All language subtitles for Alles.Atze.S01E08[de]

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Original subtitles

Es gab Tage, da wollte ich alles hinschmeißen,

aber dann kam er in mein Leben und

ich war wie ausgewechselt.

Was denn, kennen wir uns?

Er hat eine Traumfigur und er war unheimlich

sensibel und einfühlsam.

Du darfst doch nicht alles verraten.

Und dann beim ersten Mal, es war alles

irgendwie total harmonisch, wir waren wie füreinander gebaut.

Details, Baby, Details.

Ich hab ihn ziemlich wild ran genommen.

Wahnsinn!

Ich wusste, der darf kein Oberwasser kriegen.

Ja, schlag mich!

Ja!

Was soll ich sagen, wir haben den ersten

Platz gemacht, der Domingo und ich.

Vielen Dank, Nicole Uphoff.

Das war unsere Serie, kleine Pferdegeschichten am großen

Radiomorgen.

Was ist, Fröder?

Ja, du rumpelst hier rum wie ein alter

Rangierlochbläte.

Die Kunden trauen sich schon gar nicht mehr

in den Laden.

Was gibt das hier, eine Sauna oder die

Familiengruppe?

Das geht dich eigentlich nichts an.

Ich such meinen Liegestuhl.

Ich hab Ewald dabei, er hat sich nicht

alleine runtergetraut in das stinkende Loch hier.

Hallo, Richard.

Im Notfall Nase zu halten, Ewald.

Pass auf, du!

Was willst du?

Kann ich was bei dir unterstellen?

Vom Heiner.

Meine Bude ist voll mit der Flotte.

Deinem Sohn haben sie doch echt ins Gehirn

geschissen.

Haben die nichts anderes zu tun im Knast?

Haben die da keinen Steinbruch?

Du hast doch die Vitrinen im Wohnzimmer.

Mann, Mann, Mann.

Aber ich hab einen gut bei dir, klar?

Sicher, Bläte.

Ich bin dir auch echt dankbar.

Aber pass gut drauf auf, du weißt doch,

wer Heiner ist.

Ja, ja, schieb ab, ich hab zu tun.

So, Morat, topf die Farbe auf die Furzbremsen

und dann ab damit in den Hof.

Wenn ich was mach, dann mach ich's gründlich.

Ja, nee, ist klar.

Und der Babse öffnet ein Nagelstudio, was?

Ja, Frau Westermann, ne?

Wie läuft's an der Börse?

Wie immer.

Das ewige Auf und Ab.

Ja, so ist der Lauf der Dinge.

Auf und Ab, rein und raus, hin und

weg.

Hey, ist das Biedermeier?

Nee, das ist Morat.

Nicht?

Sie wollen doch nicht diese wertvollen Entasien mit

diesem Lack ruinieren.

Mensch, Morat, wenn man dich mal für ein

paar Sekunden aus den Augen lässt.

Also, den würde ich aber professionell restaurieren lassen.

Tschüss.

Tschüss.

Hast du gehört?

Professionell.

Heißt das nicht ich, sondern du?

Das heißt nicht den, sondern den.

Wie soll ich das denn machen?

Ja, frag Bläte, der kennt sich aus mit

kleinen Pinseln.

Stimmt's, Bläte?

Ja, ich denke an dich, wenn ich im

Hof mein Pils trinke und du mal lochen

lässt.

Und ich denke an dich, wenn ich ein

Nümmerchen schiebe und du dir die Prostata untersuchen

lässt.

Ja, lach nur, aber wer zuletzt lacht, lacht

am besten.

Du bist nämlich mit der Treppe dran, schon

drei Tage überfällig.

Ja, nee, ist klar.

Ich werd's Biene sagen.

Wisch, Morat.

Morat, komm mal.

Es gilt, ein Wunder der Erschöpfung zu bestaunen.

Meine Fresse.

Da hat Alain einen schlechten Tag gehabt.

Allerdings.

In der Türkei könnten wir jetzt die Polizei

rufen.

In Deutschland haben wir andere Methoden.

Mensch, Morat, da ist doch schon wieder viel

zu wenig Spülmittel drin.

Schröder!

Er ist es einfach nicht gewohnt, wochentags zu

duschen.

Mann, Mann, Mann, der Lauer steht auf den

Beinen.

Ja, so eine alte Trockenpflanze braucht eben nur

ein bisschen Wasser und Zuwendung, ne?

Witze, warum steht Opa Bläte den Pitsch nass

im Hof?

Ich nehme an, er hat gegen den Wind

geflogen.

Schröder, guck dir das an, sie ist nass.

Ja, Mensch, Bläte, was machst du denn für

Sachen?

Hörst du bloß nicht so unschuldig.

Was kann Atze denn dafür, wenn du gegen

den Wind pingelst, Opa Bläte?

Du, du, du.

Komm, komm, Bläte.

Mensch, das war doch nur ein Spaß.

Die Klamotten sind doch in fünf Minuten trocken.

Morat, mach dir jetzt mal erst schönen Kaffee

und du setz dich erst mal hier hin,

ja?

Nein, Atze, nicht.

Mensch, Morat, dein Rassismus ist völlig fehl am

Platze.

Milch?

Zucker?

Schröder, das hast du ja extra gemacht.

Nee, ehrlich nicht.

Mach das Ding ab, du Verbrecher!

Jetzt bist du zu weit gegangen, Schröder.

Das wirst du bereuen.

Ganz bitter bereuen wirst du das.

Tue ich jetzt schon.

Deine Unterhose ist strafe genug.

Morat, den Schuhschrank, den Wieners Mutter hier untergestellt

hat, den streichst du nächste Woche schön in

blau.

Den verschäbel ich nämlich kahl als holländische Kommode.

Wollen wir nicht lieber bei Zeitungen und Zigaretten

bleiben, Atze?

Ich hab schon tausend Splitter in den Fingern

vom Schmörgeln.

Ja, sei froh.

In deinem Alter hab ich mir ganz was

anderes geruht.

Sag mal, hörst du das auch?

Was denn?

Ja, bist du taub?

Im Keller rumpelst wie Sau.

Na und?

Vielleicht räumen Bläte auf.

Ach ja, zwei Tage für den kleinen Verschissenen

im Keller.

Da müsste ich ja für meinen Schuhschrank eine

ganze Woche einkalkulieren.

Nee, nee, der heckt da unten irgendwas aus.

Ich hab's im Urin.

Vielleicht solltest du mal eine Probe davon einschicken.

Zu mir war er auf jeden Fall ganz

normal.

Normal?

Ja, er hat Halli gesagt.

Und das gibt dir nicht zu denken?

Der will dich in Sicherheit wiegen, dass ihr

Südländer immer so naiv sein müsst.

Morat, das dürfen wir nicht auf die leichte

Schulter nehmen.

Bläte ist Weidwohn, wie ein angeschossener Keiler.

I'm a big, big girl in a big...

Und?

Superbiene.

Schick irgendwie.

Atze, René hat erzählt, die Leute sagen, dass

Opa Bläte rumerzählt, dass du ihn mit Wasser

vollgeschüttet hast.

Ja, aber niemals, Biene.

Und die Sache mit dem Stuhl?

War ein Betriebsunfall.

Ach so.

Morat.

Was?

Bläte hetzt alle auf.

Ja, aber du hast ihn doch anders gemacht,

Atze.

Das ist doch in dieser Situation völlig unerheblich.

Sag mal ruhig.

Hörst du das?

Ich hör null.

Eben.

Das ist es ja.

Oh, scheiße.

Was machen wir hier eigentlich?

Wir stellen sicher, dass Bläte keinen Unsinn macht.

Wir schützen ihn quasi vor sich selbst.

Und warum machen wir das Licht nicht noch

mal an?

Du hast keinerlei Instinkt für Gefahr, Morat.

In der Türkei, da sitzen die alten Leute

vielleicht schon zusammen im Zelt und spielen lustiges

Gebissetausch.

Aber bei uns sind die voll gefährlich, die

Rentenzocker.

Die enterben die Verwandtschaft, schießen auf kleine Kinder,

blockieren die Supermarktgassen.

So alte Leute sind doch mit einer Socke

schon im Krematorium.

Und das wissen die auch.

Die haben doch nichts mehr zu verlieren.

In Deutschland könntest du ein altes Stück Backobst

glatt in eine Bank überfahren und einen Dutzend

Geisel nehmen.

Läuft's?

Da wüsste jeder Anwalt sofort 19 Entschuldigungen für

auf Krankenschein.

Arthritis, Arthrose, Alzheimer.

Du solltest die Sache wirklich ernst nehmen.

Keine Chance, Atze.

Das passt nicht.

Morat, du bist immer so unflexibel.

Mensch, Atze.

Nichts mit den Brüchern.

Ich bin so wahnsinnig.

Wir können auch einen Bibbel nehmen.

Du glaubst wirklich, dass der was vorhat?

Ja, sicher.

Er plant eine Mieterhöhung, züchtet Schimmelpilze oder baut

eine Bombe.

Superbombe.

Finger weg.

Vielleicht ist er vergiftet.

Deswegen hast du dir einen Cent gemacht?

Ich geh euch fock.

Atze, schau mal.

Das sind ja Tausende von Streichhölzern.

Oder Zehntausende.

Ach, Millionen.

Du kannst mal sehen, der ist noch viel

bekloppter, als ich gedacht habe.

Nein.

Du siehst, das ist keine Bombe.

Lass uns wieder gehen, okay?

Morat, kack dir doch nicht in den Frack.

Blätter sitzt schön vor dem Fernseher und ratzt,

wie immer.

Wir haben jede Menge Zeit.

Atze!

Scheiße, Atze!

Oh, Nisano, lass das verdammte Brecher-Essen weg.

Aber nein, was macht der?

Er hebt die Tür auf.

Und jetzt haben wir die Scheiße.

Morat, mach mir jetzt nicht die Ingemeise.

Hau rein, wir müssen noch nach unten die

Spuren beseitigen.

Sag mal, kann es sein, dass du jedes

Mal, wenn du wirst, das eigentlich nicht meinst?

Mensch, Morat, wir wollen jetzt hier mal keine

Erbsenzellen, ja?

Ja, hallo.

Na, alles klar, Jungs?

Wow, Morat, hast du das gebaut?

Nein, Pläte.

Was?

Hätte ich ihm gar nicht zugetraut.

Ja, nicht schlecht für einen, der nicht mal

ohne Zettel einkaufen kann, ne?

Das ist ja ein richtiges Kunstwerk.

Atze, guck mal hier, wie süß er die

kleinen Wallbude gemacht hat mit ganz winzigen Rudern.

Ja, Ine, und wenn du genau hinguckst, dann

siehst du sogar, wie der Käpt'n dem

Smoothie in der Kornülse von hinten einen verplättet.

Lass mich mal.

Der Pläte ist zu trocknen?

Ja.

Hat er es etwa schwimmen lassen?

Ja, der nimmt doch alles mit in die

Rolle, was ich nicht wärme.

Hey, Vorsicht, Mann!

Mensch, Morat, wenn es schwimmt, dann wirst du

auch ein bisschen Kaffee abkönnen.

Stell es weg, dass du dich immer sofort

so aufregen musst, Mensch.

Es ist doch gar nicht viel passiert.

So.

Und weiter geht's.

Toll, Morat.

Das hast du ja super hingekriegt.

Oh Gott, hast du das gemacht, Atze?

Ich?

Morat!

Ich?

Wir?

Ach, auf einmal wir.

Ja, natürlich.

Typisch.

Du drehst dir die Sachen auch so, wie

sie dir gerade in den Kram passen.

Jetzt lass sie mal schön weiter hinfahren.

Schröder!

Am besten schnell.

Schröder, ihr seid in meinem Keller eingebrochen.

Nein, sind wir nicht.

Er hat recht, ich bin ganz alleine eingebrochen.

Hä?

Du gibst dazu?

Ich hab das Wasser gehört und als anständiger

Bürger und guter Nachbar bin ich sofort runter.

Aber da der Haupthandnummer in deinem Keller ist,

musste ich meiner Gesundheit opfern und die Tür

eintreten.

Ein kleiner Schaden verglichen mit den riesigen Wassermengen,

die das ganze Haus weggespült hätten.

Kleines Dankeschön und die Sache ist für mich

erledigt.

Solltest du dich allerdings finanziell erkenntlich zeigen, würde

ich das auch akzeptieren.

Den Scheiß kannst du deinem Friseur erzählen.

Ich sorge dafür, dass du in Essen keinen

Fuß mehr auf die Erde setzt und dein

Kiosk kannst du gleich an die Russen verscheuern.

So viel zum Wahnsinn bei allen Menschen.

Das tut mir so leid für dich, Opa

-Pläde.

Was hat die denn jetzt?

Das Streichholzschiff, Opa-Pläde.

Ich weiß, das ist jetzt furchtbar für dich.

Da steckt ein Haufen Arbeit drin.

Wahrscheinlich Monate deines Lebens.

Monate meines Lebens?

Ach du armer.

Der Atze hat das bestimmt nicht extra gemacht.

Ganz bestimmt nicht.

Und wir bringen es auch wieder in Ordnung.

Stimmt's, Atze?

Murat?

Ich?

Wir.

Ihr?

Kommt nicht infrage.

Atze, wir müssen was machen.

Biene, kein Mensch muss müssen.

Kann ich dir nicht irgendwie helfen?

Ich glaube nicht.

Ich möchte allein sein.

Vielleicht wird die Zeit die Wunden heilen.

Falls mir überhaupt noch so viel Zeit bleibt.

Du hast dein Leben zerstört.

Welches Leben denn, Biene?

So, Socken.

Soll ich dir wieder in den Hof stellen,

Atze?

Bist du wahnsinnig?

Die werden vertickt.

An wen denn?

Moin.

Harry.

Schön, dich zu sehen.

Was sagst du zu diesen beiden wunderbaren Stühlen

hier?

Was sind das denn für billige Dinger?

Billig?

Bei Jan Wilmert stehen die für 1.800

im Fenster.

Das Stück.

Hör mal, wenn du dir die Jacqueline schenkst,

brauchst du ihr ein Jahr lang keine Freude

mehr machen.

So glücklich ist die.

Die ist doch verkratzt.

Verkratzt?

Verkratzt?

Harry, das ist sie doch.

Das ist Design.

Stimmt's, Murat?

Ist klar.

Der hat aber keinen Kratzer.

Ja, ein Verkratzter, ein Glatterer.

Das sind doch nicht 2 Stühle.

Das ist eine Installation.

Ja, dann.

Ich denk drüber nach.

Aber höchstens 1.100, das Stück.

Biene, Süße.

Wird dir denn sein Kuh mal in die

Suppe gespuckt?

Ach, ich fühl mich hundeelend.

Ich seh immer Opa Blattes trauriges Gesicht vor

mir.

Ja, dann ist das ja kein Wunder, dass

er dich hundeelend fühlt.

Ich kann nix machen.

Der tut mir so leid.

Ach, Biene, der ist Schauspieler doch nur.

In Wirklichkeit ist er quietsch wie der.

Boah, der möchte aber nicht sehen, wie er

aussieht, wenn er wirklich schlecht drauf ist.

Modellreview, bitte.

Die Bräunchen.

Dafür kriegt er einen Oscar.

Mein Gott, wir müssen was machen.

Ja, und wat bitteschön?

Nein.

Eben wie ein Mensch in der Hand.

Biene, jetzt gehst du aber echt zu weit.

Wie konnte das bloß passieren?

Ja, weil's passieren sollte.

Wie?

Biene, glaubst du etwa noch an Zufälle?

Sieh mal, es ist doch so.

Die Dinge, die im Leben passieren, die sind

alle vorbestimmt.

Alles folgt einem großen, undurchschaubaren Plan.

Ich weiß nicht, Atze.

Biene, das mit dem Schiff, das konnte ich

gar nicht verhindern.

Das war Vorsehung.

Ich kann ja schon ne Menge machen, aber

gegen den lieben Gott hab selbst ich keine

Chance.

Machst du's dir nicht ein bisschen einfach, Atze?

Einfach, Biene?

Den Wing des Schicksals zu erkennen, ist eine

der schwierigsten Sachen überhaupt.

Hörst du das?

Natürlich, das ist doch der Eierjupp.

Und was will uns das Schicksal wohl damit

sagen, hm?

Dass wir Opa Glecke zum Essen einladen sollen.

Aber Biene, wieso sollte das Schicksal sowas wollen?

Um ihn aus seiner Einsamkeit zu befreien.

Kehr, kehr, Schröder.

Du weißt es doch.

Mit dieser intellektuellen Tour, da bringst du nur

ihre Gefühle durcheinander.

Wollen wir was sagen?

Ja.

Atze und ich, wir würden uns sehr freuen,

wenn du heute abends uns zum Essen kommen

würdest.

Wirklich?

Wirklich.

Wirklich?

Ja.

Ja.

Was ist denn dein Lieblingsessen?

Fleisch, Soße, Hühnchen, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Klöße.

Hauptsache, es kommt auf Räder.

Ich kümmere mich drum.

Alles wird gut.

Mensch, Murat, bist du wahnsinnig?

Der Ewald ist Diabetiker.

Ist nicht für mich.

Ist doch für Heiner.

Du verwöhnst den Jungen mit deinen Päckchen.

Was heißt verwöhnen?

Heiner kommt am Freitag raus.

Wann kann ich denn seine Gorschfock abholen?

Gorschfock.

Guck mal einer an.

Das Schiff ist von Heiner.

Aber das heißt ja...

Das heißt, ich hatte recht.

Bläthe ist ein ganz mieser Schmieren-Komödiant.

Du hast uns angelogen.

Und ich habe mir solche Sorgen gemacht.

Ja, aber ich wollte mir eine reinwürgen, was?

Pech gehabt.

Wir essen alleine.

Das Schiff ist kaputt, Ewald.

Totalschaden.

Streichholzsalat.

Kaputt?

Richard sagt, dass das nicht wahr ist.

Und ob das wahr ist?

Oh Gott, oh Gott, oh Gott, Richard.

Ich fordere dich.

Der war da.

Du hast das Schiff kaputt gemacht.

Oh Gott, oh Gott, oh Gott.

Oh, lasst euch nur schnell was einfallen.

Der Heiner ist sehr eigen mit seinen Schiffen.

Ich meine, mich schlägt er ja nicht.

Ja, Bläthe, jetzt hast du ein Problem.

Ich nicht, Schröder.

Du.

Meinst du, ich wäre auch bei Kalle gesauert?

Sieht so aus, als hättet ihr das gleiche

Problem.

So, oberste Regel, wir ziehen das Ganze wie

Profis durch.

Es gibt überhaupt keinen Grund, hier einen auf

Busenfreunde zu machen.

Wir kleben hier einfach nur ein verdammtes Schiff

zusammen.

Ja, glaubst du, ich setze mich freiwillig in

deine hässliche Küche?

Ich würde auch lieber mit meinem Kumpels knobeln.

Wir sind doch froh, dass du nicht dabei

bist.

Da wird dort einfach nicht beschissen.

Was denn?

Der größte Bescheißer aus dem Viertel macht hier

auch Moraljünger.

Apostel.

Es heißt Moralapostel.

Ich sag, was ich will.

Ich hab schon gequatscht, da warst du noch

gar nicht auf der Welt.

Ich hab als Spermi schon besser gesprochen als

du.

Leute, ich hab gesagt, ich arbeite nur mit,

wenn ihr euch nicht streitet.

Also, können wir anfangen?

Also, geht doch.

Wenn wir uns ranhalten, sind wir bis Freitag

durch.

Was wird das denn?

Ein Fähnchen.

Ein Fähnchen?

Wir haben noch nicht eine verschissene Planke zusammengeladen

und er bastelt hier ein Fähnchen.

Das ist total wichtig.

Ja, nee, ist klar.

Weißt du, was auch total wichtig ist?

Ja, was denn?

Der Zahnstocher hier vom Steuermann.

Mit dem kann ich nie arbeiten.

Ach, arbeiten nennst du den Pillepopf?

Du hast doch zwei linke Hände, du machst

doch mehr kaputte Teile.

Ruhe, verdammt!

Mit dem rede ich doch gar nicht.

Ich doch auch nicht.

Na, prima.

Würdest du ihm bitte ausrichten, dass ich hier

wenigstens was wegschaffe, während er sich total verfranst?

Sag ihm mal, dass sich ein gelernter Mechaniker

von einem Klümpchenverkäufer nicht erklären lässt, wie er

seine Arbeit organisiert.

Ach, mach doch Arbeit doch allein, das hält

ja kein Mensch aus.

Jetzt ist er weg, das hast du ja

super hingekriegt.

Ha?

Der ist total nicht weggegangen.

Blödsinn, du hast ihn vertrieben.

Das stimmt doch gar nicht.

Das stimmt ja doch.

Ich hab das mal durchgerechnet.

Wenn das Schiff aus 3003 Streichhäusern besteht und

ihr vier Abende Zeit habt, dann müsst ihr

pro Abend 750 Stück schaffen.

Bittechen?

Keine Zeit.

Ihr seid echt fertig geworden, das ist der

Wahnsinn.

Ja, der Wahnsinn steht da vorne.

Noch eine Stunde länger mit dem zweibeinigen Schimmelpilz

und ich wär' nach Gelsenkirchen ausgefahren.

Ja, ohne mich hättest du nicht mal einen

schwimmenden Aschenbecher hingekriegt.

Klasse.

Hätt' ich echt nicht gedacht.

Ja, achte mal auf die Beplankung.

Alles doppelt verleimt.

Ja, nur weil die erste Schicht nicht gehalten

hat und ich hab' die ganze Fummelei mit

der Klingel gebracht.

Ja, bei Fummelei mit Kleinteilen kennst du dich

auch besser aus.

Hauptsache das Schiff ist fertig.

Momentchen.

Jetzt ist's fertig.

Wo ist denn da bitte schön ein Fähnchen?

Da hinterm Segel.

Da kommt er.

Ich seh' aber keins.

Das sieht man nicht, das weiß man.

Tag zusammen.

Heiner.

Na, erst zu Atze und dann in den

Puff.

Weißt du, nach zehn Jahren kommt das auf

eine halbe Stunde auch nicht mehr drauf an.

Tja, da hat der Körper sich andere Öffnungen

gesucht.

Und Schnäpschen?

Nee, lass mal stecken.

Ein Bier.

Zehn Bier.

Fünfzig Bier, kein Problem.

Aber ein Korn dazu.

Und welches die Birne.

Total schwarz, verstehst du?

Das kenn' ich.

Als wir mit den Mädels auf Kegeltour waren

in Bernkastel-Kühl.

Ja, nee, ist klar, Wiener.

Ich wollte mein Schätzchen abholen.

Und?

Onkel Richard?

Gut drauf aufgepasst?

Wie auf meine Dritten.

Hat einen Ehrenplatz in der Vitrine, das Schätzchen,

ja?

Nee, nee, nee.

Mein Schätzchen.

Ja, wie frisch vom Stapel.

Was habe ich damals noch für eine Drecksarbeit

gemacht?

Guck dir doch mal an, wie ich den

Korn verleimt habe.

Ja, super.

Super?

Das ist die beschissenste Leimarbeit des Jahrhunderts.

Beschissen?

Hör mal, haben sie dich zu lange in

der Dunkelzelle gesperrt?

Mach doch mal die Augen auf.

Hör auf, Atze.

Das lässt sich gar nicht wegdiskutieren.

Das ist doch totaler Murks.

Murks?

Jetzt hören wir mal genau zu.

Halt die Beine flach, Schröder.

Der hat uns beleidigt.

Ist doch egal.

Egal ist 88.

Lass mich doch von so einem Hobbybastler nicht

beleidigen.

Wer ist hier ein Hobbybastler?

Ja du, du Luftpumpe.

Was?

Das ist eine Perle der Schöpfung.

Guck dir das mal an.

Mit Mikrosprachen, alles perfekt verleimt.

Woher willst du das denn wissen?

Weil ich es mit meinen eigenen Händen gemacht

habe.

Das ist perfekte Leimkunst in der Tradition von

Leonardo da Vinci.

Und das Fähnchen hier?

Das ist doch total krumm.

Dieses wunderschöne Fähnchen, das hat der alte Mann

mit seinen Händen und Füßen im Angesicht des

Todes geleimt.

Das kann gar nicht krumm sein.

Wie?

Was?

Das ist überhaupt nicht mein Schiff?

Naja, könnte man so sagen.

Und wo ist dann mein Schiff?

Kaputt.

Und Pläte und ich haben diese überaus perfekte

Kopie für dich gefertigt.

Ach so.

Das konnte ich doch nicht wissen.

Atze.

Tut mir leid.

Aber trotzdem Atze.

So eine Scheiße.

Kommt mir nicht in meine Vitrine.

So ist richtig, lasst euch Zeit.

Das will gut überlegt sein.

Atze.

Atze, ich finde das so super, dass du

mit Pläte jetzt zur Klasse zurechtkommst.

Ja nee, ist klar, wie denn jetzt?

Das wird ein ganz neuer Lebensabschnitt.

Bei Herrn Wilmers stehen die gar nicht mehr

im Fenster, Atze.

Natürlich nicht, weil sie ausverkauft sind.

Die kriegst du nur noch in Mailand.

Die sehen schon geil aus.

Passen doch gut zur Lampe.

Mahlzeit.

Tag Pläte.

Ich muss bekloppt sein.

Komm, 2000 für beide und schwamm drüber.

War gut.

Ich wusste doch, dass ihr Kultur habt.

Sag mal Ari, bist du bekloppt, für die

Dinge so viel Geld zu löhnen?

Komm Pläte, du hast doch keine Ahnung von

Design.

Aber über die Stühle weiß ich Bescheid.

Das interessiert hier aber niemanden.

Die hat der Vater von Katzmarek in der

Kriegsgefangenschaft gebaut.

Atze, stimmt das?

Ja, was weiß ich, was der Alte von

Katzmarek in der Kriegsgefangenschaft gemacht hat.

Ja, und dann standen sie zwei Jahre im

Hof.

Wir haben uns anders überlegt, Atze.

Wir fahren gleich an den Wilmert und holen

uns einen Teppich.

Okay Pläte, kannst du nicht einmal die Schnauze

aus?

Sag mal, wie redest du mit mir?

Wir sind in meinem Laden.

Dein Laden ist in meinem Haus.

Aber ich hab ja Hausrecht.

Ach blödsinn, ohne Haus kein Hausrecht.

Das ist doch kein Haus, das ist doch

eine Ruine.

Was ist das für eine Ruine?

Wohl doch kein neuer Lebensabschnitt.

Doch.

Genau sie bestanden.

Du bist ein Verdicht!

Das kannst du doch mal bezucken hier.

Das ist doch ein Mietergrieß, du Schweinebudi.

Jetzt reicht's mir.

Dann doch.

Jetzt ist Feierabend!

Handschuhe.

Der nimmt doch alles mit in die Wand,

der hat sich nicht wehren können.

Hey, Vorsicht, Mann!

Mensch Murat, wenn es schwimmt, dann geht es

doch ein bisschen Kaffee abköpfen.

Kann ich dir das irgendwie helfen?

So, Oberste Rege, wir ziehen das Ganze den

Profis mit.

Leute und ich haben diese überaus perfekte Kopie

für Dich gefertigt.

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