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- Hi. - Hallo.
Alles Mist.
Espresso.
Bei uns gibt's nur normalen Kaffee.
Zweimal, bitte.
Ach du Scheiße.
Ist der eklig.
Spielen wir ein Spiel.
Ok. Ich bin dabei.
Du fängst an.
Ok.
Ich tue so, als würde ich die Zeitung lesen,
dabei lese ich nur die Kontaktanzeigen.
Und bei jeder Anzeige
stelle ich mir vor, wie ihr Verfasser wohl aussehen mag.
Und wie wohl sein nackter Körper ist.
Ich bin schon fast hart.
Bei mir wächst in aller Öffentlichkeit etwas heran.
Bei einer vollständigen Erektion bringe ich es auf 12,1 Zentimeter.
Ich habe das mal ganz genau abgemessen.
Beim Pinkeln hole ich meinen Penis raus
und gucke gerade nach vorn.
Bei seinem Anblick wäre mein ganzer Tag verdorben.
FRANZÖSISCHKURS
LERNEN SIE FRANZÖSISCH
Bonjour. Sie haben Lektion 25 abgeschlossen. Gut gemacht.
Inzwischen sollten Sie schon ganz gut Französisch sprechen.
Machen wir weiter.
Ich will keinen Ärger, Monsieur, ich bin nur ein Tourist.
Das hätte ich gern gesehen.
Grant ist zweifelsohne der mieseste Boss aller Zeiten,
und irgendwann hau ich ihm eins in seine gottverdammte Fresse.
Ich schwör's.
- Sprecht ihr von Grant? - Ja.
Wir sollten ihm einen kleinen Streich spielen.
Zum Beispiel ein Furzkissen auf seinem Stuhl,
das beim Hinsetzen einen Mordslärm macht.
Oder wir zünden sein Haus an. So was in der Art.
Maggie hat doch gerade ein Kind bekommen.
Maggie, Grants Frau.
Ich weiß es sogar genau.
Ich war neulich auf ihrer Party.
Das Baby war da, und ihre zwei anderen Kinder.
Es war übrigens sehr nett.
Gutes Fleisch und tolle Beilagen.
Es wurde sogar ein Gutschein für das neue Restaurant verlost.
Fast das ganze Büro war da. Viele sogar in Badesachen.
Darum ist ihr Haus anzuzünden vielleicht keine so gute...
Idee.
Aber es stimmt schon. Manchmal bekomme ich
Aufträge von Grant,
wie das Prüfen von Unkostenabrechnungen.
Auch wenn es Teil meines Jobs ist, so was zu prüfen,
kann es frustrierend sein.
Was liest du denn da?
- In welcher Abteilung bist du? - Buchhaltung.
Du prüfst also unsere Spesenabrechnungen?
Ja.
Los, verpiss dich.
DIE 5 BESTEN BRÜSTE DER WELT
DER WOLF, DAS HAUSTIER FÜR DEN MANN
Entschuldige.
Ich muss erst neues einkaufen.
Hast du 'ne Knarre?
Was?
HUNDEFUTTER
Nein, bitte nicht.
Hier. Meine Brieftasche.
Da drin sind $10 und ein Gutschein für das neue Restaurant.
Wieso tut ihr das?
In der Nacht gab es einen weiteren Überfall:
Ein 35-jähriger Hundebesitzer ist in einem kritischen Zustand.
Die Täter blieben unerkannt.
Daddy, der hat einen Hund im Bett.
Die Polizei rät,
nach Einbruch der Dunkelheit das Haus nicht zu verlassen
oder zumindest eine Waffe bei sich zu tragen,
wie eine Pistole oder ein großes Messer.
Sie haben nur eine neue Nachricht.
Hey, Casey, hier ist Grant, dein Chef auf der Arbeit.
Ich wollte nur mal hören, wie es dir so geht.
Lass dir alle Zeit der Welt.
Wir zahlen dir noch eine Woche Urlaub,
und danach bummelst du einfach deine Überstunden ab.
Davon hast du ja mehr als genug, also mach dir keine Sorgen.
Du solltest wirklich mal Urlaub in Frankreich machen.
Die Leute dort sollen so nett sein, und das Essen...
Sie haben sonst keine Nachricht.
Tut mir leid, ich kann da nicht raus.
So läuft das nicht! Ich hätte gewinnen müssen!
Das ist gegen die Regeln!
Es gibt keine Regeln.
- Kann ich helfen? - Ich hätte gerne eine Waffe.
- Für die Jagd? - Nein. Um mich selbst zu verteidigen.
Etwas, das in meine Hand passt.
Hört sich nach einer Handwaffe an.
Wie wäre es zum Beispiel damit?
Ja. Das ist genau das, was ich suche.
Sie passt ziemlich gut in meine Hand.
Ich checke das dann mal und erledige den Papierkram.
Können Sie sie mir in einen Karton oder eine Tüte packen?
Leider gibt es eine Wartezeit, bevor Sie sie mitnehmen können.
Falls jemand auf jemanden sauer ist
und die Person zum Beispiel gleich abknallen würde.
Nein, der Käufer muss erst eine Weile warten.
- Haben Sie Kinder? - Nein, nur einen Hund.
Gut, denn ansonsten müsste ich Sie warnen,
dass die Gefahr eines tödlichen Unfalls im Haus steigen würde.
Aber da Sie ja keine Kinder haben, gilt das nicht für Sie.
Aber apropos Selbstverteidigung. Seien Sie vorsichtig.
Bei Auseinandersetzungen werden bewaffnete Opfer
viel eher getötet als unbewaffnete.
Auch die Selbstmordrate steigt bei Waffenbesitzern.
Sie werden es lieben, eine Waffe zu besitzen.
Ja, ganz sicher.
Karate ist eine Sprache.
Eine Art der Kommunikation.
Als Kinder
habt ihr eure Stimmbänder trainiert, um aus Luft Wörter zu bilden.
Ihr habt gelernt, Wörter aneinanderzureihen,
damit sie Sätze ergeben.
Und diese Sätze drücken Gedanken, Wünsche, Bedürfnisse aus.
Mit jedem Gespräch habt ihr eure Kenntnisse erweitert.
Und heute, nach all den Jahren...
habt ihr den schwarzen Gürtel im Sprechen.
Und an diesem Punkt eurer Karateausbildung
lernt ihr, wie ihr mit euren Fäusten Worte bildet.
Und mit euren Füßen.
Irgendwann geschieht dies ganz ohne nachzudenken.
Frag mich was.
Was machen Sie am Wochenende?
Ich werde ein paar Einkäufe erledigen
und mir einen Film ausleihen.
Eine Komödie,
um sie mir bequem
zu Hause anzusehen.
Beantwortet das deine Frage?
Das war's für heute.
Verbeugt euch vor mir und dem Großmeister.
Ich hoffe, es ist...
Ihc hoffe, es ist ok, dass ich zugesehen habe.
Der schwerste Teil ist der Gang durch diese Tür.
Daran scheitern die meisten.
- Wie heißt du? - Casey.
Ich bin der Sensei.
Kann hier jeder mitmachen?
Die erste Stunde ist gratis.
Komm einfach morgen vorbei und probier's aus.
Ich werd's versuchen.
Höher, Manny, der Winkel muss stimmen.
Denk dran: Du stößt ihm die Nase rauf ins Hirn.
Das Zauberwort ist "rauf".
Ok, Aufstellung.
Wir probieren den Rear Naked Strangle.
Beim Karate soll der Kampf mit Schlägen enden.
Zum Beispiel, indem man dem Gegner den Arm bricht.
Oder ihm mit einem Spinning Wheel Kick den Kiefer zertrümmert.
Aber eigentlich lautet die Frage nicht,
ob ein Kampf auf dem Boden enden wird,
sondern wann.
Manny?
Diese Übung heißt Taking the Back.
Ich bin in der dominierenden Stellung.
Er ist die Maus. Ich bin die Schlange.
Ich lege meinen Arm um seinen Hals, meinen Ellbogen unter sein Kinn.
Wie eine Schlange beginne ich damit, die Maus langsam zu erdrücken.
11. SCHUSSWAFFEN SIND FÜR SCHWACHE
Mein Arm schnürt die Halsschlagadern auf beiden Seiten ab
und unterbindet die Sauerstoffversorgung des Gehirns.
Leute, wie lautet Regel Numero acht?
Gib den Kampf auf oder den Löffel ab.
11. NUR SCHWACHE HABEN WAFFEN.
Gib den Kampf auf oder den Löffel ab.
Ok, probieren wir den Griff mal.
Verbeugt euch.
Auch vor dem Großmeister.
Hallo.
Du bist eine tolle Lehrerin.
Väter sehen wir hier sonst nie. Wen willst du abholen?
Ich bin kein Vater.
- Ich will hier anfangen. - Ein neuer Weißgürtel?
Ist Weiß der erste?
Weiß ist keine Farbe. Du hast dir noch keine verdient.
Ja, das verstehe ich.
Ich wollte den Sensei nach
einem Anzug fragen, sehe ihn aber nicht.
Sei froh, dass er dich nicht sieht.
Dass er nicht sieht, wie ein Weißgürtel
sein Dojo entweiht
und alles, wofür er steht.
Wie lautet die erste Regel? Steht auf der Tafel hinter dir.
DOJOREGELN: 1. KEINE SCHUHE AUF DER MATTE.
Keine Schuhe auf der Matte.
Zieh deine verdammten Schuhe aus.
Du brauchst also einen Gi und einen Gürtel?
Ja.
Ich steh am Geldautomaten,
Gesicht nach vorn, und werde in den Schwitzkasten genommen.
- Ok. Darf ich? - Na klar.
In dem Fall musst du als Allererstes
den Druck von deinem Nacken nehmen.
Dein Schwerpunkt muss unter meinem liegen, also geh in die Hocke.
- So? - Ja, genau.
Jetzt kannst du mich einfach hochheben.
Sehr gut!
Obwohl ich von hinten an dir dran bin, hast du die Oberhand gewonnen,
und kannst mich ohne Mühe ganz leicht abwerfen.
- Das ist sehr effektiv. - Ja, oder?
- Und wenn jemand hartnäckiger ist? - Zeig mal.
Ich verstehe, was du meinst. Vermutlich...
würde ich wohl so was machen.
In diesem Dojo gibt es eine Menge Testosteron.
Das ist ein Männerhormon.
Frauen produzieren es auch, aber Männer viel mehr.
Deine erste Stunde?
Ja.
Komm, ich helfe dir.
Fang vorne an, nicht hinten.
Du trägst einen blauen Gürtel.
Ja.
Ich spüre eine Verbindung zur Farbe Blau. Sie steht mir.
- Ist Blau ein hoher Rang? - Blau gehört zu den mittleren Rängen.
Die Reihenfolge ist Weiß, Gelb, Grün, Blau, Lila, Braun, Schwarz.
Manche Schulen haben andere Farben oder andere Reihenfolgen.
Aber unsere Schule macht es so, und so ist es auch am besten.
Und was bedeuten diese Streifen?
- Das sind Bänder. - Bänder.
Bänder stehen für Fortschritte und Errungenschaften.
Was bedeutet ein rotes Band?
Dass jemand einen anderen im Kampf getötet hat.
Kleiner Scherz! Es steht für den Lehrer.
Anna hat ein rotes Band, weil sie die Kinder trainiert.
Nur sie und der Sensei tragen hier rote Bänder.
Und das schwarze Band?
Das verleiht der Sensei an ausgewählte Schüler ab dem grünen Gürtel.
Heute ist dein erster Tag. Vergiss die Bänder.
Vergangenes gehört respektiert,
Neues aber nicht einfach töricht abgetan.
Der Großmeister wusste das:
Er sagte: "Die Techniken, die es wert sind, erlernt zu werden,
sind die, die funktionieren."
Dass ich ein Karateka bin,
heißt nicht, dass ich euch nicht etwas aus dem brasilianischen Jiu Jitsu
oder dem russischen Sambo beibringen könnte.
Oder gar einen Wrist Splicer aus dem mongolischen Judo,
hätte ich den nicht gerade erfunden.
Regel Nummer zehn.
Was funktioniert, wird eingesetzt.
Und damit kommen wir zu unserer heutigen Lektion.
Tritte mit den Fäusten und Stöße mit den Füßen.
- Ich bin Kennith. Und du? - Casey.
Schön, dass du Karate machen willst.
Das ist ein toller Sport, der dein Leben verändern wird.
- Möchtest du als Erster? - Fang du lieber an.
Ok.
Nicht im Tageskurs.
Verzeihung. Ich habe die Zeit vergessen.
Alles in Ordnung?
Schön, dass du da bist.
Das ist mir so rausgerutscht. Entschuldige. Willst du mal probieren?
Ok. Guter erster Versuch.
Aber mehr ein Tritt als ein Stoß.
War für mich auch eher ein Tritt.
Dein ganzes Leben dachtest du, Füße können nur treten
und nicht stoßen.
Vergiss alles, was du weißt.
Viel besser. Das war fast schon ein Stoß.
Ein schwacher. Aber das Wichtigste ist,
dass du lernst, mit deinem Fuß zu stoßen.
Sieh noch mal zu.
Sieh es nicht so, als würde ich dich mit dem Fuß treffen.
Sondern als würde dein Körper meinen Fuß treffen.
Das ergibt Sinn.
Wow. Du hast einen tollen Gleichgewichtssinn.
Ich will mich zum Unterricht anmelden.
Das sind ja tolle Neuigkeiten.
Dann gebe ich dich mal in den Computer ein.
Name. Casey...?
Davies.
Klingt ziemlich weibisch, der Name.
Alter?
Nächsten Monat werde ich 36.
Wie viel ist das in Monaten? Der Computer will es so.
432 minus eins ist...
431 Monate.
So gesehen klingt das echt alt.
Warum Karate?
Mehrere mögliche Antworten.
A: Gesundheit und Fitness.
B: Karrierechancen. C: Neujahrsvorsatz.
D: Selbstverteidigung bzw. traumatisches Erlebnis.
Und wenn es keines davon ist?
- Soll ich noch mal vorlesen? - Nein, schon ok.
A: Gesundheit und Fitness.
Das ist der Geräteraum. Zutritt verboten.
- Verstanden? - Ja.
Warte bitte hier.
Das ist dein Gürtel.
Komm nie ohne Gürtel zum Unterricht.
Er gehört dir. Er ist heilig.
Ihn zu ersetzen kostet $15.
Hallo?
Hi, kann ich Ms. Casey Davies sprechen?
Das bin ich. Ich bin ein Mann.
Verzeihung, ich hielt es für einen Frauennamen.
- Wer spricht da? - Es geht um Ihre Waffe.
Die Handwaffe.
Jetzt erinnere ich mich. Sie sind ein Mann.
- Verzeihung noch mal. - Ist ok.
Mit Ihrem Papierkram scheint es keine Probleme zu geben.
Morgen früh können Sie Ihre Waffe abholen kommen.
Sind Sie noch da?
Ich brauche keine Pistole mehr.
Sind Sie etwa Vater geworden?
Wir verkaufen nämlich auch gute Kindersicherungen.
Nein, bin ich nicht. Es ist nur...
Ich habe etwas anderes gefunden.
Sagen Sie nicht, ein Messer.
Messer sind auch gut zur Verteidigung,
aber in 90 % der Fälle verliert man damit
gegen jemanden mit einer Pistole.
Es ist kein Messer.
Na ja, der Papierkram ist sechs Monate gültig.
Ich hoffe, bis dahin greift Sie niemand mit einer Pistole an,
oder einem Messer.
- Wiederhören. - Alles Gute.
Der Nächste. Los.
Der Nächste. Los.
Los.
Erbärmlich.
Dein Kampfgegner würde dich auslachen.
Jetzt du, Casey.
Gut.
Sehr gut.
Hey, Casey.
Hier ist dein Chef von... von der Arbeit.
Du warst seit zwei Monaten nicht mehr hier im Büro.
Wie geht es dir?
Ich habe deinen Urlaub ungeplant um fünf Monate verlängert.
Und deinen Gehaltsscheck letzte Woche habe ich aus eigener Tasche bezahlt.
Ich betrachte dich als Freund.
Ich sag's ja nur ungern, aber du musst wieder zur Arbeit kommen.
Ich kann dir noch einen Tag geben, aber dann brauche ich dich.
Ansonsten werde ich dich entlassen müssen,
und das möchte ich eigentlich wirklich nicht.
Ich würde dir ja alle Zeit der Welt geben,
aber meine Vorgesetzten...
Aufnahmekapazität erschöpft.
Bitte Nachrichten löschen.
Wer sind all die neuen Leute?
Heute ist die Verleihung.
Alle kommen zur Verleihung.
Sogar die Schüler aus dem Nachtkurs.
- Dem Nachtkurs? - Schwarze Bänder.
Die Farbe steht für die Nacht, wie in "Nachtkurs".
Ich bleibe beim Tageskurs.
Jetzt, wo du's sagst, bist du da vermutlich auch besser aufgehoben.
Ich andererseits...
Ich bekomme heute mein Band.
Der Sensei hat etwas durchblicken lassen.
- Gratuliere. - Danke.
Ich... Ich hab's mir auch wirklich verdient.
Heute ist ein besonderer Tag.
An dem wir nicht nur denjenigen Anerkennung zollen,
die ihre alte Farbe hinter sich lassen.
Es ist auch ein wichtiger Jahrestag.
Vor sieben Jahren kam der Großmeister bei einem Wanderunfall ums Leben,
durch einen Schuss ins Gesicht.
Ein Jäger mit Schrotflinte hielt ihn für einen Vogel.
Das ist ein Gewehr mit Patronen,
aus denen zehn bis 20 Schrotkügelchen austreten.
Unser Karate ist zivilisiert und klar umrissen,
diese Waffe war ungenau und unzivilisiert.
Regel Nummer 11.
Nur Schwache haben Waffen.
Die Tafel gilt nicht nur für Kinder.
Das sind Regeln für uns alle.
Nur dem Großmeister war es vergönnt, den Regenbogengürtel zu tragen.
Eine Farbe, die er selbst erschaffen und sich selbst verliehen hat.
Die allerhöchste Ehre im Karate.
Er erreichte sie, indem er alle anderen Großmeister,
alle drei, im unbewaffneten Kampf auf Leben und Tod bezwang.
Er beendete einen jeden Kampf mit seiner unverkennbaren Technik,
die nur er beherrschte.
Und die er nicht einmal mich lehrte.
Er stach mit dem Zeigefinger durch den Schädel seines Gegners.
Er war der großartigste Mensch aller Zeiten.
Ich verleihe keine Gürtel.
Meine Schüler verdienen sie.
Und dieser erste Gürtel geht an jemanden...
in dem ich mich selbst sehe.
Er gibt sich ganz dem Karate hin
und hat sich mehr als nur das Recht verdient, die Farbe Gelb zu tragen.
Casey.
Der Übergang vom gelben zum grünen Gürtel
ist voller Opferbereitschaft und Selbstwahrnehmung.
Voller unermesslichem Schmerz, sowohl inner-als auch äußerlich.
Danke, dass ihr heute alle gekommen seid.
- Wir sind wie eine Familie. - War da nicht noch was?
Wie bitte?
Ich möchte nur nicht, dass Sie etwas vergessen.
Was denn, Blaugürtel?
Ich habe gehört, es soll noch etwas verliehen werden.
- Hast du gehört? - Ja.
Etwas Schwarzes.
Etwas Schwarzes.
Tja... Du hast ganz recht.
Da ist noch etwas Schwarzes.
Ich habe es für seine dramatische Wirkung bis zum Ende aufgehoben.
Wie gesagt ist heute ein besonderer Tag.
Nicht nur wegen des Todestages des Großmeisters,
der beim Wandern erschossen wurde,
als ein Jäger ihn mit einem Vogel verwechselte.
Heute verleihe ich zum ersten Mal
einem Schüler den schwarzen Gürtel.
Und dieser Schüler ist seit Anbeginn bei uns.
Er stellt keine Fragen.
Seine Loyalität ist unerschütterlich.
Und vor allem weiß er, dass er trotz des schwarzen Gürtels
immer mein Schüler sein wird und ich sein Lehrer sein werde.
Thomas.
Das ist mein Platz, Braungürtel.
Schwarz ist höher als Braun.
Bitte rutsch nach links.
Damit kommen wir zum Ende.
Bitte behaltet die alten Gürtel.
Denn falls jemand euren Rang anzweifelt,
legt ihr sie ihm erst als Beweis vor und bezwingt ihn dann im Kampf.
- Missionar. - Das ist die beste Stellung.
Ich steh auch drauf, wenn sie vor mir auf Knien ist.
- Doggy-Style. - Ja, Doggy-Style.
Auch 'ne geile Stellung.
SENF
KRISTALLZUCKER
BLEICHE
KARTOFFELCHIPS
MUNDSPÜLUNG
GELBFLOSSEN-THUNFISCH
Das ist ja alles gelb.
Und 'ne Tüte, bitte.
Entschuldigung?
Haben Sie mich gerammt?
- Keine Ahnung. - Ich denke schon.
Warum fragen Sie mich dann?
Weil ich es von Ihnen hören wollte.
- Ok, dann nicht. - Was nicht?
- Ich habe Sie nicht gerammt. - Doch, haben Sie.
Habe ich nicht.
So funktioniert das nicht. Ich habe es gesehen.
- Was ist dein Problem? - Sie haben mein Auto gerammt.
Ich kann Karate.
- Welcher Gürtel? - Gelb.
Du hast 'ne Tüte in der Hand.
Du müsstest sie fallen lassen.
Bis dahin habe ich dir schon längst die Fresse poliert.
Ich frage dich also noch mal: Gibt es ein Problem?
Sie haben Ihre Tür nicht in mein Auto gerammt.
Es gibt also kein Problem.
Nein.
Du? Karate?
Wer's glaubt.
Aus! Böser Hund.
Tut mir leid.
Mist.
Vielleicht ist das Brett für Grüngürtel?
Lass mich mal.
Ok.
Nimm eins für Weißgürtel.
Deine Tritte und Stöße haben nicht überzeugt.
Vielleicht lag ich falsch
und du warst noch nicht bereit.
Nein. Nicht das ist es, was ich sehen will.
Ich will, dass du für dich einstehst.
Aber Sie haben recht.
Ich habe kein einziges Brett geschafft.
Und jetzt kannst du kein Gelbgürtel mehr sein?
Fängt der Wald eines Bären Feuer, bleibt der Bär trotzdem ein Bär.
Selbst wenn ein Boot kentert
und auf den Grund des Meeres sinkt, bleibt es noch immer ein Boot.
Du bleibst ein Gelbgürtel. Bis zu deinem Tod.
Oder bis du zum Grüngürtel wirst.
Der bleibst du, bis du zum Blaugürtel wirst.
Und so weiter.
Könnte ich meinen Gürtel doch immer tragen.
Ohne ihn bin ich ein Nichts.
Komm mit.
Sag mir, warum genau du hier bist.
Das wissen Sie doch.
Es war mein guter Vorsatz fürs neue Jahr.
Nicht "Gesundheit und Fitness"?
Das meine ich ja.
Warum bist du wirklich hier?
Man hat mich überfallen.
Spätabends, vor ein paar Monaten.
Ich wurde von mehreren Männern brutal zusammengeschlagen.
Ich habe Angst.
Angst vor der Dunkelheit.
Angst vor anderen Männern.
Sie schüchtern mich ein.
Ich will das sein, was mir Angst macht.
Dann bist du hier richtig.
Du lernst Karate.
Du bist eine Klinge, und ich schärfe dich.
Aber da ist auch noch eine mentale Komponente.
Sie meinen, der Glaube an mich selbst?
Ja, auch das könnte nicht schaden.
Aber ich meine etwas ganz anderes.
Welche Musik hörst du am liebsten?
Melodische Popmusik.
Nein. Du solltest Metal hören.
Hast du schon mal Metal gehört?
Sie meinen so was wie Hardrock?
Metal ist noch viel aggressiver als Hardrock.
- Ab jetzt hörst du Metal. - Gut.
Es gibt keine härtere Musik.
Hast du Hobbys?
Irgendwas, für das du Leidenschaft empfindest?
Außer für deine neue Liebe zum Metal?
Ich mag Frankreich.
Ich meine, was damit zu tun hat.
Ich war noch nie selbst dort.
Aber ich lerne die Sprache und würde gern mal rüberfliegen.
Nein. Vergiss es.
Rein historisch wurden die Franzosen
immer als Schwächlinge ohne Rückgrat angesehen.
Keine Eigenschaften für dich.
Russland hingegen gilt als ein hartes Land.
So wie Deutschland. Deutschland ist stark und kompetent.
- Mein Hund ist eine deutsche Rasse. - Na also.
- Deutscher Schäferhund? - Mehr ein Dackel.
- Egal. Hauptsache, er ist deutsch. - Ok.
Genau so musst du denken, verstehst du?
Mit jedem Aspekt deines Lebens, was du isst, wie du sprichst,
was dich erregt.
Alles soll so männlich sein wie möglich.
Wie du weißt,
gebe ich auch Nachtkurse.
Das ist deine Einladung.
Gelbgürteln waren sie bisher verschlossen,
aber für dich mache ich eine Ausnahme.
Und wann findet das statt?
Nachts. Es sind Nachtkurse.
Da kann ich wohl nicht.
Ich kann dich nicht zwingen.
Aber wie die Farbe deines Gürtels hast du dir auch dieses Band verdient.
Diese Einladung bleibt auf ewig bestehen.
Sie gilt, auch wenn du sie ausschlägst.
Die Nachtkurse bieten dir, denke ich, nicht nur das, wonach du suchst,
sondern ich garantiere dir,
dass du zu dem wirst, was du fürchtest.
Casey, hör auf, Angst zu haben.
-METAL -MELODISCHE POPMUSIK
Wie immer? O-Saft mit Schokocroissant?
Nein. Ich hab jetzt was Neues.
Kaffee, heiß, schwarz, ohne was zu essen.
Die gehört mir.
Jetzt gehört sie mir. Alles andere interessiert mich nicht.
Bezahlen Sie die nächste Runde Wodka oder ich werde Sie verprügeln.
In einem Kampf werde ich Sie treten, während Sie auf dem Boden liegen.
Hallo, Casey.
- Hörst du Musik? - Ich lerne Deutsch.
Deutsch. Du bist ja mächtig international.
Aber was ist mit diesen Abrechnungen?
Der Haufen wird immer größer, und ich möchte vermeiden,
dass du am Wochenende ins Büro kommen musst.
Maggie lässt fragen, ob du zum Essen kommen möchtest.
Was meinst du?
Sei nicht mein Freund. Chefs können keine Freunde sein.
So geht das nicht.
Anstatt zum Essen zu kommen, komme ich lieber bei mir zu Hause,
wenn ich mir deine Frau beim Grillen im Badeanzug vorstelle.
- Machen wir Liegestütze. - Hey, sei still. Schnauze.
- Wie bitte? - Ihr redet zu viel. Ich handele.
Ich hab ihm aufs Maul gehauen. Hat gut getan.
- Wem? - Unserem Boss. Grant.
Möchtest du dich zu uns setzen?
- Aber wir haben nur drei Stühle. - Ich nehme deinen.
Machen wir Liegestütze.
Du bist ein braver Hund, und ich mag dich.
Trotzdem werde ich dich nicht mehr streicheln.
Ich habe dich total verhätschelt.
Es ist besser so für dich.
Es wird dich stärker machen.
Verzeihung.
Was hast du vor?
Du hast hier ohne schwarzes Band nichts zu suchen.
Ich dachte, wir wären Freunde.
Freunde sagen nicht, sie gehen zum Tageskurs,
besuchen dann aber heimlich Nachtkurse.
Wieso?
Die Hebelkraft lässt unsere Glieder so stark werden.
Ein Ellbogen kennt nur eine Richtung, ansonsten wäre er schwächer.
Aber darin steckt auch ein kleiner Mangel.
Henry, hilf mir mal, etwas zu demonstrieren.
Seht genau her.
Hebelkraft ist eine Waffe. Für euch oder gegen euch.
Deinen blauen Gürtel kann ich dir nicht mehr wegnehmen.
Also nehme ich dir den Arm weg.
Lass dich nie mehr blicken.
Auch nicht im Tageskurs.
Und nun, Freunde, möchte ich Casey im Nachtkurs willkommen heißen.
Er ist ein Gelbgürtel.
Also dann. Legen wir los.
METAL-LIEDER NR. 4
Du bist für heute fertig.
Der aber auch.
Könnt ihr...
ihn von der Matte ziehen?
Lernt, dieses Gefühl zu lieben.
Wenn eure Knochen schmerzen.
Euer Brustkorb schreit.
Das ist Karate.
Ich habe nichts anderes.
Das war ein toller Unterricht mit euch, heute.
Kommen wir ein wenig runter.
Die anderen bleiben hier liegen,
aber weil es für dich das erste Mal ist,
habe ich etwas anderes für dich.
Komm mit.
Du fragst dich sicher, was ich jetzt mit dir vorhabe.
Aber sei versichert, dass auch die anderen da durchmussten.
Tut mir leid, dass du hier runterkommen musst.
Ihre Frauenhände sind schwächer als die eines Mannes.
Eine Massage funktioniert am besten mit festem Griff,
darum ist das hier nicht ideal.
Aber immer noch besser als eine Selbstmassage.
Also, worauf wartest du, Gelbgürtel?
Jacke aus und setz dich vor mich hin.
Tut mir leid.
Ich weiß, dass ich nicht so viel Kraft habe.
Das ist also die Frauenumkleide?
Ja.
Sie ist genau wie die der Männer, nur kleiner und nicht so schön.
Wie lange machst du schon Karate?
Ich war eine der ersten Schülerinnen hier.
Seit wann bist du Braungürtel?
Das Runterkommen soll in aller Stille geschehen.
Wieso hat er vor dir den schwarzen Gürtel bekommen?
Hast du ihn deswegen fertiggemacht?
Du hättest ihn töten können.
- Du wolltest es, oder? - Ich wollte etwas beweisen.
- Wegen des Gürtels? - Nein. Warum ich hier bin.
Halt dich nicht zurück.
Niemals.
Das macht dich schwach, und du darfst nicht mehr schwach sein.
Nicht in den Nachtkursen.
Verstehst du?
Ich denke schon.
Aber vielleicht auch nicht.
Das wirst du schon.
Dieser Ort hier ist nicht sicher, Casey.
Jetzt ich.
Komm nur rein.
Dein Gürtel. Er ist gelb.
Habe ich anfertigen lassen.
Man kann ihn ganz leger zu allem tragen.
Er ist gelb, weil ich ein Gelbgürtel bin.
Ich wollte meinen Gürtel immer tragen, aber hätte seltsam ausgesehen.
Das ist eine ganz wunderbare Idee.
Hätte von mir sein können.
Jetzt kann ich im Alltag und hier im Dojo einen gelben Gürtel tragen.
Wie gesagt, ich habe ihn extra machen lassen.
Er ist eine Spezialanfertigung.
Aber man konnte nicht bloß einen bestellen.
Ich musste 50 abnehmen.
Das Gute ist, jetzt haben wir genug Gürtel für alle Schüler.
Für Sie habe ich sogar einen schwarzen.
Er ist echt hübsch geworden.
Ich bin wirklich sprachlos.
Was für eine Ehre.
Das war sicher teuer.
Keine Sorge. Das ist mein Geschenk an die Schule.
Obwohl ich neulich unerwartet meinen Buchhalterjob verloren habe.
- Du arbeitest als Buchhalter? - Seit zehn Jahren.
Oder 120 Monaten.
Ich suche jemanden, der mir die Bücher macht.
Die Schule wächst einfach zu schnell.
Es kommt immer mehr Geld rein. Das ist überwältigend.
Ich könnte dich brauchen.
Nur vorübergehend, bis du was Neues gefunden hast.
Oh, danke, ja.
Ich sage Ja.
Gut.
Morgen fängst du an.
Bis du hier fertig bist, hast du einen neuen Job gefunden.
- Casey? - Ja?
Ich freue mich wirklich über den Gürtel.
- Hallo? - Casey.
Wer ist da?
Würdest du diese Männer wiedererkennen?
Sind Sie das, Sensei?
Die, die dich angegriffen haben.
- Ich... - Würdest du die Gesichter erkennen?
Die hatten Helme auf, Motorradhelme.
Du hast sie nicht gesehen?
Wozu wollen Sie das wissen?
Als du mir das alles neulich erzählt hast,
hat mich das wütend gemacht.
Ich habe meine Quellen.
Ich habe einen der Männer gefunden, Casey.
Wir müssen uns treffen.
Aber wie soll ich ihn wiedererkennen? Es war dunkel.
Und wie gesagt, die haben Motorradhelme getragen.
Er ist es. Du musst mir vertrauen.
Du vertraust mir doch, ja?
Stehst du wie abgemacht im Parkhaus?
Ja, und da war ein Motorrad.
Schön, dass du da bist.
Du trägst deinen Gürtel, damit er dir Mut macht.
Ich auch.
Er steht nicht nur für meinen Karategürtel,
er hält auch meine Hose fest.
Ja. Und, wo ist er?
In der Bar.
Ich verstehe noch immer... Sind Sie sicher, dass er dabei war?
- Ganz sicher. - Aber wieso?
Wieso? Du hast das Motorrad doch selbst gesehen.
Wie haben Sie ihn gefunden?
Mach dir darüber keine Gedanken.
Und wie sieht er aus?
Er trägt manchmal eine Mütze.
Aber nicht immer.
Da ist er. Das ist der Mann, den wir suchen.
Der?
Er passt genau auf die Beschreibung.
Er trägt zwar keine Mütze, aber das tut er ja auch nicht immer.
Wir sollten das nicht tun. Nicht so.
Obwohl ich zu schätzen weiß, was Sie...
Du hast keine Wahl.
Hier draußen ist es wie in meinem Dojo.
Wir haben beide unsere Gürtel.
Tu, was dein Lehrer dir sagt.
Und damit eins klar ist:
Nicht ich helfe dir. Du hilfst dir selbst.
Denk dran, was er getan hat.
Er hat dir deine Würde genommen.
Hol sie dir zurück.
Hi.
Kennst du mich noch?
Glaube nicht.
Sieh mich an!
Ich rede mit dir.
Erinnerst du dich an mein Gesicht?
Schönen Abend noch.
Nein, nicht anfassen.
- Nicht anfassen. Er lebt noch. - Was soll das?
Du hast es ihm gezeigt.
Er und seine Freunde werden dich in Zukunft in Ruhe lassen.
- Wieso filmen Sie das? - Ich dokumentiere.
Und was?
Deinen Fortschritt.
Bis morgen.
Dann gehen wir die fälligen Zahlungen durch
und kümmern uns um die Rechnungen für betriebsbedingte Anschaffungen.
Das war richtig von dir.
Wirst schon sehen.
Es tut mir leid.
Wir haben nichts tun können.
Ist er friedlich gestorben?
Nein, eher sehr qualvoll.
Er wurde schwer misshandelt.
Was soll das heißen?
Auf den Röntgenbildern waren gebrochene Rippen
und diverse innere Verletzungen zu sehen.
Das verstehe ich nicht.
- Haben Sie Ihren Hund geschlagen? - Natürlich nicht!
Er war mein bester Freund. Als ich nach Hause kam...
Ist Ihnen etwas aufgefallen?
Keine Ahnung. Ich bin sofort hergekommen.
Sie glauben, jemand hat ihm das angetan?
Er hatte Blut am Gebiss.
Er hat gebissen?
Offenbar hat er sich tapfer bis zuletzt gewehrt.
Ich habe versucht, ihn nicht zu verhätscheln.
Es tut mir sehr leid, und ich will Sie nicht beunruhigen.
Aber eines ist seltsam.
Die Todesursache war ein Stoß.
Aber anhand der Blutergüsse nicht von einer Faust,
sondern von einem Fuß.
Ich weiß, das ergibt keinen Sinn.
Manchmal ist euer Gegner größer als ihr.
Aber vergesst nicht, ihr seid Kinder und noch im Wachstum.
Wenn man euch besiegt, werdet ihr später in eurem Leben
noch immer die Möglichkeit haben, euch zu rächen.
Wir sind mitten im Unterricht.
Was soll das?
Ich trage Schuhe auf der Matte.
Und ich verbeuge mich nicht.
Was ist passiert?
Du kannst es mir sagen.
Ich habe Hunger.
Tu das nicht.
Mich nicht zu verbeugen und das Essen machen echt durstig.
Regel Nummer neun. Genug Flüssigkeit aufnehmen.
- Schluss! - Sie haben meinen Hund getötet.
- Wann? - Gestern Nacht.
Da waren wir doch zusammen.
Casey, das ist unmöglich.
Ist der Hund deutscher Abstammung?
Er war ein Dackel, du Mistkerl.
Dackel, kleine Statur, langer Körper.
Nicht die männlichste Rasse.
Leider weiß ich nicht, wovon du redest.
Aber mein Beileid.
Drauf geschissen.
Und ich scheiß auf dein Dojo.
Wie gesagt, wir waren gestern zusammen.
Ich habe gesehen, was du dem Mann angetan hast.
Ich dachte, er war einer von denen.
Du wusstest, dass er nichts damit zu tun hatte,
und dennoch hast du es getan.
- Du spinnst ja. - Und es war dir egal, oder?
Du wolltest einfach deinen Frust rauslassen
und zu dem werden, was du verabscheust.
Ich bin raus. Das ist kein Karate.
Ich habe alles auf Band.
Der Mann gestern hatte die Wahl.
Entweder mehr aus seinem Leben zu machen,
oder es zu verwirken.
Du hast ihm diese Wahl gegeben, und sein Leben ist jetzt ein anderes.
Dieser Abend damals
war das Beste, was dir je passiert ist. Das weißt du.
Du bist jetzt, wer du immer sein wolltest.
Karate hat dich verändert.
Nimm diese Energie mit für heute Nacht.
Und zieh die Schuhe aus.
Ok, Kinder. Weiter geht's.
In der Kunst der Buchhaltung bin ich ein Weißgürtel.
Und du hast den steuerrechtlichen schwarzen Gürtel.
- Hast du meinen Hund getötet? - Nein.
Auch wenn es nicht gerade eine männliche Rasse war.
Aber ich mache das wieder gut. Wirst schon sehen.
Ich habe seit einiger Zeit Probleme, meine Gefühle zu kontrollieren.
Das ist eine sehr maskuline Eigenschaft.
Nimm sie an.
Frauen haben einen viel kühleren Kopf.
Ich will, dass du in Vollzeit für mich arbeitest.
Mehr als das hier.
Du sollst die Kinder übernehmen.
- Und Anna? - Mach dir wegen ihr keine Sorgen.
Aber sie ist eindeutig qualifiziert für diesen Job.
Sie ist fast ein Schwarzgürtel.
Anna wird nie ein Schwarzgürtel.
Ich hätte nicht mal gedacht, dass sie so lange durchhält.
Als sie den blauen Gürtel bekam, übertrug ich ihr die Kinder.
Als Frau hat sie so einen Mutterinstinkt.
Aber genau das hat sich auf ihr Karate ausgewirkt.
Mir ist jetzt klar, dass sie es durch ihr Frausein
niemals zu einem Mann bringen wird.
Weißt du, manche Dinge bleiben uns Männern vorbehalten,
und manche Dinge nur den Frauen.
Manche Dinge machen Mann und Frau gemeinsam,
wie Tandemfahren oder auch Sex.
Aber selbst dann fahren die Männer nur mit, um der Frau zu gefallen.
Und beim Sex ist es andersherum.
Karate...
Karate ist was für Männer.
Zeit für den Nachtkurs.
Ich wollte mich nur bedanken.
- Für den Gürtel. - Gern geschehen.
Freut mich, dass sie euch gefallen.
Gefallen? Ich liebe ihn.
Wenn ich mich jetzt in der Öffentlichkeit zeige,
habe ich immer noch das Gefühl, ich trage Karategürtel. Danke.
Heute Nacht nehme ich dich, dich
und... dich.
Wie groß ist dein Kopf?
Ganz normal.
Zieht euch um. Wir treffen uns hinten.
BELADEN - ENTLADEN
Ich glaube, das kann ich nicht.
Habt ihr gehört? Ich kann das nicht.
- Doch, du kannst. Das wird schon. - Du bleibst.
- Nein. - Wir brauchen dich nicht.
Casey kann den Läufer machen. Ich bin Fahrerin.
Ansonsten hätten wir drei Fahrer und einen Läufer. Du brauchst mich.
Aufsetzen. Na los.
Ihr seid Beobachter.
Wird erledigt.
Nein. Du hast Glück, dass du überhaupt mitmachen darfst.
Thomas ist zu auffällig.
Seine Visage und die Verbände sieht man trotz der Kluft.
Casey soll es machen. Er muss sich beweisen.
Es ist so weit, Casey. Finde jemanden, dem wir helfen können.
Jemand, der allein unterwegs ist.
Du hättest niemals mit Karate anfangen sollen, Casey.
- Wir müssen das nicht tun. - Dann bringt er uns um.
Wir kriegen das schon hin, aber einer von uns muss ihm wehtun.
Ich kann nicht.
Dann warte hier.
Was wird das?
Stehen bleiben.
Bleib stehen, Polizei.
Zeigen Sie mir Ihre Hände! Polizei!
Scheiße, ich wollte deinen Freund nicht anschießen. Bleib stehen.
Bleib stehen und zeig mir deine Hände!
Es war ein Unfall.
Casey!
Casey, wir müssen hier weg.
Sie haben den Kollegen erwischt. Er ist tot.
Der Beobachter hat nachzufragen, ob jemand eine Waffe trägt.
Warum hast du diesen Mann nicht gefragt?
Meine Tritte haben nachgelassen.
Die Kugel hat dich nur gestreift.
Ungenau und unzivilisiert.
Alles deine Schuld.
Morgen verleihe ich dir das rote Band.
Das für Lehrer? Das kannst du behalten.
Das rote Band bedeutet, du hast jemanden umgebracht.
Rot steht für Blut.
Es gibt kein Band für Lehrer.
Ein Gelbgürtel mit schwarzem und rotem Band?
Das gab's noch nie.
- Thomas, bring Anna nach Hause. - Nein.
Ich mache das.
Wie hast du deins bekommen?
Hier rechts.
Mein was?
Dein Band. Das rote.
Es war ein anderer Schüler.
Ein Gürtel über mir,
der damals höchste Rang nach dem Sensei.
Ich war besser als er.
Ich wusste es.
Aber ich wusste auch um meine Stellung.
Ich ließ ihn gewinnen. Ich wollte die Hierarchie nicht durcheinanderbringen.
Du weißt ja nun, dass es im Karate eine Hierarchie gibt.
Damals hatte das Dojo nur eine Umkleidekabine.
Also wartete ich mit dem Umziehen,
bis die Männer fertig waren.
Eines Abends, als ich mich umzog,
griff der mit dem höheren Gürtel mich von hinten an.
Ich hatte mich immer zurückgehalten, darum sah er mich als schwächer an.
Als leichtes Ziel.
Am Ende erdrosselte ich ihn mit seinem eigenen Gürtel.
Ich ließ ihn leiden.
Das Letzte, was er sah, bevor er starb,
war mein zufriedener Gesichtsausdruck.
Er sah, dass ich nicht schwach war.
Sondern stark.
Seitdem halte ich mich nicht mehr zurück.
Danach ließ der Sensei den alten Geräteraum
zu einer Frauenumkleide umbauen.
Er sagte, ich hätte den anderen in Versuchung geführt.
Dass es meine Schuld sei.
Aber es war nicht deine Schuld.
Ich weiß.
Danke fürs Mitnehmen.
Ich hoffe, ich sehe dich im Unterricht nie wieder, Casey.
Ich hoffe wirklich, dass du niemals wiederkommst.
ZEIG IHM, WO'S LANGGEHT,
ODER ER BEISST DIR IM SCHLAF DIE KEHLE DURCH. - SENSEI
GUTSCHEIN FÜRS "FOGO DO LOBO"
Du bringst ihn um.
Er will ihn umbringen.
Du bist nicht die Einzige, die ein rotes Band verdient.
Ich verdiene es genauso. Vielleicht sogar mehr als du.
Er wirkt schwach und hoffnungslos.
Unwahrscheinlich, dass er etwas aus seinem Leben machen wird.
- Los. - Warte!
Hört ihr das? Sirenen.
- Das sind Sirenen. - Ich höre nichts.
Frauen können hohe Frequenzen besser hören als Männer.
Glaubt mir, das sind Sirenen. Wir müssen hier weg.
Nimm seine Brieftasche mit.
DIE FAUST IM GESICHT FOLGE 13
Ich werde dich töten.
Weißt du auch, warum?
Ich könnte behaupten, für die Ehre des Dojos.
Oder weil du deine ehemaligen Schüler erpresst,
noch lange nach ihrem Ausstieg Mitgliedsbeiträge zu bezahlen.
Oder weil du Leuten Privatstunden gibst,
die gar keine wollen,
so wie ich.
Aber eigentlich ist es, weil ich dich hasse.
Ich hasse dich so sehr.
Ich will dich nicht nur sterben sehen,
sondern ich will der Grund für deinen letzten Atemzug sein.
Ich habe in meinem Leben noch nie etwas so sehr gewollt.
Ich werde dich töten, Leslie.
Ganz recht.
Ich weiß, dass das dein richtiger Name ist.
Ich nenne dich so, um dich wütend zu machen.
Wenn man darüber nachdenkt,
ist Leslie als Name noch viel weibischer als Casey.
Du könntest Schwarzgürtel werden
und alle anderen Farben überspringen.
Ich fordere dich zu einem unbewaffneten
Kampf auf Leben und Tod heraus.
Den wirst du verlieren.
Ich bin ein besserer Kämpfer.
Na schön.
Ich akzeptiere.
Ich habe zuletzt viel darüber nachgedacht,
was ich dir nach deinem Tod wohl sagen würde.
Mir fielen zwei Dinge ein,
und da ich später nichts bereuen möchte,
sage ich einfach beide.
Erstens, du hast gesagt, dass mich die hier zu einem Schwächling macht.
Das ist so, ohne Frage.
Aber ich bin am Leben, und du bist tot.
Also könnte man sagen, dass du der Schwächling von uns beiden bist.
Das Zweite stammt aus einem Film, den ich mal gesehen habe.
Das war gegen die Regeln.
Aber es gibt keine Regeln.
Ich habe ihn im unbewaffneten Kampf auf Leben und Tod besiegt.
In der Tradition unseres Großmeisters
habe ich ihm meinen Zeigefinger in den Schädel gestoßen.
Eine Technik, die nur der Großmeister beherrscht hat,
aber jetzt beherrsche auch ich sie.
Die Ehre des Großmeisters,
dieser Schule und ihrer Schüler ist wiederhergestellt.
Hat jemand ein Problem damit?
Denn dann stoße ich ihm gern auch den Finger in den Schädel.
Gut, denn für heute habe ich genug getötet.
Allerdings wäre da noch etwas.
Streckt alle eure Hände vor.
Habt ihr nicht gehört?
Was ist passiert?
Handgelenk verstaucht.
Und wobei?
Beim Gitarrespielen.
Du spielst Gitarre?
- Ja. - So richtig mit Akkorden und so?
Und Tonleitern. Ein paar Stücke kann ich schon echt gut.
Und was für Musik hast du da gerade gespielt?
Softrock.
- Mach den Verband ab. - Wozu?
Weil man sich mit Softrock nichts verstauchen kann.
Das geht nur mit extremem Metal.
Komm.
Bei Fuß.
Platz.
Das ist mein neuer Hund. Wir sind uns einig,
dass ich ihm zeige, wo's langgeht.
Der Mann ganz links!
Das andere Links.
Der hier gehört nicht mir.
Ich habe ihn an mich genommen,
aber nicht verdient.
Nimm deinen Platz ein, Gelbgürtel.
Bis heute wurde euch gelehrt, Gewalt bedeutet Stärke,
und Mitgefühl ist gleich Schwäche.
Eine eingeschränkte Denkweise.
Es ist möglich, brutal tolerant oder friedlich wild zu sein.
Eure Einstellung zum Karate ist ebenso wichtig wie eure Technik.
Es wird hier einige Veränderungen geben,
aber das hier ist noch immer der Nachtkurs, und ihr seid seine Schüler.
Habt ihr verstanden?
Gut.
Beginnen wir mit ein paar Dehnungsübungen.
Also dann, Leute, ein paar Übungen zum Warmwerden.
Hampelmänner.
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs...
- Sehr gut. - ...sieben, acht, neun, zehn.
Gut. Gut gemacht, allerseits.
Jetzt ein paar Side-Kicks.
Sehr gute Side-Kicks. Gut ausgeführt.
Ok, Leute, und jetzt ein paar Karatetritte, ok?
Sehr gute Tritte.
Gut so, Manny. Prima Strides.
Alle mal hergehört.
Jetzt zeige ich euch, wie man mit der Faust tritt
und mit dem Fuß stößt.
Seid ihr so weit?
Untertitel: BTI Studios Übersetzt von: Frank Schröder
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