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DIE WALTONS
DER GROSSE FAMILIENTAG
Walton's Mountain war seit Generationen im Besitz unserer Familie.
Der Berg war Zeuge vieler glücklicher Tage, die ich dort als Junge erlebt hatte.
Wenn Berge sich wirklich an Ereignisse erinnern können,
dann wird er sich bestimmt an den Streit erinnern,
den meine Schwester Mary Ellen in der Schule hatte. Und er wird
auch noch das wissen, was darauf folgte.
John-Boy, Mary Ellen prügelt sich schon wieder.
Mary Ellen, hörst du auf, Frank zu verprügeln?
Hörst du auf? Oder willst du eine Stunde nachsitzen?
Sieh dich vor, Frank! Mit dir bin ich noch lange nicht fertig.
- Ich habe keine Angst vor dir, Mary Ellen. - Die wirst du gleich haben!
Mary Ellen! Und du gibst auch Ruhe, Frank!
Warum hast du die beiden nicht getrennt?
Hätte ich können. Aber warum? Mary Ellen war stärker.
Du bist doch ein ewiger Streithammel, Mary Ellen.
- Frank hat angefangen. - Er hat Jim-Bob geärgert.
Er hat gesagt, dass Jim-Bob Mädchensachen trägt.
Und das stimmt.
Die Bluse gefällt mir. Wo hast du die eigentlich her?
Mama hat sie aus Erins altem Kleid genäht.
Weil der Rock 'nen Tintenklecks hatte, hat Mama dir 'ne Bluse draus gemacht.
Blusen sind doch nichts für Jungs.
Bei uns tragen Jungs alles, was noch ganz ist.
Und jetzt kommst du mit nach Hause und kühlst dein Auge.
Mama kann die Bluse ja ändern.
- Wo ist John-Boy? - Bin schon da.
Segne Speise und Trank, himmlischer Vater.
Bitte lass die Wirtschaftskrise bald vorbei sein
und führe uns besseren Zeiten entgegen. Amen.
- Mary Ellen, hast du mir etwas zu sagen? - Nein, Daddy.
Ihr blaues Auge ist von einer Schlägerei.
Du solltest anfangen, dich wie eine junge Dame zu benehmen.
Wie fühlt sich so ein blaues Auge an?
Das müsste sie wissen. Es ist das 3. in diesem Jahr.
Na, Jim-Bob, hat deine Schwester das blaue Auge dir zu verdanken?
Nein, Daddy, aber es war meine Schuld.
Frank Winston war frech zu mir und Mary Ellen hat's ihm gegeben.
- Was hat er denn gesagt? - Dass ich Mädchensachen trage.
Es braucht sich keiner wegen seiner Kleidung zu schämen.
Auch wenn sie selbst genäht und schon getragen ist, ist sie sauber.
Jim-Bob, setz dich wieder hin.
Die Marmelade.
Olivia, setz dich, oder isst du nicht mit uns?
Ich habe mich beim Kochen schon satt gekostet. Esst nur ohne mich.
Ja, darum bist du auch so mager.
Ich habe lieber eine Frau, die Fleisch auf den Knochen hat.
John, was soll denn das?
Du kannst doch nicht immer nur an Schmusen und Küssen denken.
Gibt es für einen ausgewachsenen Mann etwas Besseres als Schmusen?
Hör auf, ich muss mich um die Wäsche kümmern.
John, du solltest das zum Anlass nehmen,
deiner Frau eine dieser neumodischen Waschmaschinen zu kaufen.
Im Augenblick bin ich froh, wenn das Geld reicht, um die Familie satt zu machen.
Ich könnte mit einer Waschmaschine sowieso nicht umgehen.
Das könntest du lernen.
Ja, das könnte ich vielleicht.
Aber warum mir etwas wünschen, das wir uns nicht leisten können?
Olivia, setz dich hin und iss mit uns.
- Du weißt doch, dass ich zu tun habe. - Komm bitte. Los, setz dich hin.
- Reich mir die Butter rüber. - Bitte, Daddy.
- Warum isst du denn so hastig? - Ich muss wieder an die Arbeit.
- Du schuftest doch schon den ganzen Tag. - War noch nicht genug.
Emily!
Schau, Mamie, 2 Zitronen und 1 Kirsche.
Ladys vergeuden an Spielautomaten kein Geld.
Manchmal glaube ich, dass ich nicht zur Lady geboren bin, Schwester.
- Guten Tag, Ike. - Guten Tag, John-Boy.
Erinnern Sie sich noch an die gebrauchte Waschmaschine, die Sie mal hatten?
Natürlich. Da steht sie noch.
Was verlangen Sie dafür?
Willst du etwa heiraten und einen Hausstand gründen?
Ich will sie für meine Mutter.
Ach so. Was würdest du zu $35 sagen?
Das finde ich ziemlich viel für eine, die schon gebraucht ist, Ike.
$30, einverstanden?
20. Wer weiß, ob sie überhaupt noch funktioniert.
25, das ist mein letztes Angebot.
20, Ike.
20. Sie gehört dir.
Ike, wenn ich sie abarbeiten würde, wären Sie einverstanden?
Ich könnte jeden Tag nach der Schule herkommen
und Gelegenheitsarbeiten übernehmen oder Ware austragen
und am Wochenende könnte ich den ganzen Tag.
Ich würde dich anstellen, John-Boy,
aber ich bin genauso knapp bei Kasse wie jeder andere auch.
Ike, ich brauche einen Job.
John-Boy. Ein Vorschlag, arbeite für uns.
Miss Emily. Ich würde gerne...
Ich frage meine Schwester, dann werden wir über deine Anstellung sprechen.
- Wie fühlst du dich als Arbeiter? - Mutter zieht mir das Fell über die Ohren,
jeder weiß, dass die alten Ladys Whiskey brennen.
Sie wissen nicht, was sie tun. Sie verfahren nach dem Rezept ihres Vaters.
Aber sie verkaufen ihn manchmal.
Ja, aber mit der Unschuld 2er Kinder, die am Straßenrand Limonade feilbieten.
Stell den Karton auf den Ladentisch, pack ein, was die Ladys gekauft haben.
John-Boy, ich finde es nett von dir, dass du uns behilflich sein willst.
Miss Mamie, ich würde Ihnen sehr gern behilflich...
Hilfe vom Himmel, die wir so dringend brauchen.
Wir haben einen Gast, weißt du?
Unser 4. Vetter Homer Lee Baldwin aus Buckingham County.
Darum haben Sie heute mehr Lebensmittel eingekauft.
Vetter Homer hat einen gesegneten Appetit.
Wir hatten ewig nichts von ihm gehört. Jemand sagte, er sei jetzt Politiker.
Die Baldwins waren schon immer sehr erfolgreiche Politiker.
Und eines schönen Morgens öffnete sich die Tür und es erschien Vetter Homer.
Warum soll ich für Sie arbeiten?
Wie wär's, wenn Mr. Baldwin Ihnen behilflich wäre?
Hast du das gehört, Mamie?
Vetter Homer und körperliche Arbeit
hatten nie die Freude, Bekanntschaft zu machen.
Er ist ein vollendeter Gentleman, aber schwierig.
Das hat er von seiner Mama.
Sie war keine Baldwin. Was kann man da erwarten?
Nun, John-Boy, wann kannst du bei uns anfangen?
Miss Mamie, ich...
Wann es Ihnen recht ist.
Am besten auf der Stelle. Komm, begleite uns.
John-Boy, vergiss nicht, das einzupacken, was die Ladys gekauft haben.
Sie heben mir die Waschmaschine aber auf, nicht wahr?
Aber ja, falls nicht inzwischen ein Käufer kommen sollte,
der bares Geld auf den Ladentisch legt.
Ja, und wenn ich genug Geld für die Anzahlung zusammenbringe?
Das dürfte auf die Höhe der Anzahlung ankommen.
- Juhu. - Ich komme, Miss Emily.
- Niemandem was verraten! - Nein.
Auf meine Kusinen.
Ich schwöre euch, ihr werdet mit jedem Lebensjahr schöner und attraktiver.
Das ist Homer Lee, der ewige Schmeichler.
Du erinnerst mich an Ashley Longworth.
Oh, das war der junge Mann, den dein Vater erschießen musste.
Papa hat nie geschossen.
Er schüttelte das Gewehr drohend gegen Ashley und sagte, er solle gehen.
Und wie ein Blitz war er verschwunden.
Hatte er sich dir gegenüber nicht Freiheiten herausgenommen?
Geküsst hat er mich. Dort draußen, unter dem Ahornbaum.
Und von Heirat kein Wort?
Nein, nicht mal von Verlobung.
Ich glaube immer noch, dass er mir früher oder später einen Antrag gemacht hätte.
Ich habe den Karton ausgepackt. Kann ich noch was für Sie tun?
Aber ja, komm her. Ich möchte dich unserem Vetter
Homer Lee Baldwin aus Buckingham County vorstellen.
- Guten Tag, Sir. - Guten Tag.
Das ist John-Boy Walton. Er will Schriftsteller werden.
Schriftsteller?
Ich habe vor dem Beruf des Literaten immer größten Respekt gehabt.
Danke, Sir.
- Und welchem Beruf gehen Sie nach? - Ich war in letzter Zeit viel auf Reisen.
Du bist auf Reisen gewesen, Homer Lee?
Wie kann jemand unser wundervolles Buckingham County einfach verlassen?
Ich bin zum letzten Mal vor 20 Jahren in Buckingham County gewesen.
Ist das zu glauben?
Du bist 20 Jahre von Buckingham County weg gewesen und das wussten wir nicht?
Bist du nicht vor Sehnsucht nach den Verwandten gestorben?
Ach, ja.
Mamie, wir arrangieren ein Familientreffen,
das wird Homer Lee sicher sehr freuen.
Existieren noch Baldwins nach all den Jahren?
Kusine Cora ging nach Washington oder an einen anderen fernen Ort
und manche haben das Zeitliche gesegnet.
Aber was noch übrig ist, das werden wir schon zusammenholen.
Und werden nach Vaters Rezept einen ganzen Ozean zusammenbrauen.
Du hilfst uns dabei, nicht wahr, John-Boy?
- Ja, gern. - Na, wundervoll.
Wo habe ich nur meine Geldbörse? Ich möchte den jungen Mann gern bezahlen.
Nein, nein.
- Guten Abend. - Na, John-Boy?
- Wie war die Arbeit, John-Boy? - Hat Spaß gemacht, Sir.
Auch nicht gegen das Gesetz verstoßen? Na?
Wie sollte ich? Natürlich nicht.
Freut mich zu hören.
Ich würde nicht gern den einzigen Schriftsteller unseres Landes verhaften.
- Kann ich Sie kurz sprechen? - Natürlich.
- Aber nicht die Stellung verändern. - Einem Sheriff sollte man vertrauen.
Ike, ich habe die Anzahlung für die Waschmaschine.
Hier, $1.
Ist ja großartig.
Ich gebe dir die Quittung.
Jetzt reservieren Sie sie mir, nicht wahr?
John-Boy, in besseren Zeiten würde ich sie dir bis zum jüngsten Tag aufheben.
Aber so muss ich sie dem 1. verkaufen, der sie bar bezahlt.
Aber ich habe Ihnen doch $1 gegeben.
Du schuldest mir also noch $19.
Tja, so ist das Geschäftsleben, John-Boy.
Willst du nicht Pause machen?
Ja, mir reicht's. Ich wollte schon vor einer Stunde aufhören.
Daddy, darf ich den Wagen benutzen?
- Wofür willst du ihn? - Ich will etwas transportieren.
- Wie weit? - Nicht allzu weit.
Na gut. Ich bin einverstanden, wenn du durch den Wald fährst,
fahr aber nicht über die Landstraße, da ist zu viel Verkehr
- und du bist zu unerfahren. - Es ist nicht weit.
Wie weit?
Ich will was zu den Baldwins bringen.
Sie haben bei Ike so viel eingekauft,
dass ich es gar nicht schleppen kann.
Wenn deine Mutter erfährt,
dass du für die alten Ladys arbeitest, wird sie nicht begeistert sein.
Wenn sie es erfährt.
Man soll den Teufel ja nicht an die Wand malen.
Nein, Junge, es ist zu riskant, über die Landstraße zu fahren.
John, wie wär's, wenn ich ihn begleite?
Sollte es zu gefährlich werden, dann fahre ich eben weiter.
Vater, willst du nur, dass die Ladys ihre Sachen bekommen
- oder willst du ihr Rezept kosten? - Beides.
- Na ja, dann fahrt mal beide los. - Machen wir.
Da seid ihr ja schon.
Das ist ja schnell gegangen.
Emily, unsere Zutaten sind da und Besuch auch.
Das ist ja herrlich. Wie nett, dass du deinen Großvater mitgebracht hast.
Niemand hat das Rezept unseres seligen Daddys je mehr geschätzt als Mr. Walton.
Miss Mamie, wohin kommen denn Zucker und Maismehl?
Sei so freundlich und stell alles in die Kammer, John-Boy.
Und Sie, Mr. Walton, kommen mit in unsere gute Stube. Ich mache
Sie mit unserem 4. Vetter Homer Lee Baldwin aus Buckingham County bekannt.
Vetter Homer Lee, darf ich vorstellen? Das ist Mr. Walton.
- Mr. Walton, freut mich. - Es ist mir auch ein Vergnügen, Sir.
Ist es nicht herrlich, wieder einmal Männerstimmen im Haus zu hören?
Mr. Walton, darf ich Sie zu einem kleinen Probeschluck einladen?
Sehr gern. Danke.
Mr. Walton, Sie sind schon eine Ewigkeit nicht mehr bei uns gewesen.
Mein Sohn und ich haben Brenn- und Nutzholz gesägt, die ganze Woche über.
Ja, die Zeiten sind schwer.
Die Geschäfte gehen in jeder Branche schlecht. Überall.
Haben Sie auch ein Geschäft?
Er hat sich von ganz unten hochgearbeitet.
Als er Buckingham County verließ, hatte er nichts, was ihm gehörte,
und nun sehen Sie, wie elegant er ist.
Das Prinzip ist ganz einfach. Kaufe billig ein
und verkaufe möglichst teuer.
Das ist wahr.
Mamie, wir wollen dem Vetter noch ein Gläschen anbieten.
Ja. Gern. Wenn du schon dabei bist, schenk allen ein.
- Hast du etwas von ihnen entdeckt? - Nein, bis jetzt noch nichts.
Ach, sie werden schon kommen.
Ich mag nicht, wenn eins von den Kindern noch bei Dunkelheit draußen ist.
John-Boy ist kein Kind mehr.
Übrigens ist ja Großvater bei ihm.
Was soll ihm geschehen, wenn Großvater dabei ist?
Mr. Walton, ich hab gar nicht gewusst, dass Sie so eine Stimmungskanone sind.
Das verdanken wir Papas Rezept.
Großvater, ist es nicht besser, wenn wir jetzt fahren?
- Wohin, John-Boy? - Nach Hause.
Noch nicht. Es ist doch noch so früh am Abend.
Außerdem haben wir noch was für diesen Abend geplant, wisst ihr nicht mehr?
Ein andermal, Homer Lee, gehen wir doch ein andermal.
Wo wir gerade so vergnügt sind.
Nein, Kusine, diesmal darfst du es nicht wieder abschlagen.
Wissen Sie, wie lange es her ist,
dass die 2 Ladys ein Lichtspieltheater besucht haben?
Mit Papa sind wir zuletzt in Charlie Chaplins "Goldrausch" gewesen.
Papa hat so gelacht, als Charlie den Schuh aufgegessen hat.
Das war ja noch ein Stummfilm.
Ich würde wetten, dass ihr 2 noch keinen von den neuen Tonfilmen besucht habt.
Uns haben die ergreifenden Stummfilme sehr gut gefallen.
Urteilt nicht, ohne einen gesehen zu haben.
Und jetzt fahren wir los, sonst versäumen wir den Anfang. Darf ich bitten?
So, John-Boy, für uns wird es auch Zeit, dass wir wieder nach Hause kommen.
Nicht wahr, Mr. Walton, Sie besuchen uns doch wieder,
wenn Vetter Homer Lee uns nicht wieder irgendwohin entführt.
Ich würde Sie sehr gern besuchen.
Ladys, das ist ein ganz reizender Abend gewesen.
Das Vergnügen war ganz auf unserer Seite.
Es war sehr amüsant.
Hoffentlich lasse ich meine Handschuhe nicht liegen.
Wollen Sie und John-Boy nicht mitkommen?
- Wäre das nicht nett, Schwester? - Es wäre reizend.
Unterwegs halten wir die Augen offen und schauen nach Ashley Longworth aus.
Das war der junge Gentleman, der mir vor ein paar Jahren den Hof gemacht hat.
- Er war sicher ein netter Mensch. - Das war er.
Es war ein reizender Abend.
- Es war nett, Sie kennen zu lernen. - Wiedersehen.
Good night, Ladys.
Wenn Sie mich fragen, die Batterie ist leer.
Es könnte auch das Benzin alle sein.
Wenn ja, dann könnten wir mit unserer Medizin fahren.
Ich fürchte, Ladys, Sie kommen heute Abend nirgendwo mehr hin.
Das Problem liegt beim Akkumulator.
Mit unserer Medizin beheben wir solche Schäden auch.
Ich wünschte, wir wären nicht auf diesen Einfall gekommen.
Und ich hatte mich schon so darauf eingestellt, heute ein Kino zu besuchen.
Na ja. Ein Vorschlag:
Sie, Ladys, werden trotzdem nach Charlottesville fahren.
Mit mir.
Aber Großvater, es wird Zeit, dass wir nach Hause kommen.
Wir werden nach Hause fahren, nur fahren wir etwas später.
Ladys, darf ich bitten?
Mamie, ist das nicht wundervoll?
Auf euch Waltons kann man sich immer verlassen.
Immer rein, Ladys. Nur noch Ihr Rock.
Haben Sie Ihren Plan, ins Kino zu gehen, aufgegeben?
Nein, ich komme sofort.
Großvater, hältst du das für eine gute Idee?
Und wie, und wie. Wir gehen alle ins Kino.
Und du wirst fahren, weil es schon dunkel ist.
Wie du willst.
- Soll ich Ihnen behilflich sein, Sir? - Nein, danke.
Das ist schmutzige Wäsche, die will ich mit zur Stadt nehmen.
Nun fahr schon los.
- Immer noch nicht da? - Mach dir keine Sorgen.
Keine Sorgen. Da soll man sich keine Sorgen machen.
Wer fährt denn den Wagen?
Na, hoffentlich fährt ihn nicht Sam.
Großvater kann in der Dunkelheit nicht richtig sehen.
Wahrscheinlich werden sie irgendwo im Chausseegraben liegen.
Ihr benehmt euch wie verängstigte Hühner.
Natürlich mache ich mir auch Sorgen, aber... Also gut, ich werde sie suchen.
Ich werde mitkommen.
Ich liebe die strahlende Beleuchtung in den großen Städten.
Achte auf dein Portmonee, Schwester.
Du weißt, was Papa über die Stadtleute denkt.
Großvater, wie machen wir es mit dem Geld?
Ich habe genug bei mir. Ich zahle selbstverständlich für uns alle.
Was sagst du, Schwesterchen, endlich sehen wir beide einen Tonfilm.
Dieser Wildwest-Film ist mindestens 3 oder 4 Jahre alt.
Wir haben ihn noch nicht gesehen, Homer Lee.
Und wir wollten ihn schon immer gern sehen.
Ich habe ihn schon ein paar Mal gesehen und ich fürchte,
nochmals werde ich diese Räuberpistole nicht ertragen.
Nun, denn...
Noch sind die Karten ja nicht gekauft. Lassen wir es also und fahren wieder.
Nein, das kommt auf keinen Fall in Frage, liebe Kusinen.
4-mal Parkett, bitte.
Was wird mit dir, Homer Lee?
Wir können nicht verlangen, dass du hier auf uns wartest.
Keine Sorge. Ich werde mir die Wartezeit schon zu vertreiben wissen.
Hier, John-Boy, führe die Ladys zu ihren Plätzen.
- Ja, Sir. Danke für die Karten. - Das ist mir ein Vergnügen.
Der Haupteingang ist dort.
Danke vielmals. Ladys.
Ich habe schon geschlossen.
Ich bin es, Homer Lee, Daisy. Mach auf!
Mein Goldschatz. Komm, tritt näher.
Du bist mir immer noch der Liebste von allen.
Komm her, drück mir erst mal einen auf.
Lassen wir das.
Ich bin nur gekommen,
um dir etwas zu zeigen, ich bin rein geschäftlich hier.
Homer, ich liebe dich sehr, aber ich würde nie so was von dir kaufen.
- Sieh es dir erst an. - Schlangenwasser? Eine neue Wunderkur?
Koste.
Los, los, trink doch.
Nun?
Große Klasse.
Wo hast du den denn her, das ist ja ein geradezu göttliches Gesöff.
Und wo ich den her habe, da kann ich noch mehr bekommen.
Setz dich hin, während ich dich maniküre,
dann reden wir vom Geschäft.
Wohlsein.
Oh Wally, wie kann ich dich nur gehen lassen.
Es dauert nicht lange, Schatz. Nur bis zum Frühling.
Versprichst du mir das?
Warum sollten sie denn hier sein?
Du erfährst es sowieso. Das letzte Mal sah ich John-Boy,
als er ihnen Zutaten lieferte.
Du hast meinem Sohn erlaubt, für die Ladys Whiskey zu brennen?
Miss Mamie!
Das ist nur ein Hobby. Damit sind sie beschäftigt.
Warum sollten sie hier sein und nicht im Haupthaus?
Dies ist ihr Laboratorium, in dem sie die meiste Zeit verbringen.
Du scheinst dich jedenfalls gut hier auszukennen.
Wo könnten diese alten Ladys nur sein?
- Ich habe mit dir ein Wörtchen zu reden. - Wir unterhalten uns später.
- Sheriff? - Wie war die Arbeit, John-Boy?
Hat Spaß gemacht.
Das höre ich gern. Warst du kürzlich in Charlottesville?
In Charlottesville? Ja, gestern Abend sind wir
dort gewesen. Im Kino waren wir.
Ja, der Junge ist die ganze Zeit über bei mir gewesen. Er konnte nichts anstellen.
Es war in der Stadt sicher amüsant.
Wir haben viel Spaß gehabt.
Aber dass wir uns zu Hause Sorgen um euch machen, ist euch nicht eingefallen.
Hast du den Sheriff etwa heute Nacht nach uns suchen lassen?
Nein, aber das hätte ich tun sollen.
Wo seid ihr gewesen? Wir haben alles nach euch abgesucht.
Mama, wir sind rüber nach Charlottesville gefahren.
Hattet ihr einen triftigen Grund?
Bevor ihr über ihn herfallt, nehmt zur Kenntnis, dass alles meine Schuld war.
Das habe ich mir gedacht, alter Freund.
Die beiden Baldwins hatten sich so auf einen Besuch in der Stadt gefreut.
Der Wagen ihres Vetters sprang nicht an, also sind wir mit unserem gefahren.
Verstehe einer die verrückten Walton-Boys.
Du bist noch zu jung, um dir die Hörner abzustoßen,
und du bist zu alt dafür. Aber das ist für euch kein Hinderungsgrund.
Wenn du dir wirklich die Hörner abgestoßen hast,
dann erzählst du uns besser, wo das gewesen ist.
Wir sind in einem Lichtspielhaus gewesen.
Es gab Billy-Jack Bibb in "Der singende Cowboy".
Sheriff, danke, dass Sie sie nach Hause gebracht haben.
Ich habe sie nicht hergebracht.
Ich habe hier gesessen und gewartet, dass sie kommen werden.
Die Polizeibehörde von Charlottesville hat mir mitgeteilt, dass jemand
von ihnen verdächtigt wird, in Ihrem Auto, John, Whiskey transportiert zu haben.
Was?
Es würde mich nicht wundern, wenn sie euch verhaften.
Muss John-Boy ins Gefängnis?
Ich erlaube nicht, dass sie dich verhaften, John-Boy.
- Warum seid ihr nicht längst im Bett? - Wir wollten wissen, was hier los ist.
Marsch ins Bett, auf der Stelle.
Keine Widerrede, sonst mache ich euch Beine.
John-Boy, weißt du was von Whiskey, der auf unserem Wagen transportiert wurde?
Daddy, wir haben doch alle in dem Lichtspieltheater gesessen.
Wir waren alle da, mit Ausnahme von Homer Lee Baldwin.
Mr. Homer Lee Baldwin aus Buckingham County?
Ja, Sir. Er ist zu Besuch bei den beiden Ladys.
Was bedeutet das?
Mr. Homer Lee Baldwin hat einen kilometerlangen Strafregistereintrag.
Meine Güte.
Wir sollten Miss Emily und Miss Mamie vor ihm warnen.
Nein. Ich möchte dich bitten, diesen Homer Lee nicht aus den Augen zu lassen.
Ich fände es richtiger, er verbrächte nicht soviel Zeit bei den Baldwins.
Ich fände es richtiger, Sie änderten Ihre Meinung.
Das wäre sicher das Beste, was Sie für
die beiden alten Ladys tun könnten.
Treibt sich da drüben herum.
Sicher fängt er demnächst an, Whiskey zu trinken.
Aber Olivia.
Er braucht keine Aufsicht. Er ist alt genug, um selbst auf sich aufzupassen.
Ist John-Boy betrunken?
Ist dir schwindelig im Kopf, John-Boy?
Ihr macht, dass ihr ins Bett kommt, verstanden?
Also, John-Boy, Augen aufhalten.
Sobald du etwas siehst oder hörst, das dir merkwürdig vorkommt, rufst du mich an.
Ich kann Sie nicht anrufen, Sheriff, wir haben kein Telefon.
Ike hat ein Telefon in seinem Geschäft.
Falls du damit nicht zurechtkommst, lass ihn anrufen.
Wiedersehen, alle miteinander.
Schwester, ich befürchte, wir haben zu wenig Einweckgläser.
Dann bestellen wir eben mehr, Mamie.
Was ist mit Leuten, die nicht zur Familie gehören?
Es ist ein Familientreffen, Schwester.
An wen hast du denn gedacht?
- Ashley Longworth. - Du weißt doch gar nicht, wo er steckt.
Er studierte an der Universität von Virginia.
Die haben bestimmt noch Kontakt zu ihm.
Wenn du ihn nach so langer Zeit wieder sehen willst, na schön.
Herein.
Genau im richtigen Augenblick. Du tauchst so zuverlässig auf wie der Abendstern.
- Haben die Ladys Arbeit für mich? - Selbstverständlich.
Wir brauchen noch etwas Brennholz
und dann brauchen wir 12 Dutzend Einweckgläser aus Mr. Godseys Geschäft.
Und wenn ich alle Einladungen für unsere Wiedersehensfeier geschrieben habe,
bringst du sie zur Poststelle.
Das wird sicher die beste Medizin, die wir seit Jahren destilliert haben.
Ganz sicher die Beste.
Vetter Homer hat uns geraten, den Kessel bis an den Rand zu füllen.
Ja. Diese Nachricht sollte Ashley Longworth erreichen, wo er auch ist.
Ich weiß noch, dass er interessante Wangenknochen hatte.
Nicht wahr, du erinnerst dich auch an Ashleys Wangenknochen, Mamie?
Durchaus nicht. Ich weiß überhaupt nicht, dass er interessante Wangenknochen hat.
Was er hatte, waren interessante Augen.
Ein Auge war blau, das andere war grün.
Stell dir vor, wenn ich Ashley geheiratet hätte,
dann würde bestimmt unser ganzes Haus vor Kinder wimmeln, die alle
ein blaues und ein grünes Auge hätten.
Einmal, John-Boy, musst du
alle deine Brüder und Schwestern mit zu uns bringen. Ich liebe Kinder.
Meine Geschwister? Aber natürlich, ja, gerne.
Ach ja, nun kannst du die Einladungen zur Poststelle bringen.
Ja.
Ein uraltes Modell, Ma'am.
So was hat man heute gar nicht mehr.
Ike, können Sie kein Schild an die Waschmaschine machen: "Verkauft"?
Es ist ein Unterschied, ob eine Ware verkauft oder ob was darauf angezahlt ist.
Gut, ich zahle noch weitere $5 an zu dem einen, den ich schon bezahlt habe.
Fein. Dafür bekommst du auch eine Quittung.
Und jetzt möchte ich 127 3-Cent-Marken.
So viele willst du?
Für die Einladungen zum Familientreffen.
Die Schwestern haben sämtliche Baldwins, die existieren, eingeladen.
- Also, 127, ja? - Bitte.
10, 50, 100...
127.
Ich verkaufe sie nur, anlecken musst du sie selbst.
Dafür werde ich ja bezahlt.
Brauchst du noch etwas?
Ja, dann brauche ich noch 12 Dutzend Einweckgläser.
12 Dutzend?
Was wollen die denn mit so viel anfangen? Das reicht ja
- für 10 Familientreffen. - Ja, ich weiß.
Ich hole die Gläser aus dem Lager.
Ach übrigens, ich kriege $3,81 für die Marken.
Daddy, bekomme ich morgen noch mal den Wagen?
Ich muss das Gestrüpp aus dem Garten der Baldwins wegbringen.
Aber du hast doch keinen Führerschein.
Der Sheriff wird dich erwischen.
Nein, wird er nicht, Mama.
Hättest du mich doch nie zu der ganzen Geschichte überredet.
Wie lange wird es noch dauern?
Bestimmt lassen sie mich morgen gehen, nach dem Familientreffen.
Daddy?
Ist schon in Ordnung, Sohn.
Wie viele kommen zum Familientreffen?
Sie haben 127 Einladungen verschickt.
Sperr die Türe zu und versteck das Silber.
Ach, Mama.
Spar dir dein "Ach, Mama".
Gott sei Dank sind wir Baptisten und können mit Bösem umgehen.
Hallo, John-Boy.
- Der große Tag! - Ja, er wird uns unvergesslich bleiben.
Wo sind Miss Mamie und Miss Emily?
Sie sind beide im Haus und legen letzte Hand an.
- Geh rein, sicher kannst du ihnen helfen. - Ja, Sir.
Ich hoffe wirklich, dass Kusine Cora kommt.
Es war so nett von ihr, zu uns zu kommen, als Papa starb.
Kusine Cora kommt bestimmt.
Washington, D.C. ist gar nicht so weit weg.
Ich will unbedingt Vetter Tyrone sehen.
Mussten sie den nicht einsperren?
Vetter Tyrone war völlig harmlos.
Nur haben ihn diese neugierigen Nachbarn immer verdächtigt,
weil er diesen Streitwagen gebaut hat und damit herumgefahren ist.
Ich wäre gern mal in einem Streitwagen gefahren.
Gib die Hoffnung nicht auf.
Vielleicht kommt Vetter Tyrone im Streitwagen aus Buckingham County.
- Kann ich noch etwas für Sie tun? - Ja, John-Boy, wir brauchen Flusswasser.
Papa nahm für das Rezept auch immer Flusswasser, und so
- ist es auch heute noch bei uns Sitte. - Flusswasser kommt sofort.
Papa hatte dafür eine besondere Stelle.
Würden Sie mir sagen, wo die ist, Miss Mamie?
Du fährst ein ganzes Stück den Fluss hinauf.
Du kannst es nicht verfehlen, an einem Strauch hängt als Zeichen eine Tasse.
- Dann finde ich sie, Miss Mamie. - Und, John-Boy,
Papa füllte das Wasser immer in eine große Korbflasche, sie steht in der Garage.
Mr. Baldwin?
Hoffentlich bringen sie alle ihre Kinder mit, was wäre ein Familientreffen ohne Kinder?
Ach, John-Boy. Hast du die Stelle am Fluss gefunden?
Ja, Ma'am, habe ich, aber der Wagen meines Vaters ist weg.
Darüber wollte ich eben mit dir sprechen. Vetter Homer braucht den Wagen.
Aber mach dir deswegen keine Gedanken, das Benzin, das er braucht, ersetzt er.
Und wohin will er fahren?
Du weißt, wie vorsorglich Vetter Homer Lee ist.
Er hat sich entschlossen, zur Bahnstation zu fahren,
er will sehen, ob von den Baldwins schon die Ersten eingetroffen sind.
Miss Mamie, es sind doch 144 Gläser, die Sie mit der Medizin gefüllt haben?
- Ja, sie stehen im Laboratorium. - Aha.
Wollen wir nicht nachsehen, ob sie noch da sind?
Steh nicht wie vom Donner gerührt da. Was ist los?
Alle sind weg. Sämtliche 144 Gläser sind verschwunden.
- Ike, darf ich mal schnell telefonieren? - Der Apparat hängt da drüben.
Ich weiß, danke.
Ich weiß nur nicht, wie er funktioniert?
Du lebst wohl auf dem Mond, was?
Wir haben noch kein Telefon, darum hatte ich keine Gelegenheit zu telefonieren.
Ok, ich werde es dir erklären.
Zuerst musst du mal wissen, wie so ein Telefon wie das hier funktioniert.
Es eilt, ich kann nicht den ganzen Tag damit verbringen.
Du hättest mir sagen müssen, dass es um Leben und Tod geht.
Zuerst musst du mal langsam die kleine Kurbel herumdrehen.
Dann meldet sich Miss Fanny Tatum,
sie hört jedes Wort mit, egal, wen du auch anrufst.
Ist es so richtig?
Miss Fanny? John-B. Walton ist hier, ich...
Meiner Mutter geht es gut, ja...
Nein, wir haben noch kein Telefon.
Ich rufe von Ike Godseys Gemischtwarenhandlung an.
Könnten Sie vielleicht...
Danke, Mr. Godsey geht's auch gut.
Ja, einen Augenblick, bitte.
- Miss Fanny lässt Sie herzlich grüßen. - Sag ihr meinen Dank.
Er bedankt sich für den Gruß.
Wäre es wohl möglich, mit dem Sheriff zu sprechen?
- Fein, danke. - Dem Sheriff?
Sheriff? John-B. Walton ist hier.
Ich sollte Sie anrufen,
falls Mr. Baldwin sich merkwürdig benimmt.
Das hat er getan.
Mr. Baldwin, 144 Gläser, gefüllt mit Medizin, und unser Wagen
sind plötzlich verschwunden.
Etwa vor einer halben Stunde.
Ich war gerade weggegangen,
weil ich am Fluss eine Korbflasche voll Wasser holen sollte.
Ja, Sir.
Danke, Sheriff, sehr freundlich. Wiederhören.
Häng den Hörer auf den Haken.
Dreh 2-mal die Kurbel, dann weiß Miss Fanny, dass das Gespräch beendet ist.
Das weiß sie auch so, sie hat ja die ganze Zeit zugehört.
John-Boy, was wird dein Vater sagen, wenn er erfährt, dass der Wagen weg ist?
Das höre ich noch früh genug von ihm.
Ich finde das gar nicht lustig.
Es werden 127 Besucher erwartet und nicht 1 Tropfen Feuerwasser ist da.
Darf ich euch daran erinnern, dass der Wagen weg ist?
Mein Wagen ist weg.
Ich wüsste gerne, was du jetzt tun willst.
Das möchte ich gerne wissen.
Ich bleibe hier sitzen und arbeite mit dieser Maschine.
Der alte Truck ist so hässlich,
damit kommt Homer keine 30 km, ohne angehalten zu werden.
Bleibst du hier und hilfst uns?
Ich muss den alten Ladys bei ihrem Familientreffen helfen. Entschuldigt mich.
Die werden Hilfe brauchen können,
mit 127 Baldwins und keinem Tropfen von ihrer Medizin.
Oh Gott.
Ich war so sicher, dass Ashley Longworth zu uns kommen würde.
Schwester, seit Ashley Longworth von hier fort ist, das ist 35 Jahre her.
Und wenn, es ist nie Ashleys Art gewesen, auf eine Einladung nicht zu antworten.
Dann läge sein Antwortschreiben im Briefkasten.
Mamie, eine wundervolle Idee.
Miss Mamie?
Ich habe dich nicht kommen hören, John-Boy.
Sie haben das Klopfen überhört.
Du hast zufällig keinen Baldwin gesehen, der auf der Hauptstraße herumirrt?
Jemand, der den Weg hierher nicht gefunden hat?
Nein, Ma'am, ich habe keinen gesehen.
Ich kann mir nicht vorstellen, warum noch keiner von ihnen da ist.
Haben sie sich denn alle verlaufen?
Ich würde die Hoffnung nicht aufgeben.
Du kannst dir nicht denken, was für ein fröhliches Haus das mal war.
Alle Verwandten versammelten sich hier.
Und Kinder...
Kinder erfüllten Garten und Haus
wie immer währender Sonnenschein.
Schwester, die meisten Einladungen sind wieder zurückgekommen.
"Verstorben. Zurück an Absender."
"Unvollständige Anschrift."
"Empfänger hier unbekannt."
Und der Brief, den ich an Ashley Longworth geschrieben habe?
"Anschrift unbekannt. Zurück an Absender."
Stell dir diesen jungen Mann ohne eine Adresse vor.
Ich hätte gedacht, dass man an "Ashley Longworth, Planet Erde"
schreiben könnte, um ihn zu erreichen.
Ich hatte mich so darauf gefreut, um das Klavier herum zu singen
und auf den Klang von Kinderstimmen.
- Guten Abend. - Guten Abend, John-Boy.
Was gibt's?
Ach, nichts von Bedeutung.
Mama, ich habe einen etwas außergewöhnlichen Wunsch.
Was kann ich für dich tun, John-Boy?
Es gibt bei den Baldwins kein Familientreffen.
Hat der Sheriff die beiden verhaftet?
Nein, Ma'am. Niemand ist gekommen.
Die Einladungen wurden zurückgeschickt, weil außer Miss Emily und Miss Mamie
alle Baldwins tot oder verschollen sind.
Arme, alte Ladys.
Sie wollen es nicht zeigen, ich fürchte aber, dass es sie schwer getroffen hat.
Du wolltest etwas sagen, John-Boy?
Wisst ihr, außer den Ladys ist niemand im Haus.
Wie wäre es, wenn wir die Sonntagssachen anziehen
und den Abend mit ihnen verbringen würden?
Es tut mir Leid, John-Boy.
Ich will niemandem wehtun,
aber ich muss zuerst an unsere Kinder denken.
Es geht nicht, dass die Kleinen sich um die Whiskeyflasche gruppieren.
Im ganzen Haus gibt es weiter nichts als Zitronenlimonade.
Sie sind kinderlieb.
Ich weiß nicht, wie ihr anderen darüber denkt,
aber ich habe jedenfalls die Absicht, hinzugehen.
Ich komme mit, damit du dort keine Dummheiten machst.
John, ob mir das grüne Kleid noch passen wird?
Aber ja, Liebling, es passt dir.
- Danke, Ma. - Du holst die Kinder her.
- Mr. Walton! John Walton. - Miss Mamie.
Wir dachten: Schauen wir mal vorbei.
- Sind die Kinder auch mit dabei? - Ja, alle 7 sind gekommen.
Wie schön!
Guten Abend!
Hallo. Kommt rein.
Ach, wie reizend von euch.
Guten Abend.
Eine Neuigkeit. Ihr Wagen ist wieder da.
- Wo war er denn? - Versteckt.
Hinter Daisy Burgess' Schönheitssalon, drüben in Charlottesville.
- Was ist mit Mr. Baldwin? - Der wird morgen früh verhaftet.
Danke.
Liebe Gäste, ich möchte einen Toast ausbringen,
einen Limonade-Toast,
auf John-Boy Walton,
dem wir die Freude Ihres unerwarteten Besuchs verdanken.
Auf John-Boy!
Eine gute Limonade.
Und jetzt müsst ihr alle die Augen schließen.
- Wir alle? - Du auch.
Sam, nicht schummeln.
Ok, Daddy, komm rein.
Was stellt ihr nun wieder an?
Und ihr dürft nicht kucken, ja?
- Immer noch nicht? - Einen Augenblick.
- Großvater, du schummelst. - Sam, Augen zu.
Ok, Mama, jetzt. Da!
John!
- Hast du deswegen Schulden gemacht? - John-Boy hat sie gekauft.
Wo hattest du soviel Geld her?
Habe ich bei den Baldwins verdient.
Weil ich die 2 besucht habe,
darfst du aber nicht glauben, ich billige, was die Ladies tun.
Mama, du kannst sicher sein, ich habe keinen Whiskey gebrannt.
Zeigt mir denn jemand, wie das Ding funktioniert?
Wir nannten es schlechte Zeiten, was wir damals erlebten,
und wir glaubten, arm zu sein.
Erst als wir Kinder erwachsen waren, begriffen wir,
wie gut die Zeiten damals für uns waren und wie reich wir gewesen sind.
Ich denke oft an das Haus, in dem wir glücklich waren,
und dann höre ich wieder die vertrauten Stimmen.
- Schläfst du? - Noch nicht.
Worüber denkst du nach?
Unsere Kinder, wie sie immer größer werden. Eines Tages werden sie
heiraten und uns verlassen.
Wir können sie nicht für immer behalten.
Ich weiß.
- Gute Nacht, Olivia. - Gute Nacht.
Und gleich noch eine Vorschau auf die nächste Folge von "Die Waltons ".
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