All language subtitles for Nora.1973.German.DVDRip.Retail

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Original subtitles

Das ist wie Fliegen. - Das war schön!

Und ich möchte jetzt irgendwas essen.

Dann schlemmen wir jetzt die Torten. Und trinken Riesenmengen heißer Schokolade.

Ich liebe Süßigkeiten.

Kristine, ich bin der glücklichste Mensch.

Morgen fahre ich mit Papa zu Torvald.

Und nächste Woche werde ich schon Frau Helmer sein.

Und Papa will in unsere Nähe ziehen.

Und du wirst dich ewig glücklich fühlen.

Ewig, ich weiß es.

Hoffentlich lerne ich ihn bald kennen, deinen Torvald.

Natürlich, Kristine. Wir werden uns jederzeit über deinen Besuch freuen.

Irgendwann vielleicht.

Kristine!

Kristine, wir schreiben uns. Wir schreiben uns, ja?

Jede Woche! - Ja.

Ich liebe Torvald über alles.

Ich hab dir ja erzählt, wie er Papa geschäftlich so gut beraten hat.

Glaub mir, Kristine, er ist ein wunderbarer Mann.

Du verstehst mich sofort, wenn du ihn kennst.

Davon bin ich überzeugt. Ein Mann, den du liebst, muss ein guter Mensch sein.

Oh, ich hab...

Oh, Kristine, ich muss sofort nach Hause.

Ich muss, Papa wartet.

Aber dieser Nachmittag sollte dir gehören, Kristine.

Ach, Kristine.

Wir setzen uns vielleicht. Ich muss mit dir reden.

Ja, gut.

Es war also deine Nora, die da gerade weg gegangen ist.

Ja. Sie wird morgen weit fort reisen.

Sie wird heiraten. - Ja, ich hörte so was.

Torvald Helmer. Ich kenne ihn von der Schule her.

Na ja, sie werden heiraten. Aus Liebe? Oder wegen Geld?

Oder weshalb sonst? - Aus Liebe.

Leider hältst du, wie ich deinem Brief an mich entnehmen muss, Ehe für ein Geschäft.

Ich habe versucht, dir meine Lage zu schildern.

Ich wünsche verzweifelt, dass du meine Lage begreifst.

Das tue ich längst.

Nun habe ich es auch noch schriftlich.

Eine verwitwete Mutter und zwei junge Brüder zu versorgen.

Daher käme für dich nur ein wohlhabender Mann infrage.

Und ich...?

Was bin ich nun? Ein Anwalt ohne Aussichten im Beruf? Und habe kein Geld.

Was soll es? Am besten gibt man ihm einen Tritt.

Es ist zwar grausam, aber sicher logisch.

Lieben darf ich dich. Und angeblich liebst du mich.

Aber was könnte beruhigender sein als Sicherheit?

Muss dieser Ton unbedingt sein?

Du erwartest wohl, dass ich vor Wut rase, oder nicht?

Ich hoffte, du würdest alles verstehen. Oder deine Gefühle für mich verlieren.

Bereit alles zu opfern.

In meiner Situation habe ich gar keine andere Wahl!

Wodurch mir ebenfalls keine andere Wahl bleibt.

Kristine, deine Handlung ist mehr als herzlos.

Und trotzdem,

du liebst mich immer noch, ja? - Ja. Das tue ich.

Aber ich muss... - Kristine!

Liebst du mich noch so wie früher? - Das weißt du genau.

Und du weißt auch, wie sehr ich dich liebe.

Und du könntest deinen Entschluss nicht ändern? Ist das so unmöglich?

Kristine! Bitte, denke ich aller Ruhe nach.

Ich kann an gar nichts anderes denken.

Aber ich kann auch meinen Vorsatz nicht ändern.

Na gut, wenn ich also von dir nichts mehr höre,

was habe ich dann noch zu suchen in diesem verdammten Nest hier?

Vielleicht

sollte ich es Fräulein Nora nachtun. Auf in die Großstadt.

Vielleicht ist doch ein Vorwärtskommen möglich.

Ohne dich.

Leb wohl, Nils!

Ich hätte ihn öfter besuchen müssen.

Sie sind kurz vor der Geburt Ihres ersten Kindes, Nora. Dafür hatte er Verständnis.

Kommen Sie, Sie müssen wieder nach Haus.

Ich warte hier, bis die Schwester zurück ist.

Stirbt er?

Ja, Nora, ja. Ich fürchte, es wird nicht mehr lange...

Verzeihen Sie mir.

Ich finde keine Trostworte. Eins kann ich Ihnen aber versichern:

Die Krankheit Ihres Mannes ist heilbar. Das steht fest.

Wesentlich dabei ist, dass er das kommende Jahr in einem warmen Klima verbringt.

Glücklicherweise können Sie es sich ja leisten.

Und Sie versprechen mir, sofort heimzugehen und sich zu schonen.

Vermeiden Sie Aufregungen.

Und reden Sie Helmer ein, Sie müssten nach der Geburt in den Süden.

So, und jetzt den großen Koffer!

Er hat die ganze Nacht gehustet. Und er hat so schlechte Stimmung,

dass ich fürchte, wir fahren gar nicht.

Er muss, Nora! Vielleicht sollte ich ihm sagen, wie krank er ist.

Nein, das wäre gar nicht gut. Das sind doch Ihre eigenen Worte?

Ihr beide seht aus, als wenn ihr eine Verschwörung ausheckt.

Dachten Sie vielleicht, ich würde Sie sang- und klanglos abreisen lassen?

Ich habe dem Doktor erzählt, wie nett und freundlich du die ganze Zeit über warst.

Und, Torvald, ich verspreche dir, wenn wir zurück kommen

werde ich nie wieder eine Bitte äußern.

Das Ganze ist purer Wahnsinn.

Oh, ich sehe mal schnell nach Anne-Marie und dem Baby.

Achtung, mein lieber Freund. Schön vorsichtig, nicht ausrutschen.

So, hier.

Ich komme sofort nach, Anne-Marie.

Ich denke, dass auch Sie den Aufenthalt in Italien genießen werden.

Spotten Sie nur! Mir kommt es vor wie eine Verurteilung.

Ich wünschte, ich könnte reisen!

Ich würde nicht fahren, wenn Nora nicht das verdammte Geld geerbt hätte.

Nun ja, sie ist bisher im Leben verwöhnt worden. Und warum auch nicht?

Das ist ihr letzter Ausbruch,

bevor sie endgültig sesshaft wird und Heim und Familie gründet.

Übrigens, nach dem ersten Kind tut die Reise ihrer Gesundheit gut.

Ja, das ist immerhin ein Gesichtspunkt. - Genau!

Auf Wiedersehen, Doktor! Und vielen Dank!

Eine wunderschöne Reise und einen herrlichen Aufenthalt!

Die arme Kuh saß ganz schön in der Patsche. Da nahm die Bauersfrau von einem Holzklotz

in der Nähe ein Beil und schlug das Seil durch.

Die Kuh fiel vom Dach, und mit einem lauten "Muh" rappelte sie sich auf

und rannte davon. Und jetzt ging die Bauersfrau in die Küche,

und was sah sie da? Ihren Mann, der hing im Kamin mit den Beinen nach oben

und sein Kopf steckte im Suppentopf.

Muh!

Was hatte denn Rechtsanwalt Helmer für geheimnisvolle Gespräche mit dem Alten?

Tja, da gibt es so Gerüchte... - Gerüchte sind für Schweine!

Die leben davon!

Diese Tür da, Krogstad, hat eben vielleicht unser neuer Herr und Meister verlassen.

Torvald Helmer ist der Mann, mit dem man rechnen muss.

Ja, ja, ist mir alles bekannt.

Und ich? Ich war auch einmal Anwalt, Sie wissen es.

Ja. Bis zu dieser kleinen Affäre da. - Hören Sie auf!

Es wird mir zeitlebens aufs Brot geschmiert.

Weshalb wäre ich sonst seit so vielen Jahren in dieser elenden Position?

Ach Gott, so viele Jahre.

Wie viele eigentlich?

Na, so sechs, sieben Jahre ist es her, dass die Helmers nach Italien gingen.

Ungefähr um diese Zeit kamen Sie hierher.

Sie hätten lieber viel Geld heiraten sollen, um Erfolg zu haben, anstatt... ja.

Olssen, ich muss mich mit Ihrem dummen Geschwätz Tag für Tag abfinden.

Jetzt reicht es mir!

Bei Ihrer Frau mussten Sie sich mit Schlimmerem abfinden.

Jedenfalls habe ich keine Vergangenheit, die ich vertuschen muss.

Tja, Torvald, diese Untersuchungen sind eigentlich schon seit Jahren überflüssig.

Gott sei Dank. - Danken Sie, wem Sie wollen.

Ich glaube, dass Sie den rechten Rat zur rechten Zeit befolgt haben.

Jedenfalls, Ihre Konstitution war nie besser.

Und Sie, Gunnar, wie sieht es mit Ihnen aus?

Ach, mit mir. Ich zeige Ihnen mal was.

Hier, sehen Sie rein.

Das sagt mir überhaupt nichts.

Es ist immerhin möglich, dass diese kleinen Biester meinen schönen Leib zerknabbern.

Ich ahnte, dass Sie...

Nun, nicht gleich so einen Trauerton, Torvald. Es ist ja möglich, dass ich mich irre.

Es müssen viele Tests gemacht werden. - Und wenn Sie sich nicht irren?

Dann sparen Sie für einen Kranz. - Das kann ich leider nicht komisch finden.

Wenn Sie weiter so ein Gesicht machen, teile ich der Bank mit,

dass Sie ein todkranker Mann sind. Kommen Sie, Torvald.

Ich schlage vor, Sie gehen nach Hause und untersuchen Ihre Frau nach Makronen.

Na, gehen Sie schon!

Bitte lass den Baum vor der Tür und bring nur die Pakete herein.

Oh, Ivar, da! - Das ist doch zu viel?

Das stimmt schon.

Fröhliche Weihnachten! - Danke.

Helene! - Ja?

Bitte versteck den Baum. Die Kinder sollen ihn erst zur Bescherung sehen.

Ja, gnädige Frau!

Du störst mich!

Ich will dir zeigen, was ich gekauft habe. - Muss das sein? Wieder Geld verschleudert!

Ach du! Du hast doch einen hoch bezahlten Posten in der Bank!

Ja, mit dem ersten Gehalt im April. - Bis dahin kaufen wir eben auf Kredit.

Ja, das wäre eine Möglichkeit.

Aber wenn ich nach dem Weihnachtsfest auf die Straße gehe

und mir ein Dachziegel auf den Kopf fällt?

Wenn so etwas schreckliches passieren würde, wären mir Schulden gleichgültig.

Und die Leute, die uns was geborgt haben?

Das sind Fremde, was gehen die mich an? - Typisch Frau!

Wenn wir wirklich Geld haben, kannst du ausgeben, was du willst,

und ich schimpfe nicht.

Wie du meinst, Torvald.

Beleidigt?

Du siehst aus wie ein Vogel, der die Flügel hängen lässt.

Hier! Hier habe ich etwas für meine kleine Frau.

Geld?

Ich weiß, wie das Weihnachtsfest einen Haushalt schmälern kann.

Oh Torvald, ich danke dir! Damit komme ich herrlich aus.

Das musst du auch.

Und jetzt sieh dir bitte die Geschenke an.

Ich will dir alles genau zeigen.

Das sind Anziehsachen für Ivar. Und das, das ist Spielzeug.

Und, oh, eine Trompete für Bob.

Und ein Pferd.

Und das, das kann ich dir nicht sagen. Und das ist ein kleines Teegeschirr für Emmy.

Das ist keine Kostbarkeit.

Sie würde es ja sowieso bald kaputtwerfen.

Und da sind ein paar Tücher für die Mädchen.

Och, Torvald, das war alles wahnsinnig billig.

Und...

Und das da? - Nein!

Das darfst du erst heute Abend sehen!

Aha. Und jetzt sag mir, was du dir, im Rahmen des Möglichen, am liebsten wünschst.

Aber ich wünsche mir überhaupt nichts. - Kommt nicht in Frage. Sag es mir.

Ich habe nie darüber nachgedacht. Wirklich.

Das heißt... Ach Torvald,... - Ja?

Wenn du mir wirklich was schenken willst, dann könntest du...

Ja, ja, komm raus damit. - Du schenkst mir einfach Geld.

Oh, natürlich im Rahmen des Möglichen.

Oh Torvald, ich wickle die Scheine in Goldpapier und hänge sie an den Christbaum.

Wäre das nicht lustig?

Ja, das wäre es schon, wenn du das Geld auch wirklich nur

für dich allein ausgeben würdest. Aber du kaufst davon die unwichtigsten Sachen

fürs Haus und ich muss wieder in meine Tasche greifen.

Aber Torvald... - Das kannst du doch nicht leugnen, Nora!

Da sitzt so ein hübsches, kleines Wesen und wirft das Geld zum Fenster raus.

Es ist nur leider sehr kostspielig ein solches Geschöpf zu lieben.

Aber ich schwöre dir, ich spare, wo ich kann.

Du versuchst es, aber du kannst es nicht.

Du hast nie überlegt, wie viel Geld wir armen Wesen brauchen.

Du kannst einem die Seele aus dem Leib reden.

Das musst du von deinem Vater geerbt haben.

Immer darauf aus, irgendwie Geld zu bekommen.

Und wenn du es hast, rinnt es dir durch die Finger.

Und du weißt nie, wohin.

Ich kann noch so viel reden, du wirst dich nicht ändern.

Das liegt dir im Blut.

Ich wünschte, ich hätte Papas bessere Eigenschaften geerbt.

Verzeih, bitte.

Ich möchte, dass mein Liebling genau so bleibt, wie er ist.

Torvald! Torvald, da gibt es gar nichts zu verzeihen.

Du schmeckst nach Makronen?

Makronen? Makronen? Was sind Makronen?

Oh, ich weiß, kleine Ruderboote für Wassernixen.

Das müssen sehr kleine, süße Boote sein. Ein Biss, und weg sind sie.

Nein, Torvald, ehrlich. - Ich hab ja nur Spaß gemacht.

Du weißt, dass ich nie etwas hinter deinem Rücken tun würde.

Selbstverständlich.

Ist ein schönes Gefühl eine gesicherte Position zu haben.

Ein gehobenes Einkommen, die harten Zeiten sind vorbei.

Nie mehr so traurige Weihnachtstage, für die du basteln und nähen musst.

Denk mal an letzte Weihnachten. Drei volle Wochen hast du dich

in deinem Zimmer verbarrikadiert. Bis spät in die Nacht,

um Christbaumschmuck zu machen und all die andern Dinge,

mit denen du uns überraschen wolltest.

Das war die langweiligste Zeit in meinem Leben.

Ich fand es nicht langweilig. - Und alles für nichts.

Ich konnte doch nichts dafür, dass die Katze alles kaputt gemacht hat.

Natürlich konntest du nichts dafür.

Du wolltest uns glücklich machen. Aber die Zeiten sind jetzt vorbei.

Ich brauche mich nicht mehr allein zu langweilen

und du nicht mehr deine schönen Augen und zarten Hände zu überanstrengen.

Ja, das ist schön. So schön, es ist alles wie ein Wunder.

Hast du Dr. Rank eingeladen für heute Abend?

Ja. Und ich habe besonders guten Wein besorgt.

Nora, du kannst dir nicht vorstellen, was mir diesmal das Fest bedeutet.

Mir geht es genauso. Und die Kinder sind völlig aus dem Häuschen.

Herein!

Hier ist ein Telegramm für Sie, Dr. Rank.

Es kommt aus Christiania.

Interessiert es Sie gar nicht, was drin steht?

Meine Liebe, wissen Sie denn nicht, dass es Unglück bringt

Weihnachten ein Telegramm zu öffnen?

Aber es kommt doch aus der Hauptstadt? - Lassen Sie mich bitte allein.

Tag.

Guten Tag, Dr. Rank. - Guten Tag.

Herr Helmer ist wahrscheinlich im Arbeitszimmer?

Hallo, Dr. Rank! - Tag, Nora!

Eine Dame wünscht Sie zu sprechen. Ich kenne sie nicht.

Lass sie erst mal herein.

Wie geht es dir, Nora?

Du kennst mich wohl nicht mehr?

Kristine. Kristine!

Du hast dich verändert.

Ja, das weiß ich auch. Es ist ja auch viel Zeit vergangen.

Du siehst blass aus. Und bist ja noch schlanker.

Und älter. Viel, viel älter.

Oh, Kristine! Du musst mit uns Weihnachten feiern!

Oh, wie gedankenlos von mir.

Mein Gott, du hast ja deinen Mann verloren.

Ich habe dir immer schreiben wollen, tatsächlich.

Aber es kam immer etwas dazwischen. Ich habe es immer wieder aufgeschoben.

Es muss schrecklich für dich gewesen sein.

Hat er dir irgendetwas hinterlassen? - Nein.

Und Kinder? - Nein.

Nicht einmal den Gedanken eines Verlustes. Nicht einmal Trauer.

Wie ist so etwas möglich?

Solche Dinge passieren, Nora.

Ich hab drei wunderbare Kinder. Aber du sollst dir selbst ein Urteil bilden.

Kristine, ich muss dir etwas sagen.

Es ist ein wundervolles Glück. Mein Mann übernimmt den Direktor-Posten bei der Bank.

Von jetzt an wird unser Leben wesentlich sorgloser verlaufen.

Oh, ich bin so glücklich, dass ich immer nur von mir rede.

Komm, ich zeige dir unser Schlafzimmer. Komm!

Die Vorhänge habe ich alle selbst gemacht. - Du? Tatsächlich?

Hier, sieh mal!

Welche Veränderungen bringen die nächsten Jahre für die Welt?

Veränderungen? - Technik, meine ich, Wissenschaft.

Ich sehe nichts, was die Menschen verändern könnte.

Wieso nicht? In 50 Jahren werden die Menschen bestimmt fliegen.

Da möchte ich jede Wette eingehen, die Menschen werden fliegen,

erfinden neue Maschinen und das nimmt kein Ende.

Im Moment bin ich mit der Tatsache zufrieden,

dass Nora hier im Haus herumfliegt. Mit ihrer unschuldigen Ausgelassenheit.

Was zum Teufel wollen Sie hier?

Verzeihen Sie, Herr Helmer, aber ich nahm mir die Freiheit den Mädchen zu erzählen,

dass Sie meinen Besuch erwarten.

Das ist unerhört! Und welche Erklärung haben Sie für Ihre Unverschämtheit?

Der Grund für mein Eindringen ist die Wichtigkeit, die ich ihm beimesse.

Es geht um einen Posten in der Bank.

Ich arbeite dort. - So?

Als Angestellter. Wissen Sie nicht mehr, wer ich bin?

Wir waren auf der gleichen Schule. Krogstad!

Nils!

Ich übernehme die Leitung der Bank erst im neuen Jahr!

Es ist unerhört hier einfach einzudringen! Ist das bei Ihnen so üblich,

den zukünftigen Bankdirektor in seiner Wohnung zu überfallen?

Sie scheinen sich über Manieren und die künftigen Folgen wenig Gedanken zu machen!

Wenn Sie erlauben... - Ich erlaube Ihnen zu verschwinden!

Ich bestehe darauf! Und zwar sofort!

Und ich bestehe darauf angehört zu werden!

Das ist eben der Nachteil meiner Art zu leben. Man wird so selbstsüchtig.

Niemanden, für den man arbeitet, trotzdem muss man arbeiten.

Also wird man egoistisch.

Siehst du, als du von Torvalds Beförderung sprachst,

war ich deinetwegen glücklicher als meinetwegen.

Wie meinst du das?

Ah ja, natürlich!

Du meinst, Torvald könnte etwas für dich tun!

Ja, so was ähnliches dachte ich. - Kristine, das überlass nur mir!

Ich werde das für dich in die Wege leiten.

So unauffällig. Ich muss bei ihm nur den richtigen Moment erwischen.

Und dann wickle ich ihn um den kleinen Finger.

Ich würde dir so gerne helfen.

Das ist lieb von dir. Besonders, weil, na ja,

es hat eigentlich für dich nie Sorgen gegeben.

Du sagst also, ich verstehe nichts? - Aber Nora, die kleinen Handarbeiten.

Das ist ja alles sehr schön.

Du denkst also auch, dass ich zu nichts fähig bin?

Ich habe dir nicht alles berichtet. - Was denn?

Unser Urlaub in Italien. Papa hinterließ mir nämlich nichts.

Ich ganz allein habe das Geld besorgt. - Du? Du konntest doch gar nichts borgen?

Ach, wieso nicht?

Weil eine Frau, ohne Zustimmung des Ehemanns, nichts borgen kann.

Ach, es gibt aber Frauen, die es trotzdem schaffen.

Das ist mir nicht ganz klar.

Ich denke da an andere Wege.

Es gibt doch zum Beispiel Verehrer?

Bei dem gewissen Etwas, das ich ja wohl habe.

Was?

Du stirbst ja förmlich vor Neugier!

Hat dein Mann eigentlich eine Ahnung, wie du zu dem Geld gekommen bist?

Nein!

Das wär entsetzlich! Er ist so furchtbar gradlinig.

Außerdem hat er den dummen Stolz aller Männer.

Er würde sich gedemütigt fühlen, wenn er mir finanziell etwas verdanken müsste.

Hat dein Vater zu ihm nie über Geld gesprochen?

Nein, er starb vorher.

Und wann sagst du es deinem Mann?

Ach, der Moment kommt bestimmt.

In ein paar Jahren, wenn ich nicht mehr hübsch bin.

Wenn er mich nicht mehr bedingungslos liebt.

Ja. Es wäre vielleicht ganz nützlich etwas beiseite zu legen.

Ach, was rede ich da? Dazu wird es nie kommen.

Nora, deine Ersparnisse haben doch nie für die Schulden gereicht?

Nein, ich übernahm Aufträge für Abschriften.

Ich habe mich jeden Abend eingeschlossen und gearbeitet. Bis tief in die Nacht.

Und ich war todmüde. Und total erschöpft.

Aber es war auch wieder schön.

Die ganze Nacht zu arbeiten und Geld zu verdienen.

Ich kam mir vor wie ein Mann.

Und wie viel konntest du damit zurückzahlen?

Ach, das sind erstens die Ratenzahlungen, dann vierteljährlich Wechsel,

es war schon mächtig schwer. Manchmal habe ich hier gesessen und fantasiert,

ein reicher, alter Mann hätte sich hoffnungslos in mich verliebt.

Nach seinem Tode würde man das Testament öffnen, und da stünde in großen Lettern:

"Alles, was ich besitze, gehört meiner geliebten Nora Helmer

und ist sofort an sie auszuzahlen!"

Aber du verstehst mich völlig falsch! Das war doch nur ein Wunschtraum,

wenn ich Abend für Abend da saß und mir den Kopf zerbrach,

wie ich mir Geld beschaffen könnte.

Dr. Rank. Frau Linde.

Oh, den Namen habe ich hier schon oft gehört.

Ich glaube, ich habe Sie vorhin gesehen, als sie die Treppe heraufkamen.

Ich gehe langsam, Treppen steigen fällt mir schwer.

Oh, haben Sie etwa irgendwelche Beschwerden?

Nein. Eigentlich mehr überanstrengt.

Dann wollen Sie also geruhsame Gesellschaften besuchen?

Nein, ich suche irgendeine Arbeit.

Gegen Überarbeitung ist das eine unfehlbare Kur.

Entschuldigen Sie, ich weiß, ich bin unmöglich.

Ich muss leben, Doktor.

Ja, die Menschheit scheint das als die Notwendigkeit schlechthin anzusehen.

Bei meinen Patienten ist es genau so. Auch bei den moralisch kranken.

Da wir gerade davon reden, einer von diesen seelisch angeknacksten sitzt nebenan

und redet auf Torvald ein, damit er was für ihn tut. Er ist bei der Bank.

Sein Name ist Krogstad. Als erstes sagte er,

als wäre es eine welterschütternde Erkenntnis, er müsste leben.

Sie werden nicht leugnen, dass diese Kranken auch Hilfe brauchen.

Das ist die Einstellung, die unsere Gesellschaft in ein Krankenhaus verwandelt.

Sagen Sie mal, Dr. Rank, sind die Menschen, die in der Bank arbeiten,

alle von Torvald abhängig? - Finden Sie das so amüsant?

Wie wäre es mit einer Makrone, Dr. Rank?

Ich denke, die sind in Ihrem Haus verboten?

Die hat Kristine mir geschenkt. - Ich?

Aber du konntest doch nicht wissen, dass sie aus diesem Haus verbannt sind.

Da ist noch eine Sache, die ich gerne... - Was denn?

Etwas, was ich Torvald schon lange sagen wollte.

Warum tun Sie es dann nicht?

Ich kann nicht. Ich habe Angst es zu sagen.

Oh, dann tun Sie es nicht. Aber vielleicht hier unter uns?

Ich möchte gerne sagen: "Hole es der Teufel!"

Da ist er ja! Hej!

Komm! Da ist Kristine!

Kristine? - Frau Linde!

Kristine Linde! Schäm dich! Hast du alles vergessen?

Nora und ich waren eng befreundet. Aber seitdem ist viel Zeit vergangen.

Stell dir vor, sie hat die lange Reise gemacht, um mit dir zu reden.

Ach! - Aber das ist doch gar nicht...

Kristine ist eine fabelhafte Kraft im Büro.

Und sie möchte gern für einen besonders fähigen Mann arbeiten

um sich noch mehr zu vervollkommnen.

Sie sind Witwe, Frau Linde?

Ja.

Sie kommen in einem günstigen Moment, Frau Linde.

Wahrscheinlich kann ich Ihnen eine gute Stellung verschaffen.

Ich danke Ihnen sehr herzlich! - Nicht nötig, nicht nötig!

Aber ich bitte, Sie mich jetzt zu entschuldigen.

Oh, ich wusste es!

Und ich werde jetzt in der Stadt nach einem Zimmer suchen.

Jetzt geht es los! - Sieh doch mal!

Sind sie nicht wonnig, Kristine?

Kommen Sie, Frau Linde! Bei diesem Rummel ist nur noch die Mutter gefragt.

So, nun kommt aber! War es sehr kalt draußen?

Kommt her, jetzt werden wir euch erst mal ausziehen.

Ihr müsst mir gleich alles erzählen!

Na, wirst du wohl mal stillhalten? So, jetzt kannst du laufen.

Komm, nimm sie nach nebenan und zähle bis 100.

Ja. - Und sie sollen mich suchen.

Ja, gut! - Los, kommt!

Die Mutti will sich verstecken! So, rein mit euch!

Hier bleibt ihr! - Und vergesst nicht bis 100 zu zählen!

Noch nicht gucken! Ihr müsst solange schön stillhalten.

Kleiner, du wirst doch einen Augenblick stillhalten können?

Nun warte nur!

Huhu!

Huhu!

Verzeihen Sie, Frau Helmer!

Was wollen Sie?

Mit Ihnen sprechen.

Wie können Sie es wagen hierher zu kommen?

Frau Helmer, diese blasierte und arrogante Gesellschaft

behandelt mich wie einen Kriminellen.

Gezwungenermaßen muss ich wie ein solcher kommen und verschwinden.

Ich wartete im nächsten Hauseingang.

Es ist doch noch gar nicht der Monatserste?

Also gut, wenn wir hier nicht sprechen können, wo dann?

Ich weiß, es ist ein verdammtes Klatschnest. Wenn die Leute etwas wittern,

fallen sie über jeden her. Wenn Sie allerdings vorziehen,

dass ich Ihrem Mann etwas mitteile, bevor er mich das nächste Mal rauswirft,...

Das nenne ich Erpressung!

Wie vieles im Leben, Frau Helmer. Besonders für uns Ausgestoßene.

In einer Stunde, am Mühlenbach.

Mama hat Besuch. Ich werde später mit euch Verstecken spielen.

Geht wieder rein! Na komm!

Tja, Frau Linde, ich muss noch kurz im Büro vorbeisehen.

Ich hoffe, Sie heute Abend als Gast begrüßen zu können.

Nora wird uns sicher alle zusammen mit den Kindern unterm Weihnachtsbaum aufstellen.

Ich komme sehr gern. - Sie natürlich auch. Und nicht vergessen!

Eher springe ich in den Fluss!

Bis heute Abend dann!

Soweit ich informiert bin haben Sie kein Zimmer, Frau Linde.

Möglicherweise könnte ich Ihnen helfen.

Ach, ich möchte Ihnen nicht auch noch Mühe bereiten, Dr. Rank.

Das ist doch Unsinn.

Meine Haushälterin hat heute zufällig von einem freien Zimmer gesprochen.

Er hat gesagt, es wäre möglich, dass er Frau Linde in der Bank einstellt.

Aber das ist nicht definitiv! - Bitte, Frau Helmer!

Versuchen Sie jetzt hier keine Ausflüchte. Ich kannte früher Frau Linde auch.

Und ich weiß, dass sie eng befreundet waren.

Wenn ich jetzt meine Stellung verliere, weiß ich, wer meinen Posten übernimmt.

Mein Mann hat seine Entscheidungen stets alleine getroffen.

Sie haben ihn beleidigt und tragen jetzt die Folgen.

Wenn man sich in einer untergeordneten Position befindet, sollte man sich hüten,

jemanden vor den Kopf zu stoßen, der... - Der Einfluss hat.

Das wollte ich sagen.

Und weil Sie wiederum Einfluss auf Ihren Mann haben,

sind Sie meine beste Fürsprecherin.

Und weshalb sollte ich mich dazu hergeben?

Ach, ich bin überzeugt, der hat gewisse Schwächen, wie jeder verheiratete Mann.

Ach! - Ich halte die Fäden in der Hand!

Und habe alle Mittel Sie zu zwingen!

Zum Beispiel erzähle ich ihm einfach von den Schulden, die Sie bei mir haben.

Sie werden doch nicht so gemein sein? - Es geht um meine Existenz, Frau Helmer!

Mit anderen Worten: Ich kämpfe um mein Leben!

Wenn er etwas davon erführe,

hätte ich bestimmt schreckliche Unannehmlichkeiten.

Nur Unannehmlichkeiten?

Hören Sie zu, Frau Helmer! Ich habe damals eine Sicherheit verlangt,

mit der Unterschrift Ihres Vaters. - Die Sie auch haben!

Ja, richtig. Und jetzt sagen Sie mir das Datum seines Todestages.

Es war am 29. Und zwar im September.

Dann muss er die Unterschrift unter mein Dokument in seinem Grab geleistet haben.

Die Unterschrift datiert vom 3. Oktober!

Ist das nicht eigenartig?

Ich habe Papas Namen geschrieben.

Sie kannten doch die Situation.

Hören Sie, Frau Helmer. Ist Ihnen klar, dass dies ein gefährliches Eingeständnis ist?

Wieso? Ich zahle doch immer pünktlich!

Im Fall einer Gerichtsverhandlung geht es dann nicht mehr

um Rückzahlung einer Schuldsumme.

Ich habe etwas ähnliches "verbrochen", Frau Helmer.

Ich konnte mich reinwaschen.

Trotzdem ging die Geschichte herum und ruinierte mich.

Dieser nichts sagende Posten in der Bank

war mein erster Schritt zurück in die Achtbarkeit.

Und nun lässt mich Ihr Mann wieder in der Versenkung verschwinden.

Mein Vater war tot! Mir ging es um das Leben meines Mannes!

Das wird jedes Gericht verstehen!

Das Gesetz kennt keine gefühlsbetonten Motive.

Dann ist das Gesetz schlecht! - Das Recht nimmt seinen Lauf.

Und wenn ich das Papier der Polizei übergebe,

müssen Sie mit einer Verurteilung rechnen.

Tun Sie jetzt, was Sie wollen, Frau Helmer.

Aber wenn ich noch einmal ausgestoßen werde, ich verspreche Ihnen,

gehen Sie mit mir.

Der Kerl war also doch wieder hier! Ich habe ihm kategorisch erklärt,

dass er es ja nicht wagen soll, dich auch noch zu belästigen.

Er war ja nur ein paar Minuten hier!

Nora, ich bitte dich! Denk doch mal in Ruhe nach!

Ich habe ihn rausgeworfen,

und er schleicht sich während meiner Abwesenheit wieder ein.

Zweifellos wollte er dich überreden ihm in seiner Angelegenheit zu Hilfe zu kommen.

Ja, weil er ein unglücklicher Mensch ist.

Er sagt, ihr wart auf der gleichen Schule? - Das waren wir.

Und Jahre später nimmt sich dieser Mensch Freiheiten heraus!

Torvald hier, Torvald da! Als wären wir die engsten Freunde.

Aber ich konnte ihn doch nicht einfach fort schicken?

Das hatte ich schon getan! Schlimm ist nur, dass du mich anlügen wolltest.

Ich? - Du hast erst gesagt, er war nicht hier.

Ach komm, kein Wort mehr über die Sache.

Ich wollte ja nichts böses. Ich war voller Weihnachtsfreude

und er stand so verlassen vor mir. - Trotzdem darfst du das nie wieder tun.

Was? - Du darfst nie mehr flunkern.

Nein. Nicht die kleinste Notlüge. Ich schwöre es.

Oh, es ist zum verrückt werden.

Am zweiten Feiertag ist Maskenball bei Stenborgs,

und ich weiß nicht, was ich anziehen soll.

Ach, es erscheint mir alles so dumm und sinnlos.

Du bist mal oben, mal unten.

Rauf und runter, wie ein kleiner Vogel, der fliegen lernt.

Zusammen wird uns schon was einfallen.

Ich könnte ohne deine Hilfe überhaupt nichts anfangen.

Das ist gut so. Deshalb unternimm nichts ohne meine Erlaubnis.

Torvald,

wenn das wahr ist, was die Leute über Krostad sagen,

könnte nicht eine Notlage der Grunde gewesen sein?

Ohne Frage. Trotzdem sollten diese Menschen ihr Leben wieder ordnen,

indem sie zu ihrer Tat stehen und die Strafe auf sich nehmen.

Aber müssen wir das jetzt erörtern?

Was bedeutet Strafe? Verwehrt man diesen Menschen denn jede Chance?

Durch einen Trick freigesprochen ist er trotzdem schuldig.

Nun versucht er die Sache totzuschweigen und zu begraben.

Wenn schon die Frau ihn deshalb verließ,

welche Auswirkungen hat das erst auf die Kinder?

Denk an die Folgen, wenn sie unter so einem Vater heranwachsen.

Er ist absolut korrupt. Und vergiftet seine Umgebung.

Ich sage dir, Kinder nehmen viel mehr von ihren Eltern an, als du glaubst.

Ist das wirklich so?

Es ist eine Erfahrung aus den Gerichtssälen.

Alle jugendlichen Verbrecher sind die Produkte haltloser Mütter.

Mütter? - Sagte ich "Mütter"?

Ja, das hast du.

Natürlich sind die Väter genau so schuld. Da wir gerade von Krogstad sprechen.

Nora, gib mir deine Hand.

Du hörst diesem verkommenen Menschen mit deinem unschuldigen Herzen zu,

und bei mir rügst du einen Versprecher. Nun aber genug davon.

Ja, Kleines? Alles gut, ja?

Die Gegenwart eines solchen Mannes widert einen an.

Und deshalb muss er hinnehmen, was auf ihn zu kommt.

Und was ist das? - Veränderungen.

Ich muss von Anfang an Autorität zeigen.

Deine Freundin profitiert davon, du wirst sehen.

So, jetzt muss ich vor dem Abendbrot noch ein paar Sachen durchsehen.

Und vielleicht hat der liebe, gute Weihnachtsmann

doch noch eine Überraschung für uns.

Denk nur an das Goldpapier, das am Tannenbaum hängen soll.

Die Kinder wollen so gern zu ihrer Mama. - Nein, jetzt nicht!

Bleib du bei ihnen, Anne-Marie. - Wie Sie wünschen.

Oh, Anne-Marie! Anne-Marie!

Kommen Sie bitte noch mal!

Anne-Marie, Sie haben...

Sie haben Ihre Kinder weggegeben. Wie war das?

Da gibt es nicht viel zu sagen. Ich war arm.

Und mir blieb nichts anderes übrig. Man kann es sich leider nicht auswählen.

Und so wurde ich Kindermädchen meiner kleinen Nora.

Du warst so lieb zu mir. Wie eine Mutter.

Du warst mein Kind.

Deine Mutter hat deine Geburt nicht überstanden.

Und wenn meine Kleinen keine Mutter mehr hätten? Würdest du dasselbe für sie tun?

Um Gottes willen! Wie kommt meine kleine Nora denn nur auf solche Gedanken?

Ach. - So jung. Und so gesund und heiter.

Ich bin müde.

Diese Unruhe und Hetzerei. Es ist wirklich nichts, Anne-Marie.

Das hoffe ich sehr, gnädige Frau.

Wo ist meine Frau, Anne-Marie?

Ja, also das ist so: Es geht um das Fischerinnen-Kostüm.

Das Kostüm, das Sie in Italien gekauft haben.

Sie will es morgen beim Maskenball tragen, aber es ist zerrissen.

Deshalb bringt sie es zu Frau Linde, damit sie ihr beim Ausbessern hilft.

Fischerinnen-Kostüm? - Ja, wir haben es all die Jahre über aufgehoben,

und Sie werden staunen, wie hübsch sie darin aussieht.

Woher kennt sie die Wohnung von Frau Linde?

Weil Frau Linde gestern Abend davon erzählt hat. Wissen Sie das nicht mehr?

Dr. Ranks Haushälterin hat sie besorgt.

Oh ja, da war ich wahrscheinlich mit meinen Gedanken völlig weggetreten.

Guck mal! Wupp!

Du willst also eine regelrechte Vorstellung geben?

Torvald möchte es furchtbar gern.

Es ist zerrissen. - Nein. Nur der Saum, sonst nichts.

Ach übrigens, herzlichen Dank für gestern Abend!

Deine Kinder sind besonders reizend.

Ich fand nur, dass Dr. Rank sehr deprimiert war.

Es ist mir auch aufgefallen.

Er ist Zeit seiner Kindheit krank.

Syphilis der Wirbelsäule, weil sein Vater es übel getrieben hat.

Nora, woher weißt du solche Sachen?

Wenn man Kinder hat, dann besuchen einen manchmal Frauen

mit einem Quantum an medizinischem Wissen.

Und dann gibt es kein Geheimnis.

Ist Dr. Rank häufig bei euch?

Er gehört praktisch zur Familie.

Als du uns gestern bekannt machtest, hat er gesagt,

er hätte meinen Namen schon oft im Haus gehört.

Und dann stellte ich fest, dass deinem Mann meine Existenz völlig unbekannt war.

Woher hat Dr. Rank... - Torvald

konnte es nie ertragen, wenn ich Freunde von früher erwähnen wollte.

Ich habe es dann aufgegeben.

Aber mit Dr. Rank konnte ich über alles sprechen, er konnte zuhören.

Nora, denkst du, ich weiß nicht, dass er dir das Geld besorgt hat?

Na hör mal!

Ich hätte nicht im Traum daran gedacht.

Kristine, man bekommt doch den Schuldschein zurück, wenn man die Schulden bezahlt hat?

Ja, das ist üblich.

Und du kannst ihn in tausend Stücke reißen und verbrennen.

Gestern muss was passiert sein, du verbirgst etwas! Was ist los?

Du, ich kann jetzt nicht.

Frohe Weihnacht!

Ich mach dir dein Kleid fertig und bringe es dir nach Hause.

Aber ich verlasse dich nicht, bevor du mir alles erzählt hast.

Dank dir, Kristine. Ich sag dir alles.

Arbeitest du? - Ja, ich habe viel zu tun! Wieso?

Torvald! - Ja?

Wenn dein kleines Mädchen dich bitten würde,

ihm einen großen Wunsch zu erfüllen... - Ja?

...würdest du es tun?

Da müsste ich schon ein bisschen mehr wissen.

Ich werde die Attraktion des Maskenballes, wenn du den Wunsch erfüllst.

Dann mal raus damit.

Ich würde in jedem Zimmer singen,

mich in eine Fee verwandeln und im Mondlicht tanzen.

Es ist hoffentlich nicht die Angelegenheit, über die wir gestern sprachen?

Ja, Torvald, bitte! Ich bitte dich!

Du scheinst nichts anderes im Kopf zu haben!

Ja, und du musst diesen Wunsch erfüllen.

Ich möchte, dass Krogstad seinen Posten in der Bank behält.

Liebe Nora, seine Stelle übernimmt deine Freundin, Frau Linde.

Das ist schrecklich lieb von dir, aber könntest du nicht einen anderen

Angestellten anstelle von Krogstad entlassen?

Du willst mit dem Kopf durch die Wand?

Ich habe ein unheimliches Angstgefühl.

Liebe Nora, der Mann ist bedeutungslos und kann uns in keiner Weise schaden.

Aber weißt du, wozu er fähig ist?

Ach, wir könnten beide so glücklich leben. Bitte, Torvald, bitte!

Die Tatsache, dass du derartig Partei für ihn ergreifst,

macht es mir unmöglich ihn zu behalten.

Wenn es sich herumspräche, dass der neue Bankdirektor in seinen Entschlüssen

von seiner Frau abhängt...

Was dann? - Ach, nichts.

Ich würde nur für das gesamte Personal eine Witzfigur abgeben.

Ja, bitte? Ja.

Besorgen Sie diesen Brief an die Adresse.

Torvald, was bedeutet das? - Krogstads Entlassung.

Torvald, hol ihn zurück! Meinetwegen!

Deinetwegen! Wegen der Kinder!

Hörst du mich nicht, Torvald?

Zu spät. - Ach, zu spät.

Ich verstehe und vergebe deine Ängstlichkeit.

Denn deine große Sorge um mich zeigt mir, wie sehr du mich liebst.

Falls Krogstad je versuchen sollte sich an mir zu rächen,

wird es mir nicht an Mut und an Stärke fehlen.

Ich nehme diese Last für uns beide auf mich.

Wie soll ich das verstehen?

Ich will damit sagen, dass ich mit jeder Krise fertig werde. Verlass dich drauf.

Das werde ich niemals zulassen.

Also gut. Wir teilen es, Nora. Als Mann und Frau.

Endlich zufrieden? Dann sieh mich jetzt mit ganz fröhlichen Augen an.

Deine Befürchtung ist völlig grundlos.

Wie wäre es, mein Kleines? Du gehst jetzt rüber und übst deinen Tamburin-Tanz,

und ich bleibe hier und arbeite.

Ich schließe die Tür, und du kannst jetzt so laut sein, wie du willst.

Wenn Dr. Rank kommt, schick ihn bitte gleich zu mir herein, ja?

Dr. Rank.

Das ist eine Überraschung. Was machen Sie denn hier, Krogstad?

Wieso? Das sind meine Kinder.

Die sehen ja recht munter aus.

Ich habe eine nette Nachbarin, Frau Bradland. Die kümmert sich um sie.

Krogstad sieht endlich ein, dass es doch ab und zu

anständige Menschen auf der Welt gibt.

Ja. Und weil heute Weihnachten ist, möchte ich Sie bitten

meine unhöflichen Worte in der Bank zu vergessen. Ich bitte um Verzeihung.

Sankt Nikolaus, ich danke Ihnen.

Na kommt, ihr zwei!

Dr. Rank, Sie haben Besuch. Frau Helmer.

Danke.

Frohe Weihnacht wünsche ich. - Frohe Weihnachten.

Was für eine seltene und freudige Überraschung.

Ich hoffe, sie hat nichts mit Krankheit zu tun.

Nein. Ich kam gerade vorbei und dachte, ich sag schnell mal "Guten Tag".

Das finde ich nett. Bitte, setzen Sie sich.

Nora, bei Ihrer Konstitution werden Sie 100 Jahre alt.

Ich dagegen werde bald auf dem Friedhof vermodern.

Sie dürfen nicht so hässlich reden. Was sollen Torvald und ich ohne Sie anfangen?

Nora, ich habe eine große Bitte an Sie. Torvald ist ein sehr sensibler Mensch,

Sie wissen das. Er hasst alle hässlichen Dinge.

Er soll mich nicht besuchen, wenn man mich ins Krankenhaus bringt.

Dr. Rank!

Nein, nein, ich meine es ernst. Ich will ihn nicht sehen, unter keinem Vorwand.

Ich werde ihn nicht empfangen.

Wenn ich absolute Gewissheit habe, schicke ich Ihnen

eine schwarz umrandete Trauerkarte.

Ich finde Sie heute ganz unmöglich. Ich hatte gehofft, Sie wären in guter Stimmung.

Ist das nun Ironie oder nicht?

Ich habe oft festgestellt, dass Ironie Sie aufmuntert.

Ja, das ist richtig. Lachen ist eine gute Therapie.

Meine arme, unschuldige Wirbelsäule muss die Späße bezahlen,

die sich mein Vater als lustiger Leutnant geleistet hat.

Sie meinen, er hat zu viel Kaviar und Leberpastete genossen?

Und Trüffeln auch. - Und Austern, nehme ich an.

Oh, Austern, Austern, selbstverständlich.

Und Portwein und Champagner um es runter zu spülen.

Ach, es ist schrecklich,

dass durch diese wunderbaren Sachen eine Wirbelsäule verdorben wird.

Vor allem eine Wirbelsäule, die von den wunderbaren Sachen nichts gehabt hat.

Und das ist das traurige daran.

Jetzt lächeln Sie schon wieder. - Nein, Sie lächeln.

Auf ganz bestimmte Art. - Nein, Dr. Rank, Sie haben gelächelt.

Sie haben noch mehr Humor, als ich glaubte.

Nehmen wir an, ich würde Sie... - Ja? Was?

Bitten, Ihre Freundschaft zu beweisen. Ich meine einen großen Freundschaftsbeweis.

Ihr Wunsch würde mich sehr glücklich machen.

Ich will ein Unglück von Torvald fern halten. Sie wissen...

Ich würde alles auf der Welt für Sie tun, Nora.

Ich liebe Sie auch, Nora.

So tief, wie man nur einen Menschen lieben kann.

Es war wirklich nicht nötig mir das zu sagen.

Ich brauche gar keine Hilfe, nein. Ich habe es mir nur eingebildet.

Ehrlich! - Was kann ich jetzt noch für Sie tun?

Ich denke, offen gesagt, nicht daran, mich zu entschuldigen.

Nein.

Wollen Sie, dass ich Ihnen Adieu sage?

Aber nein! Sie werden uns hoffentlich wie bisher besuchen.

Wie wissen, wie Torvald von Ihnen abhängig ist.

Und Sie?

Ich finde es immer sehr amüsant, wenn Sie bei uns sind.

Darf ich Sie begleiten?

Bitte sehr! Ich würde mich freuen.

Ah, es sieht nach mehr Schnee aus.

Die Kinder sind bestimmt noch auf der Rodelbahn.

Ich möchte am liebsten da aussteigen.

Und Sie fahren weiter. - Wollen Sie dann laufen?

Ich gehe gern spazieren. - Gut. Bis bald.

Wir fahren zu Helmers. - Auf Wiedersehen!

Frau Bradland hat mich geschickt. Ich sollte helfen, die Kinder heim zu bringen.

Oh, das ist sehr freundlich von Ihnen. Kommt her, ihr zwei!

So, du setzt dich da hin.

Würden Sie die Kinder bitte allein nach Hause bringen?

Aber natürlich. - Seid schön brav!

Ich komme bald nach. Fahren Sie los!

Frau Helmer?

Frau Helmer, ich hatte sehr gehofft, Sie heute noch zu sehen.

Können wir einen Schritt zusammen gehen?

Ich kenne niemanden, der am Weihnachts- feiertag über seinen Büchern sitzt.

Sie vergessen, dass ich in einer Woche die Bank übernehme.

Da ist noch allerhand zu tun. Sie haben gut Lachen, Sie beherrschen Ihren Kram.

Aber ich soll eine Bank leiten, und jeder erwartet, dass ich den Betrieb kenne.

Sie sagten, Nora wollte zu den Kindern?

Ja, und sie wollte unbedingt spazieren gehen.

Es ist doch schön, wie sie sich die Zeit vertreibt.

Der sehr verehrte Herr Helmer hat mir meine Entlassung angekündigt.

Persönlich, mit der Hand geschrieben, als Weihnachtsüberraschung.

Und jetzt teile ich Ihnen folgendes mit, Frau Helmer.

In den nächsten Minuten wird ein guter Bekannter einen Brief von mir

bei Ihnen zuhause einwerfen. Wenn Sie wert darauf legen,

dass die Sache weiterhin geheim bleibt, kann ich nur hoffen,

dass Sie sich endlich für mich einsetzen.

Wie kann man so hart sein? Denken Sie an meine Kinder!

Sie und Ihr Mann haben auch nicht an meine Kinder gedacht!

Sie haben mir gesagt, Sie könnten die fällige Summe

zum nächsten Termin nicht aufbringen. Aber selbst wenn Sie es könnten,

Sie würden die gefälschten Papiere nie zurück erhalten!

Was wollen Sie damit tun? - Ich will sie behalten.

Man kann nie wissen!

Steht in dem Brief alles drin? - Ja. Aber zartfühlend umschrieben.

Und wenn ich mir aus Verzweiflung was antue?

Ach, mit dem Gedanken zu spielen ist leicht. Ich habe es auch getan.

Aber mir fehlte der Mut.

Und es gab meine Familie.

Ich hätte den Mut auch nicht.

Frau Helmer, ich will ihr Geld gar nicht.

Aber Ihr Mann muss mir einen neuen Posten in der Bank verschaffen!

Nachdem er Sie rausgeworfen hat?

Da würden sich die Leute die Mäuler zerreißen.

Er wird es schon aus dem Grund nicht tun. - Ich kenne ihn, er tut es,

bevor er einen Skandal riskiert. Ich sage Ihnen, Frau Helmer, ich plane,

die Leitung der Bank sogar selbst zu übernehmen!

Jetzt habe ich den Mut dazu! - Das glaube ich Ihnen trotzdem nicht!

Und wenn ich das Dokument an die Öffentlichkeit bringe, ist Ihr Mann erledigt,

ein für alle Mal! Die Menschen verurteilen gerne ihren nächsten,

ganz gleich, ob schuldig oder unschuldig.

Abgesehen von seinem angeschlagenen Ehrgefühl würde das für Ihren Mann

den Ausschluss aus der Öffentlichkeit bedeuten.

Und das hat er Ihnen zu verdanken! - Ich will kein Wort mehr hören!

Ich warne Sie, machen Sie keine Dummheit!

Sobald er meine Zeilen gelesen hat, wird er sich an mich wenden!

Und er soll nicht so scheinheilig tun!

Er hat mich zu dieser Handlung gezwungen!

Und das verzeihe ich ihm nie!

Auf Wiedersehen, Frau Helmer!

Er ist da.

Kristine! Komm her!

Der Brief da ist von Krogstad.

Also von ihm hast du das Geld geborgt. - Torvald wird alles erfahren!

Das wäre vielleicht das beste.

Krogstad wollte eine Sicherheit von Papa.

Und weil Papa tot war, habe ich die Unterschrift gefälscht.

Das kann doch nicht sein! - Doch, ich sage es dir ja.

Kristine, wenn mir irgendetwas passiert, oder ich nicht mehr hier sein sollte,

Kristine, ich will nur, dass du mein Zeuge bist!

Zeuge? Weshalb?

Falls jemand versucht die Schuld auf sich zu nehmen und sagt,

er hätte davon gewusst. Verstehst du?

Ja. Du meinst Torvald.

Du musst bestätigen, dass ich nicht verrückt bin.

Es geht ganz allein auf mein Konto. Und ich weiß, was ich sage.

Selbstverständlich tue ich das. Aber ich verstehe es nicht.

Wie solltest du auch?

Ein Wunder könnte helfen. - An Wunder glaube ich nicht mehr.

Aber ich gehe zu Krogstad. Sofort.

Er muss von Torvald den Brief zurückfordern. Ungelesen!

Zu spät!

Es hat mal eine Zeit gegeben, wo er mir zuliebe alles getan hätte.

Nora? Probierst du dein Kleid aus? - Ja, Torvald!

Hat Torvald den Schlüssel zum Briefkasten? - Ja, aber Kristine...

Du musst alles Mögliche finden, um ihn von dem Brief abzulenken.

Hast du überhaupt Krogstads Adresse?

Ich habe seine Karte.

Ist gut. Und du beschäftigst deinen Torvald.

Sie haben recht, Gunnar, genug für heute.

Wollen mal sehen, wie Nora aussieht.

Nanu? Wir wollten das Kleid sehen.

Ich finde es aber viel schöner, wenn ich euch morgen damit überraschen kann.

Und was ist mit dem Tamburin? Hast du geübt? Du musst es gut können!

Ja, ja. Aber Torvald, könntest du nicht für mich spielen?

Es ist so viel hübscher, wenn du mir hilfst.

Ja, das tue ich gerne. Aber erst will ich nach der Post sehen.

Jetzt hören Sie sich das an, Doktor!

Mein Kopf mag ja leer sein, dafür ist deiner angefüllt mit Bürosachen.

Du wirst heute keinen Federstrich mehr machen!

Na gut, dann will ich nur meinen Schreibtisch ordnen.

Du nimmst dein Tamburin. Und den hübschen Schal,

den ich dir zu deinem Kleid schenkte. Dann wird die kleine Fischerin fleißig üben!

Ich will mich drehen, drehen, drehen, wie ein Kreisel!

Können Sie noch bleiben, Gunnar? - Mich wird man so schnell nicht los.

Kann es losgehen? - Ich bin fertig.

Langsamer!

Langsamer, nicht so stürmisch, Nora!

So geht es wirklich nicht!

Lassen Sie mich mal ans Klavier. Und Sie übernehmen die Choreografie.

Danke sehr, Gunnar.

Es ist ein Unterschied zwischen Tanz und alberner Hopserei, Nora!

Bitte nimm die Sache ernst!

Schluss! Sie ist verrückt!

Das ist keine Gavotte, mein Bester!

Du hast alles vergessen, was ich dich gelehrt hatte!

Du tanzt, als ob dein Leben davon abhängt! - So ist es auch.

Sei nicht so streng, Torvald.

Er hat recht!

Mach doch einmal deinen Kopf frei und vergiss das alles.

Du kannst doch nicht immer an deine Arbeit denken?

Bitte, Torvald!

Na schön, meine Kleines soll seinen Willen haben.

Aber nach dem Maskenball... - Kannst du tun, was du willst.

Es ist angerichtet, gnädige Frau.

Wir trinken Champagner, Helene. - Oh, Champagner!

Wir trinken Champagner den ganzen Tag. Und Makronen dazu!

Viele, viele Makronen isst er nur heute.

Du bist so aufgeregt, Nora? Wo ist mein kleines Singvögelchen, das ich kenne?

Geh schon essen. Sie auch, Dr. Rank. Entschuldigt mich einen Moment.

Ich stecke nur mein Haar auf.

Aufgeregt wie ein Kind.

Das Leben ist kurz. Und Nora genießt es auf ihre Weise.

Er ist nicht zuhause. Ist auch nicht vor morgen Abend zurück.

Ich habe es dir angesehen. - Ich habe ihm eine Nachricht hinterlassen.

Danke.

Sieben Stunden bis Mitternacht.

Und dann 24 Stunden bis morgen Mitternacht.

Dann ist die Tarantella. - Nora!

Ja, ich komme!

Hast du meine Nachricht bekommen?

Ja.

Gibt es eigentlich was zu sagen?

Ich denke schon.

Ich wüsste nicht, worüber.

Es ist immer das gleiche. Du willst die Situation nicht sehen.

Eine Frau verlässt den geliebten Mann, weil ihr ein besserer vorschwebt.

Verteidigst du immer noch deinen alten Standpunkt?

Denkst du, es war wirklich so einfach für mich dich aufzugeben?

Du hattest kein Recht, mich aus finanziellen Beweggründen fort zu schicken.

Wahrscheinlich nicht.

Ich habe viel darüber nachgedacht.

Aber du weißt, in welcher Lage ich meiner Familie gegenüber war.

Ja.

Ich hatte dich verloren.

Und damit verlor ich den festen Boden unter meinen Füßen.

Der Junge hat oft Albträume. Ich muss ihn beruhigen.

Kinder, die von der Mutter verlassen werden,

entwickeln erstaunliche Fähigkeiten. Bei den Vätern.

Ich warte hier.

Na gut, setz dich.

Meine Damen, meine Herren, die Überraschung des Abends.

Frau Helmer zeigt uns jetzt eine Tarantella, einen italienischen Tanz.

Sie hat ihn gelernt, als sie sich mit ihrem Mann, unserem zukünftigen Bankdirektor...

...in Italien aufhielt.

Bitte, Frau Helmer.

Ich habe mein Tamburin vergessen!

Nora, du wirst eines Tages noch deinen Kopf vergessen.

Aber ich hole es dir schnell, mein Liebling.

Meine Damen und Herren, bitte zügeln Sie Ihre Spannung noch einen Augenblick!

Torvald, ich hole es selbst.

Frau Helmer, es wäre sehr schade,

wenn Sie uns etwa aus lauter Lampenfieber davonlaufen würden.

Ich komme zurück, ich verspreche es.

Eine Polka, bitte! - Ihre Frau wird jetzt schon angebetet.

Wir holen uns ein neues Glas.

Die Stimmung steigt. - Mehr Champagner?

Man kann nie genug kriegen.

Fabelhaft! Also!

Tja, sogar ein Ausgestoßener kann ein ängstliches Kind beruhigen.

Dich hat niemand ausgestoßen.

Nein? Die brauchen nur zu hören, du wärst nicht vertrauenswürdig.

Du verschlimmerst deine Lage immer mehr. Durch eigene Schuld!

Denk an die Sache mit Helmer!

Und jetzt verfolgst du auch noch seine Frau!

Ach, das ist es also! Hat sie es dir erzählt?

Nils!

Warum bin ich wohl in diese Stadt gereist?

Ganz einfach, um mir meinen Posten weg zu nehmen.

Das hat nie in meiner Absicht gelegen.

Schön, das glaube ich. Würdest du die Stelle meinetwegen aufgeben?

Nein! Weil sich für dich nichts ändern würde. Selbst wenn ich es täte.

Ich würde es tun.

Ich habe gelernt, realistisch zu denken.

Das Leben und die Armut waren gute Lehrmeister.

Das Leben hat mich gelehrt, allen schönen Worten zu misstrauen.

Das war sicher eine gute Lehre.

Aber vielleicht glaubst du noch an ehrliche Vorsätze?

Das heißt?

Ich bin nun allein auf der Welt.

Und ich fühle mich irgendwie leer. Und völlig einsam.

Es ist so sinnlos nur für sich selbst zu arbeiten.

Gib mir etwas! Einen Menschen, für den es sich lohnt zu arbeiten.

Nils!

Man sagt, ich bin korrupt.

Vielleicht sind es andere in meinen Augen auch.

Und dann muss ich annehmen, dass du nur wegen Frau Helmer gekommen bist.

Deine Freundin, deren Verbrechen nicht geringer ist als meins.

Ich habe auch an sie gedacht.

Aber was viel wichtiger ist:

Ich komme heute zu dir, in dein Haus! Vor allem deinetwegen.

Ach, du bist hysterisch und romantisch.

Du willst dich für deine Selbstaufopferung entschuldigen.

Hast du mich je hysterisch gesehen?

Nils! Nils, ich glaube an dich.

Mit dir zusammen würde ich nichts fürchten.

Ja.

Du scheinst es wirklich ernst zu meinen.

Aber hast du auch den Mut?

Deine Kinder brauchen die Mutter und

du und ich uns genauso.

Aber wie soll ich es schaffen, wieder an mich zu glauben, so, wie du es tust?

Ich denke, wir können es.

Ich fordere meinen Brief zurück.

Ich sage Helmer, er hätte mit meiner Entlassung zu tun,

und er möchte ihn ungelesen zurück geben. - Das tust du nicht!

Aber... - Du hast ja recht, ich wollte,

dass du den Brief zurückforderst. Aber jetzt...

Ich habe so viel gehört und gesehen, in Noras Haus, in den zwei kurzen Tagen.

Noras Geheimnis, so schrecklich es ist, muss aufgedeckt werden.

Am besten gehe ich sofort in ihr Haus

und warte dort, bis sie vom Maskenball zurückkehren.

Ich hoffe, dass ich sie allein sprechen kann.

Ich verlange ganz klar, dass sie Torvald die Wahrheit sagt.

Du musst einen anderen Brief aufsetzen und Helmer den Schuldschein zurücksenden.

Aber erst muss ich Nora vorbereiten, dann kannst du ihn absenden.

Und du hast das Gefühl, das ist richtig?

Das habe ich.

Ich will noch nicht so früh gehen. - Ach komm.

Jetzt wird es erst gemütlich. - Keine Minute länger, Nora.

Du kennst unsere Abmachung.

Bitte, Torvald! Nur noch eine Stunde.

Komm jetzt!

Nicht doch, Torvald! Da ist Kristine! - Frau Linde?

Verzeihen Sie, ich wollte nur Nora in ihrem Kostüm sehen.

Und dann gute Nacht sagen.

Bitte. Sehen Sie sie an. Sehen Sie sie an!

Sie ist es wert angesehen zu werden.

Ist sie nicht bildhübsch? - Das ist sie tatsächlich.

Stricken? Ach du lieber Himmel! - Na und, warum nicht?

Ja, ich meine, das ist eine hässliche Beschäftigung.

Die Arme verklemmt, die großen, hässlichen Nadeln gehen auf und nieder.

Ich muss sagen, das war ein ganz vorzüglicher Champagner,

den sie da hatten, Frau Linde.

Meine kleine Senorina hatte einen Riesenerfolg mit ihrem Tanz. Wundervoll!

Tut mir leid, dass wir so schnell weg gingen.

Wenn man das Publikum begeistert hat, soll man schnell abtreten.

Sonst wird der Effekt verwässert.

Aber der wahre Grund: Ich wollte dich ganz allein für mich haben!

Hier im Haus. - Nora, du bist wirklich sehr hübsch.

Ich wollte dich darin sehen.

Und jetzt verlasse ich euch.

Zum Teufel mit dieser Strickerei, Frau Linde!

Sie sollten lieber zur Stickerei übergehen. Viel anmutiger!

Ich zeige es Ihnen, passen Sie auf.

Das Stickzeug nehmen Sie in die linke Hand. Ungefähr so.

Und die Nadel in die rechte Hand.

Oben,

und einstechen!

Nach oben,

und einstechen!

Langsam! Das ist anmutig.

Eine Hitze hier.

Ist ja so dunkel? Entschuldigen Sie!

Ich habe ihn gesprochen. - Ja?

Nora, du musst deinem Mann jetzt reinen Wein einschenken!

Das ahnte ich.

Von Krogstad hast du nichts mehr zu befürchten.

Trotzdem musst du Torvald beichten.

Ich sage ihm gar nichts.

Dann tut es der Brief?

Ich danke dir, Kristine. Ich weiß jetzt, was ich tue.

Haben Sie sie genug bewundert? - Ja.

Also, liebe Nora, gute Nacht.

Und ich wünsche dir viel Mut.

Jetzt musst du dich beweisen.

Gute Nacht, Frau Linde!

Gute Nacht, Herr Helmer.

Gott sei Dank ist sie weg, dieser strickende Teufel. Wie langweilig diese Frau ist!

Bist du nicht müde, Torvald?

Kein bisschen. Im Gegenteil, ich fühle mich ausgezeichnet.

Aber du, du schläfst ja schon halb.

Ich bin sehr müde.

Siehst du, dann war es genau richtig da weg zu gehen.

Du hast immer recht, Torvald, das weißt du ja.

Sogar der alte Rank war so richtig in Form.

Aber das Erlebnis des Abends warst du.

Mein wundervolles, kleines Kätzchen.

Du bist so schön.

Du hast bestimmt noch die Tarantella im Blut.

Was dich noch begehrenswerter macht.

Jetzt weißt du auch, warum ich so schnell nach Haus wollte.

Du sollst mich nicht so ansehen!

Was heißt das? Du bist mein wertvollster Besitz.

Nicht ansehen dürfen, was mir gehört? Meine entzückende Nora?

Ich will es nicht hören, gerade heute nicht.

Wann denn, um Himmels willen?

Weißt du, wenn ich mit dir wie heute Abend unter Menschen bin,

dann spreche ich kaum mit dir, weil ich mir vorstelle,

du bist meine heimliche Geliebte.

Ich träume von uns allein, unserem Zimmer und den liebevollen Zärtlichkeiten.

Und auf dem Heimweg bilde ich mir ein, die Braut zum ersten Mal heimzuführen.

Und mit ihr endlich allein zu sein. Und du stehst dann da,

jung, erwartungsvoll und schön.

Bitte, Torvald, du darfst das nicht sagen!

Ich darf nicht?

Ich darf nicht?

Ich denke, ich bin dein Mann?

Wer ist da?

Ach, Gunnar.

Entschuldigung, aber ich hatte einen Gusto auf einen Ihrer guten Havannas.

Aber natürlich.

Ich will gar nicht stören. Ich schnorre eine Zigarre und sage Lebwohl.

Lebt wohl? - Oh, ich meinte "Gute Nacht", natürlich.

Gott, bin ich betrunken.

Ich erhielt ein Telegramm meiner Kollegen vom Hospital in Christiania.

Das gute, alte Christiania.

Labortest, wegen meines Zustands.

War die Nachricht gut?

Die beste! Für die Ärzte und den Patienten! Die Gewissheit!

Absolute Gewissheit!

Wie wäre es mit einem Abschiedstrunk?

Sie sind ein großer Freund von Maskeraden, Dr. Rank.

Vorausgesetzt, dass es geistreiche und lustige Masken sind.

Als was gehen Sie und ich das nächste Mal?

Sie und ich? Sie gehen am besten als Glückskind.

Was für ein Kostüm müsste sie tragen?

Ihre Frau hat gar keine Verkleidung nötig.

Sie braucht nur so zu erscheinen, wie sie selbst ist.

Ja, das finde ich auch.

Als was werden Sie gehen?

In der nächsten Maskerade erscheine ich unsichtbar.

Eine ausgefallene Idee.

Ich komme mit einem Hut.

Habt ihr noch nie von einer Tarnkappe gehört?

Die kann man sich überziehen,

und kein Mensch kann einen mehr sehen.

Ich denke, es wird Zeit. Wird allerhöchste Zeit zu verschwinden.

Nacht, Nora. Torvald!

Gute Nacht, Dr Rank. - Nacht!

Schlafe wohl!

Was soll diese schwarz umrandete Karte von Rank? Wie eine Todesanzeige.

Ist es auch.

Wieso weißt du das?

Er hat gesagt, mit dieser Karte würde er sich endgültig verabschieden.

Er will vor seinem Tod niemanden mehr sehen.

Armer Gunnar.

Ich habe geahnt, dass es mit ihm zuende gehen würde.

Nun verkriecht er sich wie ein waidwundes Tier.

Wenn die Zeit kommt, soll man still abtreten. Oder denkst du anders darüber?

Zu ihm scheint es in jeder Beziehung zu passen.

Jetzt haben wir nur noch uns.

Ich kann dich nicht genug festhalten.

Manchmal wünschte ich, dass eine Gefahr dich bedrohen würde.

Dann könnte ich beweisen, dass ich dir alles opfern würde.

Sogar mein Leben.

Torvald, da liegt ein Brief. Du solltest ihn lesen.

Er ist von Krogstad. - Ja.

Du siehst todmüde aus. Warum gehst du nicht ins Bett?

Gute Nacht! - Nacht!

Nein! Ich will weg!

Das kann doch nicht wahr sein, was er da schreibt! Kennst du den Inhalt?

Ja, ich kenne alles! Lass mich gehen! - Wo wolltest du hinlaufen?

Es ist doch völlig egal, was mit mir passiert.

Ist das wahr, was er schreibt? - Ja!

Ich habe dich mehr geliebt, als alles andere...

Hör auf mit dem Theater! Du bleibst jetzt hier und wirst mir alles erklären!

Ist dir eigentlich klar, was du getan hast?

Antworte mir! Ob dir das klar ist?

Acht Jahre lang warst du mein Glück und mein Stolz, eine Lügnerin, Betrügerin!

Belohnt man so Liebe und Vertrauen?

Ja, ich sage doch... - Sei still! Du zerstörst meine Zukunft!

Krogstad hat mich völlig in der Hand! Und ich kann es nicht wagen,

ihm die Stirn zu bieten!

Wenn ich nicht mehr bin, bist du frei.

Du bist wie dein Vater! Der liebte auch die großen Phrasen!

Was hätte ich davon, wenn du nicht mehr da wärst, wie du sagst?

Nicht das geringste! Ich muss ihn um jeden Preis bezahlen!

Muss ihn zum schweigen bringen!

Und du, meine Dame, lebst gefälligst hier weiter, als ob nichts geschehen wäre!

Allerdings nehme ich dir die Erziehung der Kinder aus der Hand.

Und jetzt geh auf dein Zimmer! Du sollst auf dein Zimmer gehen!

Du hast ihr geraten Helmer aufzuklären, bevor er den ersten Brief liest.

Ich habe es für das Beste gehalten.

Ihretwegen und seinetwegen.

Ich werde ihn einwerfen. Ja, du hast recht.

Ich hoffe, dass du diesen Entschluss nie bereuen wirst.

Das wird nie passieren.

Nora!

Nora!

Bitte, Nora!

Von Krogstad. Er hat ihn eben eingeworfen. Hier!

Das Dokument, er schickt es zurück. Ich bin gerettet, Nora!

Und ich?

Ach, du natürlich auch. Wir sind beide gerettet.

Lies, was er schreibt. Ein Glücksumstand hat sein Leben beeinflusst. Siehst du?

Mir kommt das Ganze vor wie ein Traum.

Meine arme, kleine Nora.

Ich verstehe dich.

Du kannst es nicht fassen, dass ich dir vergebe. Dass alles vorbei ist.

Du hast es ja nur aus Liebe zu mir getan.

Ja, das ist wahr.

Du denkst jetzt sicher, ich liebe dich weniger,

weil du die falschen Mittel gewählt hast.

Weil du so unklug warst und nur deinem Herzen gefolgt bist.

Ich habe dir vergeben, Nora, ich schwöre es.

Danke für deine Großmut.

Wenn ein Ehemann seiner Frau bedingungslos und aus tiefster Seele verzeiht,

weißt du, was das bedeutet? Es bedeutet, dass er sie doppelt zurückgewonnen hat.

Als seine Frau. Und sein Kind.

Setz dich, Torvald!

Es ist Zeit, dass wir über uns Klarheit gewinnen.

Ist es nicht seltsam, wie ernst wir plötzlich reden?

Wieso?

Acht Jahre sind wir verheiratet.

Und zum ersten Mal reden wir, Mann und Frau, miteinander,

wie Eheleute es tun sollten.

Ich hätte es nie übers Herz gebracht dich mit meinen Sorgen zu belasten.

Das hätte weder dir noch mir genützt. - Das meine ich doch gar nicht.

Früher lebte ich bei Papa. Er erzählte mir nur von den schönen Dingen.

Und ich war natürlich seiner Meinung.

Er hat mich sein Püppchen genannt.

Wir haben uns Spiele ausgedacht und die habe ich auf meine Puppen übertragen.

Und so kam ich in dein Haus.

Bist du denn hier nicht glücklich?

Ich habe gedacht, ich wäre es. Aber ich glaube, ich war nur einfach lustig.

Du warst immer lieb zu mir, Torvald, aber dieses Haus ist ein Puppenheim!

Meine Kinder sind meine Puppen. - Was redest du denn da?

Ich rede endlich einmal, wie es mir ums Herz ist!

Also, das Spielen ist vorbei. Wir fangen neu an!

Jetzt kommt die Zeit des Lernens.

Wessen Zeit zum Lernen? Meine, oder die der Kinder?

Für beide Teile, liebe Nora!

Oh Torvald, gerade du kannst mich nicht zu deiner Ehefrau erziehen.

Und ich kann ja wohl auch nicht unsere Kinder erziehen.

Du hast selbst gesagt, du wirst sie mir weg nehmen.

Und du hast völlig recht! Ich muss mich erst selbst erziehen.

Und dabei kannst du mir nicht helfen.

Das ist eine Sache, die nur mich selbst betrifft.

Und deshalb verlasse ich dich jetzt!

Was sagst du?

Ich verlasse dich. Kristine nimmt mich für die Nacht auf.

Und morgen fahre ich in meine Heimat.

Dort werde ich mir eine neue Lebensmöglichkeit schaffen.

Du hast doch überhaupt keine Lebenserfahrung!

Die will ich ja gerade erwerben!

Du vergisst deine Pflichten! Und die sind heilig!

Da ist dein Mann, da sind deine Kinder! Du bist Mutter und Hausfrau!

Ich habe auch ein Recht!

Genauso heilig, wie du es ausdrückst.

Das Recht auf mich selbst.

Ob Recht oder Pflicht, du bist Frau und Mutter!

Das glaube ich eben nicht mehr.

Ich glaube, in allererster Linie bin ich ein menschliches Wesen, genauso wie du!

Oder ich möchte es werden!

Du musst doch irgendwo ein Pflichtgefühl haben? Oder irre ich mich völlig?

Na? Antworte mir!

Was soll ich dir antworten? Ich weiß es nicht!

Ich weiß nur, dass diese Ding für mich etwas ganz anderes bedeuten, als für dich.

Ich habe ja jetzt auch gelernt,

dass die Gesetze nur aus gefühllosen Paragrafen bestehen.

Und solche Gesetze kann ich einfach nicht akzeptieren!

Du liebst mich nicht.

Nein. Das sehe ich jetzt.

Nora, wie kannst du mir das so kalt sagen?

Ich kann nichts dafür, ich liebe dich nicht mehr.

Ich habe acht Jahre lang geduldig gewartet.

Ich war auch nie so dumm täglich Wunder zu erwarten.

Aber als diese ekelhafte Geschichte auf uns zu kam, da hoffte ich,

jetzt würde das Wunder kommen.

Als der Brief von Krogstad da im Kasten lag, war ich todunglücklich.

Aber ich hoffte, du würdest nie auf seine Bedingungen eingehen.

Im Gegenteil, du würdest die Schuld auf dich nehmen.

Torvald, ich hätte dieses Opfer nie im Leben von dir verlangt.

Aber das war das Wunder, auf das ich wartete!

Und ich war sogar entschlossen mein Leben aufzugeben

um die Folgen von dir abzuwenden.

Niemand kann von einem Mann verlangen, dass er seine Ehre opfert.

Nicht einmal für den Menschen, den er liebt.

Das haben Millionen von Frauen getan!

Ich habe nicht die Kraft mich zu ändern, Nora.

Man kann nie wissen!

Du hast ja nun kein Spielzeug mehr.

Zu den Kindern will ich nicht gehen.

So, wie ich jetzt bin, würde ich sie nur ängstigen.

Und in Zukunft bin ich nur ein Fremder für dich?

Torvald, ich glaube nicht mehr an Wunder.

Oder wir müssen uns beide von Grund auf ändern.

Untertitel: Herden Media

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