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Der Ausbruch aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Illinois
ist die Topmeldung des Tages.
Der Serienmörder Harold Trattner
soll zu der Gruppe gehören,
die heute während einer Überführung
die Sicherheitsbeamten überwältigten.
Sheriff Loomis warnte die Anwohner,
sich den Entflohenen nicht zu nähern.
Harold Trattner wurde vor 3 Jahren zum Tode verurteilt,
wegen eines Massakers an 6 Teenagern
in einem Sommercamp in Vermont.
Es gab eine offizielle Entschuldigung
bei dem Urlauber, der letzte Woche
in Miami festgenommen wurde.
Der 70-jährige Derek Lambros...
Die Polizei in Michigan konnte nicht
die beiden Leichen identifizieren,
die von Kindern in einem Kostümladen entdeckt wurden.
Da die Gesichter zerschnitten und die Genitalien entfernt wurden,
hielt die Polizei sie zuerst für zwei Frauen.
Sheriff Schrader wollte
keine Details nennen. Er sagte nur,
dass viele Indizien dafür sprechen,
dass das Verbrechen mit dem Ausbruch in Illinois zusammenhängt.
Hallo?
Michael, ist alles in Ordnung?
Du sollst ihn dir nicht allein ansehen.
Ich hab doch gesagt, er ist gruselig.
Du musst eben warten, bis Mum nach Hause kommt, okay?
Lass das Licht an.
In Ordnung.
Tschüss.
Hallo?
Hallo!
Kelly?
Lass den Quatsch, das ist nicht lustig.
Hallo.
Mir ist klar, dass Sie so was nicht erwartet haben.
Ich erklär's.
Ich habe Ihren Leihfilm überspielt.
Aber schalten Sie nicht gleich aus. Sie haben nicht viel verpasst.
Die Schauspieler waren langweilig
und die Dialoge, offen gesagt, einfach peinlich.
Ich glaube, das hier wird Sie viel mehr interessieren.
Ihr Interesse ist geweckt, stimmt's?
Na los, geben Sie's zu.
Sie haben 'nen Horrorfilm ausgeliehen, um was Gruseliges zu sehen.
Keine Angst, ich erklär's Ihnen.
Ich verspreche Ihnen, dass Sie alles verstehen werden.
Hier hab ich den Ersten erledigt.
Seltsame Geschichte, wie es dazu kam.
Inzwischen ist es... über 5 Jahre her.
Ich war auf der Hammersmith-Brücke, als plötzlich dieser Typ runtersprang.
Ich sprang hinterher und zog ihn raus.
Ja...
Jedenfalls wurden wir irgendwie Freunde,
aber... es war keine gesunde Freundschaft.
Er hatte ein furchtbares Leben, die Details erspare ich Ihnen.
Ich glaube nicht, dass er froh war, noch am Leben zu sein.
Wir dachten, er schulde mir Dank und ich ihm Freundschaft,
obwohl seine Gesellschaft deprimierend war, um ehrlich zu sein.
Sechs Monate später standen wir zusammen auf diesem Dach.
Er wollte mir hier seine Erkenntnisse über die Welt mitteilen.
Ich stand hinter ihm
und wünschte, ich hätte nie was von der Hammersmith-Brücke gehört.
Und ich dachte
erstens, vielleicht war es falsch, ihn aus dem Fluss zu ziehen,
denn er sprach immer nur über sein Unglück. Und zweitens,
da ich ihn gerettet hatte,
dachte ich, ich hätte Rechte über ihn.
Also ging ich zu ihm rüber und schubste ihn runter.
Drehst du eine Einstellung von hier in den Abgrund?
Natürlich glaubten alle, dass es Selbstmord war.
So fing jedenfalls alles an.
Ich schätze, ich bringe es auf acht, vielleicht zehn Leute im Jahr.
Männer, Frauen... Ist mir eigentlich egal.
In der ersten Zeit hab ich durchgedreht und um die 20 erledigt.
Danach hab ich mich ein bisschen beruhigt.
Aber denken Sie nicht, das ist alles, was ich tue.
Das wäre wahrscheinlich ziemlich langweilig.
Ich, Derek Stephen Morris...
Ich, Derek Stephen Morris...
nehme dich, Emily Jane Murphy...
zu meiner Frau.
Ich werde dich lieben und ehren,
so lange ich lebe. - 1, 2...
Drei.
Eine nette Art, Geld zu verdienen.
Essen umsonst, Alkohol umsonst.
Es ist nicht, als ob man Kellner wäre,
und es ist der beste Ort, um Frauen kennen zu lernen.
Sehen Sie sich die an.
Nirgends fühlt sich eine Single-Frau ungeliebter als auf einer Hochzeit.
Ich hatte immer Spaß auf Hochzeiten.
Hey!
Wollen Sie nicht filmen? Wofür bezahle ich Sie?
Ja, klar. Entschuldigung. - Wer ist das?
Das ist mein Assistent.
So lange ich den nicht auch bezahle!
Okay...
Jetzt zeig ich Ihnen meinen 1. Film, in dem ich jemand erledige.
Ehrlich gesagt, ich hab's etwas versaut. Ich warne Sie lieber vor.
Aber ich kann Ihnen ja nicht nur die Höhepunkte zeigen.
Ich behaupte nicht, dass es von Anfang an reibungslos lief.
An so was muss man arbeiten.
Okay. Take eins.
Das ist Tim.
Sag hallo, Tim.
Erzähl Ihnen, was du machst.
Tim hat wohl ein bisschen Lampenfieber.
Er ist stellvertretender Geschäftsführer im Einzelhandel.
Welcher Laden, sag ich nicht, die bezahlen mich nicht für Werbung.
Es lief gut für ihn, nicht wahr?
Nicht! Nicht. Nicht, bitte!
Nicht dein Glückstag heute.
Nicht, bitte!
Wie gesagt, da hab ich mich erstmals dabei gefilmt.
Vermutlich gehe ich recht in der Annahme, Sie finden das nicht gut.
Ich bin böse, Sie sind gut, nicht wahr?
Das ist schon in Ordnung.
Ich kann mit Kritik umgehen.
Allerdings weiß ich nicht, was Sie mit "böse" meinen.
Oder denken Sie, es ist nicht meine Schuld?
Ich hätte als Kind zu viele brutale Filme gesehen?
Da muss ich immer wieder lachen.
Als ob es Leute wie mich nicht schon vor der Erfindung des Films gab!
Was ist mit denen, die keine Haken kauften nach "Kettensägenmassaker"?
Fragen Sie jemand, der sich auskennt.
Es liegt nicht an den Filmen.
Und ich bin mit ziemlicher Sicherheit nicht verrückt.
Wie immer, Max? - Das wäre toll.
Nimm dir auch eins.
Dreht er einen Film?
Ja, ich dreh tatsächlich einen Film.
Worum geht's?
Es geht um das Leben und um den Tod.
Das Leben ist zum Kotzen.
Und der Tod ist auch nicht viel besser.
Möchten Sie vielleicht bei einem Interview mitmachen?
Also, wie heißen Sie? - Bill.
Bill, und wie weiter? - Mullins.
Es ist drei Uhr, und Sie sind vollkommen dicht.
Kommt das regelmäßig vor? - Wenn ich Geld hab.
Es ist also nicht gut gelaufen in Ihrem Leben.
Nein.
Halten Sie sich selbst für ein Opfer des Lebens?
Was?
Und wenn ich Ihren Problemen ein Ende machen könnte? Sofort?
Und wie?
Damit.
Wenn ich Sie in den Kopf schießen würde, wäre Ihr Leiden vorbei.
Gehört das zum Film?
Ich will nur wissen, warum Sie weiterleben wollen.
Na ja... - Sie sagten, das Leben ist zum Kotzen. Warum also leben?
Hören Sie, ich will keinen Ärger.
Wer sagt was von Ärger?
Das ist eine Frage. Ich biete Ihnen einen Service an.
Ich versuche doch nur, das zu verstehen.
Warum klammert man sich an etwas, das einen unglücklich macht?
Sie glauben, ich habe ihn umgebracht.
Ich hab ihn nicht umgebracht.
Es war sowieso keine echte Waffe.
Um ehrlich zu sein, ich hatte Mitleid mit ihm.
Ich wollte ihm nur diese Frage stellen.
Diese Frage will ich vielen Leuten stellen.
Ständig sieht man Leute, die vollkommen unglücklich aussehen,
und man fragt sich, warum sie weitermachen.
Das ist wie mit Beziehungen, einer Menge zumindest.
Da sind zwei Menschen,
die sich nicht ausstehen können oder sich langweilen, was schlimmer ist.
Aber sie kleben aneinander wie Parasiten.
Ich denke, die meisten akzeptieren das nicht, was ja verständlich ist.
Aber sie sollten es akzeptieren.
Wartest du auf deine Mama? - Ja.
Sie hat mir gesagt, dass ich dich abholen soll.
Willst du bei unserem Film mitmachen?
Soll ich deine Tasche tragen? - Nein, ist gut. - Geht's?
Soll ich dich an die Hand nehmen?
Mein Auto steht gleich hier.
Da seid ihr ja! Wo wart ihr so lange? - Er wollte ein Eis.
Na prima, nun hat er sicher keinen Hunger mehr.
Hey,
Nico!
Machst du immer noch diesen Hochzeitskram?
Ja. - Wann suchst du dir was Richtiges?
Erklär mir doch mal, was du unter "was Richtiges" verstehst.
Ich weiß nicht, vielleicht was mit Zukunft?
Oh, Zukunft! Wollte ich schon immer.
Kannst du nicht mal was ernst nehmen?
Meine ältere Schwester Sam glaubt, dass ich mein Leben verschwende.
Mach doch, was du willst.
Ich mach ja, was ich will. Machst du, was du willst? - Was?
Na, das Ganze hier. Das Haus, dein Mann, die Kinder...
Befriedigt dich das wirklich?
Ich diskutiere jetzt nicht mit dir, nur wegen des Films. - Ach, komm.
Bleibst du zum Abendessen?
Ich denke, wir sollten Nico essen.
Man muss das Fleisch ziemlich brutal bearbeiten, damit es schön zart wird.
Keine Angst, das ist nur eine Ringeltaube, für eine Freundin.
Jetzt gebe ich ein bisschen Brühe dazu.
Und ein bisschen Wein.
Willst du nicht ein bisschen näher kommen?
Das lasse ich jetzt garen.
Und später kommt noch etwas Sahne ran.
Das sieht ja köstlich aus! - Hau rein.
Isst denn dein Freund nicht mit uns?
Das ist kein Freund, sondern mein Assistent.
Und er ist zum Filmen da. Nimm dir doch Kartoffeln.
Was hast du denn mit diesem Film vor?
Wahrscheinlich nichts. Es ist einfach ein privates Projekt.
Aber das bringt ja gar nichts.
Gerade darum geht's ja.
Nur du bist so verrückt, dich die ganze Zeit filmen zu lassen.
Danke. War toll.
Fahr vorsichtig. - Mach ich. Tschüss!
Petra ist eine alte Freundin.
Vor ein paar Jahren hatten wir mal was miteinander,
aber jetzt sind wir einfach Freunde.
Gut, dass wir nicht mehr zusammen sind.
Wir würden uns vermutlich umbringen.
Oh, willst du was davon?
Das war gute Arbeit. Gut gemacht.
Kannst du mal mit anfassen?
Aber ich filme. - Leg die Kamera weg und hilf mir!
Los doch.
Bin mal gespannt, wann sie die wohl finden.
Komm.
Los, hol die Kamera. Wir hauen ab.
Normalerweise versuche ich, Abwechslung reinzubringen.
Opfer, Waffen, Methoden...
Orte, Umstände.
Wenn man Geld und so was mitnimmt, glauben sie, es war ein Raubüberfall.
Das bedeutet, man muss sich immer was Neues einfallen lassen,
aber auch, dass sie kein Profil erstellen können.
Soweit ich weiß, bringen sie meine nicht in Verbindung.
Und ich hab sicher 50 Morde begangen.
Das Problem ist nur, dass es gar nicht erwähnt wird
und man nicht Stellung beziehen kann.
Deshalb wollte ich diesen Film machen.
Wahrscheinlich denken Sie jetzt, ich habe mich entlarvt. Aber keine Angst,
auch dafür hab ich eine Lösung.
Sie dürfen die Braut jetzt küssen.
Du hast es wirklich getan, du Wichser.
Noch eins davon. - Wie fühlen Sie sich?
Wahnsinnig!
Freuen Sie sich, verheiratet zu sein?
Ja, nehm ich an. - Nehmen Sie an?
Weiß nicht. Ich hab's getan, damit sie die Klappe hält. - Ritchie!
Ja, doch!
Die Pflicht ruft.
In diesem Film soll's nicht ausschließlich um mich gehen,
sondern um das Leben im Allgemeinen.
Ich meine, man könnte mich durchaus
für ein Raubtier halten. Dann wäre die Frage:
Was macht aus manchen Menschen Löwen und aus den anderen Gnus?
Wer entscheidet das?
Wann legst du einen um?
Ich weiß nicht.
Du willst es doch noch?
Ja.
Es ist wichtig, dass du dich an diesem Projekt voll beteiligst.
Ja.
Du willst doch kein Gnu bleiben, oder?
Oder?
Nein.
Gut.
Ja?
Guten Tag.
Was soll denn das? - Wir machen einen Film.
Einen Film? - Ja.
Möchten Sie Tee, junger Mann?
Ja, bitte.
Mit Milch? - Ja, bitte.
Und Zucker? - Einen Löffel, bitte.
Und, wie geht's dir?
Wie's mir geht?
Was soll ich sagen? Da gibt's nichts zu sagen.
Mir geht's gut.
Schmeckt der Tee?
Ja, er ist gut. Danke, Großmutter.
Und Sie?
Er ist gut.
Wann haben wir uns denn das letzte Mal gesehen?
Da muss ich überlegen.
Du kommst deine Großmutter nie besuchen.
Was machst du denn im Moment?
Na ja, ich mach Filme. - Verdienst du was damit?
Ich komm über die Runden.
Machst du noch das ...mit den Hochzeiten?
Ja, mach ich.
Dein Vater war genau wie du, der hat auch nie was Richtiges gemacht.
Glaubst du, das liegt in der Familie? - In der Familie?
Ich weiß nicht recht.
Von meiner Seite der Familie kommt das nicht, so viel ist sicher.
Was machst du dort, verflucht? Komm her!
Super!
Du hast fast alles verpasst.
Jetzt geh mit der Kamera auf sie.
Ich will nicht unverschämt oder ironisch sein.
Ich weiß Sie werden das nicht verstehen,
aber ich erklär Ihnen trotzdem ein paar Dinge.
Sehen Sie das hier?
Wir machen einen Film hierüber.
Wir wollen was machen, was noch nie jemand gemacht hat. Soweit ich weiß.
Wir wollen einen intelligenten Film über das Morden machen,
und zwar während wir die Morde begehen.
Ich weiß, das hilft Ihnen jetzt nicht und rechtfertigt nicht, was ich tat,
aber zumindest ist es interessant. Und genau darum geht es.
Etwas Interessantes zu machen.
Aber das geht nur noch, indem man die Leuten schockiert.
Und das geht nur, indem man etwas Grauenvolles tut. He, Augenblick!
Ich bin noch nicht fertig!
Ich hatte gehofft, sie würde irgendwie reagieren.
Das wär doch was gewesen, oder?
Dass jemand es versteht, wenn er selbst Teil des Ganzen ist.
Jetzt hassen Sie mich wirklich, nicht wahr?
Das ist schon in Ordnung.
Aber bevor Sie mich verurteilen...
sollten Sie mir diese eine Frage beantworten:
Was ist ein Leben wert, verglichen mit etwas, das es noch nie gegeben hat?
Alles?
Lassen Sie es mich so ausdrücken:
Wenn Sie Ihren Fernseher verkaufen und das Geld einer Organisation geben,
würde ein Kind in Afrika länger leben. Oder nicht?
Aber das werden Sie nicht tun, oder?
So gesehen ist Ihnen ein Leben doch nicht alles wert.
Es ist nicht mehr wert als zum Beispiel Ihr Fernseher.
Hätten Sie ihn verkauft, um diese Frau zu retten, wenn's möglich gewesen wär?
Wenn Sie's getan hätten, warum nicht für das Kind in Afrika?
Und wenn Sie's nicht getan hätten, warum machen Sie mir dann Vorwürfe?
Es geht um eine Frau, die entdeckt,
dass sie Gedanken lesen kann.
Zuerst findet sie das ganz cool.
Sie liest die Gedanken ihrer Freunde
und fängt an, Geld damit zu machen.
Aber dann läuft alles schief
und sie merkt, sie kann nicht aufhören.
Sie kann es nicht abstellen? - Nein,
sie ist irgendwie abhängig geworden.
Und dann?
Na ja, die Details habe ich noch nicht ausgearbeitet, aber das ist die Idee.
Okay. - Klingt echt interessant.
Klingt wie ein Alptraum. - Darum geht's ja.
Stellt euch vor, wir wüssten alle, was wir übereinander denken.
Ich fänd's gut. - So siehst du aus! Obwohl...
Man hätte keine Freunde mehr.
Nur, wenn du nicht erträgst, was sie denken.
Was heißt: Du kannst dich nicht so sehen, wie du wirklich bist.
Ah, der Mann der Wahrheit!
Zumindest bin ich offen dafür. - Bist du nicht.
Du könntest nicht ertragen, was andere über dich denken. - Doch.
Bist du dir da so sicher? - Hört auf! - Absolut. - Also gut.
Du hältst dich doch für einen einzigartigen Künstler.
Aber im Grunde drehst du einfach nur Hochzeitsvideos.
Und jetzt dieser Idiot, der dir überallhin folgt
und Gespräche wie diese filmt, als ob das was Faszinierendes wäre.
Dabei sitzen hier nur vier Betrunkene rum und erzählen Blödsinn,
so wie Leute immer Blödsinn reden.
Es ist wirklich eine Schande.
Tja, du hast gesagt, du könntest es ertragen. - Na, klasse.
Schon gut. Es macht mir nichts aus.
Wirklich nicht? - Nein.
Genau das mag ich an dir, Max. Dir ist immer alles scheißegal.
Eigentlich ist mir nicht alles scheißegal. Aber so was schon.
Sie werden sehen, dass mir nicht alles scheißegal ist. Das hier zum Beispiel.
Ich habe meine Frau verloren.
Meine Kinder haben ihre Mutter verloren.
Ich wollte...
Ich wollte der Öffentlichkeit nur etwas mitteilen.
Wer immer das getan hat, läuft noch frei rum und muss...
Ja, ja, ja.
Das war die Frau in der Küche.
Danach hab ich mich ein bisschen umgesehen.
Ich hab Fotos mit diesem Typ und zwei Kindern gesehen.
Sie hatte wohl noch Eltern.
Vielleicht auch Geschwister, Freunde und Kollegen.
Eine ganze Menge Leute, die nun alle zerstört sind durch meine Tat.
Warum ist mir das egal?
Ihnen ist es nicht egal, also muss ich böse sein.
Aber Fakt ist, dass es mir egal ist.
Ich hab nicht darum gebeten, aber mir ist es egal.
Wenn es mir aber egal ist, wieso soll ich es dann für falsch halten?
Und da ich es nicht für falsch halte, warum sollte ich es dann nicht tun?
Wir machen jetzt ein kleines Experiment.
Nur auf den Mann.
Auf die Frau.
Jetzt auf mich.
Die Frage ist doch,
waren Sie nicht alle neugierig zu sehen, was passiert?
Ich weiß, Sie finden das nicht gut,
aber sind Sie vollkommen sicher,
ohne Zweifel, dass Sie sich nicht vorgebeugt haben, um gut zu sehen?
Nicht ein winziges bisschen?
Wollten Sie das nun sehen oder nicht?
Und wenn nicht, warum schauen Sie dann immer noch zu?
Jetzt kriegst du was. - Ist das Milch?
Ja. Die ist für dich. Hier.
Immerzu schaut er sich den alten Film an.
Ich meine, das ist schon 15 Jahre her.
Das Komische ist, dass er nie auf den Friedhof mitkommt.
Max ist ungezogen, nicht wahr? - Ja. - Hallo.
Was machst du denn hier?
Max, mach doch noch mal den Tyrannosaurus!
He, könntet ihr vielleicht mal...
Max, verdammt noch mal!
Er ist schlimmer als die beiden zusammen.
Das schmeckt sehr gut, Schatz. - Danke.
Was ist das noch mal? - Ochsenschwanz.
Ben, so isst man nicht bei Tisch.
Aber ich bin doch ein Gecko.
Ein Gecko kannst du nachher sein, beim Essen bist du ein Mensch.
Aber Max ist auch ein Gecko.
Nun, Erwachsene können manchmal Geckos sein,
aber kleine Jungs nicht.
Ich bin ja deiner Meinung, aber du übertreibst.
Ich denke nicht, dass ich übertreibe.
Er übt einen schlechten Einfluss aus. - Er ist albern.
Das ist ja wohl nichts Neues. Er albert immer rum.
Aber er soll gefälligst nicht rumalbern, wenn ich essen will.
Und die Kinder nicht dazu ermutigen, respektlos zu sein. - Hat er nicht.
Er hat vor niemand Respekt, nicht mal vor uns. Sieh mal,
man kann wie er an allem rumnörgeln
oder man kann etwas aus seinem Leben machen.
Meine Kinder sollen nicht Ersteres wählen.
Sieh mal, ich kann meinen Bruder nicht ausschließen.
Ich sag ja nicht, er soll nicht herkommen.
Aber er soll sich an unsere Regeln halten, wenn er hier ist.
Sam ist schon in Ordnung.
Sie werden sich fragen, wieso sie mit diesem Wichser verheiratet ist.
Aber eigentlich ist es nicht so schwer zu verstehen.
Sehen Sie, eigentlich ist sie mir ähnlicher, als ihr lieb ist.
Sie bringt zwar niemanden um oder so,
aber sie läuft auch nicht nach Programm, wenn man's genau nimmt.
Sie hätten sehen sollen, was sie früher mit mir machte.
Der Unterschied ist: Ihr macht's was aus, nicht nach Programm zu laufen.
Deshalb hat sie John geheiratet.
Aber glücklich ist sie nicht mit ihm.
Ben und Nico sind klasse.
Die kommen auf jeden Fall nach unserer Familie.
John, dieser Arsch, versucht es ihnen auszutreiben,
aber sie sind schon zu weit.
Sie werden ihn dafür nur hassen, und dann ist für ihn alles verloren.
Ach, ich sollte nicht so streng mit ihm sein.
Es kann nichts dafür, dass er es nicht versteht.
Er hat es einfach nicht drauf.
Diejenigen, die es drauf haben, müssen Verantwortung übernehmen.
Lächeln, bitte.
Das sieht toll aus.
Meine Damen und Herren, liebe Teilnehmer an Giles Junggesellenparty.
Ich versichere Ihnen, Letztere gehören nicht in die ersten beiden Kategorien.
Bitte verzeihen Sie, dass ich etwas nervös bin,
es ist nicht das 1. Mal heute,
dass ich von einen warmen Sitz mit einem Stück Papier aufstehe.
Als Giles mich bat, sein Trauzeuge zu sein, sagte ich: "Auf keinen Fall".
Er bot mir 10 Pfund. Ich sagte, ich lasse mich nicht kaufen.
Er bot 20, und ich sagte. "Glaubst du, dass ich so billig zu haben bin?"
Er bot mir 30.
Guten Abend, meine Damen und Herren, ich bin Crispin, der Trauzeuge.
Keiner sieht uns hier. - Ich habe gerade geheiratet!
Na und? Als du verlobt warst, ging's auch.
Das ist was anderes.
Das heißt nicht, dass wir uns nicht mehr amüsieren können.
Was war das?
Bleib ruhig. - Da ist doch jemand im Gebüsch.
Wer bist du, verdammt?
Hör zu...
Sie fragen sich bestimmt, weshalb ich Ihnen das zeige.
ENTSETZLICHER MORD ZERSTÖRT LEBEN
Wollen Sie sehen, was ich mit ihm gemacht habe?
Nein! Bitte nicht!
Hilfe! Hilfe!
Hilfe!
Die nächsten Nachbarn sind weit weg.
Mit einem kleineren Grundstück würde man dich vielleicht retten.
Bitte!
Bist du bereit?
Sind Sie auch bereit?
Er war so ein netter Kerl.
Aber das ist der Vorteil daran, Psychopath zu sein.
Man muss sich von niemandem was gefallen lassen.
Sie ist reizend. Ganz klein, mit schwarzem Haar und blauen Augen.
Nein, danke.
Was macht er wohl, wenn er nicht für Max filmt? - Ich frag ihn mal.
Was machst du, wenn du nicht für Max filmst?
Na ja, irgendwelche Sachen.
Und was für Sachen?
So dies und das, nichts Besonderes.
Ich hoffe, Max bezahlt dich gut dafür.
Worum geht's in seinem Film?
Worum geht's in deinem Film, Max?
Ich soll nicht drüber reden. - Ach, komm, sag schon.
Ist sicher ziemlich schräg.
Lasst ihn in Ruhe, ihr beiden.
Gib uns 'n Bier. - Du musst fahren. - Komm schon.
Ein Bier ist schon verdunstet.
Sicher könnte ich...
sie jetzt alle umbringen.
Wäre gar nicht so schwierig.
Ihn im Schlaf und bei den Mädchen...
geht's immer einfach.
Keine Angst, ich werd's nicht tun.
Es sind ja schließlich meine Freunde.
Die Frage ist:
Was passiert, wenn man einfach mal dran denkt?
Was passiert, wenn man es zulässt, sich diese Möglichkeit vorzustellen?
Dann muss man entscheiden, ob man vor diesem Gedanken zurückschreckt
oder ihn noch mal im Kopf behält, um zu sehen, wie man reagiert.
Fühlt man dabei Entsetzen oder denkt man einfach: "Na ja,
das könnte schon passieren."
Das war immer mein Problem.
Und, wie war ich? - Ganz okay.
Ja, aber war es auch überzeugend? - Keine Ahnung, ich bin kein Experte.
Ich fand's ziemlich gut.
Fandest du wirklich?
Endlich hat Petra eine Hauptrolle.
Die Herzogin von Malfi.
Ist zwar nur eine kleine Produktion, aber Hauptrolle ist Hauptrolle.
Selbstverständlich fällt sie damit raus.
Wir mussten die Szene 10 Mal spielen und jedes mal das Band ansehen.
So ist nun mal das Wesen der Künstler.
Ohne Neurosen keine Kreativität.
Deshalb zieh ich die echte Sache vor.
Das ist viel weniger stressig.
Ganz ruhig.
Kannst du mir sagen, warum ich dich befördern sollte?
Lass dir Zeit.
Na ja...
Wir haben das schon besprochen.
Du hattest Zeit, dir die Sache genau zu überlegen.
Ja.
Dir ist doch klar, dass es ein gewaltiger Schritt ist
vom bloßen Halten der Kamera hin zum Töten.
Das ist mir klar. Sehr klar.
Ist dir bewusst, dass das eine große ethische Verantwortung bedeutet?
Ich weiß.
Ich muss wissen, ob es Situationen gibt, die dir unangenehm sind.
Frauen oder Kinder vielleicht? - Nein.
"Nein, geht nicht" oder "Nein, kein Problem"? - Kein Problem.
Weißt du, was wir machen?
Du kriegst einen Versuch.
Wie wär's mit dem hier?
Nein, eher nicht.
Okay, und der?
Könnte 'ne Lektion Demut vertragen.
Wir könnten ihm eine erteilen, oder?
Wir könnten auch die da nehmen.
Heute im Angebot.
Oder den da.
Das muss aber gut geplant sein. Vielleicht nichts für den 1. Versuch.
Die da könnte gehen.
Okay. Los geht's.
Nein, nein, nein!
So geht das!
Nein! - Okay.
Tut mir Leid, das ist sein erstes Mal.
Versuch's damit.
Ein schneller Schnitt durch die Kehle. Ganz einfach.
Alles klar. Es geht los.
Los, halt sie an den Haaren fest.
Worauf wartest du denn, verfluchte Scheiße?
Ich kann das nicht.
Wie bitte?
Ich kann das nicht.
Ich dachte, ich könnte es. Aber ich kann nicht.
Du dachtest, du könntest, aber du kannst nicht? Du beschissener Idiot.
Ich sollte das in dich reinrammen.
Tut mir Leid.
So macht man das.
Ist das so schwer?
Kannst du mir mal erklären, was das eben sollte?
Ich weiß nicht.
Ich dachte, ich könnte es, aber es ging nicht.
Das wissen wir. Was ich wissen will, ist, warum du es nicht konntest.
Ich dachte, es wäre anders.
Du dachtest, es wäre anders.
Ich wollte es einfach nicht tun.
Aber warum? Vor ein paar Stunden wolltest du es noch.
Das war anders. - Wie, anders?
Es war nicht echt.
Wie bitte?
Es fühlte sich nicht echt an.
Aber sicher war das echt.
Was wir in den letzten 6 Monaten gemacht haben, war extrem echt.
Ich mach nicht mehr mit.
Glaubst du wirklich, dass du so einfach da raus kommst?
Du steckst mit drin. Du hast beim Mord an 15 Menschen mitgeholfen.
Ich mach nicht mehr mit. - Du wiederholst dich.
Das ist langweilig.
Schon gut. Was hast du denn damit vor?
Ich nehme an, du bezweckst etwas damit.
Wie gefällt dir das? - Sehr gut, ja.
Behandel mich nicht so von oben herab! Immer redest du so mit mir!
Schon gut.
Reg dich nicht auf.
Beruhige dich.
Okay?
Du musst damit aufhören.
Womit?
Mit dem hier.
Mit dem, was du hier machst.
In Ordnung.
Ich hör auf.
Wie kann ich wissen, dass du aufhörst?
Das meinst du doch nicht ernst.
Ich sorge dafür, dass du aufhörst. - Dann bist du nicht besser als ich.
Du bist besser als ich, nicht wahr?
Oder?
Ich glaube, dass jeder so genannte Serienmörder, der gefasst wird,
es entweder so wollte, oder nicht intelligent genug war.
Natürlich musste ich bei der Wahl meines Assistenten vorsichtig sein.
Ich meine, es kann immer zu Meinungsverschiedenheiten kommen.
Soweit ich weiß,
war er seit 3 Jahren obdachlos.
Seine Familie hatte er seit 5 Jahren nicht gesehen.
So.
Gut.
Er hatte keine Freunde,
was bei seiner Persönlichkeit auch nicht verwundert.
Nur so ein paar runtergekommene Gestalten von der Straße.
Als ich ihn ansprach, hat uns niemand gesehen.
Seitdem hat er bei mir gewohnt.
Also wird ihn sicher keiner vermissen
und jemand, der ihn vermisst, bringt das nicht mit mir in Verbindung.
So,
die Kleider kommen in eine Mülltüte.
Und die...
steck ich in die Mülltonne. Natürlich nicht in meine.
Es ist immer gut, damit bis kurz vor der Müllentleerung zu warten.
Aber die eigentliche Herausforderung
ist die Beseitigung der Leiche.
So, bitte sehr.
Das Bild immer scharf stellen.
Das sieht großartig aus!
Okay, wer möchte was? Großmutter,
für dich schön durchgebraten? - Oh ja, schön durchgebraten, bitte.
Max, das schmeckt wunderbar.
Du bist zwar ein Spinner, aber kochen kannst du.
War das ein Kompliment? Es klang fast so.
Ich weiß nicht, wann wir mal zum Essen hier waren.
Das ist sehr nett von dir.
Wir sollten das öfter machen. Wie schmeckt's dir, Großmutter?
Wirklich lecker. - Und dir, John?
Sehr gut. Aber ich frag mich, was für Fleisch das wohl ist.
Venezolanisches Kalb.
Hab ich von diesem Fleischer in Smithfield.
Anscheinend geben sie den Tieren hochproteinhaltiges Futter,
daher kommt wohl der besondere Geschmack.
Wirklich? Schön, ab und zu mal was Exotisches zu probieren.
Max, kannst du den Gecko machen?
Ich glaube, ich sollte gerade kein Gecko sein.
Warum nicht?
Na ja, manchmal müssen wir uns so benehmen, wie andere es verlangen.
Es ist mir ein Rätsel, warum Leute sich so schwer tun mit einer Leiche.
Klar, wenn man einen Sack voller Eingeweide in einem Garten vergräbt,
wird das irgendwann auffallen.
Aber wenn man das Fleisch in kleinen Stücken kocht,
sieht's aus wie Essensreste.
Natürlich...
so ein Mensch hat ziemlich viel Fleisch,
im Vergleich zu einem Hühnchen zum Beispiel.
Man hat also eine Weile damit zu tun.
Man braucht einen großen Gefrierschrank.
Die Knochen kann man auskochen und rösten,
dann lassen sie sich leichter zerkleinern.
Damit kann man auch eine gute Brühe machen.
Man muss also nicht geschnappt und zum Hassobjekt Nummer 1 werden.
Es sei denn, man will das so.
Falls einer der Anwesenden hier
einen Grund vorbringen kann,
weshalb dieser Mann und diese Frau nicht getraut werden sollten,
so möge er jetzt sprechen oder für immer schweigen.
Niemals!
Du verdammtes Schwein!
Sie werden sich fragen, ob es sich hier um einen Scherz handelt.
Nicht sehr geschmackvoll, aber doch ein Scherz.
Also...
Es ist einer.
Oder doch nicht?
Max, du hast es doch geschafft! - Klar doch.
Wie war ich? - Fantastisch.
Nein, ich war Scheiße. - Du warst fantastisch.
Wirklich. - Findest du?
Du warst spitze. - Fantastisch. - Das sagt ihr nur so.
Stimmt, eigentlich warst du Scheiße. - Hör nicht auf ihn.
He, das war ein Scherz!
Das war wirklich ein Scherz, du warst fantastisch.
Bitte sehr.
Danke fürs Proben.
Ich helfe der Kunst mit meinen bescheidenen Mitteln.
Im Ernst, das hat mir sehr geholfen.
Apropos, wo ist dein Freund? - Welcher?
Dein Assistent.
Oh, ich hab unsere Beziehung beendet.
Was?
Er hatte langsam ausgedient.
Manchmal mach ich mir wirklich Gedanken über dich.
Ich frage mich, was Sie über mich denken, nach dieser gemeinsamen Zeit.
Sie machen sich gar keine Gedanken, oder?
Sie wissen immerhin Dinge, von denen Petra nichts weiß.
Ich sehe einen überlegenen Ausdruck in Ihren Augen,
obwohl Sie inzwischen ein paar Zweifel haben sollten.
Wie wäre unsere Unterhaltung wohl, wenn wir uns gegenüber sitzen würden?
Aber das werden wir wohl nie herausfinden.
Warten Sie! - Nein. Nein!
Bill. Bill,
ist ja schon gut. Ganz ruhig.
Ich will nur mit dir reden. - Wir haben doch schon geredet.
Diesmal geht es um was anderes. Okay?
Bill?
Ich biete dir einen Job an.
Was?
Einen Job, den du für mich erledigen sollst.
Hallo.
Hätten Sie ein bisschen Zeit für uns?
Sie sind das! - Genau.
Macht's Ihnen was aus, wenn mein Kameramann und ich kurz reinkommen?
Worum geht's? - Es wird Ihnen gefallen.
Ist das Ihre Wohnung? - Ja.
Das ist doch 'n Scherz, oder?
Das ist kein Scherz.
Wie heißt du? - Neil.
Sag mal, Neil...
Warum genau hast du dir diesen Film bis zum Ende angesehen?
Was?
Glaubst du, dass das alles echt war?
Ich weiß nicht.
Du dachtest, es wäre ein Scherz? - Ja.
Mal angenommen, es war kein Scherz.
Denkst du, mit dir stimmt was nicht, wenn du's dir ansiehst?
Mit mir stimmt was nicht, ich hab den Film ja gemacht.
Wenn dir das hilft.
Also gut.
Dann stell ich mal ein paar Dinge klar.
Das war echt.
Alles.
All diese Leute wurden getötet. Mit mir stimmt auf jeden Fall was nicht.
Aber du sollst mir sagen, ob mit dir was nicht stimmt.
Ich hab ja meinen Film über den Film "The Last Horror Movie" gespielt.
Das ist jetzt also auch der Titel für diesen Film.
Ein ziemlich passender Titel,
darum hab ich ihn genommen.
Ich meine...
ich könnte sagen, dieser Titel ist angemessen für diesen Film,
weil er selbstbewusst die Konventionen des Horrorfilms zerstört
und sozusagen einen Schlussstrich zieht.
Aber Sie würden mich für einen Wichser halten.
Was ich auch wäre, wenn ich so was sagen würde.
Es gibt einen besseren Grund, den Film "The Last Horror Movie" zu nennen.
Ich werde es Ihnen zeigen.
Nein! Nicht!
Wir sind nicht sehr weit gekommen.
Es fiel ihm wohl schwer, sich zu konzentrieren.
Ich musste sicher sein, bevor ich kam, dass er den ganzen Film gesehen hatte.
Leute sind unfähig zu denken, wenn man sie umbringt,
was ja auch verständlich ist.
Deshalb der Trick mit der Videothek.
Wenn die Leute diesen Film wie jeden anderen ansehen,
nicht wie einen normalen, aber ohne dass ich dabei bin,
dann könnten sie ein paar Schlüsse ziehen
und wir ein sinnvolles Gespräch führen.
Leider war Neil dem Ganzen nicht gewachsen.
Wissen Sie...
Ich glaube, wer den Film gesehen hat, konnte verstehen,
was ich damit erreichen wollte.
Wenn sie nämlich ihre eigene Erfahrung als Teil des Ganzen begriffen hatten.
Und das ist doch wirklich ein Erfolg.
Das Problem ist, ich konnte von keinem eine interessante Reaktion bekommen.
Was ja auch verständlich ist.
Aber es wäre schön, wenn jemand ein paar Gedanken dazu äußern würde.
Wie steht's mit Ihnen?
Denken Sie, Sie sollten was sagen?
Haben Sie etwas dazu zu sagen?
Vielleicht wollen Sie mir Fragen stellen. Ich beantworte sie gerne.
Wirklich.
Sie wollen...
mich sicher nur bei der Polizei anzeigen, stimmt's?
Tja, das kann ich natürlich nicht zulassen.
Wenigstens das werden Sie doch verstehen.
Wenn Sie diesen Film sehen, werden Sie mir gefährlich,
ebenso wie ich Ihnen.
Unsere Schicksale sind jetzt unauflösbar miteinander verwoben.
Es ist klar, dass wir uns kennen lernen müssen.
Bald.
Sehr bald sogar, wenn mein Zeitplan stimmt.
Sie glauben mir nicht, oder?
Sie denken, das ist ein Art-House- Film, der wie ein Homemovie aussieht.
Sie glauben nicht, dass es nur eine Kassette gibt.
Dass ich auf Sie gewartet habe
und Ihnen nach Hause gefolgt bin.
Ich frage mich, wo Sie jetzt sind.
Stehen Sie am Fenster?
Vielleicht beobachte ich Sie gerade in diesem Augenblick.
Vielleicht lassen Sie mich rein, wenn ich klingele.
Das hat schon dreimal geklappt. Unglaublich.
Man wird einfach reingelassen. Merkwürdig.
Sie glaubten, es handelte sich um irgendeine Reality-Show.
Es kann aber auch sein,
dass ich bei Ihnen einbreche.
Vielleicht bin ich ja schon eingebrochen.
Gut, dann glauben Sie mir eben nicht.
Ist sogar gut so, das macht es mir einfacher.
Eigentlich ist es auch egal.
Ich hab darin schon viel Erfahrung.
Viel mehr als Sie, darf ich annehmen.
Was auch immer passiert,
dieses wird auf jeden Fall Ihr letzter Horrorfilm sein.
Wir sehen uns dann.
Untertitel Judith Büttner
Film und Video Untertitelung Gerhard Lehmann AG
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