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Personen und ihre Farben:
Oberleutnant Hübner Leutnant Vera Arndt
Mischa Burger, Werkzeugschlosser Doris Schubert, junge Frau
Herr Bonk, Museumsdirektor
Doris, sei vernünftig! Loslassen! Du hast getrunken!
Ich weiß: Dein Vater denkt, ich bin ein Nichtsnutz.
Hör auf! Vater kommt gleich.
Das war eindeutig. Was hat Doris?
Steig ab! Was willst du hier?
Ich rede mit dem Vater von Doris. Mach keine Dummheiten!
Ihr Motorrad macht Krach. Fahren Sie damit bitte nicht bis zur Kirche!
Dieser Ort ist heilig. - Sie haben Recht, Herr Pfarrer.
Wir machen das nie wieder.
Wo ist der Küster? Er liegt da hinten.
Was? Weg hier!
Bist du verrückt?
Du bist verrückt!
Glaubst du, ich war das? Ja.
Ich schwöre ... Du lügst!
Halt! Du bleibst gefälligst hier! Der Pfarrer sah mich.
Lass mich los!
Tür wird verriegelt.
Aufmachen!
Mach auf, du Mistkerl! Aufmachen!
Lautes Pochen
Wir sind eingeschlossen.
Der Küster hat vielleicht die Schlüssel bei sich.
Wer schloss uns ein?
Was sollen wir tun?
Was willst du tun? Ich läute die Glocken.
Nein! Dann kommt die Polizei!
Der Küster ist verletzt. Er wird bestimmt überleben.
Er braucht Hilfe. Wir können ihm helfen.
Wir verbinden seine Wunde. Quatsch! Er braucht einen Arzt.
Hör zu: Wir sind leise und warten. Morgen früh schließt jemand auf.
Dann schleichen wir uns hinaus. Nein.
Du bist ein schlechter Freund. Wenn wir gehen, dann stirbt er.
Ich lasse nicht zu, dass du die Glocken läutest.
Hör zu: Du brauchst ein Alibi. Wir sagen, wir kamen beide herein.
Wir sahen den Küster und wurden eingeschlossen. Einverstanden?
Aber der Pfarrer sah dich. Wir behaupten, er irrte sich.
Wehe, wenn du mich verrätst! Das mache ich nicht.
Glocken läuten.
Das ist vermutlich das Tatwerkzeug. Ich fand Fingerabdrücke.
Wie geht es dem Küster? Er schwebt in Lebensgefahr.
Das ist schlimm: Die Madonna liegt auf dem Boden.
Sie ist ein wertvolles, heiliges Kunstwerk.
Dieser Anblick schmerzt mich sehr.
Wenn alle Spuren gesichert sind, dann können Sie die Figur haben.
Haben Sie eine Erklärung für den Vorfall?
Ich denke ständig darüber nach.
Aber ich will jetzt noch niemanden verdächtigen.
Ich habe nur wirre Vermutungen.
Hier gibt es wertvolle Gegenstände.
Wurde vielleicht etwas gestohlen? Das prüfe ich nach.
Wir haben genaue Inventarlisten.
Ich wiederhole: Sie beide fanden den Küster und läuteten die Glocken.
Konnten Sie wirklich nicht sehen, wer Sie einsperrte?
Nein. Das Licht ging aus, und jemand verriegelte die Tür.
Berührte einer von Ihnen den Leuchter?
Ich berührte ihn.
Warum? Ich trat darauf und stolperte fast.
Ich hob ihn auf, und dann sah ich den Küster. Er lag auf dem Boden.
Ich wusste nicht, dass jemand ihn mit dem Leuchter ...
Was wollten Sie in der Kirche?
Sie beide sind nicht wie Kirchgänger gekleidet.
Außerdem war kein Gottesdienst.
Ich wollte mit dem Küster reden. Worüber?
Über eine Privatsache. Vielleicht über seine Tochter Doris?
Ja, genau.
Sie hatten sich offenbar Mut angetrunken. Das rieche ich.
Doris gefiel mir. Ich dachte, sie ist ein nettes Mädchen.
Aber ihr Vater glaubt, ich will ihr etwas Böses antun.
Er dachte, ich bin nicht gut genug für sie. Er ließ mich nicht zu ihr.
Rückblende
Hallo!
Nehmen Sie den Helm ab!
Fräulein, Sie müssen hier auch Staub wischen!
Die Kirche ist geschlossen. Aber die Tür ist offen.
Gehen Sie bitte!
Warum soll ich gehen? Das hier ist keine von Ihren Kneipen!
Sie glauben, dass Sie mich kennen. Sie haben ein schlechtes Benehmen.
Meine Tochter bemerkt das auch.
Ich rufe die Polizei, wenn ich Sie wieder vor unserem Haus sehe!
Leise! Wir sind in einer Kirche.
Ich kenne Ihre Vergangenheit. Seien Sie lieber vorsichtig!
Ende der Rückblende
Hat der Küster früher irgendetwas verbrochen?
Ich sagte das nur aus Wut. Niemand sagt so etwas nur aus Wut.
Was wissen Sie über den Küster? Ich kenne nur Gerüchte.
Deshalb rede ich nicht darüber. Fragen Sie Doris!
Sie weiß sicher alles darüber.
Ich sage dazu lieber nichts mehr.
Fräulein Schubert! Mischa sagt, dass es Gerüchte über Ihren Vater gibt.
Können Sie irgendetwas dazu sagen?
Doris weint.
Bitte beruhigen Sie sich! Ihr Vater wird bestimmt wieder gesund werden.
Kommen Sie mit, Herr Oberleutnant! Fehlt etwas?
Das ist unglaublich! Bitte kommen Sie!
Sehen Sie! Was?
Sehen Sie sich die Madonna an! Ich sehe sie. Was ist damit?
Das ist ein Wunder. Für Wunder sind Sie zuständig.
Seltsam! Eine zweite Madonna!
Hatten Sie nur eine Madonna? Ja, genau. Das ist unglaublich!
Ihre Inventarlisten sind vielleicht fehlerhaft.
Ein Irrtum ist ausgeschlossen. Die Madonna ist ein berühmtes Kunstwerk.
Sie ist sehr alt. Ich weiß genau: Es gibt die Madonna nur einmal.
Die Figur sieht ganz neu aus.
Gibt es wirklich nur eine Madonna? Ja, ganz sicher.
Aber was haben die Madonnen mit dem Angriff auf Schubert zu tun?
Ich kläre ein Verbrechen auf und keine Wunder.
Die Tat hat bestimmt mit den zwei Madonnen zu tun.
Welche ist die echte Madonna?
Ich kann das nicht beurteilen.
Das bedeutet: Wir brauchen Fachleute.
Sehen Sie die Goldpolimente an! Die Sache ist eindeutig.
Was sagen Sie dazu? Die Fälschung ist gut gemacht.
Herr Bonk ist Museumsdirektor. Wir machen Infrarot-Aufnahmen.
Doktor Schneider ist auch ein Fachmann.
Welche Madonna ist gefälscht? Ich glaube, die beschädigte Madonna.
Lieber Kollege Schneider, ich habe noch Zweifel.
Man erkennt eine Fälschung meistens leicht:
Am Holz, am Wurmbefall und an vielen anderen Dingen.
Aber diese Fälschung ist hervorragend.
Wir müssen Infrarot-Aufnahmen machen. Ich verstehe.
Hat Herr Schubert etwas mit der falschen Madonna zu tun?
Was ist Ihre Meinung? Tja ...
Ich kenne einen Zusammenhang. Vergessen Sie die alten Geschichten!
Meine Herren, Sie dürfen uns nichts verschweigen!
Gut. Ich erzähle Ihnen von Schubert. Beginnen Sie!
Herr Schubert arbeitete früher als Restaurator im Museum.
Er ist ein begabter Holzbildhauer.
Rückblende
Unsere Routineuntersuchungen sind lästig, aber sinnvoll.
Wir entdeckten einen Skandal! So etwas erlebte ich noch nie!
Jemand ersetzte Edelsteine durch wertlose Steine!
Kunstwerke wurden wie wertloser Plunder behandelt!
Edelsteine aus Kunstwerken schmücken jetzt die Frauen von Verbrechern!
Was ist die Meinung der Kollegen dazu?
Was denken Sie, Frau Bauerfeind?
Es gibt vielleicht eine andere Erklärung für den Vorfall.
Wir kennen den Kollegen Schubert schon lange.
Ich traue ihm kein Unrecht zu.
Schubert, Sie haben die Schlüssel für den Raum.
Sie hatten die Verantwortung für die Kunstwerke.
Sie handelten pflichtvergessen! Vielleicht sogar noch schlimmer.
Ich muss die Sache bei der Polizei melden. Das ist eine Schande!
Gut. Holen Sie die Polizei! Aber bitte bedenken Sie:
Herr Schubert hatte Urlaub. Ich ging nach seiner Abreise in das Kabinett.
Zusammen mit Doktoranden aus Ungarn.
Ich versichere Ihnen: Alles war in Ordnung.
Unsere sachkundigen Kollegen aus dem Ausland können das bezeugen.
Kollege Schubert ist unschuldig. Aber etwas verstehe ich nicht:
Warum schweigt Kollege Schubert? Das hilft uns nicht weiter.
Ende der Rückblende
Ich bereue jetzt meine damalige Verdächtigung.
Schubert kündigte bald darauf. Er war vermutlich gekränkt.
Wussten Sie, dass Ihr Küster Restaurator ist?
Ja. Er kam zu uns, weil wir die Kirche restaurieren ließen.
Er ist selbständiger Restaurator und Mitglied im Künstler-Verband.
Er ist nur nebenher Küster. Aber er ist sehr zuverlässig.
Hat er eine Werkstatt? Ja. Nebenan.
Entschuldigen Sie bitte die Störung! Ich war mit Ihrem Vater verabredet.
Schade, dass er keine Zeit hat.
Ich weiß nicht, Herr ... Ich bin Doktor Kunze.
Hier ist mein Ausweis: Doktor Eberhard Kunze.
Ich will meine Statue abholen. Ich gebe Ihnen eine Quittung.
Da ist die Statue.
Sie ist tadellos restauriert.
Ihr Vater ist ein wahrer Künstler.
Ich gebe Ihnen gleich die Quittung.
Wo ist Ihr Vater? Mein Vater ist verunglückt.
Ist er schwer verletzt?
Kriminalpolizei. Was machen Sie hier?
Hier, bitte! Das ist mein Personalausweis.
Warum sind Sie hier, Herr Kunze?
Diese Statuette gehört mir. Schubert restaurierte sie.
Wir versiegeln die Werkstatt. Sie müssen die Statuette hier lassen.
Die Statuette gehört meiner Familie seit 150 Jahren.
Ich habe Unterlagen, die das beweisen.
Hat Schubert etwas gestohlen? Ist das sein "Unfall"?
Soll ich deshalb leiden?
Wir klären die Eigentumsverhältnisse. Dann geben wir die Statuette frei.
Auf Wiedersehen, Herr Kunze!
Die Werkstatt ist sehr schön. Ein richtiges Künstleratelier.
Wie sollen wir bei den Ermittlungen vorgehen?
Wir brauchen einen Fachmann für Madonnen aus dem Mittelalter.
Wartest du hier auf jemanden? Ja. Ich warte auf Sie.
Was willst du mir sagen?
Hast du Angst um deinen Vater? Ja. Das auch.
Was ist los?
Glauben Sie, dass Mischa meinen Vater ...
Glaubst du das?
Erzähle mir von Mischa! Die Leute mögen ihn nicht.
Er macht Krach mit dem Motorrad, aber er ist ein guter Mensch.
Er musste die 10. Klasse wiederholen, weil er seine kranke Mutter pflegte.
Er ist ein lieber Sohn und ein zuverlässiger Freund.
Du hast ihn offenbar lieb. Ja.
Ich sprach nicht mehr mit ihm, seit Vater im Krankenhaus ist.
Verdächtigen Sie Mischa? Nein. Er läutete die Glocken.
Das war richtig.
Interessierst du dich für die Arbeit deines Vaters?
Für das Restaurieren? Ja. Das ist ein toller Beruf!
Vater machte ein Geheimnis daraus. Was soll das heißen?
Ich durfte ihm nie dabei zusehen.
Glaubst du, der Anschlag auf deinen Vater hat mit seinem Beruf zu tun?
Ich hörte einmal ein seltsames Gespräch.
Rückblende
Küster streitet mit jemandem im Haus.
(Küster) Du sagst ständig, dass wir aufhören! Schluss jetzt!
Du gefährdest uns beide!
Dein Eigensinn bringt uns in große Schwierigkeiten!
Ich warne dich: Ich mache jetzt nicht mehr mit!
Ich weiß: Du kannst mir Ärger machen. Aber das ist mir egal!
Du glaubst offenbar, ich bin blöd!
Du willst dein Leben lang Geld an mir verdienen!
Du wirst dich wundern! Hör auf zu grinsen!
(Küster) Hör zu: Ich mache Schluss! Ich bringe uns beide um!
Verschwinde!
Weißt du, wer bei deinem Vater war? Nein.
Wenn du Kummer hast, dann komm zu mir!
Manchmal verliert man die Hoffnung. Aber das Leben geht weiter.
Das ist Herr Doktor Binder. Er ist unser Kunstfachmann.
Wollen Sie ein Stück Kuchen? Ja, bitte.
Ich untersuche sehr viele Fälle von Diebstählen in Kirchen und Museen.
Aber dieser Fall ist rätselhaft. Ja, genau:
Körperverletzung, eine doppelte Madonna, vertauschte Edelsteine.
Der Küster ist ein Restaurator. Er wurde vermutlich erpresst.
Richtig.
Ich habe schon viel erlebt. Aber der Fall ist einmalig.
Hübner ist offenbar ratlos. Das stimmt.
Konnte der Küster etwas aussagen? Nein. Er ist nicht vernehmungsfähig.
Die Werkstatt ist toll! Sie erinnert mich an meine Jugendträume.
Erzählen Sie uns etwas über mittelalterliche Kunst!
Ich blamiere mich sonst bei den Kunstfachleuten.
Gucken Sie argwöhnisch! Das lieben Kunstkenner.
Das sind Späne von altem Holz. Warum ist das wichtig?
Man darf Nachbildungen mit neuem Holz herstellen. Das ist erlaubt.
Fälschungen werden mit altem oder künstlich gealtertem Holz gemacht.
Ich glaube, jemand fertigte in der Werkstatt Fälschungen an.
Was wollen Sie hier? Ich brauche einen Rat von Fachleuten.
Wir haben keine Zeit. Die Kripo kommt.
Guten Tag, Herr Kunze! Doktor Kunze wollte einen Rat.
Dann geben Sie ihm den Rat! Kommen Sie!
Wir haben keine Geheimnisse vor der Kripo.
Ich bekam diese Figur von der Polizei zurück.
Sie ist nicht besonders wertvoll.
Der Schätzwert beträgt ungefähr 20 000 Mark.
Fällt Ihnen etwas auf? Ja. Sie ist frisch restauriert.
Wurde sie gefälscht? Von Schubert. Was soll das heißen?
Die Figur ist tadellos restauriert. Seien Sie dankbar! Auf Wiedersehen.
Wer erzählte Ihnen etwas von Fälschungen?
Schuberts Tochter sprach davon.
Wurde Schubert mehrmals verdächtigt? Nur das eine Mal. Und das zu Unrecht.
Wurde die Edelstein-Sache aufgeklärt? Nein, leider nicht.
Schubert verweigerte dabei seine Hilfe.
Rückblende
Aha! Der liebe Herr Schneider!
Ich begann wieder mit dem Trinken. Ich trinke heimlich, aber wenig.
Hören Sie damit auf! Das schadet Ihnen.
Was schadet mir? Wenig trinken? - Sie verstehen schon.
Herr Bonk kommt!
Ich fand einen Parkplatz. Was wollen Sie? Edelsteine suchen?
Ich verstehe Ihre Verbitterung.
Blödsinn! Sie lügen sogar in der Kirche!
Schade! Lieber Herr Schubert ...
Hören Sie: Ich bin nicht Ihr lieber Herr Schubert.
Herr Schneider setzte sich sehr für Sie ein.
Er hat vermutlich gute Gründe dafür.
Bitte kommen Sie zurück an unser Museum!
Ich soll den Sündenbock spielen, wenn wieder jemand etwas stiehlt.
Tja ...
Lieber Herr Schubert, ich verstehe Ihre Unfreundlichkeit nicht.
Gehen Sie! Oder ich rede gleich anders mit Ihnen.
Verschwinden Sie!
Ende der Rückblende
Haben Sie eine Erklärung für Schuberts Streitsucht?
Er dachte vielleicht, wir waren an der Edelstein-Sache beteiligt.
Er erklärt Ihnen das bestimmt. Geht es Schubert inzwischen besser?
Wir hoffen es. Er könnte uns bei der Aufklärung sehr helfen.
Es gibt keine Hinweise in den Akten. Nur widersprüchliche Aussagen.
Die Sache mit den Edelsteinen hilft Ihnen nicht weiter.
Der Fall ist wirklich schwierig. Sie machen mir wenig Mut.
Wir müssen die Werkstatt noch einmal durchsuchen.
Wenn Schubert fälschte, dann ist dort ein gefälschter Gegenstand.
Oder Teile davon. Die Fälschung liefert uns dann eine Spur.
Aber wir suchen keinen Fälscher, sondern einen Gewaltverbrecher.
Wir sind da.
Bitte kommen Sie herein! Warum besuchen Sie mich?
Ich habe eine Frage: Wer erzählte Ihnen, dass Schubert fälschte?
Ich hätte vorhin schweigen sollen. Ich erbte einige Skulpturen.
Aber meine Leidenschaft ist die Grafik. Vor allem Holzschnitte.
Sehen Sie!
Wer erzählte Ihnen von Fälschungen? Moment. Ich muss darüber nachdenken.
Ich glaube, Fräulein Schubert sprach davon. Sehen Sie her:
Fehldrucke aus dem 18. Jahrhundert! Doris sagte nichts von Fälschungen.
Sie haben offenbar kein Interesse an Grafiken.
Wer sagte mir dann etwas über Fälschungen?
Vermutlich Schneider oder Bonk. Sind Sie sicher?
Nein. Ich wusste nicht, dass das wichtig ist. Ich bin vergesslich.
Irgendjemand erzählte mir davon: Von der Kirche und von Fälschungen.
Aber wer war das?
Denken Sie darüber nach! Ja, sicher.
Ich erinnere mich nachts an Dinge, die ich jahrelang verdrängt habe.
Wir haben wenig Zeit. Ich rufe Sie an.
Ich bitte darum!
Verzeihen Sie die Störung!
Sagten Sie Herrn Kunze, dass Schubert fälschte?
Nein! Ich will ihm sagen, dass Schubert kein Fälscher ist.
Ich mag Ihren Vater sehr.
Ich konnte ihm bei der Sache mit den Edelsteinen nicht helfen.
Ich habe einen Vorschlag:
Machen wir beide übermorgen einen Ausflug ins Grüne!
Sie brauchen Ablenkung. Vergessen Sie Ihren Kummer!
Hören Sie: Sie tun Ihrem Vater damit einen Gefallen.
Ich will nichts Böses von Ihnen.
Kommen Sie mit? Vielleicht. Ich muss jetzt gehen.
Ich melde mich bei Ihnen. Kopf hoch!
Lassen Sie Doris in Ruhe! Sie ist meine Freundin.
Wenn Doris Ihre Freundin wäre, dann wären Sie jetzt bei ihr.
Haben Sie ein Problem?
Kann ich Ihnen helfen? Nein! Ich traue keinem vom Museum!
Sprechen Sie, Herr Pfarrer!
Ich hörte ein Motorrad. Welches Motorrad?
Das Motorrad der Jungs. Ich sah einen von ihnen vor der Kirche.
Der andere war vielleicht in der Kirche.
Jemand läutete kurz danach die Glocken.
Wer war in der Kirche? Ich kenne seinen Namen nicht.
Er mag Fräulein Doris gern. Ihre Beobachtung ist interessant.
Aber die Beobachtung beweist nichts. Ich schwieg deshalb.
Ich habe noch eine Frage:
Wer kann die Kirchentür verriegelt haben?
Verdächtigen Sie mich? Ich habe die Tür nicht verschlossen.
Verschloss Doris die Tür? Ich weiß nicht.
Maschinenlärm
Stumme Szene
Doris nahm sich frei. Sie ging weg. Wohin ging sie?
Sie bekam einen Anruf. Von wem?
Von dem Mann, der ständig anruft. Ich glaube, er heißt Mischa.
Danke.
Doris fuhr zu Mischa. Was? Wir fahren dorthin. Los!
Verzeihung! Ist Herr Burger zu Hause?
Ja, sicher. Eine Frau ist bei ihm! Ich verstehe.
Geh auf den Hof!
Bitte öffnen Sie! Hier spricht Hübner!
Herr Burger, öffnen Sie!
Darf ich hereinkommen?
Vera, komm!
Sie waren allein in der Kirche.
Sie gingen nicht zusammen mit Peter hinein.
Das hat Peter vorhin ausgesagt. Das glaube ich nicht.
Doris, das ist nicht wahr! Doch. Das ist wahr.
Das ist nur ein Trick der Polizei. Ich habe deinem Vater nichts getan.
Hände weg!
Bitte bringen Sie mich hinaus! Ich kann nicht mehr.
Restaurieren Sie auch Kunstwerke?
Doris! Das musst du der Polizei erklären!
Lass mich nicht im Stich!
Ich möchte gehen.
Kümmert sich jemand um Sie? Ich komme allein zurecht.
Mischa schlug meinen Vater nieder. Das wissen wir nicht.
Doris! Ein Herr wartet auf Sie.
Ich sagte ihm, dass Sie bald zurückkommen.
Er wollte Sie dringend sprechen.
Ich wollte nach Fräulein Doris sehen.
Ich hörte, die Sache ist eilig.
Das ist richtig. Ich habe leider nur wenig Zeit. Wie geht es Ihrem Vater?
Das ist die Fälschung. Sie ist allerdings noch nicht fertig.
Machten Sie die Statuette? Nein! Ich bin Werkzeugschlosser!
Sehen Sie sich meine Hände an!
Sie machten die Statuette nicht. Nein!
Wem gehört sie? Ich darf das nicht sagen!
Das versprach ich jemandem. Wem? Fräulein Doris?
Der Pfarrer, Peter und Doris glauben: Sie sind der Täter.
Ihr Schweigen schadet Ihnen.
Das ist mir völlig egal. Scheißegal!
Aber mir ist das nicht egal! Ich lasse mich nicht veralbern!
Sie gingen allein in die Kirche. Trafen Sie den Küster dort?
Lassen Sie mich endlich in Ruhe!
Was für eine Figur ist das?
Vermutlich eine Johannes-Figur aus der Riemenschneider-Schule.
Ich finde Name und Herkunft des Originals heraus.
Das hier ist eine Fälschung.
Hast du schlechte Neuigkeiten? Ja. Schubert ist tot.
Er starb an seinen Verletzungen.
Auch das noch!
Eine Aussage von ihm hätte uns sehr geholfen.
Niemand darf von seinem Tod erfahren. Aber wir müssen Doris Bescheid sagen.
Redest du mit ihr? Ja. Wann kommt Binder zurück?
Das dauert eine Weile. Er forscht nach der Herkunft der Statuette.
Ich sagte den Leuten vom Museum nichts von meinen Nachforschungen.
Sie haben offenbar einen Verdacht. Ja, das stimmt.
Führt die Spur zum Museum? Ja, vielleicht.
Wer ist der Heilige?
Jemand steht am Fenster. Ich hole Papier und Stift.
Stopp!
Moment, Herr Kunze! Was machen Sie hier?
Ich suche Herrn Schubert. Ich sah, dass die Werkstatt entsiegelt ist.
Ist er im Gefängnis? Beging er ein schweres Verbrechen?
Herr Pfarrer!
Erzählen Sie bitte Herrn Kunze, was in der Kirche passierte!
Das ist die Fälschung einer Johannes- Figur aus der Riemenschneider-Schule.
Das Original im Heimatmuseum von Köckritz ist in Gefahr.
Wir müssen die Museumsleitung warnen.
Mein Vater sprach nach dem Tod meiner Mutter nicht mehr viel mit mir.
Ich weiß: Er hatte mich lieb.
Aber er konnte mir das nicht zeigen.
Er erzählte mir oft von seiner Arbeit: vom Restaurieren.
Er wollte mir damit vermutlich seine Liebe zeigen.
Aber seine Arbeit langweilte mich. Ich verstand meinen Vater nicht.
Das störte ihn bestimmt.
Er mochte außerdem Mischa nicht.
Alles hätte gut werden können. Aber jetzt ist Vater tot.
Bitte erzählen Sie niemandem vom Tod Ihres Vaters!
Was machen Sie?
Ich kann Ihnen jetzt etwas sagen:
Ich bekam diese Nachricht vor zwei Tagen mit der Post:
(Tonband) Der Vorfall mit Ihrem Vater macht mich traurig.
Auch ich will nur sein Bestes. Wir müssen sein Ansehen retten.
Ihr Vater beging ein großes Unrecht.
Niemand darf von diesem Unrecht erfahren!
Ich spreche von der Nachbildung einer Johannes-Figur aus Holz.
Die Figur ist 73 Zentimeter hoch.
Sie ist vermutlich in Ihrer Wohnung.
Brachten Sie die Figur zu Mischa? Ja. Ich wollte ihn um Rat fragen.
Sie hätten uns fragen sollen!
So einfach ist das. Das war der Plan!
Beweisen wir es!
Hallo!
(Mann) Haben Sie die Kopie? Ja.
Sicher?
Ja! Gut. Hören Sie genau zu!
Sind Sie Doris Schubert? Kommen Sie ans Telefon!
Gut, dass Sie gekommen sind. Hören Sie genau zu!
Kinder lachen.
Stumme Szene
Wir warten schon seit 14 Stunden.
Spannende Musik
Der helle Polski Fiat! Wir wissen Bescheid. Los!
Ich suche den Jungen!
Ein Polski Fiat mit dem Kennzeichen: MC 19-26.
Machen Sie eine Verkehrskontrolle!
Ich habe verstanden!
Ein heller Polski Fiat. Kennzeichen: MC 19-26.
Der Fahrer ist auf der Flucht in Richtung Südosten.
Wir brauchen Verstärkung!
Polizeisirene
Polizeisirene
Reifen quietschen.
Polizeisirene
Reifen quietschen.
Polizeisirene
Reifen quietschen.
Polizeisirene
Bitte aussteigen!
(Binder) Maria mit Jesus aus der Riemenschneider-Schule.
Eigentum der Kirche Sankt Georgen.
Eine Petrus-Figur von Hans Brüggemann.
Die Figur stammt aus dem Mersburger Schlossmuseum.
Eine Johannes-Büste von einem unbekannten deutschen Meister.
Aus der Waldkapelle in Bruchstedt.
Danke.
Erklären Sie uns das! Das sind Kopien.
Sie meinen: Fälschungen!
Ja. Aber ich schade damit niemandem.
Doch. Das sind nämlich Originale!
Sie haben Recht: Das sind Originale. Ja, das stimmt.
Glauben Sie, ich bin ein Dieb? Das stimmt nicht!
Woher haben Sie die Figuren? Ich kaufte sie. Rechtmäßig!
Ich glaube Ihnen nicht. Ich bezahlte 140 000 Mark dafür!
Ich wollte mein Geld anlegen. Das war offenbar ein Fehler.
Hier, Genosse Oberleutnant! Danke.
Wir wissen: Jemand vertauschte die Originale mit den Fälschungen.
Verdächtigen Sie mich? Liefern Sie Beweise!
Das werden wir tun! Die Fälschungen wurden in den Museen sichergestellt.
Und die Originale sind hier. Das sind eindeutige Beweise.
Wir ermitteln nicht nur gegen einen Dieb.
Behaupten Sie, dass ich Schubert niederschlug? Ich war das nicht!
Ich gebe zu: Ich hatte ein bisschen Geld übrig.
Ich wollte mir damit einige Kunstwerke beschaffen.
Ich gebe zu: Das war gesetzwidrig.
Der Mann wollte mir Fälschungen verkaufen. Ich erkannte das.
Ich verlangte Originale. Der Mann brachte sie mir.
Du hast die Figuren besorgt und sehr viel Geld dafür bekommen!
Stopp! Kunze spinnt!
Ich holte die Johannes-Figur selbst. Dieser Kerl war zu feige dazu!
Ich gehe jetzt. Herr Kunze!
Aber ich verlangte immer Quittungen von ihm. Ich kann sie Ihnen zeigen.
Sie beschützten Schubert bei der Edelstein-Sache und erpressten ihn.
Er musste Kunstwerke fälschen.
Herr Kunze ist völlig verzweifelt. Seine Behauptungen sind Lügen!
Er will die Schuld auf jemanden abwälzen!
Er wählte zufällig mich.
Sie besitzen ein Haus, ein Motorboot und ein Auto. Woher haben Sie das?
Sie verdienen dafür zu wenig Geld. Hören Sie: Ich kann das erklären.
Wir haben Ihre Quittungen für zwei Figuren, die gefälscht wurden.
Doris Schubert sagte aus, dass ihr Vater erpresst wurde.
Sie sagte bestimmt nicht, dass ich der Erpresser bin.
Hören Sie: Ein Mensch wurde getötet!
Schubert ist tot.
Er starb vorgestern an seinen Verletzungen.
Ihre Ausreden sind würdelos.
Ich wollte Schubert nicht töten.
Ich wollte das nicht!
Rückblende
Klappern
Die Empore und die Decke sind am wichtigsten.
Wechseln Sie das Fenster aus! - In Ordnung.
Guten Abend, Herr Schubert.
Ich habe keine Zeit für Sie. - Gut. Ich komme ein andermal.
Ende der Rückblende
Ich ging am nächsten Abend wieder in die Kirche.
Ich hatte wieder Pech: Schubert entdeckte mich.
Rückblende
Krachen
Was willst du hier? - Ich will mit dir sprechen.
Frechheit! Das ist unglaublich!
Hör mir zu ... - Ich verstehe schon. Ich war dumm!
Dafür waren meine Fälschungen!
Du bist wahnsinnig! Bist du verrückt?
Wo ist der Küster? Er liegt da hinten.
Ende der Rückblende
Sie verriegelten die Tür, und niemand konnte Schubert helfen.
Daran dachte ich nicht. Ich wollte weg.
Warum fälschte Schubert für Sie?
Er arbeitete mit mir zusammen bei der Sache mit den Edelsteinen.
Was geschah vor dieser Sache?
Schubert wurde zum Trinker nach dem Tod seiner Frau.
Er brauchte Geld! Ich gab es ihm und verlangte etwas dafür.
Heißt das: Sie erpressten Schubert ständig?
Ja.
Erpressten Sie Fräulein Doris nach dem Vorfall in der Kirche?
Ja. Ich hatte keine Wahl. Ich war in einem Teufelskreis.
Wusste Schubert, was Sie mit den Fälschungen taten?
Er dachte, ich verkaufe sie an reiche Leute.
Wer kauft so etwas?
Manche Leute wollen solche Figuren. Sie stellen sie in ihre Wohnungen.
Sie wollen damit Eindruck machen. Oder sie wollen ihr Geld anlegen.
Sie unterstützten das und verkauften Kulturgüter!
Offenbar für viel Geld!
Geben Sie mir bitte meine Tasche!
Untertitel: zeile 21 / Frank H. Richter
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