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.
(Unbehagliche Musik)
Hier ist es auch nicht.
(Leises Hundebellen)
(Tür wird geschlossen.)
(Vogelzwitschern)
Hier, mein Schussel, da hast du es.
Ach, wo war es denn? - Wie immer.
Schon wieder ausgegangen, obwohl ich es geladen habe.
Das ist irgendwie hinüber.
Du kriegst zum Geburtstag ein neues. - Echt?
Pff. Ich muss jetzt los.
Wer pfeift denn heute? - Keine Ahnung.
Willst du nicht doch mitgekommen? - Nee.
Hm. Na gut, bis später. Viel Spaß.
(Kusslaut)
Euch auch. Bis später.
(Hundebellen)
(Schlüsselklimpern)
(Seufzen)
Ciao!
Ciao!
(Autotür wird geschlossen.)
(Automotor startet.)
(Geheimnisvolle Klänge)
(Unbehagliche Musik)
(Kameraklicken)
(Düstere Musik)
(Unbehagliche Musik)
(Unbehagliche Musik)
Hast du die Leine? - Ja, hab ich.
Na komm.
(Hundebellen, unbehagliche Musik)
(Düstere Musik)
(Mann:) Stefanie!
(Frau:) Stefanie!
(Mann:) Stefanie!
(Angespannte Musik)
(Keuchen)
(Unbehagliche Musik)
(Sie legt die Schlüssel ab.)
(Musik verklingt.)
(Handyklingeln)
Ja?
"Guten Morgen, wir haben eine vermisste Person."
Aha, seit wann?
"Gestern Nachmittag, 16 Uhr."
Sagt wer?
"Ach, die Freiwillige Feuerwehr."
Die Freiwillige Feuerwehr? - "Und ihr Mann."
Gut, ich mach mich auf den Weg. - "Alles klar."
(Vogelzwitschern)
(Telefonklingeln)
Morgen.
Ja, ja, deswegen, genau.
Ja.
Alles klar, besten Dank. Ciao.
Ist sie wieder aufgetaucht? - Äh, nee, leider nicht.
Handyortung? - Sind die Kollegen dran, ja.
Wer hat sie denn zuletzt gesehen? - Der Ehemann, der Tobias Berghoff.
Der hat sie auch vermisst gemeldet.
Kann das ein Unfall gewesen sein? Ist ein Fluss in der Nähe?
Angeblich läuft sie immer durch die Reben, die gleiche Strecke.
Von Buchingen Richtung Schmerlau.
Du wohnst in Buchingen, gell? Kennst du die Frau?
Ich kenn die ganze Familie.
(Telefonklingeln)
Die wissen alle Bescheid, dass wir jetzt ...
Ja, wegen der Morgenrunde ...
(Stimmengewirr)
Also, guten Morgen, Kollegen. - (viele:) Morgen.
Stefanie Berghoff, 27 Jahre alt, aus Buchingen.
Ist gestern Nachmittag zum Joggen aufgebrochen
und seitdem verschwunden.
Ich ess nur die mit Marmelade. - Das sind jetzt 17 Stunden.
Suizid?
Find ich unwahrscheinlich, ich kenn die Frau.
Stammt aus geordneten Verhältnissen, noch nicht lang verheiratet,
kinderlos, arbeitet in der Winzergenossenschaft.
Krankenhäuser und Leitungsleitstelle sind abtelefoniert. Nichts.
Eine Streifenbesatzung und Kollegen der örtlichen Feuerwehr
sind die übliche Joggingroute von Frau Berghoff
letzte Nacht mit Suchscheinwerfern abgefahren.
Nichts, ohne Erfolg.
Außerdem tun sich Freunde und Bekannte aus dem Dorf zusammen,
die wechseln sich in unterschiedlichen Teams
bei der Suche ab. - Nicht gut.
Wer weiß, was die an möglichen Spuren zertrampeln.
Man verschwindet nicht einfach so.
Ist aber verständlich, dass alle suchen.
Wir übernehmen das zügig.
Was wir vor allem brauchen, ist eine verlässliche Timeline.
Wann war sie wo, vor allem mit wem, ja?
Navid, mit dem Provider seid ihr in Verbindung?
Funkzellenabfrage, Handydaten, alles? Okay, super.
Außerdem ist das Gebiet zu groß, um es abzusperren.
Das heißt, wir brauchen noch mehr Einsatzkräfte.
Carmen, Freddy, klappert die umliegenden Polizeidienststellen ab
und fragt nach freien Kapazitäten.
Gut, danke.
(Angespannte Musik)
Die Sandra hat recht. Hier verschwindest nicht einfach so.
Du bist immer eingebunden, es fällt auf, wenn jemand fehlt.
Ist nicht wie in der Großstadt.
In Berlin hatten wir auch genug Vermisstenfälle.
Ja, so mein ich das ja nicht.
Wir brauchen den Hubschrauber. - Einen Hubschrauber?
Wärmebildkamera.
Na, wenn's zu teuer wird, bestellen wir die Kaffeemaschine wieder ab.
(Angespannte Musik)
(Frau:) Steffi! - (Mann:) Stefanie!
Stefanie!
(Angespannte Musik)
Jetzt mal links. Links, links. - Hier?
Hä? Aber hier ...
Hier war doch vor ein paar Jahren nur Acker.
Ja.
(Angespannte Musik)
(Fernes Hundebellen)
(Musik verklingt.)
Können wir euch was zu trinken anbieten? - Ach, danke dir.
Schön habt ihr es euch hier gemacht.
Wie lang seid ihr schon verheiratet?
Zwei Jahre. Aber wir sind ja schon zehn Jahre zusammen.
Ja. - Und Kinder haben Sie keine?
Nee. Wir wollen aber welche.
Haben Sie gesehen, wie Ihre Frau zum Laufen los ist?
Nee. Aber sie hat schon ihre Laufklamotten angehabt
und wollte auch gleich los.
War irgendwas anders? Ist Ihnen irgendwas aufgefallen?
Hatte sie Ärger mit irgendjemandem?
Pff ... Nicht, dass ich wüsste. Also ... mit mir jedenfalls nicht.
Es gibt keinen Stress oder so. Ist alles okay.
Du, äh ... das ist jetzt nur so eine Idee, aber ...
Könnte es vielleicht sein, dass die Stefanie bei einem anderen ist?
Absichtlich nicht erreichbar. - Sag mal ...
Ist das dein Ernst jetzt? - Sorry.
Tobias, wir müssen das fragen. - Ja.
Oft, wenn Leute verschwinden,
stecken Schwierigkeiten oder Beziehungen dahinter.
Routine. - Okay.
(Bis später. Viel Spaß.)
(Euch auch. Bis später.)
(Ruhige Musik, Vogelzwitschern)
Und?
Was? Ach so. Nee. Nee.
Steffi ist vom Laufen nicht zurückgekommen.
Hab ich auch grad schon gesagt. - Ja.
Wann haben Sie sie denn das erste Mal vermisst?
Als ich vom Fußball zurück war.
Da hab ich mich gewundert, dass sie noch nicht da ist.
Und wie viel Uhr war das? - Das muss ...
kurz vor sechs gewesen sein.
Und dann?
Dann hab ich sie nicht erreicht.
Dann hab ich meine Schwiegereltern angerufen.
Dann haben wir zusammen nach ihr geschaut.
(Ciao!)
Und bei uns? Wann hast du bei uns angerufen?
Um ... gegen neun.
Also, nicht bei euch.
Hier halt, beim Martin auf der Wache. - Mhm.
Dürfte ich vielleicht die Handtasche von Ihrer Frau mal sehen?
Ja.
Hier, bitte schön. - Danke.
(Fernes Hundebellen)
Wo ist denn der Wagen von Ihrer Frau?
Ah, äh ...
Der Wagen von der Steffi, den ... den haben wir letzte Woche verkauft.
(Unbehagliche Musik)
Warte mal kurz.
(Vogelzwitschern)
Sollen wir dich mitnehmen? - Nö, warum?
Hast du das nicht gehört?
(Unbehagliche Musik)
Und, was glaubst du? - Glauben ist keine Kategorie.
So mein ich das nicht. - Wie meinst du's denn?
Der Tobias ist ein Guter. - Was soll denn das heißen?
Du bist doch auch von hier. Du weißt doch, was ich mein, oder?
(Handyklingeln)
Nee, ich weiß nicht genau, was du meinst.
Warte mal kurz. Riedle? Ja? Aha.
(Angespannte Musik)
Bei uns?
(Bedrückte Musik)
Ja.
Wo fährst du eigentlich hin?
Zum Sportplatz. - Da musst du da vorne rechts.
Okay.
Warte mal.
(Düstere Musik)
Der Manfred kommt oder er kommt nicht.
Sehr gut.
Ich würd sagen, als Nächstes fahren wir zum Wäldle
und dann über den Riedgraben in die nächste Rebe rein.
Grüß Gott. Dürfen wir fragen, um was es hier geht?
Fahren wir.
Kramer. Mein Kollege Riedle.
Was gibt's denn? - Frag ich Sie.
Was ist denn hier los?
Machst du das nicht, Thomas? Du kennst dich aus da.
Das ist Kriminaloberrätin Barbara Kramer. - Guten Tag.
Und? - Das ist meine neue Chefin.
Grüß Gott. - Armbruster.
Ich bin der Vater von der Stefanie Berghoff.
Kennen Sie sich überhaupt aus da?
Ihr wisst doch Bescheid, wir suchen die Steffi.
Kommen Sie mal kurz?
Ganz kurz. - Was ist denn?
Wir haben vollstes Verständnis.
Aber ich bitte Sie wirklich,
überlassen Sie die weiteren Suchmaßnahmen der Polizei.
Das kann ich nicht.
Wo haben Sie bis jetzt überall gesucht?
Richtung Schmerlau, Lauburger Weg runter und dann jetzt in der Rebe.
Okay, das versteh ich.
Aber wenn Sie jetzt hier überall alle rumlaufen,
dann verschwinden möglicherweise wertvolle Spuren.
Spuren?
Der örtliche Polizeiposten kümmert sich drum,
bis wir mehr Leute vor Ort haben.
Nee, die sollen das jetzt ganz sein lassen.
Das kriegen wir im Leben nicht hin.
Lieber mitmachen lassen, aber unter Anleitung.
26 Stunden.
Nachts gehen die Temperaturen noch auf zehn Grad runter. - Ja.
(Unbehagliche Musik)
(Handyklingeln)
Oh, sorry.
Da muss ich ran. Ich komm gleich nach.
Okay, sollen wir warten? - Riedle? Ja.
Ein Mantrailer?
Ihr wisst aber schon, was hier los ist? Das ist riesig.
(Frau:) Tobias hat mich auch schon angerufen.
Ich hab null Ahnung, wo die Steffi sein könnte.
Der Tobias hat gesagt, dass Sie Steffis beste Freundin sind.
Das denkt er noch? Ist ja süß.
Ich mein, wir sehen uns leider nur noch
bei den Trainerabenden oder Weihnachtsfeiern, Stadtfesten.
Das war's eigentlich. Manchmal telefonieren wir.
Mhm. Und warum ist das so?
Wie verbringt die Steffi jetzt ihre Zeit?
Mit dem Tobias, mit ihrer Familie, so halt.
Kuscheln vor der Glotze. Versteh ich ja auch.
Und was telefoniert ihr so?
Nichts Besonderes.
Du, Anja, ähm ...
Das wär jetzt schon wichtig.
Dass sie jetzt Folat nimmt, weil sie ein Baby wollen.
Dass sie manchmal mogelt bei ihrem Klamottenpreis,
weil der Tobias das Geld ins Haus stecken will.
Aber die sind schon süß miteinander.
Das tut euch jetzt auch nicht helfen, oder?
Gab's irgendwie Konflikte?
Hat die Steffi gesagt, dass ihr manchmal alles zu viel wird?
War sie traurig, dass sie nicht schwanger wird?
Kleine Kabbeleien.
Aber das will sie sicher nicht, dass ich das hier erzähl.
Also, das geht jetzt nicht gegen den Tobias,
sondern für die Stefanie, dass wir die schneller finden können.
Sie erzählen einfach, wir bewerten.
(Gedämpftes Gespräch, Druckergeräusche)
Ein Spaziergänger und seine Tochter glauben,
um 15.20 Uhr beim Lauburger Weg Richtung Lenzbach ...
hier ...
an der joggenden Stefanie vorbeigefahren zu sein.
Wäre bisher der späteste Zeitpunkt, an dem sie gesehen wurde.
Die Flächen hier sind die ergebnislos abgesuchten.
Allerdings hauptsächlich durch freiwillige Bürger.
Das heißt, das liegt dann aber außerhalb der üblichen Joggingroute.
Ja, deshalb ...
Das heißt, wo ist sie vermutlich langgelaufen?
Wir haben zwei Dutzend Aussagen von Zeugen,
die Stefanie Berghoff gesehen haben oder gesehen haben wollen.
Hauptsächlich in Buchingen.
Brunnen, Stadthalle, Fischteiche, Sühnekreuz.
Daraus ergibt sich dieses vorläufige Bewegungsbild.
Es verrät uns aber nicht eindeutig,
in welche Richtung Stefanie gelaufen ist.
Es gibt auch gegenläufige Aussagen.
Ein Winzer behauptet, hier am Sonntagnachmittag
in den Reben einen Schrei gehört zu haben.
Dachte erst, es seien Wildgänse gewesen,
konnte die Richtung nicht zuordnen.
Dagegen hat eine Frau beim Pilzesammeln
im Wald hier einen Schrei gehört.
(Angespannte Musik)
Okay, Reben, Wald ...
Das heißt, sie kann hier lang gelaufen sein oder hier lang.
Na ja, wenn der angenommene Schrei überhaupt von ihr gekommen ist.
Hat der Hubschrauberflug irgendwas ergeben? Wärmebildkamera?
Nee, es hat ja zwischendurch auch noch mal geregnet.
Der Regen senkt den Transmissionsfaktor der Luft.
Ja, Temperaturen lassen sich schwerer abgrenzen.
Was ist mit Wildkameras? - Abgefragt, nichts.
Außerdem kann es auch sein, dass sie nicht abgebogen ist,
sondern einfach weitergelaufen und ...
Okay, wir suchen seit drei Tagen eine vermisste Frau
und wissen nur, dass sie irgendwo joggen war, richtig?
Vielleicht hat sie den Ort ja doch verlassen.
Busfahrer, Bahnbedienstete und Taxifahrer sagen alle Nein.
Was ist mit den Fischteichen?
Die Taucher haben alles abgesucht, jeden Zentimeter.
Dann ist sie vielleicht doch irgendwie ...
in einem Privat-Pkw mitgefahren.
Was ist mit den Handydaten? Haben wir da endlich was?
Die Funkzellen hier sind riesig, das hilft nicht weiter.
Aber wir wissen inzwischen,
dass das Handy am Sonntagnachmittag abrupt vom Netz gegangen ist.
Verbindungsdaten sind aber noch ... - Barbara?
Ja, was Zielführendes? - Nicht wirklich, nee.
Ja, aber wir brauchen keine Taucher, wir brauchen eine Hundertschaft.
(Mann:) "Lokalderby. Weißt du, was da los ist?"
Ja, nee.
Klar, kein Problem, dann suchen einfach die Anwohner weiter.
Wenn wir Glück haben, findet sie ein Pfadfinder.
Spuren - scheißegal, da kümmern wir uns später.
"Ich verwalte auch nur den Mangel."
"Über was für ein Areal reden wir denn?"
Sorry, da ist jemand draußen, der hat was für uns.
Handyfoto von der Vermissten. Wollt ihr kurz?
(Leises Stimmengewirr)
(Sie seufzt.)
Entschuldige, aber Fotos haben wir schon genug.
Könntest du das kurz übernehmen? - Klar.
(Leises Gespräch)
(Telefonklingeln)
(Er räuspert sich.)
Warte ganz kurz.
Ja, hallo?
"Okay, Barbara, einen Zug kann ich dir schicken."
Wunderbar, vielen Dank. Bis wann?
"Freitag, mehr geht nicht, okay?"
"Leg nächstes Mal nicht einfach den Hörer auf."
"Das funktioniert genau einmal bei mir." - Mhm.
Danke, tschüss.
Besser als nichts.
Sorry noch mal, das Selfie hat Frau Berghoff
am Sonntagnachmittag verschickt, bevor sie losgelaufen ist.
Das hatte sie an? - Mhm.
(Telefonklingeln)
Mhm.
"Die Polizei bittet um Ihre Mithilfe."
"Vermisst wird Stefanie B. aus Buchingen."
"Sie ist am Sonntagnachmittag zum Joggen aufgebrochen
und seitdem spurlos verschwunden."
"Das Foto zeigt Stefanie B. in der Kleidung, die sie zuletzt trug."
"Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle
oder die Kripo in Lauburg entgegen."
(Düstere Musik)
(Spannungsvolle Musik)
Thomas hier, ja.
Du, ähm ...
Wenn ihr mit den östlichen Planquadraten durch seid,
ziehen wir uns hier zusammen, Einsatzabschnitt eins.
Alles klar. Danke dir.
(Funk:) "Die zweite Hundertschaft
ist bald im Bereich der Lenk- und Ruhezeiten."
Was machen wir? - Weiß ich nicht.
Da müssen wir Schicht wechseln.
(Spannungsvolle Musik)
(Beklemmende Musik)
(Leise Gespräche)
(Lautsprecher:) "Die Vermisste ist 27 Jahre alt,
1,65 Meter groß und schlank."
"Sie hat dunkle Haare und trug zum Zeitpunkt des Verschwindens
graue Joggingkleidung und pinkfarbene Laufschuhe."
Danke dir. - Ja, bis morgen.
Tschüss.
(Angespannte Musik)
(Leises Hundebellen)
Kommst du jetzt eigentlich zurecht mit deinem Luxuscamper?
Ja, klar. Setz dich doch.
Hast du den Michi erreicht wegen dem Haus?
"Wegen des Hauses". - Hast du?
Ja, aber der will das auch nicht. Zu groß, Heizkosten und so.
Mal schauen.
Wir haben einen Vermisstenfall drüben in Buchingen.
Ich hab schon gehört, schrecklich so was.
Nicht, dass sie auch im Fischweiher ertrunken ist
wie letztes Jahr der Helmut.
Kennst du eigentlich die Armbrusters? Oder die Berghoffs?
Barbara, ich freu mich, dass du wieder da bist.
Hab eh nie verstanden, was du in Berlin wolltest.
Aber ich sprech mit dir nicht über die Leute.
Das sind Schüler von mir, Nachbarn, Freunde, Kollegen.
Ich lass nicht die Kategorien Täter oder Verdächtige in mein Leben.
Das war für dich deine Entscheidung.
Meine ist es nicht. - Na ja.
Wenigstens hab ich von hier aus kurze Wege.
Mich störst du nicht. Ich fahr eh bald wieder los.
Sag mal, muss ich irgendwas bedenken wegen dem Haus?
Der Bausching wollte wegen der Heizung vorbeikommen
und der Matinek wegen der Elektrik.
Ich dachte, wenn du eh hier bist ... - Ja, gut.
(Stimmengewirr, lockere Musik)
(Frau:) Ach, guten Abend.
Ist ja nett, dass ihr noch aufhabt.
Man tut, was man kann, ne? - Ah ja.
(Er seufzt.)
So was hab ich noch nicht erlebt.
Du schon, oder? - Danke dir.
Thomas. - Schon mal gut ausgegangen, so was?
Ja, du, das willst du gar nicht wissen.
Echt? - Na ja.
Okay. - (Mann:) Noch eins.
Irgendetwas, was du weißt, was wir nicht wissen?
Dann würd ich da nicht sitzen.
Keine Ahnung, warum verliert eure Heizung Wasser?
Ich hab keine Ahnung.
Siehst du mal.
(Unbehagliche Musik)
(Vogelzwitschern, unruhige Musik)
(Bedrückte Musik)
(Schnelles Hecheln)
(Bedrückte Musik)
(Hundebellen)
(Düstere Musik)
Wo? - Da hoch.
Danke.
(Düstere Musik)
(Musik verklingt.)
Können wir schon?
Ja, ihr könnt.
Und ... Fundort gleich Tatort? - Sieht so aus fast.
Aber sie ist ein kurzes Stück weggeschleift worden.
Hier sind Schleifspuren, seht ihr? Von da hier rüber.
Wenn wir davon ausgehen, dass keine Wildtiere daran gewesen sind,
heißt das, der Täter hat ihren Körper nicht bedeckt,
sondern nur das kurze Stück weggezogen.
Das ist kein Unterschied.
Die Stelle ist genauso einsehbar wie die anderen. Merkwürdig.
Vielleicht ist der Täter überrascht worden.
Einer ihrer Laufschuhe fehlt. Mehr können wir noch nicht sagen.
Nach dieser Einsicht könnten wir zur Staffelübergabe kommen.
Ich hätte sie gerne im Sektionsraum.
Wird eh 'ne lange Nacht. - Wir sind durch.
Was soll ich euch sagen? Ihr habt selber Augen im Kopf.
Sie wird da nicht runtergestolpert sein
und ihr Shirt ist dabei verrutscht.
Wie lange ist sie schon tot? - Länger als 72 Stunden jedenfalls.
Körper- und Umgebungstemperatur unterscheiden sich nicht mehr.
Die Auflösung der Totenstarre ist vollständig.
Ich seh euch im Institut. - Ja.
Lass uns zusammenpacken, ja?
Wir stocken auf eine Soko auf.
Ja, im Rathaus in Buchingen ist was frei.
Gesundheitsamt, da können wir rein.
Wenn uns das von der Akustik her nicht killt.
Sprichst du mit der Familie?
Pff ...
Ja.
Ich steh da unten, ich muss gleich da lang.
Okay, das heißt, wir sehen uns wo?
In Lauburg, heute Abend müssen wir vor dem Umzug noch mal.
Ich fahr zum Tobias jetzt noch. - Alles klar. Okay.
Also, bis dahin. Ja?
Hey, stopp, stopp, warte mal! Warte mal, stopp!
Was macht ihr hier?
Wir haben gehört, dass vielleicht Stefanie ...
Stimmt das? - Ich wollt grad zu euch.
Ja? Jetzt kommt mal weg hier.
Komm, komm, komm. - Was? Wieso denn?
Ihr könnt hier nicht weitergehen. Kommt.
Wo ist sie? Was ist hier passiert? Hat ihr einer was angetan?
Ich kann euch keine Details geben.
Ich muss sie sehen. - Ihr könnt da nicht durch.
Stopp, stopp. Es tut mir leid.
Ja, das weiß ich nicht.
Christian wollte sich drum kümmern, glaub ich.
Da musst du ... Musst du ihn fragen.
Okay, ich kann mich nicht kümmern jetzt.
Ich meld mich später, okay? Tschüss.
So, was ist denn jetzt? Kommt der Staatsanwalt noch oder was?
Sonst fangen wir an. - Mhm.
Entschuldigung, ich hatte ... Ich wurde ...
Ah, Sie sollen bitte draußen ablegen. Ich zeig's Ihnen. - Ja.
(Ihre Schritte entfernen sich.)
Da vorne. - Danke schön.
Ist Ihre erste Obduktion? - Mach ich so einen Eindruck?
Okay, die Damen. Kann losgehen? - Ja.
Klar.
Okay, nach der äußeren Leichenschau zu urteilen,
ist der Tod durch Gewalt gegen den Kopf eingetreten, hier.
Vermutlich ist das Tatwerkzeug aus Metall.
Weil weicheres Material hinterlässt nicht solche Spuren.
Ist sie missbraucht worden?
Offenbar gab's keinen Geschlechtsverkehr,
aber es gibt massive Verletzungen im Intimbereich.
Todeszeitpunkt?
Nach der langen Liegezeit schwierig.
Aber der Fortgang der Verdauung wird uns weiterhelfen.
Die Forensik wird sich den Mageninhalt genau anschauen.
Dann wissen wir mehr. - Mhm.
(Stimmengewirr)
(Telefonklingeln)
(Mann:) Grüß Gott.
(Mann:) Ludwig, kannst du da mal die Kabel dranmachen?
Kollegen, krieg ich kurz mal eure Aufmerksamkeit, bitte?
Ganz kurz.
Erst mal vielen Dank, dass alles so schnell geklappt hat. Super.
So, die Spurenlage ist aktuell denkbar schlecht,
weil die Leiche von Stefanie Berghoff
vier Tage bei feuchter Witterung im Laub gelegen hat.
Die Tat ist höchstwahrscheinlich sexuell motiviert,
aber wir haben bislang keine Fremd-DNA sichern können.
Darf ich ganz kurz, bitte?
Danke schön.
So, der grob errechnete Todeszeitpunkt
stützt sich im Augenblick nur auf den Verdauungsgrad der Nahrung
im Verdauungstrakt.
Demnach ist Stefanie Berghoff am Tag ihres Verschwindens,
also am Sonntagnachmittag, zwischen 15.30 Uhr und 17 Uhr getötet worden.
Der Ehemann Tobias Berghoff hat für diesen Zeitpunkt ein Alibi.
Das persönliche Umfeld ist bisher unauffällig.
Wir müssen von einem Zufallstäter ausgehen.
Da sind nur Ortskundige unterwegs.
Ist sie genau da umgebracht worden?
Laut dem errechneten Tatzeitpunkt dort
oder in der unmittelbaren Umgebung.
Autofahrer aus dem näheren Kreis
nutzen die Strecke als Schleichweg nach Lenzbach.
Ja, es gibt erste Zeugenaussagen über Autos in der Tatortumgebung,
also Farbe, Fabrikate, Teile von Kennzeichen,
aber nichts Vollständiges.
Es wird einigermaßen kompliziert, die Wagen zuzuordnen.
Was ist mit den Tankstellenbildern vom Sonntag?
Sind die gesichert worden? Finden wir da Überschneidungen?
Klar sind die gesichert.
Die Anwohner sind übrigens extrem engagiert und hilfreich, gell? - Ja.
Ja, aus Buchingen wird das ja auch keiner gewesen sein.
Leute, tut ihr mir bitte den Gefallen und achtet darauf,
dass ihr beim Bäcker oder sonst wo
nicht über Interna oder Ermittlungsstände redet, ja?
Ist schon klar. - Logisch.
Konkret suchen wir einen lachsfarbenen Laufschuh
und das Handy von der Stefanie Berghoff.
Ansonsten fehlen der Ehering, ein Ohrstecker und das Tatwerkzeug.
Und das mediale Interesse ist jetzt schon riesig.
Alle Anfragen seitens der Presse bitte sofort an - wo? -
da sitzt der Werner Schmidt - weiterleiten, ja?
In zwei Stunden gibt es eine PK zusammen mit der Staatsanwältin.
Also, an die Arbeit. - Dank euch.
(Stimmengewirr)
Wir haben bisher keinen einzigen Anhaltspunkt, keine Spur,
mit der wir die Leute entlasten können.
Wir sollten bei der PK auf den Fundort hinweisen,
vielleicht melden sich noch ein paar Zeugen.
Ja, gut. Wir halten es möglichst knapp.
Fund der Leiche im Rahmen der polizeilichen Suchmaßnahmen,
Tötungsdelikt, sexuelle Motivation, Fundort,
aber nicht die genaue Auffindesituation. - Ja.
Habt ihr einen Moment?
Ich hab endlich die Verbindungsdaten von Stefanie Berghoffs Handy.
Kurz bevor sie losgelaufen ist,
hat sie eine Textnachricht und ein Selfie
an einen Arbeitskollegen geschickt, den Rocco Dettmers.
Wissen wir schon. - Das war noch nicht verdächtig.
Laut Verbindungsdaten hatten die beiden regen Kontakt.
Er textet, sie reagiert. Das ist das Muster.
Ja, und?
Nach dieser letzten Nachricht
hat Rocco Dettmers kein einziges Mal versucht, Stefanie zu erreichen.
Als würde er wissen, dass da nichts mehr kommt.
Kann ich das mal?
Fahren wir hin, oder? - Ja.
(Angespannte Musik)
Wir sehen uns gleich. - Bis gleich.
(Angespannte Musik)
(Vogelzwitschern)
Riedle, Kriminalpolizei. Meine Kollegin Frau Kramer.
Grüß Gott.
Wir suchen einen Mitarbeiter von Ihnen, und zwar den Rocco Dettmers.
(Angespannte Musik)
Rocco?
Rocco?
Der ist dahinten bei den Stahlfässern.
Danke sehr. - Gerne.
(Maschinendröhnen)
Herr Dettmers!
Herr Dettmers! Können Sie das mal ausstellen, bitte?
Riedle, Kriminalpolizei.
Sie haben sich täglich Textnachrichten geschickt,
auch nach Feierabend oder am Wochenende.
Ja, das ist korrekt. Also, meistens zumindest. Ja, schon öfter.
Aber sie hätte mir schon gesagt,
wenn ich ihr damit auf den Zeiger gegangen wäre.
Wir haben uns gut verstanden.
Haben Sie sich denn mehr erhofft? - Nein.
Nein, also, ich bin ja auch erst seit einem halben Jahr hier.
Und in Buchingen,
das ist halt irgendwie schwierig, hier reinzukommen.
Also, jeder kennt jeden und ... - Ja.
Sind Sie denn zusammen joggen gegangen?
Nein, dafür bin ich zu langsam.
Da müsste ich erst mal anfangen, selbst zu trainieren.
(Unbehagliche Musik)
Die letzte Nachricht, die Ihnen die Stefanie Berghoff geschickt hat,
das Foto, Sie haben gar nicht mehr darauf geantwortet, warum?
Die wollte mir ein schlechtes Gewissen machen,
weil ich hab wieder nach der Arbeit mir den Bauch vollgeschlagen,
während sie joggen gegangen ist.
Am Montag ist sie dann nicht zur Arbeit erschienen.
Das ist dann alles so schnell gegangen,
dass sie so verschwunden ist und so.
Ich weiß nicht, was ich da texten hätte sollen.
Was hätte ich da schreiben sollen? Ist ja auch komisch. "Wo bist du?"
So eng waren wir auch nicht. - Kann ich den Chatverlauf sehen?
Klar.
(Reißverschluss)
Also ...
Sie haben das Foto bekommen und dann waren Sie wo?
Da war ich hier. Wir haben eine Hochzeit gehabt.
Ich hab den Abbau auch gemacht. - Allein?
Ja. - Das kann keiner bezeugen?
Die Annie hat den Stundenzettel unterschrieben.
Und wann war das?
Ja, so um halb fünf, fünf, so was.
Guten Tag. - Grüß Gott.
Grüß Gott.
Ähm, Entschuldigung. Ja. Riedle von der Kripo.
Wir sprechen kurz mit dem Rocco.
Können wir kurz raus? - Natürlich.
Vielen Dank. Wir überprüfen das.
Barbara, ich geh schon raus. - Ja.
Den Chatverlauf bitte nicht löschen. - Okay.
Zumindest hat er auf alles eine Antwort gehabt.
Ja, wir prüfen erst mal das Alibi. - Ja.
Dann gucken wir uns den genauer an.
(Nachdenkliche Musik, Stimmengewirr)
Und?
Ausreichender Anfangsverdacht?
Es gibt Zweifel.
Ich würd gern eine Hausdurchsuchung machen lassen.
Okay. Und hier?
Wir können nur das sagen, was wir verabredet haben.
Wir haben nicht mehr.
Wir haben Sie zu dieser Pressekonferenz heute eingeladen,
weil von den Kolleginnen der Kripo Lauburg
eine weibliche Leiche in der Nähe von Buchingen aufgefunden wurde.
Meine Aufgabe ist es nun, Sie über den Ermittlungsstand zu unterrichten.
Bei der Leiche handelt es sich
um die seit vier Tagen vermisste Stefanie Berghoff aus Buchingen,
nach der seit ihrem Verschwinden am vergangenen Sonntag
intensiv gesucht worden ist.
Frau Berghoff war von einer täglichen Joggingrunde nicht zurückgekehrt.
Nach der Obduktion müssen wir davon ausgehen, dass Frau Berghoff
einem Tötungsdelikt zum Opfer gefallen ist,
in Verbindung mit einer Sexualstraftat.
Bislang gibt es keine Spuren, die direkt zum Täter führen.
(Glocke, unsichere Musik)
Hallo, Paket für Sie.
(Gerätepiepen, Räuspern)
Unterschreiben.
Schönen Abend. - Danke schön.
(Unsichere Musik)
Das ist ja nicht irgendwie so ein einsamer Gruselort oder so.
Da gehen Leute hin zum Joggen, zum Pilzesammeln, Fahrradfahren,
Spazieren gehen.
Da muss es mehr Zeugen geben.
Insofern glaub ich schon, dass wir den kriegen.
Wir haben gute Chancen. - Willst du mich aufmuntern?
Äh, ja. Kann schon sein.
(Reißverschluss)
Barbara. - Hm?
Ähm, warum bist du eigentlich aus Berlin zurückgekommen?
War das wirklich wegen dem Fall, den ihr nicht gelöst habt?
Nee. Meine Mutter lag im Sterben,
und ich wusste nicht, ob mein Vater damit alleine klarkommt.
Du hast noch zwei Brüder, oder?
Ja, aber der Klassiker ist, dass sich die Tochter kümmert.
Ich frag mich manchmal, wie das später wird bei Julia und mir.
Also, wegen unseren Eltern.
Dein Vater wohnt hier sonst allein, oder wie ist das?
Nee, der ist im Moment mit seinem Wohnmobil unterwegs.
Der will die ganzen Touren noch mal machen,
die er mit meiner Mutter gemacht hat.
Und du willst da nicht einziehen? - Nee.
Warum? - Das ist viel zu groß.
Wollt ihr das verkaufen?
Willst du das kaufen?
Bei uns ist das vierte Kind unterwegs, also insofern ...
Wieso? - Hm?
Ist dir das nicht recht?
Oder glaubst du, wir können uns das nicht leisten?
Oder ist das zu nah? Das ist ja bloß ein Haus.
Nee, also, ein Elternhaus ist nicht nur ein Haus, aber klar.
Wenn dir das ernst ist, ich frag meinen Vater.
Danke.
Du ...
Wenn das wirklich ein Zufallstäter ist ...
dann wird das eine lange Strecke.
Richtig lang. - Ja.
Dank dir fürs Bringen. - Klar.
Gute Nacht. - Gute Nacht.
(Beschwingter Chorgesang)
♪ But me and my true love will never meet again.
Hey Josie, magst du mit uns mitfahren?
Passt, danke, ich bin mit dem Fahrrad da.
Alles klar. - Ciao.
(Anhaltender Chorgesang)
(Sie summt vor sich hin.)
♪ But me and my true love will never meet again.
♪ Me and my true love will never meet again.
(Sie summt weiter.)
(Schrei)
SWR 2024
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