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Original subtitles

2014 proklamiert eine dschihadistische Gruppe

von der irakischen Stadt Mossul aus das Kalifat

und nennt es "Islamischer Staat" oder "ISIS".

ISIS beginnt eine blutige Verfolgung, enthauptet die Männer

und versteigert ihre Frauen und Töchter als Sexsklavinnen.

Ein Jahr später zählt das Kalifat 45.000 Kämpfer aus 90 Ländern,

darunter auch Frauen.

Ihre schwarz-weiße Flagge weht in weiten Teilen des Irak und Syriens.

Von der syrischen Stadt Raqqa aus leiten ihre Anführer den Krieg

und finanzieren diesen

durch Schutzgelder, dem Öl- und Antiquitätenhandel,

sowie Spenden arabischer Geschäftsleute.

Im Jahr 2017 befindet sich ISIS auf dem Rückzug.

Syrien, von Russland unterstützt, greift von Westen her an.

Die Kurden, die von den USA unterstützt werden, greifen von Osten her an.

Im Süden eröffnet der Irak eine neue Front und im Norden die Türkei.

Washington und Moskau kommen zur selben Erkenntnis:

Der schnellste Weg, diesen Krieg zu beenden,

ist die Eliminierung der Anführer dieses Terrorimperiums.

OPERATION: RAQQA IM SCHATTEN DES IS

WÜSTE VON KATAR

-As salaam alaikum. -Wa-Alaikum-Salaam.

-Friede sei mit dir. -Friede sei mit dir.

Was soll das Problem mit dem Mercedes sein, den wir Euch geschickt haben?

Elektronik im Wüstensand?

Und man kann nicht wie bei den Pick-ups Maschinengewehre anmontieren.

Werden 20 Pick-ups ausreichen?

20 wären besser als 10 und 30 besser als 20.

Na gut, dann also 30.

Darf ich um noch etwas bitten?

Unsere Kämpfer brauchen mehr Waffen.

Und was genau?

M249 Maschinengewehre und M16 Sturmgewehre.

Wie viele?

So viele man in den Autos verstecken kann.

Es wird nicht leicht sein.

Wie wollt ihr die Autos und Waffen ins Kalifat bringen?

Könntet ihr sie vielleicht auf euren Schiffen in die Türkei bringen?

Gut, ich schaffe die Container mit den Fahrzeugen in den Hafen von Marzin

und ihr bringt sie durch den Zoll.

Wie viele Tassen Tee?

Acht. Wir bewirten heute alle Spender.

Möge Allah sie segnen.

Das heißt also sieben Tassen, plus der Imam.

Ich sagte: Acht.

Und warum sprichst du in der Sprache der Nazarener mit mir?

Schon gut.

Mach weiter.

Wann sehen wir mal deinen Freund, Alia?

Schwierig, er ist verreist, aber ich fahr bald hin.

-Ehrlich? -Ja, ehrlich. ich bin verrückt nach ihm.

Kann ich reinkommen?

Komm rein, Malika.

Ayman Qaswara, Iman.

Mustafa al-Isqadari, Import/Export.

Khaled Khayal, Kollektor für den IS.

Alle auf Position. Wartet auf mein Zeichen.

Salam aleikum.

Bereit?

Dann Zugriff in fünf...

vier, drei,

zwei, eins!

Keine Bewegung! Keine Bewegung!

Europol!

Ich verhafte Sie alle wegen Kollaboration mit dem Islamischen Staat.

Sie haben das Recht zu schweigen.

Alles, was Sie sagen, kann vor Gericht gegen Sie verwendet werden.

Es ist Ihr Recht, sich anwaltlich vertreten zu lassen.

Hallo.

Ich brauche ein Flugticket nach Istanbul.

Haibala Ahmed Yadali.

Hier sind Reisepass und Ticket.

Nur Hinflug?

Sie kommen da nur über eine Rückholaktion wieder raus.

Die müsste allerdings in Abstimmung

mit unseren Verbündeten in der Gegend durchgeführt werden.

Und bis Sie uns den Jordanier geliefert haben,

werden die uns ganz sicher kein grünes Licht geben.

Unterschreiben Sie das hier.

Wenn ich den Kerl nicht finde, lassen Sie mich dort.

Und keine Entschädigung für meine Familie, wenn ich draufgehe.

Das steht da ganz bestimmt nicht!

Es ist doch so: Wenn die mich umbringen wollen,

machen Sie keinen Finger krumm.

Denn ich hab mich ja freiwillig gemeldet, nicht wahr?

Hier, bitte.

Und wie holen Sie mich dann raus, wenn ich den Jordanier habe?

Sie gehen mit diesem roten Beutel zum Markt.

-Wie wäre es mit einem Handy? -Vergessen Sie es.

Handys sind im Kalifat verboten.

Es wäre zu riskant für Sie.

Und wie kann ich Sie kontaktieren?

Wir haben das Handy Ihrer Mutter angezapft.

Sie rufen Sie an, vom Festnetz aus, und werden sich dann zweimal räuspern.

Sie übermitteln die Nachricht und räuspern sich dann noch mal.

Klar soweit?

Wir wissen nicht, wie lange Sie dort sein werden.

Es wird immer schwieriger, Agenten einzuschleusen.

Noch was: Bevor Sie rauskommen, müssen Sie noch jemanden rekrutieren.

Je höher in der Hierarchie, umso besser für Sie und für uns.

Wir haben das besprochen. Das wird nicht leicht.

Sie, als schöne Frau? Sie könnten auch heiraten.

Sie haben Ihre Vorzüge. Setzen Sie sie ein.

Ich sagte doch: Sex ist nicht unser Vertragsgegenstand.

Sex hat schon viele Leben gerettet.

Sobald Sie für uns im Einsatz sind, werden Sie verstehen, was ich meine.

Ihr Flieger geht in knapp sechs Stunden.

Ich dachte, ich könnte mich noch mal hinhauen.

Da unten überschlägt sich alles.

Die Russen kommen in Syrien schnell vorwärts.

Wir brauchen Sie da so schnell wie möglich.

Denken Sie einfach daran,

dass Sie anderen Müttern das ersparen können, was Sie erlebt haben.

Danke für den Hinweis.

TÜRKEI

Mach ich schon, danke.

Haibala Ahmed Yadali.

Sie wissen, dass dieser Pass gelistet ist?

-Wäre mir neu. -Kommen Sie mit.

Ich hatte schon vergessen, dass du damit alles aufkriegst.

Ich hatte einen guten Lehrer.

Du warst ein leichtes Ziel.

Du hast deinen Instinkt verloren.

Wie hätte ich sonst den Kontakt zu dir herstellen sollen?

Inzwischen hast du ja schon Legendenstatus.

Haibala Ahmed Yadali.

Internationaler Kollektor für den Islamischen Staat.

Gesucht von der CIA, dem DGED, MI6, CNI...

Traust du dich noch mal nach Spanien?

Wie geht's dir?

Ich bin müde.

Aber ansonsten gut.

Ich denke mir, du bist nicht nur hier, um Hallo zu deinem alten Freund zu sagen.

Du weißt, ich bin dir gern von Nutzen.

Na ja...

Ich könnte dich an die CIA ausliefern und mir 100.000 Dollar einstecken.

Das wäre wirklich nützlich.

Ich habe Zugang zur Spenderliste des IS.

Wow.

Aber das reicht uns nicht.

Uns interessiert mehr der Aufenthaltsort von Abu Mohammed, dem Jordanier.

Ihr wollt ihn jetzt eliminieren?

Der Mauretanier würde ihn sofort ersetzen.

-Er ist dein Boss, oder? -Ja.

Er ist viel empfänglicher für die Kreml-Agenda.

Ich könnte es tun.

Sehr gut.

Dafür müsstet ihr dann kurz wegschauen,

wenn ein paar Autos im Hafen von Mersin ankommen.

Das könnte man schon regeln.

Und woher wusstest du, dass ich hier bin?

Das mit der Türkei ist gerade eine sehr wackelige Angelegenheit.

Nur ein befreundetes Land würde es euch gestatten,

ein russisches Atomkraftwerk für etwas Handgeld

und ein paar Raketen in Hauptstadtnähe zu bauen.

Ich sehe dich an und erkenne immer noch den 15-Jährigen.

Beide Haibalas sitzen hier, genau vor mir.

Wenn du aus Raqqa fliehen musst, können wir auf Hilfe von Moskau zählen.

Malika? Den Pass!

Keine Angst.

Sprichst du Spanisch?

Erkennst du mich nicht?

Nein.

Ich heiße Malika.

Ich war im islamischen Zentrum.

Als die Christenhunde dort unsere Männer verhafteten,

dachte ich, ich muss ins Kalifat.

Ja, das dachte ich mir auch. Und ich habe mich entschieden.

Mein Zukünftiger, Allah möge ihn beschützen,

wartet schon in Raqqa.

Wie heißt er denn?

Youssef.

Ruhe.

Wenn Ihr euch unterhalten wollt, dann auf Arabisch.

Entschuldige. Wir werden ruhig sein.

Klugheit verbirgt sich unter der Zunge.

Wartet dein Mann auch auf dich?

Nein, ich arbeite dort als Krankenschwester.

Weil der Islamische Staat aus dem Blut der Gläubigen entsteht.

Ruhe!

Kein Wort mehr!

RAQQA

Der Mauretanier wartet schon.

Wir sollten noch Wäsche waschen, so lange wir Strom haben.

Und auf den Markt gehen.

Ich sehe, was ich tun kann.

Die haben 100.000 Dollar auf deinen Kopf ausgesetzt?

Ja.

Ist letzte Woche irgendwas passiert?

-Ist jemand Wichtiges gefallen? -Ich glaube nicht.

Es gab ein paar Gefechte in Mossul und Ramadi.

Die Amerikaner haben Drohnen zur Bombardierung rübergeschickt.

Drohnen machen keinen Lärm.

Aus Sicherheitsgründen sind Handys jetzt im gesamten Kalifat verboten.

Ich werde es ihm sagen.

Ja.

Er kommt gerade.

Ja, so Gott will. Wir verdienen mehr mit den Mineralien.

-Salam aleikum. -Aleikum Salam. Guten Morgen.

Während du uns Autos, Gewehre und noch mehr Waffen besorgt hast,

sind wir hier gesegnet worden.

Es gibt weitere Spender.

Gleich 742, aus 44 Ländern.

-Allahu akbar. -Allahu akbar.

Der Jordanier will nun, dass du alles aus dem Archäologischen Museum verkaufst.

Einschließlich der Mosaike aus den Ausgrabungsstätten.

-Inschallah. -Inschallah.

Wir sehen uns nachher.

Wie viel können wir dafür verlangen?

Sieh doch mal. Die Gazellen, die Truthähne,

-die Zebras hier oben, die Tiger... -Wie viel?

Es ist so kostbar.

-Das ist unser kulturelles Erbe. -Es gehört dem Islamischen Staat.

Ja, ja, aber eigentlich ist es unbezahlbar.

Und man muss es mit großer Sorgfalt erhalten.

Es ist das Erbe der ganzen Menschheit.

Es kann weg.

Boss, ich flehe dich an, bitte, bitte...

Drei Millionen.

-Vier, fünf... -Drei, vier oder fünf?

Fünf!

Sechs! Verlange sechs.

Und bitte erkläre doch unseren glorreichen Mudschaheddin,

dass unser künstlerisches Erbe viel wertvoller ist, wenn es intakt bleibt.

Es wird an den verkauft, der sechs Millionen auf den Tisch legt.

Youssef...

Wir gehören Allah und zu ihm kehren wir zurück.

Sie sagt, er ist ins Paradies gelangt, durch das erste goldene Tor.

Sie sagt, dieser Ort ist voller Mudschaheddin namens Youssef.

Denk daran, was der Koran sagt.

"Alle Freuden dieser Welt, sie sind vergänglich.

Die andere Welt ist besser für den, der Allah fürchtet."

Es gibt hier für dich jede Menge Ehemänner.

Wir brauchen Kinder.

Sehr viele Kinder.

Ich kann sie nicht ausstehen.

Was mache ich hier?

Ich will zurück nach Ceuta.

Alia, hör mal.

Ich pass auf dich auf und bringe dir Arabisch bei.

Der Nachbar rief an, um mich zu warnen,

dass bewaffnete Männer im Gebäude seien und dass wir alle Türen schließen sollten.

Und einige Minuten später waren im Gebäude mehrere Schüsse...

Allahu akbar! Allahu akbar!

Schwer bewaffnete Männer betraten das Gebäude im Zentrum

der französischen Hauptstadt und begannen zu schießen.

Als sie damit aufhörten, waren mindestens 12 Menschen tot.

Viele andere wurden schwer verletzt.

Allahu akbar! Allahu akbar!

Die Polizei war schnell zur Stelle, wurde dann aber selbst angegriffen

und musste sich vorübergehend zurückziehen...

Allahu akbar! Allahu akbar!

...bevor sie weiter mit aller Härte gegen die Terroristen vorgehen konnte.

Malika! Malika!

Malika!

Sieh hin!

Allahu akbar! Allahu akbar!

Malika!

Man hatte das Gefühl, es wäre ein Kriegsgebiet.

Komm mit.

Nach dem Angriff auf das Satiremagazin Charlie Hebdo vor einiger Zeit...

Schließ die Tür.

Warum wolltest du die schwangere Christin nicht sehen?

-Ich bin Krankenschwester, und... -Eine Krankenschwester für Muslime.

Der Emir hat mir befohlen dir zu erlauben, im Krankenhaus zu arbeiten.

Danke.

Dieses Privileg wirst du nicht lange haben.

Du wirst verheiratet werden.

Ich kam her, um zu arbeiten.

Du kamst her, um dem Islamischen Staat zu dienen

und unter Schmerzen Kinder zu gebären.

Bis ich einen Mann für dich gefunden habe,

wirst du in der Jansa-Brigade lernen,

wie du dir deine Moral als Frau erhalten kannst.

Ich werde dir zwei Aufpasserinnen zur Bewachung zur Seite stellen.

Natürlich.

Und ich werde dir beibringen,

dir diese Videos anzusehen.

Tag und Nacht.

Jetzt geh.

Sieh es dir nur mal mit der Lupe an.

Hier, schau hin! Hier!

Diese Ornamentierung in den Flügeln. Siehst du die?

Und hier! Diese feine Arbeit an den Augen. Toll, oder?

Wunderschön...

Das hier, das ist unschätzbar.

Das ist ja ein echter Basar hier.

-Salam aleikum. -Aleikum Salam.

-Wie macht er sich? -Der Kerl?

Er würde sich lieber die Zähne ziehen lassen, als den Kram zu verkaufen.

Dann schicken wir ihn an die Front.

Es liegt in den Händen Allahs. Wenn er es will, wird er überleben.

Das ist nicht nötig.

Und wie geht der Verkauf der Kunstschätze voran?

Wir stellen es auf eBay rein, in speziellen Foren,

bieten es im Libanon an, der Türkei, in Jordanien...

Aber wir sind noch nichts groß losgeworden.

Das wird schon noch.

Übrigens, ich hab gehört,

dass sich dein Fahrer jetzt auch noch um deine häuslichen Pflichten kümmert.

-Du solltest heiraten. -Das wäre eine Möglichkeit, ja.

Worauf wartest du?

Mit einer Frau würde meine Leidenschaft erwachen,

aber mein Verstand würde einschlafen, und ich habe definitiv wichtigeres zu tun.

Komm mal mit.

Wie kann ich einen Anruf machen?

Der Emir muss es dir erlauben.

Wen willst du anrufen?

Meine Mutter. Sie macht sich Sorgen.

Ich habe es niemandem erzählt, damit die Polizei mich nicht aufhält.

Allahu akbar.

Hört mir zu, Leute!

Wir sind heute hier zusammengekommen, an diesem großen Tag,

um diesen Verräter zu strafen.

Tod dem Verräter!

Ist das nicht dieser Hund von Spion, den dein Mann gefangen hat?

Ja. Der Hund hat das Kalifat um Geld betrogen.

Wer ist dein Ehemann?

Er arbeitet für den Sicherheitsdienst des Kalifats.

Ihr Ehemann ist ein Emir.

Gelobt sei Allah.

Der Verräter hat Informationen an die Ungläubigen weitergegeben.

Verräter!

-Was hat er verdient? -Den Tod!

Arbeitet er mit dem Jordanier?

Ich weiß es nicht.

Ich würde ihn gern kennenlernen.

Aber noch mehr möchte ich den Jordanier treffen.

Wohnt er in der Nähe?

-Es heißt, er lebt in Mossul. -Niemand weiß, wo er lebt.

Warum interessiert dich das?

Weil er unser Anführer ist.

Ich bewundere den Jordanier wirklich.

Allahu akbar!

Allahu akbar!

Im Namen Allahs!

Spar dir die Bewunderung und kümmere dich um deinen eigenen Kram.

Sie kosten nicht viel.

Du arbeitest hart.

Du brauchst eine junge Sklavin, die sich um deine Bedürfnisse kümmert

-und den Haushalt führt. -Nun, Abu Lamin...

Im Namen Allahs,

möge die Schöpfung und der Friede mit dem Gesandten Gottes sein.

Friede sei mit dem Propheten.

Sollen wir die Auktion beginnen?

Dann beginnen wir.

Mit Gottes Segen.

Eine Zwölfjährige!

Erbeutet durch glorreiche Mudschaheddin im Irak!

Sie hat den Jungfräulichkeitstest bestanden.

Wie viel wollt ihr geben? 100 Dollar?

-100 Dollar! -100 Dollar von dem Bruder!

-120 Dollar! -120 Dollar von dem Bruder!

-140! -140! Gepriesen sei Allah!

Bietet jemand mehr?

140 zum ersten, 140 zum zweiten...

140 Dollar zum dritten. An dich verkauft, mein Bruder!

Gut für dich, Bruder. Komm und hol sie dir.

Losbinden!

Du hast sie verdient, mein Bruder!

Binde sie los.

Komm schon, schnell. Nimm sie mit.

Danke.

Und nun die große Überraschung!

Was für eine Schönheit.

Gelobt sei Allah!

Hör auf zu weinen.

Dieses junge Mädchen ist kaum 14 Jahre alt

Und sie ist auch Jungfrau!

Sie ist keine Jungfrau.

Woher weißt du das?

Sie war schon im Haus des Jordaniers.

-140 Dollar! -140 Dollar! Nur 150?

Wer bietet mehr?

-150 Dollar! -150 Dollar zum ersten.

150 Dollar zum zweiten, 150 Dollar zum dritten.

Er hat Geschmack.

Verkauft an den jungen Mudschahed!

Komm und nimm sie. Bindet sie los.

Viel Spaß mit ihr.

Los, schnell.

-14 Jahre, ja? -14! Und keinen Tag älter!

Willst du sie?

Er hat sie gekauft.

-Ich werde sie Naima nennen. -Nenn sie, wie du willst.

Halt!

Für wie viel hat er sie gerade gekauft?

150.

Na gut, dann werde ich dir 200 für sie geben.

Mein Freund gibt sie dir in einem halben Jahr zurück.

-Umsonst? -Umsonst. Ja, doch.

Sei gesegnet, Bruder.

Sie gehört dir. Du hast sie verdient, Bruder. Allah ist groß!

Diszipliniere sie gut.

Wenn du sie satt hast...

sag es mir, ich kauf dir eine neue.

So ein Geschenk verdiene ich nicht.

Wer will die hier?

Du kannst den Niqab jetzt abnehmen.

Wie heißt du?

Muna.

Muna.

Und ich Haibala.

Woher kommst du, Muna?

Aus Melilla.

Und wo sind deine Eltern, Muna?

Sie haben sich dem Jihad angeschlossen, als ich klein war.

Ich weiß nicht, wo sie sind.

Gut, dann werde ich...

dir jetzt mal...

die Hausregeln erklären.

Du musst das Haus sauber halten.

Am besten in den vier Stunden, wenn wir Strom und Wasser haben.

Kannst du kochen?

Kannst du nicht?

Hat dir das beim Jordanier keiner gezeigt?

Du warst doch bei dem Jordanier?

Du hast in seinem Haus gelebt?

Ist schon gut.

Ist ja gut.

Was ist das?

Ach, nichts.

Lüg mich nicht an.

Der Leibwächter des Jordaniers, Abu Hassan...

Er hat mich mit heißem Wasser verbrüht. Da habe ich mich gefügt.

Dann hat er mich benutzt.

Wie sieht dieses Haus aus?

Sag's mir.

Es wirkt, als wäre es noch im Bau.

Noch im Bau? Wie denn?

Es ist das einzige, das nicht gestrichen ist.

-Und sonst? -Ich weiß nicht.

Die Wachen haben mich nie rausgelassen.

Muna, hör mir zu.

Du musst mir sagen, wo der Jordanier wohnt.

Im Keller unten. Meistens ist er aber nicht da.

Wie ist es da im Keller?

Warst du mal da unten?

Ist er groß?

Ist er allein, oder wohnt er da noch mit anderen?

Werden Sie mich auch anfassen?

Da war eine Moschee in der Nähe.

Der Lautsprecher ist kaputt.

Man hört immer so ein Piepen, wenn sie zum Gebet rufen.

KRANKENHAUS DES ISLAMISCHEN STAATS IM IRAK UND DER LEVANTE

Kein Schleier, keine Handschuhe! Das sind Brutstätten für Keime.

Sie behält den Niqab an.

Was denken Sie, wie leicht Leute an Infektionen sterben!

Und jetzt müssen wir noch eine Amputation vornehmen, solange wir Licht haben.

Entschuldigen Sie mich.

Bruder?

Ist hier eine Moschee mit kaputtem Lautsprecher?

Wie kaputt?

Wenn er zum Gebet ruft, soll es piepen.

Keine Ahnung.

Danke.

Bruder.

Kennst du eine Moschee mit kaputtem Lautsprecher?

Wenn der Muezzin ruft, dann piept es.

Ein guter Lautsprecher.

Nicht wie in den anderen Moscheen.

Kennt ihr die Moschee mit dem kaputten Lautsprecher?

Nein, kenne ich nicht.

Gleich unten beim Messerschärfer, da steht auch eine Moschee.

Und da piept der Lautsprecher.

Wo ist das?

Die Straße lang, im Westsektor.

Bruder.

Der Lautsprecher der Moschee, piept der?

Es ist furchtbar.

Wir haben es dem Muezzin schon gesagt.

Aber er ist alt und er hat gesagt,

dass das komische Geräusch eben Allahs Wille ist.

Er sei gelobt.

Geh und sag du es ihm.

Allahs Segen sei mit dir.

Gleichfalls.

DIE MOSCHEE DER VERGEBUNG

-Salam aleikum. -Aleikum salam.

Ich kann den Lautsprecher reparieren.

Er klingt aber so, weil Allah es eben will.

Nein!

Allah schickt mich, um ihn zu reparieren.

-Bist du Mudschaheddin? -Ja, doch!

Nun denn. Einem Mann, der dem Islam dient, darf ich keinen Wunsch verweigern.

Dann gehe hoch aufs Dach,

auch wenn du ungebeten in mein Haus kommst.

Bis nachher.

Der Friede, die Barmherzigkeit und die Segnungen Allahs seien mit euch.

Und seien der Friede, die Barmherzigkeit und die Segnungen Allahs mit dir.

Endlich bist du da.

Es gab viel Arbeit im Krankenhaus, ich wurde in der Chirurgie gebraucht.

Der Jordanier braucht dich dringender.

Sag ihr, dass unser bester Krieger ihr Glück wünscht

und ihr Kinder schenken will.

Ich soll einen alten Mann heiraten.

Aber ich vermisse Youssef.

Trauer wird ihn dir nicht zurückbringen.

Sag ihr, dass sie den Jordanier nicht abweisen kann.

Ich kann doch keinen Kerl heiraten, den ich nicht kenne.

Viele Königinnen haben Fremde geheiratet.

Wenn du nicht kriegst, was du liebst, liebe das, was du kriegst.

Ich verspreche dir, wir bleiben Freundinnen.

Du musst nur von ihm verlangen, dass du mich weiterhin sehen darfst,

und zwar jede Woche einmal.

Vertrau mir.

Sag ihm, dass mich Alia jede Woche treffen wird.

Ihr Ehemann sagt, was sie zu tun hat.

Klar?

Der Wagen des Jordaniers ist da.

Die Niqabs!

Was ist damit, worum sie gebeten hat?

Sag ihr ja.

Du kannst mit deiner Freundin gehen.

Verzogenes Balg. Geh schon!

Sie fragt deinen Mann, ob wir uns einmal die Woche sehen können.

Ich vertraue auf Allah.

VERSTECK DES JORDANIERS GEFUNDEN: HAUS, UMGEBEN VON MAUERN.

NORDÖSTLICHER TEIL DER STADT.

BRAUCHE GPS ZUR STANDORTBESTIMMUNG.

VERSTANDEN. EINEN WERTVOLLEN GEGENSTAND ZUM KAUF ANBIETEN.

TEXT: "FÜR MILLIONÄRE MIT GESCHMACK."

BESTÄTIGT. BRAUCHE KOMPRESSOR BEYMA CP-755TI.

DIE ANDERE SEITE HAT AGENTIN EINGESCHLEUST.

SPANIERIN AUS CEUTA. DU MUSST SIE IDENTIFIZIEREN.

VERSTANDEN. KOMPRESSOR NICHT VERGESSEN. WICHTIG.

SCHICK DIE SPENDER-LISTE.

-Salam aleikum. -Aleikum Salam.

Ich hab hier was.

Es ist ein 5.000 Jahre altes Fossil.

Das können wir statt des Mosaiks verkaufen.

-Für gutes Geld. -Gutes Geld? Wie viel?

100.000 mindestens.

Mehr!

Wir kriegen sechs Millionen für das Mosaik, komm mir nicht mit Kleinkram.

Das Mosaik können wir nicht verhökern! Das wäre ein Verbrechen!

Fotografiere das Mosaik und biete es an.

Tut mir leid. Ich wollte niemanden verärgern.

Du wirst es im Internet anbieten.

In die Anzeige schreibst du: "Für Millionäre mit Geschmack."

Merk es dir: "Für Millionäre mit Geschmack."

Ja.

Und stell gleich klar: Wer es haben will, muss es aus Raqqa abholen.

Von hier?

Nimm das mit.

Salam.

Herein.

Dein Fahrer hat jemanden mit einer Nachricht geschickt.

Geh nach Hause. Es ist was Schlimmes passiert.

-Mohamed? -Ich bin hier.

-Was ist passiert? -Ich habe Abu Hassan abhauen sehen.

Was war hier los?

Muna!

Muna!

Wir bringen sie ins Krankenhaus.

-Sklavinnen werden da nicht behandelt. -Sie muss ins Krankenhaus.

-Schnell! Ein Arzt! -Deine Tochter?

Nein, Sklavin.

Das geht nicht. Wir haben hier zu viele verletzte Mudschaheddin.

Sie verblutet.

Gut, ich gebe ihr Morphium, aber dann verschwindet Ihr.

Du rettest dieses Mädchen!

Aber es sind die Gesetze des Emirs.

Ich bin Haibala. Der Emir will, dass du sie rettest.

-Malika? -Ja?

Geh schnell runter in den Keller und mach den Wäscheraum bereit.

-Verstanden? -Jawohl.

Ich hole das OP-Besteck.

Du machst sie sauber und findest ihre Blutgruppe heraus.

Und kein Wort zu niemandem.

Komm mit.

Abu Hassan, der Leibwächter des Jordaniers,

er hat meine Sklavin vergewaltigt!

Sie ist erst 14.

Und was kann ich da machen?

Der Kerl ist in mein Haus eingebrochen.

Und er hätte fast meine Sklavin umgebracht!

Also beschuldigst du hier den Leibwächter des Emirs,

eine Sklavin vergewaltigt zu haben, die in seinem Haus gelebt hat?

Man kann die nicht vergewaltigen. Sie sind nämlich zum Benutzen da.

Verstehe.

Ich verstehe.

Ich habe gegen den Leibwächter des Emirs nichts vorzubringen.

Kein anderer sollte dein Kamel melken.

Wie gehen die Verkäufe voran?

Wir bieten das Mosaik für sechs Millionen Dollar an.

Haibala, denke nicht so viel an die Sklavin.

Es ist nicht die Sklavin.

Abu Lamin, es ist der Archäologe, der...

Der was?

Ach, schon gut.

Los, sag es, Haibala.

Du hast es mit eigenen Augen gesehen.

Er arbeitet gegen uns, wenn wir versuchen, den Jihad zu finanzieren.

Gestern hat er die Papiere in meinem Büro durchwühlt.

Ich habe ihn erwischt.

Zieh ihn vom Mosaikverkauf ab.

Sonst nichts?

KRANKENHAUS DES ISLAMISCHEN STAATS IM IRAK UND DER LEVANTE

-Salam aleikum. -Aleikum salam.

Wie geht's ihr?

Sie schläft. Der Arzt tut, was er kann.

Muna.

Muna, ich bin's. Wie geht es dir?

Muna, Kleine...

Du musst aufwachen.

Atme!

Atme!

Hier ist das Sonogramm deiner Sklavin.

Ich habe ihre Blutungen gestoppt

und die Wunden verarztet.

Aber sie kann keine Kinder mehr bekommen.

Kann man da vielleicht noch irgendwas machen?

In der Türkei oder Jordanien. Aber es müsste sehr schnell gehen,

sonst bilden sich dauerhafte Narben in der Gebärmutter.

Also dann.

Mama?

Ich bin's, Malika.

Was?

Mama, kannst du mich hören?

Auf Arabisch!

Mama, hier ist Malika.

Malika!

Ich bin bei einer Freundin.

Ich muss Arabisch sprechen, damit sie mich versteht.

Wo bist du? Geht es dir gut?

Es geht mir gut. Ich bin in Syrien.

In Syrien? Warum Syrien?

Ich helfe dem Jihad.

Wer hat dich dorthin gebracht?

Niemand. Ich bin allein gefahren.

Wurdest du etwa verheiratet?

Nein. Der Islamische Staat braucht Krankenschwestern.

Ich arbeite im Krankenhaus in Raqqa.

Ich bin mit Alia hier, einem Mädchen aus Ceuta.

Sie heiratet unseren Emir, den Jordanier.

Ich werde sie jede Woche in ihrem Haus besuchen.

Wirst du noch verheiratet?

Ich bin im Krankenhaus. Ich kann nicht reisen.

Was ist passiert?

Ich bin ohnmächtig geworden. Das Blut in meinem Gehirn fließt nicht richtig.

Wenn du heiratest, musst du deinen Ehemann zu mir bringen.

Mama, ich kann jetzt nicht heiraten. Ich werde im Krankenhaus gebraucht.

Ich betreue ein kleines Mädchen. Sie kommt öfters zu mir.

Sie ist die Sklavin des Sahari, der immer in den Nachrichten ist.

Sein Name ist Haibala.

Er ist sehr nett zu mir.

Ich will dich noch mal sehen, bevor ich sterbe.

Mama, du stirbst nicht. Das darfst du nicht sagen.

Ich halte es nicht mehr aus.

-Malika... -Mama?

Mama!

Du weißt, dass sie letzte Nacht geheiratet haben?

Sie war sehr glücklich.

Die Hochzeit war gestern?

Dann lebt sie jetzt in Raqqa?

Das geht dich nichts an.

Gut.

Und das, was wir Alia versprochen haben?

-Haben wir etwas versprochen? -Ja.

Und zweifle nie daran, dass der Jordanier auf seine Frau hört.

Du drohst mir doch nicht etwa?

Nein.

Aber soll der Jordanier denken, du hättest seine Frau angelogen?

Was willst du hier?

Ist dieses Zeug wirklich nötig?

-Sie würde sich sonst nur einsam fühlen. -Ich bin hier.

Und ich kann die Nacht über bleiben.

Kannst du sie aus Raqqa rausbringen?

Der Arzt will sie morgen früh entlassen.

Aber sie muss noch behandelt werden.

Komm zu mir.

Behandele sie bei mir, ich zahle gut.

Dafür bräuchte ich die Erlaubnis der Jansa-Brigade.

Dann hol sie dir.

Boss, Sie haben nach dir gesucht.

-Was war denn? -Keine Ahnung.

Ein paar Russen haben sich wegen der Mosaik-Anzeige gemeldet.

Wo hast du denn gesteckt?

Antworte!

-Ich war nur kurz im Krankenhaus. -Und was wolltest du da?

Du weißt, was meiner Sklavin passiert ist.

In welchem Zimmer liegt die Sklavin?

Sie liegt im Keller, sie hat kein Zimmer.

Ruf an, ob er letzte Nacht im Krankenhaus war.

In der Wäschekammer.

Abu Lamin?

Was ist los?

Er ist hier der einzige Rothaarige. Er muss es sein.

Gott verdamme diesen Hund.

Bring den Archäologen her.

Was ist passiert?

Sie haben es bestätigt. Er war wirklich da.

Schließ die Tür hinter dir.

Es sind sechs Spender ermordet worden.

Was?

In Istanbul wurde einer vom Dach geworfen.

Einer wurde in Doha vor einen Truck gestoßen.

-Und einer in Muscat wurde abgestochen. -Wer hat sie verraten?

-Der Rothaarige! -Dieser Hund!

Dieser verdammte Sohn einer Hure.

Für wen arbeitest du?

Ich arbeite für Sie!

Was hast du dagegen, dass wir Geld fürs Kalifat einsammeln?

Nein, nein. Ich habe nichts dagegen.

-Ich arbeite nur für... -Du Lügner!

Ich habe nichts getan. Ich habe ein gutes Leben aufgegeben, um...

Was ist hiermit? Es war in meinem Notizbuch.

Du! Du hast mir die Haare ausgeris...

Sag die Wahrheit! Hör auf zu lügen!

Du darfst wählen:

Sag die Wahrheit und du wirst schnell sterben.

Oder sehr qualvoll und sehr langsam.

Du!

Ja! Du hast mir das angehängt.

Schnell, einen Arzt! Wir brauchen ihn lebend.

Lass ihn verrecken.

Ich gehe mich waschen.

Was machst du da?

Warst du schon mal schwanger?

Hast du Kinder?

Nein, ich war krank.

Die Direktorin will dich sehen.

Komm schon!

Du wirst morgen verheiratet.

Ich biete dich den Mudschaheddin an, die von der Front zurückkehren.

Es war ausgemacht, dass ich zuerst Alia besuchen kann.

Von nun an hast du deinen Ehemann um Erlaubnis zu bitten.

Was ist es, dass dir Sorgen macht?

Haibala hat mich gebeten, seine Sklavin zu behandeln.

Ich kann ihn nicht enttäuschen.

Also stimmt es, was ich gehört habe.

Du kümmerst dich um eine Sklavin.

Ja. Ein Mädchen aus Melilla.

Weißt du nicht, dass Sklavinnen nicht behandelt werden?

Wir haben nicht genug Medizin für unsere Mudschaheddin.

Bring mich sofort zu deiner Sklavin!

Es tut mir leid. Der Doktor hat mich gezwungen.

Aber das Mädchen ist wieder zu Hause.

Nun, es ist jetzt auch egal.

Morgen wirst du verheiratet.

Ich tue, was immer Allahs Sache dient.

Darf ich mich noch von meinen Kollegen im Krankenhaus verabschieden?

Es wird bald dunkel.

Wir sagen ihnen morgen Bescheid.

Du siehst nicht sehr schön aus, mit diesen Ringen unter deinen Augen.

Dachtest du, du könntest dich nachts aus dem Haus schleichen,

ohne dass ich davon weiß?

Das Mädchen braucht Antibiotika

Nach dem, was in ihrer Krankenakte steht,

wird sie keine Kinder haben können.

Genauso wenig wie du, nach allem, was man so sagt.

Haben sich die Interessenten schon gemeldet?

Die Russen werden nicht persönlich kommen.

Sie schicken zwei türkische Experten nach Jarabulus.

Türken?

Was weißt du über diese Experten?

Die zwei kommen vom Iskander-Museum,

dem bekanntesten in Istanbul.

Wir brauchen eine Genehmigung, damit sie ohne Probleme nach Raqqa kommen.

So etwas entscheide nicht ich, sondern der Jordanier.

Ich weiß, aber sie kommen morgen.

Sie sind die einzigen, die ein Gebot abgegeben haben.

Ruf Abu Hassan an.

Er soll mich anrufen.

Sofort!

Möge Allah ihn schützen.

Danke.

Malika!

Ich bin weggelaufen.

Etwa aus dem Haus des Jordaniers?

Bring mich nach Ceuta.

Sie werden dich überall in der Stadt suchen.

Wo ist sein Haus? Wir machen einen Plan.

-Ich will nach Ceuta. -Komm mit!

Wie konntest du fliehen?

Ein Wächter hat die Tür offen stehen lassen.

Ich hab nicht lang nachgedacht.

-Er bringt mich um. -Niemand bringt dich um.

Erst durchsuchen sie das Gästehaus, dann kommen sie her.

Ich sage ihnen, es war nur ein Missverständnis.

Jede Nacht fasst er mich an, Ich kann das einfach nicht mehr!

Alia, nicht so laut.

Ich sterbe lieber auf der Flucht, als das länger zu ertragen.

Du weißt doch ganz genau, was sie mit Frauen machen, die sie wieder einfangen.

Das ist mir egal.

Hast du die Adresse des Hauses?

Die weiß ich nicht. Aber ich weiß, wie man hinkommt.

Fünf Straßen weiter geht man einen Hügel runter, dann links, und dann...

So wird das nichts. Die genaue Adresse!

Geh zurück zu ihm und sei so nett zu ihm, wie du kannst.

-Mach ihn glücklich. -Nein, das geht nicht.

Ich kann nicht.

Ich hasse seinen Geruch und seine Stimme.

Friss dich fett.

Sei gehorsam, damit ich zu dir kommen kann.

Immer wenn er was sagt, hängst du an seinen Lippen.

Nur auf diese Art und Weise gewinnst du sein Vertrauen.

Und wenn du erfährst, dass er verreisen will,

dann erzählst du mir das.

Und an diesem Tag fliehen wir zwei nach Ceuta.

Inschallah.

Komm jetzt. Sonst finden sie dich hier.

Sicher, dass du aus Richtung Westen kamst?

Ja. Ich erinnere mich an die Farben der Straßen.

Gut.

-Da ist Abu Hassan! -Alia, bleib ruhig!

Nach Hause!

Ich sagte: Nach Hause!

Ich komme mit und erkläre ihrem Mann, was passiert ist.

Nein, du nicht.

Die Chefin der Jansa-Brigade hat es versprochen.

Sie hat der Frau des Jordaniers versprochen, dass ich sie besuchen darf.

Und das Versprechen, das man der Frau eines so mächtigen Mannes gibt,

darf man nicht brechen.

Die Chefin der Jansa-Brigade ist verschwunden. Sie wird gesucht.

Die Leute sagen, sie ist geflohen. Sie hat sich verdächtig verhalten.

Sie ist jede Nacht ausgegangen

und hat behauptet, sie hätte die Erlaubnis des Jordaniers.

Als sie verschwunden ist, hat sie jemand aus der Residenz kommen sehen.

Das erzählt man sich in der Brigade hinter vorgehaltener Hand.

Ich sage es dir. Erzähl es dem Jordanier.

Möge Allah ihn beschützen.

Ich sage es ihm. Danke.

Und denk dran: Alia wurde versprochen, dass ich sie besuchen darf.

Ihr Arabisch ist nicht sehr gut, sie ist jung und unerfahren.

Sie braucht Anleitung, wie sie ihrem Ehemann gefällig sein kann.

Wer ist da bitte?

Ich bin's, Malika.

-Salam aleikum. -Aleikum salam.

Ich komme, um nach Muna zu sehen.

Sie hat ein Beruhigungsmittel bekommen.

Gut, dann kann ich sie leichter behandeln.

Du kannst hier drinnen gern den Schleier abnehmen.

Ich hole mir Wasser.

Malika, die kleine spanische Spionin.

Malika?

Du solltest Raqqa verlassen.

Das hier hat mir immer Glück gebracht. Nimm du es.

ISLAMISCHER STAAT IM IRAK UND DER LEVANTE ÜBERGANG NACH JARABULUS.

-Salam aleikum. -Aleikum salam.

Ist das eine Genehmigung?

Hätte es der Jordanier nicht unterschrieben,

würde ich deine Gäste nicht durchlassen.

Es heißt, dass eine weibliche Spionin eingeschleust wurde.

Eine Spionin?

Wir wissen nur, dass ihr Name Malika ist.

Weißt du, wie viele Malikas es im Kalifat gibt?

So viele wie Sandkörner in der Wüste.

Wie sollen wir die finden?

Wir verhören sie, eine nach der anderen, bis wir sie haben.

Steht auf.

Salam aleikum.

Kommt mit. Danke.

Geht mit.

Habt ihr das GPS und den Kompressor mitgebracht?

Ja.

Gut. Zwei Sachen.

Zuerst mal:

Nachher, wenn wir an der Ausgrabungsstätte waren,

parke ich den Wagen direkt vor der Moschee.

Das Haus des Jordaniers ist gleich daneben.

Das ist unsere einzige Chance, den Ort zu lokalisieren.

Und zweitens?

Ich gehe zur Moschee.

Ich bin gleich zurück.

Ich komme in einer Stunde wieder.

-Salam. -Hallo.

-Ich bin Malika. -Ich bin Halima.

-Wo ist das WC? -Da hinten.

Du bist immer noch so dürr. Hast du mir nicht zugehört?

Doch, na klar.

Ich hab gehört, er verreist in zwei Tagen.

-Hat er arabisch geredet? -Nein, nein. Englisch.

So konnte ich es verstehen. Er fährt nach Aleppo.

Und wie lange bleibt er weg? Wo wohnt er?

Steht auf dem Zettel.

Also geht es übermorgen los?

Es gibt nur einen Wächter, außer der da.

Ich haue dann ab, wenn sie beten.

Gut, pass auf.

Sag, du hast deine Tage und darfst nicht mitbeten.

Und wenn sie dann beten gehen, kommst du zum Krankenhaus.

Und dann geht's zurück nach Ceuta. Inschallah.

Dann sind wir weg.

Denk nur daran, dass du pünktlich sein musst.

Na klar.

Bitte setz dich.

-Salam aleikum. -Aleikum salam.

Möge Allah dich begleiten.

Hey, warum habt ihr hier gehalten?

Mein Boss war in der Moschee. Das ist er.

Wer bist du?

Mein Name ist Haibala, und dies sind private Gäste des Mauretaniers.

Hier sind die Passierscheine.

Das ist kein guter Ort, um zu parken.

Ich habe den Lautsprecher der Moschee repariert,

damit uns der alte Muezzin nicht das Trommelfell zerfetzt.

Ich glaube nicht, dass der Lautsprecher repariert werden kann.

Er hätte vor zwei Minuten zum Gebet rufen müssen.

Vielleicht habe ich ihn kaputt gemacht, anstatt ihn zu reparieren.

Schon möglich, dass er jetzt endgültig hinüber ist.

Du hast es wohl geschafft.

-Danke. -Gern geschehen.

-Aber bete woanders. -Natürlich.

Salam.

Gehen wir.

Wir wollten uns später treffen.

Dann ist es schon dunkel.

Bleib ganz ruhig.

Es wird alles gut.

Ich kann da nicht hinsehen.

Ich warte draußen.

Fast fertig. Nimm das Bein runter.

Genau so.

Sehr gut.

Schneller. Wir müssen vor dem Abendgebet zu Hause sein.

Tja, so was dauert eben.

Wartet.

Für eure Unannehmlichkeiten.

Es ist nicht nötig, das Mosaik zu zerlegen.

Es gibt verschiedene Transportmöglichkeiten.

Oder nicht? Seht euch das an.

Stellt euch dieses schöne Ding direkt neben dem Mosaik vor.

Euer russischer Kunde wird sehr glücklich sein. Ganz bestimmt.

Ich gebe euch alle Dokumente mit.

Kann ich das Mädchen da kaufen?

Was?

Wie viel willst du?

Bring sie her.

Sie ist nicht zu verkaufen.

Ich geb dir für sie...

500 Dollar.

Nein.

600.

Ich verkaufe sie nicht.

Eintausend.

Verkauf sie.

Sie ist für nichts mehr gut. Mach es!

Wir sind da drüben.

Salam aleikum.

Das ist ein schöner roter Sack.

Sagen Sie denen, ich bin Amira aus dem Krankenhaus.

Morgen Nachmittag muss ich raus.

Danke.

Stellt euch nur vor, das ist Amira, eine Kollegin aus dem Krankenhaus.

Salam aleikum.

Sollen wir euch nach Hause fahren? Mein Mann hat ein Auto.

Nein danke. Wir sind noch nicht so weit.

Dann fahre ich mit und kann schon mal mit Kochen anfangen.

Nimm die Taschen mit, wenn du mitfahren kannst.

Es muss morgen passieren, während des Nachmittagsgebets.

-Wir werden zu zweit sein. -Das macht es nicht leichter.

-Mann oder Frau? -Frau.

Ein junges Mädchen aus Ceuta, das mit mir hier ankam.

Alia?

Sie kennen sie?

Wir kennen jeden, den Sie hier getroffen haben.

-Salam aleikum. -Aleikum salam.

Haben Sie alle Informationen über den Jordanier?

Ja.

Wir müssen die Kleine hierlassen. Sie ist freiwillig hergekommen.

Keiner hat sie gezwungen.

Ob Mohamed darauf reingefallen ist?

Das ist meine Sache.

Ihr passt gut auf sie auf, okay?

-Na klar. -Danke.

Geschlossen.

Kommt nach dem Morgengebet wieder.

Das sind türkische Gäste des Mauretaniers.

Der Jordanier hat es genehmigt.

-Du bist Haibala? -Jawohl.

Aufmachen.

Alia wird gleich hier sein. Sie kommt von zu Hause.

Wir dürfen keine Zeit verlieren.

Keine Sorge. Sie kommt gleich.

Die Zeit wird knapp.

Der Verkehr wird gleich wieder losgehen.

Das Gebet ist vorbei.

Nur noch eine Minute! Bitte!

Sie sind nicht die Einzige, die hier in Gefahr ist.

Da ist sie!

Zu weit weg. Das dauert zu lange, bis sie hier ist.

Ohne sie gehe ich nicht!

Sie gefährden die Leute, die Ihnen helfen, hier rauszukommen.

Es gibt noch mehr von uns. Alles Leute, die Sie gar nicht kennen.

Es sind noch nicht mal 100 Meter!

Da sind sie.

Weg hier!

Warten Sie!

-Fahr los! -Warten Sie doch!

Los!

Die Schlampe hat sofort geredet.

Das andere Miststück,

die mit ihr aus Ceuta ins Kalifat kam,

sie war eine Spionin.

Sie hat sie gezwungen, ihr alle Informationen über den Jordanier zu geben.

Wer weiß, was er ihr erzählt hat in ihren süßen Nächten.

Schon der Prophet wusste:

Die meisten Bewohner der Hölle sind Frauen.

Dieses Weib hat ihren Mann betrogen, das Kalifat und den Islam.

Sag, wirst du bis zur Steinigung bleiben?

Nein.

Ich treffe mich mit einem Archäologen, der Khaled ersetzen könnte.

ISLAMISCHER STAAT IM IRAK UND DER LEVANTE ÜBERGANG NACH JARABULUS.

Denken Sie nicht mehr an dieses Mädchen.

Hätten Sie eingegriffen, wäre es ihnen genauso ergangen.

Sie haben gar nicht vor, sie rauszuholen.

Ja?

Das sind sehr gute Nachrichten.

Danke.

Warum sind Sie persönlich hergekommen?

Nun, weil Sie ohne mich den alliierten Luftangriff auf Raqqa

wahrscheinlich nicht überlebt hätten.

Ich verstehe nicht.

Die Schlacht um Raqqa hat gerade begonnen.

Die USA fliegen jetzt Luftunterstützung für die kurdischen Milizen.

Dabei werden sie die Stadt in Schutt und Asche legen.

Eigenartig ist nur eins... Ich habe gerade erfahren,

dass die Russen vor zwei Minuten das Haus des Jordaniers zerstört haben.

Ihr Ratschlag hat mir geholfen.

Ich habe Ihr Telefonat mitgehört.

Rekrutieren Sie für uns Haibala?

MONATE SPÄTER

Ich dachte schon, du hast es verloren.

Außer dir kenne ich sonst niemanden,

der in einem kurdischen Knast etwas verstecken kann.

Und...

was wurde aus deiner kleinen Spanierin?

Keine Ahnung.

Ist wohl bei den Luftangriffen umgekommen.

Wir werden ja sehen, wer wen rekrutiert hat.

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