All language subtitles for [apreder]Devoilees(2018)HDTVRip (1)

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Original subtitles

* Isabelle *

* Lea *

* Anais/Oum Asma *

* FÜR MEINEN GLAUBEN *

Die desmale Ossifikation.

Die desmale Ossifikation ist eine Form der Bildung von Knochengewebe,

bei der der Knochen

direkt aus dem ursprünglichen Bindegewebe gebildet wird.

Man findet diese Art der Ossifikation

zum Beispiel im Bereich der Schädeldecke,

der Calvaria. In der Tat

ist im Frühstadium der Organogenese

im Gehirn ...

(Durchsage) "Auf Gleis 1 fährt ein

der Interregio nach Nemour. Planmäßige Ankunft 13:45 Uhr,

planmäßige Abfahrt 13:51 Uhr."

* Die Frau weint. *

* Ein Telefon klingelt. *

Hier!

* Das Telefon klingelt noch. *

Soll ich jemanden verständigen?

Familie?

Freunde?

* Unser Kampf kennt keine Grenzen. *

* Eine Tür fällt zu. *

* Ein Mann betet auf Arabisch. *

* Er betet auf Arabisch. *

Wir sind hier, um uns zu verabschieden von Jibril Suleimani.

Jibril Suleimani war unser Bruder.

Aber er war auch der Bruder von Millionen Palästinensern,

die verstreut sind auf der ganzen Welt.

Das Leben von Jibril Suleimani

war gezeichnet von Aufopferung und von Kampf.

* Eine Frau schluchzt. *

"Soll ich jemanden verständigen? Familie?"

Freunde?

Was wollte er denn in Tel Aviv?

Er hat Kurse gegeben.

Fortbildungskurse für andere Mediziner.

Hat er das oft gemacht?

Mehrere Male im Jahr.

Also, am Morgen des 21. haben Sie ihn zum Flughafen begleitet.

Ist Ihnen da vielleicht irgendwas aufgefallen?

War denn viel los?

Ich weiß nicht.

Weiß ich nicht mehr.

Standen Sie Ihrem Mann nah, Madame Sauser?

"Guten Tag!"

Guten Tag!

Folgen Sie mir? Oh!

Ich bin jetzt in Rente.

Nach 60 gehört man zum alten Eisen, wissen Sie?

Stimmt! Sie sind schon alt geworden.

Hm. Er ist zurück in die Schweiz gekommen. Vor ein paar Monaten.

Ich glaube, er war sehr krank.

Sie wissen vermutlich Bescheid darüber.

Haben Sie ihn wiedergesehen?

Sie können es einfach nicht lassen.

Isabelle!

Wenn Sie irgendwann über die guten alten Zeiten reden wollen ...

Ich würde mich freuen. Danke!

Auf Wiedersehen!

Sie haben sich allerdings nicht sehr verändert.

* Durchsage: *

"Nächster Halt: Yverdon les Bains."

* Eine Tür wird geöffnet. *

Omi?

Und?

Wie war dein Tag?

Na, Uni eben. Wie üblich!

Und bei dir?

Bei mir auch wie üblich.

Alles gut? Ja. Warum?

Ach, hör mal! Nicht mit mir!

Ich kenne dich. Besser als meine Mutter.

* SMS-Ton *

Das ist Miles. Er will skypen. Hm.

Darf ich? Ja, ja. Geh nur!

Danke, Omi!

Tag!

Lea? Ich bin es. "Alles okay?"

Ja, ja! Alles okay! Und bei dir? "Alles sehr gut."

Und deine Männer? "Super!"

"Johns CD ist in den Top 20." Das ist ja fantastisch!

Oh! Das freut mich für John! "Ja. Das ist super."

Ja. Sag mal, Liebes! Ich wollte mit dir über etwas reden.

"Worüber?" Nichts Schlimmes!

Jedenfalls glaube ich das nicht. "Was ist denn?"

Also, es geht um Anais. "Ja?"

Ich glaube ... "Was ist los?"

Ich glaube, sie ist zum Islam konvertiert.

"Hallo?" Hi, Genevieve! Kannst du mir

für morgen ein Flugticket in die Schweiz buchen?

"Natürlich!"

Sag nichts! Bist du zum Konzert wieder zurück?

Natürlich.

Was ist passiert? Ich muss verreisen.

Nur deine Schwester besuchen.

* Ein Telefon klingelt. *

(Mann) Isabelle?

* Jemand fotografiert. *

Ist gut? Bist du fertig?

(Mann) Geschenk!

Für mich? Ja.

Deine Fotos sind überall veröffentlicht worden.

Was du getan hast, ist noch besser als ein militärischer Sieg.

Die ganze Welt hat sie gesehen. Niemand wird sagen können,

dass es uns nicht gibt. Danke!

* Er lacht. *

"Das Symbol für den Sicherheitsgurt wird bald erlöschen.

Wir bitten Sie jedoch, während des Fluges angeschnallt zu bleiben.

Es ist verboten, an Bord zu rauchen.

Außerdem verbietet 'Air Canada' elektronische Zigaretten."

"Monsieur Barnani aus Beirut wird zur Information gebeten."

Ja, und wenn wir sie "Lea" nennen? Lea ist gut, oder?

Ja. Wenn es ein Mädchen ist. Es wird ein Mädchen.

Ich bin mir sicher. Bis nächste Woche, Liebling!

Gute Reise!

Isabelle! Isabelle?

Ach, Lea! Was machst du denn hier?

Na, ich hole dich ab. Was sonst?

Ich hätte den Zug nach Neuchatel genommen.

Ja. Ich bin da. Alles gut, hm?

Ganz schön groß, der Flughafen. Ja.

Ich war nie wieder hier.

Du warst nie wieder an diesem Flughafen?

Nein. Geht es dir gut dabei?

Na klar! Alles in Ordnung!

Toll, dass du gekommen bist!

Weißt du, Lea: Irgendwie verstehe ich dieses Bedürfnis,

an etwas glauben zu wollen. Anais hat sich für den Islam entschieden.

Sie hätte sich auch für etwas anderes entscheiden können.

Wird ein junges Mädchen heutzutage Muslimin, weiß man, was das heißt.

Das sagst du nur, weil du Angst hast. Das verstehe ich auch.

Ja. Ich habe Angst. Es ist noch nichts passiert.

Wir wissen nichts. Ich muss mit ihr reden.

Moment, nein! Wenn du sie von vorneherein damit konfrontierst,

dann blockiert sie. Du weißt genau, wie sie ist.

Was schlägst du vor? Was weiß ich?

Zuerst sollten wir sie beobachten.

Wissen, wen sie trifft, bevor wir mit ihr sprechen.

Ich kann doch nicht so tun, als wüsste ich von nichts.

Wieso nicht? Sie ist ein wundervolles Mädchen.

Sie hat ein großes Herz. Sie ist intelligent.

Hypersensibel und beeinflussbar. Jedenfalls vertraue ich ihr.

Hast du mit Antoine geredet? Nein.

Hör zu! Wir brauchen nur ein bisschen Zeit, sonst nichts.

Lass uns nicht gleich in Panik geraten!

(Laila) Ich fahre auf den roten ab, Schwester.

(Noor) Nein. Der blaue passt zu ihren Augen, ja?

Der hat Stil. Sieht Bombe aus.

Dein Mann hat Glück. Inshallah. Ich mag den schwarzen lieber.

Nein. Schwarz zieht mich runter.

In deinem Herz ist es schwarz, Schwester.

Tarik sagt: "Eine echte Muslimin

muss immer ihre Hände bedecken." - Wie machst du ihm Sachen

mit Handschuhen? An deinem Rajli? - Hast du kein Schamgefühl?

Der Prophet, Allahs Segen sei mit ihm und seiner Familie, sagt:

Die Scham bringt nur Gutes.

Da ist gar keine Burka dabei. Ich hätte gern eine Burka getragen.

Doch, klar! Pass auf! Da! Hier!

Da, da!

Mashallah!

Du bist eine echte Prinzessin, Schwester.

Omi?

Das ist wissenschaftlich bewiesen. Ich habe es neulich gelesen:

Der geringste Alkohol tut dem Körper nicht gut.

Nicht immer. Mama? Was machst du hier?

Du hast mir so gefehlt! Ein Problem

mit der Luftverkehrsvereinigung. Sie ist ein paar Tage hier.

Warum habt ihr mir nichts gesagt? Kriege ich keine Umarmung?

Doch! Bin ich froh, dich zu sehen!

Stößt du mit uns an, Schätzchen? Nein. Danke!

Hör mal: Es ist so lange her, dass wir drei zusammen waren.

Mach deiner Mutter die Freude!

Auf dich! Dann auf dich, Liebling!

Setzen wir uns?

Wie war dein Tag?

War es gut? Ja.

Schminkst du dich nicht mehr?

Doch. Warum?

Na ja, nur so!

Was ist das für ein Problem, das du hast?

Es geht um einen Rücktritt. Eine wichtige Stelle.

Darum fährst du morgen nach Genf? Ja, den ganzen Tag.

Isabelle wartet drüben auf uns. Komisch! Du sagst nie "Mama".

Ach ja? Hm.

* Schritte nähern sich. *

Darf ich?

Es scheint, als ginge es dir gut.

Ich finde, du wirkst glücklich. Ja.

Ich habe meine Freundinnen und Omi.

Papa. Nicht zu nah dran. Und mein Studium.

Es geht mir gut hier. Hm.

Ja. Du fehlst uns.

Deinem Bruder vor allem.

Wir skypen ständig miteinander. Und Miles versteht alles.

Hm.

Ich wollte dir sagen: Ich bin da,

wenn du mich brauchst. Ja. Ich weiß.

Also gute Nacht, mein Liebling!

Schlaf gut, Mama!

* Sie nimmt einen Schlüssel. *

Ich drehe durch. Meine Mutter ist eine Schnüfflerin.

"Damit wirst du auf die Probe gestellt, meine Schwester."

Soll ich normal weitermachen?

"Normal. Ich glaube an dich. Sei stark!"

Möge Gott dich beschenken. "Möge Gott dich auch beschenken."

* Anais spricht Arabisch. *

"Oum Asma. Das ist jetzt dein Name. Vergiss das nicht!"

Salam!

* Laute Musik *

* Dalida singt "Those Were the Days" auf Italienisch. *

Das war es, Lea. Ich habe den Schlüssel gefunden.

Los!

Wen rufst du an? Bei uns zu Hause.

"Hallo!" Liebling, wecke ich dich?

"Nicht wirklich!" Können wir in 5 Minuten skypen,

zusammen mit Miles? "Klar."

* Kussgeräusche * "Hallo! Wie geht es?"

Mein Prinz! Entschuldige, dass ich dich wecke!

"Ich habe genug geschlafen." Ich brauche deine Hilfe.

Kennst du das Passwort deiner Schwester?

Nein. "Aber du könntest es rausfinden."

"Ja, ich glaube. Aber wozu brauchst du das?"

Tja! Es ist wichtig, Miles. Es ist, um ihr zu helfen.

Warum ziehst du ihn da mit rein?

(Miles) "Was würdest du tun?" Wir sind eine Familie.

Alles hängt davon ab, ob du denkst,

dass du deiner Schwester hilfst oder dass du sie verrätst.

"Hast du den Computer vor dir? Ich helfe dir

beim Knacken des Passworts." Ich habe ihn vor mir.

Wir waren überall drin.

Wir waren überall drin. Facebook,

Instagram.

In ihren Fotos und Mails gibt es nichts.

Der Verlauf wurde gelöscht.

Na schön! Aber wir haben nichts gefunden in ihrem Computer, im Bad.

In ihren Sachen. Nichts deutet darauf hin, dass sie Muslimin ist.

Bist du sicher, dass du Anais in einer Djellaba gesehen hast?

Ich bin mir sicher. Und wenn du dich geirrt hast?

Vielleicht war es ein anderes Mädchen?

Ich bin nicht verrückt. Sie war es.

Sie war es in Genf,

in der Moschee und sie hat sich im Zug umgezogen.

Meine Tochter ist eine Muslimin. Aber man sieht es nicht.

Und was denkt du, warum nicht?

Was weiß ich? Sie hat wohl Angst, dass man sie verurteilt. Oder ...

Oder es ist sehr ernst. Weißt du nicht:

Es geht nur noch um Jugendliche,

die konvertieren, weggehen und kämpfen. Irgendwo!

Entweder rede ich mit ihr oder du beweist, dass sie konvertiert ist.

(Nour) "Abou Kassam gibt dir Anweisungen.

Ich freue mich für dich." Ich glaube es nicht.

Abou Mouadh ist ein echter Kämpfer. Jede Schwester würde ihn heiraten.

"Soubhan Allah." Allah whouakbar.

"Bist du sicher, dass es dein 1. Mal ist?"

Natürlich! Mashallah!

Ich weiß, du bist rein, meine Schwester. Gehorche deinem Mann

"und bereite ihm Freude." Für mich ist meine Heirat

nur eine Übergangsphase. "Was? Bei uns ist eine Frau

ohne Mann keine Frau. Sie ist nichts!

Miskin! Vergiss das niemals!"

Salam aleikum, meine Schwester.

Verzeihung!

Dalila! Danke, dass du dich mit uns triffst!

Guten Tag! Meine Tochter. Anais' Mutter.

Guten Tag! Guten Tag!

Ich habe in 5 Minuten einen Kurs.

Wir möchten über etwas reden. Erzählte Anais von unserem Streit?

Nein. Warum habt ihr euch denn gestritten?

Hör mal! Es tut mir leid, dass ich indiskret bin.

Aber du bist Muslimin, oder?

Na und? Ist das verboten? Nein.

Deine Religion ist sehr schön. Das wollte ich nicht sagen.

Anais hat ein Geheimnis. Ich denke, du kennst es.

Ein Geheimnis verrät man nicht.

Aber Dalila ... Was wollen Sie?

Ich bin keine Petze, verdammt! Jetzt warte doch! Moment!

Du hast recht. Wir hätten nicht kommen sollen.

Ich weiß nicht, was passiert ist. Du bist ihre beste

Freundin. Sie redet immer von dir. Ist das wahr?

Ja. Sag mal, Dalila: Mit einem Lächeln

auf eine Frage antworten, das kannst du. Oder?

Anais ist konvertiert und ich denke, dass es deinetwegen ist.

Das ist super! Das ist sehr gut.

Allerdings ... Da sie es vor uns verheimlicht,

hat ihre Mutter Angst. Weil sie die Attentate der IS und so ...

Also sie glaubt mir nicht.

Ich schwöre: Wir sagen niemandem, dass wir uns getroffen haben.

Ich verspreche es.

Sie ist doch zum Islam konvertiert, oder?

Das war wirklich köstlich, Isabelle. Hm.

Danke, Antoine! ... Gibst du mir deinen Teller?

Da! ... Spendierst du mir eine Zigarette?

Danke!

Ich mache ein bisschen Musik. Ja, sehr gut.

* Musik: Dalida singt "Those Were the Days". *

Was ist das? Dalida.

Was Altes von meiner Mutter.

Kommst du?

Es ist lange her, dass du mich zum Tanzen aufgefordert hast.

* Die Musik stoppt. * Was ist? Gefällt es dir nicht?

Ich habe Kopfweh. Von eurem Rauch. Wieso das?

Ja, aber Moment. Du, Papa: Exoffizier der Armee.

Arzt. Ordnung. Strenge. Disziplin. Du bist süchtig.

Du kannst nicht leben ohne Alkohol und Zigarren.

Ich trinke und rauche nun mal gern. Das bringt mir sehr viel Freude.

Freude ist wichtig im Leben.

Dir würde es guttun, etwas mehr zu trinken und zu essen.

Vom Rest ganz zu schweigen. Welcher Rest? ... Und du, Mama!

Mit deiner Wimperntusche und deinem Dekollete!

Machst du deinen Exmann an? Wozu dient dein Leben?

Geht es noch? Gut. Ich erkläre es dir.

Vom Verkauf von Tabak und Alkohol

profitieren Multimilliardäre ohne Respekt vor Menschen.

Sie mischen Substanzen rein, die abhängig machen.

Die Leute kriegen Krebs, müssen behandelt werden.

Versicherungen und Pharmaindustrie sahnen ab. Das ist Sklaverei.

Und du, Papa, steckst mittendrin. Du operierst die Kranken,

nimmst ihr Geld. Für deinen Single Malt und deine Havannas.

Währenddessen krepieren die, die noch Würde haben und Ehrgefühl.

Du hast recht. Ich bin ein Sklave. Seit 25 Jahren arbeite ich

60 Stunden die Woche, um zu verhindern, dass Leute krepieren.

Dazu dient mein Leben. Wozu dient deins?

Anais!

Bleib hier! Ich gehe zu ihr.

Also, du kannst gern revoltieren, Anais.

Aber deiner Familie gegenüber ist das ein bisschen zu einfach.

Findest du nicht? Nein?

Du hast nie wieder geheiratet. Ich wollte von keinem Mann

mehr abhängig sein.

Weißt du: Als ich jung war, da hatten wir so viele Träume.

Von Gerechtigkeit. Von Freiheit.

Wir wollten anders leben und kämpfen.

Und hast du gekämpft? Aber ja!

Zum Beispiel für die Legalisierung der Abtreibung, für ...

Na ja! Gleichzeitig hattest du deine Witwenrente, dein Haus,

deine Eltern. Es lief gut für dich. Was weißt du schon davon?

Kämpfen nenne ich das nicht gerade. Na ja!

Man denkt immer, dass man jemanden kennt.

Aber man kennt nur das, was der andere zeigen will.

Man sieht sowieso immer nur das, was man sehen will.

Die Welt zu verändern, reicht heute nicht mehr.

Man muss sie erneuern. Was, erneuern?

Ja. Sie entgiften.

Oh, la, la!

In den amerikanischen Bomben in Afghanistan ist Uranium.

Hast du das gewusst? Ja.

Und was machst du dagegen? Und was machst du dagegen?

Vergiss vor allem nicht zu lieben, Anais.

Die Welt erneuern, sie entgiften, wie du sagt, geschieht durch Liebe.

Und nicht durch Hass. Nicht durch die Liebe eines Typen.

Durch die Liebe im Allgemeinen. Durch jede Form von Liebe.

Menschlich, spirituell. Die Liebe Gottes zum Beispiel.

Gott! Du weißt nichts von Gott.

* Geräusche *

Ah! So eine Scheiße!

Anais! Wir müssen reden. ... Entschuldigen Sie!

Verzeihung!

(Französisch) "Nächster Halt Genf!"

(Deutsch) "Nächster Halt Genf!"

Entschuldigung!

* Anais klopft. *

(Leise) Salam. Wie geht es? (Leise) Salam.

Salam. Salam.

Tarik! Wie viel Reis kommt ...

Pst! - ... in den Sack?

Alles okay? Ja.

Ich habe eine grüne Djellaba für deine Hochzeit gefunden.

Oh! Die ist aber schön. Danke! Sie haben angerufen.

Wir fahren in einer halben Stunde.

Hier!

Wir sind da.

* Etwas klappert. * Pass auf, verdammt!

Was treibt ihr?

Bedeckt euch! Sie kommen!

Salam! - Salam!

Oum Asma?

Asalam Aleikum. Allah schütze dich, meine Braut.

Wa alikum salam, Abou Mouadh al Fransaoui.

Der Friede, die Barmherzigkeit und der Segen Allahs sei mit euch.

Oum Asma! Schwörst du auf den Koran, dass du Jungfrau bist?

Ja, sicher. Omar, mein Bruder:

Gibst du Abou Mouadh al Fransaoui Oum Asma zur Frau?

Ja. - Inschallah!

Abou Mouadh al Fransaoui.

Nimmst du Oum Asma zu deiner Ehefrau?

Ja.

Möge Allah euch segnen, seinen Segen auf euch herabkommen lassen

und euch im Guten vereinen.

Ist es schon vorbei?

Ja, meine Schwester. Hamdullah. Na los! Geh mit deinem Mann!

Oum Khansa!

Schwört du auf den Koran, dass du Jungfrau bist?

Heb dein Kleid, meine Frau!

Das ist haram.

Nicht vor mir.

Los, heb es hoch!

Höher!

Spiel nicht die Schamhafte vor mir!

Höher!

Eine Frau muss ihrem Mann gehorchen.

Los!

Was soll das hier? 3 Minuten heiraten und dann bumsen?

Bin ich deine Frau oder deine Nutte?

Was?

Bist du eine Rebellin?

Hm?

Du bist eine Rebellin. Habe ich recht? Komm her!

Du rauchst?

Was geht dich das an?

Das habe ich mir anders vorgestellt.

Verzeihung!

Was wolltest du? Hm?

Ein Prinzessinnenkleid? Freudenschreie und Süßigkeiten?

Das ist der Djihad! Geht das nicht in deinen Kopf?

Wir haben vor Allah geheiratet. Du gehörst mir.

Vorher haben wir geredet.

Du warst sanfter, als ich in Syrien war.

Du auch. Im Chat warst du freundlich.

Nur jetzt sind wir in Frankreich, Liebling. Verstehst du?

Im Land der Ungläubigen! Ich habe keine Zeit.

Ich gehe bald ins Paradies!

Und du machst auf Schäferstündchen. He!

Du wirst Märtyrer?

Wann denn?

Nur keine Angst! Die reden schon bald von mir. Inschallah.

Du wirst ein Märtyrer, Abou Mouadh!

Ich bin stolz, dass ich dir gehöre.

Du wirst ein großer Chahid, Inschallah.

Komm!

Komm mit mir!

Was machen wir? Das kann doch nicht sein! Rufen wir die Polizei an?

Die Polizei? Ja, klar.

Vielleicht wurde sie entführt. Was machen wir?

Lea! Beruhige dich! Und wenn sie nicht zurückkommt?

Es ist nicht mal 7 Uhr. Lass uns erst abwarten!

Das kann doch alles nicht wahr sein.

Das kann sie mir nicht antun. Gut! Dann rufen wir die Bullen an.

Na ja, einen Bullen! Ich muss ihn hier irgendwo haben.

Wen? Warte es ab!

Du bist schön, Baby. Warum versteckst du dich?

Schönheit ist zu nichts gut, Abou Mouadh!

Sie ist bloß eine Hülle.

Darf ich? Nur zu!

Der Krieg ist nichts für kleine Mädchen.

Ich weiß, was Krieg ist.

Ich bin nicht weniger in der Lage zu töten als du.

Leg die Knarre hin!

Ich will kämpfen.

Leg sie hin, sage ich!

Geh jetzt nach Hause! Halt die Klappe!

Sprich mit niemandem! Und du wartest.

Hast du verstanden?

Du wartest auf meine Entscheidung.

Hallo, Fred!

Hallo, Isabelle!

Darf ich vorstellen: Lea, Fred! Guten Abend!

Es gibt nichts über Anais. Sie ist nicht auffällig geworden.

Wenn Sie allerdings denken, sie hat sich radikalisiert,

dann ist es am besten, wir sprechen mit ihr.

Was heißt: "Wir sprechen mit ihr."? Wir, die Kollegen.

Deswegen habe ich Sie nicht angerufen.

Gut.

Haben Sie Zugriff auf ihren Computer?

Ja. Wir haben alles überprüft. Alles ist normal.

Moment! Diese Leute kennen sich gut mit dem Internet aus.

Die können Spuren verwischen. Wir müssen ihn überprüfen.

Wie machen Sie das? Wir installieren eine Art Wanze.

Eine versteckte Software, die den Computer ausspioniert.

Wie installiert man die? Kannst du uns helfen?

"Und? Funktioniert es?" Ja.

Ich bin schon beim Installieren. Funktioniert!

"Sehr gut." Noch mal danke!

"Telefonieren wir?" Ja, ist gut. Bis bald!

(Leise) Wo ist sie? (Laut) Wo ist sie?

Anais? Wo warst du? Du hast seit Stunden die Mailbox an!

Mein Akku war leer. Tut mir leid! Mehr hast du nicht zu sagen?

Wir sind fast gestorben vor Angst! He, ich in 21!

Man kann Bescheid sagen! Es ist 3 Uhr morgens!

Ich war bei jemandem. Sonst nichts!

Was? Entschuldige, Mama!

Ich wusste nicht, dass du dir solche Sorgen machst.

Tja dann: Letztendlich glaubst du an die Liebe!

Mit ihm ist das anders.

Es ist anders mit dir.

Aber nicht nur das.

Alles.

Ich ...

Ich fahre morgen wieder.

Du bist doch noch gar nicht lange da.

Das ist mein Leben.

Ich weiß nicht mal, was das ist, dein Leben.

Du weißt, was wissenswert ist.

Also ...

* Geräusch *

Weißt du, was das ist, mein Liebling?

Meine kleine, vorm Wahnsinn der Menschen behütete Schweizerin.

Dies ist der Schlüssel zum Haus meines Großvaters in Jaffa.

Er wurde vertrieben von seinem Land. Vor 21 Jahren. Wie ein Hund.

Seitdem hat er jeden Tag nur an eins gedacht:

Sich zurückzuholen, was man ihm nahm.

Bevor er starb, gab er meinem Vater diesen Schlüssel.

Der ihn mir gab, bevor man ihn ins Gefängnis steckte.

Es heißt: Männer weinen nicht. Aber das ist falsch.

Sie weinen.

Ich will kämpfen.

Ich will mit dir gehen.

Nein.

Ich brauche dich mit ... deinem Ehemann.

(Englisch) Ja. Du hast recht.

Ich weiß. Aber ... Also ... Ich muss jetzt gehen.

Sag Genevieve, dass ich sie zurückrufe! Okay?

"Ich liebe dich." Bis dann, Liebling.

Glaubst du das mit dem Typen?

Seit gestern weiß ich gar nichts mehr.

Das würde einiges erklären.

Vielleicht ist sie aus Liebe konvertiert.

Hast du in den Computer geschaut?

Allein hatte ich nicht den Mut.

"Oum Asma."

Verdammt! Das darf nicht wahr sein!

Wir müssen sie wegbringen. Nach Kanada schaffen.

Weit weg von diesen Leuten. Sie von alldem abschneiden.

"Ich bin stolz, die Ehefrau des großen Kämpfers

Abou Mouadh zu werden." - "Total cool!"

Ich rufe Antoine an.

Wir haben einen Plan.

Wir bringen sie nach Kanada. Das reicht nicht.

Sie muss von alldem isoliert werden.

Das ist die einzige Lösung. Das regelt sich nicht von allein.

Ich habe oft an Sie gedacht, Isabelle.

In all diesen Jahren nicht den wahren Sachverhalt der Geschichte

zu kennen, hat mich ... Ich war es nicht.

Und das wissen Sie. Möglich wäre es gewesen.

(Sprecher) "7 Minuten nach dem Start

in Zürich Kloten meldet der Pilot des Fluges 330

nach Tel Aviv dem Kontrollturm Rauch-Entwicklung im Flugzeug.

Der Kapitän ..."

(Antoine) Ich werde Einrichtungen finden, Spezialisten.

Es gibt nichts, keine Einrichtung.

Nur eine Hotline und Selbsthilfegruppen.

Das Problem müssen wir lösen.

Und was machen wir? Sie zu den Bullen bringen?

Willst du ihr Leben zerstören?

Meine Tochter verheiratet ... Was für ein Albtraum!

Wir suchen ein Haus, eine Hütte. Im Norden von Quebec.

Ein verlassenes Nest, in dem es nichts gibt.

Keine Straße, kein Internet. Nur sie und uns.

Und dort werden wir sie isolieren, uns kümmern.

Wir bekommen sie vom Internet los, den Kontakten, den Mails.

Von allem! Nur wir. Zusammen!

Zusammen.

Ich wollte nie irgendwas kaputt machen, Lea.

* Arabischer Gesang *

* Anais hört arabische Musik. *

Isabelle?

* Ich liebe dich, Colette *

Lea?

Le...

Du liebst Frauen?

Wer ist diese Colette?

Verzeih! Ich habe in deinen Sachen gewühlt. Aber ...

Zwei Lieben gleichzeitig? Ein Ehemann, eine Geliebte? Hut ab!

Colette ist ein Codename.

Es ist ein Mann.

Was?

Wie ... Wie das?

Du hast mit 2 Männern zur gleichen Zeit geschlafen?

Ja.

Also: In dem Jahr, 1969, in dem du mit mir schwanger geworden bist,

hast du mit 2 Männern geschlafen. Ja.

Aber ... Moment! Mein Vater ist Laurent.

Ist es "Colette"?

Ich weiß es nicht.

Du machst Witze, ja? Wie: Du weißt es nicht?

Du weißt gar nicht, wer mein Vater ist?

Aber dieser "Colette": Weiß er, dass es mich gibt?

Lebt er?

Lea!

Im Grunde kenne ich dich überhaupt nicht.

Anais hat angerufen. Sie kommt nach Hause.

Du musst aus dem Zimmer rauskommen.

Als Laurent ... Als Laurent ... gestorben ist,

bei dem Attentat, ...

Ich ... Da bin ich durchgedreht.

Weiterhin diesen anderen Mann zu lieben war nicht möglich.

Also habe ich ihn verlassen. Wir haben uns nie wiedergesehen.

Dann wurdest du geboren.

Ich war Witwe. Allein ... mit einem Baby. Ich war 23.

Ich fühlte mich verloren.

Laurent hatte deinen Namen ausgesucht: Lea.

Und ich trage seinen Nachnamen: Sauser. Also ...

Tja! Also habe ich beschlossen, dass er der Vater ist.

Und wie hieß dieser andere, dieser andere Mann?

Er hieß Jibril.

Jibril.

"Hallo?" Antoine?

Oh mein Gott!

(Arabisch) Möge Allah, der Große, der Barmherzige, mir verzeihen.

(Arabisch) Allah ist groß.

(Arabisch) Allah ist groß.

(Arabisch) Allah ist groß.

(Arabisch) Allah ist groß.

* Lautes Geräusch *

(Mann) Keine Bewegung! * Schüsse *

* Schüsse *

* Schüsse * Nein!

Nein! Nein!

(Mann) Auf den Boden!

Auf den Boden! - Hinlegen! Runter!

Als du klein warst, habe ich dir jeden Morgen Pancakes gemacht.

Weißt du noch? Nein, nicht wirklich. Danke!

Solltest du nicht nach Genf fahren? Nein.

Ich fliege zurück nach Montreal. Ich habe hier alles erledigt.

Mhm! Wie das riecht! Guten Morgen!

Morgen, Omi! Es gibt Kaffee.

Ich wollte dich überraschen. Aber ich sage es dir jetzt schon.

Ich habe ein Ticket für dich. Damit du mitkommst.

Was? John gibt ein Konzert.

Samstagabend. Das wäre doch schön. Klasse!

Ich bin keine 6 Jahre mehr, verflucht!

Nur fürs Wochenende. Plätze in der Business-Klasse.

Du entscheidest nicht für mich! Dein Bruder freut sich auf dich.

Du hast es Miles erzählt! Er wollte dich überraschen.

Ich bin nicht eure Geisel!

Anais, bitte! Lass mich in Ruhe!

Ich ertrage dich nicht mehr! Verschwinde!

He, was ist los? Die Schlampe manipuliert alle!

Sprich nicht so von deiner Mutter! Ich bin volljährig!

Komm, ich bringe dich zur Uni! Lass mich los!

Beruhige dich! Ich flehe dich an. Sprich mit mir! Was ist los?

Ich bin deine Gefangene. Ja? Nein.

* Handy-Nachricht *

"IS-Zelle an der französisch- schweizerischen Grenze zerschlagen.

Mehrere mutmaßliche Terroristen getötet."

"Zerschlagung einer Dschihadisten-Zelle

in der französischen Schweiz."

"Anti-Terror-Erfolg der Genfer Polizei"

* Handyton *

(Frau, arabisch) Allah ist groß.

(Frau, arabisch) Allah ist groß.

* Die Frauen sprechen leise auf Arabisch. *

Du kannst nicht hierbleiben. Du hättest nicht kommen dürfen!

Wann ist das passiert? Wie? Pst!

Ist vorbei. Es gibt niemanden mehr. Nur uns. Dein Mann, Omar, Laila:

Alle anderen sind jetzt im Paradies. Laila war 17.

Nicht so laut! Tarik ist bei mir geblieben. Gott sei Dank!

Salam! - Dreckige Kuffar!

Salam! - Salam!

Mashallah! Du bist die Witwe eines großen Soldaten Allahs, Schwester.

Jeder respektiert dich jetzt. Ich muss mit Abou Kassam sprechen.

Tarik sagt, dass du kämpfen willst. Das ist nichts für uns!

Wir dürfen uns nicht so in den Vordergrund stellen.

Mach mir den Kontakt! Das ist wirr.

Ich will nicht erwischt werden.

Ich bin die Witwe von Abou Mouadh al Fransaoui.

Du musst alles löschen. Alles!

Facebook, SMS, Fotos.

Auf dem Handy lässt du nur Messenger.

Und Skype auf dem Computer. Vertrau niemandem!

Er ruft dich auf dem hier an.

Einen Typ haben sie: Yamine Bouras.

Genannt Abou Mouadh al Fransaoui. Er ist als Gefährder eingestuft.

Es gibt einen europäischen Haftbefehl gegen ihn.

Das könnte der Abou Mouadh von Anais sein.

Wenn Anais mit denen im Kontakt war, weiß der Nachrichtendienst es.

Ich denke, es wäre besser, sie stellt sich der Polizei.

Sie ist erst 21. Sie steht unter deren Einfluss.

Wir waren uns einig. Die Situation hat sich geändert.

Die sind vom Islamischen Staat. Das ist der Daesch.

Bisher hat sie nichts getan! Wenn ihr sie jetzt verhaftet,

wird sie erst recht Dschihadistin.

Kommt sie dann wieder raus, kann sie niemand mehr retten.

Sie würde zur menschlichen Bombe! Scheiße!

Wir fliegen morgen nach Montreal. Es ist eine Frage von Stunden.

* Ein Telefon vibriert. *

* Sie macht das Handy aus. *

* Ein Telefon klingelt. *

Hallo?

* Computerton * Telefon!

"As salam alikoum, meine Schwester." Wa alikoum salam, Abou Kassam.

Wie ist das mit meinem Mann passiert?

"Ich stelle die Fragen. Hast du mit jemandem darüber gesprochen?"

Nein. Ich schwöre bei Gott. Ich praktiziere die Takiya.

Wir denken, es gibt einen Verräter. Warum wurdest du nicht geschnappt?

"Weiß nicht. Ich bin neu. Die Bullen haben nichts über mich.

Nour und Tarik wurden auch nicht verhaftet.

Die beobachteten das Versteck."

"Du fliegst also nach Montreal.

Wie lange bleibst du dort?" Übers Wochenende.

"Wer sagt mir, dass du dort nicht leben wirst?"

Du musst mir vertrauen.

"Wen wirst du treffen? Freunde, Frauen?"

Nein. Nur meine Familie. Mein Stiefvater gibt ein Konzert.

"Ein Konzert!" Ich weiß, das ist haram.

Ich finde schon eine Lösung, um nicht dahin zu müssen.

"Ein großes Konzert? Wie viele Zuschauer?"

Weiß nicht. Tausend. Vielleicht mehr. Warum?

Verzeihung! Ich stelle keine Fragen.

"Alles, was du machst, geht mich was an. Das ist mein Job.

Du gehorchst mir. Dein Mann sagte: Du willst kämpfen. Stimmt das?

Willst du für den Sieg des Islam etwas tun?

Ja. Inschallah. "Willst du was tun, um deinen Platz

im Paradies zu verdienen, Oum Asma?" Ja. Inschallah.

"Sheitan trug die Musik in die Welt. Gott bewahre uns.

Die Musik spielen, die spielen mit dem blauen Höllentor.

Sie verdienen es zu sterben, Schwester.

Abou Mouadh al Fransaoui hat dich in seinem Testament bedacht.

Das ist eine Ehre.

Das, was dein Mann tun sollte, wirst du jetzt tun.

Du wirst eine Shahid. Inschallah.

Dein Mann erwartet dich im Paradies.

Enttäusche ihn nicht! Enttäusche Allah nicht!

Tarik wird dir sagen, welche Aktion wir für dich ausgesucht haben."

Kein Ergebnis für Oum Asma.

Sie hat alles gelöscht.

Mit 47 finde ich heraus, dass meine Tochter in Gefahr ist.

Und dass sie eine potenzielle Gefahr für andere ist.

Dass mein Vater nicht mein Vater ist

und mein biologischer Vater Jibril heißt.

Richtig? Ja.

Wer war dieser Jibril?

Er war Palästinenser und als ich ihn kennenlernte, da ...

Sei still! Ich will es nicht wissen.

Du und deine Geheimnisse. Alles ist deine Schuld.

Ich gehe allein mit ihr weg. Antoine wird dort zu uns stoßen.

Im Grunde bist du am gefährlichsten.

Wir wären alle gern an deiner Stelle.

Ja. Du ehrst unsere Märtyrer.

Wir wiederholen alles so lange, bis du es automatisch machst.

Du musst handeln wie ein Roboter.

Wenn du es verpatzt, ist die ganze Operation im Arsch.

(Nour) Der Märtyrer stirbt auf dem Weg Gottes.

Im Dienst der Gemeinschaft. Inschallah.

Ein Ziel ohne Kinder wäre mir lieber.

Bis sie 9 sind, sind Kinder rein. Sie kommen direkt ins Paradies.

Und wenn sie älter als 9 sind?

Was ist das Problem? - Nichts!

Stellen die Kuffar sich Fragen, wenn sie muslimische Kinder kaltmachen?

Du bist nicht bereit.

Ich rufe Abou Kassam an. Wir brechen ab.

Die schnappen mich nicht wegen dir. Ich bin bereit!

Prüf sie erst, bevor wir abbrechen! - Ich habe kein gutes Gefühl.

Ich bin die Witwe von Abou Mouadh al Fransaoui.

Ich werde meines Mannes würdig sein.

Zeig es mir, mein Bruder! Bring es mir bei!

Du wirst stolz auf mich sein. Was ist der Plan?

Du wirst dort sein.

* Eine Tür wird geöffnet. * Ah!

Wir haben auf dich gewartet. Papa! Du bist da?

Ja, Schätzchen! Ich bin nur kurz vorbeigekommen!

Ich habe ein Geschenk für Miles. Das tut mir leid, Papa.

Ich habe in den letzten Tagen schreckliche Dinge zu dir gesagt.

Schon gut!

Hallo!

Alles gut? Ja.

Tut mir leid, Mama!

Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist. Zu viel Arbeit.

Zu viel Druck. Ich freue mich über das Flugticket.

Ich freue mich sehr, dass ich mitkann.

Also gut! Dann iss jetzt was, ja?

Gern.

Es ist kalt. Aber es macht nichts.

Gibst du das deinem Bruder?

"Einer von denen ist anscheinend nicht tot."

Ich finde aber nicht raus, wer von ihnen.

Sie sind dabei, ihn zu bearbeiten. "Mein Gott! Was für ein Tag!

Meine Tochter weiß jetzt auch von Jibril.

Sie sagt, alles sei meine Schuld.

Ich denke, sie hat recht." Isabelle!

Sie sind nicht für die Handlungen Ihrer Enkelin verantwortlich.

"Sag mal: Wir könnten uns vielleicht duzen, oder?"

Das würde mich sehr freuen. Ich habe dir dein Leben

"vor 40 Jahren ganz schön versaut." Ist das eine Art Wiedergutmachung?

Dass du all das tust? Dass du mir hilfst, Fred?

"Nein. Weil ich sowieso nicht schlafen kann."

"Ach was, du auch nicht? Tja dann ..."

Ich greife euch auf eurem Boden an, um euren Geist zu treffen

und um euch zu terrorisieren. Ich handle allein,

und ich habe keine Komplizen. Der Islam wird siegen.

Öffnet euch dem Islam, bevor er euch verfolgt und tötet!

Allahu akbar. Allahu akbar.

Allahu akbar.

Miles, mein Herz!

Wenn du diese Nachricht bekommst, bin ich schon im Paradies.

Du darfst mich nicht zu sehr verurteilen.

Ich bin im Krieg, Miles.

Es gibt zu viel Ungerechtigkeit, Schandtaten, Boshaftigkeit.

Gott hat zu viele Feinde auf dieser Erde.

Ich werde sie bekämpfen.

Du weißt, ...

... in allen Kriegen gibt es Tote.

Diesen Preis muss man zahlen.

Ich werde fortgehen, mein Herz.

Ich liebe dich.

Ich liebe dich so sehr.

Sei nicht traurig!

Bald sind wir zusammen im Paradies.

Du wirst sehen: Es ist wunderbar dort.

Wir werden dort glücklich sein.

Glaub nicht alles, was man über mich sagen wird!

Du kennst mich.

Du weißt, wer ich bin.

Ich umarme dich ganz fest, mein Bruder.

Mein einziger Bruder.

Hör bitte auf damit! Diese Versammlungen,

diese ganzen Tage in Genf: Das muss aufhören!

Du wirst Mutter. Nur das zählt! Die Welt verändert sich, Laurent!

Wir können unsere kleinen Leben nicht einfach so weiterleben,

ohne wahrzunehmen, was um uns herum passiert.

Ich bin Arzt. Ich mache keine Politik.

Keine Politik? Du bildest israelische Psychiater aus!

Ohne zu sehen, was nur 20 Kilometer vom Krankenhaus entfernt

mit den Palästinensern geschieht.

Du bist Arzt für die einen und blind für die anderen.

Gib mir die Schlüssel! Du bist nicht in der Verfassung zu fahren.

(Durchsage) "Die Passagiere für ... Es ist da.

... Flug 548 werden zu Gate 18 gebeten. Das Boarding ist eröffnet."

Ich muss zur Toilette. Jetzt?

Ich lasse dir kurz meine Tasche da.

Wir müssen durch die Sicherheitskontrolle.

Ah! Alles gut? Ja. Alles gut.

Schnell! Sonst können wir nicht die Lounge nutzen. Das wäre schade.

Wir sind in der Business-Klasse.

"Eine Durchsage an alle Passagiere: Wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit!

Der Fluggast Pierre Landri, soeben angekommen aus Madrid,

wird zur Information gebeten. Ich wiederhole ..."

Ah!

Wiedersehen, Omi! Wiedersehen, Schätzchen!

Ich habe dich lieb. Ich habe dich auch lieb.

Da! Hier bitte, dein Pass! Danke!

Los jetzt! Küss bitte Miles von mir und John!

"Packen Sie endlich aus!"

Ich weiß: Sie waren seine Geliebte! Ich schlafe, mit wem ich will.

Es geht um Jibril Suleimani! Wissen Sie, wer diese Leute sind?

Sie haben ihm geholfen. Sie sind mitschuldig.

Ich komme wieder.

Ich lasse Sie nicht mehr in Ruhe.

Was erzählen Sie später dem Kind, das Sie zur Welt bringen werden?

Bist du mir gefolgt? Einmal Bulle, immer Bulle.

Alles gut? Ganz und gar nicht.

Lea will nicht mehr, dass ich nach Montreal komme.

Ich fliege trotzdem hin. Nicht nur deine Enkelin darf

nicht wissen, dass du fliegst. Deine Tochter auch nicht mehr?

Ich weiß, das klingt irre. Aber nur ich kann Anais retten.

Geht es um sie? Oder willst du das Phantom von Isabelle retten?

Bleib beim Flug und in Montreal mit mir in Kontakt!

Es ist lange her, dass sich ein Mann um mich sorgte.

Anais sollte verhaftet werden.

Es gibt nichts über sie. So wie bei mir vor 47 Jahren.

Der Mantel. ... Danke! Danke schön! ... Hallo, Madame!

Haben Sie noch einen Computer? Hm.

Bitte rausnehmen! Ja.

Flüssigkeiten haben Sie keine. Danke schön!

Alles gut? Ja.

Soll ich dir helfen?

Nein, nein. Schon gut. Gehen wir? Hm.

Hallo! Willkommen an Bord! Sie sind auf der rechten Seite.

Hallo! Willkommen an Bord! Danke! ... Das ist großartig!

Wir haben ein Upgrade für die 1. Klasse.

Ich sitze da und du da! Ja, da. Ja.

Willkommen an Bord!

* Durchsage: *

"Das ist der letzte Aufruf für den Flug 318 nach Montreal.

Alle Passagiere bitte zum Gate 36!" Danke!

Mademoiselle? Guten Tag! Welcome on board.

(Durchsage) "Guten Tag, meine Damen und Herren!

Hier spricht der Flugkapitän.

Zusammen mit meiner Besatzung heiße ich Sie ganz herzlich willkommen

an Bord unseres Airbus-Fluges nach Montreal."

* Der Flugkapitän macht jetzt diese Ansage auf Englisch. *

"Abou Mouadh lebt. Ich halte dich auf dem Laufenden."

"Er nannte Namen. Auch den von Anais. Sie haben ein Foto von ihr.

Tut mir leid, Isabelle!"

"Die Polizei in Montreal ist informiert und erwartet euch

am Flughafen." - Danke!

Ein Glas Sekt? Ja. Danke!

Anais? Wohin gehst du? (Leise) Ich habe dir gesagt:

Ich habe meine Tage. Ah ja!

Lea! ... Lea!

Was machst du hier? Ich erkläre es dir später.

Es ist sehr ernst. Wo ist Anais?

* Anais drückt eine Taste. *

Sicher, dass sie auf der Toilette ist? Wie lange?

Ich weiß nicht. 5 Minuten?

Ich weiß nicht. Ich habe geschlafen.

Ich werde nicht den Mut haben.

Verzeihung, Madame! Das ist nicht Ihr Platz.

Ah ja, Verzeihung! Ich fliege Economy.

Ich wollte mit meiner ... Anais Rossel! Wo ist sie?

Sie ist auf der Toilette. Und auf welcher Toilette?

Gleich da. Warum? Nur so, Madame. Danke!

Pass besser auf! Economy-Fluggäste dürfen nicht in die 1. Klasse.

Setzen Sie sich bitte, Madame! Ich bin Lea Sauser

aus der Hauptgeschäftsstelle der Internationalen

Luftverkehrsvereinigung. Sie können mir vertrauen.

Warum suchen Sie meine Tochter?

Wir haben ein technisches Problem. Setzen Sie sich!

Ich weiß, dass meine Tochter gesucht wird

und dass man sie in Montreal verhaften wird.

Kehren Sie auf Ihre Plätze zurück!

Sagen Sie uns, was los ist! Folgen Sie mir!

Wir haben Neuigkeiten aus Zürich. Es gab eine Verhaftung am Flughafen.

Es gibt Hinweise, die darauf schließen lassen,

dass Anais Rossel vielleicht etwas Gefährliches bei sich hat.

Wo ist der Computer Ihrer Tochter?

Hier entlang bitte! - Was ist?

Sie können auf Ihre Plätze, sobald das technische Problem gelöst ist.

Kommen Sie! Viele Decken und Kissen

zum Abdecken. Ich weiß. Gehen Sie!

Lassen Sie mich mit ihr reden oder Sie gefährden uns alle!

Ich bin für die Sicherheit verantwortlich.

Lass ihn seine Arbeit machen!

Ich bringe sie zur Vernunft. Sie können das nicht.

* Jemand klopft. *

* Etwas tickt. *

* Jemand klopft noch mal. *

Anais! Ich bin es.

Öffne die Tür, bitte!

Ich bin bei dir. Öffne die Tür, Liebling! Ich verstehe dich.

Mach auf! * Etwas tickt. *

Mademoiselle! Ich bin der Kabinenchef.

Ich stehe mit Ihrer Mutter und Ihrer Großmutter vor der Tür.

Ich sperre jetzt die Tür auf.

Wir wollen nur wissen, wie es Ihnen geht.

Niemand will Ihnen etwas Böses. In Ordnung?

Ich schließe auf. Keine plötzlichen Bewegungen, ja? Alles wird gut.

Alles wird gut.

(Schreit) Was wird das? Verschwindet!

Alle! Ich habe eine Bombe! Ich jage alles in die Luft!

Niemand bewegt sich, Oum Asma.

Woher weißt du, dass ich Oum Asma heiße?

Schreib auf! Ich bin Araber.

Die Farbe meiner Haare ist wie Kohle.

Und die Farbe meiner Augen wie Kaffee ...

Woher kannst du Arabisch? Du willst sterben, Liebling?

Du willst uns alle töten? Aber das Leben ist heilig.

Welches Leben? Der Tod hat wenigstens einen Sinn.

Hast du an die Kinder hier gedacht? Sei still!

Hast du an deinen kleinen Bruder gedacht?

Was wird aus ihm ohne uns? Du zerstörst sein Leben.

Nein. Ich rette ihn. Ich nehme ihn mit ins Paradies.

Du glaubst, du kommst so ins Paradies?

Hat dein Abou Mouadh dir das in den Kopf gesetzt?

Er schickt dich in den Tod.

Er manipuliert dich im Namen deiner Religion.

Sprich nicht von Abou Mouadh! Er hat sich für Allah geopfert.

Er hat sich nicht geopfert. Er ist nicht tot. Er ist bei den Bullen.

Er hat euch alle verraten. Du lügst! Ich weiß, dass du lügst!

(Schreit) Du lügst!

Du bist allein, mein Kind.

Das ist die Wahrheit.

"Hier spricht Ihr Flugkapitän. Aufgrund einer Störung

kehren wir zum Flughafen Zürich zurück, von wo alle Passagiere

zu ihrem Zielort Montreal befördert werden."

Verzeihst du mir wegen vorhin? Ja.

Entschuldigung! Danke!

(Durchsage) "Monsieur Assens! Bitte kommen Sie zu Gate 18."

"Was war in diesem Kasten?"

Das weiß ich nicht. So funktioniert das.

Die rechte Hand darf nicht wissen, was die linke macht.

Du hast mich eine Bombe in den Koffer legen lassen!

Nein. Ich habe dich keine Bombe in den Koffer legen lassen.

Im Grunde kenne ich dich nicht.

Ich habe 47 Menschen umgebracht. Darunter war auch mein Mann.

Ich stelle mich der Polizei. Beruhige dich, mein Liebling!

Niemals hätte ich dein Leben in Gefahr gebracht.

Oder das deines Mannes.

Unser Kampf ist gerecht. Verrat ihn nicht!

Du hast Angst. Der große Jibril Suleimani hat Angst?

Du hast niemanden getötet. Ich schwöre es.

Es ist vorbei. Das mit uns, das ist vorbei.

(Frau) Bitte räumen Sie langsam die Maschine!

Nutzen Sie auch Ausgänge zu Ihrer Linken!

(Frau) Bitte verlassen Sie das Flugzeug ruhig!

Danke! Bleiben Sie ruhig!

Kommen Sie mit!

(Polizistin) Sie auch!

Geben Sie mir bitte 2 Minuten!

"Anais, Lea!

Tausendmal wollte ich mit euch darüber sprechen.

Tausendmal habe ich geschwiegen.

Im Grunde meines Herzens weiß ich immer noch nicht,

ob ich für den Flugzeugabsturz verantwortlich war.

Ich habe es nie geschafft, darüber zu sprechen.

Mit niemandem.

Seit 47 Jahren

schwirren die Bilder

durch meinen Kopf:

die sorglose Menge in Zürich Kloten,

die Gepäckstücke, die geladen werden,

die Kinder an Bord

und dann die Explosion

im Laderaum,

der Flugkapitän, der über Funk

einen Brand meldet,

der verzweifelte Versuch

zu landen,

die letzten Worte des Kopiloten:"

"Ich kann nichts sehen.

Flug 330 stürzt ab.

Lebt wohl, alle miteinander!"

"Das riesige Loch im Wald.

Die Trümmer. Keines größer als ein Quadratmeter.

So gewaltig war der Aufschlag.

Die Ermittlungen: Sehr bald wird

die Organisation von Jibril genannt.

Ich suche sein Gesicht unter

den Gesichtern, die im Fernsehen gezeigt werden.

Ich sehe ihn nicht.

Ich weiß nicht, wo er ist.

Im Grunde habe ich nie gewusst, wer er war.

Ich glaubte an seine Träume.

Noch heute hoffe ich,

dass nicht er das Attentat auf den Flug 330 verübt hat.

Anais, Lea!

Die Zeit ist gekommen, den Schleier zu lüften."

* Untertitelung 2019: Untertitel-Werkstatt Münster *

* Anais (Lola Creton) Luisa Wietzorek *

* Isabelle (Marthe Keller) Isabella Grothe *

* Isabelle, jung (Clea Eden) Manja Doering *

* Glassey (Pierre Banderet) Hanns Jörg Krumpfholz *

* Glassey, jung (Yann Philipona) Konrad Bösherz *

* Lea (Julie Gayet) Anna Grisebach *

* Laurent (Felipe Castro) Björn Bonn *

* Jibril (Lye Salem) Karim Chamlali *

* Abou Kassam (Kamel Abdeli) Tayfun Bademsoy *

* Abou Mouadh (Farid Elouardi) Samir Fuchs *

* In den weiteren Rollen *

* Diab Nasser - Robert Levin Michael Noack *

* Alice Bauer - Emile Esmailov Andrea Cleven *

* Lena Schmidtke - Victoria Frenz Maria Sumner *

*Viktor Neumann - Muhiddin El'Khadra Franziska Endres *

* Deutsche Bearbeitung TaunusFilm / Michael Graf *

* Dialogbuch und -regie Beate Klöckner *

* Redaktion Daniela Muck *

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