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Der Staatsrat?
Heute Morgen fuhren die Autos der Minister nacheinander in den Kaiserpalast.
Die ins Hintertreffen geratenen alten Narren senden uns eine Warnung.
Klar ist: Sie wollen Prinz Takaihito und meine Einheit in Schach halten.
Falls sich allerdings
auch die Gemeinschaft der Begabten in die Regierung eingeschlichen hat,
könnten sie dieses Treffen sogar zu ihrem Vorteil nutzen.
Da Prinz Takaihito selbst vorsichtig ist,
ist derjenige, der sondieren kann…
Ja.
Ich bin sicher, dass nun jeder von Prince Takaihito
mit Adleraugen beobachtet wird.
Ich, Takakura, der Lordsiegelbewahrer, werde den Verräter aufspüren.
Das wird nicht so einfach sein.
Unter den Ministern
gibt es viele, die es nicht gut finden, dass ich anstelle unseres Kaisers diene.
Nur, weil sie gegen mich sind, sind sie noch keine Verräter.
Trotzdem. Usui wird auf jeden Fall kommen.
Er wird sich listig an uns anschleichen.
Aber dies ist noch nicht geschehen.
Wir müssen doch etwas tun können.
Richtig. Daher sind Sie in dieser Lage
der Einzige, auf den ich vertrauen kann.
Bitte überlassen Sie es mir.
MEINE GANZ BESONDERE HOCHZEIT
EPISODE 21 EIN ABENDLICHES BANKETT UND DER FERNE SCHNEE
In anderen Worten:
Selbst wenn der Kaiser entführt worden wäre…
Minister des kaiserlichen Haushalts. Der Anführer der Anti-Takaihito-Fraktion.
Ich spüre klare Feindseligkeit gegenüber Prinz Takaihito.
Die Beschützten mögen Bürgerliche sein,
aber es sind Fähigkeitsnutzer einer namhaften Familie, oder?
Wenn überhaupt, dann ist dies beruhigend.
Bildungsminister.
Ist es Schmeichelei, damit nicht das Militär das Budget erhält?
Usuba, nicht wahr?
Ich möchte ihre Fähigkeit sehen…
Kommunikationsminister.
Er scheint sich auf unsere Seite schlagen zu wollen,
aber dieses Verhalten gibt dem Feind die Chance, das auszunutzen.
…die Nation ist erschüttert von…
Armeeminister. Die lauteste Stimme gegen übernatürliche Fähigkeiten.
Wir müssen wachsam bleiben.
Marineminister.
Beide sind wie Hund und Katze.
Sie sind stets in Machtkämpfe verstrickt.
Sie sehen nicht, worum es geht.
Ohnehin sind übernatürliche Fähigkeiten nur ein Relikt der Vergangenheit.
Wir haben nun hochmoderne, wissenschaftlich fundierte Waffen.
Die Gemeinschaft der Begabten ist unserer Militärmacht nicht gewachsen.
Für einen, der so versagt hat, indem er die Entführung des Mikado zuließ,
sind dies ziemlich große Töne.
Die Armee ist für die Sicherheit des Kaiserpalastes zuständig.
Wer trägt also die Schuld?
Wagen Sie es nicht, uns zu belasten! Alles begann doch damit,
dass die Marine Sicherheit für ihre absurde jährliche Überprüfung forderte,
sodass wir unterbesetzt waren!
Was?
Sie spielen der Gemeinschaft der Begabten in die Hände.
Hr. Takakura,
haben Sie gar nichts zu sagen?
Sie haben in so jungem Alter Ihre Position und das Vertrauen Seiner Majestät erlangt.
Ich würde gern Ihre Meinung dazu hören.
Das ist doch lächerlich.
Aber, aber, Herrschaften.
Hr. Takakura hat ganz recht.
Die Gemeinschaft der Begabten ist eine mysteriöse Organisation.
Nun ist es an der Zeit, uns unter Prinz Takaihito zu vereinen, nicht wahr?
Auch wenn Sie sagen, dass…
Ich habe all Ihre Meinungen gehört.
Bitte verzeihen Sie, dass ich meinen Plan ohne Ihre Zustimmung durchgesetzt habe.
Aber alles offen zu legen, würde die Sache nicht einfacher machen.
Die Zukunft ist nicht einfach zu steuern.
Sicher hat jeder seine Gründe.
In diesem Fall besteht die Strategie
darin, die Verteidigung im Kaiserpalast zu verstärken.
Das ist im Moment die beste Option.
Bündeln wir unsere Verteidigung an einem Ort.
Ich bin's, Miyo. Du hast mich gerufen?
Komm herein.
Das ist sie. Der Star des Tages.
Bleib nicht da stehen. Komm, setz dich.
Ja.
Ich habe euch aus folgendem Grund gebeten, heute hier zusammenzukommen.
Da wir alle unter einem Dach leben, dachte ich, es wäre schön,
wenn wir Damen uns ein wenig unterhalten könnten.
Nennen wir es Damen-Soiree!
Damen…
Sprechen Sie frei von der Leber weg.
Sie können mich Takako nennen, wenn Sie möchten.
Willkommen, Prinzessin Takako.
Viel Spaß heute Abend.
Es kommt noch eine weitere Person zu uns.
Noch jemand?
Miyo, guten Abend!
Oh, Kaoruko!
Sie ist in der alten Hauptstadt.
Wir nutzen eine besondere Fähigkeit, um zusammenzukommen.
Oh, trinkst du schon?
Ja, Kaoruko Jinnouchi hier. Und ich trinke schon.
Oje, wir haben noch nicht einmal unsere Gläser gefüllt.
Also wollen wir nun auch beginnen?
Kiyoka hat uns wiederholt gebeten, seine Verlobte nicht betrunken zu machen.
Daher trinkst du dies anstelle von Alkohol. Ja?
Nun,
die Damen-Soiree kann beginnen!
Prost!
-Prost! -Prost!
Und weißt du, Kiyoka war damals kleiner als ich…
Hazuki.
Sie hat diese Soiree veranstaltet, damit ich entspannen kann.
Ich kann nicht anders als zu denken, dass ich wohl gesegnet bin.
Meine Güte.
Prinzessin Takako ist eingeschlafen, als es spannend werden sollte.
Er hat ziemlich viel getrunken.
Nun, dann werde ich mich verabschieden.
Gute Nacht.
Oh ja.
Ich möchte dich etwas fragen, Kaoruko.
Was ist mit dir und Godo?
Was soll das denn plötzlich?
Ich frage nur, was du von Godo hältst.
Als Mann.
Was? Ich denke nichts über ihn.
Er ist ein Vorgesetzter, den ich respektiere.
Wirklich?
Er mag ja leichtsinnig sein, aber er sieht ziemlich gut aus
und hat großen Erfolg.
Ich dachte, du würdest dich gut mit ihm verstehen.
Hr. Godo ist nicht das Problem, ich will…
Was willst du?
Ich will mich eine Zeit lang von der Liebe fernhalten.
Was? Warum?
Ich glaube, mit der Liebe ist es ähnlich wie mit dem Alkohol.
Betrunken sein ist ein schönes Gefühl,
aber man verliert sich irgendwie aus den Augen.
Das betrifft auch den anderen.
Ich habe meine Schwäche durch die Liebe entdeckt.
Liebe ist unheimlich.
Unheimlich, was?
Ich glaube, ich verstehe, was du meinst.
Miyo?
Oh, tut mir leid. Aber mir ist auch unheimlich.
Denn sich verlieben und sich an jemanden gebunden fühlen,
wird einen wahrscheinlich verändern.
Nun ist es wohl an mir, als deine Beraterin zu sprechen.
-Häh? -Häh?
Du weißt, dass ich geschieden bin, oder?
Wenn ich mich nicht täusche, ist dein Ex-Ehemann Generalmajor Okaito.
Ich bin jetzt darüber hinweg,
aber damals habe ich es bereut.
Denn wir waren verliebt.
Du sagtest, die Scheidung erfolgte aufgrund eines großen Streits.
Ja. Die Meinungen anderer, unsere Mutmaßungen und unser Stolz.
Wir haben uns von banalen Dingen ablenken lassen
und bevor ich etwas so Einfaches wie "Du bist mir wichtig" sagen konnte,
war es zu spät, um die Dinge zu korrigieren.
Töricht, nicht wahr?
Ich meine, wenn man jemand nicht aufgeben will,
sollte man seine Liebe zum Ausdruck bringen und sich unzerstörbar binden.
Das Leben ist kurz, weißt du.
Da ist keine Zeit, sich zu fürchten.
Hab keine Angst, vorzupreschen.
Das rät dir deine peinliche, dich liebende Schwester.
Ich…
Sie hat Recht!
Ich drücke dir auch die Daumen!
Ich möchte, dass du und der Kommandant glücklich bis ans Ende eurer Tage lebt.
Meine Güte.
Danke, dass du noch so spät da warst. Gute Nacht, Kaoruko.
Gute Nacht…
Sie ist ein braves Mädchen, oder?
Ja.
Ich bin stolz, ihre Freundin zu sein.
Ich habe schon lange nicht mehr so viel getrunken.
Es war ein sehr unterhaltsamer Abend.
Außerdem kann ich mit dir richtig reden.
Mit mir?
Ganz recht.
Mit dir, die eine ähnliche Fähigkeit wie ich besitzt.
Die göttliche Offenbarung ist Segen, aber auch Last.
Da ich einen Blick in die Zukunft werfen kann,
lässt der Stein, den ich werfe, das Wasser nur kräuseln,
und nur wenige Menschen verstehen, was dieses Kräuseln bedeutet.
Wer die Zukunft kennt, hat mit Einsamkeit zu kämpfen.
Einsamkeit?
Solange du dich der Macht und der Einsamkeit nicht stellst,
kannst du deine Pflicht nicht erfüllen.
Miyo Saimori.
Ja.
Magst du Schnee?
Schnee?
Ich habe ihn immer gemocht.
Als Kind rannte ich immer zum Spielen in den Garten, wenn es geschneit hat.
Aber jetzt kann ich mich nicht einfach darüber freuen.
Hat der Schnee etwas zu bedeuten?
Ja.
Kirschblüten, gestört durch den Schnee,
bringen den Einbruch der Dunkelheit.
Schön, dass wir gemeinsam zu Abend essen konnten.
Finde ich auch.
Miyo, stimmt etwas nicht?
Nein.
Heute Nacht wird es kalt.
Pass bitte auf, dass du dich nicht erkältest.
Danke.
Also, ich bin dann weg.
Pass auf dich auf.
Bitte.
Lass es nicht schneien.
Miyo.
Arata.
Machst du dir Sorgen um Hr. Kudo?
Ja.
Übernatürliche Fähigkeiten werden stärker oder schwächer,
je nachdem, wie stark deine Gefühle sind.
Wie stark meine Gefühle sind?
Ganz recht.
Wenn das so ist,
sind deine Gefühle eine mächtige Waffe für dich.
Wenn du außer Warten nichts tun kannst, wird dieser Frust dein Antrieb.
Glaubst du das wirklich?
Aber dennoch frage ich mich, was dein Erwachen hemmt.
Ich weiß nicht.
Falls du Hr. Kudo etwas nicht anvertrauen kannst,
kannst du mit mir reden.
Ich werde alles aus dem Weg räumen, das dich bedrückt.
Das ist…
Der Dienstwagen eines Ministers.
Heute fand ein Treffen in der vorderen Halle statt.
Was macht er hier?
Nun, ich grüße Sie, Hr. Usuba.
Verzeihen Sie, aber ich glaube, Sie sind der Bildungsminister.
Was führt Sie zu Prinz Takaihitos persönlicher Residenz?
Mein Sekretär hat sich verfahren, also wollten wir nach dem Weg fragen.
Stimmt's?
Ich bitte um Entschuldigung.
Wenn Sie dann wenden und zurück an Ihren Ausgangsort fahren,
finden Sie auch nach Hause.
Aha, ich verstehe.
Übrigens dachte ich,
Sie würden sich eingeengt fühlen, wenn Sie so im Palast eingeschlossen sind.
Da übernatürliche Fähigkeiten gerade abgelehnt werden,
halten viele nichts von der Behandlung, die Sie genießen.
Was wollen Sie damit sagen?
Es heißt, die Fähigkeit der Usubas sei, die Psyche der Menschen zu manipulieren.
Das funktioniert bei jedem, richtig?
Zeigen Sie es.
Wie wäre es, wenn Sie Ihre Kräfte für mich einsetzen?
Ich muss Sie bitten, zu gehen.
Reicht das nicht? Was für ein gieriger junger Mann Sie sind.
Sekretär.
Ich hatte Sie gebeten, zu gehen.
Wenn Sie uns weiterhin so respektlos behandeln…
Minister Hasebe!
Was machen Sie denn hier?
Obwohl Sie Minister sind, bitten wir Sie in dieser Situation,
Ihr egoistisches Handeln auf dem Anwesen zu unterlassen.
Was fällt Ihnen ein, so mit mir zu reden!
Sie sind die Egoisten, die diese gemeinen Monster ohne unsere Erlaubnis
in den Kaiserpalast geholt haben!
Aber, aber, mein Herr.
Es wäre problematisch, hier Aufsehen zu erregen.
Bitte verzeihen Sie uns.
Ich habe großen Aufruhr verursacht, weil ich falsch abgebogen bin.
Bitte gehen Sie sofort.
Ja, natürlich werden wir das.
Danke für Ihre Bemühungen.
Nun, dann auf Wiedersehen.
Miyo, alles in Ordnung?
Ja.
Meine Güte, der Ärger scheint kein Ende zu nehmen.
Arata.
Ich war zu Tode erschrocken, als Hr. Takakura es mir erzählte.
Bist du wirklich unverletzt?
Mir geht es gut.
Du musst mich nicht so oft fragen.
Ich kann nicht anders.
Egal, heute Abend…
Hm?
Sah mein Bett schon immer so aus?
Ich wette, es war Prinz Takaihito.
Er hat uns reingelegt.
Na gut, dann schlafe ich heute Nacht auf dem Boden.
Du nimmst das Bett.
Was? Das geht nicht, mein Herr.
Wenn, dann nimmst du das Bett.
Soll ich etwa ganz allein im warmen Bett schlafen?
Ich glaube, das ist besser.
Mach keine Scherze.
Ich möchte, dass du das Bett nutzt. Ich meine das ernst.
Wenn du das Bett nicht nutzt, werde ich auch nicht schlafen.
Warum ist es so weit gekommen?
Kannst du nicht schlafen?
Ja.
Wollen wir etwas plaudern, bis du schlafen kannst?
Einverstanden.
Hattest du irgendwelche Probleme, seit du hier bist?
Nein. Alle waren sehr nett und offen.
Ich fühle mich einfach nur gesegnet.
Verstehe.
Möchtest du mich etwas fragen?
Ähm…
Hattest du schon einmal das Gefühl, dass dein Job zu hart ist?
Ich habe den Job an sich nie als hart empfunden.
Nicht ein Mal?
Es gab harte Zeiten während militärischer Operationen.
Ich bedaure es, wenn Kameraden im Kampf verletzt werden oder fallen.
Selbst dann fand ich meine Aufgabe nie zu hart.
So ist es.
Was ist mit dir?
Du bist nun schon seit ein paar Monaten meine Verlobte.
Bedauerst du etwas?
Nein, ich bedauere überhaupt nichts davon.
Das ist gut.
Es mag egoistisch klingen,
aber ich möchte gern mehr hören, was du zu sagen hast.
Ähm…
Mein Herr…
Ja?
Hast du das Gefühl der Liebe
schon einmal gespürt?
Liebe, hm?
Ich war mir nie sicher,
ob ich Liebe oder ein romantisches Gefühl empfand.
Aber jetzt weiß ich es.
Ich blieb bewusst unempfänglich für Gefühle, die andere an mich richteten.
Vielleicht hatte ich Angst, mich ihnen angemessen zu stellen.
Auf diese Weise hast du dich geschützt, nicht wahr?
Was ist mit dir?
Hast du nicht auch vor irgendetwas Angst?
Mein Herr?
Bin ich nicht verlässlich?
Das ist nicht…
Miyo, ich bin nicht mehr der Mann, der ich mal war.
Ich wünsche mir mehr im Leben.
Wenn möglich, möchte ich mich sogar noch tiefer verlieben,
aber in niemand anderen als dich.
Ich bitte um Entschuldigung.
Ist schon gut. Ich werde auf dich warten.
Gute Nacht, Miyo.
Gute Nacht.
Untertitel von: Wolfgang Burchardt
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