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Untertitel: Norddeutscher Rundfunk 2014
* Musikthema: Tatortreiniger *
Moin.
Firma Lausen. Oh.
Ja, am helllichten Tag.
Das Schwein ist völlig ausgeflippt.
Zum Glück hat mich der Spaziergänger gehört und die Polizei gerufen.
Die Polizei hat ihn überwältigt? ... erschossen.
Uah. Ich bin fix und fertig.
Und weiß man denn, wer das war? Und was der wollte? Wollte? Was?
Der Mann, der hier ... Kein Mann - ein Schwein.
Solche gibt's leider, ne?
Die vermehren sich wie Karnickel. Die ... wah? ... wie Karnickel.
Entschuldigung? Na, die Schweine.
Ach, das waren mehrere. Wieso mehrere?
Also doch nur einer. Einer? Was?
Ein Mann? Welcher Mann?
Der Sie überfallen hat.
Das war kein Mann. Das war ein Schwein.
Ach so, das Schwein, das war gar kein ... Sag ich doch.
Das war ...? Ein Wildschwein.
Ach, 'n Wildschwein! Davon rede ich doch.
Weil Sie "Schwein" sagen, dachte ich an einen Mann.
Das lässt aber auch tief blicken.
Moment!
Das Blut, 'ne aufgelöste Frau, die immer sagt: "Dieses Schwein" ...
Da kann man denken, dass Sie 'nen Mann meinen.
Zum Beispiel Ihren Ehemann. Meinen Ehemann?!
Dass der ausgeflippt ist! So was kommt doch vor.
Sie haben gesagt: "Das Schwein ist ausgeflippt."
Wollen Sie sagen, dass mein Mann 'n Schwein ist? 'türlich nicht.
Aber wenn Sie gleich "Wildschwein" gesagt hätten,
wäre es klar gewesen. Aber so ...
Ich bin fix und fertig, das Haus ist verwüstet.
Ich hätte verletzt sein können und soll diskutieren,
ob man "Schwein" oder "Wildschwein" sagt?!
Nein! Weil Sie "Schwein" gesagt haben, dachte ich an ... Wiebke.
Schotty?!
Tada!
Schotty ...
Mensch.
Entschuldige.
Tja, so sehen wir also 15 Jahre später aus.
Alt und ausgemergelt, ne.
Was, wie ...?
Stimmt, so alt sehe ich nicht aus. Ich habe mich gut gehalten, ne.
Aaaah!
(beide) Lustig.
Boah, ist das lange her.
Du hattest hennarote Haare und ich mein erstes Mobilfunktelefon.
Du warst so stolz drauf.
Klar! Tragbares Telefon und fast nicht größer als 'n Ziegelstein.
Das war der Hammer.
Ich hab - wann war das - letztes Jahr Lukas getroffen.
Der wohnt bei mir um die Ecke.
Weißt du, wo wir mit dem nachts die Bootsfahrt gemacht haben?
Bootsfahrt?
Ich mit Lukas in einem Boot, du im anderen.
Wo wir gekentert sind. Kann mich nicht erinnern.
Du hast mich aus dem Wasser gezogen.
Und ich hatte trockene Sachen im Auto, ne? Genau.
Natürlich kann ich mich erinnern.
Da war ich 4 Monate in dich verknallt.
Ach, da warst du schon ...? Ja.
Wären wir nicht gekentert, hätte ich dich nicht weiter beachtet.
Deswegen sind wir ja gekentert.
Das war abgemacht?
Hat mich 2 Karten HSV-Bayern gekostet.
Ich glaub's nicht. Du hättest drauf kommen können.
Vor allem, als ich 'ne Flasche Sekt im Auto hatte. Stimmt.
Boah, ihr... Schweine.
Tja, so fing's an. Ja.
Petra ist wieder in England. Von Moni weiß ich nichts mehr.
Von Gerold hab ich ewig nichts gehört. Mhm.
Siehst du den noch ab und zu?
Früher öfter, in letzter Zeit selten. Hm.
Liegt vielleicht daran, dass wir verheiratet sind.
Wer jetzt ...
Im Ernst oder was?
Du bist mit Gerold verheiratet?
Mhm.
Der Gerold. Hier - Gerold.
Und das hier sind deine Kinder?
Jana, die Große, ist für ein Jahr in Amerika.
Und Lo ... Pubertät halt.
Nee. Du bist Mutter, du.
Und was machst du sonst so?
Gerade ist echt anstrengend mit Lo.
Und hier, guck mal.
Ich habe für eine Freundin zum Geburtstag 'ne Decke bestickt.
War eigentlich ein Witz, ist aber voll eingeschlagen.
Alle wollten so was.
Jetzt habe ich einen kleinen Laden in der Stadt, und es läuft ganz gut.
Toll.
"Das Ziel ist im Weg", ach so, "Der Weg ist das Ziel" eigentlich.
Umgedreht.
(beide) Lustig!
Und Gerold?
Der hat 'ne kleine Firma für Ökofarben und Biolacke.
Mensch, Gerold und du, ne. Tja.
Hab ich damals schon gesagt, dass der besser zu dir passt,
weil der auch eher so ... Weil der was?
Bücher und so weiter.
Und welcher Otto wann König war,
dass man mit einem Heißluftballon eben nicht fliegt, sondern ...?
Fährt. Fährt.
Du hast gesagt:
"Selbst wenn man mir den nackt auf den Bauch binden würde ..."
Ja, dann...
Wann habt ihr geheiratet? Lange nach uns.
Ich mach mal Kaffee, ne. Ja.
Gute Idee.
"Wer sich nicht wehrt, endet am Herd". Passt ja.
Gerold, der verrückte Hund.
Und euch geht's gut?
Ja, doch, ja. Milch? Gerne, ja.
Danke.
Und dir? Auch.
Ja, doch, klar.
Als wir uns getrennt hatten, das war ...
Das waren dann so flüchtige Sachen.
Aber dann, also jetzt, super!
Gut, ich habe keine Kinder, die ein Jahr in Amerika sind, aber ...
Kinder hast du. Nee.
Und bist du mit jemandem zusammen? Ja, klar. Doch, ja, schon lange.
Wir sind schon, seit, ähm ... schon lange.
Tolle Frau, also, ja, uns geht's richtig gut.
Schön, das freut mich.
Und wie heißt sie? Hm?
Deine Freundin, wie heißt sie?
Ach, meine Freundin? Ja.
Ja, die heißt ... ähm ...
Ja, äh ...
Also ich nenn sie einfach immer, ähm ...
Pfffffft.
Pffuzzi.
Woher kommt das? Das ist 'ne Abkürzung.
Für?
Ähm ...
Pfffff ... Pfrederike.
Mit P und F.
Ungewöhnlich, ne?
Aber ist auch echt 'ne ungewöhnliche Frau.
Von daher - die ist richtig toll, die Pfuzzi.
Vielleicht sollten wir jetzt ... Ja, bin ja nicht zum Spaß hier.
Ich hatte gedacht, dass du mal in der Stadt leben würdest.
Tun wir auch. Das ist unser Wochenendhäuschen.
Das war früher die Ferienwohnung von Gerolds Eltern.
Nicht schlecht.
Ach, hier.
Guck mal an, Juli '98 habt ihr geheiratet?
Mhm.
Hast du gesehen, dass da Blut ist? Kriegt man das weg? Sicher.
3 Monate, nachdem wir uns getrennt hatten?
Ja? Nee, nein. Das war länger her.
3 Monate. Nee, das war viel länger her.
3 Monate.
Wir haben uns im April getrennt, du und ich. Genau. April.
Und im Juli hast du Gerold geheiratet.
Den Gerry, den Visitenkarten-Gerry.
Davor warst du noch 2 Monate im Schweigekloster, ne.
Vorsicht, hier liegen viele Puzzle, geh mal weg.
Das heißt, du hast 2 Monate gar nichts gesagt,
und dann hast du als Erstes "Ja" gesagt.
Ja. Nein.
Ich war nicht im Schweigekloster.
Warst du gar nicht.
Ich wollte, wirklich, ich wollte!
Es ging mir nicht gut wegen unserer Trennung.
Dann sind Gerold und ich irgendwie ...
Weiß ich jetzt auch gar nicht mehr genau, wie das war.
Wann kam dein erstes Kind?
Was soll das werden? Verhör oder was?
Ist vielleicht 'ne blöde Frage, aber kann das sein,
dass die Jana mir son bisschen ähnlich sieht?
Ja.
Was "ja"?
Es ist 'ne blöde Frage. Saublöde Frage!
Traust du mir zu, dass ich dir unser Kind verheimliche?
Stimmt, das war jetzt blöd.
Das war jetzt saublöd. Wildsaublöd.
Wenn du sagst, dass du glücklich bist mit Gerry, freut mich das.
Wirklich.
Du bist eine tolle Frau und du hast das verdient, glücklich zu sein.
Danke.
Lief was mit dir und Gerold, als wir zusammen waren?
Natürlich nicht.
Wenn das so war, kannst du es mir ruhig sagen.
Das ist so lange her, da kann man jetzt drüber lachen.
Du hast dich hier mit dem getroffen, als wir noch zusammen waren!?
Ich brauchte jemanden zum Reden. Zum Reden?!
Reden! Da lache ich aber über.
Mir hast du erzählt, du triffst dich mit Petra.
Petra.
Weil die Depressionen hat oder was für ein Scheiß.
Und stattdessen hast du hier mit Gerold getroffen.
Da habt ihr 2 hier mal schön ... Was?
"Geredet"! Ja! Geredet!
Mit dir war das ja nicht möglich.
Wenn ich reden wollte, hattest du immer was Dringendes zu tun.
Mofa reparieren ... Moped!
Was? Kein Mofa, das war ein Moped.
Dann eben Moped reparieren oder Fußball gucken oder ...
Stimmt doch gar nicht! Doch, stimmt!
Wenn ich versucht hab, über uns zu reden ...
Wir haben ständig über uns geredet!
Ständig! Morgens, mittags, abends, nachts.
Stimmt gar nicht. Wohl stimmt das!
Stimmt nicht! Doch.
Ich habe es versucht, stimmt.
Aber du hast es nur mir zuliebe gemacht. Und?
Das ist blöd, mit so einer gönnerhaften Haltung!
Von wegen:
"Die Puppe steht auf Handtaschen, kauf ich Handtaschen.
Jetzt will sie reden? Rede ich, wenn sie es braucht."
Aber dass man durch reden vielleicht Probleme lösen kann ...
Aber ich hatte keine Probleme mit dir! Mir ging es gut.
Ja. Super. DIR ging's gut.
Was mit mir war, hat dich nicht interessiert.
Jetzt hör doch auf.
Jetzt hör aber mal auf!
Natürlich hat mich interessiert, was mit dir ist.
Ich hab's nur nicht verstanden. Was hast du nicht verstanden?
Wo jetzt genau das Problem war.
Allerdings, das hast du nicht verstanden.
Deswegen wollte ich es erklären! Eben reden!
Ach komm, ist doch jetzt egal. Ja, ist egal.
Ich würd's trotzdem gerne wissen.
Was war für dich so problematisch?
Ach, lassen wir's doch.
Okay. Okay.
Ich meine, mit Gerold hast du wahrscheinlich drüber geredet.
Und ich fände es gut - immerhin waren wir zusammen -
wenn ich das auch erfahren könnte.
Ja, das war alles so kompliziert.
Ich fand's überhaupt nicht kompliziert.
Ich fand dich toll.
Ich habe nie was mit anderen angefangen, nicht mal in Gedanken.
Manchmal fand ich dich anstrengend oder nervig, aber ...
Bitte nicht auf die Lehne setzen ...
Ja, ich war verliebt in dich.
Und ich dachte, dass es dir genauso geht.
Dann packst du deine Sachen und sagst: "Es ist Schluss."
Und "ich kann nicht mehr" und ... und ...
Dass du dich neu erfinden musst, oder was.
Im Schweigekloster, in Thailand.
Und ich steck dir noch 'nen Kompass ein, damit du den Rückweg findest.
Und 3 Monate später bist du verheiratet.
Ich bin nicht zur Hochzeit eingeladen und höre nie wieder was.
Wir haben dich nicht eingeladen, weil wir dachten,
dass es besser wäre, wenn du Abstand hättest.
Jetzt habe ich viel Abstand gehabt.
15 Jahre.
Vielleicht verstehe ich's ja jetzt.
Das Emotionale eben.
Wahrgenommen zu werden, zu wissen, dass ich dir wichtig bin.
Manchmal hatte ich den Eindruck, alles andere ist wichtiger als ich.
Also ich, ähm ...
Hm.
Als ich aus Italien kam, hatten wir uns 3 Wochen nicht gesehen.
Der Renaissance-Kurs von der Uni. Genau.
Am letzten Tag bin ich mittags los, obwohl noch das Abschlussessen war.
Die ganze Strecke bin ich durchgefahren, 1200 km,
um so schnell wie möglich bei dir zu sein.
Morgens halb 4 komme ich nach Hause nach 14 Stunden Autofahrt,
ins Schlafzimmer, küsse dich wach.
Und das Erste, was du sagst, ist: "Wo hast du das Auto geparkt?"
Und ich: "Ich habe es vorm Haus geparkt."
Da sagst du:
"Da ist seit heute Halteverbot. Park's mal um."
Weiß ich noch.
Ein nagelneues Halteverbotsschild.
Ich hab beim Einschlafen gedacht,
ich darf nicht vergessen, dir das zu sagen.
Ich war stolz, dass mir das eingefallen ist.
Sonst wärst du ins Bett gekommen, wir hätten sofort ...
Dann wär's mir erst um 5 Uhr morgens eingefallen.
Da hatte ich erwartet, dass du was sagst wie:
"Super, dass du daran gedacht hast."
Stattdessen bist du ausgeflippt. Ich? DU bist ausgeflippt.
Du bist ausm Bett wie von der Tarantel gestochen,
hast gegiftet: "Wo ist der Autoschlüssel?!"
Nee, ich bin nicht ausgeflippt. Ich fand es halt nervig.
Dass ich mich noch mal anziehen musste; du WARST ja noch angezogen.
Es wäre logischer gewesen, wenn du noch mal runtergegangen wärst.
Aber hab's ja umgeparkt. Genau.
Also weißt du jetzt, was ich meine. Nee, nicht so ganz.
Ich habe ja nicht gesagt:
"Boah, kannst du nicht gucken, wo du parkst?
Schon wieder im Halteverbot."
Was heißt "schon wieder"? Na ja, weil du öfter ...
Weil ich öfter was ...?
Ist egal. Weil ich was, bitte?!
Im Halteverbot. Weil ich öfter ...? Es ist doch egal!
Ich hätte halt verstanden,
wenn du sauer geworden wärst, wenn ich dir einen Vorwurf gemacht hätte.
Ich habe nur gesagt: "Park's um." Ganz sachlich.
Wenn ich nach 14 Stunden Fahrt ankomme,
will ich wichtiger sein als ein Strafzettel.
Eben nicht Strafzettel!
Das Auto wäre abgeschleppt gewesen.
Ich bin aber wichtiger als ein blödes Auto.
Hä?
Natürlich bist du wichtiger als ein Auto.
Warum hast du mir das nicht gezeigt? Weil das doch klar ist!
Eben nicht!
Es war mir nicht mehr klar, weil ständig was anderes wichtig war.
In der Nacht war eben das Auto wichtiger.
Das Auto war nicht wichtiger.
Wenn ich hätte wählen können zwischen dem Auto und dir
und hätte das Auto genommen: DANN wär es wichtiger gewesen.
Aber so war's ja nicht!
Du verstehst immer noch nicht. Irgendwie nicht.
Aber ich hab wohl in der Nacht was gemacht, das dich traumatisiert hat.
Das ist ja auch echt gemein, ne!
Ein Kerl, der in der Nacht aufsteht, sich komplett anzieht,
noch mal runter geht, um dein Auto umzuparken ...
Und der dann noch mal 15 Minuten ohne Socken nach Hause läuft,
das ist wirklich 'n Arsch!
Der ist ja wirklich gemein, ne.
Das ist so gemein,
dass man mit dem Nächsten in die Kiste steigen muss.
Tut mir leid, das war jetzt doof. Ach, lassen wir's.
Hast du mal drüber nachgedacht, ob wir beide ...? Lass es, bitte.
Und ihr versteht euch noch gut? Bitte?
Ihr versteht euch noch gut?
Ja. Doch.
Also, klar, nach 15 Jahren ist der Rausch weg.
Aber gut, der Kater auch.
So vor 3, 4 Jahren habe ich noch mal einen Rappel gekriegt.
Da wollte ich noch mal alles ändern.
Alles neu, was weiß ich, leben, so richtig mit Karacho.
Warum lachst du da?
Wegen "Karacho".
Das hast du früher schon gesagt.
Und das war DA schon 'n Wort von früher.
Fand ich zum Niederknien süß, wenn du das gesagt hast.
Du? Hm?
Karacho.
Süß.
Da hatten wir noch so eine richtig große Krise, aber irgendwie ...
... habt ihr die überwunden.
Mir wurde klar, dass Gerold nicht für MEIN Glück verantwortlich ist.
Jetzt mach ich mehr für mich.
Sport zum Beispiel tut mir gut.
Und die Stickereien.
Die Aufmerksamkeit ist schön.
Wenn die Leute fragen: "Toll, ist das von dir?"
Und dass ich damit Geld verdiene, ist auch super.
Klar, manchmal kriege ich so Panikattacken,
dass das jetzt mein Leben sein soll.
Dann denke ich, das kann nicht immer so weitergehen.
Dann will ich am liebsten ausm Fenster springen.
Aber das Haus ist ja ebenerdig.
Macht ja dann keinen Sinn.
Nee du, ich lese viel und ab und zu gehen wir schön essen.
Insgesamt ist alles gut.
Ihr habt ja noch Spaß zusammen, ne.
Ups, wo haste das her? Unter der ...
* Leises Surren *
Oh Gott, dieses Schwein!
Dieses miese Schwein. So ein ... Dreckschwein.
Das ... das tut mir leid.
Er sagt, er muss übers Wochenende nach Zürich.
Und ich Blöde denk mir nichts.
Und es ist das Allergemeinste, dass er das in unsere Wohnung stellt.
Vielleicht wollte er, dass du das findest.
Das wollte er bestimmt nicht!
Weißt du, was das da ist? Seine Tagebücher-Tasche.
Der weiß, dass ich da nie rangehe,
weil ich seine Intimsphäre respektiere.
Der weiß, dass er mir voll vertrauen kann.
Oh ...
Was willst du jetzt machen?
Vielleicht sage ich nicht, dass ich's weiß.
Da kann ich in Ruhe überlegen, was ich damit mache.
Wenn du den heute siehst, kannst du tun, als wüsstest du von nichts?
Ist gruselig, ne?
Ich könnt das nicht.
Ich könnt's nicht.
Weißt du ...
Vielleicht hat das auch was Gutes.
Was denn Gutes?
Vielleicht.
Als Erstes muss ich kein schlechtes Gewissen haben,
wenn ich das nächste Mal ... lieber lesen will.
Klingt ja super.
Das ist echt der Hauptgewinn, ne.
Mann.
Ich hätt's nicht umparken sollen, ne?
Hab's echt versaut.
Nein, hast du nicht.
Als wir in Fuerteventura nachts auf der Klippe saßen, da am Meer ...
Mit den Sternschnuppen, das war toll.
Was ich gesagt und geträumt und geglaubt habe, was ich machen will.
Wenn mir da einer gezeigt hätte, wie ich 15 Jahre später
in einem spießigen Wochenendhäuschen sitze, Stickdeckchen mache ...
Und überlege, was das Gute dran ist, dass mein Mann mich betrügt ...
Ich wäre gesprungen.
Wärst du nicht weit gekommen.
Hätte dich festgehalten.
Ich will dich nicht noch mal verletzen.
Das wäre jetzt hauptsächlich Rache.
Bei mir auch.
Soll ich dich nicht nackt sehen, oder was?
Du bist immer noch wunderschön. Ja, ja. Alt und ausgemergelt.
Du bist die aufregendste ausgemergelte Frau, die ich kenne.
* Poltern *
* Musik *
* Stöhnen *
* Musik *
Hm? Nix.
Du müsstest kurz raus, ich fang mit dem Dampfreiniger an.
Muss sowieso los.
Nein! Was?
Wir werden das nicht fortsetzen.
Nee. Klar.
Wieso?
Du wärst nur Ersatz für etwas, das nicht mehr zu haben ist.
Ja, das stimmt.
Andererseits ist 'n Ersatz nicht das Schlechteste, ne.
Ich habe zum Beispiel Zahnersatz.
Gut, 'n echter Zahn wär besser,
aber ich merke mittlerweile keinen Unterschied mehr.
Und ich bin froh drum.
Die Lücke ist weg.
Schlüssel kannste in den Briefkasten werfen.
Mach's gut.
* Musik *
* Motorstottern *
* Motorstottern *
Hm. Gerry.
* Musik *
Copyright Untertitel: NDR 2014
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