All language subtitles for Alles.Atze.S02E05[de]

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Original subtitles

Junge, wenn du irgendwas hast, du kannst immer

zu mir kommen.

Okay, Papa, ich brauch Geld.

Junge, wenn du irgendwas Wichtiges hast...

Papa, was ist denn wichtig?

Nun, äh, Frauen sind wichtig.

Du meinst, ich soll mit meinen Frauen zu

dir kommen?

Teilen kann man nicht früh genug lernen.

Papa, wenn ich mal groß bin, bin ich

dann so wie du?

Tut mir leid, mein Sohn.

Sowas wie mich hat der liebe Gott nur

einmal im Programm.

Schade.

Und dann kriegen wir noch zwei Stangen Marken.

Sagen Sie mal, haben Sie eigentlich einen Organspendeausweis,

Frau Kiewitzki?

Nee, sowas hab ich nicht mehr, Junge.

Schade, mit Ihrer Lunge könnte man schön die

Autobahn im Osten teern.

Jo, und mit dem, was du hier so

an heißer Luft verbläst, föhnen wir die dann

schön trocken, ne?

Schönen Tag noch.

Gar nicht mal schlecht für Ihr Alter.

Da weiß die noch nicht mal, vor wann

mit mir.

Deshalb behandeln wir in meiner Heimat alte Menschen

auch noch mit Respekt.

Und lass sie mit Holzbeerenketten spielen, damit keiner

merkt, dass die Enkel alle hier sind.

Und Steuerzahler auf der Tasche liegen.

Das sind doch alles Sozialschmarotzer.

Tja, Blödel, können leider nicht alle so sein

wie du.

Korrekt, ehrlich und vor allen Dingen zahlungswillig.

6,90 Mark.

Ja, guck nicht so.

Nur weil deine Glotze in der Wurst ist,

ist das hier keine Leihbibliothek.

Gewöhn dir mal einen anderen Ton an, sonst

setzt eine Mieterhöhung.

Gewöhn du dir mal das Zähneputzen an, sonst

setzt das hier ein Ausartenverbot.

Müsst ihr zwei euch eigentlich immer streiten?

Ja!

Stimmt so.

Aber warum gibt der Klügere denn nicht mal

Nachratze?

Damit der Dümere nichts zu lachen hat.

Also mir würdest du damit jedenfalls einen Riesengefallen

tun.

Ich muss los.

Tschüss.

Tschüss.

Ciao, Murat.

Ciao, Bine.

Sag mal, hier ist einer von Helmut Schröder.

Sag mal her.

Ich lach mir in den Arsch.

Hast du etwa Helmut mit vorne?

Ja, dann lach den Arsch mal direkt wieder

zurück ins Loch.

Helmut ist mein Papa.

Der ist doch tot.

Ja, aber nicht für alle.

Ah, verstehe.

Er lebt in deiner Erinnerung weiter.

Ja.

Und im Archiv der Pflegeversicherung.

Dein Vater ist so seit zehn Jahren tot.

Murat, mir wäre auch lieber gewesen, er hätte

länger gelebt.

Ich glaub's ja nicht.

Welchen hast du gerade Plätte vorhin benutzt?

Sozialschmarotzer?

Moment.

Was würde denn passieren, wenn ich das Geld

nicht annehmen würde?

Der Sachbearbeiter von der Pflegeversicherung?

Arbeitslos.

Ja, und das Geld würde an Millionen Pflegebedürftiger

verteilt.

Und drittens?

Was glaubst du eigentlich, wie die Kohle hier

für deinen Job reinkommt?

Na, durch meine Arbeit natürlich.

Ja, nee, ist klar.

Und Schalke ist ein Luftkurort.

Also, das sagst du dann nur, weil du

nicht zugeben willst, dass du die Kasse bescheißt.

Murat, das musst du globaler sehen.

Das Geld ist in einem ewigen Kreislauf.

Also gehört's auch keinem.

Ergo, man kann niemanden bescheißen.

Hast du das so schon bei der Kasse

erklärt?

Ja.

Wann soll ich das denn machen?

Morgen wäre eine gute Möglichkeit.

Die wollen deinen Vater sehen.

Selbstverständlich.

Ich weiß, warum die alle bei der Pflegeversicherung

arbeiten.

Weil die selber pflegebedürftig sind.

Was?

Schröder ohne H?

Ja, sicher.

Hören Sie zu, ich bin selbstständig.

Ich steck bis zum Hals in der Arbeit.

Aber nicht bis zum eigenen.

S-C-H-R-Öder.

Wie der Kanzler, nur schöner.

So.

Das stinkt schon.

Ich schmeiß' weg, hm?

Momentchen.

Mach den Markt billiger, für Pläte sind die

noch frisch.

Na also.

Hören Sie mal zu.

Mein Vater, der schreit jeden an, der zu

ihm ins Zimmer will.

Ja, Kriegstrauma.

Stalingrad, er ist als letzter rausgekommen.

Ja, sicher war der da erst acht.

Deswegen ist er ja so traumatisiert.

Ich spiel' Boba Böle mit Elfletter-Kids-Mädel.

Ja.

Dann machen wir's telefonisch.

Ja, oder nächste Woche.

Oder?

Nicht, mhm.

Morgen, zwölf Uhr.

Jaja, passt.

Aber schicken Sie keinen Russen.

Tschüss.

Wie willst du aus der Nummer wieder rauskommen,

Matze, hm?

Ganz einfach.

Ich muss bis morgen meinen Vater wieder auftreiben.

Und was hast du da gedacht?

Geisterbeschwörung?

Wiedergeburt?

Exhumierung?

Nee, ich hatte eigentlich mehr so an dich

gedacht.

Ja, totaler Schwachsinn.

Wieso, ist doch ganz einfach.

Ein bisschen weiße Farbe, Faltenfurchen tiefer ziehen, ein

bisschen Sabber auf den Lippen.

Ohne mich.

Kann dein Vater natürlich auch selber fragen.

Du bist jetzt völlig bescheuert?

Das ist mein Vater aus dem Spiel.

Das ist das Problem mit euch Türken.

Ihr habt überhaupt kein Interesse an der multikulturellen

Gesellschaft.

Falsch, wir haben genug eigene Bekloppte in der

Verwandtschaft.

Dann tritt eben Plan B in Kraft.

Ich fände es auch viel besser, wenn du

der Kasse direkt die Wahrheit sagst, Satze.

Murat, hältst du mich wirklich für so wenig

belastbar?

Mahlzeit.

Plete, alter Thrombose-Strumpf.

Wie ist es?

Scheiße.

Keine Kundenbeleidigung, Ali, klar?

Ganz ruhig.

Wir sind doch quasi eine große Familie.

Ach so, das macht er nicht.

Deswegen frage ich ihn ja auch gar nicht

erst.

Sag mal, Plete, hat deine Glotze wieder einen

Puls?

Bildröhre.

Und morgen ist Viertelfinale von der Tischtennis-WM.

Tja, wenn man jetzt einen Kumpel hätte, der

einen gucken lässt, was?

Aber das heißt jetzt nicht, dass wir Kumpel

sind, klar?

Ja, und das heißt auch nicht, dass ich

dir mit der Miete entgegenkomme.

Erstens, die Füße nicht auf den Tisch.

Zweitens, keine Popel unter das Sofa schmieren.

Und drittens, den Saft da, den hat Biene

für mich gemacht.

Also, Finger weg, klar?

Denkst du, ich bin ein Assi oder was?

Nee, ich weiß es.

Die Sache läuft wie geritzt.

Klar.

Und wenn der Typ von der Kasse kommt,

sagst du, hey, das ist mein Vater.

Der hat nur eine gespannende Persönlichkeit.

Heute nennt er sich Richard Plattmann, der Tischtennis

-Fan.

Pass mal auf.

Und jetzt den Saft.

Warum das denn?

Weil da das Schlafmittel drin ist.

So weit bin ich ein Teufel, oder doch?

Wie soll das denn funktionieren?

Ist doch ganz einfach.

In einer halben Stunde schläft der alte Mann

wie ein Grundschullehrer am Vormittag.

Dann packe ich ihn schön ins Bettchen, der

Pflegekasse nach Hainz darf einen Blick drauf werfen

und den Dauerauftrag verlängern.

Noch Fragen?

Hallöchen, willkommen mein Name.

Ich komme von der Pflegeversicherung.

Ja.

Wie will sein Typ denn jetzt eine halbe

Stunde beschäftigen?

Mit deiner Hilfe, Moritz.

Herr Krumme, ich grüße Sie.

Herr Schröder, ich bin eine halbe Stunde zu

früh.

Ich hoffe, das ist kein Problem für Sie.

Im Gegenteil.

So haben wir mal Zeit, uns zu unterhalten.

Haben Sie Hobbys?

Ja, ich schwimme ganz gerne.

Schwimmen, wie großartig.

Was denn, Brust, Rücken, Grau?

Herr Schröder, ich bin ein bisschen in Zeitdruck.

Darf ich jetzt wohl Ihren Herrn Vater sehen?

Das ist schlecht.

Er schläft noch gar nicht.

Bitte?

Ja, wissen Sie, normalerweise hält er um diese

Zeit einen Mittagsschlaf.

Und wenn er noch nicht eingeschlafen ist, dann

ist er so ein bisschen grummelig.

Verstehe, das ist überhaupt kein Problem, Herr Schröder.

Ich bin sehr geübt im Umgang mit alten

Menschen.

Wie schön.

Dann sage ich ihm jetzt Bescheid.

Moritz, biete unserem Gast doch mal was an.

Der kann übrigens nicht schwimmen.

Zeigen Sie ihm doch einfach ein paar Tricks.

Und, Bläte, wie ist es?

Schlauze, total spannend.

Sag mal, bist du gar nicht müde?

Müde?

Sag mal, bist du bekloppt?

Kehr, kehr, kehr.

Der Chinese, der zimmert so alle zurück.

Willst du dich nicht vielleicht mal ein bisschen

hinlegen?

Warum soll ich mich ausgerichtet jetzt hinlegen?

Weil ich das will.

Ist doch kein Argument.

Oh, doch.

Schön hier.

Herr Grumbe, das geht...

Herr Schröder, darf ich jetzt?

Ja, aber leise.

Er schläft gerade.

Ich denke, der safft auch eine halbe Stunde.

Aber nicht hiermit.

Herr Grumbe, bitte.

Mein Vater hat wirklich große Probleme mit dem

Einschlafen.

Wenn der gleich aufhört, hast du ganz große

Probleme.

Moral, jetzt mach die doch mal nicht in

mein Hemd.

Tschechischland ja wirklich jedem mag anzukommen.

Ja, es ist knapp, aber wir kommen hin.

Äh, was sagt der?

Er wünscht sich eine ähnliche Solidarität auch in

seiner Familie.

Ja, bei uns geht es nämlich immer nur

um Kohle, Kohle, Kohle.

Das kenne ich, das ist sehr bitter.

Sagen Sie, Herr Schröder, was hat denn da

Ihr Herr Vater am Kopf?

Ach, das?

Ja, er läuft in letzter Zeit dauernd gegen

die Türrahmen.

Aber ich werde Sie in den nächsten Tagen

mit Schaumstoff verkleiden.

Ja, ich sehe es schon, Herr Schröder.

Sie sind wirklich sehr, sehr engagiert.

Das ist doch selbstverständlich, Herr Grumbe.

Ja, sehr aufmerksam.

Danke.

Herr Schröder, ich glaube, Sie müssen Ihren Papa

sehr, sehr lieb haben.

Ach, wissen Sie, Herr Grumbe, das haben wir

ja alle.

Nicht wahr, Morat?

Sicher.

Sie können sich gar nicht vorstellen, wie sehr.

So, mein Freund.

Jetzt gibt es Theater.

Für die Nummer mache ich dich fertig, du.

Das schwöre ich dir!

Was ist denn gar so Schlimmes passiert?

Das kann ich Ihnen sagen.

Der Wurschel da.

Der hat mir mein Mittagessen nicht gemacht.

Setzt man dafür Kinder in die Welt?

Herr Schröder, Sie dürfen nicht so streng sein

mit Ihrem Herrn Sohn, ja?

So ist er halt, unser Papa.

Mann, ich

hätte tot sein können.

Alter, stell dich nicht so an.

Das waren gerade mal 40 Gramm von dem

Zeug.

Ich meine nicht das scheiß Schlafmittel.

Ich meine die scheiß Pulle.

Allein dafür hätte ich dich in den Knast

bringen können.

Das war ja auch sehr nett von dir,

dass du mir mitgeholfen hast.

Hier, umsonst.

Die haben dir 467,90 Mark überwiesen.

Jeden Monat.

Zehn Jahre lang.

Das macht ungefähr...

Ungefähr 56.000. Danke, Ali.

56.000 Schleifen.

Und du willst mich mit so einer scheiß

Zeitung abspeisen.

Okay, ich lege noch ein paar Enrikos drauf.

Komm, hier.

Willst du mich verarschen?

Die reißen hier den Arsch auf, bis zum

Stillkragen.

So sieht das nämlich aus.

Ja, da könnt ihr recht haben.

Okay, was willst du?

Für das erste Einmal...

habe ich richtig Kohldampf.

Hallo, Leute.

Opa Pinete, du strahlst ja so.

Ach, was?

Atzo und ich, wir haben uns gerade vertragen.

Nein.

Ist das süß.

Und er ist so süß.

Und macht mir ein paar schöne Schnittchen.

Wir sind quasi Vater und Sohn.

Nicht wahr, mein Junge?

Da.

Dieser alte Sack.

Ich hätte nie gedacht, dass Atzo so lieb

sein könnte zu Opa Pinete.

Du könntest zu meinem Opa auch mal ein

bisschen netter sein.

Opa?

Du hast doch gar keinen Opa.

Dann halt zu meinem Onkel.

Der wohnt in England.

Na und?

Jedenfalls finde ich das sowas von...

Süß, ich weiß.

Überraschend.

Ja, die beiden sind dein Herz und deine

Seele.

Ja, nee, ist klar.

Hallo, Opa Pinete.

Geht's dir gut?

Prima, Mädel.

Mir ging's nie besser.

Schröder?

Zeitung.

Dann wollen wir mal los, was?

Jo.

Pass mir schön auf den alten Mann auf,

Süßer.

Tschüss.

Tschüss.

Schröder?

Vier Brötchen.

Käse, Schinken, Ei, Krabben.

Und gute Butter.

Kaffee.

Viel Milch und ordentlich Zucker.

Und hau ein bisschen rein.

So, du alte Backdacke.

Weißt du, was jetzt ist?

Jetzt ist Schluss, Schröder!

Vergiss nicht, die von der Kasse.

Murat, sag ihm, dass das nicht gut ist.

Warum soll ich das machen?

Jetzt wirst du gerade lustig.

Weißt du was, Bläte?

Das ist mir scheißegal.

Und wenn Sie mich in den Knast stecken,

dann sollen Sie auch einen richtigen Grund kriegen.

Okay, okay.

Heute ist der letzte Tag.

Ist das ein Deal?

Super Deal.

Da musst du aber mit mir auf den

bunten Nachmittag im Altenheim.

Auf den was?

Jetzt geht's los.

Hier riecht's ja wie sechs Tage Kohlsuppe.

Und dabei bist du gerade mal zwei Minuten

hier.

Da.

Und vergiss nicht, du musst nichts vergessen.

Komm, ein Kaffee, Kuchen und dicke Weiber.

Wie bitte wollten die schon wieder Maggi in

den Kaffee tun?

Nach Party sieht das aber nicht aus.

Ja, da kannst du mal sehen, wie gut

du's bei mir hast.

Schön, dass Sie gekommen sind.

Mensch, Leute, das hier, das sind die Schröders.

So eine Hammerveranstaltung lässt sich unser Papa natürlich

nicht entgehen.

Schön, dass es Ihnen gefällt.

Bin seit einigen Jahren ehrenamtlich.

Nehmen Sie doch Platz.

Und eins kann ich versprechen, wir werden hier

eine Menge Spaß haben.

So Leute, jetzt lasst es mal so richtig

krachen.

Unsere Oma trägt einen Unterrock aus Welblech, aus

Welblech, aus Welblech.

Unsere Oma trägt einen Unterrock aus Welblech.

Und das Ausziehen fällt dem Opa ziemlich schwer.

Unsere Oma trägt einen Unterrock aus Welblech, aus

Welblech, aus Welblech.

Unsere Oma trägt einen Unterrock aus Welblech.

Und das Ausziehen fällt dem Opa ziemlich schwer.

Danke, danke, ihr Lieben.

Vielen, vielen Dank.

Lass es abhauen.

Du wolltest doch hier hin.

Jetzt amüsierst du dich auch.

Tja, und jetzt?

Kuchenfasten!

Den Kuchen hier, den haben die Schwestern aus

der Pflegestation selbst gebacken.

Ja, wirklich.

Komm mal rein, Papa.

Herr Schröder, die Zeit der Einsamkeit ist aber

jetzt vorbei.

Toll.

Ich werde mich jetzt persönlich um Sie kümmern.

Persönlich?

Was heißt das?

Ja, ich besuche Sie jetzt regelmäßig.

Oh, äh, um ehrlich zu sein, Herr Kummel,

mein Vater, der hat es nicht so mit

Besuch.

Nein?

Sieht aber gar nicht so aus.

Das unterschätzen Sie.

Oh, er hat heute Nachmittag nur einen guten

Tag.

Eigentlich bin ich ein richtiges Wrack.

Also ich arbeite jetzt seit 20 Jahren mit

älteren Menschen.

Es gibt ja nichts, was mich wirklich erschüttern

kann.

Ja, Sie haben ja keine Ahnung, wie es

da drinnen aussieht.

Da ist einiges übel falsch verdreht.

Ja, da werde ich richtig bekloppt.

Voll gaga.

Gaga?

Herr Schröder, dann sind Sie ja mit der

Pflege Ihres Vaters vollkommen überfordert.

Oh ja, ich habe mich da schon dran

gewöhnt.

Da wäre doch das Beste, wenn Ihr Vater

einfach bei uns bleibt.

Was?

Schauen Sie, Herr Schröder, Ihr Junge will ja

nur das Beste für seinen Papa.

Ja, ich bin nicht sein verdammter Papa.

Ja, da haben Sie recht.

Sie sind natürlich sein Vater.

Atte, ich habe doch keine andere Klatsche.

Ich heiße nicht Schröder.

Ich heiße Plattmann.

Richard Plattmann.

Geht das jetzt wieder so los?

Ja, sieht voll so aus.

Du, Ralf.

Wieso Ralf?

Was will der von mir?

Ich habe doch nichts getan.

Ey, ey, ey.

Was soll denn das?

Was soll denn das?

Atte, Atte, Atte.

Das kannst du nicht machen.

Ich werde bekloppt hier.

Das kann ich nicht.

Okay.

Tschüss, Papa.

Guten Morgen, Atte.

Guten Morgen, Murat.

Ist das nicht ein wunderschöner Tag?

Klare Luft, die Sonne scheint und die Mädchen

haben sich frische, weiße Schlüpfer angezogen.

Was ist denn mit dir los?

Hast du Pläte eingeschläfert?

Besser, er ist im Heim.

Hm?

Wer ist im Heim?

Äh, Pläte, der alte Stinksack.

Opa Pläte ist im Altersheim?

Ja, das ist mehr so ein Pflegeheim für

Altersbekloppte.

Sehr sauber.

Sehr nett.

Und vor allem sehr sicher.

Und da ist er freiwillig reingegangen?

Oder hat der jemand ein bisschen nachgeholfen?

Er wollte das.

Und jetzt hat er das Paradies auf Erden.

Er hat ein schönes, eigenes Zimmer.

Er kriegt anständig was zu essen.

Und nicht zu vergessen, er hat seine Ruhe.

Und wir übrigens auch.

Aber warum denn gerade jetzt?

Jetzt, wo er euch so gut versteht?

Vielleicht wollte er unsere gute Beziehung nicht aufs

Spiel setzen, Bienenmaus.

Atze, der Opa Pläte, der hat doch hier

seine Wurzeln.

Hier in diesem Haus.

Der geht ein wie eine Primel.

Du holst ihn sofort da raus.

Hallo.

Schröder, was willst du denn hier?

Ach, ich wollte mal gucken, wie es dir

so geht.

Danke, gut.

Willst du eine Zeitung?

Radio?

Oder willst du, dass ich dich mit nach

Hause nehme?

Nee.

Wie, nee?

Ist doch klasse hier.

Gucken wir uns Fenster.

Super Blick.

Meinst du die Container oder den grauen Hof

da unten?

Wird alles bepflanzt.

Sobald einer von euch hier im Lotto gewonnen

hat, wa?

Wenn ich eins nicht vermisse, dann sind es

deine bekloppten Sprüche, Schröder.

Das geht mir nicht anders.

Was machst du da noch hier?

Hau doch ab.

Ich bin ein freier Mensch.

Ich kann hingehen, wo ich nicht will.

Ih, was ist das denn?

Hat dein Nachbar das hier schon vorgekaut?

Hab keinen Nachbar.

Oh, Einzelzimmer.

Der ist letzte Nacht gestorben.

Herrlich, diese Ruhe.

Ist gleich vorbei.

Die Schwester mit dem Medikament, die kommt noch.

Das ist eine richtige Granate.

Nehmen Sie jetzt endlich die verdammte Medizin, sonst

komm ich mit der Spritze.

Noch nicht ganz entschärft, wa?

Ja, die ist noch ein bisschen rau, die

Kleine.

Aber die pieke ich mir noch hin.

Ja, nee, ist klar.

Komm, Feierabend.

Ich bring dich jetzt hier raus.

Du hältst dich jetzt da raus.

Ist das klar?

Soll ich dich etwa zwingen, mitzukommen?

Wie willst du das denn machen?

So vielleicht.

Mach mal die Plätze.

Hier kann man sich selber nur so unnötig

das Leben schwer machen.

Hey, Schröder, so war das nicht abgesprochen.

Du hast gesagt, ich kriege ein 1a-Sahnetod.

Was sagst du denn?

Das ist doch geil.

Entschloss sich Helmut S.

mit an Sicherheit grenzloser Wahrscheinlichkeit für den Freitod

in der Emscher.

Ja, und jetzt werde ich von den Aalen

gefressen.

Sei doch froh, dass überhaupt mal ein Lebewesen

Spaß an dir hat.

Ja, saufen ist ein Scheißtod.

Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich im

Altenheim geblieben.

Ja, da wärst du aber auch nicht lebendig

rausgekommen.

Genau.

Bei Tod muss man nehmen, was kommt.

Beim Sex wär klasse.

Ja, dazu müsst ihr ja überhaupt erstmal welchen

haben.

Ich wollte einen Autounfall.

Das hätte das Ziel gehabt.

Mit 180 gegen Baum, Stichflamme, Explosion und weg

ist die Maus.

Ja, und wovon hätte ich die Karre bezahlen

sollen?

Von deiner Sterbeversicherung?

Ja, da sieht man mal, was ich dir

wert bin.

Komm, hier.

Das kann ich dir ganz genau sagen.

50 Minimücken.

Hey, Schröder.

Warum so großzügig?

Wieso?

Für die Zeitung von gestern?

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