommend.
Zuvorkommend?
Das ist ganz schlecht.
Wieso?
Du hast ja überhaupt keine Ahnung, worauf die
Hilde so abfährt, was?
Vielleicht sollte ich dir ein paar Tipps geben.
Du, willst du mich verarschen?
Pläte, ich hab dich zum Grillen eingeladen.
Ich hab dich mit Hilde zusammengebracht.
Außerdem ist sie Bienes Mutter, klingt das etwa
nach Verarschen?
Was schlägst du vor?
Ja, vor allen Dingen keine Pralinen.
Pläte, wenn es dir mit Hildegard wirklich ernst
ist, dann nimmst du das hier.
Salmiak-Pastillen?
Zum Kaffee?
Ja, ich kenne auch meine Schwiegermutter.
Pläte, da schwörte ich drauf.
Dann kann sie ja mal mitnehmen.
Ja, und wenn sie sich beschwert, dann sagst
du ihr einfach Klappe halten, Kaffee kochen.
So kann ich die machen.
Doch, Hildegard steht auf echte Kerle, die ihr
zeigen, wo es lang geht.
Du kennst sie natürlich besser.
Wir zeigen, wo es lang geht.
Ja, das ist es.
Pläte, das ist wirklich das Beste, was du
machen kannst.
Oh mein Gott!
Vor allem, damit du nie mein Schwiegervater wirst.
Hast du gehört, Atze?
Pläte hat Mutti zum Kaffee eingeladen.
Ist nicht wahr.
Echt, Atze?
Meinst du, das könnte klappen mit den beiden,
hm?
Biene, das wäre ja schön, aber ich würde
mir da an deiner Stelle nicht allzu viele
Hoffnungen machen.
Warum denn nicht?
Ja, guck mal, Schatz.
Der Pläte, der ist seit 30 Jahren Single.
Der weiß auch gar nicht mehr, was Frauen
so wollen.
Meinst du echt?
Ja, sicher.
Wäre deine Mutter sonst jetzt schon hier?
Atze, ich brauche unbedingt eine Packung Kekse.
Ist klar, Hildegard.
Zur Beruhigung.
Nicht für mich.
Für Herrn Plattmann.
Weil ich seine ganzen Salbjörg-Pastillen aufgefuttert habe.
Das ist bestimmt der Schock.
Wegen Plätes Rüden Umgangstor, ne?
Oh mein Gott.
Er ist eben Mann, der sagt, wo es
lang geht.
Hilde!
Wo bleiben die Kekse?
Ich habe Hunger.
Sofort, Schatzi.
Hey, Schröder.
Vielen Dank für den Tipp.
Komm!
Du hast gleich den Tipp gegeben, Atze.
Du bist so süß.
Ach nee.
Ist klar.
Na, woher soll ich denn wissen, dass die
Hildegard gerne zusammengefaltet wird?
Nee, nee, Atze.
Das kannst du einfach nicht wissen.
Das ist nicht lustig.
Nee.
Das ist überhaupt nicht lustig.
Der hat da richtig Spaß bei der nächsten
Familienfeier.
Die eine quatscht und die andere frisst den
Kühlschrank leer.
Der Hund kommt doch wie so kein Besuch.
Ja, weil Pläte die alle vertrieben hat mit
seiner Furzerei.
Ist halb so wild.
Für mich ändert sich doch nichts.
Atze, meinst du, Pläte mag französische Restaurants?
Wieso?
Wir gehen heute essen mit Mutti und Pläte.
Zur Feier des Tages.
Sabine, meinst du, das ist unbedingt nötig?
Hast recht.
Italienisch reicht auch.
Nee, ist klar, Atze.
Für dich ändert sich ja nichts.
Ich hatte mal so einen Foul, ne?
Bodo Strat...
Stratmann.
Hör mal, das hab ich in der Zeitung
gelesen.
Dem seine Schwiegermutter.
Und der ihr Schaberner.
Das fing genau so an.
Ja, und wie ist Herr Stratmann damit klargekommen?
Hat sich weggehängt.
Naja, wenigstens war er konsequent.
Pläte und Mutti sind noch wach, Atze.
Ich hör die reden.
Ja, das andere klappt ja auch nicht mehr.
Jetzt geht halt Mutti.
Wahrscheinlich hat sie Plätes Unterhosen entdeckt.
Atze, ich hör Roger Wittegger.
Weißt du, was das heißt?
Ja, das klingt nach einem senilen Dreier.
Du, ich glaub, die fangen an zu kuscheln.
Atze, meinst du, wir kuscheln auch in dem
Alter?
Wir beide?
Ja sicher.
So wie Mutti und Pläte?
Biene, es gibt Sachen, die möchte ich mir
nicht mal im Traum vorstellen.
Oh, Entschuldigung, Atze.
Aber ich bin ein bisschen spät dran.
Ja, nee, ist klar.
Aber sonst machst du einen super Job, Klaus.
Wenn der Tag schon so anfängt.
Dann wird er auch garantiert nicht besser.
Na, auf dem Weg zum Standesamt?
So weit sind wir noch nicht.
Wir fahren zu Beidener See.
Entchen, bitte.
Wie ist denn dein altes Brot los, Pläte?
Richard.
Richard?
Ich sehe keinen Richard.
Du kannst mich Richard nennen.
Atze.
Ja, nee, ist klar.
Jetzt müsst ihr aber los, sonst sind die
Entchen gleich satt.
Ja, dann setzen wir uns eben auf eine
Bank und unterhalten uns.
Wir haben uns ja so viel zu sagen.
Gehen wir?
Gehen wir.
Ich nehme noch eine Zeitung mit.
Ich glaube kaum, dass du zum Lesen kommst,
Richard.
Hey, was ist mit Pinunze für die Zeitung?
Mensch, Atze, ich gehöre doch zur Familie.
Siehste?
Passt doch, Abitur.
Ja, nee.
Du warst auch nicht leicht, Atze.
Meinst du, ich könnte daran nichts ändern?
Ja.
Dann hast du aber auch meinen Plan nicht
verstanden.
Du hast einen Plan?
Sicher.
Ich will nämlich gar nichts ändern.
Du willst gar nichts ändern.
Nee, verstehst du?
Wenn Hildegard glücklich ist, bin ich glücklich.
Und wenn Biene glücklich ist, bin ich glücklich.
So einfach ist das.
Ich merke noch keinen Plan.
Ja, weil er zu kompliziert ist.
Guten Morgen.
Morgen.
Haben Sie den Ruhrboten?
Ja, in dem Haufen da.
Na ja, Lesen ist sowieso nicht mal toll.
Mann, Mann, Mann, wieso muss ich das eigentlich
alles machen?
Wo ist überhaupt Murat?
Wissen Sie...
Ja?
Kerl, Murat, wo bist du?
Na wo schon?
In Antalya.
Was machst du denn da?
Habe ich dir schon x-mal gesagt.
Ich gehe zum Geburtstag von meinem fetten Hakan.
Und das ist doch der Typ, der auf
deinen Partys immer so nervt, oder?
Genau.
Deswegen gehe ich auf seine Feten.
Kapiere ich nicht.
Es ist doch ganz einfach.
Ich gehe ihm so lange auf den Keks,
bis er mich endlich in Ruhe lässt.
Mensch, Murat.
Nach dir sollte man echt mal eine Moschee
benennen.
Wer bist du denn, Schröder?
Atze.
Murat.
Richard.
Atze.
Atze, Hilde kommt gleich.
Ja, super.
Da ist ja Kuchen da.
Ja, aber nur zwei Stück.
Kein Thema.
Drei hätte ich sowieso nicht gepackt.
Schön, dass du vorbeigekommen bist.
Ja, sicher nicht zum letzten Mal.
Tu mal einen Kaffee.
Na sicher.
Setz dich doch.
Hey, Schröder.
Ich meine Atze.
Ich glaube, du sitzt in meinem Sessel.
Richard.
Meins, deins.
Sowas gibt es in der Großfamilie gar nicht
mehr.
Schmeckt er wenigstens?
Eine Streuse wäre schon besser gewesen.
Aber kannst du ja merken.
Für morgen.
Morgen bist du wieder da?
Ja, sicher.
Es gibt doch nichts Schöneres, als so in
einer Familie zusammenzusitzen.
Kommst du denn nicht jeden Tag?
Nein, natürlich nicht.
Ich will nach deinem Glück mit Hilde nicht
im Weg stehen.
Dann ist sehr gut.
Außerdem wird Hildegard schon selber dafür sorgen, dass
dir nicht langweilig wird.
Was meinst du damit?
Butterfahrt mit dem Ausflugsdampfer, gemütliche Kanister rum, Tanztee
im Seniorenheim.
Muss ich denn damit?
Ja, Richard.
Wir alle.
Hilde.
Hildegard ist so ein richtiger Familienmensch.
Tja, alter Kumpel.
Das sieht so aus, als würdest du mich
die nächsten Jahre nicht mehr los.
Vielleicht sogar nie mehr.
Sag mal, was hast du denn?
Du bist ja ganz blass um den Nase.
Das wird Hilde sein.
Und Biene.
Was will die denn?
Ja, mit dir und Hilde zum Chorkonzert.
Ist das dein Ernst?
Tja, ich würde ja gerne mitkommen.
Aber einer muss ja auf den Kiosk aufpassen.
Ja, aber gleich kommt Hallenhockey, ne Glotze.
Guck, dass du sagst!
Das darf mir auf keinen Fall verpassen.
Atze!
Victor!
Was ist denn mit dir los?
Gute Laune?
Ja, sicher.
Und Pläte?
Hildegard?
Kein Thema mehr für mich.
Meinst du das?
Dass du nichts mehr zu lachen hast.
Mach gut, wo?
Victor!
Hallo, Victor.
Biene.
Atze, du glaubst ja gar nicht, was gerade
passiert ist.
Sag bloß, Pläte hat keine Lust auf Chorkonzert.
Schlimmer.
Keine Lust auf Mutti.
Hat er sie sitzen lassen?
Er hat sie sogar stehen lassen.
In der Warteschlange.
Nee, Biene.
Heißt das, die haben Schluss?
Na klar.
Weil Pläte gesagt hat, dass er seine Freiheiten
braucht.
Was ein schäbiger Kerl.
Stimmt.
Der hat Mutti überhaupt nicht verdient.
Da macht man alles, um zwei arme, einsame
Herzen zu verkuppeln.
Und da zieht der Dreckskerl so eine Nummer
ab.
Und stell dir vor.
Erst macht er mit dir Schluss und dann
fängt er auch noch an zu heulen.
Kehr, kehr, Schröder.
Bist du das schuld?
Ja, sicher bist du das.
Aber kann man einem, der so geil aussieht,
überhaupt böse sein?
Nix zu machen.
Na, Richard?
Schröder.
Für dich doch immer noch, Atze.
Nee, Schröder.
Was willst du?
Für mich so krass.
Einen roten Ferrari, Lackfotos von der Westermann und
einen neuen Vermieter.
Aber das wird wohl nicht klappen.
Wenn er aussieht schon, dann ist mein Tag
wenigstens nicht völlig in meinem.
Hab schon gehört.
Und?
Wie und?
Ist Schluss.
Ist nix mit und.
Das scheint dich ja ganz schön mitzunehmen, was?
Ja, mach mich ganz schön fertig, Schröder.
Vielleicht bin ich ja diesmal echt zu weit
gegangen.
Was hast denn du damit zu tun?
Na ja, ich hab dich schon ganz schön
unter Druck gesetzt, was?
Meinst du, ich hab deswegen Schluss gemacht?
Ja, nicht.
Sag mal, bist du bekloppt?
Ich lass doch so eine klasse Frau nicht
deinetwegen sausen.
Und wenn sie so klasse ist, wieso hast
du dann Schluss gemacht?
Na klar, dass du das nicht verstehst.
Du hast ja auch nicht 30 Jahre allein
gelebt.
Weißt du, wie das ist, wenn du morgens
mit der Zeitung auf dem Pott willst und
besetzt ist?
Wenn Fußball kommt und einer schaltet um auf
dem Heimatfilm?
Oder wenn eine Frau dir die Pulle Bier
außer Hand nimmt, nur weil es die Dritte
ist?
Ja.
Ist die Hilde denn so?
Nee.
Aber das hätte genau so kommen können.
Ja, hast du recht.
Da ist man meistens ohne Frauen besser.
Nicht meistens.
Immer.
Und was brauchen wir Frauen überhaupt?
Genau.
Wenn ich ehrlich bin, ich hab mich schon
erschrocken, als ich die das erste Mal nackt
gesehen hab.
Alter, ey, das sind jetzt wirklich ein bisschen
mehr Informationen...
Ich stehe mir auf so junge Dinge.
Die instinktiv spüren, was mein Körper will.
Ich hatte mal eine junge Galinie, die wollte
unbedingt...
Atze!
Für dich immer noch Schröder, du Peller!
Die ganze Grillen ohne Frauen ist doch immer
noch am schönsten, oder?
Immer, das sagst du immer.
Ja, wisst ihr, wie Grillen doch viel schöner
wird?
HILDE GANS!
Sag mal, spinnst du?
Ohne Weiber!
Aber mit vier Kilo Nudelsalat!
So, wir sind dann beim Einkaufen.
Tschüss!
Habt dann noch viel Spaß, die Herren.
Ja nee, ist klar, Hilde Gans.
Schröder!
Wie oft willst du noch grillen?
Ja, solange bis du aussiehst wie ein Räucherer.
Peter, Leute, so muss das sein.
Wie früher.
Sag mal, wo ist eigentlich Murat?
Da sagst du was?
Wo ist Murat?
Japp.
Murat, wo bist du?
In Antalya.
Kehr, kehr, Murat, du kommst rum.
Atze, ich würd gern noch ein, zwei Tage
länger bleiben.
Ja, kein Thema.
Und mach dir keinen Kopf wegen dem Wagen,
den hol ich schon selber ab.
Das könnte ein kleines Problem werden.
Probleme?
Kenn ich nicht, gibts nicht.
Jetzt schon.
Ich bin mit deinem Wagen nach Antalya gefahren.
Schröder, nehm dir eins.
Schon gehts los.
Krebs, kehr, Fluss, krebs, krebs, krebs, krebs, krebs,
krebs.
Was ist denn mit der Decke?
Die ist ja eigentlich gebacken.
Mein Gott.
Na, hast du deinen Decks vergessen?
Can't find what you're looking for?
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