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Original subtitles

Präsentiert von

Block 2 Pictures Sil-Metropole Organisation Ltd.

Eine Produktion von

Jet Tone Films Ltd. Sil Metropole Organisation Ltd.

Executive Producers

Song Dai, Chan Ye Cheng, Megan Ellison

Produzenten

Wong Kar Wai Jacky Pang Yee Wah

Kampfkunst-Regie

Yuen Wo Ping

mit

Tony Leung

Ziyi Zhang

Chang Chen

Zhao Benshan

Xiao Shenyang

und Song Hye Kyo

Regie

Wong Kar Wai

Erzähl mir nicht, wie stark dein Kung Fu ist,

wie mächtig dein Meister ist,

und gib nicht mit deiner Schule an.

Kung Fu, zwei Worte.

Horizontal und vertikal.

Machst du einen Fehler, fällst du hin.

Bleibst du stehen, hast du gewonnen.

Richtig?

Nicht schlecht.

Er ist ein Meister des Wing Chun, die neue Hoffnung des Südens.

Wie heißt er?

Ip Man.

Ich komme aus Foshan in Südchina.

Mein Vater hatte ein Familienunternehmen, das Waren nach Hongkong exportierte.

Unsere Familie hatte eine lange Geschichte. Nach uns wurde sogar eine Straße benannt.

So reich waren wir.

Bis ich 40 wurde, musste ich mich nicht um Geld kümmern.

Ich lebte von meinem Erbe und hatte nur eine Leidenschaft.

Der Vorfahre meiner Frau Zhang Yongcheng

war Minister im Kaiserreich.

Sie sprach nicht viel. Weil sie wusste, dass Worte Menschen verletzen können.

Wir verstanden uns sehr gut.

Sie liebte Musik. Wenn es eine Oper gab,

ging ich mit ihr hin.

Damals waren die Menschen sehr konservativ.

Frauen aus gutem Hause gingen nicht an solche Orte.

Aber sie fürchtete Gerede nicht.

Wenn ich abends wegging, zündete sie eine Lampe an

und machte sie erst wieder aus, wenn ich wieder zu Hause war.

Würde man das Leben in Jahreszeiten einteilen,

waren meine ersten 40 Lebensjahre wie der Frühling.

1936 war Foshan eine florierende Stadt.

Wir lebten in Frieden und Wohlstand. Damals trafen sich die Männer

üblicherweise in Bordellen. Solche Orte waren sehr populär im Süden.

In Foshan gab es das Haus der Republik. Es war ganz in Gold gehalten,

darum hieß es der Goldene Pavillon.

Es war das erste Bordell mit einem Fahrstuhl.

Man betrat es als Prinz und verließ es als Bettler.

Das Geld floss einem nur so aus der Tasche.

Es war ein beliebter Treffpunkt der Kampfkünstler.

Auch unter Schurken gibt es gute Menschen.

Und heimliche Meister.

Der Goldene Pavillon galt als Ort sinnlicher Freuden.

Aber für uns war er auch ein Schlachtfeld.

Drei Dinge habe ich im Leben erreicht:

Zuerst habe ich Xingyi und Bagua in einer Schule zusammengeschlossen.

Dann wurde ich Direktor des Bundes der Kampfkünste im Norden

und habe ein Dutzend anderer Schulen wie Tongbei,

Paochui, Tai Chi und Yan Qing in einem Bund vereinigt.

Als Letztes sorgte ich dafür, dass Meister aus dem Norden in den Süden gingen.

1929 wurde das Institut für Kampfkünste Süd unter meiner Aufsicht gegründet.

Die Vereinbarung

wurde hier im Goldenen Pavillon getroffen.

Jetzt bin ich alt. Es ist Zeit für neue Talente.

Im Norden hat es schon eine Abschiedszeremonie für mich gegeben.

Und jetzt bin ich eingeladen, hier eine zweite Zeremonie abzuhalten.

Damit will ich mich von den Freunden und Kollegen im Süden verabschieden.

Im Norden war mein Partner,

mein Schüler Ma San.

Er wird mein Nachfolger.

Ich bitte Sie, ihn zu unterstützen.

Ich hatte gehofft, ich würde noch eines schaffen:

die Kampfkunst des Südens in den Norden zu bringen.

Aber leider ist meine Zeit um.

Ich wünsche mir, dass bei dieser Verabschiedungszeremonie

ein Kampfkünstler aus dem Süden mein Partner ist.

Einer, der von euch allen akzeptiert wird.

Wählen Sie einen aus!

Wie kann ich den Süden vertreten?

Hier gibt es so viele Schulen, wie Hung, Lau, Choy, Lee und Mok.

Und was das Alter angeht, seid ihr alle meine Vorgänger.

Ihr seid alle Leiter oder Meister. Ich bin nicht qualifiziert genug.

Es geht um den Ruf unserer Kampfsportszene im Süden.

Wir im Süden

sind vielleicht kleinkariert, aber wenn es drauf ankommt, rennen wir nicht weg.

- Wir haben vor niemandem Angst! - Er fordert uns heraus!

Wir müssen den Ruf des Südens wahren. Richtig?

- Recht hat er! - Du bist unser Mann!

Morgen geh ich mit den Kindern zu meinen Eltern, dann hast du eine Sorge weniger.

Wenn die Zeremonie vorbei ist, komm und hol uns ab.

Meinst du, du bist gut genug,

den Alten Meister herauszufordern?

Machen wir's einfach. Ich kämpfe gegen euch alle.

Macht ihn nieder!

Sagt Ip,

bei der Zeremonie im Norden hatte ich die Ehre, Partner des Meisters zu sein.

Um in den Tempel zu gehen, muss man erst an den Wächtern vorbei.

Um den großen Meister herauszufordern,

muss er erst an mir vorbei.

Weißt du,

warum ein Säbel eine Scheide hat?

Seine wahre Macht liegt nicht in der Schärfe,

- sondern im Verborgenen. - Dein Säbel ist zu scharf.

Er muss in der Scheide verborgen bleiben.

Meine Scheide sind Sie, mein Meister.

Wenn Sie da sind, kann nichts passieren.

Ich kann dich nicht länger zügeln.

Du bist noch zu ehrgeizig.

Geh weg aus Foshan.

Verpasst du den Zug, brech ich dir die Beine!

Halt!

Lass uns durch!

Tut mir leid, die Straße ist gesperrt. Wer Waffen trägt,

- darf diese Straße nicht betreten. - Weißt du, wer in dieser Kutsche sitzt?

Ruf die Schüler der Familie Gong!

Gut, dass Sie da sind! Der Wettkampf muss abgesagt werden.

Unser Ruf steht auf dem Spiel.

Mein Vater hat nie verloren. Wie können Sie von Niederlage reden?

Selbst wenn er gewinnt, was dann?

Dann würde man sagen, ein Meister hat gegen einen Jüngeren gekämpft.

Wo ist mein Vater?

Bruder.

Ich bin's, Baosen.

Ist der Nordosten nicht groß genug für dich?

Musstest du nach Foshan kommen?

Steh auf!

Ich bin gekommen, um dich zurückzuholen.

Mich zurückholen?

Wie könnte ich zurückgehen?

Der Norden ist doch

von den Japanern besetzt.

Unter der japanischen Flagge

ist kein Platz für mich.

Die Zeit ist noch nicht reif.

Beim Eintopfkochen ist es wichtig, auf die Zeit zu achten.

Wurde er nicht lange genug gekocht, fehlt es ihm an Geschmack.

Stand er zu lange auf dem Feuer,

ist er verkocht.

Daraus kann man etwas lernen.

Geh.

Erst wenn das Holzscheit

in den Ofen passt,

gehe ich.

Vielleicht spaltet der Süden sich ab. Es ist nicht die Zeit für Diplomatie.

Wir sind alle alt.

Setz deinen Ruf nicht aufs Spiel.

Ip ist nicht zu unterschätzen.

Wenn du es forcierst,

könnte es schiefgehen.

Ich weiß, was ich tue.

Ich möchte Chancen für Neues schaffen.

Dieses Feuer...

braucht neues Holz.

All deine Freunde im Norden sind gegen den Wettkampf.

Es wäre eine große Ehre für ihn, dein Partner zu sein.

Die verdient dieser Ip nicht. Er weiß es nicht zu schätzen.

Sei nicht wie die anderen.

Wenn die Alten nicht abtreten,

wann bekommen die Jungen dann eine Chance?

Ip Man hat Talent.

Mal sehen, ob er sich einen Namen machen kann.

Die Familie Gong hat noch nie verloren.

Und du bist auch noch da. Wie sollte er sich einen Namen machen?

Du bist genau wie ich in jungen Jahren.

Dir geht es nur um den Sieg.

Aber das ist nicht alles.

Man muss in die Ferne schauen.

Steigt man auf einen Berg,

weitet sich der Horizont.

Wer nicht das Gute in anderen sieht und ihr Talent nicht anerkennt,

dem mangelt es an Ritterlichkeit.

Unser hoher Standard in der Kampfkunst gilt auch für unseren Charakter.

Vater.

Warum nimmst du mich mit in ein Bordell?

Dinge verschwinden nicht...

selbst wenn du nicht hinschaust. Hinschauen schadet nicht.

Im Goldenen Pavillon war ich zum ersten Mal

vor deiner Geburt.

20 Jahre sind vorübergegangen wie im Fluge.

Fähigkeiten sind nicht alles im Leben.

Manche kommen groß raus in der Öffentlichkeit,

andere bleiben im Schatten.

Chancen machen uns zu dem, was wir sind.

Ich bat dich, in den Süden zu kommen,

um dir zu zeigen, wie sich der Kreis schließt.

Ich möchte,

dass du siehst, wie ich abtrete.

Seit du ein Kind warst,

hast du mich mit anderen kämpfen sehen.

Diesmal ist es das letzte Mal.

Du bist verlobt.

Mit der Welt der Kampfkunst

hast du nichts mehr zu tun.

Werde eine gute Ärztin, lebe ein friedvolles Leben.

Das ist mein größter Wunsch.

Meister Ip, unter uns gibt es auch gute Leute.

Ihr großer Tag naht.

Wir haben uns versammelt, um Ihnen zu gratulieren.

Womit hab ich das verdient, Onkel Deng?

Es ist uns ein Vergnügen, nicht der Rede wert.

Bitte.

Im Namen aller Damen

- gratuliere ich Ihnen. - Welch riesige Kampfformation!

Schwester San leitet unsere Peking-Oper-Truppe.

Sie hat ein bisschen Bagua gelernt und möchte Ihnen

ein paar Tipps geben.

Bitte.

- Nach Ihnen. - Bagua basiert auf dem Säbelkampf.

Der einfache Handwechsel steht für den einfachen Säbel.

Der doppelte Handwechsel für den Doppelsäbel.

Die Füße beschreiben einen Kreis.

Es gibt 64 Abwandlungen.

Der Angriff erfolgt unvermutet.

Schwester, das ist nur eine Übung. Man muss dafür nicht das Haus auseinandernehmen.

Das hab ich schon oft gemacht, das ist nichts Besonderes.

Herr Ip, Bagua ist hinterhältig. Sehen Sie sich vor!

Danke.

Ah, Herr Ip! Heute ist ein Glückstag.

Als Vertreter der Buchhaltung begrüße ich Sie.

Der Begründer der Xingyi-Schule war der General Yue Fei.

Beim Xingyi wird die Faust als Speer benutzt. Bohren!

Hacken.

Kreuzen.

Schlagen.

Zerschmettern.

Welche Feinfühligkeit!

Beeindruckend!

Ihre "Zerstörerische Faust" ist auch nicht ohne!

Herr Ip,

jeder Schritt auf dem Weg zum Gipfel ist eine neue Herausforderung.

Xingyi ist brutal.

Unterschätzen Sie es nicht.

Ich möchte sehen, wie hoch der Gipfel ist.

Das wird interessant.

Meister Ip, bin ich jetzt dran?

Was willst du mir zeigen, Yong?

Eine Kette Feuerwerkskörper.

Das ist eine Bewegung aus dem Hung-Stil.

Ich mische alle Stile.

- Du mischst wirklich alles. - Egal, Hauptsache, es funktioniert.

Die 64 Hände der Gongs können unendlich variiert werden.

Dein Wing Chun hat nur drei Tricks:

Taan Sau, Poon Sau, Fuk Sau.

- Wie kannst du damit gewinnen? - Für dich reichen die drei.

Bruder, deine Feuerwerkskörper knallen ja gar nicht.

Na und? Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste.

Für Jüngere ist das kein Problem, ob Großmeister oder nicht.

Schlag zu, halt dich nicht zurück. Deine Feuerwerkskörper müssen doch knallen.

Danke für den Tipp.

Auf Ihren Sieg! Bitte!

Jede Generation bringt neue Talente hervor.

Herr Ip, es ist mir eine große Ehre. Das Schicksal hat uns zusammengebracht.

Dieser Kampf ist mein letzter.

Heute geht es nicht um Kampfkunst,

sondern um Ideen. Was meinen Sie dazu?

Sie sind unser Gast. Sie entscheiden.

Als vor 25 Jahren

der Bund der Kampfkünste gegründet wurde,

kam ein Mann aus dem Süden.

Er forderte unseren Meister heraus.

Er hielt einen Kuchen in der Hand und bat unseren Meister, ihn durchzubrechen.

Unser Meister war nicht gekränkt.

Im Gegenteil, er machte ihn zu unserem ersten Präsidenten.

Nicht wegen seiner Kampfkunst, sondern wegen etwas, das er gesagt hatte.

Die Kung-Fu-Welt lässt sich in Nord und Süd aufteilen, das Land auch?"

Herr Ip,

können Sie den Kuchen in meiner Hand durchbrechen?

Ein Tai-Chi-Meister konnte einen Vogel in seiner Hand am Fliegen hindern,

weil der Vogel sich nicht abstoßen konnte.

Der Alte Meister ist allen überlegen.

Herr Ip ist wie der Spatz in seiner Hand. Ich glaube, er schafft es nicht,

den Kuchen zu zerbrechen.

Die Welt ist groß. Warum sie auf Nord und Süd beschränken?

Das wäre zu konservativ.

Für Sie symbolisiert dieser Kuchen das Land.

Für mich die ganze Welt.

Wirft man einen alten Gedanken weg, gibt es Platz für neue Ideen.

Die Verbreitung der Kampfkünste des Südens

sollte sich nicht nur auf den Norden beschränken. Stimmen Sie mir zu?

Gut gesagt.

Ich habe mein Leben lang gesiegt.

Wenn es um Kampfkunst ging, habe ich nie verloren.

Ich hätte nie gedacht, dass ich die Grenzen meiner Vision erkennen würde.

Herr Ip,

heute habe ich Ihnen zu Ruhm verholfen.

Von nun an

bedeutet jeder Schritt für Sie eine Herausforderung.

Ich hoffe, Sie werden es machen wie ich und die Fackel weitergeben.

Setzen Sie Ihren Weg unbeirrt fort

und lassen Sie die Fackel weiterbrennen.

- Fräulein Gong, das dürfen Sie nicht tun. - Die Familie Gong hat noch nie verloren.

Ich werde unser Ehre wiederherstellen.

Geben Sie Ip diesen Brief, er wird ihn verstehen.

Ich werde nie eine große Heldin sein wie mein Vater.

Diese Rolle wollte ich nie.

Aber ich werde ein Zeichen setzen.

Gehen Sie!

Wie es im Norden üblich ist, wird heute Abend der Gewinner

ein Bankett ausrichten.

Du wirst mich dabei vertreten.

Keine Sorge, ich werde alles richtig machen.

Gehen wir!

Von Meister Gongs Kampfkünsten hat Ma San das Eisen geerbt

und seine Tochter die Seide.

Sie ist die alleinige Erbin der 64 Hände.

Sie ist äußerst gefährlich.

Sie richtet heute das Bankett im Goldenen Pavillon aus.

Ihre Absicht ist klar: Sie will dich zwingen, dort zu erscheinen.

Unterschätze Gong Er nicht!

In der Welt der Kampfkunst gibt es vier Tabus:

Mit Mönchen, taoistischen Priestern, Frauen und Kindern soll man nicht kämpfen.

Das macht mir keine Sorge, aber bei ihrem Bankett kann ich nicht fehlen.

Vor drei Tagen

hat mein Vater hier gesessen.

Heute Abend

sind wir beide dran.

- Bitte. - Schade um das schön dekorierte Haus.

Beim Kung-Fu geht es um Genauigkeit.

Wenn etwas entzwei geht, haben Sie gewonnen.

Herr Ip,

ich habe Ihnen die 64 Hände gezeigt, damit Sie wissen,

dass die Welt groß ist.

Beim Kung-Fu schaut man nicht nur nach vorne, sondern auch zurück.

- Ich hoffe, das reicht als Hinweis. - Kein Wettkampf ist wie der andere.

Warten wir ab, wer beim nächsten Mal gewinnt.

Kommen Sie nur. Ich werde auf Sie warten.

Alles Gute.

Ip

Passt er?

Ist es in Foshan so kalt?

Hübsch siehst du aus! Lass uns in den nächsten Tagen ein Familienfoto machen.

Im Oktober 1938 fielen die Japaner in Foshan ein.

Die japanische Armee quartierte sich in unserem Haus ein.

Würde man das Leben in Jahreszeiten einteilen,

wäre in diesem Jahr nach dem Frühling gleich der Winter gekommen.

Ich bin gleich wieder da. Ich besorge etwas zu essen.

Sie wollen mir helfen, reich zu werden?

Mich vor der Armut retten?

Armut kannte ich nicht.

Das Land durchlebt eine Krise, und alle haben zu kämpfen.

Arm zu sein ist nicht so schlimm.

Ich würde lieber verhungern,

als japanischen Reis zu essen.

Ich werde nicht kollaborieren.

Wenn ich nichts zu essen habe, habe ich immer noch Freunde.

Sie würden mir helfen.

Lasst es euch schmecken.

Hier findest du solche Freunde nicht, nur Kollaborateure.

Wir halten gerade ein Bankett hier, das sind die Reste.

Nimm sie mit für deine Kinder, das ist nicht unter deiner Würde.

Wie könnte ich sie annehmen?

Sie sind mit schmutzigem Geld bezahlt, warum sie verschwenden?

Wir sind alte Freunde, ich bitte dich darum.

- Der ist ja nagelneu. - Wir wollten in den Nordosten.

Aber das geht ja jetzt nicht mehr.

Verkaufen Sie sie bitte für mich, wenn der Preis stimmt.

Warum fehlt der Knopf hier?

Fehlt einer? Dann muss er abgefallen sein.

Als ich 7 war, begann ich mit Kung-Fu. Bevor ich 40 wurde, besiegte mich keiner.

Jetzt stellte ich fest, dass das Leben der am schwersten zu überwindende Berg ist.

In dem 8 Jahre währenden Krieg verlor ich alles,

Geld, Freunde...

China wird niemals sterben!

Und ich verlor meine Familie.

Sitzen bleiben!

Wo wollen Sie hin? Ausweise!

Beeilung!

Ausweise!

Wohin? Ausweise!

Wohin?

Halt!

Weißt du, warum ich dich Ma San, der Dritte, genannt habe?

Ja.

Es gibt einen alten Spruch: "Man soll immer demütig sein

und anderen Respekt erweisen." Es gibt immer einen,

der noch besser ist. Man soll anderen stets den Vortritt lassen.

Meister, Sie haben mir diesen Namen gegeben,

damit ich mich daran erinnere,

bescheiden zu sein und meinen Platz zu kennen.

Du warst Waise, ich habe dich aufgezogen.

Du hast sehr zum Ansehen unserer Schule beigetragen.

Heute möchte ich mit dir

über meine spezielle Technik reden.

"Der Alte Affe hängt das Siegel an den Nagel."

- Hast du diese Technik mal geübt? - Ja.

Kennst du den Schlüssel dazu?

Den haben Sie nie erwähnt.

Zurückblicken.

Es geht nicht um das Aufhängen, sondern um das Zurückblicken.

Verstehst du, was ich sage?

Man bleibt nicht immer der Sieger. Ein Krieger passt sich den Umständen an.

Was ist, wenn ich nicht mehr zurück kann?

Dann kann das Vermächtnis der Familie Gong nicht in dir weiterleben.

Zurück!

Lasst ihn gehen.

Betritt mein Haus nie wieder!

Verschwinde!

Meister!

Als die Schüler und Kollegen hörten, dass Sie zurückkommen,

sind sie von überall hergeeilt.

- Und Onkel Jiang? - Ist auch dabei.

Fräulein Gong, alle warten auf Ihre Entscheidung.

Sie haben sicher nicht deshalb den langen Weg auf sich genommen.

- Was waren Vaters letzte Worte? - "Sinne nicht auf Rache."

Fräulein Gong, Ihr Vater wollte nicht gerächt werden.

Wenn es nach mir ginge, würde ich ihn töten.

Es ist ein ungeheures Verbrechen,

den eigenen Meister zu verraten und zu töten.

Gibt es etwas Schlimmeres?

Andererseits

war es dein Vater,

der Bagua und Xingyi vereint hat.

Ma San hat es sehr weit gebracht im Xingyi.

Und dein Vater hat dir persönlich die 64-Hände-Technik beigebracht.

Jeder von euch hat eine spezielle Technik vom Meister geerbt.

Nur ihr beide zusammen

repräsentiert die Kung-Fu-Technik der Familie Gong vollständig.

Im Übrigen,

wenn du dich an ihm rächst,

werden die Leute lachen, ganz egal,

wer am Ende stirbt.

Sie werden sagen: "Was ist das für eine Familie,

wo der Schüler den Meister umbringt

und die Schwester den Bruder töten will?

Ist das eine Horde wilder Tiere?"

Was Ma San angeht,

den konnte selbst dein Vater nicht besiegen.

Was veranlasst dich zu glauben, dass du es könntest?

Mein Kind,

wir sind alte Männer.

Wir haben die lange Reise auf uns genommen

und lange geredet, nur damit es dir gut geht.

Bitte nimm unseren Rat an.

Heirate schnell!

Die letzten Worte deines Vaters waren:

"Sinne nicht auf Rache."

Wenn du Ma San tötest,

würde das nicht gegen seinen Willen verstoßen?

Das hat mein Vater

aus Liebe zu mir gesagt.

Er wollte, dass es mir gut geht.

Aber wenn ich seinen Tod nicht räche, kann es mir nicht gut gehen.

Ich verstehe, was alle sagen.

Bei allem Respekt,

durch einen Schwur sind Sie doch Blutsbrüder meines Vaters.

Nach dem Tod meines Vaters

hätten Sie mit Ma San abrechnen sollen.

Stattdessen kommen Sie als sein Bote her.

Nach allem, was mein Vater für Sie getan hat.

Ich weiß,

dass Ma San für die Japaner arbeitet.

Er hat mächtige Unterstützer.

Aber ich stehe für meine Familie ein!

Kommt er heute oder nicht?

Spielt das eine Rolle?

Wenn er kommt und du gehst,

dann war es das.

Es ist besser, es auf sich beruhen zu lassen, mein Kind.

Manche Dinge liegen nicht in unserer Hand.

Sie sind der Wille des Himmels.

Vielleicht bin ich der Wille des Himmels.

Oh, ihr Götter und Geister...

geleitet diese Seele ins Paradies!

Wir haben Befehl von Meister Ma San, den Leichnam

des Alten Meisters zu begleiten.

Jiang!

Sag Ma San, er ist ein toter Mann!

- Los! - Los!

Oh, ihr Götter und Geister, geleitet diese Seele ins Paradies!

Sie sind da!

Haltet sie auf!

Haltet sie auf!

Haltet sie auf!

Macht Platz! Wir wollen Ma San sprechen.

Du warst mein Bruder. Aus Respekt erzwinge ich mir nicht den Weg hinein.

Aber damit eins klar ist:

Du kannst dich nicht ewig vor mir verstecken.

Ich bin hier, um das Vermächtnis meiner Familie zurückzufordern. Komm raus!

"Es ist besser, voranzugehen, als stehen zu bleiben."

Das hat mich der Alte Meister gelehrt.

Es ist auch meine Lebensphilosophie.

Es ist ein Jammer, dass der alte Mann so stur war.

Das Vermächtnis der Familie Gong ist so wertvoll wie Gold.

Nur jemand

aus der Familie Gong kann es zurückfordern.

Du bist verlobt.

Du zählst nicht!

Fräulein Gong,

eine so ideale Ehe aufzugeben, ist es das wirklich wert?

Denken Sie noch mal drüber nach.

Wenn Sie den Schwur ablegen, können Sie niemals heiraten,

keine Schüler annehmen und keine Kinder haben.

Dann gibt es kein Zurück mehr.

Vater,

du weißt, was ich denke.

Wenn du meiner Meinung bist,

entzünde ein Licht vor dem Buddha.

"Es ist besser, voranzugehen, als stehen zu bleiben."

Er nutzt aus, dass wir keinen Nachfolger haben.

Ich kann nur vorangehen.

Nicht stehen bleiben.

Haben Sie mal Kampfkunst unterrichtet, Herr Ip?

Damit Geld zu verdienen, ist neu für mich.

Und warum machen Sie es?

- Um zu überleben. - Sie haben Gepäck dabei.

- Sie müssen sich sehr sicher sein. - Das spart mir Zeit.

Wing Chun ist in Hongkong kaum bekannt. Gibt es spezielle Techniken?

Nichts Spezielles. Drei Grundtechniken: Taan Sau, Poon Sau und Fuk Sau.

Wie viele Formen gibt es?

"Kleine Idee", "Eine Brücke bauen" und "Stoßende Finger".

Waffen?

Doppelmesser und Langstock.

Was noch?

Mehr nicht.

Einen gebrochenen Knochen einrenken und Akupressur, so was mache ich nicht.

Ich nehme keine Landstreicher, und Löwentanz unterrichte ich auch nicht.

Warum nicht?

Kung-Fu ist keine Straßenkunst.

Darum nehme ich keine Landstreicher.

Löwen-Tänzer prügeln sich ständig.

Sie sind kämpferisch, und das nur um des Geldes willen.

Das ist primitiv.

Darf ich fragen, ob Sie sich je geprügelt haben?

Es gibt hier jede Menge Kung-Fu-Schulen. Die fangen wegen jedem Dreck Streit an.

Glauben Sie, dass Sie damit zurechtkommen?

Wenn ich Ja sage, glauben Sie mir dann?

Kämpft!

Ich habe ein paar Jahre geübt.

- Zeigen Sie mir, was Sie können, Herr Ip. - Haben Sie schon gegessen?

Etwas gegrilltes Fleisch und Reis.

- Es wäre schade drum. - Schade drum?

Ah Hung... Alles in Ordnung?

Wo ist der Tee?

- Tee? - Für den neuen Meister!

Wir haben ein Bett für Sie hineingestellt.

Ich hoffe, das reicht fürs Erste.

Es ist leider ein bisschen schäbig.

Gibt es hier einen Hammer?

Herr Ip,

die Jungs und ich möchten gerne etwas von Ihnen lernen.

80 Cent pro Kopf, das geht ja.

Aber als Meister müssen Sie uns was Richtiges beibringen.

Wie gut ist Ihr Kung-Fu?

Macht die Tür zu.

Hey, Blödmann, willst du wirklich, dass wir uns richtig prügeln?

Du hast nur zwei Hände und zwei Füße, wie willst du uns alle schlagen?

Du irrst dich.

Ich habe zwei Hände, aber Wing Chun hat acht Tritte.

Ich sage nicht, dass ich euch alle schlagen kann, aber für dich reicht's.

Für mich reicht's?

Der ist geschenkt.

Schlag zu!

Erster Tritt.

Vierter Tritt.

Einer noch.

Fräulein Gong! Welch seltener Besuch.

- Setzen Sie sich. - Ich bleibe nicht.

Ich hätte gerne geschmortes Lamm, einige Kebabs und Fladenbrot.

- Ohne Koriander, alles zum Mitnehmen. - Es tut mir leid,

das machen wir alles nicht mehr.

Wirklich?

Die aus dem Süden essen so was nicht. Die kennen das nicht mal.

Wenn Sie die Küche des Nordens vermissen,

suchen Sie sich einen Tag aus, und ich koche für Sie.

Danke.

Passen Sie auf sich auf, Fräulein Gong.

Erinnerst du dich noch an unseren Schwur?

Welchen Schwur?

"Ich gelobe, Loyalität und Gehorsam gegenüber der Organisation zu wahren.

Ich scheue weder Entbehrungen noch Opfer, um die Mission auszuführen.

Sollte ich diesen Schwur brechen,

akzeptiere ich die härtesten Strafen."

Verdammt.

Der Krieg ist zu Ende. Wir sind in Hongkong.

Aber die Regeln gelten schon noch.

Du kommst lebend rein, aber raus nur tot.

Und wenn ich raus will,

was dann?

Versuch's mal.

Sie sehen nicht so aus, als brauchten Sie einen Arzt.

Ich möchte die 64 Hände noch einmal sehen.

Wenn ich das so sagen darf: Sie haben verloren, ich habe gewonnen.

Setzen Sie sich.

Hätten Sie das schon an der Tür gesagt,

hätte ich es Ihnen nicht so leicht gemacht

mit den Maultaschen.

Danke.

Wissen Sie,

dass ich 1937 vorhatte, in den Norden zu fahren?

Dort wartete eine Herausforderung.

Ich ließ mir einen warmen Mantel machen.

Aber wegen des Krieges wurde es nichts.

Den Mantel habe ich nicht mehr,

aber einen Knopf davon.

Als Erinnerung.

Die 64 Hände sind ein zu wichtiges Vermächtnis.

Sie sollen nicht einfach so verschwinden.

In tausend Jahren Kampfkunst sind so viele Dinge verschwunden.

Warum sollten die Kampfkünste der Familie Gong überleben?

Herr Ip,

keine Kunst ist höher als der Himmel, keine Begabung tiefer als die Erde.

Nichts währt ewig, und das ist gut so.

Nehmen Sie den Knopf wieder mit.

Was Sie sehen, und was nicht,

darüber sprechen wir ein andermal.

Herr Ip,

wissen Sie, wo ich vor zehn Jahren am Neujahrsabend war?

Ist es schwer, einen Menschen zu töten?

Fräulein Gong,

es ist nicht mehr so wie früher.

Auf Mord steht die Todesstrafe.

Ist Ma San das wert?

Fräulein Gong, jeder bestimmt seinen eigenen Weg.

Sollen wir nach Hause gehen oder weiter warten?

Heute ist Neujahr.

Er kommt bestimmt. Wir müssen warten.

Gut.

Warten wir.

Das ist eine Sache zwischen Fräulein Gong und Ma San.

Alle anderen halten sich da raus.

Da bist du ja.

Und spielst immer noch mit deinem Affen.

- Macht ihn fertig! - Schlagt zu!

Du bist ja schlimmer als ein Schuldeneintreiber.

Verdirbst mir den ganzen Neujahrsabend.

Die Teigtaschen sind im Topf, aber du wirst sie nicht mehr essen können.

Ich habe dich immer in Ruhe gelassen,

damit deine Familie das Gesicht wahren kann.

Das solltest du zu schätzen wissen.

Wer beten will, zündet Räucherstäbchen an.

Wer Hunger hat, isst.

Ich tue, was getan werden muss, und nichts kann mich aufhalten.

Heute wirst du mir das Vermächtnis der Familie Gong zurückgeben.

Na gut.

Es ist ein Teil von mir geworden.

Wenn du es zurückhaben willst,

dann hol es dir.

- Meister! - Bleibt da!

Ma San. Sag was!

An jenem Tag

sprach der Alte Meister mit mir

über seine spezielle Technik:

"Der Alte Affe hängt das Siegel an den Nagel."

Er sagte, der Schlüssel dazu

läge im Zurückblicken.

Damals

habe ich das nicht begriffen.

Ich dachte,

er sei nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

Ich gebe dir das Vermächtnis

der Familie Gong zurück.

Damit eines klar ist:

Du hast es nicht zurückgegeben.

Ich habe es mir zurückgeholt.

Fräulein Gong!

Es tut mir leid.

Meine Mutter fehlt mir.

Hast du meine Einladung zur Trauerfeier bekommen?

Ja.

Machst du ein Geschäft auf, halt dich an die Regeln.

Es ist überall das Gleiche.

Weißt du, wie viel Gewicht eine Einladung von mir hat?

Großes.

Bruder... das Geld liegt bereit.

Noch dazu hab ich mein Leben.

Was wertvoller für dich ist...

nimm es dir!

Mir gefallen deine schönen Augen.

- Sie sind wie die meiner Mutter. - Willst du beide oder nur eins?

Nicht so schnell!

Wie wär's...

wenn du mir hilfst?

Vergiss es.

Du bist ein echter Mann.

Heute ist der Todestag meiner Mutter.

Die beiden Lichter kannst du behalten, damit du besser siehst.

Wie die Flüsse fließen, werden wir uns wiedersehen.

Ich geh jetzt.

Wenn du das Geld willst,

musst du dich an die Regeln halten.

Wozu braucht man Regeln? Machen wir's nicht so kompliziert.

Ich steche dreimal zu, dann erstichst du mich.

- Wie uninteressant. - Dann mach was Interessantes.

Siehst du den Stuhl da?

Wenn ich es nicht schaffe, deinen Hintern da reinzukriegen, behalt die Kohle.

Du machst wohl Witze, was?

Bruder,

diesmal kommst du ungeschoren davon.

Nächstes Mal bist du bei deiner Mutter.

Und jetzt verschwinde.

Ehrlich gesagt,

du erinnerst mich an meinen Vater.

Nimm mich als Schüler!

Ich soll dich unterrichten? Das wäre Zeitverschwendung.

Das meine ich auch ehrlich.

Nur ein paar Tipps?

Im Winter 1952 hörte Gong Er auf zu praktizieren.

Einige sagen, dass sie auf Grund ihrer Verletzung opiumsüchtig wurde.

Andere sagen, dass Kung-Fu sie an den Rand des Wahnsinns brachte.

Zuletzt sah ich sie in einem Teehaus.

Kennen Sie die Oper?

Ich glaube, ich habe sie früher in Foshan gehört.

- Irgendwas mit "Traum". - "Ein Liebestraum".

Genau das ist die Liebe: ein Traum.

Man sagt,

kein Instrument klingt so schön wie eine Stimme.

Gesungen klingen Worte immer besser.

- Kennen Sie sich mit Opern aus? - Ein bisschen.

Hätte ich damals

darauf bestanden, Operngesang zu studieren,

wäre ich heute ein Star.

All die Geschichten,

glückliche und traurige...

Wenn ich genug gehabt hätte von "Generationen der Familie Yang",

hätte ich "Erwachen aus einem Traum" gesungen.

Und stellen Sie sich vor...

ich stehe auf der Bühne.

Sie sitzen im Zuschauerraum...

So eine Begegnung

hätte auch interessant sein können.

Und wenn es ausverkauft gewesen wäre?

Sie schmeicheln mir.

Wenn Sie gekommen wären, hätte ich Ihnen eine Karte geschenkt.

Im Grunde ist das Leben auch nicht anders als eine Oper, und Sie

haben Ihre Rolle gut gespielt.

Mit Taktgefühl und guter Technik.

Leider haben Sie sich zu sehr auf Ihre Rolle konzentriert.

Ich wusste nicht, dass Sie mich wie eine Oper betrachten.

Ob ich Applaus bekomme oder nicht,

ich kann meine Oper

nur so zu Ende singen.

Ich habe Sie hergebeten, um einige Dinge zu klären,

und um zu sagen, was gesagt werden muss.

Wollen Sie weggehen?

Im Norden gibt es ein altes Sprichwort:

Der Mensch verlässt nicht seinen Weg, der Tiger verlässt nicht die Berge.

In den letzten zehn Jahren

haben wir beide auf fremdem Boden gelebt.

Ich bin sehr müde.

Ich möchte zurück in die Heimat.

Aber vorher möchte ich Ihnen etwas zurückgeben.

Die 64 Hände...

habe ich schon vergessen.

Es war mein Glück, dass ich Sie in meiner besten Zeit getroffen habe.

Leider ist meine Zeit um.

Zu sagen, dass man im Leben nichts bereut,

hieße, sich selbst etwas vorzumachen.

Wie langweilig wäre das Leben,

wenn es nicht zu bereuen gäbe.

Herr Ip, um die Wahrheit zu sagen...

Ich habe Sie ins Herz geschlossen.

Ich scheue mich nicht, das zu sagen.

Liebe ist kein Verbrechen.

Aber weiter kann ich nicht gehen.

Das habe ich noch nie zu jemandem gesagt.

Heute Abend...

Ich weiß nicht, warum ich das ausgesprochen habe...

Lassen wir es, ob gut oder schlecht, wie ein Schachspiel stehen.

Passen Sie gut auf sich auf.

Im Leben ist es wie beim Schach. Was getan ist, ist getan.

Zwischen uns gibt es nichts Schlechtes.

Wir beide

sind schicksalhaft miteinander verbunden.

Ihr Vater hat einmal gesagt,

verlass nie deinen Glauben, halt die Fackel am Brennen.

Solange das Licht brennt, gibt es Nachfolger.

Ich hoffe, dass ich eines Tages noch einmal die 64 Hände sehe.

Mein Vater hat oft gesagt,

im Leben eines Kampfkünstlers gibt es drei Phasen:

Sein.

Wissen.

Tun.

Ich kenne mich.

Ich habe die Welt gesehen.

Aber ich kann mein Wissen nicht weitergeben.

Es ist ein Weg,

den ich nicht zu Ende gehen kann.

Ich hoffe, Sie schaffen es.

Schauen Sie,

ist diese Straße mit Schulen nicht so, wie die Kung-Fu-Welt sein sollte?

Von Kind an hatte ich meinen Vater kämpfen sehen.

Das Geräusch, das ich am besten kannte, war das von brechenden Knochen.

Mein Vater hat als Erster Xingyi und Bagua vereint.

Wenn mein Vater Bagua machte,

durfte niemand zusehen.

Er brachte seinen Schülern nur Xingyi bei,

weil Bagua so hinterlistig war.

Er sagte oft, würde ich singen, würde ich die Bühne erobern,

ginge ich ins Kloster, würde ich Äbtissin werden.

Weil ich besessen bin von dem, was ich tue.

Schade, dass ich kein Junge war.

Von meinem Vater lernte ich nicht die Technik,

sondern was dahinterstand.

Es war die glücklichste Zeit meines Lebens.

Gong Er hat, wie ihr Vater, nie einen Kampf verloren.

Sie hat nur gegen sich selbst verloren.

Als ich Foshan verließ,

musste ich mich von meiner Familie verabschieden,

aber ich brachte kein Wort heraus.

Ich war sicher, ich würde zurückkommen. Doch ich sah sie zum letzten Mal.

Seitdem gibt es nur die Straße vor mir, keinen Weg zurück.

Es gibt keinen Weg zurück.

Im Alter von sieben begann ich mit Kung-Fu. Mein Meister war Chan Wah-shun.

Am Tage meiner Aufnahme legte mir der Meister selbst den Gürtel an.

Der Gürtel steht für die Schule und den Meister.

Er ist ein Zeichen der Ehre. Jetzt bist du ein Kampfkünstler

und musst ein Leben in Ehren führen.

Ich habe zwei Kaiser erlebt, die neue Republik, Kriegsherren,

die japanische Invasion und den Bürgerkrieg.

Zum Schluss landete ich in Hongkong.

Was mich durchhalten ließ, war

das Bewusstsein der Würde der Kampfkunst.

Es heißt, durch mich sei Wing Chun populär geworden.

Ich hoffe, dass es stimmt.

Mir ging es nicht um den Ruhm. Die Kampfkünste gehören allen Menschen.

Und dabei sind nicht die Schulen wichtig, sondern das Kung-Fu.

Wir gehen alle denselben Weg

Letztlich geht es nur um zwei Worte:

horizontal und vertikal.

THE GRANDMASTER

Sie können mich Ip Man nennen oder auch Alter Ip.

Wir könnten voneinander lernen. Daran glaube ich fest.

Aber Fäuste und Füße machen, was sie wollen.

Unser Schicksal liegt in den Händen der Götter.

Stimmen Sie mir zu?

Welcher ist Ihr Stil?

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