All language subtitles for Alles.Atze.S01E11[de]

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Original subtitles

Mein Sohn, das alles wird einmal Dir gehören.

Aber eins musst Du Dir merken, Regieren heißt

auch Verantwortung, nicht nur Spaß.

Die schönsten Strände, die schönsten Strände, die dollsten

Frauen, all das und vieles mehr wird eines

Tages Dir gehören.

Und ich glaube, Du wirst einmal ein genauso

dufter Typ wie ich.

Danke Gott!

Nichts zu danken, Jesus.

Danke Gott!

Guck mal, wo ist denn die neue?

Die mit der Anleitung für das Vögelhäuschen.

Vögelhäuschen?

Das heißt Vogelhäuschen.

Ja, das fehlt noch, dass ich mir von

einem Türken sagen lassen muss, wie man Deutsch

sprechen tut.

Und außerdem baue ich das Häuschen nicht für

einen Vogel.

Trotzdem heißt es Vogelhäuschen.

Und warum heißt der Eierbecher nicht Eibecher?

Weil er nicht nur für ein Ei ist.

Na, da guckste, was?

Du hast ja keine Ahnung von der deutschen

Grammatik.

Mehrheit von Vögeln.

Sag mal, Schröder, warum parkst Du eigentlich nicht

mehr auf Deinem Stammparkplatz?

Ach ja, das hatte ich ja ganz vergessen.

Das ist ja jetzt ein Behindertenparkplatz.

So ein Pech aber auch, was?

Ja, allerdings.

Da war der einzige Behinderte im Haus nicht

mal ein Ausweis dafür.

Moritz, hol mir eben eine Lieferung aus dem

Wagen, ja?

Aber zieh den warmen Mantel an.

Wieso?

Ist doch nicht kalt draußen.

Da, wo der Wagen steht, schon.

Hier immer geradeaus bis kurz vorm Ortseingang Schild,

Sibirien.

Ist gleich elf, Watze.

Ich hab doch einen Termin beim Zahnarzt.

Ja, wie?

Ich hab eine Lieferung Marzipanschweine im Wagen.

Meinst Du, die warten mit dem Schmelzen darauf,

bis Ihr Euren Familienschmuck in Deine Karieslöcher gegossen

habt?

Marzipanschweinchen?

Die von Onkel Erdogans Konditor?

Den ich Dir empfohlen hab?

Ja, ich ja.

Geil!

Hier kriegt jeder seine Chance.

Und jetzt sag ich, komm, sind nur ein

paar Kartons.

Nee, Atze, den Termin kann ich nicht sausen

lassen.

Da krieg ich echt Probleme mit der Krankenkasse.

Und wenn hier keine Parkplätze sind, dann kann

ich auch nichts für.

Und wenn Du das Zeug schleppen musst, ist

das nicht mein Problem.

Problem?

Atze, Schröder kennt keine Probleme.

Hey, Atze!

Was ist hier so ein Behindertenparkplatz?

Hä?

Steht auf meinem Parkplatz.

Packt doch eh keiner.

Und wenn doch einer kommt?

Moa, bei uns gibt es nicht so viele

Behinderte wie in der Türkei.

Und weißt Du auch warum?

Weil wir nicht jedem Typen gleich die Hände

abhacken, nur weil er mal einen Lippenstift mitgeben

lässt.

Aber bis in den Kieler...

Oh, jetzt schauen wir's.

Genau.

Wenn es so viele Behinderte gäbe wie Behindertenparkplätze,

dann wären die Paralympics das größte Sportereignis der

Welt.

Außerdem, hast Du überhaupt schon mal einen Behinderten

gefragt, ob er überhaupt einen Behindertenparkplatz haben will?

Warum soll er denn keinen wollen?

Gleichberechtigung.

Das ist total wichtig für die.

Hör mal, die wollen genauso behandelt werden wie

wir.

Na, dann haben sie bei Dir aber keine

Chance.

Morat, stell Dir mal vor, Du kommst an

so ein Parkhaus, da steht der Parkwächter, schickt

jeden wieder weg.

Dann kommt so ein Behinderter angezuckelt und dann

sagt er, für Sie haben wir noch ein

Parkplätzchen frei.

Weißt Du, wie der Behinderte sich da fühlt?

Ja, gut.

Beschissen fühlt er sich.

Weißt Du, alle wurden wieder weggeschickt, nur er

nicht.

Und warum?

Weil er behindert ist.

Wo bleibt da der Respekt?

Keine Logik ist ohne Logik.

Morat, gerade Du als Randgruppenvertreter, stell Dir vor,

Du kommst zum Parkhaus und der Typ winkt

Dich ran.

Hey, direkt neben den Frauenparkplätzen haben wir noch

einen dünnen Parkplatz frei.

Ja, ich würde den Parkplatz nehmen.

Deshalb müssen wir noch an Deinem Selbstbewusstsein arbeiten.

Jetzt pack schön aus hier.

Ach so, die Marzipan-Schweinchen haben nur drei

Beine.

Ja, besten Dank für die Empfehlung.

Hör mal, jetzt ruf den Konditor vor Deinem

Onkel an und bring das alles wieder schön

in Ordnung.

Ich dulde hier keine dreibeinigen Marzipan-Schweine.

Sag mal, kann es sein, dass Du da

auch ein Problem mit Behinderten hast?

Nee.

Habt Ihr schon gehört?

Da hat eine behinderte Oma auf dem Schotterplatz

bei Step-Uter-Maker geparkt.

Da ist sie mit ihrem Rollstuhl umgekippt und

hat sich die Geräten gebrochen.

Ich könnte mit Dir auch auf den Bruce

Willis-Film gucken.

Mache ich aber nicht.

Und warum?

Weil ich spüre, dass Du Dich entspannen musst.

Und Schwupp!

Da ist er, Dein Doktor Stefan Frank.

Der hat sich nur die Frauen vertraut.

Hier, Bruce Willis läuft immer noch.

Aber ich hab kein Problem damit umzuschalten.

Weil ich will, dass es Dir gut geht.

Atze, dass Du Dir das alles so kalt

lässt.

Ja, das kannst Du so nicht sagen.

Alle haben es mitgekriegt.

Wie peinlich.

Ja, Biene, was können wir denn dafür, wenn

hier ein AOK-Shopper nicht richtig auf boomt?

Aber darum geht es doch gar nicht.

So was tut man einfach nicht, Atze.

Wenn Du den Behindertenparkplatz nicht besetzt hättest, wäre

sie nicht im Kies stecken geblieben.

Ist klar.

Und wenn ich nicht nach Italien in den

Urlaub gefahren wäre, sondern nach China, wäre der

Sack Reis nicht umgekippt.

Biene, komm.

Wir gucken mal, ob Dr. Frank seine Oberschwester

klar macht.

Findest Du nicht auch, dass ich einen unheimlich

guten Arzt abgeben würde?

Atze, ich muss ständig an die arme Frau

denken.

Ja, Biene, so was kommt vor.

Das ist Schicksal.

Vielleicht war sie ja in ihrem früheren Leben

Kutscher und hat eine Katze platt gefahren.

Da musste sie ja unter die Räder kommen.

Da können wir doch froh sein, dass sie

nur unter ihren eigenen Rollstuhl gekommen ist.

Aber sie ist auch umgekippt, Atze.

Nicht überfahren worden.

Vielleicht war sie ja früher eine Kegelkugel.

Atze, bist Du herzlos.

Ja, was?

Soll ich vielleicht jetzt ins Krankenhaus und vorher

auf die Knie fahren?

Womöglich noch mit einem teuren Blumenstrauß, hä?

Warum nicht?

Was?

Entschuldigung, haben Sie eine Behinderte?

Sie meinen eine körperlich benachteiligte Patientin?

Nee, so eine richtige Behinderte.

So mit Rollstuhl, Decke über den Knien und

Arm, zipp und zapp.

Wir haben hier mehrere Behinderte.

Wie ist denn Dein Name?

Ja, den wissen wir auch nicht.

Wir wissen nur, dass sie etwas älter sein

muss.

Und behindert muss sie sein.

Tja, wir haben auch viele ältere behinderte Patienten.

Etwas konkreter müssten sie schon sein.

Komm, Biene, die wissen es auch nicht.

Warte, Atze.

Unsere Behinderte ist erst gestern eingeliefert worden.

Ach, hör geradeaus, zweite Tür rechts.

Wir haben sie, Atze.

Komm.

Sag mal, Thilo, die liegt doch schon seit

einer Woche hier.

Na und?

Die wollten eine Behinderte, jetzt haben sie eine.

Muss ich?

Ist dir peinlich, stimmt's?

Ja.

Na gut, ich bleib draußen.

Tja, also, schuldigung.

Und, wie läuft's?

Ich bin's.

Ja, dann weck sie auf.

Hallo, aufwackeln!

Ich möchte mich entschuldigen.

Ich hab Hunger.

Ich auch.

Ich mach dich nicht.

Ich mach dich auch nicht.

Ja, Frau Pfeffekoche.

Besuch von der Familie, das ist aber schön.

Tja, einer muss sich ja kümmern, ne?

Das ist lieb von Ihnen, wo die Luise

doch sonst keinen Besuch bekommt.

Na, Frau Reuter, bereit für die Waschung?

Oh ja, ich war bereit.

Ich hab Durst.

Da hilft nur eins.

Trinken.

Ei, ei, ei, ei.

Die mögen's doch schön heiß.

Ich hab Hunger.

Hören Sie schon mal für einen Moment die

Klappe an?

Ich mach dich nicht.

Vielleicht ist es ja kein Schwein, sondern ein

Känguru, oder wat?

Genau, könnte sein.

Und wo ist der Beutel?

Haben Sie das Problem mit meinem Schwein?

Ja, das kann man wohl da...

Schmeckt es nicht, oder?

Doch, schon.

Ich hab's noch gar nicht probiert.

Wie?

Sie haben's noch gar nicht probiert, wollen sich

aber schon beschweren?

Na, das hab ich gern.

Wo liegt denn das Problem?

Sehen Sie, das Schwein.

Ich mein, Sie sehen doch, was daran nicht

stimmt.

Ich hab meine Schweine immer exakt so hergestellt,

sonst hat sich noch nie jemand beschwert.

Ja, ich will mich auch nicht beschweren.

Aber...

Ist ausgezeichnet.

Probieren Sie mal.

Nein, danke.

Nein, danke.

Ja, jetzt weiß ich, was Sie meinen.

Warum haben Sie das denn nicht gleich gesagt?

Ich wollte Sie nicht kränken, ich mein, Sie

sind ja...

Sieht ja wirklich ein bisschen blass aus.

Was?

Blass?

Ja, da fehlt der Farbstoff.

Ist ja ganz käsig.

Also, Sie bekommen von mir natürlich neue Schweine.

Ist ja wohl eine Frage der Ehre.

Bitte, Atze, nicht besser.

Ich bin so stolz auf dich, Atze.

Ich fühl mich auch viel besser.

Luise, die Behinderte, wollte ihn gar nicht mehr

gehen lassen.

Geil.

Ach, Atze, du bist so süß.

Und, Moritz, die Schweine sind ja immer noch

da.

Hey, das sind die Neuen.

Ja, aber immer noch mit drei Beinen.

Aber die sind rosa.

Ja, ich will sie rosa und mit vier

Beinen.

Mensch, kann man dich nicht mal einen Tag

alleine lassen?

Naja, du hast ja heute Zeit, das alles

wieder gut zu machen.

Was heißt das?

Ja, ich bin heute wieder im Krankenhaus.

Ja, und der Laden?

Ach, ich hab heute frei, mach dir keine

Sorgen.

Atze, du bist so lieb.

Ich glaube, heute Abend wartet eine große Belohnung

auf dich.

Ach, womit habe ich das alles verdient?

Ja, Frau Wistermann.

Was darf ich Ihnen denn mal zu Füßen

legen?

Gold, Diamanten, Geschmeide?

Wie wär's mal mit was ganz Verrücktem, Herr

Schröder?

Einmal die Börse intern, bitte.

Das nenne ich Geschmack.

Ich bewundere Frauen, die wissen, was sie wollen.

Und dazu noch eine Leckmuschel, bitte.

Eine Leckmuschel?

Dazu gehören natürlich...

Schoko-Zunge.

Herr Schröder!

Und das Ganze, wie immer, von Herzen.

Na, dir geht's ja richtig gut, Atze, was?

Schön, dass du überhaupt noch mal in deinen

Laden kommst und ein bisschen arbeitest.

Atze, ich hab die Schnauze voll, wenn Biene

gestern nicht gewesen wäre.

Morat, Morat, jetzt kommst du mir doch nicht

mit der Betriebsratsnummer, oder?

Atze, weißt du was?

Ich mach die Arbeit ja.

Aber ich lass mich nicht verarschen.

Ich kauf dir einfach nicht ab, dass du

nirgendwo im Krankenhaus sitzt und so einer Oma

das Händchen hältst.

Das tu ich ja gar nicht.

Was?

Morat, ich genieße das Leben.

Im Krankenhaus gibt's lecker was zu essen, du

kannst Fernsehen gucken und der Zivi bringt dir

jede Stunde eine Cola.

Die Schwestern haben gut zu rücken und bangern

auf Teufel komm raus.

Und in Luises Zimmer, da wird jeden Tag

eine Live-Peepshow geboten, wie sie nicht mal

einmal im Jahr auf der Reeperbahn zu sehen

ist.

Und das sagst du mir einfach so ins

Gesicht?

Wir waren sogar am Fußballplatz.

Mit Luise krieg ich doch Karten für direkt

hinter's Tor.

Atze, du bist so ein Genießer.

Ich weiß gar nicht, wieso die Leute immer

über die Krankenhäuser meckern.

So, jetzt muss ich aber los.

Ich komm mit.

Ich will Rosi besuchen, die lässt sich doch

gerade ihre Knie machen.

Oder hast du was dagegen?

Ne, ne, ne, ne.

Dann lern ich doch endlich mal deine Luise

kennen.

Ja, das werde ich ja machen.

Jetzt bin ich ja am Plan.

So, dann bestell Rosi mal schöne Grüße, ich

hol dich da später ab, ja?

Ich dachte, ich guck erst mal bei Luise

rein.

Ach, weißt du, Biene, die Luise, die ist

sehr scheu.

Und wenn wir da jetzt zu zweit reinplatzen,

also, ich glaub nicht, dass sie sich darüber

freut.

Oh, Besuch.

Da wird die Frau Pfefferkuchen sich aber freuen.

Kommen Sie doch mit rein.

Komm, bitte.

Ja, da ist ja mein Sonnenschein.

Dach, Luise.

Sie sind also Luise.

Der Arzt hat mir schon so viel von

Ihnen erzählt.

Ach, die Frau Pfefferkuchen wird ja heute entlassen.

Das Problem ist, die Handwerker sind bei ihr.

Jetzt kann sie nicht in die Wohnung zurück.

Und wohin soll sie jetzt?

Keine Ahnung.

Ich mach dich nicht.

Das löst unser Problem jetzt auch nicht, Frau

Pfefferkuchen.

Aber Atze, dich mag sie doch.

Dann nehmen wir sie mit zu uns nach

Hause, das sind wir doch schuldig.

Nee, auf gar keinen Fall.

Können Sie sie nicht noch ein bisschen hier

behalten, bis die Handwerker fertig sind?

Nix zu machen.

Aber es ist doch kein Problem.

Atze, ihr habt euch doch so aneinander gewöhnt.

Die Luise freut sich bestimmt, dann macht sie

ein bisschen Urlaub bei uns.

Platz ist doch genug für die kurze Zeit.

Ja, aber die Luise will das doch gar

nicht.

Luise, du bist auch froh, wenn du mal

ein bisschen Ruhe vor mir hast, ne?

Ich mach dich.

Wie, was hast du da gerade gesagt?

Da fehlt doch noch was.

Ich mach dich.

Na also.

Ach, das ist sie, deine Behinderte?

Tach, Harry Müller.

Und sonst?

Murat, meinst du nicht, Luise sollte noch ein

bisschen auf der Couch ausruhen, ne?

Sie wollte unbedingt zu dir in den Kiosk.

Was ihr Herz erobert, Atze.

Schon ein feiner Kerl, Atze.

Hätte ich nicht von dir gedacht.

Die Luise ist aber auch so ein richtiger

Goldschatz, ne?

Und sie hängt so an ihm.

Jacqueline hat gesagt, du hast ein goldes Herz.

Jacqueline!

Ist das was Neues?

Der kümmert sich jetzt um Behinderte.

Ach, Viktor Lasch.

Herr Schröder, Sie überraschen mich immer wieder.

So eine sensible Seite hätte ich gar nicht

an Ihnen erwartet.

Tja, Frau Westermann, Sie sind nicht die erste

Frau, die die Wundertüte in mir entdeckt.

Schröder, im Hausflur sind überall Macken vom Rollstuhl

an den Wänden.

Hast du ganz schnell ausgebessert.

Zwei, drei Stunden.

Ich hab Hunger.

Das ist ja mal was ganz Neues.

Zum 63.

Mal in zwei Tagen.

Ich mach dich nicht.

Ich find's einfach klasse, Atze.

Endlich trefft's mal den Richtigen.

Murat, meinst du meine nächsten Tage bestehen aus

Füttern, Waschen und Altenbelustigung?

Gerade jetzt in der Hauptsaison?

Sondern?

Ja, Biene steht schon in den Startlöchern.

Hat sich extra Urlaub genommen.

Atze, du kannst doch Biene nicht Luise aufheizen.

Ich helf dir, wo ich kann.

Ich sorg zum Beispiel dafür, dass die Spaziergänge

ab jetzt ein bisschen flotter werden.

Was machst du da?

Die Kiste frisieren, Murat.

Mit sechs Stundenkilometer ziehst du doch kein Hering

vom Teller.

Ich wette, die Möhre läuft jetzt wenigstens 30

Kilometer.

Atze, das ist ein Rollstuhl für eine Behinderte.

Die hat das Ding doch gar nicht mehr

im Griff.

Murat, wenn sie drei Sätze sprechen kann, dann

wird sie auch drei Hebel bedienen können, ne?

Ich bin mir meiner Verantwortung schon bewusst.

Ich mach natürlich vorher noch eine Testfahrt.

Ich hab Durst.

Zwei Wochen absolute Ruhe, hat der Arzt gesagt.

Und das Bein so wenig wie möglich belasten.

Was soll denn jetzt aus Luise werden?

Und dem Kiosk?

Atze, um den Kiosk macht ihr mal keine

Sorgen, das mach ich schon.

Ja, und wenn wirklich nur dein Meines, kann

ich mich auch hinter die Theke setzen und

ein bisschen bedienen.

Während du dich um Luise kümmerst.

Ja, nee, ist klar.

Aus der Nummer kommst du nicht mehr raus.

Ach, das wird schon so wütend nicht werden.

Sie müssen

sie zurücknehmen.

Tut mir leid.

Aber sie sehnt sich doch so nach Ihnen.

Ja, das ehrt mich ja auch, aber wir

können sie nicht zurücknehmen.

Sie ist doch gesund.

Gesund?

Wenn ich im Rollstuhl sitzen würde und könnte

meine Mitmenschen nur noch mit drei Sätzen nerven,

dann würde ich das nicht gesund nennen.

Aber jedenfalls hat sie nix Akutes.

Die Krampfadernoperation, die war doch schon vor drei

Wochen ausgeheilt.

Krampfadern?

Ja, oder kann sie etwa nicht aufs Klo

gehen?

Natürlich kann sie nicht aufs Klo gehen, sie

sitzt ja im Rollstuhl.

Ja, aber doch nur für längere Ausflüge.

Jetzt sagen sie nicht, die Frau Pfefferkufen ist

schon wieder ins Schwimmbad gejuckelt.

Der Arzt hat ihr doch drei Wochen Pause

verordnet.

Luise schwingt?

Ja, sicher.

Ja, die hat sogar einen Tag vor der

Operation noch die Brause Medaille im Seniorenleistungsschwimmen geholt.

Nee, junger Mann, wenn sie nix Akutes hat,

dann ist sie doch zu Hause auch viel

besser aufgehoben.

Wie merkst du das?

Kann das sein, dass dich ne hunzelige Oma

total verarscht hat?

Total verarscht?

Sieht ganz so aus.

Na, Luise, wie sieht's aus?

Ich hab Hunger.

Ja, guck mal.

Ich hab Durst.

Hör mal, Schluss damit.

Ich weiß alles.

Du bist nicht behindert.

Du hattest auch gar keinen Unfall.

Und du hast mich verarscht.

Ich war nämlich gerade im Krankenhaus.

Kerl, warum sagst du das nicht gleich?

Ja, wie?

Hat ja lange genug gedauert, ne?

Du bist doch sonst nicht so auf den

Kopf gefallen.

Ja, und das sagst du mir so einfach

ins Gesicht?

Du bist, du bist...

Ich bin ein Genießer.

Ja, da bin ich wirklich.

Ich kann gar nicht verstehen, warum die Leute

immer so an den Krankenhäusern rummeckern.

Das ist doch wunderbar.

Junge Zivis und leckeres Essen.

Weißt du was, Luise?

Du hast richtig einen da.

Du aber auch.

Weißt du was, Anze?

Ich mach dich.

Ja, Luise.

Wer macht mich nicht?

So, was haben wir denn heute auszusetzen?

Na ja, also eigentlich...

Ich will mich ja nicht selber loben, aber

so vorzüglich wie dieses Mal sind sie mir

nur ganz selten gelungen.

Ja, also...

Aber eigentlich fehlt immer noch...

Biene.

Vielleicht kannst du es dem Herrn erklären.

Erklären?

Was soll denn das Affentheater mit den Krücken?

Glauben Sie, ich merke nicht, was ich hier

angemacht habe?

Was Sie hier andeuten wollen?

Andeuten?

Was denn?

Dass meine Schweine nur drei Beine haben.

Ach, jetzt, wo Sie sagen, fällt es mir

auch auf.

Nicht?

Die Viecher stehen doch nicht richtig.

Und warum sagen Sie mir das nicht ehrlich

ins Gesicht?

Ich lass mich doch von Ihnen nicht verarschen.

Es ist nicht witzig, so mit Krücken rumzuhüpfen.

Ja, also...

Wir...

Ist nicht jeder so gut gebaut wie Sie.

Ja, und jetzt sollen die Schweine auch noch

so korrekt aussehen.

Na, viel Spaß auf Ihren zwei Beinen.

Tja, der richtige Umgang mit Behinderten ist nicht

jedermanns Sache.

Da muss wohl wieder Atze Schröder ran.

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