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Nur noch wenige hundert Meter trennen ihn vom
größten Triumph seiner Karriere.
Was hat er nicht alles einstecken müssen?
Den unerbittlichen Gegenwind, der an Lande küstet.
Den erbarmungslosen Regen in die Jubiläen.
Und die mörderischen Steigungen am Mont Montaigne.
Auf dem Champs-Élysées fliegen ihm die Sympathien,
die Heerflut, die Pistoleiten.
Die Welt hat einen neuen Held.
Doch was ist das?
Materiasche.
Und weit und breit keiner aus seinem Team.
Und da, die Verfolger.
Was für ein Sportsmann, liebe Zuschauer.
Ganz sehr schnell, er trägt sein Rad über
die Zieglinie und gewinnt die Tour.
Mann, Schröder, gib's zu.
Ist echt langweilig, wenn die Perle nicht zu
Hause ist, wa?
Der Arzt hätte nicht gedacht, dass das so
geil ist, unsere Tussen aufs Insel zu schicken.
Wieso?
Biene und Jackie sind auf Ibiza, Victor.
Jetzt können wir endlich mal die Sachen machen,
die sonst immer so liegen geblieben sind.
Ja, was denn für Sachen?
Motocross fahren, auf Aal angeln, uns mal so
richtig die Kante geben.
Ja, ist eine Menge zu tun für den
richtigen Mann, wa?
Jo.
Murat, komm doch rein.
Was musst du denn da machen, Murat?
Ich muss schwachsinnigerweise Arztescheiß-Heimtrainer zusammenbauen.
Ja, ist ein Geschenk für Biene, wenn die
wieder da ist.
Die tut da so gern was für ihre
Figur.
Ach ja, deshalb soll ich wahrscheinlich auch einen
Elektromotor an die Pedalen anschließen, hm?
Ja, das ist mehr so für mich.
Ich kann da nicht ab, wenn die so
verschwitzt ins Bett kommt.
Das stimmt.
Geht mir mit Jackie genauso.
Komm, Murat, hau rein.
Aber beschmier dich nicht wieder so mit Öl.
Dann sieht Kacke aus hinterm Tresen.
Tach.
Heiner!
Meine Fresse, du siehst aber gut aus.
Ausgebrochen?
Nee, ich bin auf Bewährung.
Gib mir mal ein paar Lakritzschnecken.
Na, Heiner, kommst du klar in die Freiheit?
Es gibt viel Arbeit.
Heute Morgen in aller Frühe, da musste ich
erstmal dem Hannes Stepphutat zwei Finger brechen.
Oh, oh.
Und das denn?
Die alte Sau.
Er hat Papa angeschnauzt.
Der Ewald.
Wie ein Halm im Wind.
Leute.
Jaja, das ist jetzt echt selten, dass sich
die Jungen Gedanken um die Alten machen.
Mist, was ist denn jetzt wichtiger?
Mutter besuchen oder die Karrierebahn checken?
Warum machst du nicht einfach, was dir einfällt?
Atze, du hast wie immer recht.
Und was fällt dir jetzt ein?
Nix.
Hallo.
Ewald!
Mensch, das ist ja ein richtiges Familientreffen.
Sohnemann Heiner war gerade da.
Ey, äh, Atze, ich, ich bin...
Sag nix.
Komm, hier, pack ein.
Kohle gibt übermorgen, Atze.
Ich hab einen Job.
Ja, nee, ist klar.
Ja, hier, Taschentücher.
Mann, die Mütze ist echt stark, Atze.
Ja, hier, nimm mit.
Danke, Atze.
Hey, hey.
Hey, Ewald, lass die Kappe hier.
Bist du wahnsinnig?
Spinnst du?
Das ist meine.
Du hast doch nicht alle Schrauben im Brett,
her damit.
Das ist meine.
Frag Atze.
Ja, der hat damit aber nix zu tun.
Ah!
Du bist so ein seniler, dämlicher, Schwachkopf bist
du.
Wat bin ich?
Einer meiner besten Kunden, Ewald.
Der hat mich beleidigt.
Der hat mich getreten.
Tut ihm jetzt schon leid?
Nee, tut ihm nicht.
Gleich aber.
Komm, hier, mach dir einen schönen Nachmittag.
Und am besten du vergisst die Sache, ja?
Na ja, ich kann es ja mal versuchen,
Atze.
Schön.
Das Ding hat mir richtig Kohle gekostet, verdammt
mal.
Tja, wenn dir das mal nicht jetzt bei
der Krankenkasse fehlt.
Kannst du doch keine Sachen verschenken, die mir
nicht gehören, Atze Schröder.
Immer Murat.
Musst du eigentlich immer die Schuld bei anderen
suchen?
Schließlich hast du Ewald beleidigt.
Toll.
Und was soll ich Heiner sagen, wenn der
hier auftaucht?
Ja, sag ihm, dass es dir rausgerutscht ist,
dass es nicht so gemeint war und dass
es dir leid tut.
Nee, warte, sag lieber erst, dass es dir
leid tut.
Es könnte nämlich sein, dass du zu den
anderen Sachen gar nicht mehr kommst.
Scheiße.
Tja, Murat, auf Angst gibt es bei Atze
Schröder keinen Krankenschein.
Angst.
Ich habe von niemandem Angst, klar?
Ach, hallo Heiner.
Mahlzeit.
Oder der denn?
Ja, Murat hat gerade versucht Frösche zu fangen.
Sag mal, was grinst du eigentlich so?
Ist ein neuer Schmuddelkanal im Fernsehen oder was?
Nee, besser.
Jemand ist stinksauer auf dich.
Heiner.
Ja, blöde.
Du verwechselst aber wieder was.
Der ist sauer auf Murat.
Nee, auf dich ist er noch mehr sauer.
Ach ja?
Warum denn?
Weil er gesagt hat, er passt auf Ewald
auf.
Ja und?
Ja, dummerweise hat sich Ewald gerade von oben
bis unten bereiert.
Und jetzt ratet mal wovon.
Von dem Schnaps, den Atze ihm geschenkt hat.
Volltreffer.
Schönen Tag noch.
Was sagt man dazu?
Willkommen im Club Atze.
Das ist ja alles Quatsch.
Warum haben wir dann abgeschlossen?
Das war deine Idee.
Du wolltest Strom auf die Türklinge legen.
Okay, vielleicht haben wir ein bisschen überreagiert.
Atze.
Atze, ich bin's.
Ewald.
Ist Heiner bei dir?
Nee.
Wieso?
Mach auf.
Wieso habt ihr zu?
Wir haben nicht richtig zu.
Quasi geschlossene Gesellschaft.
Siehst gut aus.
Ewald, was ich dir heute Morgen gesagt hab,
das tut mir echt leid.
Das war nicht so gemeint.
Ich bin nicht nachtragen, Murat.
Im Gegensatz zu Heiner.
Du kannst deinem Sohn sagen, dass du bei
mir keinen Schnaps mehr geschenkt kriegst.
Ich will dir auch welchen kaufen.
Nein!
Schnaps gibt's nicht mehr.
Blödsinn.
Ich hab Durst.
Ich hab Geld.
Und ich hab einen Job.
Nee, ist klar, Ewald.
Aber du weißt doch genau, dass dir Heiner
nicht will, dass du trinkst.
Ach, ich scheiß grad auf Heiner.
Ewald.
Du bist doch schließlich alles, was der Heiner
noch hat.
Sein Ein und Alles.
Ja, ja.
Ist doch eigentlich ein guter Junge, mein Heiner.
Ja, und er könnte es nicht ertragen, wenn
es dir schlecht ginge.
Und deshalb solltest du dein Leben ändern und
was für deine Gesundheit tun.
Ihr meint, ich sollte weniger saufen?
Du, ich hätte da sogar noch eine bessere
Idee.
Hm.
Eine halbe Stunde jetzt, Erzähl.
Und du meinst wirklich, das wird Heiner beruhigen?
Morag, er wird uns lieben dafür.
Das reicht mir schon, wenn er mir nicht
die Nase bricht.
Siehste, das ist dein Problem.
Du denkst zu klein.
Ich könnte die Probleme des Nahen Ostens lösen.
Du würdest nur an deine Nase denken.
Ich hab nur meine schöne Nase.
Morag, der alte Knacker fühlt zum ersten Mal
seit Jahren wieder Blut in den Beinen.
Vielleicht ist das Fahrrad dahinten nicht das einzige
Ding mit dem Ständer.
Und das will er so lange wie möglich
genießen.
Ich geh' Karmannsberg ab!
So, haben wir's gemacht?
Siehste, Morag, der alte Bock wird noch mal
wach.
Achso, da stimmt was nicht.
Morag, der hat Spaß, der gibt Gas.
Was hast du gemacht?
Ich?
Er lag hier schon so.
Ach du scheiße, Morag, konntest du nicht aufpassen?
Ich...
Jetzt riet dich bloß nicht wieder raus.
Ewald!
Ewald!
Atze, er sieht schrecklich aus.
Er sieht immer schrecklich aus.
Ewald!
Ewald!
Atze, der ist doch nicht...
Ich meine...
Meine Fresse.
Der ist tot.
Atze Schröder!
Oh Mann, Heiner.
Nein, das ist nicht gut, das ist gar
nicht gut.
Keine Panik, Morag, ich hab' alles unter Kontrolle.
Du gehst raus und redest mit ihm.
Ich?
Daraus.
Bist du bekloppt?
Warum sollte ich?
Ja, weil ich dich sonst nicht aus der
Scheiße reiten kann.
Ich weiß, dass du da bist, Atze.
Ja, nee, ist klar, Heiner.
Ich komm' sofort.
Ich hab' ihn bloß ein bisschen beleidigt.
Du hast ihn umgebracht.
Du hast ihn auf den Ständer gelegt.
Und das Ding gesetzt.
Ja, nachdem du's repariert hast.
Heiner hat gesagt, dass du den Job so
gut machst wie sonst.
Ich verliere langsam ein bisschen die Geduld.
Komm' sofort, Heiner.
Ehrlich, Atze.
Los, geh' da raus, hier fällt schon was
ein.
Hier fällt schon was ein, dass ich nie
lache.
Morag, kannst du mir nicht einmal ein bisschen
vertrauen?
Glaubst du nicht, jetzt soll ich ihm nur
vertrauen.
Ich geh' da raus.
Das stimmt nicht so, Heiner.
Wusstest du doch, dass ich einen von euch
hier treffen würde.
Hei, hei, hei!
Was ist los, Morag?
Warum stotterst du so?
Lauf damit!
Das irritiert mich nämlich, verstehst du?
Huten mir leise.
Atze, komm' sofort.
So, kommt er gleich.
Dann seid ihr einer nach dem anderen dran.
Bitte tu mir nichts!
Und das kannst du jetzt auch tun!
Nicht mehr!
Na, na, na, Heiner.
Das würde ich aber nicht tun.
So.
Warum nennst du mich Atze?
Weil schließlich einer der besten Freunde deines Vaters
vor dir steht.
Atze Schröder, wenn du mich verarschen willst.
Bitte schön, komm' her.
Du bist sowieso jetzt nächstens dran.
Heiner, im Leben würde ich dich nicht verarschen
wollen.
Aber mal ganz im Ernst.
Morag und ich sind Ewalds beste und vor
allen Dingen treueste Freunde im Vierde.
Papa und ihr.
Freunde.
Ja, wer wäre sonst hier?
Er ist hier?
Ja.
Da drin.
Morag, du sollst echt mal zum Logopäden gehen.
Nein, Heiner.
Er ist sogar am liebsten hier.
Hier ist er unter Freunden, hier fühlt er
sich wohl.
Und was macht er hier?
Er ändert sein Leben.
Papa!
Ja, der kann mich nicht hören.
Der hat einen Walkman auf.
Was heißt das, er ändert sein Leben?
Er raucht nicht mehr, er trinkt nicht mehr,
er macht gar nichts mehr.
Stimmt's, Morag?
Und weißt du, warum er trainiert?
Nein.
Ja, weil er mit dir joggen will.
Joggen?
Ja, Heiner.
Joggen.
Und zwar um den ganzen Baldeneysee.
Mit seinem geliebten Sohn.
Oh, Papa.
Hör mal, aber nicht verraten, dass du es
von mir weißt, ja?
Nochmal danke.
Ja, nix zu danken, Heiner.
Das ist doch wohl selbstverständlich, ja?
Wir müssen ja auch zusammenhalten.
Mach's gut.
Oh mein Gott, Axel Schröder, bist du jetzt
völlig wahnsinnig geworden?
Ist doch alles in Ordnung, Morag.
Alles in Ordnung?
Oh nein.
Wenn das vorher passiert wäre.
Perfektes Teil.
Der Rest ist eine Kleinigkeit.
Kleinigkeit?
Wir haben eine Leiche am Hals.
Wenn dieser Verrückte das rauskriegt, dann sind wir
beide eine Kleinigkeit.
Entspann dich, Morag.
Was hast du vor?
Na wat wo, wir bringen ihn nach Hause
und lassen ihn normal sterben.
Aber diesmal schön friedlich in seinem Bettchen.
Du bist verrückt, Axel Schröder.
Du weißt doch noch nicht mal, wo er
wohnt.
Jetzt, ja.
Gastropolstraße 124.
Alles easy, Morag.
Und was ist, wenn sein Namensschild auf der
Schelle steht?
Mein Gott, dann probieren wir einfach einen Schlüssel
aus.
Auf die Schalterpaterne.
Kein Namensschild an der Tür.
Kein Aufzug.
Dann ist doch klar, dass er ihn ganz
oben holen muss.
Und zum Teufel ist der Lichtschalter.
Hab ihn.
Nicht schlecht für so einen alten Süffel, was?
Boah, ist der fett.
Der kann auch seine eigenen Füße nicht mehr
erkennen.
Ja, und alles andere auch nur, wenn es
ganz hart wird.
Ich frag mich, wie hat der das ganze
Zeug bloß zusammengekriegt?
Ich staune auch, was alles so in so
ein Rentenloch passt.
Ewald!
Axel, das passt doch alles nicht zusammen.
Morag, das ist wohl kaum der Zeitpunkt, den
Geschmack anderer Leute zu kritisieren.
Alter Kumpel, ab in die Haie.
Ja.
Axel, was machst du da?
Quatsch, nicht so blöd.
Such ein Schlafanzug.
Axel.
Ich glaub's ja nicht.
Ewald war ein Transvestit.
Das ist das Schlafzimmer einer Frau.
Wir sind in der falschen Wohnung, Axel.
Das wär aber echt Kackgemoord.
Lieber Herr Groth, wenn Sie mit dem Abfluss
in der Küche fertig sind, lassen Sie doch
den Schlüssel da.
KW.
Er hatte also tatsächlich einen Job.
KW.
Wer zum Teufel ist KW?
Ja.
Karin Westermann.
Mist.
Meine erste Verabredung in ihrem Schlafzimmer hatte ich
mir anders vorgestellt.
Herr Grothe?
Sind Sie das?
Herr Grothe?
Herr Grothe?
Herr Grothe!
Weiber.
Also, er hat schon mal was aus meiner
Bar getrunken, aber das er mein Bett benutzt.
Es tut mir ja schrecklich leid, was mit
ihm passiert ist.
Wobei ich eigentlich nicht weiß, was genau mit
ihm passiert ist.
Aber ich rede und rede.
Sie müssen ja denken, diese blöde Ziege plappert
mich halb tot.
Sag ja, Viktor.
Nee, nee.
Keine Eier, der Kerl.
Ist ganz schwindig.
Ich muss mich erst mal hinsetzen.
Möchten Sie sich nicht auch setzen?
Nein, Viktor.
Brust nicht.
Nein!
Ja, klar.
Boah.
Das ist ja gerade noch mal gut gegangen.
Ich mach auf.
Ja, äh, komm hier mit.
Komm, wir müssen abhauen.
Aber es sind gleich die nächsten Roboter.
Dann gehen wir durchs Fenster.
Los!
Papa?
Papa, wo ist der?
Papa?
Oh mein Gott.
Ach, du heilige Kacke.
Boah.
Kerl, geil.
Es ist endlich mal was los hier.
Für ihn aber nicht mehr.
Nee, der hat den Arsch zugekniffen.
Hammer.
Wenn ich das Jackie erzähle.
Wo kommen all diese Leute her?
Freunde des Toten.
Tragödie, oder?
Schröder, was machst du denn hier?
Ich hab die ganze Zeit unterm Bett gelegen,
Bläte.
Ist das da das, wonach es aussieht?
Papa, warum hast du mich verlassen?
Warten Sie, ich hol Ihnen Taschentücher.
Hoffentlich ist er von einem natürlichen Tod gestorben.
Was soll das heißen?
Vielleicht ist er ja auch ermordet worden.
Ermordet?
Vielleicht haben ihn ja auch ein paar sogenannte
Freunde billigen Schnaps verkauft.
Und ihn hierher gebracht.
Um ihre Tat zu vertuschen.
Ja nee, ist klar, Rainer.
Ich kann ja verstehen, dass dich das strubbelig
macht.
Aber sehen wir die Dinge doch einfach mal
so, wie sie sind.
Ja.
Wie sind sie denn so?
Die Dinge.
Erstens, hast du dich eigentlich mal gefragt, wieso
dein Vater ausgerechnet in diesem Bett liegt?
Und zweitens, kannst du mir mal erklären, warum
er so einen glücklichen Gesichtsausdruck hat?
Und ist es nicht drittens überaus ungewöhnlich, dass
er keine Hose mehr anhat?
Möchte vielleicht noch jemand einen Kaffee?
Mann, so ein klappriger alter Esel.
Und so ein junges Huhn.
Yo, das hätte ich dir im Leben nicht
zugetraut, du alter Gauner.
Wie bitte?
Wovon reden Sie?
Das wollte ich auch gerade fragen.
Von ihr und meinem alten Papa.
Sie können doch nicht im Ernst denken, ich
hatte Sex mit meinem Hausmeister.
Ach, und warum nicht?
Herr Schröder, finden Sie das nicht auch unglaublich?
Sie haben absolut recht, Frau Westermann.
Es ist unglaublich.
Da hören Sie es.
Leute, wir sollten wirklich mehr Verständnis und Rücksichtnahme
zeigen für die arme Frau Westermann.
Da hat er recht.
Na ja, schließlich haben Sie sich ja mal
geliebt.
Moment mal, ich habe ihn nicht geliebt.
Was soll das heißen, Sie haben ihn nicht
geliebt?
Ja, so eine Beziehung ist ja auch nicht
ganz einfach.
Altersunterschied.
Wir hatten keine Beziehung.
Leute, wenn die Frau Westermann sagt, da war
nichts, dann müssen wir ihr das glauben.
Auch wenn es schwerfällt.
Vielleicht hat dein Vater ja mit ihr Schluss
gemacht, Heiner.
Das glaube ich einfach nicht.
Ich brauche einen Schnaps.
Haben Sie auch für uns einen?
Ja, ich brauche auch einen.
Dann nehme ich noch eins.
Mann, Murat, wie hat Onkel Atze das wieder
gemacht, ne?
Was meinst du?
Wie du Ewald umgebracht hast oder wie du
die Westermann reingeritten hast?
Och, jetzt sei doch nicht so negativ.
Ewald wäre stolz auf uns, wenn er noch
am Leben wäre.
Was zum Teufel?
Wo hast du Puls fühlen gelernt?
Ewald, du lebst?
Das ist aber sicher nicht dein Verdienst.
Beweg dich ein bisschen.
Du hättest mich umbringen können mit deinem blöden
Fahrrad.
Psst, du hast uns einen ganz schönen Schrecken
eingejagt.
Wo bin ich hier?
In der Wohnung von der Westermann.
Echt?
Und was mache ich hier?
Er tut so, als könnte er sich nicht
erinnern.
Ich tue nicht nur so.
Ich habe keine Ahnung, was los war.
Du willst mir erzählen, du weißt gar nichts
mehr?
Auch nicht, wie du sie flachgelegt hast?
Ich?
Gefögelt?
Wen?
Die Westermann, Ewald.
Ich kann Papa gut verstehen.
Sie hat eine Ähnlichkeit mit Mama.
Ich habe die Westermann flachgelegt und kann mich
null erinnern.
Wirklich?
Null?
Nuller als null.
Ja, du hattest ja auch ganz schön einen
drin.
Na ja, sie hat mich schon immer so
komisch angeguckt in der letzten Zeit.
Leute, ein Wunder!
Er war nur ohnmächtig, das ist alles.
Heiner, dein Papa ist zurück von den Toten.
Papa, du lebst.
Was dachtest du denn, Junge?
Herr Grote, Gott sei Dank.
Könnten Sie bitte diesen Leuten sagen, wie wir
zueinander stehen?
Aber gerne.
Frau Westermann, was kann ich für Sie tun,
das Übliche?
Der Geldautomat war leider kaputt.
Kann ich vielleicht einen Check bezahlen?
Absolut kein Problem.
Oder, Murat?
Nein, kein Problem.
Gut, dass diese Sache jetzt aus der Welt
ist, was?
Allerdings.
Ich gehe davon aus, dass jeder hier im
Viertel weiß, dass diese Geschichte nur auf die
Trunksucht eines alten Mannes zurückzuführen ist.
Ja, nee, ist klar.
Das hat jeder gecheckt, Frau Westermann.
Und mal ganz ehrlich, falls Sie wirklich vor
hätten, sich hier im Viertel einen Liebhaber zu
nehmen, da käme doch wohl nur einer in
Frage, oder?
Jedenfalls wollte ich mich nochmal bei Ihnen bedanken.
Nicht der Rede wert, Frau Westermann.
Sie sind manchmal wirklich direkt ritterlich.
Tja, ich kann halt auch nicht aus meiner
Haut.
Auf Wiedersehen, Herr Schröder.
Hast du gehört, Murat?
Ritterlich.
Nee, nee, ist klar.
Was hat sie gesagt?
Tja, erst war sie ein bisschen schüchtern.
Aber dann hat sie mir anvertraut, dass sie
sehr auf durchtrainierte ältere Herren steht.
Moment, Moment, ich war zuerst da.
Ich bin aber der Ältere.
Das stimmt doch gar nicht, du bist zwei
Jahre jünger.
Männer!
Wer zuerst zahlt, fährt zuerst.
Das stimmt doch gar nicht.
Can't find what you're looking for?
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