All language subtitles for Alles.Atze.S01E03[de]

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Original subtitles

Ja gut, Leute, klar, ja, ich kann euch

schon irgendwie verstehen, aber, Àh, wisst ihr, ja,

Àh, mein Bart, Àh, der hört irgendwie mir,

Ă€h, ein StĂŒck weit, ja?

Ein schöner Kineat ist eure Qualmacht, guckt ihr

am Schweigen bis zum nÀchsten Mal, ja!

Puh, das wird nicht gut.

Auch die letzten von euch werden sich verlusten.

Beeil dich, ich muss mal.

Ja, Biene, du bist gut, du, das kann

nicht so einfach sein, Bruder, tu kein Gerbis.

Ich bin super, ich freu mich total, ja,

tschĂŒss.

Atze, Atze, stell dir vor, ich spiele am

Samstag in der ersten Mannschaft.

Ja, das wundert mich nicht, bei dem Konditionstrainer.

Oh Gott, ich bin ja ĂŒberhaupt nicht vorbereitet.

Keine Sorge, du hast genug trainiert.

Och, das weiß ich auch, Atze, aber kannst

du mir vielleicht mal sagen, was ich anziehen

soll?

Wie wÀr's denn mit einem Volleyball-Dress?

Och, hast du die mal gesehen von der

ersten Mannschaft?

Da riehen sie sich aus wie ein Sack

Kartoffeln.

Aber schön festkochen.

Nee, nee, ich brauch was Raffiniertes, da muss

alles stimmen, Farbe, Schnittmaterial.

Weißt du, Murat, die Nummer mit eurem Kopftuch,

die ist eigentlich gar nicht so verkehrt.

Vorne, Ali, da ist sie noch genauso schmierig

wie vorher.

Ja, sonst heiße ich Murat und zweitens hab

ich da vorne noch gar nicht gewischt.

Na, wischen nennst du das?

Sag mal, blöd, da hast du eigentlich gar

nichts zu tun, lÀuft Hans Meiser nicht im

Fernsehen, eine Verhandlung am Amtsgericht oder eine schicke

Beerdigung, auf der du mal ĂŒben kannst?

Du kannst tausend Sachen machen.

Ja, einem wĂŒrd mir schon reichen, schweigen.

Kundschaft.

So eins.

Gell, Sascha, wenn du die im Supermarkt im

Zehnerpack kaufst, da stehst du dich besser bei.

Mensch, BlÀte, der Sascha kommt doch nicht wegen

den Waren, der kommt auch wegen den schicken

Ambiente, stimmt's, Sascha?

Klar, wegen dem auch.

In welchem Supermarkt?

Frisba, Kaiserstraße.

Mensch, BlÀte, mach den Kopf zu, du.

Dieser Milch, bitte.

Ach ja, und eine Tageszeitung.

Herr Leningau, Sie als Mathematiklehrer, da mĂŒssten Sie

doch bis zwei zÀhlen können.

Tut mir leid, Rolf, aber die geschlossene Abteilung

im Altenheim wird gerade renoviert.

Ich hab meine Tageszeitung abonniert, die ist billiger,

immer pĂŒnktlich und zum Weihnachten gibt's ne Überraschung.

Klar, du guckst unterm Baum, keine Geschenke.

Kannst wohl die Wahlen nicht vertragen, Schröder, wa?

Die Leute kaufen doch sowieso nur bei dir,

wenn sie verpennt haben oder zu faul sind,

zum Supermarkt zu laufen.

Mensch, BlÀte, hör auf, meine Kundschaft zu beleidigen.

Naja, ganz Unrecht hat er nicht, hat's er.

Siehste?

Ja, und warum hĂ€ngst du deinen mĂŒden Kadaver

hier jeden Tag zwischen meine Regale?

Scheinst mich ja doch irgendwie bitter nötig zu

haben, wa?

Ich brauch dich nicht, nicht die Bohne.

Ich kauf sowieso nicht bei dir.

Letzten Monat hat er mir TĂŒte GummibĂ€rchen gekauft.

Na, sag mal.

Na und?

Krieg ich ĂŒberall.

Ohne dich komm ich viel besser klar.

Ja, schön wÀr's.

SpÀtestens morgen hÀngst du mir sowieso wieder auf

die Pelle, du Rentenloch.

Das reicht.

Mich siehst du nicht wieder.

Wetten doch.

Wetten nicht.

Wetten doch.

Vielleicht kommt BlÀte ja spÀter.

Oder ĂŒberhaupt nicht.

Der kommt, aber auf Knie.

Viktor!

Atze.

Und?

Hör mir bloß auf, so.

Ihr?

Jo.

Ja ne, ist klar.

Tag, die Herrschaften.

Mein Name ist Fronick, Giesbert Fronick.

Ich bin neu in diesem Revier und möchte

Sie darauf hinweisen, dass wir ab sofort verschÀrfte

Verkehrskontrollen durchfĂŒhren werden.

Also immer schön Verbandskasten und Warmbereich dabei haben.

Der macht mich wahnsinnig, Atze.

Der knallt noch ab.

Unverwandt, dafĂŒr reinigen.

Ich denk drĂŒber nach.

Aha, mein Rat.

Mehr ein Auge auf den Verkehr, eins auf

den Tacho.

Viktor, Einsatz.

Die Arbeit ruft.

Ach gut, wa?

Ach ne.

BlÀte!

Murat, verneige dich vor meiner Weisheit.

Mensch BlÀte, was darf's denn sein?

Sag nix.

Lass mich raten.

Tageszeitung.

Ja eigenartig, dass du mich fragst.

Gerade heute war keiner im Briefkasten.

Ach, tatsÀchlich?

Hat so ein Asozialer geklaut.

Oh, das ist schlimm heutzutage.

Willst du eine?

Nee, ich hab die von Kaczmarek genommen.

Du hast dem Kaczmarek einfach die Zeitung geklaut?

Dann kriegst du doch wieder.

Wenn er Nachtschicht hat, tut er sowieso von

zwölf nicht aufstehen.

Du bist vielleicht ein Bonke.

Was willst du denn?

Gib mal Geld zurĂŒck.

Die GummibÀrchen sind verschimmelt.

Die sind nicht verschimmelt, da sind keine roten

drin.

Kohle raus.

Die hast du gar nicht hier gekauft.

Hier ist die Quittung.

Danke.

Hier, du Geier.

Danke.

Siehst du, Schröder, dafĂŒr kann ich dich dann

doch wieder gebrauchen.

Du armer Willi, was wÀrst du denn ohne

mich?

Ein ganz kleiner Satellit, du winziger Komet, du

mikroskopischer Meteor, der jeden Tag um den Planeten

Schröder kreist.

Ein Atze?

Meteoren kreisen nicht.

Hör auf zu klugscheißern!

Atze!

Nee, ich mach das nicht.

Ach, stell dich doch nicht so an.

Nee!

Was ist denn dabei?

Du huschst schnell rĂŒber, schnappst dir die Zeitung,

kommst zurĂŒck.

Das gibt die Tafferkeitsmedaille.

Zeitungen klauen Watten Schwachsinn.

Wie bitte?

Hör mal, darum geht's doch gar nicht.

Murat, du musst langsam lernen, die Dinge hinter

den Dingen zu sehen.

Ja, und was seh ich da?

Ja, einen miesen alten Mann, der versucht, uns

die Butter vom Brötchen zu nehmen.

Wenn wir ihm jetzt nicht die natĂŒrlichen Grenzen

aufzeigen, verfĂ€llt er den GrĂ¶ĂŸenwahn und will das

ganze Brötchen.

Begreifst du jetzt die ganze Operation?

Warum gehst du nicht?

Ja, weil ich das Nervenzentrum bin, die strategische

Kommandozentrale, das Hirn.

Und außerdem ist mir arschkalt.

Und jetzt los!

Ja, rĂŒber, schnappst sie dir.

Ja.

Links, rechts geguckt, alles frei.

Und zurĂŒck, jawoll!

Das war doch ganz einfach.

Was denn auch fĂŒr ein Theater?

Könntest du links zu Hause sein?

Ja, da geh ich jetzt auch hin.

Ja, Moment, erst mal rÀumst du die Zeitung

weg.

Hey, Atze, willst du die verkaufen, oder was?

Ja, Murat, kommst du jetzt endgĂŒltig auf die

schiefe Bahn, oder was?

Das wÀr doch wohl kriminell.

Hey, die haben sie geklaut, war das jetzt

auch nicht kriminell?

Erstens hast du sie geklaut, und zweitens haben

wir nur ins Marktgeschehen eingegriffen.

Nachfrage steigern heißt das Prinzip.

Und warum treibst du die Kunden nicht gleich

mit der Knarre in den Laden?

Siehste, das ist das Problem mit euch TĂŒrken.

Ihr könnt noch nicht Recht von Unrecht unterscheiden.

Bis im Allmannland ein Öldein dem ist, ist

es der Nellen, ist der Bock, checkt den

Billi dich.

Ja, ist schon in Ordnung, Murat.

Ich erklÀr dir sowas gerne.

Ich weiß immer noch nicht, was ich zu

den Spielen anziehen soll.

Ja, wow, sag mal, Biene, das sieht doch

super aus.

Ja, super, ja.

Kannst du mir vielleicht mal sagen, wie ich

mich in den Klamotten vernĂŒnftig warm machen soll?

Ja, Àh...

Tja, da fÀllt ja auch nichts zu einem,

was?

Ach, dann mach ich auch.

Ach, mein Gott.

Mann, Mann, Murat, mach doch nicht so einen

Stress, du Streber.

Was ist das denn?

Atze, die wollen eine Zeitung.

Ja, dann verkauf ich eine Zeitung.

Dazu noch Eukalyptus und Zigaretten.

Dauert nur eine zehnte Sekunde, Frau Westermann, wie

alles bei den jungen Burschen heutzutage.

HĂŒbscher Bademantel.

Ja, bei Gelegenheit zeig ich Ihnen mal das

Futter.

Zeitung und zwei KÀsebrötchen.

Brötchen muss ich noch schmieren.

Murat, kann das sein, dass du dich heute

Morgen ein bisschen hÀngen lÀsst?

Das kann auch nicht mehr als arbeiten.

Ja, schön, aber wann fÀngst du damit an?

Oh, mein Lieblingskunde.

Leute, macht Platz fĂŒr den Sechszylinder-Motor der

freien Marktwirtschaft.

Richard Platzmann.

PlÀte, wie kann ich dir behilflich sein mit

meinem bescheidenen Sortiment?

Zeitung.

Entschuldigung, was sagtest du?

Eine Zeitung.

Ah, eine Zeitung.

Hat Kaczmarek FrĂŒhschicht?

Hat er auch keine.

Kaczmarek hat auch keine?

Tja, wenn man sicher sein will, dass man

seine Zeitung kriegt, sollte man sich an den

Fachhandel halten.

Hau bloß nicht so auf der Kacke, Schröder.

Atze, gib mir schon eine Zeitung.

Wie, du hast auch keine, Harry?

Was ist denn los?

Gib dir nur eine Zeitung.

Da hat so ein Besoske die ganze Lieferung

geklaut.

Dann ich sag's, Otto.

Morat, vielleicht ist der Andrang deshalb so groß.

Ja, kann sein.

Interessant, gib dir nur eine, der ein Rieseninteresse

daran hat, dass es keine Zeitung gibt.

Ja sicher, der Regenwald.

PlÀte, ich muss weiterarbeiten.

Der hat seine Lektion gelernt.

Gut gemacht, Morat.

Du kannst heute Mittag schon Feierabend machen.

Ja, nicht so frĂŒh schon.

Ja sicher, hau dir nur mal schön aufs

Ohr.

Du musst nÀmlich heute Nacht Top-Fixer werden.

Seit 20 Jahren lese ich jeden Morgen genau

um 10 vor 8 den Sportteil.

Ich kann einfach nicht kacken ohne Sportteil.

Jacqueline und ich haben voll die Krise.

Jetzt redet sie nicht mehr mit mir, weil

ich dann glĂŒcklich nicht zuhöre.

Wie soll ich denn zuhören, wenn sie nicht

mit mir redet?

Ja, ich sag euch, das ist erst der

Anfang.

Erst klauen sie uns die Zeitung und dann

die Autos.

Ja, und zum Schluss heben sie uns die

Frauen weg.

Bei euren Weibern braucht ihr euch doch ĂŒberhaupt

keine Sorgen machen.

Wenn der Russe dahinter steckt, der nimmt sie

alle.

Egal, ich will wieder kacken können.

Das ist nicht der Russe.

Der Verbrecher ist mitten unter uns.

Ganz mieser Typ.

Ohne Skrupel.

Peter, du kannst doch nicht einfach Murat verdÀchtigen.

Ich dulde in meinem Laden keine AuslÀnderfeindlichkeiten.

Ich meine nicht den TĂŒrken, Schröder.

Ich meine dich.

Mich macht die doch nicht lÀcherlich.

Wenn ich von irgendetwas genug hab, dann doch

wohl von Zeitung.

Du bist der Einzige, der ein Motiv hat,

Schröder.

Du bist der Zeitungsmarder.

Ja nee, ist klar.

Ich bin der Zeitungsmarder und du bist hier

der Zuchtbulle.

Guten Morgen.

Ich bin der Zeitungsmarder, der Zeitung geklaut hat.

BlÀte, halt dich mal aus der Ermittlung.

Herr Wachtmeister, der Schröder, der zockt uns die

Zeitung unterm Arsch weg.

Haben Sie Herrn Schröder bei der Tat beobachtet?

Nee, aber ich spĂŒr's in den Knochen, dass

der das war.

BlÀte, die lochen keinen einen nur, weil du

gicht hast.

Das stimmt.

Doch wir nehmen Hinweise aus der Bevölkerung sehr

ernst.

Hat sonst noch jemand etwas anzumerken?

Jo, ich kann seit einer Woche nicht mehr

kacken.

Aha.

Viktor, ich schlage vor, wir erhöhen die Zahl

der Streifen und behalten die Nachbarschaft im Auge.

Ist klar, Gisbert.

Da war garantiert keiner hier auf der Ecke.

Stimmt, der kann sich den Strick nehmen.

Oder eine Kugel geben.

Oder nachher sind die aus dem Ziel.

Komm, Lass uns die ganze Sache lieber vergessen.

Morgen ist doch das letzte Mal.

Warum war gestern nicht das letzte Mal?

Wenn wir jetzt aufhören, machen wir uns doch

total verdÀchtig.

Ich hab keinen Bock erwischt zu werden.

Wenn du alleine gehst, meckerst du.

Wenn ich mitkomme, soll ich wie ein Einzelkind

oder einfach nur ein Schisser.

So, wir können losgehen.

Warum hab ich nicht sowas?

Du hast von der Natur aus einen dunklen

Tag.

Pass mal auf, das geht schneller als ein

halber Schiff.

Ach du Scheiße, was ist?

Da.

Guck mal, unsere BĂŒrgerwehr ĂŒbt schon mal fĂŒr

die Pathologie.

Nicht so laut, das nenne ich Beihilfe.

FĂŒr das Perfekt der Verbrechen.

Los, hol du die Zeitung und dann rĂŒber

damit.

Und was machst du?

Ja, ich behalte die Jungs im Auge.

Mensch BlĂ€te, du siehst sogar Scheiße aus, wenn

du schlÀfst.

Was ist?

Schröder, du Arschloch!

Sollen wir denn denen nicht aufpassen?

Da sind wir wohl eingepennt, wa?

Mann, Mann, Mann, was seid ihr bloß fĂŒr

Versager.

Ich dachte, im Alter kommt man mit weniger

Schlaf aus.

Ich hab doch die Waren genau eingeteilt.

Wie konnte das passieren?

Ihr seid halt auch nur Menschen.

Oder sowas Àhnliches.

Ich war das nicht.

Wo sind die Zeitungen?

Weg.

Wie weg?

Geklaut.

Von dir?

ErzÀhl ich, Schröder.

Was machst du denn die Nacht auf der

Straße?

Ich konnte nicht binnen, weil ihr so laut

geschnacht habt.

Und jetzt?

Hat einer einen Vorschlag?

Nee.

Alter, wie wÀrs mit dem Kaffee?

Schön Brötchen dabei.

Muss gerade so lesen.

So, Morat, machen wir einen Kaffee?

FĂŒr mich Kaffee jedenfalls, wegen der Pumpe.

Ja, sicher.

Morat!

Um diese Zeit schwÀchelt der Junge immer so.

Vielleicht hat er sich nochmal hingelegt.

Richtig, Schröder, das weiß ich ganz genau.

Ich bin ganz nah dran.

Klar, ungefÀhr so nah wie am Geschlechtsverkehr.

An deiner Stelle wĂŒrde ich mich schon mal

bereit machen.

Bereit fĂŒr was?

Buße tun.

Atze, was ist?

Ach du Scheiße, Morat.

Bist du bescheuert, die alten Jahren zu schleppen?

Ja, bist du bescheuert, die Zeitungen hier rumliegen

zu lassen?

Denn bisher ist alles so super gelaufen.

Ach ja?

Atze, was ist denn so super gelaufen?

Die Brauseufos sind super gelaufen.

Und die DDR-Schokolade.

Und du hast vergessen, die nachzubestellen.

Oh, oh, oh, die Jugend heutzutage.

Ja, was isch denn nun mit dem Kaffee?

Kaffee is alle.

Ja, dann nehm ich den Tee.

Tee is auch alle.

Nimm was Kaltes.

Ich nehm auch was Kaltes.

Schaff du die Scheiße hier raus.

Ich kĂŒmmere mich um die Opa.

Wie denn, mit Biene?

Biene!

Biene, Bienemaus, aufwachen!

Ach, Atze, nicht.

Ich hab jetzt keine Lust.

Biene, denkst du denn immer nur an das

eine?

Biene, Biene, komm.

Was?

Wie spÀt ist es denn?

Na, kurz vor sieben.

FĂŒnf Uhr?

Ja, und diese Zeit sind die Laktatwerte viel

besser.

Ja, ja.

Und was bitteschön soll ich anziehen?

Ja, zieh doch ein Bikini an.

Sieht doch keiner.

Ja, Biene.

Ist man doch so richtig geschmeidig, ne?

So, Biene.

Jetzt 20 Minuten intensives Stretching.

Und du kannst baggern und schmettern und dann

ist es fertig.

Ja.

Na, ihr Fresse, die Biene.

Was fĂŒr ein Brötchen.

Was macht die da?

Jetzt hebt sie das rechte Bein.

Ganz hoch.

Oh, boy.

Und jetzt das linke.

Jetzt beugt sie sich.

Ganz tief runter.

Und jetzt?

Was macht sie jetzt?

Jetzt feilt sie sich die NĂ€gel.

Feilt sie sich die NĂ€gel?

Feilt sie sich die NĂ€gel?

Super Ablenkung, hat sie.

Mensch, Moritz, mit dir möchte ich auch nicht

in richtige Schwierigkeiten kommen, du Fimose.

Biene.

Biene, wenn du jetzt ein PĂ€uschen machst, dann

ĂŒbersĂ€uerst du doch total.

Ja, genau.

Schatze, ich wĂŒsste jetzt etwas Besseres von unseren

Laktatwerten.

Wie jetzt?

Hier?

Warum denn nicht?

Hast du auch wieder recht.

Wie in dem Film mit dem Postmann.

Ja, nee, ist klar, Biene.

Super Film, ne?

Aber der Postmann hat zweimal geklingelt.

Oh, echt?

Ja.

Ja.

Ja.

Wow, Abse, das war saugut.

Ich möchte noch mal.

Ja, aber der Postmann hat doch nur zweimal

geklingelt.

Wir mĂŒssen es ja nicht genauso machen wie

die im Kino.

Ach, ihr seid ja immer noch da.

Ja, wir haben uns gerade nett unterhalten.

Erinnerungen ausgetauscht, was?

Jawohl.

Boah, Abse, ich habe voll den Krampf gekriegt.

Biene Gott sei Dank nicht.

So, keiner verlÀsst den Saal.

Jetzt ist es nÀmlich passiert.

Guten Morgen, Abse.

Ich habe eine gute Nachricht, die das ganze

Viertel betrifft.

Genau, hat er.

Der Zeitungsmann ist nĂ€mlich ĂŒberfĂŒhrt.

So ist es.

Was sagen Sie dazu, Herr Schröder?

Ja, Abse, was sagst du dazu?

Woran, was sagen wir dazu?

Ja, gib dir keine MĂŒhe, Schröder.

Jetzt haben wir dich nÀmlich am Arsch.

Das hier haben wir im Kofferraum eines Wagens

gefunden, der in unmittelbarer NĂ€he des Kiosks stand.

Also, dich haben sie doch mit dem Klammerbeutel

gepudert, aber im Kofferraum ihres Wagens haben wir

das gesamte Diebesgut der letzten Tage gefunden.

Jede einzelne verschissene Zeitung, PlÀte.

PlÀte, was sagst du dazu?

Genau, hast du eine ErklĂ€rung dafĂŒr, PlĂ€te?

Tja, Richard, hast du da eine ErklĂ€rung fĂŒr?

Entschuldigung, aber darf bitte ich die Ermittlungen fĂŒhren?

Klar doch.

Also, was ist?

Ich verstehe kein Wort.

Nicht unbedingt das perfekte Verbrechen, PlÀte.

Aber ich habe da ein Alibi.

Wir waren doch den ganzen Abend zusammen.

Na klar, bis wir eingeschlafen sind.

Ich habe auch geschlafen, aber du hast doch

gesehen, wie ich am Pofen war, Ewald.

Tut mir leid, Richard.

Was ist denn los, Atte?

Biene, stell dir vor, es ist ein Verbrechen

passiert.

Echt?

Und ich bin noch im Bademantel.

Tja, die Beweise sprechen leider gegen dich, PlÀte.

Oh, oh, oh, da wird wohl ein saftiges

Bußgeld auf dich zukommen, was?

Da es sich um eine Wiederholungstat handelt, könnte

sogar GefÀngnis dabei rausspringen.

GefÀngnis?

Ja, ein, zwei Jahre.

Was?

Also, ja, ich hau dir wohl den Arsch

auf.

Mach was, Atte, du kannst ja nicht zusehen,

wie Opa PlÀte ins GefÀngnis kommt.

Genau, das kannst du doch nicht mit ansehen,

Schröder.

Ja, aber wieso denn nicht?

Ich muss Murat nicht so oft durchwischen.

Ist schon ein bisschen hart.

Ich meine, weiß doch keiner, ob das wirklich

war.

Also gut, was soll's.

Er hat ja nur mich.

Moment mal, GiesbÀd, wir wollen doch erst mal

in aller Ruhe die Fakten prĂŒfen, ja?

Gut, Fakt ist?

Fakt ist, das hier ist ganz bestimmt ein

hinterhÀltiger, hÀsslicher Hai-Opai ohne Gewissen.

Hör mal, Schröder, bist du bekloppt?

Jeder weiß, er hasst kleine Kinder, kann AuslĂ€nder

nicht leiden und malt Öliges in die Bibel.

Aber heißt er doch automatisch, dass er die

Zeitung geklaut hat?

Nicht unbedingt.

Frage, hatte der VerdÀchtige seinen Wagen abgeschlossen, PlÀte?

Nein.

Nein, also hĂ€tte jeder Bewerse da draußen die

Zeitung in seinen Kofferraum legen können.

Ja, genau, jeder.

Aber wen sucht er sich aus, unser feiner

Herr Oberwachtmeister?

Diesen kleinen, huzzeligen, unansehnlichen Rentner.

Das organisierte Verbrechen macht Millionen.

Jede Woche.

Jeden Tag.

Jede Stunde.

Aber wen will die Polizei in den Knast

stecken?

Dieses Wrack von einem Menschen, dessen Leben lÀngst

jeglichen Sinn verloren hat.

Moment mal, Schröder.

Welchen Vorteil hÀtte die Gesellschaft davon, diese tragische

Figur wegzuschließen?

Ein Mann, der die Bezeichnung Mann doch gar

nicht mehr verdient.

Ey, Atte!

Warum sollte so ein armes StĂŒck Backobst die

letzten Jahre, die ihm noch bleiben, im GefÀngnis

verbringen?

WĂ€re es nicht viel humaner, diese schlecht riechende

alte Muschel den Weg ins feuchte Grab in

Freiheit gehen zu lassen?

Oh, Schröder, du Arschloch!

Sag mal, wenn der PlÀte das gar nicht

war, wer war das denn dann?

Herr Wachtmeister, lesen Sie eigentlich gerne Zeitung?

Ja, sicherlich.

Aha, da haben wir doch schon das Motiv.

Wie, Motiv?

Zum Zeitung klauen.

Ist doch Quatsch.

Moment, wann fing das eigentlich genau an mit

den Zeitungstiebstellen hier bei uns in der Nachbarschaft?

Genau, als er hier im Viertel auftauchte.

Ja, und wieso sollte ich so was tun?

Schulden?

Kriminelle Gene?

Oder vielleicht einfach nur, weil du hier vor

den Leuten mal so und was ist das

hier?

Hm?

Hast du die bezahlt, Kollege?

Ich weiß wirklich nicht, wo die herkommen.

Ja, ich aber.

Und was ist das hier?

Und was ist das hier?

Oh, oh, oh, Gisbert.

Ernste Sache, Gisbert.

Aber Viktor, Kollege, Leute, ihr glaubt doch wohl

wirklich nicht, dass ich...

Ich glaub, wir gehen besser.

Viktor, ehrlich, ich hab noch nie...

Vielleicht wirst du ja nur versetzt.

Ich hab...

Atze.

Mach gut.

Hohes Gericht, liebe Geschworenen, keine weiteren Fragen.

Atze.

Ich bin ja mal gespannt, wie blöd dieses

Dankeschön ausfÀllt.

Und ich bin gespannt, wie dein Dankeschön ausfÀllt,

Atze.

Naja, Murat, ist mir schon klar, dass du

dir irgendwie Klasse gedeichselt hast.

Unter dem Zeitdruck, aber hast ja auch eine

Menge gelernt bei mir, ne?

Wenn ich nicht rechtzeitig eingegriffen hÀtte, wÀre PlÀte

jetzt der Àlteste Justiz- Irrtum im Essen

der Gnast.

Und, wie sieht dein Dankeschön aus?

Ja, Murat, lagen wir mal richtig rein.

Der Chef kommt weg.

Atze.

Ja, komm.

Wenn's dir wirklich so wichtig ist, ich lass

mich bei deinen Fragen, ne?

Tag, Atze.

Tag dir.

Und, PlÀte?

Also, ich ...

Sag schon, Richard.

Ja, also, wir haben entschlossen, ja, da du

dich fĂŒr ein Mitglied von uns stark gemacht

hast, quasi sozusagen als Ehrenmitglied in unserem WĂŒrfel

-Club Schockdorf aufnehmen.

Ja.

Und, brĂ€uchte er nicht irgendeinen Attest fĂŒr, zum

Beispiel einen unterschriebenen Totenschein?

Super, Atze.

Sehr gerne, Alter.

Mittwochs ist ganz schlecht.

Also, mittwochs geh ich immer mit einem verdienten

Mitarbeiter ins Kino.

Stimmt's, Murat?

Ach, Atze, gib mir einfach die Kohle und

mach den schönen Abend mit den Jungs.

Ja.

Ja.

Ja.

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