All language subtitles for Der.Marsch.1990.Remastered.German.DL.1080p.BluRay.AVC-ELEMENTAL

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Original subtitles

Wohltätigkeit ist nicht der richtige Weg, um ihnen zu helfen.

Davon war ich immer überzeugt.

Aber ich bin in die Politik gegangen, um etwas zu bewegen...

Dinge zu verändern...

Und ich will für mich selbst sehen, wo die Probleme liegen.

Hier hat es seit fünf Jahren nicht mehr geregnet.

Manchmal bin ich einfach dankbar dafür, dass ich aus Irland komme.

Einem Land, wo es immer regnet.

Aber wo man auch immer gewusst hat, was Hunger ist.

Sehen Sie sie an, Madame, ich bitte Sie.

Sie sehen die Waisenkinder von Afrika.

Sie sind verzweifelt. No future.

- Alles menschlicher Abfall. Danke. - Danke. Ich kann selbst sehen.

Auch ohne Klischees.

Das ist die Maisration für eine fünfköpfige Familie für einen Monat.

Diese Zeit letztes Jahr war das die Ration für eine Woche.

Die Welt-Getreidepreise sind auch jenseits meiner Kontrolle.

Die Leute da vorhin auf der Straße. Wo wollten sie hin?

Sie wollen in die Stadt. Sie leben wie Tiere.

Sie essen, was sie gerade finden, sogar den Abfall auf der Straße.

Letztes Jahr gaben sie jede Hoffnung auf, nach Hause zu kommen.

Sie träumen von der Emigration.

- Ägypten, Libyen. - Italien, Spanien.

So weit weg?

Manche träumen von Amerika.

Das sind nicht nur simple Bauern in den Camps heutzutage.

Alle möglichen Typen.

Was kostet der Unterhalt dieser Leute?

Das absolute Minimum. 50 Dollar pro Jahr. Natürlich.

Was ist die Gesamtzahl, die auf uns zukommt?

Unmöglich zu sagen. Millionen.

Wenn der Regen wieder ausbleibt dieses Jahr,

dann könnten mehr als drei Millionen am Verhungern sein.

Die Situation ist furchtbar. Katastrophal.

Sehen Sie sie an! Ich bitte Sie, Madam. Sehen Sie mal!

Das ist der Mann.

Sie haben gesagt, Sie wollten jemanden sprechen, der Ihre Sprache kann.

- Sie sind der, der unsere Sprache spricht? - Ja, Madam.

Ich arbeite für die Europäische Gemeinschaft.

Ich bin Commissioner für Entwicklung.

Ich komme, um herauszufinden, was wir tun können, um zu helfen.

Sie könnten herkommen und hier leben.

Ich könnte gehen und in Ihrem Haus leben.

Das ist genug.

Nein, nein, nein. Es ist gut. Lassen Sie ihn sprechen.

Sie können nichts tun.

Wir sind arm, weil Gott es so will.

Niemand kann daran was ändern.

Sie müssen gehen nach Hause.

Wir können nicht alles auf Gott schieben.

Dann sind wir selbst daran schuld.

Die heiße Sonne macht uns faul und dumm. Sie können nichts tun.

Das denke ich auch nicht.

Warum sagen Sie mir nicht, was Sie denken?

Ich denke, wir sind arm, weil ihr reich seid.

Tut mir leid, aber ich glaube, die Situation ist nicht so einfach.

Wir schicken viel Geld nach Afrika,

aber das meiste erreicht nicht die, die es brauchen.

Wir sind nicht das einzige Problem.

Es heißt, ihr in Europa habt viele Katzen.

- Katzen? - So kleine Tiere.

Ich weiß, was Katzen sind, aber...

Es heißt, die Kosten für eine Katze sind mehr als 200 Dollar im Jahr.

Ich hab keine Ahnung.

Lasst uns nach Europa kommen als eure Haustiere. Wir können Milch trinken.

Wir können beim Feuer liegen. Wir können eure Hand lecken.

Wir können schnurren.

Und wir sind viel billiger zu füttern.

Dieser Mann will provozieren. Kommen Sie. Gehen wir.

Männer wie der sind Querulanten.

- Er hat Recht mit den Kosten. - Ja, aber es ist so kindisch.

Es erinnert mich an meine Mutter, als ich sechs war.

"Iss auf! Denk an die Armen in Afrika."

Ich sagte: "Die können es haben."

- Die Welt ist komplizierter. - Sag's mir nicht. Bin deiner Meinung.

Wie ist sein Name? Der Typ eben.

Isa El-Mahdi.

Mr. El-Mahdi, das mag funktionieren mit den Amerikanern, Briten und den Deutschen.

Aber ich bin Irin.

Mein Volk wurde gequält, unser Land weggenommen.

Wir Iren sind verhungert in Millionen. Versuchen Sie die Schuldnummer nicht.

Gut, ihr werdet ausgebeutet. Ich habe Neuigkeiten für Sie.

So wie alle anderen auch. Es ist eine harte Welt.

Aber manche Teile der Welt sind härter als andere.

Wir haben jahrelang Hunderte von Millionen Dollar in Afrika gesteckt.

Wo sind sie geblieben?

In Präsidentenpalästen, in Panzern und Kampfflugzeugen,

großen, nicht funktionierenden Dämmen,

in Luxusgütern für die korrupte Elite und mörderischen Stammeskriegen.

- Clare. - Ich nehme ihn als das, was er ist.

Er ist ein intelligenter Mann.

Wenn wir aus diesem Dilemma raus wollen, müssen wir uns zuerst die Wahrheit sagen.

Ist das richtig, Mister El-Mahdi?

Tatsache ist...

Sie werden heimgehen und wir werden sterben.

Wir leben unsichtbare Leben.

Wie sterben unsichtbare Tode.

Was erwarten Sie von uns? Was sollen wir tun?

Dabei zusehen?

Ja, ich will...

wenn wir sterben müssen,

dass ihr zuseht.

Nun, wird es genügen?

Was?

Wird es genügen?

Wird was genügen?

Die Krise.

Ist sie dramatisch genug?

Wird sie ausreichen, deine sorgfältig geplante,

kometenhafte Karriere anzuschieben?

Ich weiß nur, dass Kometen stark anfangen und dann...

Die berühmte Fitzgerald, der Liebling des Parlaments.

- Jüngster Commissioner je in Brüssel. - Weißt du...

ich war nicht scharf auf den Job, oder?

Du wolltest Brüssel.

Brüssel, ja.

Entwicklungshilfe aber nicht.

Ich bin nicht nett genug dafür.

Und wenn schon.

Die brauchen nicht jemand, der für sie leidet.

Was sie brauchen, ist eine Kämpferin wie du.

Glaubst du, ich kann was tun für sie?

Etwas... mit Glück.

Sie brauchen viel.

Weißt du, ihre Misere ist, dass sie nicht schon verhungern.

Noch nicht.

Erst müssen sie hungern, dann gibt es Hilfe.

Das ist der korrekte Ablauf.

Sag mal, Roy, glaubst du die Sachen, die du da sagst?

Oder machst du einfach den Mund auf und lässt sie rausfallen?

Sag mir mal, Clare...

Ist es so, dass du mit neun Jahren für Küsse Kaugummi gekauft hast?

Nichts davon wahr, eine unverschämte Erfindung.

Ich habe damit Zigaretten gekauft.

Völker verlassen ihre Heimat nicht ohne Grund.

Die Regenfälle fehlten in vier der letzten fünf Jahre. Das Land starb daran.

Ja. Hilfe gibt ihnen ihr Land auch nicht zurück.

Es ist eine Reihe komplexer, eigentlicher Ursachen.

Ja, ich weiß. Missbrauch des Landes, globale Erwärmung.

Wir sollten auf fossile Energiequellen verzichten.

Zusehen, wie sie sterben?

Ich muss darum bitten, dass Sie die Tagesordnung bis fünf beenden.

Danach ist Verkehr.

Vielleicht ein Bericht über die Situation.

Nach Artikel 203 der Verträge von Rom

können wir ein Nothilfeprogramm beschließen.

Nothilfe löst nur die allernächste Krise, aber was passiert dann?

Wir möchten die ganze Welt ernähren...

Wäre es klug, ganz unerfüllbare Erwartungen aufkommen zu lassen?

Fitzgerald soll ihre Vorschläge präzisieren,

wir diskutieren sie in der nächsten Sitzung.

Genau.

Ich kann meinen Bericht jetzt geben.

Menschenleben sind billig. Kauft, solange es reicht.

Paris...

London...

Wien... Rom.

Genau, was wir brauchen. Herald Tribune.

"Vom Sudan nach Europa zu Fuß."

Können Sie das?

Napoleons Armee marschierte von Paris nach Moskau.

Mao Zedongs marschierte von...

- sonst wo nach... - Das ist keine Armee...

Ich nehme an, Napoleon hatte keine Schwierigkeiten mit Einreisevisa.

"Die Kürzungen bei Food Aid brachten Chaos in die großen Flüchtlingscamps von Sudan."

Isa El-Mahdi?

- Ist das nicht der Typ, den wir... - Genau der.

"El-Mahdis Gruppe bewegt sich entlang der alten Salzstraße.

Diese Route führt meilenweit durch die heißeste Wüste der Welt."

Oh Gott. Es ist so furchtbar. Es macht mich rasend.

Denkst du nicht, wir könnten was machen damit?

- Aber was? Die haben keine Chance - Das weißt du noch nicht.

Alles, was du weißt, ist, da sind Millionen von Hungrigen.

Und sie sind auf dem Weg nach Europa.

Genau, richtig.

Du cleverer Bursche.

Pressekonferenz?

Nein, ich denke nicht.

Du hörst das nicht.

Hier ist Roy Cox, ohne Angabe der Quelle. Klar? Die Kommission...

Die Kommission tut sich schwer damit.

Wegen der möglichen Panik.

Das sind sie?

Kann nicht sein. Das sind zu wenige.

Das sind sie. Das müssen sie sein.

Los, runter! Das gucken wir uns an!

Hallo? Spricht hier jemand unsere Sprache?

Hi. Seid ihr Amerikaner?

Deutsche. Television. Nachrichten.

Seid ihr die Gruppe, die nach Europa will?

- Ja. - Wo sind die anderen?

- Welche anderen? - Das sind alle?

Ja.

Was machen wir jetzt?

- Nehmen wir, was da ist. - Aber es sollen Millionen sein.

Wir sind jetzt drei Tage unterwegs, um hierher zu kommen.

Willst du ohne eine Story nach Hause?

Okay. Okay. Wir nehmen, was wir kriegen können.

Geh nah ran. Dräng sie zusammen, damit das Bild voll wird.

Woher wussten Sie von uns?

Nicht sehr sensibel, aber es erregt Aufmerksamkeit.

Ja, das sehe ich.

Ich will ein paar Einstellungen drehen von Ihren Leuten auf dem Marsch.

Könnte ich das?

- Jawohl. - Danke.

Bitte.

Auf Wiedersehen.

Na also, das sieht doch nach was aus.

Es geht doch. Die Sache läuft.

Hallo, Jenny. Gute Konferenz?

Furchtbar. Gibt's was Neues?

Im deutschen Fernsehen war ein Bericht über den Marsch.

Und dein Mann hat angerufen.

Ruf Aidan zurück.

- Besorg ein Band von den Deutschen. - Wenn sie keins rausrücken?

Erzähl mir nicht, was nicht geht...

Erzähl mir, was geht.

- Ja? - Hallo, Clare.

- Aidan. - Kommst du am Freitag?

Hör zu, ich dachte, ich schaffe es nach Hause dieses Wochenende. Ich kann nicht.

- Ich hab mich gefreut. - Ich weiß. Sorry, Liebling.

- Irgendeine Chance, dass du herkommst? - Nein, ich kann auch nicht weg.

- Es gibt Probleme mit deiner Mutter. - Was?

- Erzähl es mir. - Sie benimmt sich so seltsam.

Redet auf der Straße wildfremde Leute an...

und dann beschwert sie sich darüber, dass vor ihrem Haus Autos parken.

Sie schrie Leute an, die parken wollten

Was war das?

- Entschuldigung. - Und sie fragt, wo du bist.

Oh Gott, nein. Es tut mir leid.

- Ist es so schlimm mit ihr? - Was heißt schlimm?

Es kann nicht so weitergehen mit ihr.

Oh Gott, arme Mama.

Ich dachte nicht, dass es so... Sorry, Liebling.

Es ist nicht fair dir gegenüber.

Scheiße.

- Was ist los? Bin ich etwa schuld? - Nein, nicht du, Aidan.

Das Leben.

Das sind die Vergessenen dieser Welt.

Die sich ausbreitende Wüste hat sie vertrieben.

Sie sind ohne Nahrung und ohne Bleibe.

Aber sie haben einen Traum.

Dieser Traum heißt: Wir marschieren bis nach Europa.

Wir glauben, wenn ihr uns vor euch seht,

werdet ihr uns nicht sterben lassen.

Deswegen kommen wir nach Europa.

Wenn ihr uns nicht helft...

dann können wir nichts mehr tun.

Wir werden sterben und ihr werdet zusehen, wie wir sterben.

Und möge Gott uns gnädig sein.

Hast du das gehört, Ray?

"Zusehen, wie wir sterben?"

Er weiß, was ankommt bei der Presse.

Ist das so? Wir lassen sie sterben?

Es ist nicht so einfach.

Wir sollten uns das ansehen.

In Detroit hat heute der umstrittene Kongressabgeordnete Marcus Brown

den Afrikanischen Marsch ein historisches Ereignis genannt.

Maxine Lasko mit der Story.

Marcus Brown kommt gut an in Motown.

Diesmal hat sein "Beraubt-die-Reichen- Motto" eine neue Variante.

Laut Brown ist eine Armee armer afrikanischer Schwarzer

bereit zur Invasion Europas.

Und die armen Menschen von Afrika sagen: "Das langt, wir haben genug.

Wir kommen rüber in eure Bude.

Wir hören, ihr habt eine Party

und wir sind nicht eingeladen. Aber wir kommen trotzdem.

Also aufgepasst, weißer Mann.

Wir haben eine neue Diät für dich.

Sie heißt: Wir wollen haben, was du hast."

Ich rede mal mit Limonier.

Was wollen die? Einen globalen Wohlfahrtsstaat?

Es passiert wirklich.

Nie kommen die nach Europa.

Vielleicht nicht. Aber die Sache wird größer und kriegt mehr Presse.

Es ist ein Medienzirkus, sonst gar nichts.

- Dieser Marcus Brown... - Er ein Symptom, keine Ursache.

All diese Diktatoren und marxistischen Einparteienstaaten...

- Die Zeit ist vorbei. - Sie sind korrupt.

Bevölkerung ist außer Kontrolle, Geld fürs Militär...

Das weiß ich alles, aber...

wir können trotzdem was tun.

Das glauben Sie wirklich?

Wirklich. Und es ist mein Job im Moment, Jean-Claude.

Ich denke...

Wir behandeln die armen Länder wie Kinder.

Wir denken, wir haben alle die Antworten.

Wir denken, nur wir können sie retten, aber wir können es nicht.

Vielleicht sollte Afrika erwachsen werden und seine Probleme lösen.

Was, wenn sie arm, weil wir reich sind?

Unsinn.

- Bin ich froh. Mal raus aus dem Treibhaus! - Was? Brüssel?

Die Kommission.

- Du warst gewarnt. - Ich sage dir...

Es ist so katastrophal. Ich habe wirklich vergessen, was es heißt...

Etwas zu vollbringen?

Danke, Aidan.

Afrika war nicht leicht?

Das habe ich erwartet.

Trotzdem deprimiert es mich immer wieder.

Was? Die Armut?

Die Resignation der Menschen.

Dieses Gefühl, dass es dort einfach zu viel Elend gibt.

Fahr schon... Fahr.

Tut mir leid, Aidan. Ich dachte, ich halte es aus, aber ich kann nicht.

So...

Erzähl mir. Was ist los mit Mama?

Es ist ihr Gedächtnis.

Wundere dich nicht, wenn sie dich nicht erkennen sollte.

Aber klar, ich weiß, wer du bist.

Warum nicht? Meine eigene Tochter.

Ja.

Wie geht's dir, Mama?

Wie es so geht...

Die sagen, ich wäre senil.

Aber ich kann nichts davon merken.

Weißt du, Aidan sagt, dass du manchmal Sachen vergisst.

Die meisten Sachen sollte man besser vergessen.

Ich mache mir Sorgen um dich.

Du hast an wichtigere Dinge zu denken als an mich.

Du bist eine wirklich wichtige Person, Clare.

Ein VIP.

Das verdanke ich doch dir.

Du hast mir immer gesagt, ich kann etwas...

Auch wenn ich es nicht konnte.

Hast du schon gebadet, Clare?

Du weißt, morgen fängt die Schule an!

Letzte Woche hat sie den Kessel auf dem Gas vergessen.

Sie hätte fast das ganze Haus in Brand gesetzt.

Sie verläuft sich, wenn sie heimkommt vom Einkaufen.

Oh Gott. Das ist die Frau, die alles konnte.

Nie war sie krank.

Nie deprimiert.

Ich dachte, sie wäre die patenteste Person auf der ganzen Welt.

Aber wir müssen bald irgendwas unternehmen, Clare.

Wenn sie mich in den Armen hielt, war ich überglücklich.

Wenn ich meine Augen schließe, kann ich ihren Geruch riechen.

Ich kann sogar fühlen, wie ihre Strickjacke mein Gesicht kratzt.

Und diese Knöpfe...

Braune Lederknöpfe.

Was ist bloß passiert mit der Welt, Aidan?

Okay. Da drüben hin.

"Die Libyer versprechen ihre volle Unterstützung

für El-Mahdi und seinen Marsch."

Zitat: "Ihr seid die Inspiration des leidvollen Afrika.

Die unterdrückten Völker der Welt

erwachen von ihrem langen Schlaf."

Lies mir das noch mal.

- "Die Libyer..." - Nein. "Leidvolles Afrika".

"Ihr seid die Inspiration des leidvollen Afrika.

Die unterdrückten Völker der Welt

erwachen von ihrem langen Schlaf."

Jetzt passiert es.

Ich denke, jetzt passiert es wirklich.

- Hi. Wie geht es Ihnen? - Hallo. Und Ihnen?

Gut.

Das ist großartig. Großartig. Großartig.

Mami, wer sind die Männer?

Was Sie eben gesehen haben, ist eine Dramatisierung.

Der Marsch der landlosen Völker von Afrika

hat noch nicht die Grenzen von Europa erreicht.

Aber während wir hier sind, durchqueren sie Libyen auf dem Weg zu uns.

Es ist ihre wiederholt geäußerte Absicht,

in unsere Städte und Häuser zu kommen

und uns zu zwingen, ihnen zu helfen,

oder wie sie sagen: "Seht zu, wie wir sterben."

Wozu machen die solche Dinge?

Das verschreckt doch nur die Leute.

Sie, mein Herr.

Ja, Sie. Sind sie bereit, zuzusehen, wie sie sterben?

Was ich sagen will...

Ich fühle Mitleid. Aber die haben ihre eigenen Länder.

Und dort sollen sie bleiben.

Sie sagen, ihr Land ist zur Wüste geworden.

Nicht unser Fehler. Wir können nichts fürs Wetter.

Unsere Verschmutzung erzeugt den Treibhauseffekt?

- Guter Mann. - Ich bin kein Experte.

Ja, die Dame mit der Brosche.

Wir sollten helfen. Aber das heißt nicht, sie sollen kommen und hier leben.

- Aber wie können wir dann helfen? - Tja...

Ich würde mich gerne ein wenig einschränken, wenn ihnen das helfen würde.

Oh Gott. Oh, Gott.

Nein, sie hat recht.

Darum geht es in Wirklichkeit.

...um den Armen zu helfen.

Wenn Sie glauben, dass es ihnen wirklich helfen würde...

Wer ist dafür hier?

Meinst du das wirklich, Tom?

Weißt du, nicht mal Roy glaubt, dass wir genauso weitermachen können.

Wie weitermachen, Tom?

Unser eigenes privates Cinema..

unser eigenes privates Transportsystem,

unser eigenes privates Kommunikationssystem.

unsere eigene private Kühlanlage, unsere eigene private Wäscherei.

Alles steht nutzlos da, bis wir Gebrauch machen davon.

Der gesamte Reichtum dieses Planeten hier dient nur unserem Luxus.

80 % der Welt Energie werden verbraucht von nur 20 % der Leute.

Tom auf seinem Rednerpult.

- Er hat schlimme Manieren. - Nein, es ist mein Fehler.

Ich habe angefangen.

Die anderen drei Milliarden Menschen der Welt...

Die werden niemals so leben in solchem Luxus. Niemals.

- Der Planet hat nicht die Vorräte dafür. - Also, was wird mit ihnen passieren?

Eines Tages... Wir müssen unseren Konsum einschränken, oder...

Oder was?

Habt ihr noch nicht seine Dritte-Weltkrieg-Ansprache gehört?

Dritter Weltkrieg oder dritte Weltkrieg?

- Wisst ihr... - Weiter, Tom.

Es ist alles in Ordnung, wenn wir sie bei uns im Fernsehen sehen.

Aber was wird passieren, wenn sie anfangen, uns zu sehen?

Ihr wisst, die haben auch Fernsehen in Afrika.

Was denkt ihr, was sie empfinden, wenn sie alte Folgen sehen

von I Love Lucy.

Die suchen den ganzen Tag nach Brennholz.

Und dann sehen sie Lucille Ball, wie sie einfach das Gas anstellt.

Wie lange glaubt ihr, finden sie sich damit ab?

Ihr wisst, was wir erzeugen?

Globale Apartheid.

Und wenn wir weitermachen in diesem Luxus. Ich sage euch, eines Tages...

werden wir kämpfen müssen dafür. Ich meine, kämpfen dafür.

Skål.

- Skål. - Zum Wohl.

Ja, ich bin stolz, mitzumarschieren mit Isa El-Mahdi.

Der Ghandi von Afrika.

Der Gandhi von Afrika...

Das Gleiche. Weiße sagen Schwarzen, was sie tun sollen.

Ist El-Mahdi ansprechbar?

Also, ich denke, der Mann ist intelligent.

- Marschiert mit uns. - Okay.

Sie sollten nach Algerien klären. Und dort verhandeln Sie mit ihm.

Was kann ich anbieten?

Was wäre notwendig?

Wie lange noch, frage ich, sollen 3/4 der Welt hungrig sein,

während der Rest der Welt noch fetter wird?

Die Camps sind total unterfinanziert.

Sie denken, wir sollten nachgeben, diese Erpressung?

Während der Marsch Algerien erreichte,

gab es gleichzeitig Protestmärsche in Washington, D.C.,

Paris, Kairo und Mexico City.

In Washington riefen mehrere 1000 überwiegend schwarze Demonstranten

vor dem Weißen Haus immer wieder den Namen El-Mahdi,

der Führer des Afrikanischen Marsches.

Sie müssen zugeben,

jetzt hat er was in der Hand beim Verhandlungspoker.

Was schwebt Ihnen vor?

Ein Nothilfeprogramm...

In Mexiko City hat die Polizei die Ordnung wiederhergestellt

nach Plünderungen, die im Gefolge eines ähnlichen Protestmarsch stattfanden.

Da die Algerier ihren Widerstand gegen den Marsch aufgegeben haben,

stehen die europäischen Regierungen vor der Möglichkeit,

dass El-Mahdi und seine Anhänger

ihren unmöglichen Traum doch noch wahrmachen werden.

Wie viel?

50 Millionen.

Okay.

Dieser Marcus Brown ist ein Genie meiner Meinung nach.

Viele Kongressabgeordnete wollen Präsident werden,

aber nur er fängt seine Kampagne in Afrika an!

"Wir sind arm, weil ihr reich seid."

Eine Losung, die Beifall findet. Weltweit.

Denkst du, El-Mahdi glaubt es wirklich?

Ich denke, er fühlt es.

Ich glaube nicht, er hat es durchdacht.

Wenn er mit mir redet, werden wir weiterkommen.

Warum sollte er mit dir reden, wenn er es im Fernsehen kann?

Ja, ich weiß. Vielleicht schon zu spät.

Du weißt, was El-Mahdi ist in der Geschichte? Eine Art Prophet.

Ein islamischer Messias, der eine goldene Ära des Friedens für die Welt bringt.

Wie argumentiert man dagegen?

Wenn sie die algerische Grenze erreichen,

haben die Teilnehmer des Marsches mehr als 2000 Kilometer zurückgelegt.

Der Marsch besteht aus zahllosen kleinen Gruppen,

von denen die meisten dazugestoßen sind,

seit es anfängt, so auszusehen, als ob der Marsch sein Ziel erreichen könnte.

Was werden die Marschierer dann tun?

Das ist die große, unbeantwortete Frage.

Aber für die meisten von ihnen ist das Ziel sehr einfach.

Eine Arbeit, die so bezahlt wird, dass sie davon leben können.

Da ist dein Marsch, Clare.

Mein Gott.

Eine Völkerwanderung.

Sie sind jetzt berühmt. Der große Mahdi.

Wissen Sie, El-Mahdi ist ein ganz gewöhnlicher Name.

Wir sind nicht alle Propheten.

Viele Leute wollen Sie zum Propheten machen.

Wenn dir ein Mann sagt, du bist ein Huhn, sagst du, er ist ein Narr.

Wenn zwei Männer sagen, du bist ein Huhn, sagst du, sie sind verrückt.

Wenn drei Männer sagen, du bist ein Huhn...

setzt du dich hin und legst ein Ei.

Und?

Schon welche gelegt?

Sie benutzen Sie. Sehen Sie das?

Wir werden vielleicht alle benutzt.

Vielleicht auch Sie.

Sagen Sie mir...

- Warum sind Sie gekommen? - Also gut. Ich sage es Ihnen.

Wegen der Aufmerksamkeit, die Sie erzeugt haben,

werden die Camps alle Hilfsgelder kriegen, die sie brauchen. Und mehr.

Das ist doch ein Fortschritt.

Sie haben die Camps gesehen. Wollen Sie da leben?

Im Moment sind die Camps das einzige Mittel,

um die Leute am Leben zu erhalten.

Aber bessere Bedingungen werden kommen eines Tages.

Für den Augenblick ist die Hauptaufgabe,

Nahrung zu denen zu bringen, die sie brauchen.

Wie ich klein war, wurde uns gesagt:

"Wenn ihr studiert und hart arbeitet,

wird euer Land sich entwickeln."

Und eines Tages, vielleicht nach langer Zeit, aber eines Tages

werden wir auch reich.

Ich glaubte das.

Ich studierte hart, ich arbeitete hart,

aber mein Land wurde ärmer und ärmer.

Und eines Tages kam und wir hatten nichts.

- Es gibt 100 verschiedene Gründe dafür. - Nein.

Nicht mehr Gründe. Zu viele Gründe.

Ich mag sie nicht, eure Gründe.

Ihr habt Gründe. Wir haben Nichts.

Dieser Marsch ändert nichts. Ihr werdet nicht reingelassen.

Ihr werdet kein Land oder Jobs oder Häuser kriegen.

Geht zurück. Ich verspreche, das Leben in den Camps wird besser.

- Ihr könnt alles verlieren. - Was können wir verlieren?

Vielleicht euer Leben. Lassen Sie mich das sagen.

Der Marsch sieht aus wie eine Drohung. Man lässt sich nicht bedrohen.

Manchmal reagieren sie mit Gewalt.

Wissen Sie, es gibt Gerüchte von Leuten, die wollen mich töten.

Tatsache.

Das ist Berühmtheit.

Wenn total Fremde wollen, dass du draufgehst.

Ich verstehe das nicht. Was erhoffen Sie sich davon?

Vielleicht nichts.

Aber wir hatten nichts zuvor. Also warum nicht?

Man sagt, Reisen bildet den Menschen.

Stoppen Sie. Ich will aussteigen.

Der Marsch wird weitergehen und ich glaube, er wird Europa erreichen.

Ich habe es weder geschafft, Mister El-Mahdi zu überreden,

dass der Marsch das Gegenteil produziert,

noch habe ich ihn überzeugt,

dass seine Analyse der Krise in Afrika zu einfach ist.

Das ist keine Analyse. Die Menschen sind uninformiert,

desorganisiert und völlig demoralisiert.

Aber ich war bei dem Marsch, und ich sage Ihnen...

er hat Kraft.

Es ist eigentlich unvorstellbar.

Da ist wirklich Solidarität...

und das Gefühl einer Identität,

zusammengehalten von einer einzigen, einfachen Idee.

"Wir sind arm, weil ihr reich."

Nun, das mag naiv sein, aber es hat Kraft.

Ich glaube wirklich, wir haben sie sehr unterschätzt, diese ganze Bewegung.

Es bedarf keiner komplizierten Analyse zur Mobilisierung eines Volkes.

Alles, was es braucht, ist eine simple Idee...

die das Gefühl trifft.

Ich appelliere an die Kommission. Was immer Ihre Überzeugungen.

Wir haben die Pflicht zu helfen.

Nach dem Krieg...

in vier Jahren hat der Marshallplan 16 Milliarden Dollar nach Europa gepumpt,

ungefähr 200 Milliarden nach heutigen Preisen.

Er funktionierte, der Wiederaufbau Europas.

Ich glaube, die Zeit ist gekommen für einen Marshallplan für Afrika.

Wir haben uns schon festgelegt beim Wiederaufbau Osteuropas

- Wo sollen diese Riesensummen her? - Europa soll das nicht allein tragen.

Der Wiederaufbau Deutschlands nach dem Krieg

war auch ein politischer Wiederaufbau.

In Afrika gibt es noch mangelhafte und korrupte politische Systeme.

Ja, ja, ja. Wir haben so viele gute Gründe, nichts zu tun.

Aber die Welt wird jedes Jahr kleiner.

Afrika ist nicht mehr weit weg.

Dieser Marsch ist Symbol einer neuen Realität.

Sie kommen näher, sie haben nichts zu verlieren.

Wie lange noch können wir uns leisten, nichts zu tun?

- Wird der Marsch Europa erreichen? - Ja.

Südspanien.

Und was dann?

Ich plädiere, wir arbeiten mit ihnen...

lassen einen Teil der Marschierer nach Europa, kleine kontrollierbare Einheiten,

und die Publicity bringt Afrika auf die politische Tagesordnung.

Ein Problem der Einwanderungspolitik, liegt in den Händen des Ministerrates.

Ich schlage vor, dass Sie an einer echten Sitzung teilnehmen

und Ihren Vorschlag dort machen.

Es ist nicht ein Problem der Einwanderung.

Jetzt ist es eins.

El-Mahdis Marsch hat das Atlasgebirge von Marokko überschritten

und ist jetzt nur noch wenige Tagesmärsche von der Straße von Gibraltar entfernt.

Wenn er die erreicht, sind eine viertel Million Afrikaner

nur noch 15 Kilometer von der Küste Europas entfernt.

Europa!

Bei euch ist das fünf Stunden früher, richtig?

Also ich denke, wir machen die Landung früh am Morgen

gegen acht unserer Zeit hier spätestens.

Ich weiß nicht, an welchem Tag. Könnte jeden Tag jetzt sein.

Sag mir nicht, ich verstehe dein Problem nicht.

Ich weiß, was ein Satellit kostet.

Wir machen die Landung um sechs Ortszeit.

Das ist zehn Uhr abends an der Westküste. New York schläft noch.

Du schneidest es gut, schnell und haust es ihnen zum Frühstück auf den Bildschirm.

Ja.

Gut.

Jetzt zum Vergnügen.

- Wie viel Boote können wir kriegen? - Nicht genug. Wir arbeiten noch dran.

- Was sagt er? - Sie können uns nicht stoppen.

Nicht auf See.

Niemals. Boote mit wehrlosen Flüchtlingen?

Die versenken uns nicht live im TV.

Wir finden eine Stelle für die Landung, wo es schön flach ist.

Da kommen die Boote gut rein und wir warten den Rest.

Wir müssen alle zusammen ankommen.

Es ist wichtig, dass alle das verstehen.

Und einmal unterwegs, gibt es kein Zurück.

Wenn die mal schießen, nur um zu erschrecken. Nicht um zu killen.

Europa.

Die Völker Europas fragen...

warum wir kommen.

Wir kommen, um euch etwas zu fragen.

Warum habt ihr so viel...

und wir so wenig?

Ist es, weil ihr bessere Menschen seid als wir?

Habt ihr so viel getan,

dass ihr mehr verdient?

Sagt uns was..

und wir werden das Gleiche tun.

Aber vielleicht habt ihr keine Antwort.

Vielleicht sagt ihr...

"Gott hat die Welt so gemacht.

Wir können euch nicht helfen.

Geht heim und leidet in Schweigen.

Geht heim und sterbt."

Dann sagen wir euch...

"Wir haben keine Heimat.

Wir leiden hier vor euren Augen.

Wir sterben hier auf den Straßen von Europa.

Wir haben keine Macht...

außer einer...

Zu entscheiden, wo wir sterben.

Alles, was wir verlangen, ist, seht unser Sterben."

Keine Waffen. Ich sage...

keine Waffen.

Warum denn gerade mich?

Bin ich der einzige arme Mann in der Welt?

Wenn du das stoppen willst,

musst du alle die auch töten. Kannst du das?

Hast du genug Patronen?

Das ist nicht nur ein spanisches Problem...

Diese Leute beanspruchen das Recht, in alle Länder Europas zu kommen.

Und sie sind bewaffnet.

Das sind Amerikaner mit amerikanischen Waffen.

Das ist Medienmanipulation.

Wollen Sie sagen, dieser Marsch stellt keine Gefahr dar?

Es ist ein symbolischer Akt, keine militärische Invasion.

Es geht um die Kontrolle über den Zuzug nach Europa.

Es ist nicht nur ein spanisches Problem,

das wird nicht die einzige Aktion dieser Art bleiben.

Das ist ein publicityträchtiger und womöglich bewaffneter Versuch,

die Einwanderungskontrollen zu brechen.

Wenn wir das zulassen, ermutigen wir andere, das Gleiche zu tun.

Meine Regierung schlägt neutrale Truppen vor,

um das internationale Recht aufrechtzuerhalten.

- Eine Truppe ähnlich der... - Wir können uns keine Gewalt leisten!

Das sind Hunderttausende. Was wollen Sie tun?

Alle am Strand umlegen?

Das ist kein Einwanderungsproblem.

Es ist viel brisanter als das.

Das wissen wir, Commissioner.

Aber wir müssen sofort eine Entscheidung treffen,

die unsere Einwanderungspolitik betrifft.

- Lassen wir sie rein oder nicht? - Oder wir machen einen Handel.

Lassen den Marsch stattfinden, aber mit weniger Leuten unter Polizeikontrolle.

Das ist unmöglich.

Warum sollten sie Sonderbehandlung kriegen?

Vielleicht eine Art Sicherheitsventil.

Es baut sich eine Menge Druck auf.

Glauben Sie, man würde Ihren Kompromiss akzeptieren?

Ich weiß nicht. Lassen Sie mich versuchen.

Wie viele von ihnen würde man reinlassen?

Fünf... Vielleicht auch 10.000.

Gut, Commissioner.

Tun Sie, was Sie können, um die Situation zu entschärfen.

Es geht auch darum, ob wir glauben, wir leben in der gleichen Welt.

Ich meine, was wollen wir? Einen neuen Eisernen Vorhang?

Entschuldigung, Clare.

Erwarten Sie nicht zu viel von uns, Clare. Wir können nicht die ganze Welt retten.

Was ist das, Clare?

Es ist meine Mutter.

Buch den nächsten Flug nach Dublin und dann nach Gibraltar.

Ich fliege direkt dorthin von Dublin.

Ich weiß nicht, wann. Ich melde mich aus Dublin. Gib Roy grünes Licht.

Mach ich.

Etwas nicht in Ordnung?

Wir verdrängen das einfach alles... Tun wir doch.

Kommst du?

Es ist ja nicht für immer, Liebes. Es ist nur eine Übergangslösung.

- Das Heim ist gut und... - Du hattest dazu kein Recht.

Sie kann nicht mehr allein bleiben.

Sie ist nicht deine Mutter. Du hattest kein Recht dazu.

Du hättest warten sollen.

- Worauf? Auf dich? - Meine Mutter. Du hattest kein Recht.

So? Wo warst du?

Hast du sie etwa geholt, wie sie auf den Bahngleisen ging?

Hast du sie aus der Badewanne gezogen?

Nein. Du warst sonst wo, dabei, die ganze Welt zu verbessern.

Ich kann ihr nicht mehr helfen.

Ich hab's versucht. Ich geb auf. Tut mir leid.

So ist es nun mal, so ist es.

Oh Gott, Aidan, ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr.

- Du dickköpfige, unbelehrbare Frau. - Es tut mir leid.

Hallo, Mama.

Ich bin's.

Clare.

Ihr Gedächtnis ist weg, Clare.

Verzeih mir.

Bitte, Mutter.

Die europäische Sicherheitsbrigade ist ein einziges Fiasko.

Franzosen wollen nicht mit den Italienern.

Die Spanier nicht mit den Franzosen, und alle hassen die Engländer.

Trotzdem...

Ein englischer Offizier hat das Kommando.

Wenn alles schiefgeht, sind die Hooligans der Briten schuld.

Hallo. Wie sieht es aus, Jack?

Wir schätzen, wir kriegen 40.000 an Land in einem Schub.

Was für ein Empfang wartet auf uns?

Ein Haufen Truppen. Sogenannte Sicherheitskommandos.

- Die Marine? - Nicht, dass wir wüssten.

- Sind die TV-Leute klar für ihre Liveshow? - Alles klar.

- Gut. Wir schlagen zu. - Mahdi sagte, wir starten im Morgengrauen.

Wir landen im Morgengrauen.

Warum sollen wir auf euch hören?

Wegen eurer Revolver sind wir jetzt ein bewaffneter Mob.

Ihr gehört zu den Weißen, nicht zu uns.

Ihr habt kein Recht, uns Befehle zu geben.

Ein paar Stunden früher. Das ist alles, was ich will.

Das Timing ist besser so, glaubt mir.

Besser für wen? Für Television?

Das Timing für solche Dinge muss stimmen.

Das ist nur eine Show für euch, nicht wahr?

Nichts davon ist wirklich.

Alles, was für euch zählt, sind die Bilder, die rausgehen im TV.

Ja, mein Freund.

Das ist die wahre Macht.

Das ist es, was wir machen hier. Bilder.

Bilder für die Amerikaner zum Staunen.

Die Briten, die Franzosen, die Deutschen...

Die Chinesen, die Mexikaner. Alle. Die ganze Welt.

Bilder sind Visionen. Bilder sind Ideen.

Es sind Bilder, die die Welt verändern.

Was sonst macht ihr denn hier?

Ihr habt keine Bewegung, und ihr habt keinen Plan.

Ihr habt keine Politik.

Alles, was ihr habt, ist ein Bild in eurem Kopf.

Wenn ihr landet an den Küsten von Europa

und die Weißen sehen euch live in ihrem TV,

dann wissen sie nicht, wer ihr seid oder warum ihr kommt.

Aber das Bild geht in ihre Köpfe rein und es macht sie ganz weit auf.

Also gut.

Wie ihr wollt, wir landen im Morgengrauen.

Der verantwortliche Offizier heißt Wells. Er sagt, ein Polizeiboot steht bereit.

- Wie lange, bis sie hier sind? - Sie rechnen ungefähr zwei Stunden.

Danke.

Ich bedaure, dass wir Sie aus dem Bett holen,

aber es muss verhandelt werden.

Ich bin bereit.

Wir haben ein Schnellboot für Sie und eine Eskorte für alle Fälle.

Kein Bedarf für eine Eskorte.

Leider wissen wir, dass sie Waffen haben.

Sie sehen sie als feindliche Armee?

Wir wären alle mächtig froh, wenn Sie sie zum Umkehren bewegen.

Ich tue mein Bestes.

Und was ist arrangiert für die kontrollierte Einreise?

Welche kontrollierte Einreise?

Was ich anbieten soll. Kleinere Märsche unter Militärkontrolle.

Mein Auftrag ist Verhinderung der Einreise.

Also, was soll ich dann verhandeln?

- Ich bin nicht Politiker. - Woher kommen Ihre Befehle?

Vom Staat der Kommandeure der Europa Sicherheitsbrigade.

Was geht vor, Roy? Ich bin...

richtig reingelegt worden, was?

Könnte ein Kommunikationsfehler sein.

Das glaubst du doch wohl selbst nicht. Was soll ich jetzt bloß tun?

Geh vor wie geplant. Durchkämpfen musst du es später.

Nur Lügen für eine Macht, die...

Wie Brown: "Du musst nicht ehrlich sein, um gerecht zu sein."

Für dich ist alles gut für einen Witz. Für mich ist das hier kein Witz. Klar?

Ermahnung wurde verstanden.

Sorry.

Sorry, Roy.

Es ist nicht deine Schuld,

aber ich habe gedacht, ich könnte was tun hier.

- Commissioner, wir haben keine Zeit mehr. - Ja. Ja, ich weiß.

Wenn wir wirklich gehen, sollten wir gehen.

Ich gehe lieber allein, Roy.

Wenn ich sie anlüge, geht das besser allein.

Mister Brown? Mister El-Mahdi?

Wollen Sie uns sagen, wir sollen heimgehen, Mrs. Fitzgerald?

Ich bin gekommen, um Gewalt zu verhindern.

Dort.

- Ja, ich sehe es. - Nein, Sie sehen es nicht.

Sie sehen nicht, was ich sehe.

Wir sind fast so weit gereist wie Columbus, Mrs. Fitzgerald.

Und dort ist es...

Nur noch ein kleines Stück. Unser Neufundland.

- Auf Columbus warteten keine Truppen. - Der Strand ist voll mit Presse.

Niemand wird verletzt.

Und wenn doch?

Tragen Sie die Verantwortung für Menschenleben?

Ist das, was Sie uns sagen wollen...

- dass sie uns für ihren Reichtum töten? - Glauben Sie mir.

Ihr wisst nicht, was ihr tut.

Wenn ihr umkommt vor der ganzen Weltpresse,

denkt ihr, dann sind die Reichen der Welt so schockiert

und so beschämt, dass sie euch alle Türen aufmachen?

Sie werden schockiert sein, ja, aber auch total verschreckt.

Sie werden die Türen zumachen und verriegeln.

Sie werden eine hohe Mauer bauen und euch aussperren für immer.

Sie fürchten euch schon, weil ihr arm seid.

Wenn sie euch umbringen müssen, werden sie euch hassen.

Welche Hoffnung gibt es dann für euch oder für uns?

Ihr seid für immer ausgesperrt und wir eingesperrt.

Wollt ihr wirklich dafür sterben?

Was sonst... können wir tun?

Kehrt um mit den Booten.

Geht zurück nach Marokko.

Wir bringen eure Leute rüber in kleineren Gruppen zu je 1000.

So bleibt alles geordnet

- und unter Kontrolle. - Bullshit!

Solange sie unter eurer Kontrolle sind, lasst ihr keinen rein.

- Nicht bis zum Jüngsten Tag. - Woher wissen Sie das?

Woher weiß ich, dass die Sonne aufgeht?

Ich gucke. Ich sehe.

Wenn ich mich irre, könnt ihr wiederkommen.

- Ja. Wenn die Weißen bereit sind. - Das hier ist keine Lösung.

Komm zu uns in Frieden. Als unsere Gäste...

- nicht als Feinde. - Wir jetzt umkehren...

können wir dann nach Europa? Später? In Frieden?

Es ist der einzige Weg.

Sie geben mir Ihr Wort. Dann glaube ich Ihnen.

Ich will, dass es so passiert.

Ich tue, was ich kann...

dass es so passiert.

Aber ich kann nicht versprechen, dass es so abläuft.

- Nein, ich bin nicht so mächtig. - Was habe ich dir gesagt?

Du hast gesagt, sie würde mich anlügen.

Wir sind noch nicht bereit für euch.

Wir sind verängstigt, verunsichert und in der Defensive.

Ich weiß nicht, ob Ihnen das was sagt, aber...

wir brauchen euch, wie ihr uns braucht.

Mehr noch, vielleicht.

Wir können nicht weitermachen wie bisher.

Sie können uns helfen, Mister El-Mahdi.

Die Zerstörung aufzuhalten, die wir anrichten.

Aber wir sind noch nicht bereit für euch. Ihr müsst uns noch mehr Zeit geben.

Es ist zu spät.

Mein Gott, nein!

- Mister Brown. - Mister Brown.

- Mister Brown. Mister Brown. - Mister Brown. Ist es geschafft?

Es war toll. Wir haben es geschafft. Wir sind hier.

- Wir haben es geschafft. - Mister Brown. Warum sind Sie hier?

Wir sind hier, um den Völkern Europas zu sagen,

wir armen Völker Afrikas wollen mehr.

Ich denke nicht, dass alle...

dass alle diese Tausende heute hierhergekommen sind für eine Show.

Nein, sie erwarten viel mehr von euch.

Du sturer, starrköpfiger Träumer.

Hast du wirklich gedacht, sie lassen euch rein?

Ich habe eigentlich nie daran geglaubt.

Wir sind noch nicht bereit für euch.

Vielleicht später.

Vielleicht eines Tages.

Wir können es nur hoffen.

Was für eine Welt würde das sonst sein?

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