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Original subtitles

Hallo und willkommen zurück zur dritten Folge

unserer Adaption von Trollopes 'Doctor Thorne'.

Ich bin Julian Fellowes.

Dieses Mal erleben wir blühende Liebe und gärende Eifersucht.

Louis Scatcherd ist durch seinen Vater

ZU einer großen Hinterlassenschaft gekommen,

und scheinbar bläht sich sein Ego

proportional zu seinem neverlangten Wohlstand auf.

Auf jeden Fall wird er alles tun, um Marys Zuneigung zu gewinnen.

Er glaubt, mit der prächtigen Position, die er ihr anbietet,

ihr Herz erobern zu können.

Aber bedaverlicherweise für ihn gehört Marys Herz bereits Frank.

Und sie scheint nicht gewillt, andere Optionen in Betracht zu ziehen.

Es ist eine ordentliche Dreiecksgeschichte, die mir natürlich große Freude macht.

Mal sehen, was als Nächstes passiert.

Julian Fellowes präsentiert:

Das Pfarrhaus

Also, wann ziehst du wieder zurück?

Am Donnerstag.

Ich kann es kaum erwarten.

Du warst eine Ewigkeit in Boxall Hill.

Erzähl' uns von Sir Louis Scatcherd.

Er kommt ab und zu vorbei, um seinen Besitz zu besichtigen.

Mein Onkel verwaltet seine Geschäfte, wisst ihr.

Magst du ihn?

Sir Louis ist nicht besonders liebenswert.

Manchmal ist er unangenehmer, manchmal weniger unangenehm.

Es ist eine Frage des Ausmaßes.

Hast du Greshamsbury vermisst?

Was denkst du denn?

Ich warne dich, Frank ist nie hier. Er ist entweder in Cambridge oder in London.

Ich hoffe, es geht ihm gut.

Ich weiß alles über das Weihrauchöl. - Sei unbesorgt.

Da steckt nichts dahinter. - Woher weißt du das?

Frank hat mir gesagt, er hat Miss Dunstable gern,

aber nicht auf diese Art. Das war eine Wunschvorstellung von Mama.

Ich dachte nie, dass daraus etwas wird.

Wenn Sir Louis die Hypothek besitzt, die du beschreibst,

wie schlägst du vor, kann das Anwesen dann gerettet werden?

Vielleicht überhaupt nicht. - Gut gesagt.

Fakt ist: Warum sollten wir dort bleiben, wenn wir es uns nicht leisten können?

Ach, Trishy!

Ich meine es ernst. Franks Lebensglück ist viel wichtiger

als die Frage, ob die Greshams in einem großen Haus wohnen.

Vielleicht solltest du lieber die Sonntagspredigt halten.

Vielleicht solltest du mit deiner Mutter reden.

Ich glaube, man braucht eine lautere Stimme als Beatrice,

um bei Lady Arabella etwas zu erreichen.

Ich bin zurück, Mama.

Komm ' rein.

Hattest du eine schöne Zeit bei den Oriels, meine Liebe?

Caleb kam dazu und wir tIranken Tee.

Du kannst ihn uns gegenüber Caleb nennen.

Und natürlich, wenn ihr unter euch seid.

Aber verwende seinen Namen nicht zu großzügig.

Nein, Mama.

Wer war sonst noch dort?

Mary war bei uns.

Mary Thorne? - Sie kam von Boxall Hill herüber.

Wir hatten uns nicht gesehen seit meiner Verlobung,

also hat Patience sie eingeladen.

Patience Oriel mag ins Pfarrhaus einladen, wen sie möchte.

Aber du musst deinem Bruder beistehen. - Aber wenn ich Mrs. Oriel bin--

Dann kannst du tun, was du willst, aber noch bist du nicht verheiratet.

Hat sie Frank erwähnt? - Ja.

Schreibt er ihr?

Nein, er schreibt ihr nicht. Und sie ihm auch nicht.

Du tust Mary Unrecht, Mama. Ich geh' mich jetzt umziehen.

Kleines Biest.

Beatrice?

Mary Thorne!

Und Patience Oriel!

Du wirst keinen Streit anfangen mit Patience Oriel!

Unsere Tochter heiratet schon sehr bald ihren Bruder!

Ich verbiete es dir!

Lass mich doch den alten Thorne kommen lassen.

Bitte gib nicht vor, dass du besorgt bist, Mr. Gresham.

Für dein Wohlbefinden.

Es gibt Wichtigeres als mein Wohlbefinden.

Janet?

Als Sie außer Haus waren, kam Miss Mary kurz vorbei.

Sie kommt am Donnerstag aus Boxall Hill zurück.

Sie hofft, rechtzeitig zum Abendessen hier zu sein.

Entschuldigen Sie,

aber wird es nicht schwer für Miss Mary, wieder im Dorf zu sein?

Weil sie doch im großen Haus nicht willkommen ist.

Wer hat Ihnen das gesagt?

Wir müssen uns alle Mühe geben, dass sie sich willkommen fühlt.

Was sie auch ist.

Oh. Guten Tag, Lady Arabella.

Ist Doktor Thorne zu Hause?

Ja. Ich führe Sie zu ihm.

Lady Arabella Gresham.

Was für eine Ehre, Lady Arabella.

Mr. Gresham drängte mich, Sie aufzusuchen.

Aus welchem Grund?

Vorher noch eine Sache...

Sie wissen, dass Mary heute Nachmittag

mit Beatrice und Miss Oriel Tee getrunken hat?

Ich glaube, ich habe Ihnen noch gar nicht Zu Beatrices Verlobung gratuliert.

Ich muss offen mit Ihnen sprechen, Doktor Thorne.

Sie wissen gut, welche Sorgen ich mir um Frank mache.

Sie sind seine Mutter.

Eben darum.

Und Sie wissen, wenn er sich nicht reich verheiratet, ist er verloren.

Und wir haben vereinbart, mit Ihrer Unterstützung,

ihn von der teuren Mary fernzuhalten. - Mit meiner Unterstützung?

Ich habe gar nichts unterstützt. Und das werde ich auch nicht.

Nun, Sie schickten sie zu Lady Scatcherd, somit haben Sie der Trennung zugestimmt.

Ich habe nicht zugestimmt.

Es war Ihr Wunsch, dass Mary Ihrem Haus fernbleibt,

also hielt sie sich auch fern, aus Rücksicht auf ihre Gefühle.

Doch es gab keine Vereinbarung.

Ich meine ja nur, ich habe gegenüber meinen Kindern eine Pflicht zu erfüllen.

Natürlich haben Sie das. - Deshalb habe ich Sie aufgesucht.

Denn ich halte es für unklug, wenn Beatrice und Mary Zeit miteinander verbringen.

Sie erwarten, dass ich Marys Freundschaft mit Beatrice missbillige?

Ich habe Beatrice sehr gern.

Mir gefällt ihre Freundschaft, ich bin froh darüber.

Und was, wenn sie zu erneuter Vertrautheit zwischen Frank und Mary führt?

Ich sage nur eines: Wenn Sie ihrer Vertrautheit ein Ende machen wollen,

dann regeln Sie das mit Frank. Er ist der Enkel eines Earls.

Natürlich rümpfen Sie die Nase über die Nichte eines Arztes.

Aber sagen Sie das Frank, nicht mir.

Und unterlassen Sie es, Mary zu schikanieren.

Schikanieren?!

Ich habe sie ihr ganzes Leben lang empfangen, als wäre sie meine eigene Tochter!

Bis es Ihnen nicht mehr beliebte, das zu tun.

Sie vergessen sich.

Schönen Tag, Doktor Thorne.

Schönen Tag, Lady Arabella.

Du verbringst schon jetzt so viel Zeit im Pfarrhaus,

da wird es nichts Besonderes mehr sein, wenn du verheiratet bist.

Doch, das wird es.

Mr. Mortimer Gazebee. - Dawson,

würden Sie bitte Mr. Gresham benachrichtigen?

Sie sind bestimmt Miss Gresham.

Und Miss Beatrice.

Sie haben Ihre Hausaufgaben gemacht.

Ich nehme an, Sie kennen meinen Onkel, Lord de Courcy.

Ich bin als Rechtsanwalt hier, auf seine Empfehlung.

Er sagte mir, Greshamsbury Park wäre ein wundervoller Ort.

Aber hier ist es noch viel schöner als er mich hat glauben lassen.

Die Frage ist: Kann es gerettet werden? - Beatrice, bitte.

Wie können wir behilflich sein, Mr. Gazebee?

Soll ich Sie durch die Gärten führen, während wir auf Papa warten?

Wäre das nützlich? - Nichts könnte nützlicher sein.

Gut. Beatrice wird ihm sagen, wo wir sind.

Ganz bestimmt.

Wollen wir?

Lord de Courcy denkt, ich könnte eine Hilfe sein.

Der arme Papa ist für jede Hilfe dankbar, die er kriegen kann.

Hättest du mit diesen Neuigkeiten nicht zuerst zu deinen Eltern gehen sollen?

Nein. Denn ich glaube, es hängt von Ihnen ab, was ich ihnen sagen werde.

Sicherlich nicht.

Mary sollte bei der Sache mitreden können. Genau wie deine Eltern.

Ich spiele keine Rolle.

Würden Sie mich als Bewerber ablehnen?

Frank, das will wohlüberlegt sein.

Du bist ein feiner Kerl.

Und jede junge Frau wäre froh, dich zu haben.

Nun denn...

So einfach ist das nicht.

Greshamsbury ist seit Jahrhunderten euer Familiensitz.

Es würde deinen Vater zutiefst schmerzen,

wenn er der Gresham sein müsste, der ihn verliert.

Sie sagen also, ich soll mein eigenes Herz und Mary belügen?

Ihr seid nicht verlobt.

Nein. Noch nicht.

Dann denk' darüber nach. Mehr verlange ich nicht.

Ich soll also dem Rat meiner Tante folgen und Miss Dunstable heiraten?

Nicht, wenn sie dir nichts bedeutet.

Tatsache ist, ich habe sie wirklich gern.

Aber nur als Freundin. - Dann nicht sie.

Glaub' mir, es kostet mich keine Mühe

mit Lady de Courcy unterschiedlicher Meinung zu sein.

Ist es etwas Persönliches?

Ich wäre stolz darauf, dich Neffe zu nennen.

Aber ich bitte dich, deine Eltern zu bedenken,

und was es für sie bedeutet.

Ich stecke zu tief drin, Doktor.

Ich kann jetzt keinen Rückzieher machen.

Meine Mutter bat mich, Mary nicht zu sehen,

und ich hielt mich daran, aber das hat nichts geändert.

Bevor du dich aussprichst, solltest du etwas wissen.

Es wird nichts ändern.

Vielleicht nicht, aber du solltest es dennoch wissen.

Du hast immer gehört, dass Mary meine Nichte ist.

Und das ist sie auch. Die Tochter meines Bruders.

Aber nicht ganz, nach den Gesetzen, die normalerweise diese Dinge regeln.

Fahren Sie fort.

Verzeih' mir, es ist nicht leicht, fortzufahren. Denn wenn ich es tue, fürchte ich,

das Glück von jemandem zu zerstören, den ich mehr liebe als mein eigenes Leben.

Die Wahrheit kann doch unmöglich so schlimm sein, Sir.

Weiß Gott schlimm genug.

Also, was schlagen Sie vor?

Mit Ihrer Erlaubnis werde ich den Grundbesitz unter die Lupe nehmen.

Vielleicht gibt es noch unerschlossene Einnahmeqvuellen.

Die müssten sehr gewinnbringend sein.

Oder vielleicht eine neue Rückzahlungsmethode,

die Sir Louis für einige Jahre zufriedenstellt.

Das bezweifle ich.

Ich glaube, sein Beauftragter ist ein ehrbarer Mann--

Das ist Ansichtssache.

Er ist die Ehrbarkeit in Person und wird uns sicher entgegen kommen.

Aber wenn Sir Louis den Besitz antritt, reicht das vielleicht nicht aus.

Es heißt, Sir Louis trinkt sehr viel.

Leider nicht genug.

Sir Louis ist ein starker Mann, Mr. Gazebee.

Er trinkt vielleicht zu viel, aber er geht nirgendwo hin.

Vielleicht haben wir trotzdem Handlungsspielraum.

Frank! Was machst du denn hier?

Ich hatte dich erst am Ende des Semesters erwartet.

Ich habe etwas zu besprechen,

aber das kann warten. - Nicht nötig.

Wenn Sie erlauben, Lady Arabella,

werde ich Sie übermorgen wieder besuchen.

Wir freuen uns schon.

Ich hätte euch einander vorstellen sollen. Mr. Gazebee ist hier, um uns zu beraten.

Ob es einen Weg gibt, das Anwesen zu retten.

Danke.

Sie verlassen uns, Mr. Gazebee?

Hat man Ihnen eine Kutsche bestellt? - Ich denke, ich gehe zu Fuß.

Es ist ein schöner Tag, und die Landluft ist eine süße Abwechslung zum rußigen London.

Sie machen mich ziemlich neidisch.

Falls das nicht zu unverfroren ist: Begleiten Sie mich doch.

Und erzählen Sie mir mehr über Greshamsbury.

Ich komme gerne mit, wenn es Ihnen nützt.

Ich hole mir nur meinen Mantel. - Natürlich.

Sie gehen, Mr. Gazebee? Wann werden wir Sie wiedersehen?

Ich komme am Donnerstag zurück.

Aber einstweilen bringt mich Miss Gresham zum Bahnhof.

So erfahre ich mehr über das Gut und seine Anwohner.

Wie unermüdlich sie arbeitet...

Wollen wir?

Vielleicht möchte Miss Beatrice uns begleiten.

Ich denke nicht.

Niemand weiß mehr über das Dorf als Augusta.

Danke. - Schönen Tag.

Was hast du vor?

Nach Boxall Hill gehen und um Marys Hand anhalten.

Frank...

sie hat alles getan, was sie konnte, um dich einzufangen.

Ich habe weder mit ihr gesprochen noch eine Zeile mit ihr ausgetauscht,

seit du sie verbannt hast.

Das ist ihre Gerissenheit. Siehst du nicht? Das ist ihre Arglist!

Willst du wirklich, dass sie mit ihren Plänen triumphiert?

Du tust ihr auf grausame Weise Unrecht!

Du gemeiner Junge.

Du nennst mich grausam, wenn du weißt, was für unser Überleben getan werden muss!

Mutter, ich kriege einen Hass auf Greshamsbury,

wenn ich noch ein Wort darüber höre, was ich tun muss, um es zu retten.

Stattdessen siehst du uns lieber ausgestoßen am Straßenrand um Brot bettelnd?

So weit ist es noch nicht.

Oh Frank!

Soll ich etwa an einem gebrochenen Herzen sterben?

Mutter, ich wünsche mir doch, dass du glücklich bist.

Wenn du willst, dass ich jemals wieder glücklich werde,

dann heirate reich! - Nein!

Ich hätte mich zum Narren gemacht, wäre es nicht für Miss Dunstables guten Geschmack.

Das Thema ist für mich erledigt. Ich hasse Geld.

Nur ein Dummkopf hasst Geld. - Dann bin ich ein Dummkopf.

Weil ich Geld nicht über mein Glück stelle.

Und das macht dich zu einem undankbaren und unnatürlichen Kind!

Mutter... - Geh' mir aus dem Weg!

Das ist unvernünftig, Frank.

Und da ist noch etwas.

Mary weiß es vielleicht nicht, aber durch ihre Herkunft

ist sie ungeeignet als deine Frau und die Mutter deiner Kinder.

Das sagte mir auch Doktor Thorne, als ich heute bei ihm war.

Und das macht keinen Unterschied?

Sollte es?

Es war auch nie die Rede von Moffats Herkunft oder Miss Dunstables.

Was hat Thorne noch gesagt?

Er hat mir gesagt, ich soll es mir gut überlegen

und es mit dir und Mutter besprechen, bevor ich Mary einen Antrag mache.

Hat er das tatsächlich?

Ich hätte nichts weniger von ihm erwarten sollen.

Also gut. Aber wie willst du sie unterhalten?

Ich werde arbeiten. Viele Männer tun das.

Dann beende das Jahr in Cambridge, mir zuliebe.

Mach' deinen Abschluss.

Um deinen Lebensunterhalt ZU verdienen,

brauchst du die passenden Waffen im Arsenal.

Ich werde mit Mary reden.

Sag' ihr, dass es mein Wunsch war, wenn du zu ihr gehst.

Dann wird sie es dir nicht ausreden.

Ich nehme an, es ist wegen Frank.

Er ist ihrer List zum Opfer gefallen.

Was nützt es denn, wenn du so redest, Mama?

Heißt das, du verteidigst ihn? Oder sie?

Ich verteidige beide.

Und wenn das Haus und das Grundstück erst weg sind

und wir alle im Dreck landen, was wirst du dann tun?

Falls wir im Dreck landen, würde ich sagen, wir stehen wieder auf,

Caleb und ich, waschen uns und leben unser Leben weiter.

Und genau das empfehle ich dir auch, Mama.

Du denkst also, es ist alles verloren?

Denke ich, dass Frank zu Mary Thorne ehrlich sein wird?

Ja, das tue ich.

Und dafür liebe ich ihn.

Aber ich liebe ihn nicht dafür.

Und ich werde noch nicht das Feld räumen.

Master Frank!

Master Frank!

Lass' mich dein freches kleines Gesicht küssen.

Was für ein erfreulicher Anblick für meine traurigen Augen!

Und Gott weiß, meine Augen waren traurig,

seitdem ich dich nicht mehr gesehen habe.

Lady Scatcherd.

Was soll man denken? Sie vergessen, ich bin jetzt ein Mann.

Nicht für mich, Master Frank!

Vielleicht lebe ich noch 20 Jahre.

Denk', was du willst.

Du wirst für mich immer mein kleiner Master Frank sein!

Lady Scatcherd, Ihr vergesst Euch.

Du weißt doch, ich habe Master Frank gehütet,

als er ein Junge war, Louis.

Ich erinnere mich an etwas Derartiges. Doch Ihr seid jetzt Lady Scatcherd.

Das liegt alles hinter Euch.

Ja, vielleicht.

Aber zu jener Zeit hat uns die Barmherzigkeit

von Master Franks Eltern am Leben gehalten.

Ohne das Zuhause und den Lohn, den sie mir boten,

hätte ich nicht gewusst, wie wir zwei es schaffen sollen.

Ach, wirklich? Wo war denn der Governor?

Dein Vater war...

weg für ein paar Jahre.

Er wäre gerne nach Hause gekommen, aber das konnte er nicht.

Es freut mich sehr, dass Lady Scatcherd sich an mich erinnert.

Als ob ich dich vergessen könnte.

Kuck' sich einer deine Haare an.

Wie dunkel du bist.

Das reicht, Lady Scatcherd!

Das reicht.

Ich bin hier, um Miss Thorne zu sehen, Sir Louis.

Oh, sie reitet gerade.

Geh' von der Vordertür geradeaus und folge dem Weg.

Dann siehst du sie schon.

Was will er von ihr?

Sie sind alte Freunde, die Greshams und die Thornes.

Aber wir Scatcherds sind keine alten Freunde der Greshams, oder?

Was ist in dich gefahren, Louis? - Sie werden sich wünschen,

höflicher zu den Scatcherds gewesen zu sein, wenn ich mit ihnen fertig bin.

Was hat Master Frank dir jemals zuleide getan?

Närrin.

Er tut es jetzt.

Mr. Gresham.

Ja, ich bin es, Mary.

Ich bin hier, um meinen Respekt zu zollen.

Du hältst mich sicher für unhöflich, weil ich so lange nicht da war.

Ganz und gar nicht. Ich wusste nicht mal, dass du wieder in Greshamsbury bist.

Und ich bin nach Boxall Hill gekommen, um aus dem Weg zu sein.

Wieso solltest du aus dem Weg sein wollen? - Ich hatte meine Gründe.

Hast du Neuigkeiten von mir erfahren?

Ja, habe ich.

Aber ich war vollauf mit Lady Scatcherd beschäftigt.

Nach Sir Rogers Tod hatte ich überhaupt keine Zeit, an mich zu denken.

Hast du jemals an dich gedacht?

Ich komme mir hier oben so erhöht vor. Würdest du mir runterhelfen?

Ja.

Mary...

Weißt du noch, als wir uns zuletzt sahen?

Ich weiß noch, du warst sehr töricht.

Dann bin ich hier, um meine Torheit zu wiederholen.

Denn in all den Monaten, in denen wir getrennt waren,

hat sich nichts in mir verändert.

Mr. Gresham,

es gibt viele Gründe, warum ich deiner nicht würdig bin.

Wenn du sie alle kennen würdest-- - Ich kenne sie.

Jedenfalls weiß ich, wovon du glaubst, es wäre mir nicht bewusst.

Dein Onkel hat mir alles von deiner Herkunft erzählt.

Deshalb darfst du deiner Mutter nicht übel nehmen, dass sie mich abgelehnt hat.

Jede Mutter würde das Gleiche tun.

Mary,

wenn du mir sagst,

dass ich nichts für dich bin,

dann werde ich fortgehen

und dich in Frieden lassen,

und meine Mutter kann sich beruhigen.

Sag' es einfach.

Dass du mich nicht liebst.

Dass du mich nicht lieben kannst.

Und ich verschwinde.

Dann, Mary,

meine liebste Mary,

werde bitte meine Frau.

Denn die Wahrheit ist ganz einfach.

Ich liebe dich von ganzem Herzen.

Oh Frank!

Wir suchen nach Lady Scatcherd.

Sie ist nur einen Moment rausgegangen, Miss Thorne.

Ich werde Ihrer Ladyschaft sagen, dass Sie warten.

Ist das ihre Wohnstube? - Ja.

Der einzige Ort, an dem ihr freies Handeln zustand. Armes Ding.

Also,

wenn du deinem Vater die Neuigkeit erzählst, dann musst du ihm auch versichern,

dass du deinen Abschluss machst, egal, was passiert.

Er wusste, du würdest das sagen.

Mr. Gresham und ich sind alte Freunde.

Wir verstehen einander stets.

Beehren Sie uns mit Ihrer Anwesenheit beim Dinner, Mr. Gresham?

Sehr gütig von Ihnen, Sir Louis. Doch ich muss wieder zurück.

Und was ist mit Ihnen, Miss Thorne?

Leisten Sie uns Gesellschaft, meiner Mutter und mir?

Ich bitte um Entschuldigung.

Ich bin müde, deshalb bitte ich um ein Tablett auf mein Zimmer.

Ich muss noch packen. - Oh...

Ich glaube nicht, dass ich Ihnen das erlauben kann.

Nicht an...

Nicht an Ihrem letzten Abend in Boxall Hill.

Das werden Sie wohl müssen.

Vorsicht, Mr. Gresham.

Wir sind jetzt nicht in Greshamsbury. Ich gebe die Anweisungen in Boxall Hill.

Niemand gibt Miss Thorne Anweisungen.

Weder in Boxall Hill noch in Greshamsbury.

Ich sollte mir mal ein Bild von Greshamsbury machen.

Ich habe... ein Interesse daran, wissen Sie?

Ja. Das weiß ich.

Oh, entschuldige, dass ich euch habe warten lassen.

Aber du gehst doch nicht!

Ich fürchte, ich muss, Lady Scatcherd.

Auf Wiedersehen, Mary.

Wir sehen uns, wenn du nach Hause kommst.

Sir Louis.

Du hast ihn verscheucht, Louis.

Nun, gehen wir nach oben, Miss Thorne. Ich helfe Ihnen beim Packen.

Er wird weit weniger arrogant sein, wenn Sie ihn rausschmeißen, Sir Louis.

Wenn er auf der Straße sitzt, außerhalb seiner eigenen Tore,

und um eine Brotkruste bettelt.

Du hast Recht, Jo.

Dann wird er weit weniger arrogant sein.

Ich habe gehört, Frank und Mary wollen alsbald heiraten.

Zumindest sagt Frank das. Er ist ziemlich entschlossen.

Akzeptiert Lady Arabella allmählich die Umstände?

Nein.

Sie wird doch sicher einlenken.

Da kennst du meine Mutter nicht.

Frank und Mary werden es sich nicht anders überlegen.

Darauf kann sie doch nicht hoffen. - Darauf hofft sie, bis sie die Kirche verlassen.

Gibt es denn niemanden, der Lady Arabella umstimmen könnte?

Vielleicht Mr. Gresham?

Papa ist der Allerletzte, der sie von irgendetwas überzeugen könnte.

Mr. Gazebee hat ein Händchen für Mama.

Wirklich?

Oh ja. Mr. Gazebee kommt wirklich fabelhaft mit ihr aus.

Er ist mit viel Taktgefühl gesegnet.

Dann ist ja alles rosig im Garten.

Guten Tag, Doktor. - Guten Tag.

Hier ist etwas. - Was ist das?

Ein Brief von Sir Louis Scatcherds Beauftragten in London.

Was will er denn?

Sir Louis plant einen erneuten Besuch in Boxall Hill.

Offenbar will er sich Greshamsbury ansehen.

Er kann doch nichts tun, ohne deine Einwilligung, richtig?

Noch nicht.

Doch sein 30. Geburtstag ist in wenigen Wochen,

und Tatsache ist, ihm gehört bereits das Haus und ein Großteil des Grundstücks.

Dann wird er sie zwingen, es zu verkaufen?

Oder er kauft ihren Anteil,

was er zwischen Lunch und Tee tun könnte, ohne dass es ihn kümmern würde.

Kannst du dich nicht weigern, ihn zu empfangen?

Nein. Er muss herkommen. Ich werde ihm schreiben und ihn einladen.

So kann ich versuchen, die Sache zugunsten der Greshams zu drehen.

Du warnst besser den Gutsherrn.

Wirst du noch heute Nachmittag gehen?

Eventuell. Ich war nicht mehr dort, seit deiner Verbannung.

Guten Tag, Doktor.

Danke.

Doktor Thorne.

Doktor Thorne.

Wollen Sie nicht hereinkommen?

Ich zögere nur, weil ich nicht den Eindruck erwecken möchte,

es wäre alles vergeben und vergessen.

Für mich gibt es da gar nichts zu vergeben.

Aber das können wir nicht von Ihrer Frau sagen.

Wieso sind Sie dann hier?

Sir Louis Scatcherd ist auf dem Weg zurück nach Greshamsbury.

Er will sich das Haus und das Grundstück ansehen.

Ach ja? In Vorbereitung auf was?

Er hat eventuell vor, hier zu leben.

Und Sie können ihn nicht aufhalten?

Nicht lange. Sein 30. Geburtstag ist in zwei Monaten.

Dann sind wir also endgültig am Ende.

Nun, ich frage mich nur,

ob es nicht eine Möglichkeit gibt, an seine Güte zu appellieren.

Hat er denn Güte?

Nun, wer weiß. Ich habe eine gewisse Sympathie für ihn.

Ich schätze, der Sohn des großen Sir Roger Scatcherd zu sein,

war nicht der einfachste Start ins Leben.

Gut möglich, dass ich ihn noch für mich gewinnen kann.

Deshalb habe ich ihn eingeladen, bei mir in Greshamsbury zu bleiben.

Wir klammern uns an Strohhalme, Thorne.

Aber ich denke, Sie bringen ihn besser zum Dinner mit.

Sie meinen, ich soll ihn begleiten? - Natürlich!

Ich frage nur wegen Lady Arabella.

Sie wäre nicht erfreut, wenn sie wüsste, dass ich jetzt hier stehe.

Wieso will er dieses Haus,

WO er schon diesen gothischen Prachtbau besitzt?

Ich glaube, er denkt sich, dass Greshamsbury Park

weltmännischer ist als Boxall Hill.

Und Louis Scatcherd ist ein wahrer Gentleman.

Für wen sind die?

Frank! Was machst du in Greshamsbury?

Tut es dir leid, mich zu sehen? - Das tut mir niemals leid.

Aber deine Prüfungen sind in ein paar Wochen.

Du solltest härter als je zuvor arbeiten.

Keine Sorge. Ich bin nur hier zum Dinner heute Abend.

Mein Vater will, dass ich Sir Louis Scatcherd empfange.

Ich bin froh, dass der Doktor anwesend ist.

Ich hoffe, er wird es sein. Das ist noch nicht ganz entschieden.

Beatrice schlug vor, dass du auch kommst.

Aber es ist wohl sicherer, wir konzentrieren uns diesmal auf Sir Louis,

und ein anderes Mal auf dich und Mama. - Ich stimme von Herzen zu.

Bitte sehr, Mrs. Thompson. - Oh!

Die Teller und Schüsseln hole ich morgen wieder ab.

Vielen Dank.

Ich habe eine Nachricht für deinen Onkel.

Und darin ist noch eine für Sir Louis von Mama.

Das ist sehr vernünftig.

Bitte sehr, Mr. Barnes.

Vielen Dank. - Die Teller hole ich morgen wieder ab.

Hast du schon Hochzeitspläne gemacht?

Ja.

Und die sind alle geheim. - Sogar der Termin?

Wir wählen einen Tag, nicht allzu lange nach deinen Prüfungen.

Mein Onkel wird mit Lady Arabella reden.

Wenn es nach mir ginge, würden wir nach Greina Green abhauven.

Das wäre weit annehmlicher. - Deswegen überlassen wir es auch nicht dir.

Oh, sieh doch. Euer Gast ist angekommen.

Ich gehe wohl besser.

Ist er in seinem Zimmer? - Ist er.

Ich habe eine Nachricht von Mr. Gresham und eine für Sir Louis von Lady Arabella.

Für mich wird auch sicher nichts von Lady Arabella dabei sein.

Ihre Ladyschaft ist fest davon überzeugt, ihn unbedingt zu empfangen.

Ich gehe nicht hin.

Onkel... - Das ist eine Beleidigung.

Sie schickt keine Nachricht an mich und Gott weiß nichts an dich.

"Mein lieber alter Freund,

ich bitte Sie um den Gefallen an mich, heute Abend zu erscheinen.

Ich bete, dass Sie mir den Wunsch nicht abschlagen.

Gresham."

Onkel, du musst hingehen.

Wie kann ich ein Haus als Gast betreten, in dem wir beide Ausgestoßene sind?

Ich bin wütend auf Lady Arabella, Onkel. Genauso wütend wie du.

Aber ich würde auf Knien zu Mr. Gresham gehen,

wenn er mich so bitten würde.

Bitte.

Ich denke darüber nach.

Wenn die Menschen wüssten, welche Opfer mir abverlangt wurden,

dann würde meinen Leiden ein neues Evangelium gewidmet.

Dennoch, wenn Sir Louis das Gefühl hat, mit der Gresham-Familie befreundet zu sein,

dann ist das nur von Vorteil.

Mr. Gazebee gibt uns Anregungen für unser Bestreben beim Dinner.

Er ist ziemlich überzeugt von Sir Louis' Eigentumsrechten gegenüber uns.

Dann fürchte ich, dass er ganz Recht hat.

Und da ist der Gong.

Machen wir uns bereit für die Schlacht.

Was macht er da oben? - Sich anziehen, nehme ich an.

Das macht er schon seit seiner Ankunft. - Vielleicht hat er sich schlafen gelegt.

Geh besser hoch und weck' ihn.

Wenn du meinst. Ich nehme den Brief mit.

Thorne!

Da sind Sie ja, Thorne. Ich wollte gerade nach unten kommen.

Ich wollte nur sehen, ob Sie alles haben, was Sie brauchen.

Was auch immer Sir Lovis braucht, das besorge ich ihm.

Hier ist ein Brief für Sie von Lady Arabella Gresham.

Sie bekräftigt ihre Einladung für heute Abend.

Ich werde hingehen.

Auch wenn sie mir nicht das Geld zahlen können, das sie mir schulden.

Würden Sie bitte in die Küche gehen? Ich möchte mit Ihrem Master reden.

Entschuldigung, Doktor.

Aber ich erhalte meine Befehle von Sir Louis Scatcherd, dem Baronet,

und nicht von Ihnen, Sir.

Wenn mir mein Master sagt, ich soll gehen, dann tu' ich das, aber sonst nicht.

Lass' uns allein.

Ihr Geld ist sicher, Sir Louis.

Es könnte nicht besser investiert sein.

Das ist alles schön und gut, Thorne.

Für Sie und den Gutsherrn Gresham.

Was meinen Sie? - Was meine ich wohl?

Ich habe vor, den Gutsherrn zum Verkauf zu zwingen, das meine ich.

In zwei Monaten werde ich gerichtlich vorgehen.

Sind Sie auch Zu dem Dinner eingeladen?

Ja.

Ich wollte eigentlich absagen, aber ich habe mich umentschieden.

Ich bin gespannt, was ich von ihnen halten werde.

Von den heiligen Greshams, die so wenig tun, um freundlich zu sein,

bis sie mir mehr Geld schulden als sie besitzen.

Nun... Wo ist Miss Thorne?

Im Wohnzimmer. - Ich freue mich darauf, sie zu begrüßen.

Miss Thorne.

Je suis enchantee.

Wo ist mein Onkel?

Er ist nach oben, um sich umzuziehen.

Dann begleitet er Sie also?

Das freut mich.

Ich frage mich,

ob ich seine Abwesenheit ausnutzen sollte.

Wissen Sie,

ich habe über Sie nachgedacht.

Ich habe in London viel über Sie nachgedacht.

Wir haben auch an Sie gedacht.

Ich frage mich, ob Sie es noch einmal überdenken.

Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Dame ihre Meinung ändert.

Sir Louis...

Ich habe Ihnen eine großartige Stellung angeboten.

Das weiß ich.

Und ich fühle mich geehrt, Sir Louis, aber...

Wissen Sie, die Dinge sind--

Also gut, sind Sie fertig? Die Kutsche steht vor der Tür.

Ich freue mich, dass du gehst, Onkel. Ich weiß, es wird euch beiden gefallen.

Das wird es mir sicher.

Wird Zeit, dass ich mich dort umsehe, in meinem neven Wohnsitz.

Sir Louis, ich bete, dass Sie nichts überstürzen.

Natürlich sagen Sie so etwas.

Wo Sie doch so viel von Mr. Frank Gresham halten.

Ich habe sie alle gern.

Und ich denke, Sie werden sie auch gern haben, sobald Sie sie kennen.

Denken Sie das auch, Doktor?

Ich hoffe es jedenfalls.

Nun,

wir werden es am Ende des Abends wissen, nicht wahr?

Achtung, Eifersucht!

Dieses neidische Monster hat die Macht, unser Urteilsvermögen zu trüben.

Es scheint mir, als würde Lovis mehr von Bosheit getrieben als von Verlangen.

Er ist zusehends entschlossen, das Leben von Frank und den Greshams zu zerstören.

Aber Lady Arabella ist ein würdiger Widerpart ZU Louis' zerstörerischer Raserei.

Trotz ihrer Fehler,

sie ist nicht der Typ, der still und leise untergeht.

Es scheint, als würde das Problem auf Thornes Schultern liegen.

Er muss natürlich seine Nichte beschützen. Aber kann er die Greshams retten?

Wir werden abwarten müssen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Bis zum nächsten Mal.

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